Die Pharmaindustrie und die Emotionelle Pest

Auf der deutschen Heimatseite der Orgonomie ist ein Aufsatz von Charles Konia erschienen: „Mechanistisches Denken in der Medizin und die Emotionelle Pest“.

Alle Präventionsbemühungen und der ganze Gesundheitswahn hat nichts gebracht. Profitiert an der „Vorbeugung“ hat nur die Pharmaindustrie, die nebenwirkungsreiche Medikamente gegen Schlaganfall, Herzinfarkt, Knochenschwund, Cholesterin, etc. an kerngesunde Menschen verkauft – die dadurch krank werden.

Mit exakt dem gleichen Problem war Amerika und Reich schon vor 70 Jahren konfrontiert. Siehe dazu „Mechanistic Medicine and National Health“ im International Journal of Sex-Economy and Orgone-Research, Vol. 1, No. 2, July 1942, S. 176.

Anläßlich eines Artikels in der New York Times demzufolge, trotz besserer Lebensbedingungen und aller Vorsorgebemühungen, keine Verbesserung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung zu verzeichnen sei, zeigten die medizinischen Erfahrungen der Orgonomen:

    1. Die Medizin findet keinen Zugang zum lebendigen Funktionieren, weil sie mechanistisch und an der Chemie orientiert ist.
    2. Folglich versteht sie die Erkrankungen des vegetativen Systems, welche Störungen der biologischen Pulsation sind, nicht.
    3. Störungen des sexuellen Funktionierens sind dem durchschnittlichen Arzt unbekannt. Sie gehören nicht zum Kurrikulum der medizinischen Fakultäten, trotz der Tatsache, daß 60 bis 80 Prozent der Gesamtbevölkerung unter ihnen leiden.

Der gegenwärtige (1942!) Zustand könne sich erst ändern, wenn ein biologisch-funktionalistisches Denken in der Medizin um sich greife. Krankheiten, die auf Sexualstauung zurückgehen, d.h. die Biopathien, müßten grundlegend verstanden werden. (Siehe auch Konias Ausführungen über „Die mechanistische und die mystische Betrachtungsweise der menschlichen Sexualität” auf seinem Blog.)

Entsprechend führt Reich das, was an Fortschritt zu konstatieren ist, auf die Befreiung der Sexualfunktion zurück. Beispielsweise meint Reich im Zusammenhang mit dem verfrühten Tod, wie er vor allem durch die Krebsschrumpfungs-Biopathie repräsentiert ist, daß

die Pflege der positiven Lebensfunktion wie Lust, Entwicklung, Tätigkeit etc. entscheidend in der Verhütung verfrühter Sterbensvorgänge (ist). Die Verlängerung des durchschnittlichen Lebensalters der Menschen mancher Kulturkreise in den letzten Jahrzehnten ist dem Durchbruch natürlicher Sexualfunktionen zuzuschreiben. (Der Krebs, Fischer TB, S. 259f)

Was mich in diesem Zusammenhang seit Jahren wirklich zutiefst schockiert, ist die Werbung für Psychopharmaka und – Lebensmittel! Man schaue sich einmal das Werbefernsehen an: da wird Werbung für alkoholfreie Erfrischungsgetränke und Süßigkeiten gemacht, – als wäre Kokain beigemischt. Untergründig wird nur eins verkauft: das Versprechen auf sexuelles Glück!

Weil Cola und Orangenlimonade den versprochenen Zustand nicht herbeiführen können, greifen die Menschen schließlich zu den Produkten der Pharmaindustrie. Da lauten dann die Überschriften: „Neue Lebensenergie gewinnen!“ „Neue Kraft schöpfen!“ „Ganz ohne Zwang leben!“ „Entspannt zurück ins Leben!“

Die Menschheit hat die Wahl: entweder folgt sie den Rattenfängern, die künstliche Paradiese versprechen, ins Verderben – oder sie kämpft für ihr Lebensglück.

Man nehme etwa das weitverbreitete Schmerzmittel Paracetamol, das weite Teile der Bevölkerung zu unempathischen, empfindungslosen Arschlöchern macht.

Ich habe mich bereits öfters mit Botox auseinandergesetzt, beispielsweise hier.

