Die Bioenergetik des Antiamerikanismus

Eine Kolumne von Henryk M. Broder hat mich zu Folgendem inspiriert.

Nach Nietzsche ist die Handlung „vollkommen leer an Wert: es kommt alles darauf an, wer sie tut“ (Der Wille zur Macht, A 292). Man denke nur an eine Vergewaltigung. Erschreckend spontan entweicht bei der Verurteilung von Vergewaltigern aus meinem Munde der Spruch: „Hoffentlich wird das Schwein im Gefängnis vergewaltigt!“ Oder man denke an die seit einem Säureanschlag erblindete und entstellte Iranerin, die ihrem Peiniger nach den Grundregeln der Scharia das gleiche antun will.

Ein KZ-Häftling hat mir erzählt, wie die Aufseher die Häftlinge fast verhungern ließen, um ihnen dann voll sadistischem Ergötzen verschimmelte Brotlaibe vor die Füße zu werfen. Jene, die sich nicht zurückhalten konnten und sie Bissen für Bissen in sich hineinschlangen, sind unter elendlichen Qualen verreckt.

Das Bild ändert sich unvermittelt, wenn man erfährt, daß mir diese Geschichte von einem deutschen Kriegsgefangenen, einem Reichsbahner, der Züge nach Auschwitz abgefertigt hat, erzählt wurde. Er war nach dem Krieg in ein polnisches Straflager geraten.

Wird ein blonder Deutscher von einer Gruppe „Südländer“ zusammengeschlagen und schließlich wie ein Schwein abgestochen, ist das kaum eine kleine Meldung im Lokalblatt wert. Wird umgekehrt ein Migrant von einer Gruppe blonder Bestien zusammengetreten, bis er tot ist, schaltet sich das Bundeskriminalamt ein.

Die Handlung ist vollkommen leer. Es kommt darauf an, wer sie tut!

Heute ist für weite Teile der Bevölkerung grundsätzlich alles abgrundtief böse, was Amerika (und auch Israel) tun. Leute, die bei der Ermordung von 3000 unbeteiligter Menschen im World Trade Center nur mit den Achseln zuckten, kriegen sich nicht wieder ein vor Empörung, gar Mitgefühl, wenn sie an den armen „unbewaffneten Familienvater Osama“ denken. Ein Scheusal wie Gaddafi mutiert unversehens zu einem Opfer von CIA-Machenschaften, während die gleichen Leute das Schicksal der seit Jahrzehnten in den Verliesen Gaddafis schmachtenden politischen Gefangenen nie interessiert hat. Das hätte anders ausgesehen, wäre Gaddafi eine „Marionette Amerikas“ gewesen! Dann wären die gleichen Gefangenen ein Cause célèbre gewesen, genauso wie sich diese „progressiven“ Kreise etwa für schwarze Polizistenmörder in den USA engagieren!

Das schlimmste dabei ist, daß sie es mit absolut selbstgewisser moralischer Inbrunst tun. Angeblich „aufgeklärte“ und „kritische“ Menschen benehmen sich wie religiöse Fanatiker, die vollkommen in ihrem Wahn verrannt sind.

Was macht wohlmeinende und hochintelligente Menschen zu derartigen moralischen Mikroben?

Nun, zunächst einmal sind auch Amerika und Israel „leer“. Was repräsentieren sie emotional? Schlicht und ergreifend das „Establishment“, „Gott“, letztendlich die Eltern. „Die Eltern sind immer schuld.“ Sie haben unser Leben versaut. Wenn nicht die realen Eltern, dann die Macher unserer Kultur: die „Kapitalisten“, die „Sklaventreiber“, die „Kolonialisten“, die „Ausbeuter“, „der weiße Mann“, das Christentum, letztendlich das Judentum. Amerika und Israel sind dafür nur Projektionsflächen.

Deshalb ist alles, was Amerika und Israel anpacken a priori böse und jede noch so grausame Aktion gegen sie (etwa „9/11“) hat eine gewisse Legitimation – ist letztendlich Gegenwehr, Verteidigung.

