Herbert Marcuse und das sozio-politische Spektrum

Warum sind im Osten Pegida und die AfD so stark, im Westen aber eher schwach?

Der Mensch ist keine Maschine. Menschen, die im Sozialismus der „DDR“ aufgewachsen sind, können „kapitalistischer“ sein, als jeder Wessi, wie ich persönlich immer wieder gesehen habe. Knallhart im Geschäftsleben und im Beruf, extrem geschäftstüchtig. Gleichzeitig findet man aber auch Leute, die brave Stammwähler der SED („Die Linke“) geblieben sind, der „DDR“ nostalgisch nachtrauern und die alten „sozialistischen Werte“ hochhalten. Es ist so ähnlich, wie in der individuellen Panzerstruktur: die einen wuchsen in einer asozialen Alkoholikerfamilie auf, wurden vernachlässigt und mißhandelt, und werden doch zu gesunden, praktisch ungepanzerten Erwachsenen, während die anderen unter denkbar besten Voraussetzungen rührend umhegt in einer intakten Familie aufgewachsen sind, vielleicht sogar in einer orgonomisch orientierten, und doch zu neurotischen Wracks werden. Da der Mensch keine Maschine ist, ist seine Entwicklung unvorhersehbar.

Der Mensch ist eine Maschine! Das kann man in Labors von psychologischen Instituten nachweisen, wo sich etwa messen läßt, daß Männer durch zwei richtig angeordnete Punkte und einen vertikalen kurzen Strich auf einem weißen Blatt Papier sexuell erregt werden. Wir reagieren auf primitivste Schlüsselreize genauso wie Insekten oder Amöben. Nichts anderes als Biomaschinen! Entsprechend sind wir fast beliebig manipulierbar. Beispielsweise wurden wir im Westen seit 50 Jahren im Sinne des pestilenten Charakters Herbert Marcuses flächendeckend beeinflußt und das seit den ersten Stunden unseres Lebens (Schule, Universität, Kultur, Werbung, „Wissenschaft“, Politik, Alltagsästhetik, Medien). Der Kult der Minderheiten und des Perversen und vor allem alles Außereuropäischen, die Gängelung der Sprache und eine generelle Umwertung aller Werte der autoritären Gesellschaft, Multikulti und Gendermainstreaming. In einem solchen Umfeld, d.h. unter Biorobotern, die derartig programmiert wurden, kann sonstwas passieren, etwa ein Silvesterabend in Köln: Pegida und die AfD werden niemals Fuß fassen können. Im Westen gehen der Selbsthaß, die Selbstverachtung und Selbstekel bis zur Selbstvernichtung:

Anders sah es in der „DDR“ aus. Hier haben die kommunistischen Verschwörer alles getan, damit der zersetzende Dreck eines Herbert Marcuse nicht über die Mauer schwappte. Es wurde alles getan, daß die Menschen sich mit dem Staat, der Nation, dem Volk identifizierten, die Sprache wurde (im Rahmen der kommunistischen Ideologie) funktionsfähig gehalten und generell der Dekadenz Paroli geboten. (Ähnliches läßt sich über Rußlanddeutsche sagen.) Dergestalt haben wir die paradoxe Situation, daß unter den Kommunisten mehr konservativ strukturierte Menschen aufgewachsen sind, während im freien Westen das rote Gesindel, zu einem Gutteil KINDERFICKER, die Freiheit hatte, jene Seelenkrüppel heranzuzüchten, Pack, die letzte Mischpoke, das heute Die Grünen und eine verbrecherische Organisation wie die SPD in die Parlamente wählt.

Eine Ironie der Geschichte, daß nun ausgerechnet die ehemaligen Bürger der „DDR“ die einzige Kraft sind, die unser Vaterland noch retten können!

Da der Mensch keine Maschine ist, kann man sein Verhalten unmöglich genau voraussagen, aber immerhin gelingt das mit den Verhaltenstendenzen der überwiegenden Mehrheit von größeren Gruppen. Das ist der Bereich der Charakterologie. Mit hoher Wahrscheinlichkeit zeitigen die und die Erziehungsarten die und die Charaktere, wie von Wilhelm Reich und Elsworth F. Baker beschrieben.

