Gesellschaftspolitik

Das Elend Deutschlands läßt sich auf ein Wort eindicken: „Gesellschaftspolitik“. Es geht darum, daß Neurotiker statt ihre emotionalen Probleme zu lösen, versuchen die Gesellschaft zu verändern, um so selbst frei zu werden. Das trifft auf all die Marxisten, Kapitalismuskritiker und „Zinskritiker“ zu. Alles, was sie sagen, ist eine Funktion ihrer ganz persönlichen Neurose, ihnen Gehör zu geben, kann deshalb nur in die gesellschaftliche Katastrophe führen, ganau wie einst im Nationalsozialismus, der von einer ähnlichen Dynamik getragen wurde.

Die „Bewegung“, die von den Grünen und der heutigen (!) SPD repräsentiert wird, begann mit einem Knall, der sofort zeigte, worum es wirklich ging und geht: unterdrückte Energien sollen mobilisiert und „repressive Strukturen“ zerschlagen werden. Wir haben es mit Irren zu tun, deren Gemeingefährlichkeit der der Nationalsozialisten in nichts nachsteht!

Am 22. Mai 1967 wurde in Brüssel aus Protest gegen den Vietnamkrieg ein Kaufhaus in Brand gesetzt. 251 Menschen erstickten und verbrannten. In einem Flugblatt vom 24. Mai 1967 hatten die Politclowns der berühmten Berliner „Kommune I“ dazu folgendes zu sagen:

Ein brennendes Kaufhaus mit brennenden Menschen vermittelt zum ersten Mal in einer europäischen Großstadt jenes knisternde Vietnamgefühl, das wir bislang in Berlin noch missen mußten (…) Unsere belgischen Freunde haben endlich den Dreh heraus, die Bevölkerung am lustigen Treiben in Vietnam wirklich zu beteiligen: sie zünden ein Kaufhaus an, dreihundert saturierte Bürger beenden ihr aufregendes Leben, und Brüssel wird Hanoi. Keiner von uns braucht mehr Tränen über das arme vietnamesische Volk bei der Frühstückszeitung zu vergießen. (z.n. Aust: Der Baader Meinhof Komplex, Hamburg 1986, S. 43)

Am 2.4.1968 versuchten Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Horst Söhnlein das blutrote Leuchtzeichen von Brüssel im Frankfurter „Kaufhof“ zu wiederholen. In einem konkret-Leitartikel rechtfertigte Ulrike Meinhof dieses „Fanal gegen den Einsatz von Napalm in Vietnam“, bei der ein Hausmeisterehepaar nur durch Zufall mit dem Leben davonkam.

1970 folgte die Befreiung Baaders, bei der ein Bibliotheksangestellter einen Lebersteckschuß erlitt, und schließlich kam die RAF. Im Juni 1968 hatte der Schriftsteller Peter Schneider, der später wortgewaltig gegen „rechte Gewalt“ wetterte, in konkret die damalige Gewaltdiskussion auf den Punkt gebracht:

In prinzipieller Hinsicht endet die Frage nach der Gewalt in der Frage, wie wir entschlossen sind, unsere Ziele zu erreichen. (z.n. Röhl: Linke Lebenslügen, Frankfurt 1994, S. 42)

Daß darauf kein neuer Holocaust folgte, hat rein materielle Gründe: der Wille war da, genauso wie die „klammheimliche Freude“.

Die 68er Neonazis? Es ist kein Zufall, daß später einige der damaligen Führer des SDS zu bekennenden Nationalsozialisten mutierten. Man denke nur an Günter Maschke, der als Genosse von Rudi Dutschke und Gudrun Ensslin sich bereits Ende der 60er Jahre zum „Nationalrevolutionär“ wandelte; an Horst Mahler, einst RAF später NPD; oder an Reinhold Oberlercher, der nach 1989 die Verfassung des „Vierten Reiches“ (sic!) ausgearbeitet hat, das im Geiste Hegels das Vermächtnis von Karl Marx und Adolf Hitler verwirklichen soll (sic!).

