Diskussionsforum 2010: eine Nachlese (Teil 4)

Robert weiter über Reichs Mitarbeiter:

Jonathan Høegh Leunbach (1884-1955)

In den 1920er Jahren war der Arzt J.H. Leunbach die zentrale Figur der Auseinandersetzungen um eine Sexualreform in Dänemark, die im „Kampf der Ideologien“ (Henning Kehler) zwischen den Anhängern und Anhängerinnen der materialistisch-biologistischen und der konservativ-spiritualistischen Weltanschauung ausgetragen wurden.

Leben und Werk

L wurde am 16. Dezember 1884 in Lidemark bei Bjæverskov/Jütland (damals zu Deutschland gehörend) geboren. Über seine Eltern konnte nur in Erfahrung gebracht werden, daß sein Vater ein deutscher Priester adeliger Abstammung war, der sein Adelsprädikat jedoch abgelegt hatte. Nach dem Abitur begann der junge L. mit dem Studium der Medizin, übersiedelte nach der Promotion 1912 nach Dänemark und legte dort das dänische Staatsexamen ab. Er arbeitete zunächst in verschiedenen Kopenhagener Krankenhäusern, bis er 1922 in der Hauptstadt eine Praxis als Allgemeinmediziner eröffnete.

Sein sexualreformerisches Engagement begann eher zufällig, nachdem er für die dänische Zeitung Social-Demokraten ein Buch über Geburtenkontrolle rezensiert hatte und daraufhin von einer Gruppe kommunistischer Arbeiterinnen gebeten wurde, einen Vortrag über Sexualaufklärung und Verhütungsmittel zu halten. Daraus entwickelte sich in der Folgezeit eine rege Vortragstätigkeit. Auch verfaßte L. zahlreiche, zum Teil populärwissenschaftlich gehaltene Publikationen, in denen er sich für die Freigabe von Verhütungsmitteln, das Recht auf Abtreibung und Sexualaufklärung einsetzte. Zusammen mit dem „Kommunistik Kvindesekrerariat“ (Kommunistisches Frauenbüro) richtete er 1923 die erste dänische Sexualberatungsstelle in Kopenhagen ein, in der er zweimal wöchentlich kostenlos Beratungen anbot – eine Initiative, die sowohl unter ärztlichen Kollegen als auch beim konservativen Verein „Dänischer Frauenverband“ auf heftige Kritik stieß. Die Proteste hinderten ihn nicht daran, gemeinsam mit der radikalen Feministin und Schriftstellerin Thit Jensen im Jahr 1924 die „Foreningen for seksuel Oplysning“ (FSO), die Vereinigung Für sexuelle Aufklärung, zu gründen. Die Organisation engagierte sich für Fragen des Mutterschutzes, der sexuellen Hygiene und Sexualaufklärung. Ein Jahr später begann er die Zusammenarbeit mit dem „Arbejderkvindernes Oplysninsforbund“ (AO). Der Arbeiterinnen-Aufklärungsverband – stand der Kommunistischen Partei Dänemarks (DKP) nahe – war die erste Frauenvereinigung Dänemarks, die den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Sexualpolitik legte. 1932 eröffnete der AO mit L.s Hilfe Sexualkliniken in Kopenhagen und Ejsberg. Im Mitteilungsblatt des Verbandes war L. für die Rubrik „Gesundheit und sexuelle Beziehung“ zuständig, einer Art Briefkasten für Anfragen. 1932 wurden die Briefe unter dem Titel Kvinder i Nod: Breve til en Læge (Frauen in Not: Briefe an einen Arzt) veröffentlicht (Leunbach 1932). Eng arbeitete L. auch mit der schwedischen Journalistin und Syndikalistin Elise Ottesen-Jensen zusammen, der Gründerin des 1933 ins Leben gerufenen schwedischen „Riksförbundet för sexuell upplysning“ (RFSU), dem nationalen Reichsverband für sexuelle Aufklärung.

