Alkohol, Junkfood und die emotionale Wüste

Der Mystiker sieht, ähnlich einem Schizophrenen, überall Zusammenhänge, auch da, wo gar keine bestehen. „Es gibt keine Zufälle!“ Ein schönes Beispiel sind Verschwörungstheorien. Demgegenüber ist der Mechanist, ganz der neurotische Erbsenzähler und „Skeptiker“, wie blind für auch die offensichtlichsten Beziehungen. „Man darf keine voreiligen Schlüsse ziehen!“ Der Funktionalist hingegen betrachtet die Welt in erster Linie von den energetischen Prozessen her, die sich in den unterschiedlichsten Bereichen manifestieren können.

Beispielsweise zeigt sich die moderne Lebensfeindlichkeit (d.h. die Eindämmung der Lebensenergie) in der Konditionierung der Kinder auf McDonald-Fraß (Zucker und Fett) genauso wie in der „Emanzipation“ der Frau (d.h. der Zerstörung des Frauseins) und in vielen anderen Dingen, die oberflächlich betrachtet „nichts miteinander zu tun haben“.

Es beginnt im Bauch der Mutter. Eben wieder, als ich mir das Abendbrot gekauft habe: es ist jedesmal ein Stich ins Herz, wenn ich junge Mädchen und junge Frauen sehe, die mit einem dieser neumodischen Alkopops (oder wie auch immer das Zeugs sich nennt) in der Hand angeheitert um die Häuser ziehen. Gesellige Fröhlichkeit ist wohl nur noch unter Drogeneinfluß möglich! Ich könnte diesen dummen Gänsen, die zu allem Überfluß auch noch ständig paffen, jedesmal eine scheuern. Wissen sie nicht, daß in diesem Augenblick neues Leben in ihnen heranwachsen könnte; Leben, das sie mit Alkohol (und auch Nikotin) irreparabel schädigen?!

Die Neuro-Depesche kommentierte 2011 eine entsprechende Untersuchung einer US-amerikanischen Psychiater- und Pädiater-Gruppe (Wedekind D et al.) wie folgt:

Die toxische Wirkung einer Alkoholexposition in utero hat also auf die Struktur des sich entwickelnden Gehirns einen verheerenden Einfluß und kann sich in alltagsrelevanten kognitiven Beeinträchtigungen manifestieren. Sogar Personen, die keine groben Verhaltensauffälligkeiten zeigten, schnitten gegenüber den nicht-exponierten Teilnehmern nicht nur in den Tests schlechter ab, sie wiesen auch diverse hirnstrukturelle Veränderungen auf.

Konkret haben Menschen, die während der Schwangerschaft Alkohol ausgesetzt waren, ein signifikant geringeres Gesamthirnvolumen. Die Verringerung der Volumina betrafen insbesondere mediale Temporallappen-Strukturen und den Hippokampus.

Und die Tortur geht weiter: mit Fastfood, Fertiggerichten aus der Mikrowelle, Chips, Süßigkeiten und Cola. Northstone K et al. (University of Bristol) fanden in einer bevölkerungsbasierten Kohortenstudie, daß es einen kleinen aber hoch signifikanten Unterschied für die zukünftige Intelligenz ausmacht, wie Kinder ernährt werden.

Der IQ wurde im Alter von 8,5 und 14 Jahren erhoben und mit der Ernährung im Alter von 3 Jahren abgeglichen. Nahrungsmittel mit einem hohen Zucker- bzw. Fettgehalt korrelierten mit einer Verringerung des IQ um 1,67 Punkte. Eine gesundheitsbewußte Ernährung korrelierte hingegen mit einer Erhöhung des IQ um 1,20 Punkte.

Die Menschen werden nicht nur dumm, sondern auch traurig: Die israelischen Forscher German L et al. untersuchten in einer Querschnittstudie ältere Menschen im Alter von 60 bis 92 mit einem sozialökonomisch niedrigen Status dahingehend, ob sich eine Fehlernährung auf das Risiko auswirke an Depression zu erkranken.

Die Regressionsanalyse ergab, daß insbesondere jede zusätzliche Zufuhr von 1 mg Vitamin E und 1 g mehrfach ungesättigter Fettsäuren mit einem signifikant niedrigeren Depressionsrisiko einherging.

