Antisemitismus (Teil 1)

Am Beispiel des Antisemitismus kann man die gesamte orgonomische Sozialwissenschaft revuepassieren lassen.

Zunächst einmal ist der Antisemitismus bzw. der heutige „Antizionismus“ in seiner ganzen Widerwärtigkeit vielleicht das naheliegendste Beispiel für den Christusmord:

Im Ghetto von Wilna gab es einen Juden, den die SS-Wachmannschaft zum Spott „Jud Jesus“ nannte. Eines Tages ergriffen sie ihn, zerschunden ihm sein Haupt mit einer Krone aus Stacheldraht und kreuzigten ihn dann am Lagertor. (Dekan Rudolf Pfisterer z.n. Pinchas Lapide: Wer war schuld an Jesu Tod? , Gütersloh 1987)

Spezifischer kann man dem Haß gegen Juden mit der von Elsworth F. Baker entwickelten soziopolitischen Charakterologie auf den Grund gehen. In der Vergangenheit hatten Juden vor allem eine liberale Charakterstruktur mit verhältnismäßig vielen pseudo-liberalen Charakteren. Man siehe dazu die Ausführungen von Bakers Schüler Charles Konia: „Why Are Jews Liberal?“, The Journal of Orgonomy, Vol. 43(2), Fall 2009/Winter 2010, S. 68f. Deshalb wurden sie von den Rechten dermaßen gehaßt. Mit der Gründung Israels ist es zu einer dramatischen Umkehr gekommen und der Haß gegen Juden („Zionisten“) kommt mittlerweile vor allem von der Linken. In ihrer verzerrten Wahrnehmung sehen Linke „amerikanische Siedler“ („Zionisten“), die erneut die Indianer („Palästinenser“) unterdrücken und massakrieren. Der typische Linksintellektuelle ist heute besessen vom „Israelproblem“, wie es früher der typische Rechtsintellektuelle vom „Judenproblem“ war. Gemäß ihrer Charakterstruktur sehen die ersteren ihr besagtes „Problem“ als sozio-ökonomisch bzw. politisch bedingt, während die letzteren das ihre „biologisch“ (rassistisch) und „moralisch“ („Feinde Christi“) sehen.

In Sophia und Christus habe ich gezeigt, wie in der religiösen Mystik die Sexualität transzendiert wird bei gleichzeitiger Erniedrigung der realen Sexualität – wie die irreale Frau vergöttlicht wird bei gleichzeitiger Erniedrigung der realen Frau. Erinnert sei hier an die kitschige Mutterverehrung (eine Art „Jungianisches Matriarchat“) der extrem patriarchalisch eingestellten Nationalsozialisten wie Reich sie in der Massenpsychologie des Faschismus (Fischer TB, S. 70-73) darstellt:

Durch die patriarchale Sexualunterdrückung wird „die ursprüngliche biologische Bindung des Kindes an die Mutter und auch der Mutter an die Kinder zur unlösbaren sexuellen Fixierung“. Um diese Mutterbindung, dem Kern der Familienbindung, gruppieren sich dann, so Reich, die reaktionären Vorstellungen von Heimat und Nation.

Das nationalistische Empfinden ist demnach die direkte Fortsetzung der familiären Bindung und wurzelt wie diese zuletzt in der fixierten Mutterbindung.

Als Beispiel zitiert Reich Aussagen von Goebbels wie die folgenden:

Die Heimat ist die Mutter Deines Lebens, vergiß das nie.

Mit dem Begriff „Mutter“ ist „Deutschsein“ ewig verbunden – kann uns etwas enger zusammenführen als der Gedanke gemeinsamer Mutterehrung?

Wenn jemand deiner Mutter mit der Peitsche mitten durchs Gesicht schlägt, sagst du dann auch: Danke schön! Er ist auch ein Mensch!? Das ist kein Mensch, das ist ein Unmensch! Wieviel Schlimmeres hat der Jude unserer Mutter Deutschland (von WR gesperrt) angetan und tut es heute noch an! Er (der Jude) hat unsere Rasse verdorben, unsere Kraft angefault, unsere Sitten unterhöhlt und unsere Kraft gebrochen (…) Der Jude ist der plastische Dämon des Verfalls (…) beginnt sein verbrecherisches Schächtwerk an den Völkern.

