Unabhängige Bestätigungen von Elsworth F. Bakers soziopolitischer Charakterologie

Generell sprechen die Menschen nicht gerne über ihre Sexualität, weil sie sich dadurch buchstäblich entblößen. Das scheint sich zwar in den letzten Jahren geändert zu haben („Let’s talk about sex!“), doch hat das mehr jene Qualität, die sich schon von je her in Männergesprächen gefunden hat, wo man seine (angeblichen) Eroberungen zum besten gab. Man hat Angst davor, daß die eigene Pseudopotenz entlarvt wird. Entsprechend sprechen Konservative nicht gerne über ihre religiösen Gefühle, weil sie Angst davor haben, daß diese „psychoanalytisch“ entzaubert werden. Ähnlich sieht es bei Linken hinsichtlich ihrer politischen Einstellungen aus. Erstaunlicherweise scheint das letzte der drei Tabus einer gepanzerten Gesellschaft in unserer Gesellschaft das stärkste zu sein!

Dies ist auch der tiefere Grund dafür, daß kaum ein anderer Reich-Schüler in bestimmten Kreisen derartig unbeliebt, wenn nicht sogar verhaßt, ist, wie Elsworth F. Baker, der zu Reichs Zeiten der informelle Anführer der zum größtenteils in New York ansässigen amerikanischen Orgonomen war. Er wird geradezu zu einem „Anti-Reich“ hochstilisiert. Dies vor allen Dingen wegen seines 1967 in Amerika erschienen Buches Der Mensch in der Falle (Man in the Trap), in dem er ein ausführliches Kapitel der „soziopolitischen Charakterologie“ gewidmet hat und dort insbesondere die wahren Motive des „modern liberal“ entlarvt.

In Der politische irrationalismus aus Sicht der Orgonomie habe ich versucht, Bakers Analyse in ihrer von den Orgonomen Charles Konia und Robert Harman leicht revidierten Form auf das deutsche Spektrum anzuwenden und dabei weiter zu systematisieren. Obwohl ich überzeugt war, daß Baker im Grundsatz recht hat (und dazu auf jede Menge unabhängiger Untersuchungen, die überhaupt nichts mit der Orgonomie zu tun haben, verweisen konnte), mußte ich doch Bakers Formulierungen an die deutschen Verhältnisse anpassen. Hatte er also doch nicht bioenergetische Vorgänge erfaßt, sondern nur soziokulturelle Gegebenheiten? Nach der Lektüre von Charles Konias Buch The Emotional Plague, das in mancher Hinsicht eine Fortführung von Bakers Buch ist, bin ich mittlerweile wieder mehr von Bakers Schema als bioenergetischer Realität überzeugt.

Das Problem mit Deutschland und Europa allgemein ist die Verschiebung des gesamten politischen Spektrums nach links außen im Verlauf der letzten hundert Jahre. (Man zeige mir einen einzigen genuin konservativen Politiker!) Dadurch wurde Bakers Schema bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Oder mit anderen Worten: was die Leute in Anpassung an die linke Atmosphäre von sich geben („political correctness“), hat wenig Verbindung zu ihrer Charakterstruktur. (Daß uns der linke Abschaum noch nicht durch ständige Provokationen in den Rechtsradikalismus getrieben hat, beweist mal wieder wie stabil doch der konservative Charakter ist im Gegensatz zum [links-] libralen Charakter. Ganz entsprechend Bakers Theorie.)

Trotz aller Verzerrungen des politischen Spektrums, die zunehmend auch Amerika betreffen, liegen unabhängige Studien vor, die Bakers Ansatz in wirklich jeder Hinsicht bestätigen:

Baker unterschied zwischen zwei soziopolitischen Grundcharakteren: dem Liberalen auf der linken Seite des Spektrums und dem Konservativen auf der rechten Seite. Je mehr gepanzert sie seien, desto mehr schäle sich ihr Grundwesen heraus: bei den Liberalen ihr Kollektivismus, weshalb Baker den modern liberal auch als „kollektivistischen Charakter“ bezeichnet, und aus Bakers Beschreibung des „extremen Konservativen“ wird deutlich, daß er diesen entsprechend als „individualistischen Charakter“ hätte bezeichnen können.

Michael Dodd (University of Nebraska, Lincoln) et al. untersuchten 72 linke (im amerikanischen Sprachgebrauch „liberale“) und konservative Probanden. Sie saßen vor einem weißen Computerbildschirm, in dessen Mitte sich ein kleines schwarzes Kreuz befand.