Ende 1998 veröffentlichten diese drei SDSler eine Kanonische Erklärung zur Bewegung von 1968:

Das deutsche ‘68 war der zweite deutsche Revolutionsversuch gegen die Weltherrschaft des Kapitals. Deswegen wurde es als „linker Faschismus“ tituliert.

Der erste Revolutionsversuch war natürlich ‘33 erfolgt. Und jenen Altachtundsechzigern, die von der „beginnenden Demokratisierung der Gesellschaft“ reden, für die angeblich sie verantwortlich seien, schreibt Peter Sichrovsky ins Stammbuch, sie sollten

vielleicht einmal ihre längst vergessenen Reden und Pamphlete zum Thema Israel, Antisemitismus und Antizionismus lesen. Es ist nicht einfach, daß einem dabei nicht schlecht wird. (Sichrovsky: Der Antifa-Komplex, München 1999, S. 125)

Ich erinnere an die Diskussion über Joschka Fischers Teilnahme an einem PLO-Kongreß in Algier, wo zum „Endsieg“ (sic!) über Israel aufgerufen wurde.

1972 mahnte Ulrike Meinhof anläßlich des Münchner Olympia-Massakers vom 5. September aus dem Gefängnis heraus die westdeutsche Linke, sie könne anhand dieser Aktion, der elf Israelis zum Opfer gefallen waren, ihre

politische Identität wiederfinden – Antifaschismus – antiautoritäres Lager – antiimperialistische Aktion – wenn sie noch nicht ganz der Springerpresse und dem Opportunismus verfallen ist, wenn Auschwitz, Vietnam und Abstumpfung der Massen hier durch das System sie noch was angeht. (z.n. Butz Peters: RAF. Terrorismus in Deutschland, Stuttgart 1991, S. 137)

Bei dieser Aktion ging es dem palästinensischen „Schwarzen September“ darum, Gruppenmitglieder aus israelischen Gefängnissen freizupressen. Eine Politik, die sich nun die RAF zu eigen machte. Wobei der Hochsicherheitstrakt mit Auschwitz gleichgesetzt wurde. Meinhof: „der politische Begriff für den toten Trakt, Köln, sage ich ganz klar – ist: Das Gas“ (ebd., S. 150).

Im Dezember des gleichen Jahres erklärte sich Horst Mahler in seinem Prozeß ebenfalls solidarisch mit der Aktion in München. Und Meinhof, die als Entlastungszeugin für Mahler auftrat, erklärte, daß es die Linke unterlassen habe, den deutschen Massen die richtige Erklärung für Auschwitz zu geben, denn sie wären erst für die Revolution zu mobilisieren, wenn man sie von der Schuld am Faschismus freispräche. Der berechtigte Haß der Massen auf den Kapitalismus und insbesondere das Finanzkapital sei von den Nazis auf die Juden „als Geldjuden“ umgelenkt worden. Ferner identifizierte sie die eigene Gruppe und ihren Widerstand mit den Juden des Warschauer Ghettos (Robert Wistrich: Der antisemitische Wahn, Ismaning 1987, S. 405).

Das kennzeichnet bis heute die „68er“ und ihre ekligen Nachgeburten: sich als Opfer geben und sich gleichzeitig wie Nazis benehmen. Besonders perfide ist das angesichts der multikulturellen Umgestaltung unserer Gesellschaft, die im Namen der „Menschlichkeit“ erfolgt, tatsächlich aber nur aus einem unbändigen Zerstörungswillen gegen unsere Kultur heraus motiviert ist. „Deutschland verrecke!“

In einem vom kanadischen Journalisten Mark Steyn verfaßten Artikel über den „Selbstmord Europas“ ist ein bewerkenswerter Satz gefallen:

So ziemlich alle Parteien im Westen haben sich dem verschrieben, was man die sekundären Impulse einer Gesellschaft nennen könnte.

Reich hat in Die sexuelle Revolution den Unterschied zwischen primären und sekundären Trieben herausgearbeitet.

