Zwei Welten: Buddhismus und Islam gegen die Orgonomie

Es verfolgt mich, wo immer ich hingehe. Auf der Straße, in den Massenmedien, aus den Verlautbarungen der Volkszertreter werde ich vom Islam bedrängt und kaum betrete ich jene Sphäre, die von den Gebildeten und Kulturbeflissenen geformt wird, ob Wohnung, „Psychopraxis“ oder Veranstaltungscenter, bin ich mit absurd hoher Wahrscheinlichkeit mit Buddhastatuen, Thangkas, gar Altären konfrontiert.

Oberflächlich betrachtet kann man sich kaum zwei gegensätzlichere Religionen und Lebensanschauungen vorstellen: hier der ultra-aggressive und stets dümmlich daherkommende Monotheismus des Islam, dort der sanfte, leise, höchsten intellektuellen Ansprüchen genügende Buddhismus, dem die (!) Götter ziemlich gleichgültig sind.

Von der Warte der Emotionen aus betrachtet, sind sie aber fast identisch:

  1. Da wäre zunächst die Rolle der „Mechanik“: In beiden Lebensphilosophien geht es darum sein Ich so weit wie möglich auszuschalten. Praktisch geschieht dies im sinnleeren Ritual, das man desto besser ausführt, je mechanischer man vorgeht.
  2. Beide Lebensauffassungen sind „antihumanistisch“: Nicht der Mensch steht im Mittelpunkt, sondern das „Numinose“. Was damit gemeint ist, wird an der bildenden Kunst am deutlichsten, die vom Sufismus bzw. dem Zen inspiriert ist. Im Mittelpunkt steht weder der Mensch, noch die Natur, wie sie das Innenleben des Menschen widerspiegelt, sondern sozusagen „der Raum an sich“, „die Leere“. Menschen, sogar Tiere und Pflanzen stören nur.
  3. Oberflächlich mag der dauerbeleidigte Moslem aus kaum mehr bestehen als Emotionen, doch das ist nur oberflächlich, denn tatsächlich dreht sich alles um Sensationen. Siehe zu diesem Komplex meine Ausführungen in Die Massenpsychologie des Buddhismus.

Diese drei Elemente verbinden Islam und Buddhismus und machen beide so überaus attraktiv für den westlichen Menschen. Man denke nur an die pseudointellektuellen Ergüsse der Strukturalisten, Poststrukturalisten, Dekonstruktivisten, blablabla, die immer auf das eine hinauslaufen: das Verschwinden des Individuums, des Ich, des Menschen.

Es ist, als wolle der Mensch die Falle verlassen, indem er schlichtweg leugnet, daß es ihn, den Menschen, und die Falle überhaupt gibt!

Der Hellenismus und das Christentum haben den Menschen und das Individuum in den Mittelpunkt gerückt. Jetzt, wo es darum geht ihn etwas näher unter die Lupe zu nehmen, tritt er in die Kulissen zurück und verweist auf die leerstehende Bühne, deren Mechanik und deren „Aura“.

Ein passenderes Bild: Reich betritt den Behandlungsraum – und der Patient läuft weg. Ich verweise zurück auf Warum wird die Orgonomie übergangen?: der heutige Mensch will nicht gesehen werden, nicht berührt werden. Deshalb sind Orgonomie und Islam/Buddhismus antagonistische Gegensätze.

Der Witz bei der ganzen Angelegenheit ist, daß sich ausgerechnet die Linke (in Gestalt der Grünen und ihrer Sympathisanten) auf die Seite des Antihumanismus geschlagen hat. Ich spreche von dem eingangs beschriebenen „buddhistischen“ Milieu. Es sind die Leute, die der systematischen Islamisierung das Wort reden. (Natürlich werden sie nach deren Erfolg am meisten zu leiden haben, ähnlich wie sie bei einem Sieg der Sowjetunion als erste an die Wand gestellt worden wären – trotzdem waren sie im Stalinistischen „Friedenslager“ aktiv.)

Die Gegenwahrheit ist natürlich, daß der Buddhismus und teilweise auch der Islam dafür stehen, daß der Abgrund, die schwarze Leere, das Nichts, ebenfalls ein Aspekt der kosmischen Orgonenergie sind. Das Christentum ist auf den Menschen und „das Licht“ zentriert; auf das, was in der indischen Philosophie „Atman“ heißt, während Buddhismus und Islam „Anatman“ sind: das Aufgehen von „Ich“ und „Licht“ in der „Leere“.

