Cannabis und Hirnfraß

Cannabis ist wohl die gefährlichste Droge überhaupt. Im krassen Gegensatz zum Alkohol schränkt sie die mentalen Fähigkeiten kaum ein. Einzige gewichtige Ausnahme scheint das verbale Gedächtnis zu sein, das auch dann vom langandauernden Cannabis-Konsum langfristig und offenbar irreversibel geschädigt wird, wenn man die fast immer vorhandenen Risikofaktoren bei Cannabis-Konsumenten aus den Untersuchungsergebnissen rausrechnet, als da wären mangelnde körperliche Betätigung und Depression, sowie Alkohol-, Nikotin- und genereller Drogenmißbrauch. Der Schaden ist desto größer, je mehr Joints in der Vergangenhet geraucht wurden.

Ein Topwissenschaftler oder Topmanager, der im Alkoholrausch nur noch Blödsinn von sich gibt, kann unter dem Einfluß von Cannabis stehen und trotzdem volle Leistung bringen. Das gleiche gilt zwar auch beispielsweise für Kokain und insbesondere Heroin, aber die gelten ja im Gegensatz zu Cannabis als „harte Drogen“. Entsprechend gewinnt Cannabis immer mehr an gesellschaftlicher Akzeptanz, weil bei jedem kritischen Einwand sofort einer der besagten Leistungsträger aufsteht und sich outet. Und zum Schluß der alle Diskussionen beendende Einwand: „Noch niemand ist an Cannabis gestorben!“

Kritiker stehen dergestalt rasch als kleingeistige (und vor allem lustfeindliche) Idioten da. Diese Entwicklung ist aus orgonomischer Sicht einfach nur verheerend, weil Cannabis grundlegender als jede andere Droge die Bioenergetik des Menschen verändert. („Esoteriker“ würden von „feinstofflicher Ebene“ sprechen.) Diese bioenergetischen Veränderungen entsprechen durchweg der schizophrenen Biopathie.

  1. Durch den Cannabiskonsum wird das Orgonenergie-Feld des Organismus zunehmend „schmutziger“, d.h. immer mehr von DOR bestimmt. Gleichzeitig dünnt es aus und „zerfasert“ („spaced out“). Das geht soweit, daß einem „normalen Menschen“ die körperliche Nähe eines chronischen Cannabiskonsumenten schlichtweg unerträglich ist.
  2. Die bioenergetische Erregungsfähigkeit wird nach und nach reduziert, wodurch beispielsweise die Sexualität zu einem rein mechanischen Akt wird. Orgontherapie wird eine Sache der Unmöglichkeit! Die Konsumenten streben aber genau das an: „Chillen“, Angstfreiheit (Erregungsfreiheit).
  3. Emotionen werden in Sensationen überführt bis dieser Zustand chronisch wird. Siehe dazu meine Ausführungen in Die Massenpsychologie des Buddhismus.
  4. Unter dem Einfluß von Cannabis öffnet sich das Augensegment zunächst. Entsprechend berichten Konsumenten von weltbewegenden Einsichten in die verlogene Welt der „Spießer“. Jedoch kommt es schnell zu einer heftigen reaktiven Kontraktion und die okulare Panzerung verschlimmert sich zunehmend. Charakteristischerweise werden die vertretenen Verschwörungstheorien immer abstruser.

In welchem Ausmaß Cannabis das Augensegment (jedenfalls bei Menschen mit einer entsprechenden Disposition) angreift, zeigt eine MRT-Langzeitstudie. Schizophrene Patienten wurden im Abstand von fünf Jahren mit dem Magnetresonanz-Tomographen untersucht. Die erste Untersuchung erfolgte bei ihrer ersten psychotischen Episode. Eine Untergruppe bestand aus schizophrenen Cannabiskonsumenten.

Wie nicht anders zu erwarten, lag der Verlust an grauer Hirnsubstanz bei den Schizophrenen deutlich höher als bei der Kontrollgruppe. Bei den kiffenden Schizophrenen war die Verdünnung des Kortex jedoch wiederum auffallend größer als bei den abstinenten Schizophrenen, auch waren zusätzliche Regionen des Kortex betroffen. Übrigens geht es hier nicht nur um bloßes „Schrumpfen“, sondern um irreversiblen Zellverlust.

