Der arschkonservative Nachrichtenbrief

Es gibt zwei Arten von politischem Handeln: erstens aus Eigeninteresse und zweitens aus „Eigeninteresse“. Das kann man sich am Beispiel der „Flüchtlingspolitik“ vergegenwärtigen. Ein rationaler Politiker wägt nach den Interessen seines Volkes ab. Beispielsweise wäre es schlichtweg irrational, wenn Polen (von dem Multikultikackhaufen „Deutschland“ wage ich gar nicht mehr zu reden!) Moslems aus Syrien aufnähme. Gar Männer im wehrfähigen Alter!!! Warum sollte es das tun? Bei syrischen Christen und insbesondere solchen, die mit Rom verbunden sind, mag das anders aussehen. Erst recht mit möglichen Flüchtlingen aus der Ukraine. Ein irrationaler Politiker wie Merkel hingegen wird irgendein schwachsinniges, pseudomoralisches Zeugs von sich geben und darüber schwadronieren, daß es in unserem besten Eigeninteresse sei, eine Politik zu verfolgen, die nur Kosten und Probleme verursacht und sichtbar in die Katastrophe führt, die den Namen „Islam“ trägt.

Die ersteren Politiker betreiben schlichtweg Politik, so wie wir sie bereits in Schimpansenhorden finden, die letzteren Politiker betreiben etwas vollständig anderes, nämlich Gesellschaftspolitik, d.h. sie folgen einem neurotischen Zwang ähnlich einem Drogenkranken, der sein „Eigeninteresse“ verfolgt, wenn er seine letzten Hirnzellen zerstört. Jeder normale Mensch kann angesichts ihrer Handlungsweise nur mit dem Kopf schütteln, doch sie folgen auf eine verquere Weise ihrem „Eigeninteresse“ – wenn sie sich ins Knie ficken. Nur so kann man die deutschlandfeindliche, volksverräterische Politik Merkels verstehen. Es geht nicht um irgendwelche Verschwörungen oder gar rationales Kalkül, sondern um einen charakterstrukturellen Zwang. Nur von der soziopolitischen Charakterologie her, kann man die Weltläufe verstehen. Jeder andere Zugang bleibt oberflächlich oder muß vollständig in die Irre führen und ist damit integraler Bestandteil jenes irrationalen Geschehens, das er doch erklären will.

Das Grundübel des linksliberalen charakterstrukturellen Zwangs, der unsere Gesellschaft bis ins Mark aushöhlt, ist die pathologische Angst vor Aggression, d.h. vor dem Einstehen für das Eigene. Das zeigt sich insbesondere im Umgang mit dem islamischen Faschismus oder der Unfähigkeit faschistischen Gewaltherrschern wie Putin massiv entgegenzutreten. Wie feige Ratten wenden sich Linke stattdessen todesmutig mit viehischer Mordlust gegen die paar Solitäre, die sich dem selbstmörderischen Massenwahn entgegenstellen:

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In Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie habe ich versucht, die auf Elsworth F. Baker zurückgehende (und von Charles Konia leicht modifizierte) stark von der amerikanischen Szene geprägte „soziopolitische Charakterologie“ auf deutsche Verhältnisse zu übertragen. Ich glaube zwar immer noch, daß meine Formulierungen zum Verständnis beitragen, jedoch verwischen sie durch die besagte „Anpassung an heutige deutsche Verhältnisse“ ein, vielleicht das wichtigste, biosoziologische Geschehen der letzten 50 Jahre: die sich zunehmend beschleunigende Verschiebung des politischen Spektrums als Ganzes nach links.

In Amerika hat es zwar auch diese Verschiebung gegeben, aber nicht in diesem Ausmaß. Ein Republikaner aus dem Mittleren Westen (oder auch so mancher Demokrat aus dem Süden) wäre auf deutsche Verhältnisse übertragen schlichtweg undenkbar. Das gesamte Land würde einen hysterischen Anfall erleiden! Es gibt hier faktisch keine Konservativen mehr! Die heutigen Handvoll „Konservativen“ vertreten in Wirklichkeit linksliberale Positionen, die CDU sozialistische und die SPD/Grüne/Linke kommunistische. Und, nein, das ist nicht maßlos übertrieben!

