Das Schicksal der Orgonomie (Teil 3): Die Ausbreitung der Kunde von der Entdeckung der Orgonenergie im Lichte des ORANUR-Experiments

In seiner Schrift The Orgone Energy Accumulator von 1951 hält sich Reich unter dem Motto „Keine Propaganda ist die beste Propaganda!“ zugute, daß sich die Nachricht von der Entdeckung der kosmischen Orgonenergie zwar langsam, aber organisch verbreitet habe und deshalb nicht, nach einem kometenhaften Erfolg, genauso schnell aus der Öffentlichkeit verschwinden werde.

Reich war sehr stolz darauf, daß sich „die Entdeckung der kosmischen Orgonenergie“, d.h. einer Energie, die in Psyche und Körper des Menschen, in der Biologie ganz allgemein, in der Atmosphäre und schließlich auch jenseits des Planeten (etwa in der Formation von Galaxien) jeweils identisch zum Ausdruck kommt, sehr langsam und „organisch“ verbreitet habe, was ganz und gar ihrem organischen, „bioenergetischen“ Wesen entspräche.

Leider sollte sich „die Entdeckung“ in den Folgejahren auf eine ganz andere Art und Weise verbreiten. Der gepanzerte Mensch kennt keine organische Bewegung. Reichs Orgasmustheorie wird bei ihm zum „Rumficken“ (schnelles Stoßen, Gemeinsein), die Orgontherapie zur „Körpertherapie“ a la Alexander Lowen mit grotesken Verrenkungen und die Entdeckung des Orgons zu etwas Groteskem, über das man sich lustig macht oder dem man selbst nachgeht (etwa in Gestalt der „Orgonit“-Scheiße).

In The Orgone Energy Accumulator kommt Reichs ORANUR-Experiment und dessen Konsequenzen noch nicht vor. Genau das, was im ORANUR-Experiment geschehen ist, ist der Ausbreitung der Nachricht von der Entdeckung der kosmischen Lebensenergie widerfahren. Statt sich organisch entfalten zu können und dabei die Panzerung der Menschen sozusagen zum „Mitschwingen“ und zur Auflösung zu bringen, wie Reich noch 1949 in Äther, Gott und Teufel hoffte, kam es zu einer chaotischen Situation. Was im ORANUR-Experiment das radioaktive Kernmaterial (NR) war, war in der Ausbreitung der Entdeckung der kosmischen Lebensenergie die Emotionelle Pest (EP). Im ORANUR-Experiment verwandelte sich das gutartige, „lebendige“ Orgon (OR) durch NR in das hyperaktive, „verrückte“ ORANUR und schließlich in das abgestorbene DOR. Ihre Entsprechung finden diese toxischen Energien in dem abstoßenden Affenzirkus, der sich um das Reichsche Werk entwickelt hat. Die organische Entfaltung der Orgonomie brach sich an EP. Ich habe das auf diesem Blog oder etwa in meinen Besprechungen „Reichianischer Bücher“ zur Genüge dokumentiert.

Man muß nur ins Kino gehen oder das Radio anmachen: überall nur Knall, Bumm, Kratz, Beiß und Schock oder allenfalls eine süßliche, klebrige Sentimentalität. Für organische Entwicklung ist im kollektiven Bewußtsein kein Platz mehr. Die Wirtschaft krankt letztendlich daran, daß es weder in den Betrieben noch in der Wirtschaftspolitik Raum für notwendige organische Anpassungen und Entwicklungen gibt, vielmehr wird gegen jede Vernunft alles erzwungen und „erpreßt“. Von der Sphäre der Sexualität brauchen wir erst gar nicht sprechen. Überall triumphiert das Mechanische, Erpreßte, Gepreßte und Groteske. Das gesamte Erziehungssystem vom Kindergarten bis zur Universität scheint geradezu darauf ausgerichtet zu sein, die Menschen systematisch blind gegenüber dem Orgon zu machen.

dieEntdeckungsausbreitung

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3 Antworten to “Das Schicksal der Orgonomie (Teil 3): Die Ausbreitung der Kunde von der Entdeckung der Orgonenergie im Lichte des ORANUR-Experiments”

  1. Renate Says:

    Im Kindergarten stehen an der Wand diese Sprüche aufgemalt, die so gut klingen, die Kinder könnens nicht lesen, und das Personal steht in einem krassen Gegensatz dazu, dass es schon komisch wirkt.

  2. Peter Nasselstein Says:

    Das Gesicht der Orgonomie heute, nä:

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