Diabetes

Dem orgonomischen Internisten Robert A. Dew zufolge ist Diabetes mellitus eine „metabolischen Biopathie“ („The Biopathic Diathesis“, The Journal of Orgonomy, Vol. 2, No. 2, November 1968).

Zentral in dieser Biopathie sind zwei Elemente: erstens die Panzerung des Zwerchfellsegments, d.h. dem Sitz der Bauchspeicheldrüse. Wie Charles Konia später schrieb, manifestiert sich die Panzerung hier insbesondere in einem Fettring, um die Taille herum („Somatic Biopathies, Part 2: The Diaphragmatic Segment“ Journal of Orgonomy, 24(2), November 1990, S. 182). Es scheint sich aber auch um eine den ganzen Organismus umfassende „Schrumpfungsbiopathie“ ähnlich dem Krebs zu handeln. Dew und Konia weisen darauf hin, daß bereits Arteus im ersten nachchristlichen Jahrhundert Diabetes als ein Auflösen des Fleisches in Urin betrachtet hat (ebd., S. 183).

Orgonomisch wird Diabetes als eine Schrumpfungsbiopathie betrachtet, bei der sich der Körper mangels ausreichender orgonotischer Ladung selbst zersetzt. Während bei der Krebsschrumpfungs-Biopathie vor allem die Roten Blutkörperchen zerfallen und es so zum Energieverlust kommt, zerfallen beim Diabetes die Körpergewebe selbst.

Die Kennzeichen einer Schrumpfung sind zweifellos vorhanden. Autonome und periphere Neuropathie (…) ist eine seit langem bekannte Komplikation bei Diabetes. Ich glaube sie ist funktionell identisch mit dem, was man bei Krebs sieht. Das gehäufte Auftreten von Furunkulose, „frühzeitige“ Arteriosklerose und schmerzunempfindliche Geschwürbildung der unteren Extremitäten, weist insgesamt auf eine geringe Ladung des Gewebes, Schrumpfung des plasmatischen Systems und des bioenergetischen Kerns hin. Außerdem weist schlechte Umgang mit Infektionen auf eine beeinträchtigte Fähigkeit zur Erstrahlung hin. Das sehr häufige Auftreten von Jugenddiabetes unterstützt ebenfalls die Vorstellung, daß dies eng mit einer Schrumpfungsbiopathie zusammenhängt. (Dew, S. 164)

Durch den Verlust an Orgonenergie verlieren die Zellen an Fähigkeit Glucose aufzunehmen, was nur durch vermehrte Insulinproduktion wettgemacht werden kann. Was speziell die Zwerchfellpanzerung betrifft schreibt Dew, daß sie nur die zugrundeliegende Schrumpfungsbiopathie sichtbar macht, indem sie verhindert, daß die Bauchspeicheldrüse dem steigenden Bedarf an Insulin nachkommen kann und diese daran schließlich zugrundegeht (ebd., S. 167).

Über das Gegenbild des Diabetes, den Hyperinsulinismus schreibt Elsworth F. Baker:

Diese Erkrankung scheint auf einer Blockierung im Zwerchfellsegment zu beruhen, ist aber wahrscheinlich die Folge einer weniger schweren Blockierung als bei Diabetikern. Die Kontraktion ist stark genug, um eine Reizung der Bauchspeicheldrüse und anderer Organe in diesem Bereich (z.B. der Leber) herbeizuführen, aber nicht so schwer, daß sie zerstörend wirkt. Ich habe erlebt, daß die Hypoglykämie sich besserte, nachdem die Spannung im Zwerchfellsegment beseitigt worden war. (Der Mensch in der Falle, S. 292, Übersetzung leicht verbessert)

Es wurde Diabetes auch mit dem Orgonenergie-Akkumulator behandelt, was sich positiv auf die ihn begleitenden Symptome auswirkte. Der Patient brauchte weniger Insulin und entwickelte einen „Heißhunger“ nach Orgon vergleichbar „mit dem Bedürfnis nach Süssigkeiten und Nahrung während einer Insulinreaktion“ (N. Wevrick: „Die Behandlung eines Falles von Diabetes mit dem Orgon Akkumulator“, Internationale Zeitschrift für Orgonomie, Band 1, Heft 2, April 1951).