Solche Einschätzungen scheinen nur jenen übertrieben, die sich vom ständig beschworenen „gesellschaftlichen Konsens“ mitreißen lassen. Für Leute, die das ganze von draußen betrachten, d.h. jenen, die einen biosozialen Standpunkt einnehmen, bewegt sich die gesamte Gesellschaft vor ihren Augen nach links. Den willenlosen Massenindividuen müssen sie deshalb zunehmend als „Rechtsextreme“ erscheinen, obwohl sie sich tatsächlich nie aus der Mitte wegbewegt haben. Oder anders ausgedrückt: die Orgonomie steht nicht rechts – es ist die Gesellschaft, die sich nach links bewegt!

Es bleibt die Frage, ob sich nur ideologisch etwas ändert oder auch (charakter-) strukturell! Diese Frage hat Reich in seiner Massenpsychologie des Faschismus diskutiert. Ideologisch mag sich eine Gesellschaft nach links entwickeln, doch die beharrende Kraft der unbeweglichen Charakterstrukturen wird sich langfristig doch immer durchsetzen. Auch kurzfristig kann das der Fall sein, etwa in wirtschaftlichen Krisensituationen. (Genauso wie auch beim Einzelnen in persönlichen Krisen immer der Charakter durchbricht, egal was für ein Schauspiel der Neurotiker in guten Zeiten auch immer abgezogen haben mag!)

Leider (oder, je nachdem, zum Glück) ist es aber auch so, daß sich langfristig eben auch die Charakterstrukturen verändern. Beispielsweise haben die Lebensumstände der Landbevölkerung über die Jahrhunderte hinweg die Charakterstrukturen der Menschen „konservativ gefärbt“, während aus Städtern eher „linke Kopfmenschen“ wurden. Durch ähnliche Mechanismen wird sich auch die ideologische Linksverschiebung der letzten 50 Jahre biosozial (charakterologisch) niederschlagen. Tatsächlich ist es bereits soweit, wenn man die heutigen Heranwachsenden betrachtet.

Hier Bakers ursprüngliche Aufstellung. Sie ist weitgehend mit der heute gültigen von Konia formulierten Aufstellung identisch, wenn man den „modernen Liberalen“ (Pseudoliberalen) mit dem Sozialisten austauscht und entsprechende kleine Korrekturen vornimmt.

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21 Antworten to “Der arschkonservative Nachrichtenbrief”

  1. O. Says:

    Was aus Amerika geworden ist, aus der Illusion von einer freien Welt, an die bis in die 80-er Jahre glauben konnte – man hätte es wohl nicht glauben sollen – ist dermaßen enttäuschend, dass der politische Rechtsruck alle Menschen aussehen lässt als wäre man plötzlich links.
    Im Zuge der Anpassung und Amerikatreue ist Deutschland politisch und wirtschaftlich der Globalisierung gefolgt. Zunächst folgten widerspruchslos die „Konservativen“, dann die Liberalen und die Sozialdemokraten bis zwischen den Parteien keine Unterscheidung mehr zu treffen ist, ähnlich wie in den USA. Wir hätten konservativ sein müssen, um diese Entwicklung zu stoppen. Doch die Konservativen wollten keinen Streit und keine Auseinandersetzung hierzulande und trieben die EU-Globalisierung voran.

    Ein konservativer Freund äußerte sich mir letztens so: „Vor 20 Jahren habe ich mir nicht vorstellen können, dass das, was hier auf fast allen Ebenen sozial und politisch läuft, je möglich gewesen wäre. Er hatte die schlimmsten Szenarien für Übertreibungen gehalten. Heute muss er sich eingestehen, dass das Schlimmste nicht nur eingetroffen ist, sondern in jedem Detail überboten wurde.“

    Ist er nun „links“ geworden? Die konservative Elterngeneration (heute Rentner) sehen diese Entwicklung ähnlich. Vom Standpunkt der 80-er Jahre sind sie „plötzlich links“ geworden.
    Um es anders zu formulieren, eine solche politische/gesellschaftlliche Entwicklung – jenseits von Demokratie – wäre vor 25-30 Jahren nicht vorstellbar gewesen und hätte die politischen Verhältnisse ins linke Lager gerissen und die Kohl-Herrschaft hätte es nicht gegeben.

