Hoevels: Wilhelm Reichs Beitrag zur Psychoanalyse (2001)

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Hoevels: Wilhelm Reichs Beitrag zur Psychoanalyse (2001)
 
 

David schrieb 2014: Diese Charakterdeformation ist untrennbar mit Verachtung verbunden, die Folge davon ist,

… daß wir Energie vom Becken zum Gesicht hinaufziehen, so daß wir uns überlegen fühlen. Verachtung ist im Grunde eine Ablehnung des Genitale und wird gegenüber einem Objekt ausgedrückt, das wir für sexueller als uns selber halten, oder gegenüber jenen, die sich in sexueller Hinsicht von uns unterscheiden. Das gilt immer, ganz gleich, was oberflächlich der Grund für die Verachtung zu sein scheint.

Mir ist – betreffend Verachtung – auch sehr wohl das Gegenteil von dem oben Gesagten vertraut. Hiermit meine ich Menschen, die man als „muskel-orientiert“ oder „konservativ“ bezeichnen könnte.
Die verachten – zu Recht – den Sozialisten, den Intellektuellen. Sie verachten auch den Homosexuellen.
Anders ist es gar nicht erklärbar, dass viele Arbeiter sich zu den Rechtsradikalen hingezogen fühlen.
Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) hieß nicht nur so. Sie war es auch.
Gegenüber manchen Menschen in eher homophoben Kreisen geschieht es, wenn ich mich zu erkennen gebe, dass diese Menschen ihre Einstellung ändern. Es handelt sich um Menschen, die bisher einen Homosexuellen nie persönlich kannten.
Genau so wie Hamed Abdel-Samad als junger Mensch nie einen Juden persönlich kannte und deshalb glaubte, was ihm Gesellschaft und Schule in Ägypten über Juden erzählten.

Robert: Bei den Salonkommunisten im Westen fällt auf, dass sie immer nur die Redefreiheit der Demokratie ausnutzen, aber nie Anklagen, dass sie selbst in ihrem kommunistischen Paradiesen im Lager landen würden.

Robert 2016: Ich habe mich seit 1977 mit Hoevels beschäftigt, las zuerst seine Broschüre über den Ödipuskomplex, abonnierte später die Ketzerbriefe und System UBW, las viele Bücher aus dem Ahriman-Verlag etc. Ich habe viele gute Anregungen erhalten, mich z.B. mit der Evolutionsbiologie zu beschäftigen oder mit präkolumbischen Kulturen.
Ich war in den Achtzigern in einem Freud Lesekreis der MRI, kam an einem Nachdruck der Diplom-Arbeit (?) über das obige Buch (Reichs Beitrag) heran, was ich also schon Jahrzehnte früher lesen konnte.
Obwohl ich viele Ansichten Hoevels Teile (z. B. des Monoimperialismus), war für mich irgendwann eine Sackgasse erreicht, nämlich als mir klar wurde, dass die hoevelsche Utopie nichts weiter als eine Art trotzkistischer Diktatur auf mechano-biologischer Grundlage sein würde.
M. E. spricht Pirincci die Wahrheit inzwischen viel klarer aus, zumindest was Deutschland betrifft, obwohl man die Schnittstelle jetzt nicht gleich erkennt. Aber in den Ketzerbriefen gab es viele unterdrückte Nachrichten, z. B. über das Gesundheitswesen, allerdings war immer der US-Imperialismus daran Schuld (was tlws. stimmen mag, siehe TTIP). Jedoch die Aussaugung des deutschen Volkes durch Einwanderer östlicher und südlicher Herkunft wurde nicht thematisiert und das konnte ich persönlich manchmal erfahren genauso wie die linke masochistische Deutschenhasserei und Islamvergötterung.
Jede Wissenschaft oder jedes Gedankensystem wird durch die Panzerung des Interpreten gefiltert und geformt; so wird der Freudo-Marxismus zum hoevelschen und die Orgonomie zum nasselsteinschen Prokrustesbett.

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