Kredit und Arbeitsdemokratie

In den ursprünglichen Gesellschaften hat es Tauschhandel allenfalls zwischen aneinander vorbeiziehenden Horden gegeben, die ansonsten kein Verhältnis zueinander hatten. Es ist eine instantane Interaktion von Geben und Nehmen ohne jene bioenergetische Spannung, die über sehr lange Zeit aufrechterhalten wird und die typisch für die wirtschaftlichen Interaktionen innerhalb des Stammes (und zwischen befreundeten Stämmen) ist, wo es um gegenseitige Verpflichtungen geht.

Kurioserweise werden diese Verhältnisse, bei denen es um langfristige Beziehungen geht, im Kapitalismus wiederhergestellt, wo eben nicht der Tauschhandel im Mittelpunkt steht, sondern sich alles um Kreditvergabe und -aufnahme dreht. Klassischen Tauschhandel gab es allenfalls während des Kalten Krieges, etwa mit der „DDR“ oder innerhalb der „DDR“ zwischen Betrieben am Plan vorbei, d.h. überall dort, wo die Arbeitsdemokratie zusammengebrochen war.

Siehe dazu auch Ökonomie und Sexualökonomie.

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2 Antworten to “Kredit und Arbeitsdemokratie”

  1. David Says:

    Klassischen Tauschhandel gab es allenfalls während des Kalten Krieges, etwa mit der „DDR“ oder innerhalb der „DDR“ zwischen Betrieben …

    auch zwischen Bürgern innerhalb der DDR oder der UdSSR.

    Auch innerhalb Westdeutschlands vor 1948 (westliche drei Besatzungszonen), bevor General Tenenbaum und Ludwig Erhard mit der Währungsreform eine harte Währung herstellten …

    Zigarettenwährung: die Zigaretten wurden vermutlich nicht immer klassisch getauscht, sondern oft auch als Währungseinheit bzw. Rechnungseinheit verwendet, d.h. dass hier auch Kredit ins Spiel kam (Fahrrad gegen Nähmaschine aber die muss ich erst holen, die kriegst Du morgen).

  2. marko Says:

    ist es so schwer, dieses pestgranke system zu verstehen?

    im endeffekt ist es „watschnanfoch“. es wird aber mit absicht als das komplizierste der welt verkauft.

    (schein)geld ist nichts anderes als ein tauschmittel. es handelt sich wieder um tauschhandel.

    handel=krieg.

    mal davon abgesehen, existiert das geld für die zinsen NICHT. es kommt zu unglaublichen verteilung von fleisig nach reich. da zinseszins eine exponentialfunktion ist, können die fleisigen die zinsen für die reichen irgendwan nicht mehr erarbeiten.
    deshalb werden immer mehr kredite gebraucht, um die kosten für die zinsen decken zu können. die fleisigen bekommen immer weniger und die reichen für nichtstun immer mehr. (bitte eine exponentialfuntionskurve anseheh um es zu verstehen).

    und zu aller letzt wird die schuld an der nichtbefriedigung der gier der pest auch noch den fleisigen in die schuhe geschoben und ihnen durch enteigning noch mehr eigentum weggenommen.

    das system ist zum abstürzen verdammt, was wieder einmal der fall ist.
    der krebs kann, seinen wirt auch nicht endlos aussaugen.

    was soll die ständige propaganda „freie“ marktwirtschaft sei arbeitsdemokratie?!?

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