Dieses verschwand nach wenigen Sekunden und wurde durch ein Gesicht ersetzt, dessen Augen zunächst leer waren. Dann erschienen die Pupillen, die entweder nach links oder nach rechts schauten. Die Aufgabe der Freiwilligen bestand darin, mittels Tastendruck zu signalisieren, sobald rechts oder links neben dem Gesicht ein kleiner Kreis erschien. Allen Teilnehmern wurde erklärt, daß die Blickrichtung der Augen kein Hinweis darauf sei, wo der Kreis erscheinen würde. Obwohl es insofern eigentlich keinen Grund gab, den Blicken des Computergesichts zu folgen, taten die Liberalen genau das.

Die Forscher fanden es verwunderlich, daß die Konservativen nicht dem instinktiven Impuls nachgaben, den Blicken ihres Gegenübers zu folgen, sondern im Gegensatz zu den „Liberalen“ vollkommen immun gegenüber diesem zentralen Schlüsselreiz sozialer Interaktion blieben.

Möglicherweise führe diese unterschiedliche Wahrnehmung der Umwelt dazu, daß manche Menschen eine eher konservative Position einnähmen, die die persönliche Autonomie in den Vordergrund stelle, mutmaßen die Forscher. Entsprechend würden Menschen, die besonders intensiv auf ihre Mitmenschen reagieren, eher eine liberale Ausrichtung einnehmen.

Diese und viele weitere neuere Untersuchungen zeigen, daß politische Unterschiede biologisch, nicht ökonomisch verankert sind!

Jacob Hirsh (University of Toronto) et al. haben gezeigt, daß sich aus der Persönlichkeit (Charakter) unsere politischen Vorlieben bestimmen lassen. Unsere Werte seien tief in der Biologie verankert.

Die Forscher fragten mehr als 600 Teilnehmer aus Kanada und den USA nach deren politischen Grundhaltung, weniger nach ihren parteipolitischen Präferenzen. Danach führten sie einen Persönlichkeitstest durch, um ihre Persönlichkeitszüge und deren Beziehung zu ihren politischen Vorlieben zu bestimmen.

Hirsh und seine Kollegen konnten zeigen, daß eine Einstellung, die sich um Mitleid, Mitfühlen und Gleichheit dreht, mit einer (links-) liberalen Haltung einhergeht, das Betonen von Ordnung und der Befolgung sozialer Normen mit einer konservativen. Konservative zeigen, so Hirsh, höhere Testwerte bei dem Persönlichkeitszug „Ordnung“, niederigere bei „Offenheit“. Ihnen ist eine tiefsitzende psychologische Motivation eigen, die gegenwärtige Gesellschaftsstruktur zu bewahren.

Diese Arbeit fügt sich zu anderen Forschungsberichten, die unisono darauf hinweisen, daß politisches Verhalten von zugrundeliegenden psychologischen Bedürfnissen bestimmt wird. Hirsh:

Wenn die Bedürfnisse nach Ordnung und nach Gleichheit einigermaßen ausgeglichen sind, ist der Betreffende wahrscheinlich politisch moderat eingestellt. Wird eines der Beweggründe stärker als der andere, bewegen sich die politischen Vorlieben zum jeweiligen Ende des Spektrums.

Jordan Peterson, ein Co-Autor der Studie:

Die Wertvorstellungen der Menschen sind tief in ihr biologisches und genetisches Erbe eingebettet. Das bedeutet, daß man politische Wert- und Moralvorstellungen von einer tieferen Warte, d.h. vom Ursprung der Beweggründe her, betrachten muß. Politische Vorlieben gehen nicht einfach aus einer rationalen Betrachtung der Probleme hervor.

Nichts anderes hat Baker gesagt! Und genau wie Peterson hat auch Baker argumentiert, daß um eine Gesellschaft funktionsfähig zu erhalten, beide Arten von politischer Motivation notwendig sind.

Soweit die Studie.

Wie bereits angedeutet, gefährdet die Linke die soziopolitische Balance, die die Gesellschaft lebensfähig erhält. Beispielsweise fordern mittlerweile gerade „konservative“ Politiker eine „buntere Republik“! Das kann nur in einem gewaltigen Knall enden: entweder in einer kommunistischen Diktatur oder in einem maßlosen konservativen Gegenschlag, der allen konservativen (also weitgehend christlichen) Grundsätzen hohnsprechen wird. Möge uns Gott beistehen!