In diesem Blog habe ich wiederholt auf die Bedeutung von Omega-3 für unsere „Psyche“ (d.h. unsere Emotionen), unsere Intelligenz und nicht zuletzt für die Entwicklung im Mutterleib hingewiesen. Es ist nicht nur so, daß Alkohol und Nikotin das heranwachsende Leben im Mutterleib schädigt, auch Junkfood gehört hierzu. Mütter, die während der Schwangerschaft und des Stillens diese Scheiße in sich hineingestopft haben, verändern die sich bildenden Gehirne ihrer Kinder so, daß diese ebenfalls nach Junkfood süchtig werden. Auf diese Weise vernichtet sich beispielsweise Amerika über kurz oder lang selbst. Pommes, Chips und Co. machen einer prospektiven Studie der University of Las Palmas de Gran Canaria zufolge depressiv. Die Wissenschaftler um Almudena Sanchez-Villegas fanden eine nachteilige Beziehung zwischen dem Konsum von Transfettsäuren und dem Depressionsrisiko. Für einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren und Olivenöl fanden sie dagegen einen leicht protektiven Effekt. Hier ein neuerer Forschungsbericht über Fischöl im Einsatz gegen Depressionen.

Aber zurück zum Alkohol – das zunehmende Komasaufen:

Wer als Jugendlicher Alkohol in großen Mengen trinkt, dem drohen einer französischen Studie zufolge dauerhafte Hirnschäden. Trinken bremst oder blockiert demnach in einigen Bereichen des Gehirns das vollständige Reifen der grauen Zellen, die üblicherweise erst zum Ende der Jugendzeit ganz ausgewachsen sind. Nahe der Stirn zeigten Kernspintomographien Betroffener teilweise bis zu 20 Prozent weniger graue Zellen. Zusätzlich vorgenommene Geschicklichkeitstests zeigten eine Schädigung bestimmter kognitiver Funktionen, etwa beim Planen von Aufgaben oder der Lösung von Problemen. Bestätigt wird das in einer Untersuchung von Chitra Mandyam (Kalifornien) an Primaten, in der vier Tiere über einen Zeitraum von elf Monaten täglich eine Stunde lang ein alkoholhaltiges Getränk mit Zitronengeschmack trinken durften, wobei Bluttests zeigten, daß die Tiere sich bis zu einem Alkoholspiegel betranken, der etwa 2,5 Promille beim Menschen entspricht. Nach einer zweimonatigen Abstinenzphase entdeckt man im Vergleich zu Tieren, die keinen Alkohol getrunken hatten, nach wie vor deutliche Veränderungen in der Struktur des Hippokampus. Man kann daher annehmen, daß regelmäßiger Alkoholkonsum auch bei Menschen langandauernde Effekte auf die Funktionen des Hippokampus zeigen.

Es ist beklemmend, wenn man miterleben muß, wie im Supermarkt Jugendliche mit Kennerblick die Spirituosenabteilung durchstöbern und sich Kinder von vielleicht 12 oder 13 in den Sommermonaten schon am Nachmittag auf öffentlichen Plätzen zusammenfinden, um sich bis in den Morgen hinein volllaufen zu lassen. Hier löst sich die Zukunft unseres Landes in Luft auf, aber niemanden scheint es zu kümmern.

Es geht nicht um zusätzliche „Jugendeinrichtungen“, Sozialarbeiter und ähnlichen Unsinn. Langeweile, innere Leere und die Unfähigkeit sich dem Gruppendruck zu widersetzen haben biophysische Ursachen, d.h. der Schaden ist schon längst angerichtet, ist Teil der biologischen Struktur geworden. Es sind Kinder, die in einer Umgebung herangewachsen sind, in der sie nur Störfaktoren für die „Selbstentfaltung“ der Eltern waren. Kinder, die emotional nicht ausreichend genährt wurden und innerlich verödeten, weil ihren Eltern die lächerliche „Karriere“ und alle möglichen Abwechslungen wichtiger waren, als ein heranreifendes Leben.

Eva Herman hatte recht wie kaum ein anderer Mensch in diesem sterbenden Land.

Was seit ungefähr 1960 vor sich geht ist die umfassende Zerstörung der biologischen Grundlagen unserer Zivilisation.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem neuen Kulturkampf: Leben gegen Tod, der Konservative gegen den pestilenten modern liberal, gegen Satan in Menschengestalt.