1928 unterstützte L. den Berliner Sexualarzt Magnus Hirschfeld bei der Organisation eines Kongresses für Sexualreform in Kopenhagen, auf dem sich am 3. Juli die Weltliga für Sexualreform (WLSR) konstituierte. L. arbeitete zunächst als Generalsekretär, ab 1931 fungierte er zusammen mit Hirschfeld und dem liberalen englischen Sexualreformer Norman Haire als einer der drei Präsidenten der WLSR. Das 20-Punkte-Programm der Liga umfaßte neben Forderungen zur Reformierung der Ehegesetzgebung und Gleichberechtigung der Geschlechter, Fragen zur Geburtenregelung, Eugenik, Bekämpfung der Prostitution, Entkriminalisierung von Homosexualität sowie zu einer planmäßigen Sexualerziehung und Aufklärung. Auf dem 4. Kongreß der Liga, der 1930 in Wien stattfand, zählte die WLSR bereits 183 Einzelmitglieder und unter Einbeziehung aller angeschlossenen Verbände nach eigenen Angaben 130 000 Personen. Bei einem Veranstaltungsabend im Rahmen des Kongresses trat L. in Wilhelm Reichs Verein „Sozialistische Gesellschaft für Sexualberatung und Sexualforschung“ als Referent auf.

Im Sommer 1932 war L. Ziel und Mittelpunkt einer Pressekampagne, da in der von ihm geleiteten Klinik des AO eine Frau an den Folgen einer Abtreibung verstorben war. Als Ergebnis der heftigen öffentlichen Auseinandersetzungen wurde die Abtreibungsgesetzgebung in Dänemark verschärft und gegen L. Anklage erhoben. Kurz nach Einleitung der Voruntersuchungen ließ sich L. als unabhängiger Kandidat für die Liste der Dänischen Kommunistischen Partei (DKP) zu den Reichstagswahlen aufstellen. In den Mittelpunkt seines Wahlkampfes, der vom AO intensiv unterstützt wurde, stand die Abtreibungsfrage. L. erhielt in seinem Wahlkreis weit über 1 000 Stimmen und ermöglichte damit der DKP, erstmals in ihrer Geschichte mit zwei Abgeordneten in den Reichstag einzuziehen. Nachdem Wilhelm Reich im Mai 1933 nach Dänemark emigriert war, verschrieb sich L. voll und ganz dem Aufbau der skandinavischen Sexpol-Bewegung. Er leitete deren dänische Gruppe und bestimmte zusammen mit Jørgen Neergaard und Tage Philipson entscheidend deren politischen Kurs. Damit eng verbunden waren in den Folgejahren L.s Bestrebungen zur Abgrenzung der Sexpol von den Positionen der WLSR.

Mit L.s Einschwenken auf Reichs Positionen begann der Kampf um die Führungsposition innerhalb der WLSR. Da sich die Sexualität vom Politischen nicht trennen lasse, könne die Liga – so L. 1935 – als unpolitische Bewegung nicht weitergeführt werden und sei aus diesem Grund, vor allem aber auch nach dem Sieg des Nationalsozialismus, eine Utopie. Den Versuch der WLSR, innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft den Kampf für Reformen zu führen, sah er als gescheitert an. Kurz nach der Kritik an der WLSR starb Magnus Hirschfeld im französischen Exil. In seinem Nachruf auf Hirschfeld kündigte L. bereits das Ende der „in Auflösung begriffenen“ WLSR an, die ihrem Gründer „wahrscheinlich bald […] ins Grab folgen“ werde.