Advertisements

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

32 Antworten to “Unabhängige Bestätigungen von Elsworth F. Bakers soziopolitischer Charakterologie”

  1. Robert (Berlin) Says:

    Nur was ist mit dem Faschisten, der eine weitere Steigerung des Konservativen ist. Er ist doch eher ein Kollektivist (Volksgemeinschaft). Außerdem ist der linke Anarchist eher ein Individualist.
    Solche Experimente wie oben beschrieben sind meines Erachtens sehr fragwürdig, weil in ihrem Setting einfach zu wenig realistisch.

    • O. Says:

      Die „wissenschaftlichen Untersuchungen“ operationalisieren Konservatismus mit Ordnung etc. den Typus des Zwangscharakters, der stets seine Gefühle unterdrückt, dies würde man mehrheitlich – niemals absolut (es gibt selbstverständlich linke Zwangis) – als Trend erkennen können. Solche augenscheinliche Banalität bedarf keiner Untersuchung, natürlich lassen sich politische Einstellungen tendentziell und sicher signifikant Charaktereigenschaften zu ordnen, weswegen sie aber nicht „biologisch“ oder bioenergetisch-charakterlich sein müssen.

  2. Robert (Berlin) Says:

    Neuropolitik
    Das Hirn schlägt links
    Kann die Hirnforschung neue Ordnung in die politische Beliebigkeit bringen? In Großbritannien legte man jetzt das Gehirn eines Konservativen und eines Linken unter den Gehirnscanner. Und siehe da: Sie unterschieden sich!

    Zitat:
    „Der Schauspieler Colin Firth hatte im britischen „Radio 4“ die Frage aufgeworfen, ob mit Konservativen – er selbst ist Aktivist zugunsten fairen Handels – vielleicht irgendetwas biologisch nicht stimme. Die BBC griff das auf und bat zwei Parlamentarier, einen hartgesottenen Linken, der zuvor als Pförtner gearbeitet hatte, und einen nicht minder sturen Anhänger des Thatcherismus, der zuvor im Ölhandel war, in die Magnetröhre. Und, potztausend, jeder hatte nicht nur ein Hirn, sondern es war auch genau so, wie es sich in einem Versuch an Studenten bestätigte: Die Linken haben eine signifikant dickeren anterioren cingulären Cortex (ACC), bei Konservativen war der Mandelkern des Gehirns größer. Während der ACC zum oberste Kontrollzentrum des Hirns gehört, machen sich im Mandelkern alle Erregungszustände, von der Angst über die Aggression bis zur Wollust, bemerkbar.

    Wie stets bei solchen Befunden, bleibt ein Deutungsspielraum: Sind Konservative erregungsempfindlicher oder werden die Erregungsempfindlichen eher konservativ? Haben die Linken eine natürliche Kontrollneigung, oder ist es erst die Begegnung mit neoliberaler Mandelkernpolitik, die ihr Frontalhirn anschwellen lässt? Und hätte Magnetresonanz dabei helfen können, Thilo Sarrazin gleich richtig einzuordnen?“

    FAZNET, 5.1.11,
    http://tinyurl.com/2w4wmpa

  3. Robert (Berlin) Says:

    Diese und viele weitere neuere Untersuchungen zeigen, daß politische Unterschiede biologisch, nicht ökonomisch verankert sind!

    Aber man wird in diese Gesellschaft unbeschrieben geboren und dann erst zum Konservativen oder Liberalen geformt.

    • Peter Nasselstein Says:

      Das ist eben die Frage! Zwar wird kein Mensch mit einem „Charakter“ geboren, aber doch mit der Anlage dazu. Was den soziopolitischen Charakter betrifft erwähnt das Konia irgendwo, finde aber die Stelle nicht.

  4. O. Says:

    Teil1:
    Bakers Mensch in der Falle war für die Orgonomy ein Befreiungsschlag in den USA. Endlich sprach man nach 10 Jahren wieder über Reich, möchte man sagen. Die Haltung des ACO, die Baker treu zu folgen schien – alle Abspaltungen einmal unter den Tisch gekehrt – war orgonomisch konservativ in erster Linie.