Aus purer Neugier habe ich mir am vergangenen Montag zu mittag einen „1955er“ von McDonalds zugeführt – und mich den Rest des Tages beschissen gefühlt. Als nähme man pures DOR zu sich! Dieses Zeugs ist genauso ungenießbar und schlichtweg ekelhaft, wie das gesamte Paket der amerikanischen Unterschichten-„Kultur“: der süßliche Dreck, der aus den Radios quillt, die hirnzerfressenden Seifenopern im Fernsehen, die „Architektur“, die blasierten, vollkommen charakterlosen, von keinen tieferen Gedanken entstellten Puppengesichter der Menschen – einfach alles.

Es hat Zeiten gegeben, da haben sich die „einfachen Menschen“ mit Volksliedern unterhalten, Hering und sogar Lachs waren „Arme-Leute-Essen“ und die Abende verbrachte man mit Geschichtenerzählen, wenn man nicht in den Arbeiterbildungsverein ging.

Ich will nichts idealisieren, es gab auch Rachitis, Suff und Elend (etwas ganz anderes als bloße Armut), aber trotzdem – es gab auch so etwas wie Würde und Tiefe. Und genau das wird heute zerstört. Auf allen Ebenen und in jeder Hinsicht.

In Kaffee und ORANUR vor Kaffee gewarnt, gestern habe ich Diabetes als Schrumpfungsbiopathie beschrieben, die der Krebsbiopathie ähnelt, wie Reich sie in Der Krebs analysiert hat. Im folgenden soll nun gezeigt werden, wie diese drei Dinge zusammenhängen.

Da sein „genitales Ventil“ blockiert ist („orgastische Impotenz“) versucht der gepanzerte Mensch sein Energieniveau, und damit sein „Angstniveau“, so weit wie möglich zu senken. Primär geschieht dies durch eine eingeschränkte Atmung und durch eine eingeschränkte Lebensweise, in der sich alles um „Sicherheit“ dreht. Hinzu kommen legale und illegale Drogen und schließlich eine devitalisierende Ernährungsweise.

Wie in The Journal of Orgonomy (Vol. 2, No. 2, November 1968) dargestellt, hängt die Zuckerkrankheit mit einer chronischen orgonotischen Ladungsschwäche des Körpergewebes zusammen („Anorgonie“). Statt nach dem orgonomischen Potential, d.h. vom niedrigeren zum höheren Energiepotential hin, die Energiequelle Zucker aus dem Blut aufzunehmen, wird umgekehrt nach dem mechanischen Potential Zucker aus dem Organismus ausgewaschen. Der Organismus schrumpft buchstäblich.

Marie-Soleil Beaudoin (University of Guelph, Ontario) hat in einer Studie herausgefunden, daß gesättigte Fettsäuren, wie man sie im Fastfood-Fraß findet, die Fähigkeit des Körpers einschränken Zucker aus dem Blut zu absorbieren. Sechs Stunden nach der Aufnahme eines entsprechenden Fettcocktails wurde den gesunden Probanden ein Zuckergetränk gegeben. Danach lag der Blutzucker um 32 Prozent höher als bei jenen Probanden, die vor dem Zuckergetränk kein Fett zu sich genommen hatten.

In einer zweiten Versuchsreihe wurde den Versuchspersonen eine Stunde vor dem Zuckergetränk zusätzlich eine Koffeinmenge verabreicht, die zwei Tassen Kaffee entspricht. Bei dieser Gruppe lag der Blutzucker sogar um unglaubliche 65 Prozent höher als bei jenen, die weder Fett noch Koffein zu sich genommen hatten.

Man schaue sich um: unser gesamtes Verhalten, sogar unsere Ernährungsweise, ist unmittelbares Resultat unserer genitalen Misere. Tatsächlich ist es Selbstmord auf Raten. Da der Energieabfluß blockiert ist, muß die Energiezufuhr gedrosselt werden, um ein Platzen (d.h. hier Angst und Panikattacken) zu verhindern.

Besonders perfide ist dabei, daß die Mittel, mit denen wir den Energiezufuhr abwürgen, sich als energiespendende Aufputschmittel darstellen: Fett, Kaffee, Zucker – „das gibt Tinte auf den Füller!“ Eine perfekte Selbstmordapparatur.

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15 Antworten to “Alkohol, Junkfood und die emotionale Wüste”

  1. Manuel Says:

    Diesmal: vollkommene Zustimmung, super Artikel 🙂
    Zum Video: faszinierend ist der Kontrast der Körpersprachen und des Stimmausdrucks: Eva Hermann ist ruhig, weich und absolut selbstbewusst, Fabienne Pfammatter verbarrikadiert sich und attackiert schrill und panisch aus dem Hinterhalt – weil sie Angst hat.
    Zum Thema Armut und Ernährung hat Helge Schneider mal das Nötige gesagt:

  2. David Says:

    Es spielt vor allem auch die Bequemlichkeit eine Rolle. Junk-Food z.B. Hamburger ist schnell und bequem.