Was kann man tun? In einer antiautoritären Gesellschaft, in der jede Art von Konsens zerbrochen ist und Gesetze nur noch auf dem Papier stehen, gilt es, diesen kontaktlosen Zustand aufzuheben, indem man das tut, vor dem die Träger der Emotionellen Pest eine alles zerfressende Angst haben: eine Auseinandersetzung, die kompromißlos beim Kern des Problems bleibt. Man denke nur mal daran, wie sie wild auseinanderstäuben und wie Vampire im Sonnenlicht kollabieren, wenn man sie darauf hinweist, daß jeder ehrliche Sozialarbeiter eingestehen wird, daß die Erhöhung des Hartz-IV-Satzes nicht etwa zu weniger Elend, sondern zu mehr Verwahrlosung führen wird. Daß die Pest in fast jeder Diskussion doch die Oberhand gewinnt, ist der Kontaktangst ihrer Gegner zu schulden, die die „Vampire“ aus vermeintlichem Mitleid feige davonkommen lassen.

Gunnar Heinsohn verlangt vollkommen zurecht: „Sozialhilfe auf fünf Jahre begrenzen“:

… Viertens: Die Abschaffung der Sozialhilfe wirkt für die Betroffenen hilfreicher als ihre Belohnung mit Quasiverbeamtung für immer mehr bildungsferne Kinder.

Diese unbequemen Einsichten haben in der amerikanischen Politik zu einem Umdenken geführt. Letztlich hat der Linksliberale Bill Clinton die entscheidende Wende eingeleitet. Ungeachtet aller „Rassismus“-Vorwürfe aus den eigenen Reihen setzte er zum 1. Januar 1997 die wichtigsten von Murrays Vorschlägen um. Clintons Reform beendete das seit 1935 geltende Recht auf lebenslange Sozialhilfe. An seine Stelle trat ein auf fünf Jahre begrenztes Recht auf Unterstützung bei tatkräftiger Hilfe nicht zu irgendeiner abstrakten Integration, sondern zum Übergang in Arbeit. Der Erfolg dieser Maßnahmen war durchschlagend: Bezogen vor der Reform 12,2 Millionen amerikanische Bürger Sozialhilfe, so waren es 2005 nur noch 4,5 Millionen. Die Frauen der Unterschicht betrieben nun Geburtenkontrolle. So sank die Zahl der „welfare mothers“ drastisch, ebenso die Kriminalität der Söhne dieses Milieus.

Solange die Regierung das Recht auf Kinder als Recht auf beliebig viel öffentlich zu finanzierenden Nachwuchs auslegt, werden Frauen der Unterschicht ihre Schwangerschaften als Kapital ansehen. Allein eine Reform hin zu einer Sozialnotversicherung mit einer Begrenzung der Auszahlungen auf fünf Jahre statt lebenslanger Alimentierung würde wirken – nicht anders als in Amerika. Eine solche Umwandlung des Sozialstaats würde auch die Einwanderung in die Transfersysteme beenden. Deutschland könnte dann im Wettbewerb um ausländische Talente mitspielen, um seinen demographischen Niedergang zu bremsen.

Soweit die „ideologische“ Auseinandersetzung. Sie wird ohne „polizeiliche“ Komponente niemals ausreichen: die Unterdrückung Sekundärer Triebe wirkt, solange konsequent vorgegangen wird. Sie war in der autoritären Gesellschaft bis etwa 1968 effektiv. Man denke nur daran, daß bis zu diesem Zeitpunkt Hollywood niemals Sekundäre Triebe glorifiziert hat. Seit dieser Zeit lebt die Industrie von einer Art Satanskult. Die Unterdrückung und Ausmerzung der Pest kann in Zukunft noch effektiver sein, da die Orgonomie erstmals einen Maßstab liefert, anhand dem primäre und sekundäre Triebe sauber voneinander getrennt werden können.

Was ich will: normale bürgerliche Verhältnisse.

Man trifft immer wieder auf basses Erstaunen, wenn man als jemand, der sich auf Wilhelm Reich bezieht, „konservative“ gesellschaftspolitische Positionen vertritt.