    Das Kapitel 13 (wenn ich nicht irre) zu den soziopolitischen Typen, brachte eine politische Haltung, die konservative Weltsicht, in die Orgonomy.

    Der einzige Bezug zu Reich lag im Konzept der emotionellen Pest, einer politisch gewordenen und gegen das Leben und die Genitalität gerichtete Terrorstruktur. Vereint man diese Haltung mit staatlicher Gewalt z. B. durch Geheimorganisationen, die die Menschen und niemals den Terror bekämpfen, wird sie zur organsierten Pest einer jeden Staatsform. Und genau diese bekämpft Reich und seinen radikalen Ansatz auf Teufel komm raus. (GESTAPO, SS, OSS, FDA, CIA, FBI – heute auch NSA; ebenso KGB usw.) Reich ist für diese Gruppen eine potentielle Gefahr als „psychoanlytisch linker Revolutionär“ und später als Orgonforscher. Strukturell geht es um den Kampf zwischen orgastischer Impotenz versus der Idee von orgastischer Potenz. Und hierin sind sich alle seine Gegner einig, Reich bedrohe die politische Machtelite und benenne ihren faschistoiden Charakter.

  5. O. Says:

    Teil2:
    In der heutigen Betrachtung vpn Bakers 13. Kapitel und dessen Überbetonung durch Konia, der von politischen Kreisen mit Interesse gelesen wird, fällt Reichs soziopolitisches Hauptwerk „Die Massenpsychologie …“ (WR 1933) – ein Begriff, der auch bei Freud eingängig war, hinten runter. Hier wird der Bezug zwischen den Charakterstrukturen der Massen (Panzerung) in der allgemeinen Funktion der Triebkontrolle und dessen Verführung durch einen intuitiv sexualökonomisch geschulten Hitler und den Mechanismen der Charakteranalyse verbunden.

    Hier wäre Bakers Ansatz gewesen, auf den er sich hätte beziehen können. Sein Kapitel erscheint jedoch freigelöst hiervon und passt eine Charaktertypologie direkt an die Verhältnisse der USA an, wo sich „Repuplikaner“ und „Demokraten“ – aus europäischer Sicht zwei konservative Kräfte – die Klinke der Macht in die Hand geben. Der eine wird als politisch konservativ, der andere als liberal dargestellt. Beide Seiten rekrutieren ihre politischen Führer aus Geheimgesellschaften der Skull & Bones und ähnlicher Organisationen.

    Wo ist der Linke in den USA? Er existiert schlicht nicht. „Grüne“ waren das europäische Kuriosum, links war schon, wer „europäisch“ dachte und intellektuel weltoffen war. Der Kommunismus war ein Schreckgespenst und KGB gesteuert und konnte sich in Regierungsorganisationen festsetzen (Beispiel FDA).

  6. O. Says:

    Teil3:
    Die Linke wurde staatlich verordnet, inszeniert als Jugend- und Popkultur, um „revolutionäres Potential“ gegen den puritanischen Konservatismus zu kanalisieren und kontrollieren: Konias „antiautoritäre Bewegung“ wurde gestartet – mit Reich, Sex, Rockmusik und jede Menge Drogen. Der kontrollierte Drogenhandel, die Musikindustrie und sexuelle Eksatse konnten sich hieran bis heute (wirtschaflich) „gesund stoßen“. Die Konservativen hatten ein Feindbild des Chaos (welches organisiert ist) und profitierten mit denen, die sich ausleben wollten. Nicht kontrollierbare Linke wurden im scheinbaren Chaos leicht beseitigt, so wie es schon immer gemacht wurde.

    Dieses Modell der vermeintlichen „linken Pop-/(orgonomisch)Fick-Kultur“ wurde exportiert, stiftete politisches Chaos und die Etablierung von Polizeistaaten. Linke Parteien wurden entweder vom KGB oder vom CIA (meist von beiden) infiltriert und sind zu dem geworden, was Konia heute beschreibt: Eine „antiautoritäre 69-er Brut“, pseudolinker Gesellschaftszerstörer, die die konservative Idee glänzen lässt. Dies gepaart und inszeniert vom Kapital der „Geld-Eliten“ führt zur Einführung der totalen Globalisierungsmatrix vor denen Huxley und Orwell gewarnt hatten.

    Bakers Ansatz, den Konservativismus 1967 positiv einzuschätzen, der heute im Nichtstun praktisch verharrt, ist fatal.