Hier die klassische Aufstellung des soziopolitischen Spektrums nach Elsworth F. Baker:

Während sich auf der rechten Seite des Spektrums seit Baker nichts geändert hat, sehen die Orgonomen die linke Seite heute etwas anders. Der Sozialist hat mit dem pseudoliberalen „modernen Liberalen“ sozusagen den Platz getauscht. Der Sozialist träumt von „wirklicher Gerechtigkeit“, d.h. das abstrakte Versprechen des Liberalismus nach „Freiheit“ soll auch gesellschaftlich durchgesetzt werden. Die wirtschaftlichen Ursachen der Ungleichheit sollen bekämpft und damit erst die materiellen Voraussetzungen für die Freiheit geschaffen werden. Das ist klassisches sozialdemokratisches Gedankengut. Der pseudoliberale „moderne Liberale“ ist hingegen alles andere als nur ein „konsequenter Liberaler“, sondern der Todfeind jedes Liberalismus. Er ist die Verkörperung der extrem illiberalen „political correctness“, sozusagen die bildungsbürgerliche Variante des mörderischen Kommunisten. Er geht über Leichen. Wenn es seinen Zielen entgegenkommt, sollen die Massen ruhig leiden, hungern und verrecken!

Gehen wir von der Mitte nach rechts:

Da haben wir zunächst den Konservativen, wie er uns beispielsweise im größten deutschen politischen Blog, Politically Incorrect, entgegentritt.

Extrem Konservatives findet sich auf nationalistisch-völkischen Seiten, etwa von Burschenschaften.

Reaktionäres findet sich etwa bei fundamentalistischen Katholiken, nichts als moralinsaurer Haß.

Wie es aussieht, wenn der pure Obskurantismus bei „deutschen Patrioten“ durchbricht zeigt sich bei Neoheiden und „Reichsdeutschen“.

Reich hat das alles in seiner Massenpsychologie des Faschismus eingehend analysiert.

Nun von der Mitte nach links:

Einen ehrlichen, konsequenten klassischen Liberalismus findet sich auf Die Achse des Guten.

Typisch für diese Denkungsart ist ein Faible für das urbane Leben, den „Kosmopolitismus“ und ein Hang zu einer mechanistischen Lebensanschauung („Skeptizismus“).

Den Weg weiter nach links brauchen wir hier nicht zu verfolgen, weil heutzutage praktisch alle Medien und alle Parteien eine sozialistische Gesinnung vertreten. Die Volksparteien sind durch und durch sozialistisch geprägt. Die sogenannten „Grünen“ und Die Linke sind nichts weiter als Emotionelle Pest links vom Sozialismus. Ich werde mich hüten, diesen apokalyptischen Abschaum hier auch noch zu verlinken!

Die von Baker eingeführte Betrachtungsweise wird zweifelhaft, weil sie offensichtlich nur für die einigermaßen stabile autoritäre Gesellschaft vor den 1960er Jahren gilt. (Baker formulierte seine sozio-politischen Gedanken Anfang der 1960er Jahre.) Mit dem Zerfall hin zu einer antiautoritären Gesellschaft kam es zu absurden Verwerfungen, die das Konzept eines „sozio-politischen Spektrums“ scheinbar ad absurdum führen. Man denke nur einmal an die Grünen, wo man anfangs nicht so recht wußte, ob nun Heinrich Himmler oder Stalin auferstehen würden.