    Übermäßiger Fleischkonsum bewirkt angeblich im Gehirn Prozesse, die denen beim Suchtmittelkonsum ähnlich sind – andererseits will ich auch nicht unbedingt dem Vegetarismus das Wort reden …

  3. Robert (Berlin) Says:

    Ich will nichts idealisieren, es gab auch Rachitis, Suff und Elend (etwas ganz anderes als bloße Armut), aber trotzdem – es gab auch so etwas wie Würde und Tiefe. Und genau das wird heute zerstört. Auf allen Ebenen und in jeder Hinsicht.

    Passend dazu:
    http://www.ef-magazin.de/2011/03/18/2916-zeitgeist-deutschland-verweichlicht-und-entmannt

  4. David Says:

    Passend dazu:
    http://www.ef-magazin.de/2011/03/18/2916-zeitgeist-deutschland-verweichlicht-und-entmannt

    Dieser Artikel befasst sich mit dem Umstand, dass Angst besonders verbreitet sei in den beiden Ländern, denen man die Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg zugesprochen habe, nämlich Deutschland und Österreich. Weiter heißt es:

    Die Deutschen haben tatsächlich sehr viel Angst, wenn man ihre – noch – recht komfortable wirtschaftliche und politische Lage bedenkt. Sie fürchten sich vor Arbeitslosigkeit und ,,Armut“, vor Krieg, vor Atomkraft und -bomben, vor dem Klimawandel …

    Zitat Ende.

    Ich kann mich noch gut erinnern, wieviel Angst ich hatte während Helmut Schmidt und Ronald Reagan den „Nachrüstungsbeschluss“ durchführten; ich dachte wenn man sich anmaßt gegenüber der Sowjetunion Stärke zu zeigen, ist die Folge ein Angriffskrieg der Sowjetunion gegen Westeuropa, vor allem die Bundesrepublik.

    Tatsächliche Folge war jedoch, weil die Sowjetunion mit ihrem schlechten Wirtschaftssystem das Wettrüsten nicht mithalten konnte, der Zusammenbruch des Ostblocks – als einen Versuch diesen, vor allem wirtschaftlichen, Zusammenbruch noch zu verhindern, kann man die Perestroika (Umgestaltung) sehen.

    Im Artikel heißt es weiter:

    Das schwache Selbstbewusstsein und das ständige Eingeredet-bekommen, dass bereits eine Existenz als Hartz-IV-Empfänger ,,Armut“ darstellt, und dass Niedriglöhne in Deutschland ,,menschenunwürdig“ seien etc., führt dazu, dass der Einzelne sich nicht mehr zutraut, die Probleme selbst zu lösen.

    Zitat Ende.

    Der einzelne traut sich nicht mehr zu, die Probleme, vor allem sein Problem des Geldmangels, zu lösen, weil er keine Arbeitsstelle bekommt. Die heute weit verbreitete Lüge, jeder der arbeiten wolle, bekomme auch eine Stelle, hilft gar nichts, weil ja am Arbeitsmarkt keine Selbstregulierung ist.

    Es ist keine Selbstregulierung, wegen solcher Dinge wie Tarifverträge und Gesetzliche Mindestlöhne, aber auch wegen des ALG2 (umgangssprachlich genannt „HartzIV“) welches – wie Thilo Sarrazin sagt – ein impliziter Mindestlohn ist. Würden all diese Dinge in Deutschland abgeschafft, so würde das Lohnniveau in Deutschland vielleicht auf zwei Drittel des heutigen fallen.

    Ich könnte dann eine Arbeitsstelle erhalten, indem ich jeden anderen Arbeitsuchenden unterbiete und mich jahrein jahraus ausbeuten lasse.

    Interessant wäre es auch, wenn in Zukunft in Deutschland der Weg in Selbständige Arbeit so einfach wäre wie in Kanada – selbst in USA ist es nicht so einfach wie in Kanada. Wenn ich auch ohne Zigtausende Dollar oder Euro Existenzgründung machen kann, muss ich mich ja irgendwann nicht mehr ausbeuten lassen. Aber dafür brauche ich auch eine andere Charakterstruktur als ich habe.

    Das Ende der Ausbeutung kommt also nicht durch den Marxismus, sondern eher durch dessen Gegenteil!