Dazu ist erstens zu sagen, daß „Gesellschaftspolitik“ an und für sich eine Verfallsform ist, denn sie bedeutet nichts anderes als den Einbruch irrationaler politischer Ideologien (seien diese nun links oder rechts) in den Bereich der rationalen Arbeitsdemokratie. Nun ist es aber gerade so, daß die Linke die „Gesellschaftspolitik“ auf ihre Fahnen geschrieben hat. „Gesellschaftspolitisch“ ist ein genuin linker Begriff!

Wie sich die Gesellschaftspolitik konkret auf die Massen auswirkt, hat Henryk M. Broder angesichts einer Debatte um den Hartz-IV-Satz in einem Gedankenexperiment beleuchtet, nachdem er drei Monate in Indien gelebt hatte:

Man nehme 100 000 deutsche Hartz-IV-Empfänger, deren Miete und Krankenversicherung „von oben“ getragen wird und die darüber hinaus ein schönes Taschengeld fürs Nichtstun erhalten, sich aber über die „soziale Kälte“ beklagen, verschiffe sie nach Indien und lade sie in einem der dortigen Slums ab. Gleichzeitig nehme man eine gleich große Gruppe von indischen Slumbewohnern und bringe sie mit einem Startkapital von jeweils, sagen wir, 1000 Euro nach Deutschland. Die Deutschen in Indien werden sich beim Verhungern nach dem Paradies zurücksehnen, während die nach Deutschland versetzten Inder lauter kleine Geschäfte gründen und innerhalb einer Generation zur steuerzahlenden Mittelschicht gehören werden. Das ist überall in der Welt geschehen, wo sich (nicht-moslemische) Asiaten niedergelassen haben!

Die Kommunisten, die Gesinnungsgenossen unserer hiesigen „Gesellschaftspolitiker“, haben dutzende Millionen von Asiaten ermordet, um ihnen diesen kapitalistischen Ungeist auszutreiben! Instinktiv importieren die Roten, die den Marsch durch die Institutionen geschafft haben, massenweise Moslems, die keine derartigen Probleme machen, sondern sich ins Heer der Hartz-IV-Empfänger einordnen.

Und man komme mir nicht mit den ausbeuterischen Kapitalisten! Die Gesellschaftspolitiker schaffen sich ihren eigenen „Markt“. Eine ganze milliardenschwere Sozialindustrie lebt sehr gut davon Menschen emotional zu zerstören – die dafür sehr dankbar sind!

Der Orgonom R.A. Harman hat dazu 1992 einen sehr interessanten Fallbericht veröffentlicht („The Function of Independence“). Darin geht es um eine junge schizophrene Frau, die Dr. Harman während seiner psychiatrischen Arbeit in einem „community mental health center“ traf. Es ging „psychisch“ (d.h. emotional) mit ihr bergab, solange sie, wenn man so sagen kann, von „Hartz IV“ lebte. Dann schlug die „soziale Kälte“ zu: ihr wurden im Rahmen der allgemeinen Sozialkürzungen die Gelder gestrichen und sie war gezwungen selbst für ihren Lebensunterhalt aufzukommen. Die Sozialarbeiter sahen ein persönliches Desaster für die Frau voraus. Zunächst kam es tatsächlich zu einem psychotischen Zusammenbruch, doch dann entwickelte sich die Patientin, die einen kleinen Job gefunden hatte, zu aller Überraschung hervorragend. Die Besserung entsprach exakt dem, was theoretisch die Folge einer psychiatrischen Orgontherapie sein sollte. Aber es kam, wie es kommen mußte: die gutmeinenden Sozialarbeiter erstritten gerichtlich, daß eine schwer kranke Frau wie sie doch gar nicht arbeiten müsse. Sie gab die Arbeit auf, „genoß“ ihr von allen Zwängen befreites Leben – und verfiel innerhalb weniger Monate erneut. Die Sozialarbeiter hatten ein Leben, das grade eine hoffnungsvolle Wende genommen hatte, irreparabel zerstört.