  7. O. Says:

    Teil4:
    Interpretiert man Baker in seiner Zeit (1967!) erscheint das „entgleitete Kapitel“ in einfacher Typologie als denkbares Modell, das man noch als individuelle Vorliebe betrachten kann, wenig später visionär.

    Flowerpower – Woodstock, Blumenkinderretro bis in die Achtziger der USA, von Disco der 70-er über die Neunziger zur Techno-„Love“-Paraden Organisation und heute in der Konsum-Neuauflage Flowerpower2.0 paramilitärisch organisierte Gehirnwäsche, immer inszeniert mit den neusten Drogen Cocktails. Insbesondere Berlin und anderen Großstädten bis in die Urlaubslandschaften werden zur ewigen Partymeile und von konservativen Parteien bis hin zur Polizei als „Rechtsfreiraum“ geduldet.

    Das alles ist antiautoritär ohne linkspolitischen Hintergrund; es saugt den Nährboden für eine linksrevolutionäre Bewegung, die sich ihrer sexualökonomischen Rechte bewußt wird, auf. Die echte „sexuelle Revolution“ wird unter gleichem Namen natürlich zur Fick-Parade im Techno-Drogen-Beat.

    Konia aktualisiert Bakers Idee, die womöglich tatsächlich folgendes beinhalte:
    „Nichts anderes hat Baker gesagt! (…) Baker argumentiert, daß um eine Gesellschaft funktionsfähig zu erhalten, beide Arten von politischer Motivation notwendig sind.“ (PN, s.o.)
    – in eine antiliberale bzw. für den deutschen Markt übersetzt anti-linke Einseitigkeit. Das Ziel ist die politische Rechte, die immer die Interessen des Militärs und der Großindustrie geschützt hat und nur nebenbei opportun den Mittelstand noch bis vor kurzem als Alibi unterstütze, wieder zu stärken. Er stärkt – ob er das verstehen will oder nicht – aus meiner Sicht den Globalierungsterror, den er als antiautoritäre Bewegung erkennt, der durch alle Parteien geht, und für ihn in einer (zu rein) kommunistischen Unterwanderung seine Ursache habe. Die New Order US-Politik, die schon Hitler verfolgte und von den wenigen US-Regierungsfamilien Bush und Co. fortgesetzt wird, erkennt er nicht als Bedrohung, sondern zeigt sich mit ihnen solidarisch. Damit wird es nie eine konservative rationell organisierte Counterstrikemovement geben, weil diese funktionell identisch mit dem amerikanischen und europäischen Alptraum ist.

    Was bleibt? Die Orgonomy müsste sich neu aufstellen.

    • Peter Nasselstein Says:

      Deine Ausführungen hinken in zweifacher Hinsicht:

      1. gibt es zweifellos einen heftigen Kulturkampf in den USA, unabhängig davon, daß die Linke weitgehend von Multimillionären unterstützt wird und die Rechte weitgehend von der Arbeiterklasse. Es geht um Kultur (FRAGEN DER CHARAKTERSTRUKTUR), nicht um Ökonomie.

      2. können Deine Ausführungen über CIA, NSA, was weiß ich falsch oder richtig sein – es ist eine andere Ebene, als die die Baker und Konia erläutern. Ihnen geht es um die Frage, wie sich die Orgonenergie in den Menschen bewegt und wie das das Verhalten der Massen bestimmt, während Du Verschwöungstheorien nachhängst, die ja wahr sein können, aber das ist, wie gesagt, eine andere Ebene.

      • Renate Says:

        Im WR Film hat mich das Ende und der Text zum Schluss sehr verwundert. Entspricht das also den erwiesenen Tatsachen, können die das ungehindert schreiben? Ist das real oder Verschwörungstheorie? (Die psychExperimente in den USA mit dem Decknamen)

        • O. Says:

          Das Gehirnwaschprogramm lief in Psychiatrien in Zusammenarbeit mit der CIA. Im Film war der Präsident der APA (Amerikanischen Psychtiatrie Assoziation) der Forscher der an Patienten die versuche durchführte, die später ins MKULTRA mündeten, um Personen zu „Schläfern“ und hypnotisierbaren Killern machte. Dies ist kein Relikt des Kalten Krieges, sondern existiert weiter mit anderen Methoden. Die APA und die AEC beglückwünschte die FDA zu ihrer Kaltstellung von Reich. Ebenso begrüßte die Amerikanische Psychoanalytische Assotiation dieses vorgehen. Und auch hieran hat sich bis heute nichts geändert. – Dies ist keine Verschwörungstheorie, sondern deren Praxis und die Geschichte der Medizin.

