Die Tradition im Islam

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bedford-Strohm, fordert mehr islamischen Religionsunterricht und mehr islamisch-theologische Fakultäten an den Universitäten. Anstatt Muslime auszugrenzen, müsse die Gesellschaft die Kräfte im Islam fördern, die für Menschenrechte, Toleranz und Religionsfreiheit einträten (…). Gefördert werden müßten auch diejenigen, die die islamische Tradition selbstkritisch überprüften, so wie das auch hinsichtlich der christlichen Tradition spätestens seit der Aufklärung der Fall sei. Durch islamischen Religionsunterricht könnten muslimische Jugendliche vor fundamentalistischen Abwegen bewahrt werden, erklärte Bedford-Strohm.

An „islamisch-theologischen Fakultäten“ sollen Methoden der kritischen Theologie, die das Christentum seit Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelt hat, auf Mohammed und den Koran angewendet werden. Das ist Augenwischerei! Es kann keine „islamischen Theologen“ geben, nur islamische Rechtsgelehrte! Bei den Angriffen der Staatsmoslems etwa auf Islamkritiker Hamed Abdel-Samad wird schnell klar, worum es im Islam wirklich geht. Er könne vielleicht den Koran auswendig, habe aber keine Ahnung von der Tradition. Man könne nicht einen Vers des Koran herauspicken und deuten, sondern müsse ihn im Lichte der Überlieferung sehen. Sie haben recht! Tatsächlich geht es beim Islam um Tradition und nichts sonst: Ibn Dingsbums sagte Ibn Soundso, daß Ibn Jenerda vor Ibn Dieserda bezeugt habe, Mohammed hätte gesagt… Alles ist ein schier undurchdringliches Netz der „Genealogie“. Entsprechend ist der Koran auch unübersetzbar. Die Staatsmoslems meinen etwa, wenn zitiert werde, der Moslem solle sich keinen Christen zum Freunde nehmen, stehe dies im Zusammenhang mit dem defensiven Glaubenserhalt und stelle damit kein Angriff auf das Christentum dar… Desgleichen mit dem Wort „Sklave“ im Koran, etc. Oder mit anderen Worten: man muß voll und ganz in Islam aufgehen, um ihn zu verstehen; sich in eine Tradition begeben. Der bundesdeutsche Staatsislam ist eine dreiste Lüge.

Siehe dazu auch Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie.

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13 Antworten to “Die Tradition im Islam”

  1. Claus Says:

    Was wir mit Bezug auf das 18. Jh. „Aufklärung“ nennen und dessen Fehlen im Islam in letzter Zeit manchmal behauptet wurde, umfasst auch Empirismus in mehr oder weniger lockerer Form. Wenigstens wenn es um (nicht logisch wahre) Aussagen über Vorhandenes in Raum und Zeit geht, liegt es an Erfahrbarem, ob die betr. Aussage in gewissem Maße wahr ist. Heute wird das z.B. unter der Überschrift „truth maker“ diskutiert. Dieser Aspekt von ‚Aufklärung‘ wird oft übersehen (Empirismus ist aus der Mode gekommen). Ich bin zurzeit sehr daran interessiert, ihn einem ‚Buchglauben‘ gegenüberzustellen. Buchglaube besteht meistens in Religionen mit Bezug auf geoffenbarte Texte. Beispiel: Eine syrische Ärztin begründete mir gegenüber den Wahrheitsgehalt des Koran mit irgendwelchen wahren Aussagen im Koran über Anatomisches; die müssten ‚von Gott‘ kommen, weil es damals entsprechende anatomische Forschungen noch nicht gegeben habe.

    Ich möchte, dass solche Leute hier nicht Ärzte werden!

  2. Kali Says:

    Zum Islam, seiner Entstehung und seinen Perspektiven sowie der heutigen Wirkung auf Europa aus gegenwärtiger anthroposophischer Sicht vgl. den Beitrag „Gottes Wille und die freie Wahl des Menschen“ auf erzengelmichaelblog.wordpress.com.

  3. Peter Nasselstein Says:

    Broder über den unfaßbaren SCHWACHSINN, den „Islamexperten“ verbreiten:

    http://www.achgut.com/artikel/die_welt_ist_aus_den_fugen_geraten_der_islamexperte_lueders_auch

  4. Sven Says:

    Aus völlig alltäglicher Sicht sind Deutsche habibis d.h. Schatzilein, und Ja sie werden auch so von Moslems genannt. Habibi.