    Unter dem Deckmantel der Demokratie konnte sich die Korruption und Globalisierung schrittweise ausbauen. Jeder glaubte hiervon erstmal profitieren zu können. Anfang der Neunziger wurde die Techno-Drogenwelle installiert und die jungen Leute bis 35 konnten sich ins Gehirnkoma katapultieren, so war politisches u. gesellschaftskritisches Denken ausgeschaltet worden. In den 80-er Jahren protestierten die Jugendlichen schon gegen die 70-er Generation die unter Hasch ihre politische Zwangsgrübelei in Endlos-Diskussionen an die nächste Generation abgeben wollte. Der Kampf der APO gegen das System wurde in den 80-ern schon nicht mehr verstanden.
    Noch heute halten wir wieder an den vergangenen Klischees der politischen Konfrontation fest, als würden die letzten 30 Jahre nicht existiert haben. Die Atomdiskussion 2010 zeigte, dass man an eine Wiedergeburt der 80-er glaubte. Die Atomkraftgegner seien eben noch dieselben und man könne sie mit denselben bewährten Argumenten (Wasserwerfer, Gas und Knüppel) mundtot machen.

    Dieses Modell von Konia ist plausibel für vergangene Zeiten, es passt zu Baker, der glaube ich 1986 verstarb. Es erklärt vielleicht, was Baker mit seinen sozialpolitischen Charakterstrukturen gemeint haben könnte.

    Es analysiert wohl aber nicht die „politische Entwicklung“ der USA und möchte sich mit dieser auch lieber nicht auseinandersetzten, was verständlich ist. Das amerikanische Volk wollte einen Change mit Obama. Dies hat es aber nicht bekommen, sondern eine „Freiheitskrämerei“ und die Fortsetzung der alten konservativen Politik. Hat Konia hierzu etwas geschrieben?
    Die Amerikaner wurden für eine Weile ruhig gestellt, weil sie kurz vor der Revolte standen, die nicht von links gekommen wäre. Jetzt können sich sogar die Rechten (T-party) formieren, um die neue Regierung zu bilden.

    Ich komme mal zum Punkt: Die scheinbare „linke“ oder „grüne“ Bewegung ist der Aufstand der Konservativen, diese als „links“ zu sehen, und in ein ekelerregendes sozialistsches Lager abzutun, was nur schämenhaft existiert, wäre falsch. Wer nicht erkennen will, das hinter den paar hundertausend Demonstranten breite Teile der auch konservativen Bevölkerung stehen können, schätzt wohl die Lage falsch ein.
    Von den grünen und den roten Luftballons und Fähnchen, sollte man sich nicht täuschen lassen … das hat nichts mit Parteipolitik zu tun und schon gar nicht mit links.

    Vielleicht werfen wir nochmal einen Blick nach England ins Jahr 2010: Hier haben Studenten, die bereits 3.000 Pfund pro Jahr zahlen müssen, demonstriert, das sind wohl keine Arbeiterkinder oder Linksorientierte würde ich vermuten, sie haben sich für sich und die Zukunft anderer Studenten für ein Recht auf Bildung und einen möglichst qualifizierten Arbeitsplatz von der Polizei einkesslen und schlagen lassen. Die heutigen Studenten haben kaum Zeit für politische Ansichten, sie müssen leistungsorientiert ihren Bachelor und Master machen – innerhalb kürzester Zeit. Und dennoch lassen sie sich nicht alles gefallen.

    _______________________

    Auf die Frage „Steht die Orgonomie rechts?“ muss zunächst geklärt werden, wer die Orgonomie ist. Das ACO und Wilhelm Reich würde ich als erstes vermuten.
    Reich stand schon fast auf allen Seiten, aber hat eigentlich eher den eigenen Standpunkt vertreten. Diese Frage ist also nicht so kurz zu beantworten.
    Wo steht das ACO? Zunächst wäre zu fragen, ob die frühen engagierten Schriften von Reich für das ACO noch Gültigkeit haben. Das ACO ist von der späten Phase geprägt, wo es mehr um klinische Fragen ging. Die Kinder der Zukunft war kein klar politisches Engagement, auch wenn man die Verhütung von Neurosen und die Entwicklung der freien Genitalität als politisch einstufen könnte.