          • Peter Nasselstein Says:

            CIA, „Schläfer“ und „hypnotisierte Killer“: Ich habe lange gezögert darauf einzugehen, aber… Das ist dermaßen daneben, da insistierst Du hier auf allerhöchsten (und vollkommen unrealistischen) wissenschaftlichen Standards, die praktisch von niemandem erfüllt werden können, und dann läßt Du hier sowas vom Stapel. Es ist, wie fast immer bei Dir, eine Funktion Deines Ressentiments und hat nichts, aber auch rein gar nchts mit Fakten zu tun. Die CIA hat mit Hilfe von Leuten wie Cameron versucht, Leute zu manipulieren, insbesondere Maulwürfe zu entlarven und möglicherweise umzudrehen. Das ganze wurde aufgegeben, weil die gesamte „Forschung“ zu nichts führte außer irreperabel geschädigte Patienten. Nicht im Traum konnte man mit irgendwas, was aus MKULTRA hervorging, „Schläfer“ und „hypnotisierte Killer“ erzeugen – jedenfalls keine, die man kontrollieren konnte Das ist alles reiner Quatsch, Phantasie, Hollywood und Aarrgghhhhhhhh!

            Das Perfide ist, daß man sich gegen solchen hanebüchenen Unsinn nicht wehren kann, weil man als naiv, amerikahörig und uninformiert hingestellt wird.

            Das ganze wäre ja noch hinnehmbar, wenn es als vage Vermutung formuliert wird, aber nein, es wird stets als unumstößliche Tatsache hingestellt.

        • O. Says:

          Die Statistik folgt klaren Konventionen, die ein hierin geschluter Mensch leicht nachlesen kann. Da dies nicht ganz einfach ist, kann man sich auch scnell irren. Aber mit zunehmender Beschäftigung ist es lernbar. Somit schlicht objektiv. Meine Forderungen sind nicht allerhöchster, sondern normaler Standard, der schlicht einzuhalten ist. Das was in manchen Studien abgeliefert wurde, ist beschämend – ich muss mich fremdschämen dafür. Dies einfach hinzunehmen, weil man sich einer Richtung verbunden fühlt, wäre die falsche Entscheidung.

          MKULTRA habe ich zuerst vor langer Zeit schon durch Jum Martins Bookstore kennen gelernt und muss ich als existent hinnehmen; dies war wohl keine Verschwörungstheorie, wenn es von Wikipedia bestätigt wird. (Die sog. Dokumente hierüber lesen sich durchaus wie eine Verschörungstheorie)

          Meine Phantasie hat leider nie ausgereicht, mir schöne Verschwörungen auszudenken, ich blieb meist Meilen hinter realen Begebenhaiten zurück. Schlimmste Alpträume hierüber erreichten nie das, was tatsächlich gemacht wird.
          Die Menschenversuche von Cameron, wie sie hier beschrieben worden sind, sind eine ethische Katastrophe und unterscheiden sich in ihrem Verständnis nicht von KZ Naziärzten,, lediglich die Brutaltiät ist eine andere. Aber was wissen wir schon, was hinter andren verschlossenen Türen und nicht nur in den USA gemacht wird? Normalerweise wissen wir nichts.
          Der Zweck sich einen Wissensvorsprung zu verschaffen, heiligt nicht diese Experimente. Die Kälte und Krupellosigkeit, mit der dies durchgeführt wird, ist (erschreckend) systemimmanent und charakterisiert das Denken. Und wenn es bekannt wird, erfolgt keinerlei Reaktion. Das ist das eigentlich psychologisch interessante daran.
          Das diese ersten Experimente brutal und stupide waren und zum Wissen, wie es noch nicht funktioniert, geführt habe, heißt nicht das die Erkenntnisse nicht weiter, aber mit anderen Methoden, fortgeführt wurden. Sie heißen dann auch nicht mehr Mind Kontrolle ULTRA, sondern anders.

