Warum werden aus Konservativen Linksliberale und umgekehrt?

Anläßlich von Trump in den USA und der AfD in Deutschland ist zu beobachten, wie Konservative sich mit einigem Grausen den Liberalen (in europäischer Nomenklatur den Linken) zuwenden. Beispielsweise als Trump seinen Richter angriff, weil dieser mexikanischer Herkunft und deshalb voreingenommen sei. Diese Aussage Trumps sei, so einige Republikaner, zutiefst „unamerikanisch“ und sie könnten nicht länger in einer Partei bleiben, die einen derartigen Rassisten unterstützt. Das Problem ist nur, daß umgekehrt so etwas in Amerika Gang und Gäbe ist, weil heißen: Schwarze und Hispanics stellen wie selbstverständlich (und ohne konkreten Anlaß, wie bei Trump!) die Objektivität ihrer Richter infrage, wenn diese weißer Hautfarbe sind. Weiße liberals pflichten dem dann zu und unterstützen den Kampf der „Farbigen“ gegen den vermeintlichen Rassismus – der Weißen… Angesichts dieses verlogenen Irrsinns wechseln manche Liberale angewidert zur anderen Seite und werden Republikaner.

Hinter diesem teilweise überraschenden Wechseln der Fronten steht die Bioenergetik: Menschen sind konservativ, weil bei ihnen die muskuläre Abwehr überwiegt. Entsprechend ist Aggression (Energie fließt in die Muskulatur) ein zentrales Thema (Egoismus, Militär und Polizei, Waffen, „Kapitalismus“, „freie Fahrt für freie Bürger“, Nationalismus, etc.). Die Angst vor bioenergetischer Erregung kann dazu führen, daß vormalige Konservative zum rettenden Ufer des Liberalismus schwimmen. Dieses Ufer, um im Bild zu bleiben, ist die okulare Panzerung, d.h. es geht um die Verlagerung von Energie von der Muskulatur ins Gehirn. Statt Aggression haben wir intellektuelle Beschwichtigung vor uns, Altruismus, den Sozialstaat, Drangsalierung durch Umweltschutz, soziale Kontrolle, Political Correctness, etc. Da dieses liberale Denken unsere Kultur beherrscht, folgen ihm auch viele Menschen, die imgrunde eine konservative Struktur haben – bis sie schließlich aufwachen.

Apropos rassistische Richter: man lese diesen Beitrag bis zum Ende.

Siehe dazu auch Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie.

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5 Antworten to “Warum werden aus Konservativen Linksliberale und umgekehrt?”

  1. David Says:

    Menschen sind konservativ, weil bei ihnen die muskuläre Abwehr überwiegt. Entsprechend ist Aggression (Energie fließt in die Muskulatur) ein zentrales Thema (Egoismus, Militär und Polizei, Waffen, „Kapitalismus“, „freie Fahrt für freie Bürger“, Nationalismus, etc.).

    Man kann sagen: zum Glück leben wir in einer Welt, in welcher für solche Menschen immer noch Platz ist.

    Für Menschen, die schwer arbeitsgestört sind, die zwar nicht gut arbeiten, aber gut kämpfen können, gibt es ebenfalls die Möglichkeit, den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen – etwa im Kampf gegen Verbrecher als Polizist.

    OffTopic: Eigenverantwortung durch unternehmerische Tätigkeit

    In einem mir bekannten Fall bekommt eine Person, deren Geschäftstätigkeit noch defizitär ist, keinerlei „Stütze“.

    Das Amt stellt fest – vor dem Hintergrund dass keine Mietkosten da seien weil die Person bei der Mutter umsonst schlafe und esse – dass die Einnahmen den Sozialhilfesatz von EUR 404,- übersteigen würden und daher kein Anspruch auf Förderung bzw. „Stütze“ (bzw. Grundsicherung) bestehe.

    Die Ausgaben bzw. Kosten, welche die Einnahmen übersteigen und in den Kontoauszügen ebenfalls leicht zu sehen sind, werden überhaupt nicht berücksichtigt.