Die Abgrenzung der Sexpol von der WLSR und ihre Etablierung als eigenständige sexualpolitische Bewegung muß im Zusammenhang mit dem Abtreibungsprozeß gegen L. gesehen werden, der drei Jahre nach Anklageerhebung im Mai 1935 vor einem Kopenhagener Geschworenengericht stattfand. Der Prozeß endete, wie die Exilgruppe der deutschen Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) in Kopenhagen in einem internen Rundschreiben festhielt, mit einem „sensationellen“ Freispruch. Der erfolgreiche Prozeßausgang gab Anlaß zum Optimismus. Nach der Stimmung innerhalb des sozialdemokratischen Flügels der Sexualreformbewegung zu urteilen, erschien der Sexpol eine Radikalisierung und Übernahme von Teilen der WLSR als realistisch. Wenige Wochen nach Prozeßende kam es zu einer grundsätzlichen Kontroverse zwischen L. und Haire, die in der Zeitschrift für Politische Psychologie und Sexualökonomie (ZPPS), dem Organ der Sexpol, ausgetragen wurde. In seiner Antwort auf L.s Kritik hielt Haire an der unpolitischen Haltung der Sexualreformbewegung fest und verteidigte die Position, das Reformprogramm mittels einer Politik der kleinen Schritte durchführen zu wollen. Dies bedeutete den endgültigen Bruch. Im Sommer 1935 erklärten L. und Haire die WLSR für aufgelöst. Bereits im folgenden Heft der ZPPS kündigte die Sexpol an, „dass ein grosser und wichtiger Teil der Funktionen der Weltliga […] ins revolutionäre Lager geführt, von der Sexpol übernommen wurde“.

Tatsächlich konnte davon jedoch keine Rede sein, denn in der Folgezeit arbeitete nur der RFSU als einzige sexualpolitische Massenorganisation mit der Sexpol aktiv zusammen. Während sich der deutsche Sexualarzt Max Hodann im (vorübergehenden) dänischen Exil auf die Seite der Sexpol stellte, kam von Seiten des ehemaligen Präsidenten des österreichischen Freidenker-Verbandes, Theodor Hartwig, scharfe Kritik. Er warf der Sexpol vor, sie sei noch nicht einmal zur Bildung einer Arbeitsgemeinschaft bereit und der „Kinderkrankheit des Radikalismus“ verfallen. In seiner Erwiderung machte L. Haire für die Auflösung der WLSR verantwortlich, mit der er sich „völlig einverstanden“ erklärt hätte, fügte aber gleichzeitig hinzu: „Selbstverständlich müssen wir uns bestreben, unsere Gegner zu spalten und versuchen, die fortschrittlichsten und ‚idealistisch gesinnten‘ für uns zu gewinnen“ (Leunbach an Hartwig).

Der Ausschluß Reichs aus der Kommunistischen Partei hatte 1933 auch die Kooperation zwischen L. und der DKP beendet. Indem die DKP Reich und damit indirekt auch L Illoyalität vorwarf, konnte sie um so leichter die mittlerweile lästig gewordene Sexualpolitik aus ihrem Programm streichen. 1934 wurde der AO für aufgelöst erklärt. Jedoch konnte sich die DKP nicht davor drücken, den gegenüber L. zugesicherten Vorschlag zu einer neuen Sexualgesetzgebung (er hatte ihn mit Sexpol-Sachverständigen und in Verbindung mit der DKP ausgearbeitet) in den Reichstag einzubringen. Als dies schließlich geschah, hatte die DKP „wesentliche Punkte“ daraus gestrichen, ohne der Sexpol dafür die „sachlichen Gründe“ zu nennen. Um so überraschender war für L. das Angebot von Aksel Larsen, dem Vorsitzenden der DKP, im Herbst 1935 als Vertreter der Sexpol bei den Reichstagswahlen in Einheitsfront mit der Kommunistischen Partei zu kandidieren. Im Namen der Sexpol forderte L., die DKP müsse auch „in der Zukunft die revolutionäre Sexpol“ und die „Verbreitung von Sexpol-Schriften unterstützen“; ihre „Anschauungen und das Programm […] sollten auch nach der Wahl uneingeschränkt diskutiert und propagiert werden können“ und „freie Diskussionen darüber in den Mitgliederkreisen der Partei gestattet“ werden (Leunbach am 5. Oktober 1935 an das ZK der DKP). Unter dem Motto „Leunbachs Appell“ propagierte die Sexpol in ihrer Wahlkampfzeitung ein rein sexualpolitisches Programm, das vor allem Präventivmaßnahmen enthielt, wie etwa eine „sexualbejahende Volksaufklärung“, die Reformierung der Ehegesetzgebung und die Übernahme der Kosten für die Kinderversorgung durch die Gesellschaft sowie deren „direkte Kontrolle durch die Bevölkerung“, des weiteren das Recht der Jugend auf freie Sexualität, Gleichberechtigung der Geschlechter, „freier, kostenloser und öffentlicher Zugang zu Sexualaufklärung, Schwangerschaftsvorbeugung und Verhütungsmitteln“, die Legalisierung der Abtreibung, Mutterschutz vor der Geburt und die Einrichtung von Säuglingsheimen und Kindergärten.