Ich kann mich sehr gut an eine der ersten Sendungen mit „Ekel Alfred“ und seinem linken Schwiegersohn erinnern, wo der „Nazi“ Alfred erzreaktionäre ökologische Thesen vertrat und gegen die Kernkraft wetterte, während sein fortschrittsoptimistischer sozialdemokratischer Schwiegersohn souverän die moderne Lebensmittelindustrie, Atomkraftwerke, etc. als Garant des Fortschritts pries und gegen den reaktionären Wurzelsepp Alfred verteidigte. Das neo-Leninistische Konzept Herbert Marcuses hat es fertiggebracht, diese zwar gepanzerte, aber immerhin vorhersehbare Welt zu kippen. Da der technische Fortschritt nicht mehr gegen, sondern im Widerspruch zu Marx‘ Vorhersage für den Kapitalismus arbeite, müsse, frei nach Lenins Devise „Je schlechter, desto besser!“, das Wirtschaftsgetriebe mit „ökologischen“ Forderungen zerstört werden. Je mystischer, fortschrittsfeindlicher, von irrationalen Ängsten getriebener und „bekloppter“ die Massen werden, desto besser!

Die Situation ist mittlerweile soweit gediehen, derartig viele Menschen hängen krankhaften Phantasien etwa über „Chemtrails“, „9/11“, „Illuminati“ und ähnlichen Geistesblähungen an, daß ab und an die Vertreter des rechten Spektrums, die an sich für derartigen Obskurantismus prädestiniert sind, den klareren Durchblick zu haben scheinen.

Das ganze kann einen ziemlich runterziehen, deshalb hier die Erinnerung, daß es unverstellte Emotionen gibt, daß das Leben ein überspringendes inneres Feuer ist und wozu der Mensch in der Lage ist, wenn er mit der kosmischen Orgonenergie mitschwingt. Lichtjahre jenseits von Modjus wie Marcuse:

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12 Antworten to “Herbert Marcuse und das sozio-politische Spektrum”

  1. Sebastian Says:

    Können Sie vllt mal näher erklären, was Sie unter „antiautoritärer“ Gesellschaft verstehen?

    Wo ordnen Sie eigentlich Anarchisten ein?

    Ich verstehe dieses Spektrum nicht… Reich hat Politik mit Lüge gleichgesetzt. Nun kommt Baker und macht aus dem ungepanzerten Organismus, der sich klar über das Wesen der Politik ist, einen soziopolitischen, der zwischen Liberalismus und Konservatismus einzuordnen ist. Wie passt das denn zusammen?

    • Peter Nasselstein Says:

      Jeder Lehrer wird Ihnen sagen können, was eine antiautoritäre Gesellschaft ist, jeder Polizist, jeder Großstädter, etc. Nicht zuletzt aber jeder Psychotherapeut. Genauso wie die Gesellschaft zerfallen nämlich auch die Individuen: es gibt kaum noch die von Freud, Reich und Baker beschriebenen klar umgrenzten Neurosen, so daß die Diagnosestellung immer schwieriger wird. Es entwickelt sich alles in Richtung triebhafter Charakter und die Therapie wird zunehmend schwieriger bis unmöglich. In der antiautoritären Gesellschaft reden die Menschen entsprechend davon, daß die gesellschaftlichen Probleme immer komplizierter und unüberschaubarer werden. Die Politiker und die Massen werden immer hilfloser, die politische Landschaft immer chaotischer.

      Anarchisten sind selbstredend ein bunter Haufen. Das reicht von „libertären“ Liberalen, über imgrunde sozialistische Träume von „freier Gemeinschaft der Gleichen“, über Intellektuelle, die nichts weiter sind als pseudoliberale „moderne Liberale“ bis hin zu Roten Faschisten. Über Sergei Netschajew hat der Lenismus („Voluntarismus“) auch anarchistische Wurzel. Was ist Anarchismus mehr als die neurotische Rebellion gegen den Vater?

      Der ungepanzerte Mensch ist weder rechts noch links, sondern steht in der Mitte. Das hat nichts mit der aktuellen „politischen Mitte“ zu tun. In der autoritären Gesellschaft lag diese Mitte („der gesellschaftliche Konsenz“) gemäßigt rechts, in der antiautoritären extrem links (wenn man hier denn überhaupt noch von „gesellschaftlichem Konsenz“ sprechen kann). Entsprechend stand die Orgonomie zu Reichs Zeiten vermeintlich „links“ und steht heute vermeintlich „rechts“. Tatsächlich hat sie sich nicht bewegt, sondern die Gesellschaft.