Wenn ein mechanistischer Arzt einen Fall von Diabetes mellitus vor sich hat, sieht er so gut wie gar nichts: Er sieht nicht, daß es einen tieferen Sinn hat, daß es vor dem Ausbruch der Krankheit häufig zu Hyperinsulinismus kommt. „Zwerchfellpanzerung“ sagt ihm rein gar nichts. Er sieht nicht, daß der Ausbruch von Diabetes in der Kindheit ein panisches Weglaufen, eine Panikreaktion des orgonotischen Systems ist, daß sich angesichts der Herausforderungen der Pubertät einfach „aufgibt“ (Anorgonie). Auf psychologischer Ebene entspricht das dem Grufti-Gehabe und dem düsteren Weltschmerz von Jugendlichen.

Alles, was der Arzt sieht, ist Biochemie. So als wäre er ein Mechaniker, der bei Robotern fehlerhafte Module austauscht!

Warum das so ist? Der funktionelle Blick nimmt allen Erscheinungen ihre Unschuld. Deine Bewegungen, deine Stimme, dein Blick, deine Mimik, dein Verhalten, deine Gewohnheiten, dein Äußeres, dein Körper sagen alles über dich aus, die allerintimsten Details. Du bist ein offenes Buch! Du bist vollkommen nackt! Damit die gepanzerte Gesellschaft weiter funktionieren kann, müssen wir uns jedoch alle blind stellen. Es ist nur die Biochemie, es ist nur dies und es ist nur das, Genetik, Anlage, Infektion. Alles vollkommen harmlos.

Ein richtiger Arzt könnte in dieser Gesellschaft gar nicht leben! Ihn würde Reichs Schicksal ereilen.

Es hat eine verquere Rationalität („Gegenwahrheit“), daß die Orgonomie hoffnungslos marginalisiert ist und sich mit ziemlicher Sicherheit niemals durchsetzen, sondern vielmehr sang und klanglos verschwinden wird.

Aber zurück zum Thema:

Sebastian M. Schmid vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, und Kollegen haben herausgefunden, daß zu kurzer, nicht erholsamer Schlaf das Risiko für Diabetes Typ II erhöht.

Bereits in der „Nurses’ Health Study“, in der ab 1986 insgesamt 70 000 Krankenschwestern regelmäßig untersucht und unter anderem zu ihren Schlafgewohnheiten befragt wurden, hatte man herausgefunden, daß eine kurze Schlafdauer von weniger als fünf Stunden und eine hohe von mehr als neun Stunden das Risiko für eine Zuckererkrankung deutlich erhöht. Schmid et al. konnten dies nun im Schlaflabor anhand von gesunden Probanden, bei denen untersucht wurde, wie ihr Stoffwechsel auf Schlaf bzw. Schlafentzug reagiert, bestätigen.

Es wurde festgestellt, daß die Bauchspeicheldrüse unterschiedlich Hormone abgibt, je nach Normal- oder Kurzschlafbedingungen. Nach dem Schlaf mußten die Versuchspersonen Kohlehydrate zu sich nehmen. Bei Kurzschlaf stieg daraufhin der Blutzuckerspiegel deutlich höher an und es gab eine höhere Insulinausschüttung. Die Zellen sind also weniger in der Lage den Zucker aufzunehmen und die Bauchspeicheldrüse reagiert mit einer entsprechend höheren Freigabe von Insulin. Gleichzeitig stellte die Forschergruppe fest, daß bei Diabetikern der Schlafablauf gestört ist.

Diese Forschungsergebnisse unterstützen sowohl die orgonomische Theorie des Diabetes als auch die des Schlafes. Robert A. Harman zufolge, hat Schlaf die Funktion die hohe Orgonität des Menschen aufrechtzuerhalten. Wir alle wissen aus Erfahrung, wie schlapp, schwach und „hinfällig“ man sich fühlt, wenn man nicht ausreichend Schlaf genossen hat.

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13 Antworten to “Diabetes”

  1. Robert (Berlin) Says:

    Ich kannte einen Diabetiker, der seine Krankheit mit Rohkost ( nach Dr. Bruker und Dr. Bircher-Benner) vollkommen unter Kontrolle brachte, so dass er kein Insulin mehr brauchte. Rohkost gilt als Lichtnahrung und hat zweifelsfrei die höchste orgonomische Ladung.

    Es hat eine verquere Rationalität („Gegenwahrheit“), daß die Orgonomie hoffnungslos marginalisiert ist und sich mit ziemlicher Sicherheit niemals durchsetzen, sondern vielmehr sang und klanglos verschwinden wird.