Allerdings währte die Einheitsfront zwischen der Sexpol und der DKP nicht lange. In seinem letzten Beitrag in der ZPPS stellte Leunbach 1937 resigniert fest, daß „die revolutionären Parteien – vielleicht mit Ausnahme der Anarchisten – in der bürgerlichen Sexualideologie steckengeblieben“ seien. Im Sommer 1936 wurde L. zusammen mit Tage Philipson im Zuge der Verhaftung der deutschen Arztin Käte Reinhardt (an die beide Frauen für einen Schwangerschaftsabbruch vermittelt hatten) erneut unter Anklage gestellt, da eine Frau an den Folgen des Eingriffs verstorben war. Obwohl die Anklage in der dänischen Presse wiederum hitzige Debatten auslöste, konnte die dänische Sexpol im Herbst 1936 ihre erste Sexualklinik in Kopenhagen eröffnen. Anfang Dezember 1936 begann schließlich der Prozeß vor einem Kopenhagener Geschworenengericht, der Reich zufolge zur „erste(n) Probe“ für „die Tragfähigkeit“ der Sexpol werden sollte. Zwar versuchte Reich vor Prozeßbeginn, die norwegische Sexpolgruppe zu mobilisieren, aber selbst seine Drohung, die Sexpol aufzulösen, blieb weitgehend wirkungslos. L. und Philipson wurden zu mehrmonatigen Gefängnisstrafen verurteilt, außerdem wurden ihnen die bürgerlichen Ehrenrechte für fünf bzw. drei Jahre entzogen, womit das Verbot der Berufsausübung verbunden war. Wenig später teilte Reich Hodann seinen Entschluß mit, sich aus der Politik zurückzuziehen (Hodann an Asmus Orga am 27. Dezember 1936). Während L. und Philipson im Gefängnis einsaßen, starb Jørgen Neergaard im Alter von 27 Jahren in einem Osloer Krankenhaus an Knochenkrebs. Alles zusammen genommen, bedeutete das das Ende für die dänische Sexpol.

Die Verurteilung schädigte L.s Ansehen schwer. Viele seiner einstigen Sympathisantinnen wandten sich in der Folgezeit von ihm ab. Nach seiner Entlassung arbeitete er in Reichs Osloer „Institut für Sexualökonomische Forschung“ an den Bion-Experimenten mit, bis Reich 1939 in die USA emigrierte. Nach der Okkupation Dänemarks durch Hitler-Deutschland flüchtete L. nach Schweden, wo er bis zum Ende des Krieges blieb. In seinen letzten Lebensjahren litt er unter der Parkinson-Erkrankung.

Während eines Urlaubs in Norditalien beging er am 24. September 1955 in Camoglie im Alter von 71 Jahren Selbstmord.