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12 Antworten to “Cannabis und Hirnfraß”

  1. maximilian Says:

    Ja durch Cannabiskonsum kann man sich selber schaden, durch Alkoholkonsum schadet man jedoch mit Sicherheit anderen unschuldigen Menschen. Der Staat schützt demnach den Einzelnen, nicht jedoch die Mitmenschen durch den Einzelnen. Das ist schizophren.

    • Robert (Berlin) Says:

      Zumindest kosten die Unfälle und Geisteskrankheiten durch Cannabis der Gesellschaft eine Menge Geld.
      Zudem der nicht bezifferbare Schaden durch abgestumpfte Mitmenschen…

  2. O. Says:

    Es darf hier in meinen Augen auch mal einer der jungen Cannabisabhängigen oder Ex-abhängigen etwas dazu sagen.

    Möchte man sich in Berlin mal an einem schönen Abend in der Charitè (Psychiatrische Abteilung) über Drogen informieren, läuft man womöglich die Drogenbeauftrage des Gesundheitsministeriums über den Weg, die über die Prophylaxe der Niktoinsucht referiert. Kein Wort von anderen Drogen über die man gerne etwas gehört hätte. Nebenwirkung des Hearings: Wie schon erwähnt, doppelter Zigarettenkonsum seit den Worten dieser Dame. Auf jeder Zigarettenpackung müsste gewarnt werden: Das Gerede unserer EU-Gesundheitsminister kann tödlich sein. Es führt zu schwerer Nikotinsucht. Ferner ist psychologisch jede Verbotsbotschaft eine Werbung für eine Produkt, das das Gehirn keine „Nicht-Botschaften“ verarbeitet. Auch suggestive (Todes-) Botschaften, wie Rauchen würde zu Krebs führen, haben vermutlich einen größeren Gesundheitsschaden zur Folge als eine chemische Substanz. Würde man dies ernst nehmen, würden die Gesundheitsministerien und ihre „Verkünder“ wegen Körperverletzung anzuzeigen sein.

    Was ich erwartet hätte, wäre ein Beitrag über die tatsächlichen Drogen, wie Cannabis und ihren Beischischungen. Nämlich darum geht es, wenn wir heute von Cannabis reden. Jemand der in der 70- und 80-er gekifft hat, kann nämlich hier überhaupt nicht mehr mitreden. Dem Cannabis sind Glasscherben, Schwermetalle, mitunter LSD, Extacy ( u. ä. Substanzen) bis hin zu harten Drogen (Kokain/ Speed und was auch immer) beigemengt. Und genau das kann zur schnellsten körperlichen Sucht und in der Folge zu schizophrenen Episoden führen. Der Übergang zu anderen härteren Drogen ist bereits vorprogrammiert. Es kommt unter den Jugendlichen, lange bevor sie ihre erste sexuelle Erfahrung haben, (hiervor schützen wir nämlich unsere Kinder und Jugendlichen noch peinlichst genau) zu einem Multisubstanzenkonsum. Eine darunter ist „Cannabis“ oder andere herbal Tütchen, die vom Drogengesetz nicht so schnell erfasst werden.
    Die Menge die hierbei „gekifft“ wird, ist gleichfalls nicht vergleichbar mit früheren Zeiten, praktisch wird gekifft bis der Arzt kommt.

    Dementsprechend muss auch unterschieden werden, über welche Art von Konsum wir sprechen im Zusammenhang von Schizphrenie, letzteres ist auch nicht die einzige und zwingend hinführende Folge.

    Cannabis in guter Qualität und reiner Form würde nach wie vor bei moderatem Gelegenheitskonsum nicht die beschriebenen Auswirkungen haben. Es könnte ohne bedenken, legal in Apotheken verkauft werden. Dann würde der Reiz und die Drogenkriminalität deutlich abnehmen. Cannabis gibt es im übrigen auf Krankenschein bei Krebspatienten gegen die Schmerzen und zur Nachbehandlung einer Chemotherapie.