    Für mich ist die späte Orgonomie wertneutral. Politische Einschätzungen haben eher in die Katastrophe geführt: Dass Eisenhower auf Reichs Seite gewesen sei, führte ihn ins Gefängnis. Das politische Engagement der 30-er Jahre verfolgte ihn bis nach Amerika …
    Die „soziopolitische Charakterologie“ – abgeleitet von klinischer Charakteranalyse zu einem Zeitpunkt, wo Reich das Psychologisieren schon satt hatte, widerspricht möglicherweise der Orgonomie von Reich. Schafft es nicht eine neue Normierung, jenseits des genitalen Charakters? Nicht nur die Emotionelle Pest kann als Kampfetikette genutzt werden, sondern auch der „liberale Charakter“ etc. Wozu dient die Analyse des „sozialpolitischen Charakters“? Zu einer Abgrenzung des ACO nach außen? Reich hat sich laut Ilse O.R. auf seiner letzten Konferenz von seinen Schülern bewußt abgegrenzt, die in der Tadition des ACO liegen. Vielleicht ist eine Distanz mal notwendig oder generell notwendig (wenn es zu viele Schüler werden), aber wäre die Haltung des ACO heute nicht anders, wenn er sich in der Zeit der Konferenz eben auch privater gezeigt hätte, sich in Diskussionen hätte verwickeln lassen, bei einem Gläschen und einer Zigarette?
    Es gibt immer ein Für und Wider.

    Ich finde es in Ordnung sich auch über politische Mechanismen Gedanken zu machen, jedoch ohne daraus ein neues politisches Manifest zu machen, das würde mich abschrecken.

  2. Peter Nasselstein Says:

    Hier ein Beispiel für die Auswirkungen der soziopolitischen Charakterstruktur auf ein aktuelles Thema:

    http://charleskonia.com/2011/08/13/europes-trouble-with-islam/

    • Robert (Berlin) Says:

      Was dieser Konia schreibt sind doch größtenteils Allgemeinplätze. Da ist kein einziger Satz, der überraschende oder erhellende Einsichten zeigt. Was ist übrigens mit der größen Zahl linker Türken, die ebenfalls innerlich konservativ sind.
      Blödsinn ist wirklich dieser Absatz:
      „On the other hand, non- Muslim Europeans belonging on the political right, have difficulty with, and are intolerant of the Muslims’ way of life in Europe. They expect Muslims to adjust to Western ways overnight.“
      Bei uns werden die Kinder und Enkelkinder der muslimischen Einwanderer immer reaktionärer und antiwestlicher. D.h. jede folgende Generation wird immer separierter und chauvinistischer.
      Wie die Kommunisten wollen sie die Macht übernehmen und das Land nach ihren Grundsätzen umprogrammieren.
      Dieser Konia weiß überhaupt nicht, was in Europa los ist.

  3. Robert (Berlin) Says:

    familyfair.de: Wie entstehen radikale Haltungen?

    http://de.new.gloria.tv/?media=89966

    • Robert (Berlin) Says:

      Interessante Ansätze von Grossarth-Maticek:

      „Das Autonomietraining ist eine Methode zur Anregung der Selbstregulation. Es ist keine Psychotherapie, sondern ein Trainingssystem zur eigenaktiven Problemlösung auf der Kompetenzebene des Menschen.

      Im Gespräch wird die Fähigkeit zur Selbstregulation angeregt. Selbstregulation definieren wir als die Fähigkeit, durch Eigenaktivität Wohlbefinden, Lustgewinn, Sicherheit und Sinnerfüllung zu erreichen.