Im Mittelpunkt seines Lebenswerkes standen die Prävention sexueller Störungen und der Kampf für das Selbstbestimmungsrecht der Menschen über ihre Fortpflanzung. Er forderte eine uneingeschränkte Sexualaufklärung sowohl durch Volkshochschulkurse als auch in Schulen sowie die freie Abgabe von Verhütungsmitteln und eine kostenlose ärztliche Unterweisung in ihrer Anwendung. In seiner 25-jährigen ärztlichen Tätigkeit wies er nach eigenen Angaben über 40 000 Frauen in den Gebrauch des Pessars ein. Er plädierte für die Legalisierung der Abtreibung und kritisierte die unzureichende Sexualaufklärung von Kindern und Jugendlichen. In der Geburtenregelung erkannte er eine „der brennendsten Fragen der Gegenwart“. Ganz im Zeichen der damaligen Zeit stand sein Interesse für die Eugenik. Als „Hauptbedingung für die Verwirklichung der Eugenik“ müßte die „Fortpflanzung dem bewußten Willen des Menschen unterworfen sein“. Die frühere planlose Fortpflanzung solle durch eine rationale Auswahl abgelöst werden. Diese freiwillige Geburtenkontrolle müsse durch eine erzwungene Sterilisierung von Geisteskranken ergänzt werden. Zwar räumte er allen Individuen das Recht auf eine von bürgerlichen Moralvorstellungen freie sexuelle Befriedigung ein, jedoch nicht auf Fortpflanzung. Seine Einstellung zur Homosexualität änderte sich im Laufe der Jahre. Hatte er Homosexualität zunächst als „zwar abweichende Form, aber nichtsdestoweniger vollauf natürliche Erscheinung“ anerkannt, interpretierte er ab Mitte der 1930er Jahre Homosexualität nicht als „konstitutionelle Andersartigkeit“, die „völlig gleichwertig und gleichberechtigt mit der Heterosexualität“ sei, sondern unter Bezugnahme auf Reichs Sexualökonomie als Folge von die Sexualität unterdrückenden Erziehungsmethoden.

(Artikel etwas gekürzt; Personenlexikon der Sexualforschung)

Seine Erinnerungen an Eva Reich schildert Heiko Lassek in einer berührenden Weise: http://www.heikolassek.de/39994.html (unter den Fotos und dem nächsten Seminartermin)

Aus der norwegischen Wikipedia wurde der Artikel zu Ola Raknes übersetzt. Artikel und Übersetzung stammen vom Urenkel. http://en.wikipedia.org/wiki/Ola_Raknes

Zum Schluß Roberts verdienstvoller Verweis auf den israelischen und deutschen Orgonomen Dr. med Walter Hoppe.

Walter Hoppe in Palästina

Dr. Walter Hoppe emigrierte 1932 nach Palästina.* Dort veröffentlichte er mehrere Artikel**, die man glücklicherweise digitalisiert auffinden kann. So ist die Palestine Post verfügbar.***

Ich (Robert) konnte folgendes finden:

– Ein Brief von Felicytas Hoppe-Rosenfeld aus Krakau (11.Aug 1942)

– Buchbesprechung über die Mass Psychology (10.April 1947)

– Eine Anzeige für die Mass Psychology (12.Mai 1947)

– Air Chambers (28. Oktober 1947)

– Public Warning (15. Aug 1949)

In Palästina/Israel veröffentlichte er auch eine Zeitschrift, die INTERNATIONALE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE, deren ersten 3 Nummern von Martin Feuchtwanger in seinem Verlag Edition Olympia, Tel Aviv, herausgegeben wurden. Die vierte Nummer wurde wegen des Todes von Feuchtwanger direkt in den Orgone Institute Research Laboratories, Tel Aviv, herausgegeben.

Martin Feuchtwanger war der Bruder von Lion Feuchtwanger**** und war früher als Verleger tätig. In seinem kleinen Verlag Edition Olympia gab er größtenteils Judaica heraus. Ernähren konnte er seine Familie mit dem Verlag aber nicht und so blieb ihm nichts anderes übrig, als seine Wohnung mittags und abends in ein Restaurant umzuwandeln und als Koch tätig zu werden.

