Mein Kopf! (Teil 2)

Beta-Amyloidpeptide wirken antimikrobiell und spielen in der Informationsverarbeitung im Gehirn eine Rolle. Robert Pietrzak (Yale University) et al. konnten nun nachweisen, daß ängstliche Menschen eine erhöhtes Risiko haben an Alzheimer zu erkranken im Vergleich zu weniger ängstlichen Menschen, die die gleiche erhöhte zerebrale Amyloid-Beta-Konzentration haben. Info Neurologie & Psychiatrie (April 2015) kommentiert:

Neu und interessant ist der Befund, daß das Vorhandensein von Angstsymptomen einen moderierenden Einfluß auf den Zusammenhang von zerebraler Aβ-Konzentration und Manifestation kognitiver Defizite ausübt.

Man hat hier unmittelbar das orgonometrische Symbol vor sich:

alzheimerom

Daß in der eingangs erwähnten Studie von Depression keine Rede ist, ist darauf zurückzuführen, daß depressive Probanden von vornherein ausgeschlossen wurden.

Zugegeben ist diese Aufstellung etwas halsbrecherisch, doch gleichzeitig erschien eine Studie von Lena Johansson et al. (Universität Göteborg) bei der 38 Jahre lang der Neurotizismus sowie die Intro- und Extrovertiertheit von 800 Frauen erfaßt wurde.

Insgesamt erkrankten 153 der untersuchten Frauen an Demenz, darunter 104 an Morbus Alzheimer. Die Wissenschaftler fanden heraus, daß die Frauen, die sich in den Tests als sehr neurotisch zeigten, doppelt so häufig eine Demenz bekamen wie diejenigen, die hier sehr niedrige Werte hatten. Allerdings hing ersteres auch davon ab, ob die Frauen über einen längeren Zeitraum hinweg Streß ausgesetzt waren.

Intro- und Extrovertiertheit alleine schienen das Risiko für Demenz nicht zu erhöhen. Frauen, die jedoch hohe Neurotizismuswerte hatten und introvertiert waren, wiesen in der Studie das höchste Alzheimer-Risiko auf. Von 63 dieser Probandinnen erkrankten 16 (25 Prozent) an Alzheimer. Dagegen erkrankten 8 von 64 Frauen (13 Prozent), die extrovertiert und weniger neurotisch waren.

Streß, Introvertiertheit und „Neid, Launenhaftigkeit, Reizbarkeit, Neigung zu Nervosität und Anfälligkeit für Streß“ (Neurotizismus) verweisen wieder auf den bioenergetischen Faktor Kontraktion.

Reich hat über das Altern geschrieben:

Bis in die 40er Jahre herrschen normalerweise Wachstum, Sexualität, Lebensfreude, expansive Tätigkeit, geistige Entwicklung etc. vor. Von da ab, also mit dem Beginn des „Alterns“, der sogenannten „Involution“, nimmt die Kontraktion des Lebenssystems allmählich überhand. (…) Der Charakter wird „konservativ“ (…). (Der Krebs, Fischer TB, S. 257f)

Das ist die generelle Sichtweise, die karzinomatöse Schrumpfungsbiopathie: die verfrühte Involution. Die spezifische Sichtweise, d.h. von der verfrühten Verblödung (Dementia praecox) her, bietet die schizophrene Schrumpfungsbiopathie.

Reich zufolge leiden Schizophrene unter einer Art von Schrumpfunsbiopathie, bei der buchstäblich „das Gehirn wegfault“. Reich:

Die emotionelle und bioenergetische Zersplitterung im Schizophrenen führt bekanntermaßen früher oder später zu einem allgemeinen Verfall des Organismus mit üblem Körpergeruch, Gewichtsverlust, schweren biochemischen Stoffwechselstörungen und bisweilen auch echten kanzerösen Entwicklungen. Der Schizophrene verliert die Fähigkeit, bioenergetisch das normale Niveau aufrechtzuerhalten, und schrumpft deshalb auch körperlich. (Charakteranalyse, KiWi, S. 605f)

Der allgemeine Verfall des Organismus in den späteren Phasen des Prozesses ist Ergebnis der chronischen Schrumpfung des Lebensapparates – wie bei der Krebsbiopathie, nur mit unterschiedlicher Ursache und Funktion: Der schrumpfende karzinomatöse Organismus steht nicht in Konflikt mit gesellschaftlichen Einrichtungen, denn er hat resigniert; der schrumpfende schizophrene Organismus hingegen steht in vielfältigem Konflikt mit der Gesellschaft und reagiert auf sie mit einer spezifischen Spaltung. (ebd., S. 565)

Offensichtlich wirkt Omega 3 dieser spezifischen Form der Schrumpfung, die vor allem das Gehirn betrifft, von Anfang an entgegen:

Kinder- und Jugendpsychiater (G. Paul Amminger et al.) haben 81 Probanden mit „ultrahohen“ Psychoserisiko im Alter zwischen 13 und 25 Jahren untersucht. Die eine Gruppe erhielt über 12 Wochen hinweg Fischöl-Kapseln, die andere ein Placebo. Danach wurden die Studienteilnehmer über 40 Wochen hinweg beobachtet.

Nach dieser Zeit hatten 27,5 Prozent der Probanden aus der Placebogruppe eine Psychose entwickelt, aber nur 4,9 Prozent aus der Gruppe, die Fischöl-Kapseln genommen hatten. Neben der Symptomatik wurde auch das Funktionsniveau signifikant positiv beeinflußt.

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Eine Antwort to “Mein Kopf! (Teil 2)”

  1. Manuel Says:

    Coffein (aus Kaffee, Tee, Cola etc.) aber auch Aromastoffe wie Vanillin oder Geschmacksverstärker (Mononatriumglutamat) veranlassen das Gehirn seine Energiespeicher auf einmal zu leeren – das ist der „Kick“, ohne den die meisten glauben, nicht in den Tag starten zu können, bzw. der ihnen die Illusion vermittelt, das ein Essen „gut schmeckt“. Wenn das täglich passiert, ist das Gehirn bald dehydriert und „ausgebrannt“, langfristig kommt es zu degenerativen Erkrankungen. Vanillin ist übrigens ein sehr wirksames Insektengift: wenn man Ameisen loswerden will, kann man einfach Vanillinzucker auf ihre „Strassen“ streuen.
    Omega 3,6,9-Fettsäuren braucht man übrigens nicht teuer in der Apotheke zu kaufen: Dorschleber im eigenen Öl (in der Dose) gibt es billig in fast jedem Supermarkt!

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