Mittlerweile lassen sich Millionen von Frauen Botox spritzen um jünger auszusehen, doch das Mittel zerstört nicht nur die Fähigkeit mit Hilfe der Gesichtsmuskeln Emotionen auszudrücken, sondern beeinträchtigt auch die Fähigkeit die Emotionen in anderen wahrzunehmen.

Dies stellten David Neal von der University of Southern California und Tanya Chartand von der Duke University, North Caerolina in einer nun publizierten Untersuchung fest.

In der Studie wurden Frauen gebeten, die Emotionen von Leuten auf Photos zu benennen, nachdem ihnen zuvor entweder Botox, Restylane (eine Faltenbehandlung, die die Muskeln nicht vollständig lähmt) oder ein Gel verabreicht worden war, das die Muskeln überhaupt nicht beeinträchtigt. Die Probandinnen, die Botox erhalten hatten, waren am wenigsten in der Lage, die abgebildeten Emotionen zu identifizieren. Die zweite Gruppe war etwas besser, während die Gruppe mit dem Gel am besten die Gefühle richtig benennen konnte.

Diese Studie schließt sich an eine vorangehende von Joshua Davis (Columbia University) an, die herausgefunden hatte, daß jemand, dem Botox gespritzt worden war, schlechter in der Lage ist seine eigenen Emotionen wahrzunehmen.

Der Studie von Neal und Chartand zufolge sind mit Botox behandelte weniger fähig, die Emotionen des Gegenübers zu lesen, weil man die Emotionen teilweise dadurch wahrnimmt, daß man sein Gegenüber nachmacht. Wir fühlen uns in andere ein.

Neal, Professor für Psychologie:

Wir beginnen erst jetzt zu ergründen, wie wichtig Nachahmung und der Körper in vielen psychologischen Prozessen ist. Der Geist ist natürlich entscheidend, aber der Körper gibt uns wichtige zusätzliche Informationen, die uns beim Zurechtfinden in unserem sozialen Umfeld helfen.

Wirklich revolutionäre Erkenntnisse 😉

Der Student der Orgonomie muß dem Außenstehenden oft arrogant und anmaßend erscheinen, da er scheinbar alles besser weiß als die vermeintlichen Experten. Aber wie soll man schon reagieren, wenn Leute wie Neal Trivialitäten, die Reich bereits in den 1930er Jahren voll erfaßt hatte, 80 Jahre später als überraschenden Durchbruch feiern. Geht die Entwicklung so weiter, wird „die Wissenschaft“ in weiteren 80 Jahren ungefähr da angelangt sein, wo Reich 160 Jahre zuvor stand, als er die Emotionen und ihre Behinderung durch Panzerung voll erfaßt hatte.

Wir sind in erster Linie energetische Wesen. Emotionen und auch Gedanken sind weder eine Sache des Gehirns noch des Körpers, sondern Ausdruck des Energieflusses im Körper. Wird die freie Entfaltung der Energie durch eine gelähmte Muskulatur oder durch Ideologie (den Mechano-Mystizismus) behindert, ersterben die Emotionen und die Gedanken verlieren jede Bedeutung. Die Kommunikation zwischen den Menschen bricht zusammen und wird durch willkürliche Regeln ersetzt.

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6 Antworten to “Die Pharmaindustrie und die Emotionelle Pest”

  1. David Says:

    Was mich in diesem Zusammenhang seit Jahren wirklich zutiefst schockiert, ist die Werbung für Psychopharmaka und – Lebensmittel!

    Hierhin gehört auch, wie ich glaube, die sog. Orthomolekular-Medizin und -psychiatrie, die mit extremen Hochdosierungen gewisser Nahrungsergänzungsstoffe, wie z.B. Vitamin B6 oder B3 (Niacin) arbeitet. Auf ersten Blick alternativ, ist die Methode eher der Schulmedizin ähnlich.

    Jedoch darf man Aussagen wie: 500 bis 2000 Milligramm Niacin pro Tag helfen in vielen Fällen bei Schizophrenie, da es mit Histapenie also Histamin-Mangel – danach mall googeln – zusammenhänge, nicht einfach über Bord werfen. Es ist Forschung erforderlich, sowohl schulmedizinisch als im Zusammenhang mit der Orgonenergie, mit der Atmung etc.