* http://www.trettin-tv.de/hoppe.htm
** http://www.orgonomie.net/hdobiblio5.htm
*** http://www.jpress.nli.org.il/Olive/APA/NLI/?action=search&text=walter%20hoppe
**** http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Feuchtwanger

Nicht zu vergessen: http://www.flensburg-online.de/orgonomie/walter_hoppe/biopsychische-und-biophysische-krebsentstehung-im-lichte-der-orgonomie.html

wr9

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4 Antworten to “Diskussionsforum 2010: eine Nachlese (Teil 4)”

  1. xxxxxxxx xxxxxxxxxxxxx Says:

    In his major socio-political works, The Mass Psychology of Fascism, The Sexual Revolution, The Break-in of Sexual Morality, etc., Reich described the effects on the development of political ideologies from the living conditions of young adults forced into un-natural abstinence because they could not afford to leave their parent’s home and establish their own, or were for other reasons limited in their power to choose their own life-styles. He finds this abstinence to be the underlying cause of religious and nationalistic ideologies that agitate against sexuality, and advocate substitute gratifications such as religious mysticism, nationalistic chauvinism, team sports, Hollywood movie fantasies, and fantasies about famous celebrities, all of which prevent development of the independent character that folows initiation of an adult sexual role.

    In the article included in Character Analysis in which Reich first presented the concept of the Emotional Plague Character as a specific diagnosis, he goes into great detail in describing the syndrome, but says nothing about what causes it. In fact, what he does say implicates the currently existing sex-starvation of the plague character as the motivation for the plague behavior, not long-ago childhood experiences.

    Reich says little or nothing in his socio-political writings of the personal armor formed in early childhood as a factor in determining adult political positions. He seems to expect that an adolescent who is able to find both a suitable mate and an environment that allows their relationship to develop will grow out of any earlier armoring and develop into an independent-minded adult.

    It was only much later, in 1944, after the birth of his son, Peter, that Reich devoted much attention to infancy and early childhood development. But he does not ever say, anywhere, that an individual, whatever his early childhood experiences, cannot reach adult character development if the proper conditions exist in adolescence.

    There has been a strong tendency in orgonomy, especially in America, to forget about the window of oportunity presented by adolescence and concentrate on armor formed in childhood as the most important cause of adult neurosis, including political irrationalities. There may be a basis for this in treating individual patients in a medical setting, but when it comes to „treating“ a whole society, any possibility of affecting widespread cultural childrearing practices must somehow convince the adults first, and since they are already firmly established in their armored patterns and the rationaizations for retaining them, that remains unlikely to happen.

    On the other hand, teen-agers are able to fight for their own rights and establish their own life-styles if given a minimal amount of help and encouragement by a few concerned adults. This opens a way to practical action to change the age-old culture which cannot be done if already damaged adults must first be convinced to change how they act toward children. An orgonomic attempt to reach adolescents is long overdue.

    The United States Government currently spends $176,000,000 a year on a Federal program to get teenagers to sign a Contract With God not to have sex until they are married. Both parties support this boondogle because it buys votes in the Bible Belt. While it is not working very well, it is undoubtedly adding to the anxieties of many young people and harming their chances of ever becoming rational adults. An orgonomic intervention of some sort, probably in the form of an educational website aimed at teenagers, could go a long way towards countering such malign influences.
    There are plenty of websites on orgonomy, including several by orgonomists, but they all seem to only offer the same basic introductory story of

    What is orgonomy
    ,
    Who started orgonomy

    What happened to him

    Advertising for psychiatric treatments that most people are not interested in and cannot afford,

    Childrearing sermons that concern only prospective parents

    Sample information on a lot of subjects hardly anybody cares about, such as medicine, microbiology, physics and psychiatric treatment,

    Political opinions and social commentary by orgonomists on topics in the news.

    None of them offers any information of real use to most people. And they are all aimed at adults. Adults usually already have fixed ideas on most things and seldom change them. Reich knew this. Throughout his career he constantly advised his followers to forget about treating already sick, damaged, and warped adults and concentrate on reaching relatively unspoiled young people. But nobody in orgonomy today is following Reich’s advice. So here is a suggestion:

    Somebody ought to set up an orgonomic website aimed at teenagers and directed specifically at their concerns.

    It would give good acurate and comprehensive information on contraception, how to avoid sexually transmitted diseases, and feature articles by orgonomists explaining why sex is important to your mental and physical health and should be considered a fundamental human right.

    It could include information on the laws in each state on abortion, where parental consent is required, and where it is not, so a pregnant teenager could know where to travel for an abortion if her parents would not give her permission. Addresses of clinics that offer abortion services could be included.