    Der inoffizell „staatlich geförderte“ Drogenhandel durch Nichtverfolgung der großen Drogenkartelle und die Doppelmoral bei Strafverfolgung gegen kleine Dealerkreise würde nicht in dem Maße mehr existieren, wenn die soften Drogen legalisiert wären. Man wird nicht alle Drogen (Alkohol, Nikotin etc.) abschaffen können, sie sind Teil unserer Kultur und ohne sie würden wir unsere sexualverneinde Zwangsmoral energetisch nicht überleben können. Sie haben die Funktion, den Erregungsstau körperlich wieder abzubauen und den Körper in eine (sekundär) entspannte Situation zu versetzen. Oder aber die Arbeitsleistung durch aufputschende Mittel kurzfristig zu steigern (was absolut schädlich ist). Wer diesen Ausgleich nicht will, muss wengstens die Bedingungen der Möglichkeit schaffen, selbstbestimmt, selbstreguliert und im sozialen Kontakt mit anderen – eben wie im „Märchen“ zu leben.

    Und nun kommt der ultimative Tipp für Cannabisfreunde, raucht nicht den Scheiss, sondern nehmt ab und zu mal zur Entspannung eine „Tüte“ mit frisch, getrocknetem Salbei (und Tabak, auf keinen Fall pur). Das riecht genauso, sieht auch fast so aus und ist zu dem (hoffentlich noch ganz lange) legal. Und ihr könnt die Tüte vor der Polizei verstecken oder auch nicht, je nach Belieben. – Einen Kater danach oder andere Nebenwirkungen gibt es nicht.

    _______________________

    Aus dem hier Angemerkten und auch etwas Abschweifigen (bzgl. Zigaretten) sollte vor allem eines gelernt werden, die Art wie man über etwas spricht, entscheidet über das Konsumverhalten von „Abhängigen“. Eine Stigmatisierung, ein moralischer Zeigefinger oder gar das Verbot, macht Konsumenten abhängiger. Es wäre therapeutisches Geschick von Nöten, um prophylaktisch etwas bewirken zu wollen, sprich reine Informationen ohne Zwischentöne wie „Du bist nicht in Ordnung und ich bin besser“ oder Ausgrenzungen.

    _______________________

    Zur orgonomischen Sicht: Alle Drogen führen körperlich zu einer verstärkten Kontraktion, speziell des vegetativen Nervensystems und zur Hirnschädigungen. Hinzu kommt das organische Burnout, dass Jahre nach dem Entzug noch weiterwirkt.
    Gerade auch Alkohol führt zu den meisten hirnorganischen Schäden, die zu Psychosen führen und psychiatrisch behandelt werden müssen.
    Ein abhängiger Körper bleibt auch bei Nichtkonsum „abhängig“, schon kleinste Mengen können einen Rückfall verursachen. (s. Anonyme Alkoholiker) Die Therapien, körperlich und psychisch, sind in hohem Maße „Zwangstherapien“ da den Süchten anders nicht beizukommen ist. Dies sollte man sich vor Augen halten, bevor man Drogen konsumiert. Das Leben (danach) wird einiges an Lebensqualität verlieren, aber man hat die Drogenkarriere überlebt und dafür kann man dann auch schon dankbar sein.

  3. O. Says:

    Ob ich unter Cannabis noch volle Leistung bringen würde, möchte ich doch bezweifeln. Bestenfalls merkt man nichts davon [und dann kann man es ja auch gleich lassen, weil man den Kater (Mattheit/ Müdigkeit) danach bestimmt merkt]. Letzlich geht es um einen temporär entspannten Zustand, der das Bewußtsein etwas trübt und das Denken benebelt bzw. auf eine andere Ebene bringt. Dies kann auch mit etwas Alkohol erreicht werden. Betrachtet man Problemstellungen mit anderem Bewußtsein, können spanndende Überlegungen entstehen. (Meist passiert aber nichts Brauchbares.) Diese Ebene des anderen Bewußtseins (nicht im esoterischen Sinne zu vertehen) kann durch entsprechende Massagen entstehen und schlagen um weiten jedes Erlebnis im Drogenrausch. – Ausladende Wahrnehmungsstörungen wird man hier nicht erfahren, dennoch ändert sich mit dem Körpergefühl die räumlich Wahrnehmung, weil die Körperenergie eine andere, expansive Ausrichtung einnimmt. Ferner wird primär der innere Kern kontaktiert, woraus sekundär der Kontakt zur Außenwelt wieder ensteht, ohne den Bezug zu sich zu verlieren. Der Unterscheid zu anderen Drogenkonsumenten fällt kaum auf, lediglich ist die Ausstrahlung der Person eine wahrnehmbare andere (gerade zu attraktiv) und der Effekt hält länger an. Leistungen, die mehr Emotionalität und Intuition verlangen, bekommen eine andere, bessere Qualität. Insbesondere im musikalischen Bereich werden hörbare Höchstleistungen erreicht, da die innere Konzentration (ohne Anstrengung) absolut vorhanden ist und äußere Einflüsse in den Hintergrund fallen.