  2. Robert (Berlin) Says:

    Hier ein positives Besspiel für rationales Verhalten:

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/12/todmorden-eine-stadt-dich-sich.html

  3. Sebastian Says:

    Zumindest jeder Lehrer über 40 Jahre, würde ich meinen. Ich stehe kurz vor dem Ende meines Studiums und es gab gerade mal ein Seminar, in dem zwei Texte über antiautoritäre Erziehung gelesen wurden. In diesem Seminar waren, einschließlich mir, fünf Personen. Davon wollten zwei Lehrer werden. In dem Wikipedia-Artikel zur antiautoritären Erziehung ist ein Literaturhinweis mit dem Titel „Antiautoritäre Pädagogik. Zur Geschichte und Wiederaneignung eines verfemten Begriffes“ von 2007. Dieses Buch gibt es in unserer Bibliothek nicht. Die Literatur, die dazu bei uns erhältlich ist, ist aus den 70er Jahren. Die neuere Literatur ist ausschließlich historisch. Das Gegensatzpaar autoritär/antiautoritär war Ende der 60er-, in den 70er- und vllt noch in den 80er-Jahren aktuell und ist heute antiquiert. Es gibt meines Wissens keine aktuelle pädagogische Richtung, die antiautoritäre Erziehung befürwortet. Selbst die „Antipädagogik“ grenzt sich von antiautoritärer Erziehung ab.

    Wenn man über die Erziehung von triebhaften Charakteren spricht, ist diese ja auch nicht antiautoritär. Sie ist erst kontaktlos und anschließend extrem gewaltsam. Deswegen verstehe ich die Verwendung des Begriffs „antiautoritär“ nicht und frage, was mit „antiautoritär“ gemeint ist. Zu schwammig…

    Darüberhinaus finde ich es fragwürdig, ob es eine generelle Tendenz zum triebhaften Charakter gibt. Meine persönliche Erfahrung, die natürlich milieuabhängig ist (Arbeiter/Angestellten-Milieu), ist, dass ich schon die ein oder andere Person kennenlernte, auf die/den die Beschreibung zutreffen könnte. Der Großteil ist jedoch gehemmt und die Erziehung meiner Nichte und ihres Freundeskreises läuft ebenfalls grundsätzlich auf Triebhemmung heraus. Ich sehe da keine Tendenz. Haben Sie irgendetwas, was Ihre These untermauert?

    Was ich nachvollziehen kann, ist die Tendenz, dass nicht mehr so viel mittels physischer Gewalt erzogen wird. Aber, beispielsweise, ein „Achte auf deinen Ton, Freundchen!“ und große, drohende Augen machen auch schon Angst, so dass man anfängt seine Wut zu kontrollieren. Ich habe eher das Gefühl, dass entweder auf „Experten“ gehört wird, die so etwas wie die Ferber-Methode (Link von Christian) empfehlen, oder eine Erziehung – Wie soll man das nennen? – des „Gleichgewichts“ propagieren. Damit meine ich, dass das Kind sich nie einer Sache voll hingeben darf, sondern immer nur in einem bestimmten Maß, worüber es am besten noch reflektieren soll. Das Ziel dieser Methoden ist so schnell wie möglich so viel wie möglich leisten. Zeit ist Geld – das passt zum Zeitgeist viel mehr als so ein veralteter Kampfbegriff wie antiautoritäre Erziehung.

    • Sebastian Says:

      Hups, das sollte eigtl unter meinen ersten Post!

    • Sebastian Says:

      Was mir noch aus meinem Seminar eingefallen ist: Es gibt einen Unterschied zwischen antiautoritärer Erziehung und laissez-faire. Die Erziehung des triebhaften Charakter ist zu Beginn laissez-faire.