    Das liegt aber zum Teil auch an ihnen selbst. John Trettin meinte einmal im Orgonstar, die Orgonomie wäre seit Reichs ableben tot, was dahin stimmt, dass seit Reich keine neuen Entdeckungen in der Orgonomie gemacht wurden.

    • Peter Nasselstein Says:

      Das ist eine ziemlich naive Vorstellung von Wissenschaft. Die Optik hat sich seit Newton auch kaum „weiterentwickelt“, die Grundlagen der Quantenmechanik sind seit fast 80 Jahren abgeschlossen, etc. etc. Die Orgonomie stirbt nicht mangels „Angebot“, sondern mangels „Nachfrage“.

  2. Robert (Berlin) Says:

    Ich bin mir sicher, dass Reich noch viele weitere Entdeckungen gemacht hätte, wenn man ihn nicht vorzeitig aus dem Verkehr zögte.

    Das mit der Nachfrage stimmt zumindest in Bezug auf seine Bücher. Während inzwischen die Gesammelten Werke von Alfred Adler und Siegfried Bernfeld herausgegeben werden, ist bei W. Reich tote Hose.

    http://www.v-r.de/de/reihen/786/

    http://web.psychosozial-verlag.de/psychosozial/index.php?parent=43&sub=yes&idcat=43&lang=1&&idart=19&idau=2295

    • Peter Nasselstein Says:

      Reich hatte schon lange geplant sich mit 60 zurückzuziehen, d.h. sich auf Supervision (in allen möglichen Bereichen) und Seminare über Naturphilosophie zu beschränken – möglicherweise in der Schweiz. Außerdem hatte es Reich in vieler Hinsicht recht einfach. Man nehme etwa die To-T-Messungen. Nach langen Versuchsreihen, die durch Einsteins Kritik ausgelöst wurden, kam er schließlich zu einem Versuchsaufbau (ein ORAC-Element mit Isolation oben drauf vs. eine Attrappe mit Isolation oben drauf), der einfach und perfekt erschien, aber im nachhinein betrachtet leider immer noch thermodynamisch zweifelhaft war. Dann haben C.F. Baker, Blasband und Konia bessere Versuche gemacht (einfach ORAC vs. Attrappe – wobei ein thermodynamischer Abgleich aber schwierig ist!), die aber immer noch von skeptischen Physikern auseinandergenommen werden konnten. Blasband hat dann ein aufwendiges Experiment gestartet, um wirklich das Niveau von, sagen wir mal, Physical Review zu erreichen – und ist gescheitert: kein nachweisbarer Orgoneffekt. Nun läuft gerade bei DeMeo ein Versuchsaufbau, der wirklich alle orgonomischen und thermodynamischen Gegebenheiten berücksichtigt – und es wurde zweifelsfrei ein Orgoneffekt nachgewiesen. Damit will ich sagen, daß nach einer großen Entdeckung sich die Forschung über Jahrzehnte im Kleinklein verliert. Das ist nun mal eben so, in jedem Bereich der Forschung.

  3. Robert (Berlin) Says:

    Hmm, ich besitze zwar nicht das Wissen über Reichs Ruhepläne, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie so ein Energiebündel sich auf Vorträge beschränkt. Dazu ist er ein zu großer Forscher und Genie. Er braucht ja nur am See zu sitzen, schon entdeckt er den Cloudbuster. Meiner Einschätzung nach befand sich Reich am Anfang der Forschung der Orgon-Energie, nicht am Ende. Er hätte ohne es zu wollen weitere Entdeckungen gemacht. Einfach weil er voller Unrast war und eine unglaubliche Sinneserfassung hatte.

  4. O. Says:

    Das Experimente von Physikern auseinander genommen werden, ist eine normale Wissenschaftsdiskussion. Das macht einen Versuch nicht schlechter. Wichtig ist, dass man sich vorher ehrlich bemüht hat, sich in die Materie einarbeiten konnte und methodisch sein bestes gegeben hat. All das sollte für weitere Forscher (oder Hobbyforscher) transparant genug dokumentiert werden, um den Versuchsaufbau nachvollziehen zu können, damit die nächsten Experimente variiert werden können.
    Es gibt Skeptiker, die halten das Temperaturexperiment für einen „Brathähncheneffekt“ (Hähnchen in Alufolie). Solche Diskussionen kann man führen, aber man wird hier nicht überzeugen. Es sollte wohl auch nicht versucht werden, „zu beweisen“, sondern es könnte einfach geforscht werden und man schaut sich die Ergebnisse hinterher an. Auch kein Ergebnis kann ein gutes Ergebnis sein, wenn man etwas im Versuchsaufbau lernen konnte.
    Doch davon sind wir weit entfernt. – Und werden auch nie dazu kommen, solange sich gegenseitig Pöstchen zugeschustert werden und andere eben kein Pöstchen bekommen sollen, weil einem „die Nase“ nicht gefällt. (kleiner Wink) Dem entsprechend sollte auch erst das Angebot hinterfragt werden, bevor eine Nachfrage gesucht wird. Für faule Äpfel und Birnen interessiert sich eben keiner, auch wenn da fett Orgon draufsteht.