Das letzte Zitat kommentiert Reich folgendermaßen:

Man muß die Bedeutung der Vorstellung von der Kastration als der Strafe für sexuelles Begehren kennen, man muß den sexualpsychologischen Hintergrund der Ritualmordphantasien wie des Antisemitismus überhaupt erfassen und zudem das sexuelle Schuldgefühl und die sexuelle Angst des reaktionären Menschen richtig einschätzen, um beurteilen zu können, wie solche vom Schreiber unbewußt abgefaßten Sätze auf das unbewußte Gemütsleben der Leser einwirken. Hier liegt die psychologische Wurzel des Antisemitismus der Nationalsozialisten.

Es ist bezeichnend, daß der Antisemitismus in Hitlers österreich-ungarischer Heimat 1882 anläßlich eines Ritualmordprozesses den entscheidenden Aufschwung nahm. Der Jude Joseph Scharf wurde angeklagt, die 14jährige Esther Solymossy zu rituellen Zwecken ermordet zu haben. Es folgten pogromartige Ausschreitungen. In Dresden wurde daraufhin noch im gleichen Jahr der erste antisemitische Kongreß abgehalten. Über dem Rednerpult hing das Bild des Mädchens. Außerdem wurde die erste antisemitische Zeitung ins Leben gerufen, der Österreichische Volksfreund. Ritualmordanschuldigungen waren in Folge eines der Hauptthemen der 1890er Jahre. Von da an war es ein grader konsequenter Weg in die Gaskammern. 1943 führte Himmler vor SS-Schergen aus: „Wir hatten das moralische Recht, wir hatten die Pflicht gegenüber unserem Volk, dieses Volk, das uns umbringen wollte, umzubringen.“

Im Antisemitismus klingengleichzeitig auch Elemente an, die gegen das „Mütterliche“, „Dunkle“ und „Chthonische“ gerichtet sind. Reich hat in seiner Massenpsychologie des Faschismus dargestellt, wie die Sexualität verteufelt und zusammen mit „niederen“ Bevölkerungsgruppen, den „Untermenschen“, in die Unterwelt verdrängt wird. („Übermenschen gegen Untermenschen = Unterleibsmenschen, ebd., S. 304)

Am klarsten tritt uns dies im deutschen Faschismus entgegen, wo die „Herrenmoral“ des „nordischen“ (kalten) Menschen für das Lichte, Hehre, Himmelhafte, Asexuelle, Reine steht; während „der Jude“ triebhaft, dämonisch, geschlechtlich, ekstatisch, orgastisch ist – und in besonders kranken Phantasien bringt er sogar Menschenopfer dar. Wie Hitler es in Mein Kampf so schön plastisch ausdrückt: „Der schwarzhaarige Judenjunge lauert stundenlang, satanische Freude in seinem Gesicht, auf das ahnungslose Mädchen, das er mit seinem Blut schändet.“ „Der Jude“ ziehe die „nordische Rasse“ auf sein sexuelles Niveau hinab. Ausgerechnet „die Juden“ empfand man als sexuell haltlos. So schrieb Walter Schubart in seinem Buch Religion und Eros, das 1941 in München veröffentlicht wurde:

