Odin statt Jesus

Man überfliege die Netzseite der Germanischen Glaubensgemeinschaft und schaue sich die beworbenen Buchtitel an. Die GGG ist stolz auf ihr Altheidentum, d.h. sie versucht redlich die Religion der vorchristlichen Germanen zu rekonstruieren und, um die lückenhafte Überlieferung aufzufüllen, greift sie auf verwandte Glaubenssysteme in Asien zurück, die überlebt haben.

Die GGG erinnert mich wieder daran, wie dankbar ich, bei aller Distanz und Abneigung, den christlichen Missionaren bin, daß sie die heiligen Eichen in Germanien gefällt haben! Das Christentum hat uns von einem alles erstickenden Obskurantismus befreit, der die Entwicklung der Wissenschaft unmöglich gemacht hätte. Seit den Tagen des „New Age“ und nicht zuletzt mit aktiver Unterstützung so mancher „Reichianer“, wird seit geraumer Zeit alles getan, um die Welt wieder zu „verzaubern“. Den Preis, den wir dafür zahlen müssen, wird schrecklich sein.

Nichts gegen „Heidentum“, aber man sollte sich vergegenwärtigen, wie großartig unsere Kultur ist. Das Barock war voller heidnischer Allegorien, teilweise vergißt man ganz, daß man im christlichen Abendland ist, Goethes Faust, an sich ein rein christlicher Stoff, platzt geradezu vor griechischem Heidentum, etc. Europa hatte das Beste aus beiden Welten, den vom Aberglauben befreiten Christenmenschen und dem vom religiösen Wahnsinn freien lebensfrohen Heiden, aber wir sind fleißig dabei dies alles in die Tonne zu treten.

Der Christ ist frei vom Aberglauben und der Heide ist frei vom „Glauben“. Nur in diesem Freiraum, den Europa ins Dickicht der wuchernden Neurose des Menschengeschlechts geschlagen hat, konnte sich die Orgonomie entwickeln. Heute wuchert die Waldlichtung wieder zu.

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2 Antworten to “Odin statt Jesus”

  1. Peter Nasselstein Says:

    Zum 586745ten mal in meinem Leben: Das kann doch kein Zufal sein!!!

    Ich komme nach Hause. Ohne ersichtlichen Grund fällt mein Auge auf eines der im Hamburger Norden so häufigen Nummernschilder aus dem Kreis Segeberg: „SE-LB“. Ich überlege mir idiotischerweise, was der Autofahrer damit sagen wollte. Ein „Stirnerianer“, Ziemlich sinnlose Überlegungen. Jetzt komme ich Zuhause an, gehe auf pi-news – und: ein Bericht über den Ort Selb!

    http://www.pi-news.net/2016/08/bayern-bohei-um-asylanten-verbotsschild/

    • Claus Says:

      Der Vergleich der unerwünschten Migranten mit Hunden ist allerdings ziemlich dämlich.
      P.N. war hier mit einem früheren Beitrag mal näher dran am Problem: Das betuliche und ‚antifaschistisch‘ motivierte Helfertum trägt zu einem Wirtschaftsmigrationssog bei, der durchweg schädlich ist, insbesondere für die Herkunftsländer. Dennoch kann ich Menschen aus Afghanistan durchaus freundlich oder meinetwegen menschlich begegnen. Der Mist ist uns ja vor allem von deutschen Linken eingebrockt worden. Diesen 68er-Hintergrund kapieren Syrer usw. in der Regel längst noch nicht; sie wissen gar nicht, wer ihnen diese Wohltäterei beschert.

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