      Eine blockierte Selbstregulation kann auf Dauer krank machen. Die Ursachen für solche Blockaden liegen oft schon in frühster Kindheit, weil in dieser häufig die Ereignisse von höchster emotionaler Bedeutung stattgefunden haben. Aber auch spätere Lebensereignisse können zu Hemmung in der Selbstregulationsfähigkeit führen (z. B. Schockerlebnisse, Erfahrungen der Denunziation, schmerzliche Trennungen).“

      http://www.grossarth-maticek.de/seiten/frame_autonomie.html

      • O Says:

        Zum „belief“ -System von Grossarth-Maticek:

        „1982 bis 1990 Leiter des internationalen Forschungsprogramms „Prospective
        Epidemiology and Preventive Behavioral Medicine” in engster Zusammenarbeit
        mit dem Londoner Psychologen Prof. H.-J. Eysenck. Mehr als 30 gemeinsame
        wissenschaftliche internationale Pubikationen“ (Zitat Eigendarstellung)

        Wer mit diesem Hinweis was anfangen kann: Mainstream-Psychologie und politisch motiviert! – Das führt zu einem Schockerlebnis der besonderen Art.

        „Revolution der Gestörten? Motivationsstrukturen, Ideologien und Konflikte bei politisch engagierten Studenten“ – und dies aus dieser Gedankenfabrik!

        Fazit: nicht wertneutral, ideologisch, als „wissenschaftlich“ maskierte Ideologie; Relevante Frage: Wer ist hier gestört?
        Kategorie: Propaganda, NNN.

    • Robert (Berlin) Says:

      Gestörter Sex bei Radikalen

      Eine Verbindung zwischen sexueller Erlebnisfähigkeit und politischer Aktivität wurde jetzt durch eine Studie des Heidelberger Sozialwissenschaftlers Ronald Grossarth-Maticek aufgedeckt. Je 4 linksradikale und rechtsradikale Studenten, dazu zwei Kontrollgruppen „demokratischer“ und „apolitischer“ Hochschüler wurden über ihre Lust- und Unlustgefühle beim Sex befragt: Beide Gruppen von Radikalen bekundeten größte Schwierigkeiten, einen Orgasmus zu erleben. Mehr als 90 Prozent der befragten Links- und Rechtsradikalen erklärten sogar, sie hätten „meistens Unlustgefühle während aller Sexualpraktiken“. Dagegen erleben sie Lustgefühle angeblich besonders bei sadistischen und teils auch bei masochistischen Phantasien. 81 von 84 Linksradikalen und sämtliche Rechtsradikalen unter den Befragten vermuten bei sich homosexuelle Neigungen, zumeist mit „Ängsten und inneren Hemmungen‘ verbunden. Was bei den

      bürgerlich-demokratisch Orientierten seltener vorkommt und Rechtsradikale gar nicht kennen, ist 95 Prozent der Linksradikalen vertraut: eine „tage- und wochenlang emotional-erotische Erregung … z. B. in politischen Diskussionen“. Linksradikale‘ so Grossarth-Maticek in der Zeitschrift „Sexualmedizin“, „berichten häufig über Erektionen und Ejakulationen bei Demonstrationen“.

      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40606137.html

    • O Says:

      Hhmmm, wie kann man 40 Jahre forschen, um dann psychologische, genauer psychoanalytische Banalitäten als Ergebnis zu erhalten?

      Alles klingt sehr (psycho-) logisch und wurde letztlich schon einmal gesagt, ähnlich wie E. Fromm so etwas formulierte in „Die Kunst des Liebens“ [Fromm 1956] oder über den „autoritären Charakter“. [in Fromm: „Anatomie der menschlichen Destruktivität“; s. a. Adrono, Horkheimer usw.]. Solche Erklärungen dienen einem als Glaubenssätze – ich nenne es mal „beliefs“. (Glaubenssätze)

      Sie machen einen intellektuell Hungrigen satt und passen ins eigene Weltbild, noch mehr – sie bestärken die eigenen „believs“.

      Und dies ist das Problem mit einer Sozialtheorie – einer sozialpolitschen Charakterkunde, die wir auch in der Orgonomie von Konia und Baker präsentiert bekommen.

      Analysiert man weiter „beliefs“ der Orgonomie, so wird man auf DeMeos „Saharasiathese“ (nicht mal eine Theorie!) stoßen. Sie hat unsere Sicht radikal verändert und radikalisiert wie keine zweite.