Alle gepanzerten Menschen in unserer Kultur sind in dieses neurotische Gespinst eingewoben. Der gesamte öffentliche Diskurs, so „wissenschaftlich“ er sich auch immer geben mag, ist nichts weiter als neurotisches Geplärr, das man nicht ernstnehmen darf. Handlungen sind prinzipiell leer und alles was gepanzerte Menschen über Handlungen sagen, hat nichts, aber auch rein gar nichts, mit den Handlungen und es hat alles mit der Charakterstruktur jener zu tun, die die Handlungen bewerten.

Was nun die Haltung zu Amerika (und auch zu Israel) betrifft gibt es, wie Elsworth F. Baker gezeigt hat, zwei Arten von Reaktionsweisen, die auf entsprechenden Charakterstrukturen beruhen (Der Mensch in der Falle, München 1982):

Beide Gruppen sind in gleicher Weise Opfer ihrer Eltern, bzw. der gesamten gepanzerten Kultur:

  • Die einen, jene mit einer konservativen Charakterstruktur, bewältigen es, indem sie in einen Wettstreit „mit dem Vater“ treten. Sie versuchen es besser zu machen, „den Alten“ zu übertrumpfen. Deshalb identifizieren sie sich, egal wie stark die Konflikte auch immer waren, mit ihren Ursprüngen und bleiben entsprechend mit ihrem bioenergetischen Kern in Kontakt. Wenn sie antiamerikanische und antisemitische Anschauungen haben, wie etwa G.K. Chesterton, dann weil sie durch die „moderne Welt“ ihre „christlichen Wurzeln“ gefährdet sehen.
  • Die anderen, die, in amerikanischer Ausdrucksweise, eine „liberale“, also linke, Charakterstruktur besitzen, reagieren auf die elterlichen (bzw. kulturellen) Zumutungen mit Rebellion. „Daddy the pig.“ Alles, aber auch wirklich alles, was „von oben“ kommt ist schlecht und böse. Die Linken sind in einem permanenten Aufbegehren gegen ihre Ursprünge gefangen und haben sich entsprechend vollständig von ihrem bioenergetischen Kern losgelöst. Sie haben, wie Reich es in Christusmord ausdrückt, im Gegensatz zu den Konservativen ihre Seele an den Teufel verkauft. Satan ist in die Gesichter der Antiamerikaner und „Antizionisten“ geschrieben.

Forschungsergebnisse bestätigen, daß langfristige politische Haltungen in unserem Körper verankert sind. Dabei schälen sich zwei unterschiedliche Gehirne heraus: das „rote Gehirn“ des Konservativen und das „blaue Gehirn“ des Progressiven. (In Amerika steht die Farbe Rot für die Republikaner, die Farbe Blau für die Demokraten.)

Das „rote Gehirn“ zeigt eine vermehrte Aktivierung der Mandelkerne, d.h. dem „Angstzentrum“, das bei Konservativen häufig ausgeprägter ist als bei Linken. Das „blaue Gehirn“ ist vor allem durch eine vermehrte Aktivierung des Gyrus cinguli anterior gekennzeichnet, bei dem es u.a. um die Verarbeitung sich widersprechender Informationen, also um „Kritikfähigkeit“ geht. Bei Linken ist dieser Hirnbereich oft stärker ausgeprägt.

Die Unterschiede entsprechen dem auf die Kreiselwelle zurückgehenden energetischen Orgonom (der bioenergetischen Grundlage des Liberalen) und dem pulsierenden orgonotischen System (der bioenergetischen Grundage des Konservativen):

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19 Antworten to “Die Bioenergetik des Antiamerikanismus”

  1. David Says:

    In:

    http://www.chomsky.info/interviews/19990312.htm

    von mir darauf hingewiesen in:

    https://nachrichtenbrief.wordpress.com/2011/05/29/norwegen-und-brasilien/#comment-3297

    sagt Noam Chomsky auch:

    Another difference, also going back to the colonial period, is that the links between Latin American countries are still very weak. They are all connected individually to the external power, to France or England last century and now to the United States. But the interaction between countries has been very limited and in a large country like Brazil, there aren’t even well-developed connections within the country. They’re all oriented toward the outside, so the infrastructure and the culture and the imports and everything else are all separated and related to the imperial powers.

    also jedes einzelne lateinamerikanische Land hat kaum Handelsbeziehungen zu seinen Nachbarn, sondern ist auf den Kolonialherrn orientiert.