  5. Claus Says:

    Was ich persönlich mit Migranten erlebe, ist natürlich nicht der vereinzelte Terror, der nun überall wahrscheinlicher wird, sondern eine typische Egalo-Haltung: Es sind eben meistens Leute, die herkommen, um es sich besser gehen zu lassen. Dazu gehört erst einmal der Wunsch nach einer größeren Wohnung längerfristig mit Blick auf das Einfamilienhaus. Vorher ist jeweils noch die Frau zu finden, wenn sie nicht schon dabei ist. Dieses Egalotum ist mit Desinteresse v.a. an dem verbunden, was man so glaubt. Der Islam wird dann einfach weiterpraktiziert und der verrückteste Buchglaube beibehalten.

  6. Claus Says:

    Ich stoße immer wieder auf scheinbare Widersprüche wie hier:
    Gestern ein Gespräch mit einem Restaurantbesitzer, der vor 20 Jahren aus Pakistan nach Deutschland gekommen war. Faszinierend: Er war von Anfang an gründungs- und unternehmungslustig und kam ganz offen als Wirtschaftsmigrant, nicht als im Heimatland ‚Bedrohter‘. Das hat er auch vor einem Richter nicht verheimlicht. Dennoch wurde er gefördert, wohl weil er einnehmend ‚klar‘ und ‚offen‘ war derart, dass man sagen möchte „Solche Leute brauchen wir“. (Ich war sehr beeindruckt von dem Blickkontakt, der mir nicht stechend oder hypnotisch vorkam, sondern wahrnehmend.) Jedenfalls ist er heute als Restaurantbesitzer recht erfolgreich. Und was die so gen. ‚Flüchtlingskrise‘ angeht, sieht er die Sache klar als Armutsmigration, die von den Deutschen ideologisch verbrämt wird. Den Leuten werde hier ein gemachtes Nest bereitet, ähnlich wie staatliche Kinderbetreuung und Altenbetreuung familiären Kontakt ersetze.
    Bei all dem weist er allerdings die doch völlig naive Korangläubigkeit auf, die mir schon v.a. bei Syrern aufgefallen war.
    Ein autoritärer Charakter, der die buntgrüne Kultur längst durchschaut hat? Soll mir die gläubige Naivität nun egal sein?

    • Peter Nasselstein Says:

      Ich vermute, daß ändert sich alles, wenn irgendein „Trigger“ berührt wird, der mit den Thema „Ehre“ zu tun hat: Familienehre und die Nationalehre (die vollständig vom Islam okkupiert wurde – einzige Ausnahmen sind m.W. die Türkei und der Iran).

      An diesem Beispiel interessiert mich aber was ganz anderes: Wie wird man in Deutschland heimisch?

      1. Indem man sich in den Wirtschaftskreislauf einordnet – „arbeitsdemokratische“ Achse?

      oder

      2. Indem man sich mit der jahrtausendealte germanischen Schichsalsgemeinschaft identifiziert und für diese bis zur letzten Konsequenz eintritt, d.h. ohne wenn und aber Mitglied der neuen Schimpansenherde wird (tötet und getötet wird, wenn notwendig) – „bioenergetische“ Achse?

      Aber man kann diese beiden Achsen wohl eh nicht trennen.

      Kanada, Amerika, Australien sind etwas anderes: dort unterwirft man sich dem König, bzw. heute der Queen (bzw. dem papiernen Ersatzkönig Verfassung).

      • Claus Says:

        Jahrtausende alte Schicksalsgemeinschaft … na ja; wenigstens war da allerdings immer etwas, was die Heimat repräsentierte, eigene Kunst, Musik u.dgl., und eben das ist im Westen und v.a. in Deutschland ganz der internationalen Popkultur geopfert worden. Und so etwas hat es auch in England gegeben (von Skakespeare bis zu Purcell, dem Empirismus Lockes und Humes und dem genuin englischen Verfassungsgedanken). In Deutschland alles weg.

        • Peter Nasselstein Says:

          Stimmt, aber es gibt auch so etwas wie „Blut“. Schaue ich in den Spiegel, sehe ich meinen Vater und erahne den Rest der beiden Sippschaften. Bei Hunden ist das selbstverständlich. Etwa Hirtenhunde, was bei denen alles angeboren ist, was sie später auf dem Bauernhof tun müssen!

          • Claus Says:

            ‚Genetisches‘, ja – ich glaube auch, dass die Rede von Rassen bei Menschen ähnlich berechtigt ist wie bei Hunden. Für ein ‚Volk‘ dürfte dann jedoch Kultur ausschlaggebender sein. Da bräuchte kein Unterschied mehr zu bestehen zwischen einem deutsch aufgewachsenen ‚Türken‘ und Nachbar Hempel.

  7. Peter Nasselstein Says:

    Tiefgrndiger Artikel über Islam = Tradition:

    http://www.rolandtichy.de/gastbeitrag/islam-nicht-in-mekka-und-medina-entstanden/

  8. Robert (Berlin) Says:

    Lüge von islamischen Erfindungen widerlegt

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