Dionysischer Art ist das biblische Gebot: „Seid fruchtbar und mehret euch“, anklingend an die den Naturreligionen eigene Vergottung des unermüdlichen gebärenden Muttertums. Im [apokryphen] Buch Henoch 10,17 freut sich der Apokalyptiker darauf, daß die Gerechten nach dem Gericht über die Gottlosen bis zu 1000 Kinder zeugen werden; man träumt davon, daß zur Zeit des Messias die Weiber täglich gebären. (…) Der Same ist heilig (Esra 9,2). Kinderreichtum gilt als Segen, Unfruchtbarkeit als göttliche Strafe (4 Makk 18,9; Henoch 96,5) (…) Die Vielweiberei ist gestattet (Dtn 21,15-17). Viele Kinder zu haben ist Pflicht, viele Frauen zu haben keine Schande. Salomo ergötzte sich an 700 Weibern und 300 Kebsen (1 Kön 11,3). Jungvermählte werden vom Heeresdienst befreit, um sich des Geschlechts zu erfreuen (Dtn 20,7 und 24,5). (…) Im ganzen läßt sich sagen, daß sich das vorchristliche Judentum einige Vorstellungen und Gepflogenheiten der Naturreligion bewahrt hat. Nur in der Gottesfrage gilt kraß und einseitig das männliche Prinzip. (z.n. Czech/Loth/Trzaskalik/Tworuschka: Judentum, Dieserweg/Kösel 1978, S. 66)

Die Generation der Nationalsozialisten entstammt einer Periode in der Entwicklung des westlichen Patriarchats, Mitte des 19. Jahrhunderts, als „die Einschätzung der Sexualität ihren absoluten Tiefpunkt erreichte“ (Herbert Haag und Katharina Elliger: Stört nicht die Liebe, Olten und Freiburg 1986, S. 46).

Von Anfang an konzentriert sich (…) die Behandlung sexueller Fragen auf das 6. Gebot. Während jedoch die ältesten Katechismen sich in der Formulierung an die biblische Überlieferung halten und eine sachgemäße, offene Sprache sprechen, verändert und verengt sich die Redeweise immer mehr, bis in der Mitte des 19. Jahrhunderts das Geschlechtliche völlig tabuisiert wird. (ebd., S. 44)

Hier, aus diesem Pfuhl abgestandener Sexualenergie, aus dem stickigen Schoß der Kirche ist die buchstäblich braune Bewegung hervorgekrochen.

Die antisemitischen Tiraden der Nationalsozialisten gegen den Einbruch des „Triebhaften, Gestaltlosen, Dämonischen, Geschlechtlichen, Ekstatischen, Chthonischen und der Mutterverehrung“ (vgl. Reichs Ausführungen in der Massenpsychologie über die Rolle von „Rassereinheit, Blutvergiftung und Mystizismus“ bei Alfred Rosenberg) sind keine Ausnahmeerscheinung in der Kulturentwicklung, sondern sozusagen die Speerspitze unserer gepanzerten „Kultur“. Es ist nichts spezifisch Deutsches, wie es manche Rassisten gerne hinstellen.

„Rassische“ Elemente (wenn auch sicherlich nicht im primitiven biologistischen Sinne) kann man auch im Alten Testament finden. Unter den Neubegründern (bzw. den eigentlichen Begründern) des Judentums, Esra und Nehemia, herrschte nach dem babylonischen Exil ganz offener Rassismus. So „schalt und verwünschte“ Nehemia jene Juden, die Mischehen geschlossen hatten und „ließ auch einige von ihnen schlagen und ihnen die Haare ausraufen“ (Neh 13,25). Esra meinte, Mischehen würden das Land mit Unreinheit von einem Ende zum anderen erfüllen (Esra 9.10). Fremde Frauen und ihre Kinder sollten verstoßen werden.

Anläßlich der Massenirrationalität der 30er Jahre in Deutschland und Italien stellte Reich fest, daß der „Faschismus das Resultat jahrtausenderalter Verunstaltung der Menschen (ist). Er hätte in jedem Lande, in jeder Nation zur Entwicklung kommen können“ (Massenpsychologie, S. 284). In diesem Sinne war der Nationalsozialismus nur die konsequenteste Ausprägung des Patriarchats, dessen Doktrin im Alten Testament archetypisch niedergelegt ist.