  4. Robert (Berlin) Says:

    Marijuana: Why It’s Craved

    http://orgonomist.blogspot.com/2009/10/marijuana-why-its-craved.html

  5. Robert (Berlin) Says:

    Cannabis
    Weiche Droge, harte Folgen

    Für viele Jugendliche ist gelegentliches Kiffen nur eine vorübergehende Episode. Doch für einige steht es am Beginn einer Drogenkarriere oder seelischer Probleme. Allerdings sind manche gefährdeter als andere.

    http://www.tagesspiegel.de/wissen/cannabis-weiche-droge-harte-folgen/8847696.html

    „Sorgen bereitet Psychiatern zudem immer wieder der auffällige Zusammenhang zwischen Cannabis und dem Ausbruch von Psychosen – zumal dabei die Henne-oder-Ei-Frage nicht geklärt ist. Die Autoren der vorliegenden Studie halten beides für wahrscheinlich. Kiffen kann die Erkrankungsgefahr erhöhen, oder aber Menschen konsumieren Cannabis, um sich selbst zu kurieren, sobald sie Anzeichen einer psychischen Erkrankung spüren.“

  6. Robert (Berlin) Says:

    Uruguay gibt das Hanf frei – 1$/gramm

    http://diefreiheitsliebe.de/drogenpolitik/uruguay-gibt-das-hanf-frei

  7. David Says:

    4. Unter dem Einfluß von Cannabis öffnet sich das Augensegment zunächst. Entsprechend berichten Konsumenten von weltbewegenden Einsichten in die verlogene Welt der „Spießer“. Jedoch kommt es schnell zu einer heftigen reaktiven Kontraktion und die okulare Panzerung verschlimmert sich zunehmend. …

    Gilt wohl für alle Halluzinogene?

  8. Robert (Berlin) Says:

    Rainer Matthias Holm-Hadulla: Cannabis – Ein harmloses Genussmittel?

    http://www.psychoanalyse-aktuell.de/artikel/detail/news/rainer-matthias-holm-hadulla-cannabis-ein-harmloses-genussmittel/

    • Peter Nasselstein Says:

      Das ganze hat System: Heute im Vorbeigehen am laufenden TV-Set eine Szene in einem Hollywood-Film gesehen: drei Erwachsene rauchen einen Joint, alles mit einem Augenzwinkern. Undenkbar das sie normale Zigaretten rauchen oder Alkohol trinken, das wäre nämlich nicht PC und würde gesundheitsschädliches Verhalten promoten. Verstößt gegen die Selbstverpflichtung Hollywoods und wäre von den Werbeträgern nicht gern gesehen. Aber Marihuana ist vollkommen OK und wird offen BEWORBEN!! Die Mächtigen WOLLEN, daß die Kinder Cannabis konsumieren.

  9. Robert (Berlin) Says:

    Kiffen dreht dem Hirn den Saft ab

    Mitochondrien spielen eine wesentliche Rolle bei der Wirkung von Cannabis: Die Droge greift in ihre Signalwege ein und drosselt die Energieproduktion.

    http://www.spektrum.de/news/kiffen-dreht-dem-hirn-den-saft-ab/1429369

    Zitate:
    „Wird der Rezeptor durch den Cannabiswirkstoff aktiviert, unterdrückt er die Energieproduktion in der Zelle – die Neurone haben schlicht nicht genug Ressourcen, um ihre Funktion zu erfüllen.“

  10. Claus Says:

    Unglaublich, wie mit Janis-Joplin-Mode Hippie-Lebensgefühle geweckt werden sollen, wenn es scheinbar um ganz nüchterne Forschungsresultate geht:
    https://www.welt.de/gesundheit/article164348490/Cannabis-macht-alte-Maeuse-wieder-jung.html

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