    It would tell where it is legal for a teenager to get a prescription for birth control without parental consent.

    It would explain why the churches are so against young people having sex and how they benefit from tricking them into celibacy. It would explain the connection between adolescent celibacy and poor relationships with the other sex later in life, and why sex in the early years after puberty is important as a rehersal for later relationships.

    The close connection between sexual starvation and fascism, religion, and mental illness would be explained.

    It would give references to scientific studies showing that sex is important for health, information on herbal and other natural forms of birth control, and articles by anthropologists on how adolescent sexuality is handled by other cultures.

    It could also feature a discussion forum where adolescents could get social re-inforcement for their feelings on the subject and find support networks of others their own age, and a question and answer section where an orgonomist would answer questions.

    A project like this would cost nothing to set up and there must be several orgonomists who would be willing to take part. With at least one medical doctor involved and all information medically acurate, there would be no legal problems in presenting such a website.

    And any howls of anguish from conservatives and religious groups would only give the website more publicity.

    With the international reach of the internet, the website could be international in scope and could be presented in several languages.

    As far as I know, there is no project like this on the internet. There should be. If Reich was still alive, there would be. It is an update on what he did in Germany in the 30s. And there is still a need for it today, especially in America, which is in the grip of a Christian-Fascist movement.

    A project like this would need at least one medical doctor on board and a lawyer to insure against attempts at censorship. Doctors and lawyers would be asked to volunteer.

    Anyone interested? If you are, please send me some feedback.

    Please forward this message to any orgonomists or Reich-oriented groups you know.

    • O. Says:

      Die Idee ist ausgezeichnet. Und ich muss mich fragen, warum ich selbst keine aufklärende und wissensvermittelnde Diskussion über die Funktion der Sexualität mit meinen Kindern führe?

  2. O. Says:

    Unter diesem link http://www.trettin-tv.de/hoppe.htm plaudert Prof. Dr. Trettin aus dem Nähkästchen. DeMeo habe Hoppe nicht richtig gemocht, weil er der Liebling von Reich gewesen sei und andere Orgonomen wohl eifersüchtig gewesen sein sollen. Und diese Eifersucht übertrug sich auf DeMeo? Ferner habe Trettin doch von Hoppe den Bauplan des ORAC erhalten und ihn nach Amerika gebracht, damit auch dort, dass Original gebaut werden könne, dessen Bauplan er aber lieber für sich behält oder womöglich im Orac Handbuch von DeMeo auftaucht. Doch auch darauf ist kein Verlass, DeMeo könnte seinen eigenen Präferenzen und Abänderungen durchgeführt haben, um sich von Trettin und Hoppe abzugrenzen. Nun auch DeMeo ist seinen Buchauflagen nicht so wissenschaftlich seine Wissensquellen diesbezüglich zu benennen.

    Aus der Diskussionsnachlese 2010 fällt auf, dass ein Neuling in der Orgonomie auch fragen muss: Wer war denn Hoppe (vor 35 Jahren verstorben), Eva Reich oder Lassek? Alle sind schon tot. Wer sie nicht erlebt hat, wird nichts von ihnen wissen können.

    • Peter Nasselstein Says:

      Die Frage danach, ob man nicht dies und das zunächst mal erklären soll, wirft die grundsätzliche Frage nach der Konzeption dieses Blogs auf. Ich schreibe nicht für Leute, sondern über Dinge (bzw. in diesem Fall über Leute)! Das ist auch meine Antwort auf die mekwürdigerweise anonyme Anregung für einen „Jugend-Blog“. „Die Jugend“ wäre ZU RECHT skeptisch, wenn es ein Angebot gäbe, das speziell auf sie gerichtet ist.

      Ansonsten: nichts gegen Sexualökonomie, „aber“ – das funktioniert nur, wenn man berücksichtigt, daß man in einer antiautoritären Gesellschaft lebt, d.h. unter GRUNDSÄTZLICH anderen Bedingungen als Reich.

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