      Wissenschaftsmethodisch hinterfragt sind solche „beliefs“ aufgrund dünner Datenlage zusammen gekommen und eher zu einer (prosaischen) Theorie zusammengeschnitten worden, die eine plausible Erklärung bieten. Als solche halten sie sich, extrem wirkungsvoll in unseren Köpfen und dienen als ein Muster, ein Raster, zu Einordnung gesellschaftlicher Phänomene und sie drohen zu einer nicht weiterhinterfragbaren Ideologie zu werden, mit der man andere Ideologien abewehren oder ihnen argumentativ begegnen kann.

      Andere Autoren docken an diese nun zur (quasiwissenschaftlichen, sozialtheoretischen) Theorie gewordenen These an und erweitern diese wie Ottmar Lattorf über martriarachale Kulturen (gleichfalls „believs“).
      Kombiniert mit Reich bekommen sie für uns einen noch höheren „Wahrheitsgehalt“ (confirmed beliefs).

      Nimmt man diese „beliefs“ als Grundlage zu Handlungsansätzen, wie Schlussfolgerungen: es sei besser oder schlechter die Kinder mit vile Zeit in den Hort zu stecken oder bei der Mutter zu belassen usw. bekommen sie eine Relevanz und materielle Gewalt, die wiederum Charakterstrukturen prägt – die der Kinder, die unter einem Kriterium beurteilt werden müssten. Und wir sind wieder am Anfang von empirischer Forschung unter neuem Thema, wo sich von Anbeginn die (subjektiven) Thesen der Forscher (unbewußt) eingeschlichen haben und diese „beliefs“ bilden oder bestätigen werden.

      Hätte man ein fundiertes Wissen (eine Theorie) über z. B. „Selbstregulation“, definiert was dieses sei und einen Konsens darüber bildend, dass es zum Ziel erzieherischen Denkens Handlungsrelevanz besitzt, würde man anhand dieses Kriteriums die vorgenannten Thesen beleuchten, hinterfragen und beurteilen können.

      Am Anfang einer Forschung bedarf es bereits einer fundierten Theorie (nicht allein basierend auf Thesen), die in der Mainstreamforschung mangelhaft entwickelt werden und auch in der Sozialforschung kaum entwickelt sind. Auch die psychoanalytischen Grundlagen werden wenig hinterfragt, sondern zusammengestückelt bis sie plausibel sind und (irgendwie) passen.

      Gemischt mit politischen Motiven (anderen „Alltags-beliefs“) erhalten wir ein potenziertes Pulverfass, jedoch keine Einsteinsche „Bombe“ der Wissenschaft.

      ___________________

      Ich habe hier nicht beurteilt, ob „beliefs“ gut oder schlecht sind, praktikabel, handlungsleitend oder nicht sind, jedoch ist unstrittig, dass sie unser Denken radikal beeinflussen, ja regelrecht manipulieren und im Austausch zu Gruppendenken werden können, dass zu (Gruppen-) Identitätsfindung u. -bildung führt und als solche auch ab- und ausgrenzenden Charakter bekommen kann.
      Überspitzt formuliert, wird man schnell zu einem „Truther“ oder „Disbeliever“ oder einem „Verschwörungstheoretiker“ – manchmal auch ohne es selbst zu erkennen, da man die eigenen „beliefs“ für richtig hält. – Und dies kann eine fatale Dynamik bekommen.

  4. Robert (Berlin) Says:

    Fünf Lügen, die sie uns über Paris erzählen

    BERLIN. (hpd) Alan Posener widerlegt fünf Lügen, die im Zusammenhang seit den Terroranschlägen von Paris immer wieder in Medien und sozialen Netzwerken auftauchen.

    http://hpd.de/artikel/12446

    • Peter Nasselstein Says:

      Der fünfte Punkt: der IS ist nicht in einem Vakuum entstanden, sondern in einer denkbar brutalen Diktatur, in der die Mehrheit, die Sunniten, mit dem Militärstiefel niedergehalten wurden – nur so kann die Minderheit, die pseudoislamischen Alaviten, überleben. Aus diesem Höllenhaus werden ganze Landstriche importiert: Leute, die seit unzähligen Generationen nur Terror kennen. Die raßten schon aus, wenn die Feuerwehr kommt, um den Brand einer Mülltonne zu löschen.