    • Peter Nasselstein Says:

      Ich befürchte, daß hier alles durcheinander gerät: „antiautoritäre Erziehung“, „antiautoritäre Gesellschaft“, etc. sind in der Orgonomie ausschließlich negativ besetzte Begriffe. Neill hat den Begriff „antiautoritäre Erziehung“ gehaßt wie sonst was. „Antiautoritär“ steht für die irrationale, neurotische Rebellion gegen jede Form von Autorität sei diese nun irrational oder rational.

      Auch darf man sich nicht an dem Wort selbst abarbeiten. „Antiautoritär“ kann auch extrem autoritär rüberkommen, da „Antiautoritäre“ zu einer brutalen Uniformität neigen.

      • Robert (Berlin) Says:

        Zum wiederholtem Male: Der deutsche Buchtitel über antiautoritäre Erziehung (Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung: Das Beispiel Summerhill) stammt nicht vom Neill, sonderm vom deutschen Verleger.

    • O. Says:

      War Reichs Charakteranalyse Psychologie? Wohl kaum. Sie war Psychoanalyse, wenn man so will, auch dies könnte man widerlegen. Der „triebhafte Charakter“ ist der heutige Soziopath, früher auch Psychopath genannt, er tritt kaum noch auf, ist aber bei „Reichianern“ noch weit verbreitet, ebenso die Narzißtische Störung. (phallisch-narzißtischer Charakter)
      Insgesamt sind die gehemmten Charakterstrukturen natürlich weit verbreitet, selten aber als Reinform zu erkennen.
      Im ICD wird global von bspw. „kombinierten Persönlichkeitsstörungen“ gesprochen, Mischtypen eben. Von der Psychoanalyse hat sich die Psychologie verabschiedet, war sie doch von je her ein Steckenpferd der Medizin. Die Diagnostik und „Therapie“ hat sich verändert, weniger jedoch die psychischen Erkrankungen.
      Reichs Charaktertypen kann man keinem Patienten erzählen („ist kontraproduktiv“), hingegen ist die Besprechung der F-Diagnosen des ICD kein Problem, die kennt der Patient auch meist schon.

      Es ist auch nicht ganz falsch, dass ein in den 70-ern falsch verstandener „antiautoritärer Erziehungsstil“ von 68-Hippie-Eltern zu „triebhaftem Charakter“ führen konnte, insbesondere, wenn die Eltern sich dann scheiden ließen und überhaupt kein Halt vorhanden war. Dies kann aber auch auf eine bestimmte Charakterkonstellation der beiden Eltern zurück zu führen sein und nur zufällig mit derm Anspruch einer „politisch korrekten“ antiauthoritären Erziehung.

  4. O. Says:

    Der Begriff „antiauthoritär“ stammt für mich aus der 68-er Epoche und den folgenden Grabenkämpfen zwischen rechter und linker Schulreform der Siebziger. Damals ging es um kleinere Klasse, weniger Frontalunterricht und natürlich eine Schlagverbot zu Hause. Kinder wurden noch von ihren kriegstraumatisierten Eltern Schläge angedroht mit Hand oder Peitsche. Dies galt als adequates Erziehungmittel, wenn auch milder als sie es selbst von ihren Eltern und womöglich auch Lehrern miterlebt haben. Zu deutsch, es gab „liebevolle“ Züchtigungen und Erniedrigungen, die nicht blaue Flecken zum Ziel hatten nur etwas Respekt durch Schmerz.

    Mittlerweile ist körperliche Gewalt gegen Kinder verboten und auch kleinere Schläge (ausrutschende Hände) gehören nicht zur Erziehung. Dies mag man unter Antiauthoritär verstehen. Dies heißt nicht, dass es nicht natürliche oder positive Authoritäten geben darf.