Ebensogut könnte ich von den Griechen und Römern oder von den Inkas und Azteken sprechen, aber die patriarchalische Grundschrift des Westens ist nun einmal das Alte Testament, dessen Programm Paulus und nach ihm die Kirche getreulich ausgeführt haben. Die Juden sind sogar ein weitaus unpassenderes Beispiel als die oben genannten patriarchalen Völker, denn, wie Ernst E. Vardiman schreibt, gab es in Israel im Gegensatz zu Hellas keine unterdrückte Urbevölkerung und keine Massensklaverei (Die Frau in der Antike, Düsseldorf 1982). Außerdem war die Unterdrückung der Frau weit geringer.

Bis zu David war Israel ohne zentralen König und hat auch später nie einen wirklichen „orientalischen Tyrannen“ geduldet. Für die despotischen Zustände im antiken Orient ist es ohne Beispiel wie etwa Judas König Joschija (638-609), nachdem er sich von der assyrischen Tyrannei befreit hatte, den aufgefundenen Text des Deuteroniums vor dem Volk verlas. Michael Grant zufolge scheint Joschijas Regierungsstil demokratischer als der der anderen Herrscher seiner Zeit gewesen zu sein.

Seine öffentliche Verlesung des heiligen Textes weist darauf hin, daß er offensichtlich davon überzeugt war, daß die Bevölkerung ein Recht habe, über Dokumente von nationaler Bedeutung informiert zu werden, und der Prophet Jeremia [22,15f], der gewiß nicht leicht zufriedenzustellen war, erklärte, der König habe recht gehandelt, indem er sich den Niedrigen und Armen zugewandt habe. (Das Heilige Land, Bergisch Gladbach 1988, S. 224f)

Warum ich mich mit diesem abgestandenen Thema beschäftige? Es gibt kaum etwas aktuelleres!

Der moderne Antisemitismus breitet sich, wenn man mal vom importierten Antisemitismus der mohammedanischen Gasthartzvierler absieht, vor allem in der angeblichen „Esoterik“ aus. Wenn irgendjemand ein zukünftiges Auschwitz plant, dann sind es diese Leute:

Scientologen (und ähnliche „Lichtarbeiter“) denken wirklich so!

Hier willkürlich eine beliebige Leserstimme aus den Abgründen des Internets:

DE ist nicht nur pleite, sondern Land und Kinder an den auserwählten Feudalismus bis zum Nimmerleinstag verpfändet
So wie alle nicht souveränen Länder wie USA+EU+JP Opfer des Bankierwuchers sind –
Ein Völkerbetrug wahrlich biblischen Ausmaßes. Der große Hochmut vor dem sicheren Fall der Vampire.
Verhaßt und gefürchtet in der ganzen Welt wegen ihrer Scham- und Gewissenlosigkeit, der geistigen Primitivität des Altertums mit seinem Wucher und religiösen Rassismus

Es gibt überhaupt keinen Unterschied zur geistigen Verfassung weiter Kreise Deutschlands zu Zeiten der Weimarer Republik. Der wirre Haß ist vielleicht sogar noch größer! Diese Leute würden sich heute wieder begeistert freiwillig für „Sondereinsatzgruppen“ melden!

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9 Antworten to “Antisemitismus (Teil 1)”

  1. Peter Nasselstein Says:

    Es ist immer der gleiche Wahnsinn!

    Jetzt erklärt er (Assange [von WIKILEAKS]) einem Reporter des britischen Magazins «Private Eye» in einem Telefonat, wer in seinen Augen wirklich verantwortlich ist für die schwedische Anklage und das britische Auslieferungsurteil: Lauter Journalisten, Juristen und Organisationen, “die alle jüdisch sind”.

    Eine jüdische Verschwörung gegen Wikileaks? Offensichtlich, findet Assange. Entweder seien seine Feinde selber Juden, verwandt mit Juden, oder abhängig von jüdischen Spenden.

    http://www.pi-news.net/2011/03/assange-vom-enthuller-zum-weltverschworer/

  2. Das Geheimnis der Rothschilds « Nachrichtenbrief Says:

    […] auch meine Ausführungen über den Antisemitismus (drei Teile). Teilen Sie dies mit:E-MailDruckenFacebookGefällt mir:Gefällt mirSei der Erste, dem […]

  3. Joe R. Says:

    Dem Autor des Zitates „DE ist nicht nur pleite…“ und „solchen Leuten“ zu unterstellen (bzw. aus dem Zitat abzuleiten), er würde sich „…heute wieder begeistert freiwillig für „Sondereinsatzgruppen“ melden!“ zeugt von einer ähnlichen Pathologie, wie die (vermeintliche oder tatsächlcihe) der Inkriminerten.