    Im Artikel heißt es weiter:

    Mehr Menschlichkeit bringt diese Verweichlichung und Entmannung der Gesellschaft nicht, im Gegenteil, die tatsächlichen Unmenschlichkeiten werden dadurch verdeckt. Die Gewinner von Verweichlichung und der Diskreditierung von allem Harten und Männlichen sind zudem die tatsächlichen Machos und gewaltaffinen Klientels.

    Weil man ja immer schön ,,deeskalieren“ und ,,die Hand reichen“ will, agieren Kriminelle und Extremisten immer dreister und unbekümmerter, die Opfer werden im Stich gelassen und verhöhnt.

    In den Schulen gucken viele Lehrer bei Gewalttaten feige weg oder schieben dem Opfer die Schuld in die Schuhe, um sich mit den Tätern gutzustellen.

    Zitat Ende.

    Die Schulen sind relativ paternalistische, behördenartige Institutionen, welche die Lehrpläne durchzuziehen haben. Infolge des Drucks von oben könnte es wohl sein, dass heutzutage viele Lehrer wegsehen und ein gutes Verhältnis mit den Ober-Rowdies der Klasse, also den Tätern, anstreben; denn würden sie ihre eigentliche, erzieherische Aufgabe erfüllen, kämen sie mit den Unmengen an Stoff nicht durch.

    Schon Jerome Eden hat diese Problematik benannt, wenn ich mich recht erinnere, und in Deutschland könnte das Problem übermäßiger Stoffmengen im Lehrplan noch mehr bestehen als in den USA.

    Zu meiner Schulzeit war das Wegsehen von seiten der Lehrer noch nicht so verbreitet, aber ansatzweise vorhanden, vielleicht ein Viertel der Lehrer verhielt sich schon damals so.

  5. David Says:

    Der besagte Artikel auf ef-magazin.de ist von einem gewissen Lion Edler. Der hat auf ef-magazin.de noch mehr interessante Artikel geschrieben, z.B.

    http://www.ef-magazin.de/2009/08/05/1399-politische-korrektheit-schmetterlingseffekt-der-konditionierung

    und

    http://www.ef-magazin.de/2010/06/21/2254-schulpflicht-wer-hirnwaescht-am-meisten

    Da schreibt er unter anderem:

    Da wäre die skandalöse, aber erstaunlicherweise kaum Empörung hervorrufende Tatsache, dass der Schüler schon mit einem Alter von zumeist sechs oder sieben Jahren den Eltern entrissen und auf staatlichen Befehl hin für mindestens 10 Jahre in eine Irrenanstalt eingesperrt wird, die als ,,Schule“ betitelt wird. Bei Missachtung drohen den Eltern Gefängnisstrafen.

    Nicht zu vergessen bei allzu zähem Widersetzen gegen die Staatsmacht auch die medialen und politischen Verleumdungen und Diffamierungen, wie etwa im Falle der Familie Romeike, die wegen der staatlichen Schulpflicht aus der BRD in die USA flüchtete. Ein US-Gericht attestierte ihr eine „gut begründete Furcht vor Verfolgung“, weshalb die USA, die sich nicht selten beunruhigt über die Entwicklung von Rechtsstaat und bürgerlicher Freiheit in der BRD zeigen, der Familie Asyl gaben. Dieser staatlich befohlene Schulzwang ist auch ein entscheidender Unterschied zwischen der Zeit des angeblichen ,,Ernsts des Lebens“ und der Schulzeit.

    Während der Erwachsene bei Unbehagen über seinen Arbeitgeber problemlos kündigen und sich einen neuen Job suchen kann (denn davon gibt es wahrlich zur Genüge), ist der Schüler den Machenschaften und der Willkür der Lehrerkaste wehrlos und aussichtslos ausgeliefert.

    Zitat Ende.

    Der Erwachsene kann natürlich nicht einfach einen neuen Job nehmen, weil der Arbeitsmarkt in unserem Lande ist, wie er ist. Ich kenne viele Menschen, die nichts anderes kennen als „Durchhalten bis zum Rentenalter!“ – Da lässt der Burnout nicht lange auf sich warten.

    Weiter schreibt er:

    Diese Wehrlosigkeit und die Daumenschraube des Noten-Erpressungsmittels (bist du nicht folgsam, gehen deine Noten in den Keller und wird dein Schulabschluss versaut, und du wirst allenfalls als Kloputze oder Hartz-IV-Empfänger enden) sind in Wahrheit die beiden Hauptgründe dafür, warum die Schule jene ,,Welt in einer Welt“ ist.