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8 Antworten to “Zwei Welten: Buddhismus und Islam gegen die Orgonomie”

  1. David Says:

    Natürlich werden sie nach deren Erfolg am meisten zu leiden haben, ähnlich wie sie bei einem Sieg der Sowjetunion als erste an die Wand gestellt worden wären …

    … wie ja auch die iranischen Linken – nach Unterstützung der Islamisten durch die iranischen Linken – durch Hinrichtung ihr Leben beendeten.

  2. David Says:

    Englands grandioser Plan Frankreich, Deutschland und Rußland auf dem Kontinent kleinzuhalten mündete im Untergang des Empire;

    Apropos England und Islam: Zitat aus der Schwäbischen Zeitung von
    heute, 26. Okt. 2010:

    Übertritt zum Islam

    LONDON (dpa) Die Schwägerin des früheren

  3. David Says:

    Englands grandioser Plan Frankreich, Deutschland und Rußland auf dem Kontinent kleinzuhalten mündete im Untergang des Empire;

    Apropos England und Islam: Zitat aus der Schwäbischen Zeitung von
    heute, 26. Okt. 2010:

    Übertritt zum Islam

    LONDON (dpa) Die Schwägerin des früheren britischen Premier Tony Blair ist zum Islam übergetreten. Sie habe auf einer Reise in die für schiitische Muslime heilige Stadt Ghom ein spirituelles Erlebnis gehabt, das sie zu der Entscheidung gebracht habe, sagte Lauren Booth (43) der „Daily Mail“.

    Eine starke „spirituelle Morphiumspritze“ habe sie mit Glückseligkeit erfüllt.

  4. David Says:

    Offenbar fliehen viele Menschen aus Asien vor den Auswirkungen, die dieses spirituelle Morphium auf Politik und Wirtschaft hat.

    Auf der gleichen Seite der gleichen Ausgabe der Schwäbischen Zeitung ist ein Artikel über den Umstand, dass in Griechenland zurzeit massenweise Flüchtlinge aus Süd- und Südwest-Asien, Afrika etc. eintreffen.

    Infolge des „Dublin II“ Vertrags ist in der EU für alle Flüchtlinge das Land zuständig, in welchem diese zuerst ankommen.

    Es hat also das – vielleicht nach Rumänien und Portugal – ärmste Land Europas das Problem an der Backe – weil es am nächsten an Saharasia gelegen ist!

    In den Ländern Saharasias sind Revolutionen notwendig, durch welche die Auswirkungen des heute ziemlich orthodoxen, fundamentalistischen Islams beseitigt werden und mehr säkulare Ordnungen wieder hergestellt werden. In diesem Sinne müssen solche Revolutionen als konservative Revolutionen bezeichnet werden.

    Die gleiche heutige Ausgabe der angegebenen Zeitung berichtet, dass in Pakistan ein Anschlag verübt wurde auf Sufis, die Täter seien vermutlich Anhänger des orthodoxen Islam gewesen.

    In der Vorbereitung der besagten notwendigen konservativen Revolutionen müssen daher die Sufis als Verbündete behandelt werden.

  5. O. Says:

    Die „Formel Links – Rechts“ = konservativ ist gut (OR) und links ist schlecht (DOR) spaltet die Gesellschaft.

    Die Argumtente, die sich hier auf andere Weise wiederholen, sind so alt und muffig, dass es mich erschreckt. Die Hetze, die von Konservativen (damit meine ich nicht PN, sondern den polit. Laden in B.) gestartet wird, ist dieselbe wie vor 20 Jahren und noch älter. Es ist eine Polarisierung (in pol. Schein-Richtungen) und Stigmatisierung von jedem, der eine andere Meinung hat – als „Linken“.
    Dabei wollen sie den Titel „konservativ“ für sich pachten. Sie sind nicht konservativ, sondern reaktionär und zwar genauso wie hier der Islam dargestellt wird. Sie brauchen das Feindbild, um gegen diese Menschen mit „legitimisierter“ Waffengewalt vorzugehen. Sie sind die Verschwörung und nicht eine Theorie. Wären sie konservativ, hätte sie vor ein paar Jahren zeigen können, wie sie der Globalisierung die Stirn bieten mit einer konservativen Revolution. Diesen Zeitpunkt haben sie verpasst und wohl verpassen wollen, jetzt hilft keine konservative Revolution mehr. Den „Konservativen“ glaubt niemand mehr, auch nicht die Mehrheit der ehemaligen CDU oder SPD Wähler. Die Presse zeigt heute auch ihr wahres Gesicht für eine elitäre industrielle Mafia. Dies ist gut und ein Fortschritt, da die Fronten nun mal klarer werden.