    Noch extremer als in Lateinamerika ist dies der Fall in Afrika. Hier gibt es Ansätze mehr Verbindungen untereinander zu haben, etwa in Westafrika die ECOWAS, die Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten.

    Aber was ist der Fall in Zentral- und Ostafrika? Hier ist alles nach wie vor auf den ehemaligen Kolonialherrn orientiert, dort vor allem England und als dessen Nachfolger die EUdSSR; insofern mag man im ersten Moment den Linksintellektuellen recht geben die sagen schuld ist der böse europäsiche Kolonialherr.

    Hier übersieht man aber, dass der besagte Kolonialherr (im Kongo der belgische König und in Angola und Mocambique die Portugiesen sonst immer England) sich einfach nur drauf setzten auf die seit tausend Jahren vorwiegende sklavistische Infrastruktur des afrikanischen Kontinents, und dass diese Infrastruktur von den arabo-muslimischen Sklavenräubern kommt.

    Die „Entdeckungsreisen“ eines Henry Morton Stanley beruhen darauf, dass sich dieser auf den schon vorhandenen Fernstraßen ins Innere Afrikas führen ließ – wobei man den ganzen Weg zu Fuß gehen musste weil die Reise etwa ein Jahr dauert, aber Pferde innerhalb weniger Wochen an der von der Tsetsefliege übertragenen Vieseuche eingehen. Lediglich die Weiterfahrt den Kongofluss herunter erfolgte dann in eigener Regie.

  2. David Says:

    Nun, zunächst einmal sind auch Amerika und Israel „leer“. Was repräsentieren sie emotional? Schlicht und ergreifend das „Establishment“, „Gott“, letztendlich die Eltern. „Die Eltern sind immer schuld.“

    So dachte auch ich, bezogen auf meinen persönlichen Zustand, als junger Mensch.

    Aber erst wenn man von dieser Vorstellung ablässt, kann die Funktion der Selbst-Verantwortlichkeit (responsibiliby) aktiviert werden, wodurch die Möglichkeit der Veränderung entsteht.

    Dies auch im Rahmen der Gesellschaft und Wirtschaft. Die Aktivität der „Moralisten“, wie Hans-Olaf Henkel sie nennt, bringt hier überhaupt gar nichts. Unter Moralisten versteht er nicht nur einige – nicht alle – Pfarrer, sondern auch und vor allem die Links-Intellektuellen, womit Übereinstimmung besteht mit dem was in der Orgonomie und speziell auch im Blog hier gesagt wird.

    Er hat diese Dinge in einem Buch über die Finanzkrise geschrieben wobei er sagt, er habe es nicht objektiv sondern aus seinem subjektiven Erleben als Unternehmer und als Privatperson geschrieben:

    Henkel, Hans-Olaf: Die Abwracker – Wie Zocker und Politiker unsere Zukunft verspielen, München, Heyne, 2009, ISBN: 978-3-453-16829-9

  3. Peter Nasselstein Says:

    Eine Beispiel von Milliarden:

    http://www.pi-news.net/2011/06/obama-weis-nicht-das-wir-2011-haben/#more-194322

    Handlungen sind vollkommen leer. Es kommt darauf an, wer sie tut!

    Man vergleiche die Reaktion auf den Volldeppen Obama, die Inkarnation der Peinlichkeit, mit der auf den vollkommen normalen, vielleicht zu normalen, Bush jr.