    Ich muss hier sagen: Zitat Ende, denn das Folgende ist die Meinung von mir zu dem obigen Absatz:

    Dieses Erpressungsmittel ist genau deshalb so wirksam, weil es eben nicht für jeden eine Arbeitsstelle reicht, und weil man mehr auf die formale als auf die tatsächliche Qualifikation schaut – und deren Anerkennung, falls sie aus dem Ausland ist, durch den – hiesigen – Staat.

    So wurde bekannt, dass in Deutschland eine Frau aus Ghana, die den Master-Grad in Informatik hat, als Toilettenpächterin arbeitet, ein entsprechender Fall wurde auch aus England berichtet!

  6. David Says:

    Das Bedingungslose Grundeinkommen könnte hier Abhilfe schaffen, aber auch in seinen Auswirkungen fatal sein.

    TV Gestern, 18.März,20:15 auf 3sat, leider keine Wiederholung angekündigt.

    Neuere tatsächliche Experimente damit sind bekannt aus Ländern mit besonders großen Unterschieden zwischen Arm und Reich, z.B. Brasilien und Namibia. Hier scheint es sich positiv auszuwirken.

  7. David Says:

    Der modern-liberale Charakter ist pestilent, aber gewisse Konservative, wie z.B. Eva Herman sind nicht viel besser:

    Sie sind gegen die Berufstätigkeit der Frau, wodurch diese dann in finanzielle Abhängigkeit vom Mann gerät.

    Ideal wäre es, wenn wir matriarchale Verhältnisse hätten wo die Mehrheit der Produktionsmittel und des Geldes in der Hand der Frau wären. Wie man die kurzfristig herstellen könnte, weiß ich aber nicht.

    (Anmerkung am Rande: Selbst in einigen matriarchalen Gesellschaften wie z.B. im Süden Ghanas sind Frauen jedoch außer Haus berufstätig und sind Marktfrauen oder gar Speditions-Unternehmerinnen oder ähnliches.)

    Aber so wie es hier ist, ist die Berufstätigkeit notwendig. Insbesondere auch die Berufstätigkeit der Frauen der muslimischen Immigranten, denn die meisten wollen, Thilo Sarrazin zufolge, dass ihre Frauen nicht berufstätig sind, damit sie nicht deutsch lernen und sich nicht integrieren.

    Ganz einfache von Thilo Sarrazin – hier Freund der Frauen – vorgeschlagene Maßnahme: Geldhahn zu!

  8. Robert (Berlin) Says:

    Der modern-liberale Charakter ist pestilent, aber gewisse Konservative, wie z.B. Eva Herman sind nicht viel besser:

    Sie sind gegen die Berufstätigkeit der Frau, wodurch diese dann in finanzielle Abhängigkeit vom Mann gerät.

    Tatsächlich?
    http://de.wikiquote.org/wiki/Berufst%C3%A4tigkeit

  9. Peter Nasselstein Says:

    Fastfood und Autismus = Fastfood und T-Bazillen im Darm.

    Ein wirklich sehr interessanter und sehenswerter Bericht, auf den mich David aufmerksam gemacht hat:

  10. Robert (Berlin) Says:

    Exklusivinterview mit Eva Herman: Zwischen Zensur, Feminismus, Steinzeit, Putin und Gott. TEIL 1
    (es sind 4 Teile)

    http://german.ruvr.ru/2012_11_26/Exklusivinterview-mit-Eva-Herman-Zwischen-Zensur-Feminismus-Steinzeit-Putin-und-Gott-TEIL-1/

  11. Peter Nasselstein Says:

    Coca Cola, das Gebräu der Hölle:

    http://karfreitagsgrill-weckdienst.org/2013/09/22/giftbombe-cola-was-passiert-nach-dem-trinken-mit-unserem-korper/

  12. David Says:

    Es hat Zeiten gegeben, da haben sich die „einfachen Menschen“ mit Volksliedern unterhalten, Hering- und sogar Lachs waren „Arme-Leute-Essen“ und die Abende verbrachte man mit Geschichtenerzählen, wenn man nicht in den Arbeiterbildungsverein ging.

    Was soll man auch essen bei Geldmangel? Das was am billigsten ist.

    Lachs und Hering? Welcher Hartzer oder Geringverdiener kann sich das denn in dem heutigen, ganz anderen Preisgefüge leisten?

