Orgonomische Medizin und bioelektronische Medizin

Das folgende ist eine Ergänzung zu Neuropsychiatrie, Immunologie, Genetik, Orgontherapie.

Ich werde kaum mehr tun, als den zentralen Teil eines faszinierenden Artikel aus dem Weltnetz zu paraphrasieren, der erneut zeigt, daß die moderne Medizin langsam dahin kommt, wo Reich bereits Anfang der 1930er Jahre war, als er die sexualökonomische Bedeutung des Gegensatzes von Parasympathikus und Sympathikus, den beiden Zweigen des autonomen Nervensystems, aufzeigte. Der Parasympathikus steht für Expansion und Entspannung, der Sympathikus für Kontraktion und Anspannung. So gut wie alle psychischen und somatischen Erkrankungen gehen auf eine chronische Sympathikotonie zurück (bzw. auf eine reaktive Parasympathikotonie, beispielsweise Asthma). Mit Hilfe der „charakteranalytischen Vegetotherapie“, die er später zur Orgontherapie weiterentwickelte, als er die segmentäre Anordnung der Panzerung entdeckt hatte, und dem Orgonenergie-Akkumulator, der eine direkte parasympathische Wirkung ausübt, konnte Reich diese chronische Sympathikotonie langsam auflösen, den Organismus aus seiner ständigen Kontraktion befreien und die natürliche bioenergetische Pulsation, gleich Gesundheit, wiederherstellen.

Aber zum besagten wirklich erstaunlichen Artikel:

In den späten 1990ern experimentierte der New Yorker Neurochirurg Kevin Tracey mit Ratten, in deren Gehirne er entzündungshemmende Medikamente injizierte. Zu seiner Überraschung wirkten diese Medikamentengaben auch auf Entzündungen in der Milz und andere Organe. Die Dosis war an sich viel zu klein, um in den Blutkreislauf zu gelangen. Schließlich kam ihm die Idee, daß das Gehirn vielleicht über den Vagusnerv der Milz sagt, überall im Körper Entzündungen entgegenzuwirken. Bisher galt eine direkte Verbindung zwischen Gehirn und dem Immunsystem als unmöglich! Traceys These war immerhin einfach zu überprüfen: mittels Durchtrennung des Vagusnervs. Prompt hatte die Injektion der entzündungshemmenden Medikamente in das Gehirn keine Auswirkungen mehr auf den Rest des Körpers. Der zweite Test bestand darin, den Nerv ohne Gabe eines Medikaments elektrisch zu stimulieren. Tatsächlich kam es zu einer entzündungshemmenden Wirkung auf die Milz.

Der Vagus ist Hauptbestandteil des Parasympathikus. Vom Stammhirn ausgehend verläuft er an beiden Seiten des Halses abwärts und reicht über die Brust bis in die Bauchorgane hinab. Er innerviert beispielsweise die Augen- und Gesichtsmuskeln, sowie die Sprachorgane, spiegelt sich also unmittelbar in unserem Kontakt mit unseren Mitmenschen wider. Er reicht neben der Milz hinab in Lunge, Herz, Gedärme, Leber und Nieren.

Der Vagotonus kann über den Herzschlag bestimmt werden. Beim Einatmen (bioenergetisch eine Kontraktion, „Enge“) schlägt das Herz etwas schneller, beim Ausatmen (bioenergetisch eine Expansion, „Weite“) schlägt es langsamer. Je größer dieser Unterschied ist, desto höher ist der Vagotonus. Ein hoher Vagotonus, also eine ausgeprägte Stärke der Vagusinnervation im Gesamtorganismus, geht beispielsweise, wie die Forschung zeigt, mit einem größeren Vermögen einher, den Blutzucker zu regulieren: man ist weitgehend gegen Diabetes gefeit. Ein niedriger Vagotonus ist, wie dargeleg,t mit chronischen Entzündungen verbunden, man denke zum Beispiel an die rheumatische Arthritis. Der Vagus reguliert dies in erster Linie über Eindämmung des Tumornekrosefaktors, einem Signalstoff des Immunsystems, der vor allem innerhalb der Milz entsteht.

Durch elektrische Stimulation des Vagusnervs ist es nun möglich, zumindest einen Teil der Patienten mit niedrigem Vagotonus weitgehend von der rheumatischen Arthritis zu befreien. Es geht dabei um eine Stimulation von nur drei Minuten am Tag! Wird diese Stimulation einige Tage unterlassen, steigt der Tumornekrosefaktor wieder an, um mit erneuter Stimulation wieder abzunehmen.

Mittlerweile überlegt man die Stimulation des Vagus, der bisher nur bei Epilepsie Anwendung fand, nun auch auf andere chronische Krankheiten wie beispielsweise chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Asthma, Diabetes, das chronische Erschöpfungssyndrom und Fettleibigkeit anzuwenden! Es gibt Überlegungen, daß die „bioelektronische Medizin“, d.h. die Stimulation von Nerven durch implantierte „Schrittmacher“, bei einigen Krankheiten die heute verabreichten (durchweg nebenwirkungsreichen!) chemischen Mittel ersetzen könnte.

Einer der Forscher, der Niederländer Paul-Peter Tak, klingt fast wie Reich:

Es wird immer deutlicher, daß wir Organsysteme nicht isoliert betrachten können, wie wir es in der Vergangenheit getan haben. Wir betrachteten nur das Immunsystem und wir haben entsprechende Medikamente, die auf das Immunsystem gerichtet sind. Aber es ist ganz klar, daß der Mensch eine Einheit ist: Körper und Geist sind eins. Das klingt logisch, aber so haben wir das in der Vergangenheit nicht gesehen. Wir hatten nicht die Wissenschaft, die mit dem übereinstimmte, was intuitiv richtig scheinen mag. Jetzt haben wir neue Daten und neue Einsichten.

Der entscheidende Unterschied zur Orgonomie ist, daß die elektrische Nervenstimulation lebenslang wiederholt werden muß und die Effekte mehr oder weniger schnell nachlassen, wenn man diese technischen Interventionen beendet. Bei Reich hingegen geht es (jedenfalls was die medizinische Orgontherapie betriff) um eine regelrechte „Restrukturierung“ (Entpanzerung) des Organismus, d.h. darum, eine natürliche Energieökonomie wiederherzustellen, ein neues permanentes Gleichgewicht. Und was den Orgonenergie-Akkumulator betrifft: hier wird eine Ebene beeinflußt, die unterhalb von Nervensignalen und biochemischen Vorgängen angesiedelt ist.

nervensystemautonomes

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