          Die Vorversuche zunächst an Tieren laufen an den Unis und sind nicht geheim, erst wenn diese vielversprechend erscheinen, geht es in die militärisch abgeschirmten Labors. Das erinnert an Hollywoods „Science Fiktion“ Filme? Richtig, Diese Filme sind für mich mehr stolze Offenbarungen, über die wir nichts erfahren würden, wenn nicht ein Filmchen darüber gemacht wird. Ob diese über das technisch längst Machbare informieren möchten oder eine skurile Zukunftsvision sein soll, muss jeder Zuschauer für sich entscheiden.

          Die Sicht über die Welt ist durch unsere unterschiedlichen Erfahrungen und Erleben (bzw. Charakter) unterschiedlich und subjektiv. Ich stelle nur eine andere Perspektive zur Diskussion. Die (eigene) Wahrheit konstruiert jeder selbst.

      • O. Says:

        Der Film ist stumm betrachtet wunderbar. Die Texte, die „Reich“ in den Mund gelegt werden, sind oft Lasseks Worte. Man könnte den Film als Verschwörungtheorie betrachten, was mit dem Satz über MKULTRA versteckt angedeutet wird.(?) MKULTRA hat nichts mit Reich zu tun. Er steht völlig zusammenhangslos da. Er ist auch kein stilistisches Mittel, wovon ein Kunstfilm Gebrauch machen könnte.

      • Peter Nasselstein Says:

        Renate, das ärgerliche an dem Branduaer-Film über den Fall Reich ist hier, daß die Figur des Donald Ewen Cameron auf MKULTRA reduziert wird und eine abstruse Verbindung zu Reich gezogen wird, die so nicht bestand.

        An dem Behavioristen Cameron war interessant, daß er in vieler Hinsicht eine Art „mechanistischer Reich“ war:

        1. geht auf ihn eine Art „Massenpsychologie des Faschismus“ zurück, die aus seiner Auseinandersetzung mit den Nürnberger Prozessen und den Gefahren der Atombombe hervorging. Die Psychiatrie sollte verhindern, daß schwache Menschen mit ihrer aus Angst erwachsenen Überaggressivität noch einmal so ein Unheil anrichten können.

        2, geht auf ihn die Sozialpsychiatrie zurück – zu einer Zeit als Reich seine eigene Sozialpsychiatrie entwickelte. Heute ist sie das, was Baker und Konia entwickelt haben.

        3. betrachtete Cameron Geisteskrankheiten als ansteckend, d.h. er kam dem Reichschen Konzept der Emotionellen Pest sehr nahe.

        Bei Verschwörungstheoretikern geht das alles in einem Wust von halb verdauten Ressentiments unter. Cameron wollte Schizophrenie heilen, indem er Erinnerungen ausradierte und das Gehirn neu programmierte. Die CIA interessierte sich dafür, um Leute effektiv foltern zu können, dabei ging es nicht um das Quälen, sondern um den Sinn der Sache: Informationen zu erlangen, die das Opfer freiwllig nicht herausgeben will. Mit Camerons Patienten sind schreckliche Dinge geschehen.

        • Renate Says:

          Aus Wikipedia zu Cameron:

          „1957 bis 1964 beteiligte er sich am CIA-Projekt MKULTRA zur Bewusstseinskontrolle. Seine Behandlungen wurden an Zivilpersonen in seiner Klinik durchgeführt.

          1956/57 begab sich Val Orlikow, die Frau des kanadischen Parlamentsmitglieds David Orlikow, wegen Depressionen zu ihm in Behandlung. An ihr, wie auch an hunderten weiteren Patienten mit geringfügigen Problemen, machte er seine Driving-Experimente mit LSD und Elektroschocks. Als Val Orlikow das Allan Memorial wieder verließ, hatte sie den Verstand eines Kleinkinds und keine Erinnerung mehr an ihren Ehemann und ihre Kinder. Erst zehn Jahre nach Camerons Tod, nachdem die Orlikows von einer Kongressanhörung zu den CIA-Gehirnwäsche-Experimenten lasen, gelang es ihnen, diese „Behandlungen“ aufzudecken.

          Eine weitere Patientin war Linda McDonald. Im Jahre 1962, nach der fünften Schwangerschaft, bekam sie postnatale Depressionen. Innerhalb von drei Wochen in seiner Klinik diagnostizierte Cameron, dass sie unter akuter Schizophrenie litt. Er behandelte sie innerhalb von vier Monaten mit 102 Elektroschocks, 6 Joule Elektrizität pro Behandlung, und setzte sie für 86 Tage in ein künstliches Koma. Dies löschte ihr Gedächtnis auf Kleinkindniveau, sie musste wieder lernen auf die Toilette zu gehen. Sie hatte keine Erinnerungen mehr über ihr früheres Leben, bei der Rückkehr erkannte sie ihre eigene Familie nicht mehr.“

          Cameron durfte das alles machen und Reich wurde wegen der Akkumulatoren verurteilt?