    Dieses Gefüge auch infolge dessen, dass der Nordatlantik schon halb leer gefischt ist.

    Funktionieren tut nur noch das, wo richtig große Agrarkonzerne richtig viel verdienen, z.B. Massen- Hühner- und Rinderhaltung.

    Wo nicht richtig viel Geld ist, bewegt sich nichts mehr.

    Das sind die Tage, in denen wir leben.

    Und immer mehr Wirtschaftssubjekte sind dekapitalisiert und daher nicht mehr richtig handlungsfähig.

    Geschichtenerzählen? Im Vergleich zum Dauerfernsehen zu anstrengend.

    Aber Arbeiterbildungsverein?

    Das hört sich doch gut an!

    Aber machen die Leute das von selber? Oder braucht es eine Kommunistische Partei, die die Leute irgendwie „erzieht“ und „bei der Stange“ hält?

    Oder braucht man es nur unterlassen, den Kopfhttps://nachrichtenbrief.wordpress.com/2015/05/15/ist-der-mensch-ein%c2%a0wasseraffe – einzuwickeln?

    OffTopic: Auch unterlassen, unten herum einzuwickeln

    Der Psychoanalytikerin Dunja Voos zufolge – sie ist übrigens auch Ärztin – http://www.medizin-im-text.de/blog/2014/17888/dreimonatskoliken-haben-windeln-etwas-damit-zu-tun – hat sich in den USA eine “Diaper-free-Bewegung” gebildet.

    • David Says:

      Dunja Voos sagt an anderer Stelle nicht, sie sei Psychoanalytikerin, sondern Psychoanalytikerin in Ausbildung.

      Eine Frau, Ärztin, vermutlich konservativ; genau so wie Reich und Baker gern noch mehr als Nachfolger / Ausbildungskandidaten/-innen gehabt hätten …

  13. Ariadne Says:

    Im 19. Jhr. wurde die Zuckerdose von den europäischen Hausfrauen gehütet wie ihr größter Schatz. Die Kinder freuten sich Weihnachten noch bis ins 20. Jhr. hinein über Haselnuss und Mandelkern. Bis in die 1940er Jahre wurde Diabetes behandelt durch eine strenge kohlenhydratarme Ernährung und das mit großem Erfolg. Heute wird den Betroffenen Insulin gespritzt.Unsere Kinder kippen sich morgens zum Frühstück den Zucker in die Milch. Viele Eltern halten diesen Zucker dann auch noch für gesundheitsförderndes „Müsli“.

    Der Mensch, so heißt es, war über Jahrtausende hinweg Jäger und Sammler. Wir haben gejagt, bis die Mammuts ausgestorben sind. Dann kam der Ackerbau im Neolithikum. Wie erkennt ein Archäologe auf dem ersten oder zweiten Blick, aus welchem Zeitalter ein gefundenes menschliches Skelett ungefähr stammt? Ganz einfach: Wenn die Zähne völlig vergammelt und kaputt sind, handelt es sich um die Knochen eines Menschen, der bereits vom Ackerbau gelebt hat. Die Jäger und Sammler aber hatten nicht nur völlig gesunde Zähne ohne jeden Befall von Karies, sondern waren im Durchschnitt auch deutlich höher gewachsen.
    Unsere Vorfahren mussten für den Eintritt in das Zeitalter der Sesshaftigkeit und des Kohlenhydratkonsums einen hohen Preis zahlen.

    Es ist nicht nur die schiere Masse des weißen Industriezuckers in der heutigen Ernährung, der uns alle über Umwege in die Gräber schickt. Der sog. Glukose-Fruktose-Sirup findet immer häufiger Verwendung und versteckt sich unter vielen Namen in den Zutatenlisten der Lebensmittelverpackungen.

    Wer Fett und Eiweiß zu sich nimmt, wird satt. Von Kohlenhydraten wird der Hunger nie gestillt. Eine Praline geht immer noch herein. Und so mästet man uns. Süßigkeiten gibt es an jeder Ecke, notfalls in Automaten.
    Das ist nun der Clou:
    Zucker und Co. sind extrem billig herzustellen und schaffen ihre eigene Nachfrage von ganz alleine, denn die Menschen werden regelrecht zuckersüchtig – wie im Falle von Alkohol ist der eine hierfür anfälliger als der andere. Mit anderen Worten: Flute den Markt mit schnell verfügbaren Zuckerbomben, die Menschen gewöhnen sich daran und wollen ganz automatisch mehr, immer mehr. Und schon passiert es, dass Haselnuss und Mandelkern eben – nicht – mehr süß schmecken.
    Dass die Vermarktung von Alkohol und Junkfood – Zuckerbomben, wie ich sie gerne nenne – ganz ähnlich funktioniert, stellt der Blogeintrag wirklich gut heraus.