Und jetzt schaue man sich in Deutschland um: genau dies geschieht millionenfach.

Die Sozialpolitik macht genau das Gegenteil der Orgontherapie. In der Orgontherapie geht es darum das Energieniveau zu erhöhen, so daß sich Hemmnisse des Energieflusses bemerkbar machen und beseitigt werden können. Die Sozialpolitik hingegen senkt das Energieniveau der Massen, indem sie sie den „erregenden“ arbeitsdemokratischen Beziehungen entzieht.

Das gilt auch für die Arbeitenden, die ein Großteil ihrer Arbeitszeit nicht mehr im primären, gesunden arbeitsdemokratischen Austausch zubringen, sondern durch die sekundäre, krankhafte Sozialstaatsbürokratie malträtiert werden und denen ein Gutteil ihres Arbeitsertrages von der Sozialmafia schlichtweg gestohlen wird. Beispielsweise hat uns das Experiment „multikulturelle Gesellschaft“ bisher die phantastische Summe von 1000 Milliarden Euro gekostet. (Mehr als 30 Milliarden Euro jährlich über mehr als 30 Jahre hinweg.)

Die Umstände, unter denen die oben erwähnten Inder leben müssen, zwingen ihnen ein funktionelles Leben auf, während hier aus Menschen Haustiere gemacht werden.

Rede ich der „sozialen Kälte“ des Wort? Ganz im Gegenteil! Im heutigen System sind die Amtsstuben des Sozialstaates eine einzige Verkörperung bleierner Unmenschlichkeit. Und je „gerechter“ es zugehen soll, desto alptraumhafter wird das System. In einer rationalen Welt wären derartige Institutionen ein Hort der Freude, in denen Menschen der befriedigsten Tätigkeit überhaupt nachgehen: seinen Mitmenschen neue Lebensperspektiven zu eröffnen und aus dem Kreislauf der Abhängigkeit zu lösen. Das American College of Orgonomy bildet im Moment „soziale Orgonomen“ aus, die genau in diesem Bereich tätig werden könnten!

Man nehme als beliebiges Beispiel den Autismus als denkbar schwerwiegende Störung. Heute werden diese Menschen in ein lebenslanges Rentnerdasein gepreßt. Menschen, die zu einem Gutteil geradezu übermenschliche Sonderbegabungen besitzen. Sie könnten damit ein Vermögen verdienen, wenn man nur die eine oder andere Hürde beseitigen würde. Siehe dazu Das übersehene, unterdrückte und verachtete Lebendige (Teil 3).

Eine etwas andere Perspektive findet sich im Beitrag Superhartzie des Blogs Band of Brothers: ob Sozialstaat oder nicht, in diesem scheiß Land hat dank einer absurden, geradezu sadistischen Bürokratie niemand, auch nicht Broders Inder, die Chance, etwas auf die Beine stellen.

Ich werde nie einen Fernsehbeitrag von vor vielleicht 20 Jahren vergessen, in dem es darum ging, daß nach Jahrzehnten einem Beamten plötzlich einfiel, eine alteingesessene kleine Ein-Mann-Autowerkstatt müsse umgehend geschlossen werden, da sie widerrechtlich in einem reinen Wohngebiet stehe. Trotz inständiger Bitten, doch den Ermessensspielraum wie in den Jahrzehnten zuvor zugunsten des alten KFZ-Meisters walten zu lassen, wurde dessen Existenz nach „Recht und Ordnung“ erbarmungslos vernichtet. Was wurde nach der Leerräumung des Geländes dort gebaut? Eine Tankstelle, denn die sind in Wohngebieten zulässig.