    Antiauthoritär hieß aber auch in der 68-er Studentenbewegung, dass man die Authoritätsgläubigkeit gegenüber Professoren verlor (sie mit Herr bzw. Frau ansprach) und sich an der Uni einfach unter Studenten duzte.
    Ferner wurden Ex-Nazi-„Authoritäten“ ihre vergangenen Verbrechen vorgehalten und die Seilschaften in Politik und Industrie teilweise aufgedeckt. Die Professorenstellen an den Universitäten waren teilweise auch wieder von ehemaligen Nazis besetzt worden. Die Bedeutung von antiauthoritär ist auch hier zu suchen, insbesondere konterte die CDU/CSU Anhängerschaft mit der Diffarmierung des Wortes „antiauthoritär“. Dies wurde zum Schlagwort gegen linke Studenten und Eltern. Die Rechte schrie Parolen wie „lieber tot als rot“ und meinte hier irgendwen argumentativ überzeugen zu können. Gemeint war, dass „der Russe“ uns (wie im WWII) überrollen wolle mit ihren russischen Panzern und man müsse als „denkender Mensch“ irgendwann einmal konservativ werden. Dies war Kalte Kriegs Propaganda, die erklären sollte, warum wir amerikanische Atomraketen, Pershing II, laut Natodoppelbeschluss zu stationieren hätten. Es wurde erklärt, warum die DDR unser Feind ist und warum wir in der Bundeswehr dienen sollten, um zu lernen, Ostdeutsche abzumurksen. – Eine heute absurd klingende Idee.

    Antiauthoritär ist wie ich es noch kennengelernt habe ein verstaubter politischer Kampfbegriff. Ähnlich der Vorstellung rechter 80-er Politiker aus der Kohl-Ära, dass Atomkraftgegner „Grüne“ oder „Linke“ seien, auf die man gestrost eindreschen kann. Soviel zum „Antiauthoritären Staat“ heute.

    Wie sieht die politische Landschaft heute aus? Die SPD ist so weit rechts gerutscht, dass es für die CDU nicht nur eng wird, sondern dass sie jetzt einen Linksrutsch versucht, um wieder Profil zu bekommen. Zumindest verbal werden einst „linke Thesen“ vertreten, natürlich wird davon nie etwas umgesetzt werden. Da links von der SPD und Grünen ein Vakuum entstanden ist, gibt es neue vermeintliche „Linksparteien“ wie „die Linke“ und nun auch „die Piraten“ (die sich selber nicht als links verstehen würden).

    Für mich sieht es nach einem Jahrzehnte langen Rechtsruck aus, so dass die NPD verboten werden muss, um Platz am rechten Rand zu schaffen. Wer hierzulande noch große „linke“ Massen sieht, die auf die Straße gehen, sollte seine Augen auf machen, sich eine Brille kaufen: das ist der Mittelstand, das Bürgertum und deren Kinder und Großeltern, die hier gegen Eure Atommafia und Korruption auf die Straße gehen, die die enteignet wurden und werden. Die unter dem Mindestlohn Arbeitenden sitzen vor der Glotze und schauen RTL, weil ihr Kühlschrank leer ist.

    Bei meinem Arbeitgeber gibt es schon eine kostenlose Suppe, damit der Arbeitnehmer wenigstens eine Mahlzeit bekommt. Und bei der Betriebsversammlung wird dann erklärt, warum es zum zwanzigsten Mal kein Weihnachtsgeld gibt und auch die Gehalterhöhung mal wieder ausfällt. Dafür gibts dann auf der Betriebsversammlung eine Runde Gummibärchen. Für die ausgezeichnete Arbeit unserer Abteilung bedankte man sich letztens mit einem Schnittchen; ich weiß, dass ich jetzt schon einige Menschen ganz neidisch mache. – So ist das Real_Life, da kann man auch nichts mehr beschönigen.

    Wer also noch für einen Teller Suppe (ohne Brot) einen Job braucht, kann sich bei mir melden. Wir stellen noch ein.

  5. Peter Nasselstein Says:

    Marcuses Nachfahren haben vom Meister gelernt: http://schutzengel-orga.de/presse-news/antifa-deutsche-kinder-gehoeren-ermordet/

  6. Peter Nasselstein Says:

    Kinderficker!

    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/analsex-theaterstuecke-im-klassenzimmer/

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