    Wer uns glauben machen will, dass da draußen ein Feind in der Wüste sitzt, den wir bekämpfen müssen, dem muss gesagt werden, dass der Feind ersteinmal – an aller erster Stelle hier sitzt im eigenen Land.

    Das Lügengebäude vom 9/11 und den anderen Themen ist zusammengebrochen und wenn Bush-Obama (seine Verwandlung ist auch offensichtlich) und die deutsche Polizei uns neue „Terroristen“ verkaufen wollen (zum selben Tag), dann können sie ihre Märchenstunde sonstwo abhalten, aber keiner wird ihnen mehr glauben. Sollen sie ihren Krieg gegen ihre eigene Bevölkerung und andere Völker durchziehen. Sie werden nie mehr die „Good Guys“ sein.

    Unsere Regierungen sind nicht die Good Guys und der Islam und deren Regierungen sind es auch nicht. Die Sharasia Theorie von DeMeo ist wissenschaftlich nicht belegt (keine statistische Signifikanz), sie ist eine plausible Annahme, die dazu einlädt, afrikanisch-asiatische Menschen (Regionen) als brutale Monster hinzustellen und die einfallenden Truppen zu legitimieren und als „orgon-gut“ (trotz Oranur-Verseuchung) darzustellen.

    Die Vernichtung anderer Menschen (in der Saharasia-Region) mit Bomben und Atomwaffen (oder Uranmunition wie im IRAK-KRIEG) ist kein Heiliger Krieg. Es ist ein Massen- und Völkermord und dazu brauchen wir keine „Rassentheorien“ oder „Religionskriege“. Und natürlich können wir über den Islam und deren Fehlentwicklung diskutieren, aber ich wehre mich dagegen, dass Menschen in ein (pseudo-) konservatives Weltbild gepresst werden und einen „linken Stern“ aufgedrückt bekommen, weil sie den Lügen nicht mehr glauben werden. Die Verunglimpfung als „Faschisten“ (als „Antisemitiesten“) von den eigentlichen Faschisten gehört hier in die selbe Ecke.

    Dies löst keine Probleme, sondern schafft die Stimmung für den nächsten Krieg und es ist egal unter welcher Fahne und welchem Zeichen er gemacht wird.
    Abschließend noch ein Kommentar zu den „Rechten“: die neuen Bewegungen sind nicht „links“, auch wenn sie sich einen Retro-Konflikt wünschen, damit sie mit Retro-Methoden diesen bekämpfen können. Sie gehen durch alle Altersgruppen und politische Lager, weil alle betroffen sind, aber das verstehen alte „Kohlköpfe“ nicht.

    Zurück zur Orgonomie: Es sind nicht Buddha (-Firguren) und der Islam (dessen Gottheit), die uns in den Praxen begegnet, sondern Psychosekten, die auch von Reichs Theorie Gebrauch machen wollen, um ihn zu mystifizieren, zu mummifizieren und zu entstellen.

  6. David Says:

    Von Seiten des Westens, insbesondere der Orgonomie, wird im Buddhismus vor allem der Begriff der Achtsamkeit, wie ich glaube, gründlich missverstanden.

    Achtsamkeit ist die Übersetzung, wie ich meine, Fehl-Übersetzung des englischen „mindfulness“, welches seinerseits – aus den indischen Sprachen – vielleicht relativ richtig übersetzt ist.

    Für mich ist es einfacher darauf hinzuweisen, was – etwa im Straßenverkehr – das Gegenteil von mindfulness ist, z.B. ein gewisses Macho-Gehabe. Da schaltet eine Ampel, von der man noch mehr als hundert Meter entfernt ist, gerade auf Rot, und man beschleunigt noch und fährt mit brüllendem Motor vor, um dann scharf zu bremsen.

    Ein Macho-Gehabe vielleicht auch im Hinblick auf den Geldbeutel – man zeigt oder täuscht vor, dass man es nicht nötig habe, mit Benzin sparsam umzugehen?

    „Achtsam“ im falsch verstandenen, engeren Sinne ist derjenige schon – so zu fahren, dass es nicht patscht, kriegt so jemand meist noch hin.