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9 Antworten to “Gesellschaftspolitik”

  1. Robert (Berlin) Says:

    Man sollte immer daran denken, wofür die Sozialunterstützung geschaffen wurde.
    Historisch ist sie eine Ablöse der privaten Wohlfahrt, damit man nicht der Willkür oder der schwankenden Mittel dieser Gabe abhängig war. Also ein historischer Fortschritt, der jetzt durch die Wenigkeit der Mittel konterkariert wird, so dass viele zur Essensausgabe gehen. Wer natürlich schwarz arbeitet, kommt dann über die Runden. Übrigens kann man nur 100 € ungekürzt dazuverdienen, alles höhere wird um 80% gekürzt, was wirklich bedeutet, dass der Arbeitswille gebrochen wird, denn wer arbeitet schon gerne fast umsonst.
    Das Arbeitslosengeld war eine staatliche Versicherung der abhängig Arbeitenden, die dafür einen Teil ihres Lohnes einzahlten.
    Wie sieht es nun aus? Weil absichtlich sozialversicherte Arbeitsverhältnisse staatlich durch Gesetze zerstört werden, um sie durch Mini/Midi/Teilzeit/Minilohn/Zeitfirmen-Jobs ohne Einzahlung in die Sozialkassen zu ersetzen, kommt auch kein Geld in die Arbeitslosenversicherung hinein.
    Früher: wer dann nach seiner Bezugszeit von Arbeitslosengeld keine berufliche Anstellung hatte, wobei er einen beruflichen Schutz vor andere Tätigkeiten als seine eigene Ausbildung hatte, kam in die Arbeitslosenhilfe, die eine steuerfinanzierte und etwas niedriger als das Arbeitslosengeld war.
    Dagegen war die Sozialhilfe eine staatliche Alimentation vor Verelendung, wenn man vorher nicht in die Arbeitslosenkasse eingezahlt hatte, wie z. B. Schüler einer Fachschule, die kein Bafög bekamen. Oder Personen, die nicht mehr arbeiten konnten.
    Dies ist heutzutage anders: heute werden alle Arbeitslosen nach einem Jahr auf Sozialhilfeniveau reduziert, egal wie lange sie gearbeitet haben. Damit muss man alles zahlen: Wohnungseinrichtung, Möbel, Reparaturen, Strom, Lebensmittel, Bildung, Kleidung etc. Das heißt, heute lebt man schlechter als früher mit Sozialhilfe, weil das da Antragsleistungen waren (Besonderer Bedarf, einmalige Leistungen, Kleiderbeihilfe, Möbelantrag etc.).

    Man nehme 100 000 deutsche Hartz-IV-Empfänger, … verschiffe sie nach Indien und lade sie in einem der dortigen Slums ab.
    Warum immer die Hartzer als Beispiel nehmen? Wie wär’s mit der eigenen Berufsgruppe und der eigenen Person! Dann bitte mal detailiert erklären, wie man aus dem Slum seine zahllosen indischen Konkurrenten aussticht und ohne Krankenversicherung und bei Dreckswasser „der befriedigsten Tätigkeit überhaupt nachgeht“.
    Viel Spass dabei!

  2. David Says:

    Man nehme als beliebiges Beispiel den Autismus als denkbar schwerwiegende Störung. Heute werden diese Menschen in ein lebenslanges Rentnerdasein gepreßt. Menschen, die zu einem Gutteil geradezu übermenschliche Sonderbegabungen besitzen. Sie könnten damit ein Vermögen verdienen, wenn man nur die eine oder andere Hürde beseitigen würde. Siehe dazu Temple Grandin, Colorado State University.

    Siehe auch: Specialisterne, Kopenhagen. Diese Firma gibt Menschen mit Autismus Jobs, es gelingt ihr die Arbeitsleistungen der Autisten an Firmen zu vermitteln. Es gelingt der Firma Specialisterne auch, in anderen europäischen Ländern Tochterfirmen zu gründen, nur nicht in Deutschland.

    Die Deutschen in Indien werden sich beim Verhungern nach dem Paradies zurücksehnen, während die nach Deutschland versetzten Inder lauter kleine Geschäfte gründen und innerhalb einer Generation zur steuerzahlenden Mittelschicht gehören werden. Das ist überall in der Welt geschehen, wo sich (nicht-moslemische) Asiaten niedergelassen haben!