    Reichs letzte Gedanken im physikalischen Bereich wären sicher spannend gewesen und vielleicht auch ein Irrtum, aber sie hätten sicherlich noch einen oben drauf gesetzt.
    Und Reich hätte es ja auch mehr als verdient gehabt, sich zurückzuziehen und Amerika den Rücken zu kehren. Doch von solchen Plänen habe ich noch nichts gehört, was nicht heißt, dass sie existiert haben.

    • Peter Nasselstein Says:

      Etwa 1940 schrieb Reich in Die Funktion des Orgasmus (Fischer TB, S. 14f) es sei gut, sein wissenschaftliches Vermächtnis schon in jungen Jahren niederzulegen, denn der jugendliche Überschwang befähige einen an Grundhaltungen festzuhalten, die man später aus Geschwächtheit leicht aufgibt. Reich:

      Auch ich könnte nachgeben und ableugnen, was in jungen Kampfjahren ehrliche wissenschaftliche Überzeugung war. (…) ehe ich selbst (…) anders zu denken anfange und die Wahrheitsforschung der kommenden wissenschaftlichen Jugend mit meiner Autorität erschwere.

      Reich hatte stets vor, mit 60 Jahren in Rente zu gehen (Jerome Greenfield: Wilhelm Reich vs. the U.S.A., S. 312f) und sich von der Orgonomie zurückzuziehen, weshalb er schon mit Mitte 50 anfing, seinen Nachlaß zu ordnen. Er wußte, aus seiner Erfahrung mit Freud, daß man Alternden nicht trauen darf. Die famous last words sind bedeutungslos! (Nietzsche).

      Das mit der Schweiz ist bei Lois Wyvell nachzulesen.

  5. McDonalds Sexualökonomie « Nachrichtenbrief Says:

    […] Wüste habe ich eindringlich vor fettigem Junkfood, in Kaffee und ORANUR vor Kaffee gewarnt und in The Journal of Orgonomy (Vol. 2, No. 2, November 1968) habe ich Diabetes als Schrumpfungsbiopathie beschrieben, die der Krebsbiopathie ähnelt, wie Reich […]

  6. Alzheimer, eine Schrumpfungsbiopathie? « Nachrichtenbrief Says:

    […] wird hier als Schrumpfunsbiopathie beschrieben. Das Hauptsymptom von Diabetes ist Hyperglykämie, „Zucker […]

  7. The Journal of Orgonomy (Vol. 37, No. 1, Spring/Summer 2003) « Nachrichtenbrief Says:

    […] der orgonomischen Medizin seit Robert A. Dew seine Artikelserie über Innere Medizin im Journal of Orgonomy in den 1960er und 70er Jahren veröffentlich […]

  8. O. Says:

    Immer wieder Artikel – wie im JO – zu dieser Diagnose oder jener oft anhand von Fällen dargestellt, die den einzigen Sinn haben: „Reich hatte Recht“ oder „ich kann heilen“. Harmann gibt einen vielleicht wichtigen Hinweise als einzelner in einer Phase seines Lebens, wo er mit dem ORAC (möglicherweise) bei Diabetes (oder was auch immer) kruzfristig einen Erfolg erkennt, der gleich und zeitnah publiziert wird. Dann passiert meistens nichts mehr. Der Leser wird sich fragen, hoppla, was ist denn jetzt los? Niemand führt dies (richtig) weiter, keine weiteren Erkenntnisse? – ohne Dew und Harmann hätten wir kaum etwas über Sichtweisen einer Schrumpfungsbiopathie erfahren.