    Nicht-Mindfulness ist auch das Vorherrschen von Gier, Hass, und Verblendung, welch letzterer Begriff, Verblendung, mir übereinzustimmen scheint mit der von Wilhelm Reich so oft festgestellten Kontaktlosigkeit, mit Ersatzkontakt, und mit verzerrtem Kontakt.

  7. Denis Roller Says:

    Genau hier ist der Knackpunkt- „schwarz“ oder „blau“! Beides zugleich zwar oft die Regel, dennoch auf der Sinne des aktiven Erstrebens- nicht vereinbar… Die jüdische Kabbala liefert hier die Antwort! Im Buche Sohar lesen wir, dass „wann immer die Farbe „blau“ in „Malchut“ auftritt, es Zeit sei für Gericht…“ Ferner sei „Malchut“, der physischen Alltagswelt, „schwarz“ gleichermaßen wie „blau“ zu eigen! … Angesichts der Kabbala zweifle ich immer mehr an der Person Wilhelm Reich- und fühle mich dem Buddhismus immer mehr hingezogen, in einer neuen Art, ihn zu sehen: alles Leben ist „dukkha“- es gibt einen Weg, dass „dukkha“ aufhört (und eben NICHT das Leben! Was ja vom Standpunkt des Energieerhaltungssatzes jedem auch „nicht- erleuchteten“ sofort „einleuchten MUSS“! DOR- ist dukkha! Siddharta nahm wahr, dass die sekundäre Schicht des Kastenwesens in Indien alles „verdorben“, „dor- ifiziert“ hatte! Vielleicht ist ja gerade DOR überhaupt für Reinkarnation verantwortlich! Und vielleicht fehlt ja gerade deswegen (sic!) im Christentum, wie in der Kabbala, explizit das Thema „Reinkarnation“- das „Fleisch“ ist „DOR“! … Wilhelm Reich war eine tragische Gestalt voller Lebenskraft und Genialität, dem es, aller funktionalen „Intelligenz“ zum Trotz- an „Weisheit“ fehlte… ich bin mir über Buddha noch nicht zu hundert- pro- Zent im Klaren, werde es wahrscheinlich nie sein, ebensowenig über Mohammed, ich sehe aber ganz klar- dass Wilhelm Reich das Rad a) nicht neu erfunden hat und b) durch die kabbalistischen Deutungsschlüssel der Johannesoffenbarung und anderen Prophezeiungen in ganz neuem Licht erscheint! Es wird gewarnt vor dem „Nefesh of the beast“, dem „Fleisch“ also, schlechthin! Es wird gewarnt, wer dieses „Tier“ anbetet, der wird vom Zorn des „lebendigen Gottes“ unvermischt eingeschenkt bekommen! Orgonomie „ja“- im Sinne des „lebendigen Gottes“ (vielleicht ein Hinweis auf das „orgonotische System“?) „Nefesh of the beast“- nein! … Es gilt also, die „Orgasmusformel“ im Sinne des „lebendigen Gottes (sic!)“ ganz, ganz neu zu überdenken! Ansonsten ist die Orgasmusformel „selbst“ mechanisch! Und eben NICHT funktional! Vielleicht bedeutet „funktional“ ebe genau das- „Göttlichkeit“! Und das beinhaltet den „Orgasmus“ im „Fleische“, ver- absolutiert ihn aber nicht, „betet ihn quasi nicht an“! Vielleicht ist ja genau das der Knackpunkt, an dem Reich „scheiterte“- er wollte DOR beseitigen, aber durch „reine, AUSSCHLIEßLICH fleischliche Genitalität“- wird am Ende ALLES- dorifiziert… Vielleicht scheiterte ja „deswegen“ alles! Alles was sich auf Reich berief! Von den Hippies, bis zu den Grünen, bis zu den orgonomischen Buddhisten der oberflächlichen Fassade… Vielleicht ist ja gerade „Nefesh of the beast“- das „Fleisch“ und seine „Lust“ (quasi das „reine“ energetische Orgonom ohne jegliche Beteiligung des orgonotischen Systems“) die Quelle von DOR. Laut Buddha- ist genau das der Fall! Laut Kabbala- auch! „Nefesh of the beast“- macht alles Leben zu „dukkha“… „wer das Tier anbetet, und sein Bild, der wird unvermischt vom Zorn des lebendigen Gottes eingeschenkt bekommen- ORANUR in Reinkultur zu spüren bekommen. Der sogenannte „feurige Pfuhl“… Andenken, bitte!

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