  4. Tzindaro Says:

    Is there really no good reason to be against the State of Israel? Did the Israelis, or by now, the grandparents of the Israelis, not come as immigrants from Europe to land that belonged to the people who lived there and take over by force, backed up by an international organization controlled by the US and UK? How is that any different
    to the scenario you fear will happen in Germany of militant Muslims moving in and becoming the majority and taking over the country that has traditionally belonged to Germans?

    If that happens, and if some Germans fought back against the invaders by guerilla warfere tactics, will you tell people the Islamists are innocent victims and the Germans have no reason to fight back against the takeover of their country? Will you think there must be some pathological psychological motive for the Germans to resist the takeover of their country by immigrants from someplace else?

    The rationalle for the immigration of European Jews to Palestine was the claim that the Jewish population of Europe were descended from ancient inhabitants of the Middle East who were evicted from there by the Roman Empire. The Zionist movement claimed they therefore had the right to return to the land of their ancestors, despite the 2,000 years of history intervening and the fact that people living there now had lived there for centuries.

    The obvious fact that the frequiently blond-haired European Jews were biologically Northern Europeans, descended from European converts to Judaism during the Middle Ages, not from ancient Israelites, and not looking anything like Middle Easterners, was ignored for political reasons, just as that same obvious fact had been ignored by the Nazis. The Zionists and the Nazis had a lot in common. Both had political motives to claim Jews were not of European descent, but had come originally from the Middle East.

    This absurd pseudohistorical claim was not even a very popular one among European Jews before WWll, most of whom favored assimilation into the mainstream culture, as did Wilhelm Reich, in fact, but after the war, when many Jews had been so traumatized they were afraid to return to their homes where they would have had to live near neighbors who had betrayed them to the Nazis, and the Western powers were reluctant to send them back to countries now controlled by the Communists, but also did not want so many Jewish immigrants in America and the British Empire because of anti-semitism in the ruling circles of the West at the time, the Zionist idea of sending them as colonizers to the Middle East became official policy and the UN, a captive body controlled by the US, granted it a sembance of ligitimacy.

    The opinons of the natives were not considered because that was still the era of colonialism and it was just assumed the European powers could do as they pleased with backward parts of the world.

    Not surprisingly, the natives refused to accept being told they had to leave or resign themselves to being a minority in their own country and they fought back against the invaders in the only way a small number of poorly armed people could fight against a powerful army backed up by powerful international forces like the USA, with guerilla tactics which the Western propaganda machine called „terrorism“.

    Someday, if you are right about the current immigration of Muslims into Europe, there may be Muslim-controlled countries in Europe and natives in countries like Germany fighting with guerilla tactics against the invaders. And the Islamic governments of those countries will call them „terrorists“. And there will no doubt be some people who will think up some psychological theory to „explain“ their „irrational“ hostility to the colonizers.

    • Peter Nasselstein Says:

      Ersteinmal sollte man sich fragen, warum die Türken den Begründer der Bahai-Religion ausgerechnet nach Haifa verbannt hatten: es war das „Sibirien“ des Osmanischen Reiches. Ein vollkommen desolater Landstrich, den erst die Zionisten aufgebaut haben – und so einen Großteil der „Palästinenser“ anzogen. Gastarbeiter! Es gab kaum eigenständige palästinensischer Bauern, sondern die meisten wahren Pächter von Großgrundbesitzern, die beispielsweise in Kairo residierten. Außerdem kamen die meisten Juden gar nicht aus Europa, sondern waren aus dem Jemen, Marokko, etc. vertrieben worden. Und was die „besetzten Gebiete“ betrifft: das sollte man mal anderen Ländern sagen, etwa Italien (Südtirol), Türkei (Armenien), etc. Nur bei Israel wird so ein Brimborium drum gemacht. Übrigens haben wir in den „besetzten Gebieten“ die größte Geburtenrate der Welt.