    Somit wird die Person für den seit einiger Zeit andauernden Versuch, durch Selbständige Arbeit Eigenverantwortung zu übernehmen, bestraft.

    Anmerkung: zum Teil gehen die Defizite auf säumige Kunden zurück. Ich habe zwei Mahnbescheid-Formulare besorgt und der Person erklärt, wie die Eintreibung von Forderungen in Deutschland funktioniert.

    Einen Anwalt einschalten braucht man zunächst nicht. Kann man immer noch, wenn Kunde widerspricht und es zum Prozess kommt …

  2. Robert (Berlin) Says:

    „Somit wird die Person für den seit einiger Zeit andauernden Versuch, durch Selbständige Arbeit Eigenverantwortung zu übernehmen, bestraft.“

    Fängt auch schon damit an, dass der Hartzer, so bald er selbstständigen Zuverdienst hat, nur noch Nachteile spürt. Ab 100€ Zuverdienst muss er 80% abgeben – und dann alle Kontoauszüge regelmäßig checken lassen, seine Anträge werden zu spät bearbeitet, das heißt, er hat Versorgungslücken etc. Wer von diesen nicht gerade mit Kampfgeist gesegneten gibt dann nicht besser auf?

    • David Says:

      Jetzt wird’s richtig interessant:

      Wer von diesen nicht gerade mit Kampfgeist gesegneten gibt dann nicht besser auf?

      Selbstverständlich ist es attraktiver und auch bequemer, das Risiko unternehmerischer Tätigkeit gar nicht auf sich zu nehmen sondern das ganze Leben lang abhängig zu arbeiten.

      Oder „Stütze“ zu kassieren.

      Und sonst nichts zu machen.

      Weil einem ja bei Überschreitung der Hinzuverdienst – Grenze 80% abgezogen wird.

      Oder gar 100%.

      Deswegen bin ich auch froh, dass das schweizerische Modell per Volksabstimmung abgelehnt wurde.

      … weil es, wie ich gelesen habe, dem Sozialhilfe-Modell noch viel zu ähnlich ist, d.h. was man verdiene, werde zu 100% wieder abgezogen.

      Bis 2500,- Franken hat man nicht mehr egal wie viel man arbeitet.

      Man muss also wenigstens 4000 bis 6000 Franken netto monatlich auf dem Gehaltszettel stehen haben damit Arbeiten sich lohnt, so sehe ich das.

      Außer die Arbeit macht Spass und es lohnt sich deshalb.

      Es muss so sein, dass einem wenn man zuverdient nur die Hälfte abgezogen wird oder noch weniger.

      Finanziert durch angemessene Einkommensteuer, welche nicht Arbeit höher besteuert als Einkommen aus Zinsen.

      Finanziert auch durch eine moderate Vermögensteuer und eine sehr moderate Tobin (Finanztransaktions-) Steuer.

      (Wurde in Deutschland unter linkem Einfluss abgeschafft, war früher vorhanden und hieß Börsen-Umsatzsteuer.)

      Finanziert durch herkömmliche Sozialleistungen, die dann nicht mehr notwendig sind.

      Weiterhin notwendig sind spezielle Leistungen bei besonders hohem Bedarf.

      Wenn jemand obdachlos ist.

      Wenn jemand Deutschkurse braucht.

      Oder Psychotherapie.

      Das alles sprengt den normalen Rahmen, ist aber aus Sicht der Öffentlichen Hand eine sehr sinnvolle Ausgabe.

      Oder wenn jemand behindert ist und Assistenz braucht.

      Das kostet mtl. um die 3000 bis 5000 Euro also zwei bis drei Durchschnittslöhne und kann daher selbstverständlich nicht durch bGE abgedeckt werden.

  3. Peter Nasselstein Says:

    Linke, die angesichts von sowas nicht aufwachen, sind verloren:

    http://der-kleine-akif.de/2016/07/06/eine-steuergeldsaeuferin-der-extraklasse/

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