Warnende Worte Wilhelm Reichs, jedem Studenten der Orgonomie ins Stammbuch geschrieben

Eine Wahrheit, die ungeschickt ausgesprochen in kranke Köpfe dringt, kann Unheil für Generationen bedeuten. (Wilhelm Reich: Christusmord, Freiburg 1978)

Nur die stupide Selbstgerechtigkeit des Freiheitskrämers bringt es fertig, sich selbst für völlig gut und den Feind für völlig böse zu halten. (ebd., S. 304)

Man wird feststellen, daß diese zahlreichen Bestrebungen [das Elend des Menschen aufzuheben] in Ideen, Programmen oder politischen Ideologien gar nicht so weit voneinander entfernt liegen, wie diejenigen glauben, die meinen, daß alle anderen schuld sind, nur nicht sie selbst. (Äther, Gott und Teufel, S. 136)

Es gibt nicht revolutionäre Engel hier und reaktionäre Teufel dort. Es gibt nicht habgierige Kapitalisten hier und gebefreudige Arbeiter dort. Wenn die Soziologie und die Massenpsychologie als echte Wissenschaften praktisch funktionieren wollen, dann müssen sie sich von der politischen Schwarzweißmalerei radikal befreien. Sie müssen in das widersprüchliche Grundwesen des autoritär erzogenen Menschen eindringen und die politische Reaktion im Verhalten und in der Struktur der arbeitenden Menschenmassen aufsuchen, beschreiben und beseitigen helfen. (Die Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 203)

Jeder einzelne Mensch, ohne jede Ausnahme, hat in sich die Anlagen für pestilente Reaktionen („Emotionelle Pest“). Der Unterschied im tatsächlichen Verhalten wird nicht durch das Vorliegen oder Fehlen derartiger Mechanismen bestimmt, sondern von der Fähigkeit diese pestilenten Mechanismen rechtzeitig wahrzunehmen, zu verstehen und unter Kontrolle zu bringen. Ich zögere nicht einzuräumen, daß ich selbst nicht immer in der Lage bin diese Tendenzen rechtzeitig wahrzunehmen. Niemand ist vor diesem Schicksal gefeit. Am besten wartet man ruhig ab, bis sich die Situation geklärt hat. Niemals sollte man etwas tun, solange man von pestilenten Reaktionen beherrscht wird. („Work Democracy in Action“, Annals of the Orgone Institute, Vol. 1, S. 6).

Siehe dazu auch Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie.

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