    Inder – und vor allem Inderinnen – gründen auch in Indien lauter kleine Geschäfte, wenn sie beispielsweise von der Grameen Bank von Herrn Mohammed Yunus Mikrokredite erhalten. Dasselbe geschieht in Bangladesh, wo diese Bank gegründet wurde und wo die Menschen, auch Moslems – sich offenbar eher wie nicht-moslemische Asiaten verhalten.

    Anders als vielfach angenommen, ist Herr Yunus nicht der Erfinder des Mikrokredits. Der ungeheure Erfolg der Grameen Bank beruht vielmehr darauf, dass die Grameen Bank den Mikrokredit mit selbsthilfegruppen-orientierter Sozialarbeit verbindet.

    Man muss diese Tätigkeit geradezu als Soziale Orgonomie bezeichnen!

    Hier ergibt sich die Frage: um was handelt es sich genau bei der Ausbildung von Sozialen Orgonomen durch das ACO?

    Darf man diese Ausbildung machen, ohne zuvor ein Medizinstudium absolviert zu haben? Ich kenne Menschen, die sich für eine solche Tätigkeit interessieren würden, aber – aus finanziellen Gründen nicht Medizin studieren können.

    Der Mikrokredit – in Höhe von oft nur einhundert Dollar – ermöglicht Menschen den Weg in die Existenzgründung. In Deutschland reichen zwanzigtausend Euro nicht. Hier kann man wirklich nur da sitzen und seine „Stütze“ kassieren.

    Russland lässt grüßen. Dort gibt es – etwa am Kiewer Bahnhof in Moskau – Händler, welche mit regional erzeugtem frischem Gemüse handeln. Dieses Gemüse ist viel besser als das in den regulären Läden, letzteres ist von den großen Konzernen hergestellte holländische und spanische Treibhausware und ist auch viel teurer als das regional erzeugte Gemüse.

    Dieser russische Kleinhändler hat ebenfalls – wie der Inder – sich eine Existenz geschaffen – den früheren Arbeitsplatz als Arbeiter oder Angestellter hatte er vielleicht mit dem Ende des kommunistischen Systems verloren.

    Jedoch hat er keine Konzession, keine Erlaubnis – immer wenn ein Polizeiauto auftaucht, muss er blitschnell verschwinden …

  3. David Says:

    Apropos moslemische Bevölkerungsgruppe:

    in den Niederlanden regiert jetzt defacto Geert Wilders mit! Er gehört zwar nicht dem Kabinett an, welches heute vor der Königen vereidigt wurde; jedoch ist dieses Kabinett eine Minderheitsregierung und ist auf Geert Wilders angewiesen.

  4. Robert (Berlin) Says:

    Arbeitslos in Rotterdam
    Irgendwas kann jeder
    Wer in Rotterdam Sozialhilfe bezieht, muss jetzt etwas tun für sein Geld. Jeder bekommt eine Aufgabe. Niemand dürfe „hinter den Geranien verkümmern“, sagt Dominic Schrijer, Beigeordneter für Soziales. Seine Gegner schimpfen über „Zwangsarbeit“.

    Zitat:
    In Rotterdam erhalten rund doppelt so viele Einwohner Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe wie im Durchschnitt der Niederlande, wo schon die im vorigen Dezember gemessene Arbeitslosenquote von vier Prozent die Politiker alarmiert hat. Dominic Schrijer verspricht nicht, jedem erwerbslosen Rotterdamer eine Stelle auf dem freien, dem „ersten“ Arbeitsmarkt zu verschaffen. Aber er will sich nicht damit abfinden, dass an Schulen oder in Kirchengemeinden, in Nachbarschaftszentren oder Altenheimen viel „vernünftige“ Arbeit unerledigt bleibe, weil niemand dafür bezahlen könne, während zugleich Zigtausende Rotterdamer Geld fürs Nichtstun bekämen. „Als ich vor vier Jahren in die Stadtregierung kam“, empört sich Schrijer, „hat man mir weismachen wollen, von den rund 50.000 Erwerbslosen werde die Hälfte nie wieder arbeiten können. Das ist aberwitzig!“

    http://tinyurl.com/2d4d93t

  5. David Says:

    „Der Schein trügt“: Fernsehdoku von 2004, dieses Jahr 2010 gesendet auf EinsFestival am 15.Dez.2010.