    Letztlich wirkt alles wie ein inszenierter Hype, losgelöst von Reichs – teilweise auch sprunghafte – Entwicklung. Der Kontakt zur Orognomy erschint verloren gegangen zu sein. Fragen „wie baut man einen ORAC eigentlich?“ oder den Dor-Buster etc. Wie lange muss er wozu genutzt werden – hierüber gibt es gar keine Annhärungswerte. Auch gibt es so gut wie keine Erfahrungsberichte (alle 20 Jahre kommt mal ein kleiner Artikel ans Licht). Und dann die ganz große Schlagzeile „Diabetes kann mit dem ORAC behandelt werden“. Das mag ein kleiner Hinweis für einen Diabetiker sein mal den ORAC als letzte Lösung auszuprobieren – doch eine Differenzierung der Diabetestypen wird schon nicht betrachtet. Das ist genau so ein Unsinn wie der ORAC heile Krebs (was er nicht macht). Ein sinnvoller Umgang mit dem ORAC versteht eben auch keiner, das wäre das einzige Resümee, das zu ziehen wäre. – Alle „Orgon-Stars“ sind somit einfach nur Freiheitskrämer oder Scharlatane.

    Also dann zum zweiten Thema hier: Warum nicht in die „Orgon-Rente“ gehen, ob verdient oder nicht. Reich hätte sich dies verdient und die meisten kommen irgendwann nach langer Auseinandersetzung mit ihrem Thema zu dem Gedanken, wann höre ich damit wieder auf. Suspekt sind doch die, die damit nicht aufhören können oder ewig dasselbe machen: Schlechtestes Beispiel: Bernd Senf – jeder kennt ihn und jeder weiß, dass man sich bei ihm auf eines verlassen kann: Eine Entwicklung gab es nicht. Immer dieselben Vorlesungen, geringfügig variiert. Und dies wird zum lobenswerten Dogma. Zufällig fällt mir ein Heft von Hans Krieger in die Hand, den kaum einer kennen wird (hier vermutlich noch 2 andere) „WR – Der Mann, der an unsere tiefsten Ängste rührte“ ursprünglich aus „DIE ZEIT“ v. 10. Oktober 1969. Im Anhang werden die WRB beworben von 1975/76: Der erste Artikel von dem eben genannten „B. S. Berlin: Orgonenergie – energetische Basis der Akupunktur (enthält Erfahrungsbericht über die Anwendung von neuen Geräten: Orgonpunktstrahler und -sauger)“
    Hier wird mit Reich geworben, sein Wortlaut teilweise verändert und ebenso das Gerät „erneuert“ – also deren energetische Wirkung manipuliert mit ungewisser medizinischer Wirkung bzw. keiner medizinischen oder heilsamen Wirkung. Heute nach 40 Jahren ist dies nicht revidiert worden, sondern weiterpropagiert wie eine Endlosschleife bis hin zur Himmelsakupunktur nach selbigen Prinzip „weg von Reich, hin zur Esoterik“.

    Man mag sich am Anfang 1976 ja noch gefreut haben, da denkt einer mal weiter und probiert etwas neues aus. Doch nach 40 Jahren desselben ist es weder NEU, noch experimentell, sondern einfach energetischer Sondermüll. – Und das ist natürlich von mir auch nicht neu, sondern seit gut 20 Jahren Fakt. 🙂

    Also wissen, wann man in die Orgon-Rente geht, ist ein wesentlicher Entwicklungsschritt.

    • Robert (Berlin) Says:

      Orgon-Rente: Macht das nicht genau Joachim Trettin? Er publiziert eigentlich gar nichts mehr und arbeitet weiter in seiner Praxis.

      Mir ist nicht ganz klar, was du von Senf verlangst. Dass er keine Vorträge mehr halten und nur noch politische Äußerungen verbreiten soll?

      • O. Says:

        Vielleicht einfach seine wohl (oder auch nicht) verdiente Rente genießen … und mal nachdenken, was er denn eigentlich fabriziert hat. Letzteres versteht er nicht …
        Trettin oder andere könnten mal ihre Homepage abschalten, dann wäre sie „in Rente“ oder „Out of duty“.

        Doch diesen gut gemeinten Tipp wird keiner nachkommen, sie werden Lassek folgen, der aus der Gruft heraus seine Homepage noch betreibt. Schon bald aus dem Jenseits medial gechannelt wird und Patente in die Welt setzen lässt.
        Ein Nachwort wird dem anderen folgen, eine Hommage auf ihr ach so großes Lebenswerk wird das Internet noch 10 Jahre danach erquicken, in der stillen Hoffnung, dass ein weiterer Personenkult enstehen wird und ein Orgon-Altar aufgestellt werde, wo die Pilger in Erinnerungen schwelgen an diesen oder jenen Guru des Orgons.

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