      By the way: Israel, mitsamt der Wüste Negev, ist genauso groß wie Hessen!

  5. Tzindaro Says:

    Alan Dershowitz, who is a very active pro-Zionist advocate, is also in favor of legalizing torture, so he can hardly be regarded as anything but a role model for Nazis.

    I have seen Navajos in Arizona driving pickups with bumper stickers that say, „US out of North America“. And I once met an old Welshman who wanted the Saxons to get out of Britain and go back to the Continent where they belong. So there are still a few people who feel disposessed by the history of their countries besides the Palestinians. The current independence movements in Catalonia and Scottland are other examples. The Basques and the Irish are still others.

    Yes, most of the modernizing development in that region has been done by the Europeans, but that is true for any other part of the world where Europeans have migrated to, such as Australia or the Americas. And it would be true regardless of which group of Europeans it was who went there, not only if they were Jews. The immigration of Jewish Europeans into Palestine was nothing unique to Jews. It was a part of the general migration of Europeans to less developed parts of the world over the past 500 years.

    Europe had a great head start on modernization over the American Indians, the Australian Aborigines, and the Africans, and less, but still a lot of advantage, over Asians too. So for the time at which the Zionists were developing their ideology, the second half of the 19th century, nobody in Europe gave a thought to what the ignorant natives might want. There was even a rather cynical poem,
    „If all else fails,
    we have got
    the Maxim gun
    and they have not“

    Israel is a part of the greater European colonialism of the times. But it has managed to survive into the post-colonial era.

    South Africa was another example of the same thing, but it was finally brought down by international pressure. So was Rhodesia. That is now happening to Israel. And the sooner the process is finished, the better the chances for peace in that part of the world.

    As for the Jews who came from parts of the Middle East, that may be true, but it has nothing to do with the Zionist mythology that they were originally from where Israel is now and were „returning home“ to the land of their ancestors. Several million Jews were expelled from Spain by the Inquisition and were given refuge in the Ottoman Empire by the Sultan. That is even recognized by the government of Spain today, which grants quick and easy citizenship to Sephardic Jews on the grounds that their ancestors came originally from Spain. In fact, I once met an old man from Istanbul who spoke a very quaint form of old Spanish at home because his family had come there from Spain as refugees from the Inquisition 500 years ago. The dialect is called Ladino. Look it up.

    • Peter Nasselstein Says:

      Die von den USA kontrollierte UN? Damals war die Sowjetunion ein großer Unterstützer Israels, weil man die Errichtung einer „Volksdemokratie“ erwartete!

      Mit ihrem Terror und dem Verstecken von „Männern“ hinter Kindern und Frauen haben die Palästinenser jedes Recht, wirklich jedes Recht, auf Mitgefühl und Unterstützung verwirkt.

      Ich weiß, daß die Israelis auch keine Waisenknaben sind, aber bezeichnend ist folgende Geschichte: Nachts wurde in Tunesien das Haus eines hohen Funktionärs der PLO überfallen und dieser Funktionär erschossen. Die Frage, ob hier Palästinenser eine interne Rechnung aufgemacht hatten oder eine Kommandoeinheit der Israelis verantwortlich war, stellte sich von Anfang an nicht. Man hatte nämlich die Frau und die Kinder am Leben gelassen, womit für jeden Beobachter feststand, daß es Israelis waren, die in das Haus eingedrungen waren.

      Ähnliches ließe sich über das Foltern sagen.

      Und der Vergleich mit den Indianern: die Geburtenrate der „Palästinenser“ ist Weltrekord! Und wer bezahlt das: die EU!

    • Peter Nasselstein Says:

      Anschauen! Bis zum Ende durchhalten! DAGEGEN kämpft Israel an forderster Front:

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