    Hier wird – gegen Ende des Films – unter anderem über die Banco de Palma in Palmera, einer Favela bei Fortaleza / Ceara / Brasilien berichtet.

    Ich hatte geschrieben:

    Der ungeheure Erfolg der Grameen Bank beruht vielmehr darauf, dass die Grameen Bank den Mikrokredit mit selbsthilfegruppen-orientierter Sozialarbeit verbindet.

    Die Banco de Palma verbindet den Mikrokredit nicht mit Selbsthilfegruppen, sondern mit der selbst geschaffenen Währung, dem Palma. Er gilt nur in Palmera.

    Die Wirkung der selbst geschaffenen Währung ist, dass die Bewohner Dienstleistungen und auch Waren austauschen können.

    Infolge dessen ist die Siedlung erheblich wohlhabender als andere Favelas, eigentlich ist es schon kein Elendsviertel mehr.

    Die Theorie über Währungen besagt, dass der Markt, also die Leute, sich eine Währung selbst schaffen, wenn man sie nicht durch ein vorgeschriebenes „Gesetzliches Zahlungsmittel“ daran hindert.

    Sie besagt ferner, dass die Leute mit der Zeit zum Gold als Zahlungsmittel kommen werden.

    Letzteres wäre allerdings weniger praktisch, weil es nicht so einfach ist, sehr kleine Zahlungen mit Gold auszuführen. Rein theoretisch halte ich es aber durchaus für möglich, dass eine Frau ein Schmuckstück gegen solche „Palmas“ kauft oder verkauft.

    Oder dass ein Zahnarzt von einem Patienten, der weder Real (die „normale“ Währung Brasiliens) noch eine Krankenversicherung hat, für eine Goldkrone – Palmas akzeptiert.

    Ein Lob auf die Bundesregierung von Brasilien und die Landesregierung von Ceara: dass diese Regierungen diese Praxis fördern, oder zumindest nicht mit Polizeigewalt unterbinden!

  6. David Says:

    Die Mikro-Darlehen werden in Palmas ausbezahlt, und sie sind zinslos.

  7. Peter Nasselstein Says:

    Interessante Fallstudie über den Kampf zwischen den lebenspositiven Kräften (Antiislamismus) und der Emotionellen Pest (Antisemitismus) in der Pegida-Bewegung:

    http://www.blu-news.org/2015/05/21/die-zionisten-und-ihr-finanzsystem/

  8. Peter Nasselstein Says:

    Das ist die letzte Generation, die Europa retten kann!

    • David Says:

      http://iboesterreich.at – es scheint überall dasselbe zu geschehen.

      Müssen Österreich und Deutschland das wegen des verlorenen Krieges hinnehmen?

      Einwanderung krimineller Migranten, deren Delikte dann von der Presse verschwiegen werden, auch in Norwegen und Schweden.

      Welche nicht zu den Verlierer-Mächten des Zweiten Weltkriegs gehören.

      In Österreich die http://iboesterreich.at offenbar so was wie unsere Pegida.

      Der Umstand, dass die jetzt zerfällt auf irgendwelche Zersetzungs-Operationen zurückzuführen?

      Wie auch bei der sehr korrupten Geld-Operation von Herr Cœuré am 18.d.M. (Internetausgabe von Süddeutsche Zeitung zufolge) entziehen sich die Hintergründe meiner Kenntnis.

      Auch die „Wirtschaftsflüchtlinge“, von welchen manche nicht kriminell sind, sondern sich eine Existenz aufbauen wollen, Schachfiguren in einem großen, bösen Spiel?

      Die von Gunnar Heinsohn bezeichneten Entwicklungen, das heißt das Fehlen von Söhnen in Gegenden wie Deutschland, Weißrussland, Polen etc.? Unumkehrbar?

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