    Jeder kann sich denken, dass ein 6jähriger Junge bei entsprechender Veranlagung hyparaktiv durch die Gegend läuft, wenn man ihm, sagen wir, 5 Esslöffel weißen Industriezucker verabreicht. Im Wesentlichen geschieht nichts anderes an den meisten Frühstückstischen jeden Morgen in den „westlichen Ländern“, bevor die Kinder zur Schule gehen.
    Auch hyperaktive Kinder – im Übrigen wird „Hyperaktivität“ immer häufiger fehldiagnostiziert, da jeder Frischling, der gerne hin- und herhüpft gleich als „hyperaktiv“ gilt – sind gleich ein doppelter Gewinn für die Industrie: Sie werden zu Drogenkonsumenten (Ritalin).
    Mäste das Schwein mit Zucker und verpass‘ ihm eine Beruhigungsspritze, wenn es nach all den Zuckerspitzen anfängt, herumzuzappeln!

    Wer ist nun „der Schuldige“?
    Die Lebensmittel- und Pharmaindustrie?
    Die Eltern, die sich nicht über „gesunde Ernährung“ informieren?
    Die Schulen, die den Kindern „gesunde Ernährung“ nicht nahelegen?
    Die TV- und Plakatwerbung, die den Heißhunger auf alles Süße noch weiter steigert und den Junkfood-Lebensstil predigt?
    Die Politiker, die nichts dagegen tun und nicht darüber reden?
    Aber Moment! Was ist denn eigentlich „gesunde Ernährung“?

    Ja, da kommen doch bestimmt nur der Vegetarismus oder Veganismus in Frage, die beide so sehr im Trend liegen – oder? Die Vertreter dieser Richtungen werden doch nicht ohne tatsächliches Faktenwissen so militant sein! Da wäre natürlich auch noch die Trennkost, die in Frage käme! Oder vielleicht Rohkost? Etwa eine Paleo-Diät? Glyx-Diät? South-Beach-Diät? Ist Saftfasten vielleicht der Bringer?
    Vielleicht sollte man mal in einer Studie untersuchen, ob die Kinder saftfastender Mütter ein oder zwei IQ-Punkte mehr – oder weniger – erzielen als Junkfood-Kids! (Kleine Anmerkung: Wahrscheinlich sind „Junkfood-Kids“ schon genetisch bedingt dümmer, weil der „Junkfood-Lifestyle“ ihrer Eltern vielleicht nicht gerade mit einer hohen Intelligenz korreliert.)
    Und wenn Sie diesen Kommentar bis hierhin gelesen haben, stellen Sie sich doch bitte folgende Frage:
    Wie hoch ist in Deutschland oder anderen Ländern der sog. westlichen Welt der Anteil derjenigen Menschen, die sich überhaupt eine eigene Meinung über das, was „gesunde Ernährung“ sein soll, bilden können, und dann auch noch die Ausdauer besitzen, dieser ihrer Erkenntnis – wie auch immer sie dann im Konkreten ausgestaltet sein mag – zumindest halbwegs konsequent Folge zu leisten?
    Ja, genau, schon der Beginn mit der Auseinandersetzung mit diesem Thema bedeutet einen Ausbruch aus der Bequemlichkeit.
    Und nun habe ich zwar keinen „Bösen“ identifiziert, sondern für mich persönlich doch entschieden, was „schuldig“ ist und zeige mit dem Finger deutlich auf die Faulheit (und vielleicht auch ein bisschen auf die Feigheit bzw. den Gruppenzwang). Aber das liegt bestimmt nur an meiner eigenen Faul- und Feigheit, die ich nicht wahrhaben möchte, und daher auf andere, z.B. der fetten Ami-Frau, die zwei Stühle für ihre Arschbacken zum Sitzen benötigt, projiziere.

    Ich für meinen Teil esse jetzt erst einmal ein halbes Stück Butter am – Phallussymbol folgt: – Stiel . Mal sehen, wer von uns als Erstes stirbt. Mahlzeit!

  14. Peter Nasselstein Says:

    Guten Appetit!

    http://staseve.eu/mcdonalds-verliert-prozess-fleisch-in-burgern-besteht-aus-fettpaste-und-ammoniak

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