      • Robert (Berlin) Says:

        Den fünften Punkt finde ich mehr als fragwürdig. Allerdings sind heutzutage gerade die kritischen ex-Muslime unsere beste Waffe (Pirincci, James, Kelak etc.)

  5. Tzindaro Says:

    In Reich’s time, social theorizing was possible with no evidence required to prove a conclusion. But social science has moved on and today no hypothesis in the social sciences is considered serious unless there has been a study to gather statistical evidence for it. Orgonomy is still stuck in the Dark Ages of sociology, simply presenting the „thinking“ of a guru such as Reich, Baker, Nasselstein, or Konia without any evidence of the sort that is standard today in the modern social sciences. Nobody in orgonomy has done any study to find out if any proposition is true or not. They only present a ideology without any evidence for it. There are no statistics for any of it. And no modern social scientist will ever take any claim seriously without some form of study to back it up.

    Reich can be forgiven becauase he did his social writings before the time of modern social science and gathering of statistical evidence was not so common in those days. But there is no excuse for anyone today just writing an article or a book making claims of some theory and leaving things at that with no attempt to gather evidence of a mathematical kind, which is the only kind of evidence that is acceptable today to social scientists.

    Until orgonomy shows some real evidence, not just pronouncements of a philosophical nature, it does not deserve to be considered anything more than just one more ideology. There is no evidence for any of it. If anything said by Reich or anybody else is cited, the proper response that any reasonable person should make is, „Prove it!“ And anyone accepting orgonomic theories without first having seen the results of a study is only a follower of a cult.

    A lot of effort has been made to prove the claims of Reich in the field of physics, but none has been done in the field of social theory. Why is that?

    • Peter Nasselstein Says:

      Siehe https://nachrichtenbrief.wordpress.com/2015/06/22/linke-gegen-konservative-heteronomie-gegen-autonomie/

    • Sebastian Says:

      Es geht hier um quantitative und qualitative Sozialforschung. Die Funktion von ersterer ist die Überprüfung, die von zweiterer die Bildung von Hypothesen.

      1. Reich hat versucht seine Hypothesen quantitativ zu überprüfen, siehe „Die Funktion des Orgasmus“ (1927) und den Hinweis auf die Erstellung, Verteilung, Auswertung und Analyse von Fragebögen bei Massenveranstaltungen der Sexpol in „Die Funktion des Orgasmus“ (1942). Natürlich waren das keine standardisierten Verfahren, aber „no evidence“ war es eben auch nicht.

      2. Schön wäre eine groß angelegte quantitative Studie über die soziopolitische Charakterologie von Seiten der Orgonomie.

      Es ist aber völlig realitätsfremd von Konia & Co. so etwas zu verlangen. Zeit und Expertise, würde ich mal annehmen, sind schlichtweg nicht vorhanden. Aber vor allem fehlt das Geld!!! Wie naiv ist es, etwas zu erwarten, was heutzutage nur durch öffentliche Finanzierung oder stigmatisierende Abhängigkeit von großen privaten Sponsoren möglich ist?

      3. Was Konia & Co betreiben kann man getrost als qualitative Sozialforschung bezeichnen. Qualitative Sozialforschung besteht aus narrativen Interviews, teilnehmender Beobachtung, Aktionsforschung etc. Die biopsychiatrische Fallanalyse ist qualitativ hochwertiger als jedes der vorgenannten Verfahren. Sie hat nichts mit Philosophie zu tun.

      4. „Modern social sience“ sagt aber das Gegenteil. Solcherart Fallanalysen sind in der Medizin qualitativ am minderwertigsten. Am hochwertigsten ist heute, was einem unabhängigen Forscher ohne institutionelle Einbettung nicht möglich ist zu leisten.

      Sind dann nicht die „modern social sience“ auf einem Irrweg?

      5. Zudem berufen sich Konia & Co. auf von ihnen unabhängige quantitative Studien (wie auch schon Peter anführte):

      http://digitalcommons.unl.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1026&context=poliscifacpub
      http://www.nature.com/neuro/journal/v10/n10/pdf/nn1979.pdf
      http://individual.utoronto.ca/jacobhirsh/publications/Hirsh_DeYoung_Xu_Peterson_2010.pdf

      Das hat dann überhaupt nichts mehr mit Philosophie zu tun, hinterlässt aber einen bitteren Beigeschmack der Arroganz der „modern social sience“.