  4. Klaus Says:

    „Wird ein blonder Deutscher von einer Gruppe ‚Südländer‘ zusammengeschlagen und schließlich wie ein Schwein abgestochen, ist das kaum eine kleine Meldung im Lokalblatt wert. Wird umgekehrt ein Migrant von einer Gruppe blonder Bestien zusammengetreten, bis er tot ist, schaltet sich das Bundeskriminalamt ein.“
    Ich verspüre oft einen dicken Hass auf die Linksliberalität und deren Doppelmoral. Als ich kürzlich einer Verwandten den PI-Bericht von einer Frau (in ‚lesbischer‘ Beziehung mit Sohn – also eigentlich auch noch Liebling der Szene), die ihre Erfahrungen in einem islamisierten Wohnhochhaus beschrieb, schickte (war hier verlinkt: http://www.pi-news.net/2009/07/ruhe-ihr-deutschen-drecks-schlampen/), lautete die Antwort:
    „Ich weiß gar nicht, was wir gegen solch Zustände machen können…, außer, dass wir versuchen unsere Kinder zu toleranten, kritischen, aber freundlichen Menschen zu erziehen.“
    Dass man sich wehren könnte und sollte, kommt dem Linksliberalo nicht in den Sinn.

  5. O. Says:

    @ Klaus:
    „Linksliberal“ der Begriff sollte besser „linke Liberalität gegenüber ausländischen Mitbürgern“ heißen, wobei es hier nicht um Ausländerfeindlichkeit geht, sondern das Erkennen, dass ein Rassismus gegen Inländer von bestimmten Gruppierungen propagiert wird, die sich deutlich gegen unsere Grundwerte stellen und mit Gewalt und Tod Inländer bedrohen. Und daher weht der Hass gegen eine solche pseudoliberale Haltung.

    Dann wäre der Begriff „liberal“ zu erklären, dass hiermit nicht die FDP gemeint ist, die gleichfalls kaum Liberal ist, sondern sich dem wirtschaftlichen Liberalismus verschrieben hat. Doch was sie dann umsetzt von ihrem Programm, weiß ja heute keiner mehr.

    In diesem Sinne kann ich da absolut mitgehen, wie auch deutschen (integrierte) Türken absolut mitgehen und die die pseudotraditionelle, angeblich „türkische Haltung“ (ihrer „Landsleute) kritisieren, die selbst in der Türkei kaum so hinterwäldlerisch gelebt wird.

    Auch hier sollten wir genau unterscheiden, um nicht alle in die selbe Ecke stellen und damit eine Entwicklung ausgrenzen, die wir nur begrüßen können, damit sich etwas bewegt. – Ich hoffe das kam jetzt nicht „linksliberal“ rüber.

    PS: Die amerikanisch-orgonomische Sicht lädt auch zu solchen Verallgemeinerungen ein, die ich für kontraproduktiv halte, auch wenn sie das Thema benennen möchten. Die Gefahr, dass wir uns dann vor einen Karren spannen lassen, den wir gar nicht wollen, ist dadurch gegeben. Der verspürte Hass sollte in einen Handlungskanal führen, der als Haltung spürbar ist und nach Verbündeten sucht.

  6. Peter Nasselstein Says:

    http://www.rpp2011.org/Vortraege/Islam-Kulturtraeger-in-Europa/

    Es waren Muslime, die die griechische Kultur und die griechischen Philosophen, auf deren Ideen das moderne Europa gründet, in die Welt des Frühmittelalters wieder einbrachten. Muslime haben wunderbare Architektur geschaffen (…)

    Um Gotteswillen, das oströmische Reich war immer noch christlich und in jenen Gebieten des oströmischen Reiches, die von den Moslems überrannt wurden, waren es fast durchweg christliche Schreiber und Gelehrte, die das antike Erbe bewahrten. Auch haben die Moslems keine Architektur geschaffen: die wunderbare „íslamische“ Architektur ist nichts anderes als PERSISCHE Architektur, die in ihren Ursprüngen nichts, aber auch rein gar nichts mit Arabien und dem Islam zu tun hat.

    Es ist grotesk wie der Westen die „parasitäre Geschichtsfälschung des Islam“ sich zu eigen macht. Es ist gruselig!

    http://michael-mannheimer.info/2011/03/08/die-parasitare-geschichtsfalschung-des-islam-zu-seinen-gunsten/

    Außer den harten naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen kann man den gesamten universitären Betrieb in der Pfeife rauchen. Es wird fast nur Humbug verbreitet!

  7. Klaus Says:

    „O. sagt:

    6. Juni 2011 um 22:50
    @ Klaus:
    „Linksliberal“ der Begriff sollte besser „linke Liberalität gegenüber ausländischen Mitbürgern“ heißen, […]“
    Ja klar, wenn ich das Wort als Beschreibung verwendet hätte – ich glaube jedoch, dass „linksliberal“ einfach eine Art Name für eine HALTUNG und eine Ästhetik geworden ist, deren Vertreter, den „Du, ich finde, das darfst du jetzt nicht über einen Kamm scheren“-Typ, ich und sicher viele andere doch von Weitem erkennen (mal ganz PI gesagt) und der, als ich in Charlottenburg wohnte und einen Drogen-Papa mit drei Kindern auf 28qm über mir hatte, ganz tolerant war (nochmals: ich suchte das Gespräch, Gespräche fanden statt, statt; änderte aber letztlich nichts daran, dass ich deren Hiphop hören musste, wann immer sie es wollten). Dies nur eine typische Auswirkung dieser Art Haltung. Daher kotzt mich diese ‚Toleranz‘ an.

  8. Peter Nasselstein Says:

    Mir fällt zusammenfassend in Deutschland auf, daß die deutschstämmige Bevölkerung charakterlich schwankt zwischen offener starker Aggression und peinlichem Devotismus

    Churchill: „Man hat die Deutschen entweder an der Gurgel oder zu Füßen.“

    Wer benimmt sich so? Jemand der Angst hat! The German angst. Beispielsweise haben wir mehr Angst vor „Fukushima“ als die Japaner selbst. Komisches Volk.

  9. Klaus Says:

    Das mit dem Bild/dem Prototypen, für das/den „linksliberal“ ein Name ist, will ich doch hier mal illustrieren:

    http://www.politik.de/mediathek/video-datensicherheit-im-netz-444.html

    🙂

  10. Klaus Says:

    http://www.publikative.org/2014/04/10/antiamerikanismus-als-wahnweltbild-des-modernen-unbehagens/

    Antiamerikanismus ist, was Beyer auch mit empirischen Einstellungsdaten fundiert, in Deutschland weit verbreitet, nimmt seit 9/11 weiter zu und radikalisiert sich. Die strukturellen Ähnlichkeiten von Antiamerikanismus und Antisemitismus sind in vielen Bereichen auffällig,

    • Robert (Berlin) Says:

      Besonders tragisch ist aus meiner Sicht der latente Antiamerikanismus, der in Deutschland zum Vorschein kommt. Um jene Antiamerikaner zum Lesen dieses Artikels zu »verführen«, habe ich diese Überschrift gewählt. Natürlich wird es ihnen leicht gemacht. Denn es gibt tatsächlich einen US-Regierungs-Imperialismus. Kein Land hat mehr Militärbasen auf der ganzen Welt. Keine Regierung hat in den letzten 60 Jahren mehr Kriege gegen andere Länder, von denen die USA gar nicht angegriffen wurden, angezettelt als die amerikanische.

      Aber es gibt auch kein Land auf der Welt, das eine größere freiheitliche Tradition hat als Amerika. Amerika ist das einzige Land, in dem Menschen für weniger Staat auf die Straße gehen.

      http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/oliver-janich/krim-krise-der-amerikanische-imperialismus.html

  11. claus Says:

    Die ‚kritische‘ linke Jugend – heute ein Kommentar zu den jüngsten Berichten von Folter durch den IS:
    „Die Hegemonie der USA,…wird halt durch Waffenlieferungen und NGO-Interventionen,… auch in Syrien verteidigt…,…nicht nur im Irak oder Libyen… Das US-Dollar-Stiefelvolk trägt weltweit soooo unglaublich viele Namen, von Süd- und Mittelamerika, über Zentral- und Südafrika und Asien bis zum Nahen Osten… Der deutschen Politik ist`s Wurscht,…man folgt devot, wie Merkel bereits 2003 !… „

  12. claus Says:

    Es liegt nahe, dass und warum der Terror in Paris die Linksliberalen kalt lässt: Amerika ist ja schuld.
    Deutschunterricht gehört zu den wenigen Jobs, auf die ich leichter mal Aussichten habe. Nun frage ich mich, ob Deutschland nicht NOCH den Sprachvorteil hat: Vor allem Frankreich und England hatten Kolonien; die meisten Muslime können Französisch oder Englisch und organisieren sich in Frankreich und England am effektivsten. Soll man ihnen diesen Vorteil auch noch für Deutschland verschaffen? Oder ist es im Endeffekt am besten, wenn z.B. Syrer in Deutschland schnellstmöglich Deutsch lernen? Zweischneidiges Schwert?

    • Peter Nasselstein Says:

      Die Kolonialreiche habe Enngland, Frankreich, Spanien, etc. ruiniert, da sie nur gekostet haben und Absatzmärkte für Ramtsch boten – während in Deutschland „Made in Germany“ produziert wurde. Außerdem wurden große Volksmassen eingemeindet, die genetisch bedingt einen signifikant niedrigeren IQ haben und dazu noch zu einem Gutteil dem Islam anhängen. Wenigstens in dieser Hinsicht hatte Deutschland ein unglaubliches Glück. Andererseits möchte man ja schon, daß sich die deutsche Kultur und Sprache ausbreiten…

      Die ganze Situation ist so traurig, weil Deutschland traditionell nie Probleme mit Arabern, Iranern, Türken hatte. Ganz im Gegenteil, die waren immer extrem pro-deutsch, am meisten wohl die Afghanen.

      • claus Says:

        Vielleicht ist das einzige, was man jetzt aus der Situation machen kann: Deutschunterricht mit der offenen Wertschätzung deutscher Kunst (statt Multikultikochen – ich kann’s nicht mehr sehen) verbinden. (Nun könnte ich wieder „Ehrt eure deutschen Meister“ aus den Meistersingern einfügen; ich lass es mal …)

  13. Robert (Berlin) Says:

    „Ein Scheusal wie Gaddafi mutiert unversehens zu einem Opfer von CIA-Machenschaften, während die gleichen Leute das Schicksal der seit Jahrzehnten in den Verliesen Gaddafis schmachtenden politischen Gefangenen nie interessiert hat. “

    Verlogene Bushisten-Propaganda! Gaddafi wurde tatsächlich Opfer einer westlichen Intervention, das ist alles offiziell. Das der CIA dabei eine Rolle spielt, muss nicht erwähnt werden. Dass Gaddafi ein fieser Diktator war, wie Mubarak u. A.,und Oppositionelle einsperren und foltern ließ wissen wir auch alle. Der Vorwurf des Desinteresse ist pure Heuchelei, wenn politische Realisten Gaddafi als das kleinere Übel ansehen, weil sie ahnen konnten, was nach ihm kommt, wird nur noch schlimmer. Noch verlogener sind die Bushisten, denen 1,5 Mio. verhungerter und ermorderter Irakies vollkommen am Allerwertesten vorbei gehen. Für Bushisten sind die Opfer der Diktatoren nur dann interessant, wenn diese auf der richtigen Seite stehen.

    https://de.qantara.de/inhalt/westliche-militaerinterventionen-zum-sturz-gaddafis-lehren-aus-libyen

    https://www.ippnw.de/presse/artikel/de/schaetzungsweise-15-millionen-irake.html

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