    Dem Forscher, der in den 50er Jahren in Princeton damit zugange war, Pauli hieß er glaube ich, ging es interessanter weise ähnlich wie Reich. Zwar wurde er nicht ins Gefängnis geworfen, aber irgendwie einfach beiseite gewischt.

  2. Robert (Berlin) Says:

    Dabei werden auch physikalische Methoden wie Physiotherapie immer weiter gekürzt. Dort geht es um die Mobilisation des Körpers, i. e. der Bewegung.
    Es soll nur noch die chemische Massenvergiftung bezahlt werden, statt Bewegungs-, Psycho- und Naturheiltherapie. Nicht zu vergessen gesunde, natürliche Lebensmittel ohne Zusätze oder Veränderungen.

  3. Manuel Says:

    „als wäre Kokain beigemischt“ – nein, viel schlimmer, viel tückischer: Junk-Food enthält Aromastoffe und Süßungsmittel, die tief in den Gehirnstoffwechsel eingreifen und die Konsumenten letztlich zu Deppen machen. Ich zitiere aus Wikipedia:
    „John W. Olney kam auf Grund von Tierversuchen in den 1960er-Jahren zu dem Ergebnis, dass Glutamat, das als Neurotransmitter einen direkten Einfluss auf die Stoffwechselvorgänge von Nervenzellen hat, bei überhöhten zellulären Konzentrationen schädlich auf Nervenzellen wirkt und im Extremfall zu deren Absterben führt. Konzentrationsabhängig wirke es also neurotoxisch. Es steht seitdem im Verdacht, bei der Entstehung von Parkinson und Alzheimer eine Rolle zu spielen.
    Weiterhin wird von einzelnen Wissenschaftlern die Theorie vertreten, dass Glutamat in Verbindung mit dem Süßstoff Aspartam zu degenerativen Erkrankungen führt. In Tierversuchen mit Ratten führte die Gabe von Glutamat zu stark verfetteten und teilweise deformierten Tieren.“
    Etc. – googelt selbst!

  4. Robert (Berlin) Says:

    Untersuchungsausschuss: Amerikanische Regierung hat mit Ärzten bei medizinischen Experimenten mit tödlichem Ausgang in Guatemala zusammengearbeitet
    Mike Adams

    Amerikanische Forscher im Bereich der Medizin, darunter auch Mitarbeiter des Nationalen Gesundheitsinstituts (NIH) (einer der wichtigsten staatlichen Einrichtungen für biomedizinische Forschung) waren über geheime medizinische Experimente in Guatemala an abscheulichen Verbrechen beteiligt, heißt es in einem von Präsident Obama in Auftrag gegebenen Untersuchungsbericht.

    http://www.kopp-online.com/hintergruende/enthuellungen/mike-adams/untersuchungsausschuss-amerikanische-regierung-hat-mit-aerzten-bei-medizinischen-experimenten-mit-t.html

  5. Staats-Schulden, ein Produkt der Emotionellen Pest Says:

    […] und Geschäftsbanken ↩Charles Konia ↩Siehe auch: “Die Pharmaindustrie und die Emotionelle Pest” auf dem Blog von Peter Nasselstein ↩ linkwithin_text='Das könnte dich auch noch […]

  6. Robert (Berlin) Says:

    Psychopharmaka sind keine Lösung: Forscher äußern Kritik

    http://opposition24.com/psychopharmaka-sind-keine-loesung-forscher-aeussern-kritik/294176

    „Margraf und Schneider tragen zahlreiche Belege zusammen, die gegen eine nachhaltige Wirkung von Psychopharmaka sprechen. Medikamente gegen Depression, Angststörungen und das Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätssyndrom wirken nur kurzfristig; setzt der Patient sie ab, kehren die Symptome zurück. So lautet das Fazit der zitierten Studien. Ähnliche Befunde vermuten die Autoren auch für Schizophrenie-Medikamente.

    Eine langfristige Einnahme der Arzneien könne sogar negative Folgen haben, etwa ein gesteigertes Risiko für eine chronische Erkrankung oder erhöhte Rückfallraten.“

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