  6. Sebastian Says:

    Dem Großteil des Artikels stimme ich zu. Allerdings teile ich nicht die Auffassung, dass es faktisch keine Konservativen mehr gibt.

    Unter Merkel und aufgrund der Moral der politischen Korrektheit muss der Konservative heute seine Schnauze halten. Trotzdem gibt es ihn noch, selbst in der CDU.

    Teile der CDU rebellieren gegen die Politik von Merkel. Wenn man sich diese Personen mal genauer anschaut, sind das ua religiöse Familienväter mit fünf Kindern und Unternehmer. So stelle ich mir nicht den aufgeklärten, kinderlosen, linksliberalen Sozialpädagogen vor.

  7. Peter Nasselstein Says:

    Die SPD ist am kackroten Ende ihrer unrühmlichen Geschichte angekommen: http://www.pi-news.net/2015/11/p491831/

    Übrigens habe ich erst jetzt erfahren, daß mein Vater, nachdem er 10 Jahre nach Kriegsende sich entschloß aus England nach Hamburg zurückzukehren, SPD-Mitglied werden mußte, um im Hafen malochen zu dürfen.

  8. Peter Nasselstein Says:

    Der Mann ist so gut! Christoph Schlobies, Diplomphysiker: der Mann ist von Beruf „klarer Denker“. Was Merkel noch mehr zu einer bizarren Gestalr mach. „Physikerin“ – das ich nicht lache!

  9. David Says:

    Beispielsweise wäre es schlichtweg irrational, wenn Polen … Moslems aus Syrien aufnähme. Gar Männer im wehrfähigen Alter!!! Warum sollte es das tun?

    Wehrfähige Männer? Richtig harte Männer! Her damit. Jawohl!

    Angesichts der Westorientierung Polens (und der drei baltischen Länder) und der zunehmenden Bedrohung von Russland her wäre es vielleicht eine gute Idee, solche Leute aufzunehmen und – mittels hinreichend hartem Training – sozusagen so etwas wie eine „polnische Fremdenlegion“ aus ihnen zu machen.

    Natürlich unter Hinzuziehung der Franzosen und ihrer Erfahrung – man braucht ja das Rad nicht noch mal zu erfinden.

    Stahlharte Kämpfer, vor denen der Russe zittert.

    War nur so eine Idee …

    • marko Says:

      bitte zeit nehmen, zurücklehnen und anschauen

    • marko Says:

      ausserdem, wie schon mehrmals erwähnt, kommt meine grossmutter aus der sowjetunion und ist im zweiten weltkrieg in die tschechoslowakei gekommen und hat im slovakischen nationalaufstand mitgekämpft, also kann ich sagen, dass ich russen, nicht nur aus dem „debilisator“ (tv) kenne.

      der normale russe hat im allgemeinem keine angst vor irgendetwas oder jemand und will in RUHE gelassen werden. allerdings wird er zum tier, wenn jemand in seine heimat eindringen und ihm bedrohen will, da kennt er kein pardon.
      es sind aber die amerikanischen weltherschaftsphantasien, von psychopaten wie zbigniew brzenski (den übrigens unser herr pn sehr putzig findet, obwohl er offen ein totalitäre welt, also den „kommunismus“ weltweit fordet), die ihn ständig aus der reserve zu locken versuchen.

      wenn putin, auch ein psychopat der marke bush (oder ähnlichem abschaum) sein würde, hätten wir längst den nuklearen winter geniesen können.

      ABER, mehr angst machen mir menschen wie herr pn, die milionenfachen massenmord durch orgonfetisch und seine auf unwahrheiten basierende saharasia theorie und bewusste(?) misinterpretation von wr zu entschuldigen versuchen.

      die ep und ihr verhalten hat reich klar definiert und das verhalten russlands gehört eindeutig NICHT dazu.

      es ist eine schande wie einfach sich der mensch auch noch in zeiten der digitalen informationsrevolution manipulieren lässt, und noch schlimmer, wenn dieser behauptet er würde etwas von der orgonomie verstehen!

      (das ist meine beobachtung)

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