  8. David Says:

    (Man zeige mir einen einzigen genuin konservativen Politiker!)

    Thatcher vielleicht …

    aber die liegt nun auch schon ein paar Jahre zurück.

  9. Peter Nasselstein Says:

    Man kann es nicht häufig genug sagen: Liberalism is a mental disorder!

    Hier ein neuer schlagender Beweis:

    http://www.pi-news.net/2015/06/islamisierung-durch-familienzusammenfuehrung/

    Linke gehören nicht in Behörden, sondern in die Gummizelle!

  10. Robert (Berlin) Says:

    Politik und Lebensgestaltung: Warum Konservative die glücklicheren Menschen sind

    Angeblich sind Linke intelligenter als Leute, die eher rechts stehen. Dafür sind Konservative zufriedener mit ihrem Leben, wie Studien ergeben – und sie haben den besseren Sex.

    Zitat:
    Eine andere, weit naheliegendere Erklärung für die höhere Lebenszufriedenheit von Konservativen wäre: Sie haben auch mehr und den besseren Sex. Dass Sozialdemokraten die geringste Koitusfrequenz haben, ist seit längerem bekannt (1,5 mal pro Woche versus 2,1 mal bei FDP-Anhängern und 1,8 mal bei Unions-Wählern). Eine von der amerikanischen Datingseite match.com in Auftrag gegebene Umfrage unter 6000 Singles hat sogar ergeben, dass konservativ gesinnte Menschen auch die höhere Orgasmusrate haben. Während bei den Anhängern der Demokraten nur 40 Prozent regelmäßig zum Höhepunkt kommen, berichteten mehr als die Hälfte der den Republikanern Zuneigenden, dass sie beim Sex jedes Mal zum Orgasmus kämen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/warum-konservative-menschen-gluecklicher-sind-kolumne-a-1043531.html

  11. Peter Nasselstein Says:

    Unterschicht – muskuläre Abwehr:

    Oberschicht – intellektuelle Abwehr:

    = soziale Panzerung

  12. Peter Nasselstein Says:

    Rationalissche Menschen, „rationale Menschen“, lassen sich mehr von „künstlich erzeugten Erwartungen“, also Werbung, beeinflussen, weil sie mehr außengesteuert sind und nicht auf ihre eigenen Körperempfindungen reagieren.

    http://srv.deutschlandradio.de/themes/dradio/script/aod/index.html?audioMode=3&audioID=390787&state=

    Entsprechend ist das Marketing fast ausschließlich auf die „aufgeklärte“, eher linksliberale Klientel ausgerichtet! „Kritische Verbraucher“.

  13. Peter Nasselstein Says:

    Die verkopfte Oberschicht steht links, die verbauchte Unterschicht steht rechts.

    http://www.rolandtichy.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/fluechtlingsdebatte-hass/

    • Sebastian Says:

      Es gibt also doch mehr Journalisten mit Hirn.

    • Sebastian Says:

      Hass. Heute erzählt mir mein Arbeitskollege, dass Freunde von ihm wegen Ausländerhass angezeigt worden sind. Diese wären zuvor zur Polizei gegangen, weil Flüchtlinge einfach auf ihr Grundstück gingen und sich an ihren Äpfeln und Birnen bedienten.

  14. Peter Nasselstein Says:

    Das ist der Kern der politischen Auseinandersetzungen: es geht um unterschiedliche Arten der Abwehr, um Sexualökonomie. Bei der linken, „intellektuellen Abwehr“ geht es darum, die Rechten (das niedere Volk) als dumm hinzustellen:

    https://www.vice.com/de/read/warum-das-virale-flchtlinge-essen-kinder-video-nicht-lustig-ist-787

    „Politik“ hat nichts mit der äußeren Wirklichkeit zu tun und alles mit der inneren!

  15. Peter Nasselstein Says:

    Zufallsfund:

    Die Zusammenfassung dieser Zeit: This world is a comedy to those that think, a tragedy to those that feel (Horace Walpole, mit Dank an CG)

    http://nicolaus-fest.de/

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: