Marx und die Geister der Ermordeten

Wie Hermann von Berg, einst hochrangiger Ökonom in der „DDR“ und Spezialist für die Geschichte der Arbeiterbewegung, 1986 in seinem Buch Marxismus – Leninismus (Köln) ausführte, kann Marx nur Spezialisten beeindrucken: Historiker, die keine Ahnung von Ökonomie haben, Ökonomen, die nichts über den Stand der damaligen ökonomischen Wissenschaft und die Geschichte der Arbeiterbewegung wissen, Philosophen, Germanisten, Politologen…

Man lese nur bei Marx:

Der Verfasser der „Observations“ und S. Bailey beschuldigen Ricardo, er habe den Tauschwert aus einem nur Relativen in etwas Absolutes verwandelt. Umgekehrt. Er hat die Scheinrelativität (…) auf das hinter dem Schein verborgene Verhältnis reduziert, auf ihre Relativität als bloße Ausdrücke menschlicher Arbeit. (Kapital 1, Frankfurt a.M. 1978, S. 62)

Aus solchen Nonsens-Possen besteht der ganze Marx. Nichts als heiße und übelriechende Luft.

Marx war nach von Berg nichts als ein

schäbiger, unseriöser, rückständiger Plagiator, der weder geschichtsphilosophisch noch volkswirtschaftlich neue Erkenntniswerte geschaffen hat.

Bereits 1934 erschien Karl Marx. A Study in Fanatism von E.H. Carr, dessen Inhalt Walter Laqueur (Mythos der Revolution, Frankfurt a.M. 1967) wie folgt zusammengefaßt hat:

„Marx war das Genie der Zerstörung, nicht des Aufbaus.“ Marxismus sei ein Glaubensakt (…) Dialektischer Materialismus Unsinn, die „Einheit des Denkens und Handelns“ Gefasel, die Arbeitswerttheorie unoriginell und dogmatisch. Die treibende Kraft bei Marx (…) sei Klassenhaß; wie utopisch von Marx zu glauben, daß der Klassenhaß die Menschheit zu der Vollkommenheit des kommunistischen Weltreichs führen könnte!

Carr sei auch dem Reichisten-Marxisten ins Stammbuch geschrieben:

Der Pseudomarxist ist eine traurige Gestalt. „Er weiß, daß der Marxismus leerer Schein ist; aber er nährt trotzdem die Hoffnung, in ihm einen Schimmer zu finden, dem er folgen könnte.“

Was die faschistische Diktaturen in Europa [in den 1930er Jahren] betrifft, so „ist [Carr zufolge] zwischen der sogenannten ‚Diktatur des Proletariats‘ und den Diktaturen, die lieber andere Fahnen hissen, der einzige Unterschied der, daß die erstere ihre marxistische Abstammung verkündet, während die anderen sie verleugnen.“

Marxistischen Humanismus hat z.B. auch Engels schon 1849 zum Ausdruck gebracht, als er schrieb:

Es gibt kein Land in Europa, das nicht in irgendeinem Winkel eine oder mehrere Völkerruinen besitzt (…) zurückgedrängt und unterjocht von der Nation, welche später Trägerin der geschichtlichen Entwicklung wurde. Diese Reste einer von dem Gang der Geschichte, wie Hegel sagt, unbarmherzig zertretenen Nation, diese Völkerabfälle, werden jedesmal und bleiben bis zu ihrer gänzlichen Vertilgung und Entnationalisierung die fanatischen Träger der Konterrevolution, wie ihre ganze Existenz überhaupt schon ein Protest gegen eine große geschichtliche Revolution ist.

Hermann von Berg zeigt in seinem Buch, „daß Stalin im Gegensatz zu Lenin lupenreiner Marxist war“.

Bereits 1968 konnte jeder in Bertram Wolfes Marx und die Marxisten (Frankfurt a.M.) nachlesen, daß Marx schon 1848 in seinen „Forderungen der Kommunistischen Partei in Deutschland“ seine Katyn-Fratze zeigte: „Stalin hätte diese Vorschläge zu seinem Evangelium erklären können.“

Es sollte klar sein, daß der Rote Faschismus vollkommen in Marx und Engels ruht und wenig mit „russischer Barbarei“ zu tun hat. So schreibt George F. Kennan über die ersten Sowjetführer:

Man muß sich vor Augen halten, daß das alles Männer waren, die aus ideologischer Überzeugung heraus den Standpunkt ablehnten, es gebe irgendwelche absoluten moralischen Wertmaßstäbe, nach denen man sich zu richten habe. Ob moralisches Verhalten, einschließlich ihres eigenen, recht oder unrecht war, wurde letzten Endes dadurch entschieden, ob es nach ihrer eigenen Definition der Sache der gesellschaftlichen Veränderung diente. Für das Verhältnis zu Personen außerhalb der Partei war das tatsächlich das einzige Kriterium. Hier waren Unredlichkeit, Betrug, Verfolgung, Mord und Folter angebracht, wenn sie im Augenblick für die Sache nützlich und wichtig zu sein schien. (z.n. John Barron: KGB, München 1982)

Trotzki sagte (…) kurz vor seiner Ermordung: „Eine Gesellschaft ohne soziale Widersprüche wird natürlich eine Gesellschaft ohne Lüge und Gewalt sein. Doch kann man zu dieser Gesellschaft nicht anders eine Brücke schlagen, als unter Anwendung von revolutionären, d.h. gewaltsamen Mitteln (…) So sind ‚Lüge und Schlimmeres‘ vom Klassenkampf (…) nicht zu trennen. Dem bleibt hinzuzufügen, daß selbst die Begriffe von Wahrheit und Lüge aus sozialen Widersprüchen geboren wurden.“ Könnten Nihilismus und moralischer Relativismus noch weitergehen?

Frägt Bertram Wolfe.

Angesichts der „Krise des Kapitalismus“ wird Marx wieder Gehör geschenkt und es wird versucht ihm Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Ich hingegen denke an die 100 000 000 Toten, die der Marxismus zu verantworten hat. Jene Vollpfosten, die behaupten, dies hätte nichts mit dem „wahren“ Marxismus zu tun, sind zu einem Gutteil personenidentisch mit jenen, die heutzutage felsenfest davon überzeugt sind, den Islam besser zu verstehen als Osama bin Laden! Es sind „Intellektuelle“ wie Marx selbst einer war!

Wie die „Stalinisten“ hätte auch Marx zu Mord und Terror gegriffen, um seine Ideologie zu verbreiten, der allein bei der sowjetischen „Landreform“ 1932-33 (übrigens nach Plänen Trotzkis ausgeführt!) 6 000 000 Menschen zum Opfer gefallen sind, die man bewußt hat verhungern lasen! Das ist lupenreiner Marx.

Bertram Wolfe zufolge behauptete Marx,

daß es nur im Zusammenhang mit dem Eigentum Erniedrigung und Entmenschlichung gebe; beides werde mit dem Wechsel der Eigentumsformen beseitigt werden (…) Diese Simplifisierung der vielfältigen und komplexen Probleme der menschlichen Verhältnisse machte Marx zu einem „schrecklichen Vereinfacher“, deswegen werden viele seiner Nachfolger innerlich zu Barbaren und Nihilisten, was alle außerhalb des Bereichs der Geschichte liegenden Werte anbelangt, Werte, auf Grund deren Geschichte – und Institutionen – beurteilt werden müssen, will man Geschichte, soweit sie beeinflußbar ist, menschlicher machen.

Hermann von Berg zeigt jedem orgonomisch orientierten Leser glasklar auf, daß Marx Modju par excellence war.

Überhaupt, wenn alles eine Fehlentwicklung des Marxismus war, wie konnte da Marx‘ Zeitgenosse Proudhon alles voraussehen?

Der Kommunismus läßt sich [Proudhons] Meinung nach (…) nie mit der Würde des Einzelnen und mit den Werten des Familienlebens vereinbaren; er strebe die Universalisierung des Elends an und die Unterdrückung des menschlichen Lebens in einem kasernenhaften Mittelmaß. Seine Befürworter hält [Proudhon] für Fanatiker der Macht, die zur Einführung der Allgewalt des Staates streben, der auf dem öffentlichen Eigentum basiert. In Wirklichkeit hebt der Kommunismus das Eigentum und dessen destruktive Folgen nicht nur nicht auf, sondern führt das Eigentum ad absurdum; im kommunistischen System besitzen die Individuen kein Eigentum, das gesamte Eigentumsrecht – oder vielmehr Unrecht – wird auf den Staat übertragen, der nicht nur zum Besitzer der materiellen Güter, sondern auch zum Besitzer seiner Bürger wird. Die einzelnen Menschen, ihre Bestrebungen, Talente, ihr Leben, das alles wird auf einen Schlag verstaatlicht. Das Prinzip des Monopols, welche Quelle allen sozialen Unheils ist, erfährt im Kommunismus seine höchste Steigerung; der Kommunismus ist nicht anderes als die Ankündigung des extremen Polizeidespotismus. (Leszek Kolakowski: Die Hauptströmungen des Marxismus, Bd. 1, München 1977)

In der Revolution gelten Parolen wie „Befreiung des Lebendigen von erstarrten Strukturen“, also Befreiung des schöpferischen Potentials der „Massen“, nach der Revolution zeigt sich dann aber sehr schnell, daß diese Parole eine Lüge war, um liberale Dumpfbacken für dumm zu verkaufen. Zitieren wir den vergöttlichten Che, der zum Thema Der Sozialismus und der Mensch in Kuba schrieb:

(…) die Masse verwirklicht mit Begeisterung und Disziplin ohnegleichen die Aufgaben, die die Regierung setzt, seien sie nun wirtschaftlicher, kultureller, verteidigungstechnischer, sportlicher oder anderer Natur. Die Initiative geht im allgemeinen von Fidel oder vom Oberkommando der Revolution aus und wird dem Volk erklärt, das sie dann als seine eigene aufgreift. (z.n. H.C.F. Mansilla: Systembedürfnis und Anpassung. Zur Kritik sozialistischer Verhaltenssteuerung, Frankfurt a.M. 1973)

Entsprechendes schreibt von Berg über Marx:

Dieser Mann hatte keine Verbindung auch nur zu einer Klasse des deutschen Volkes. Er hatte keine Ahnung, was Arbeiter, Bauern und Demokraten dachten, fühlten, wollten, obwohl alle ihre ausformulierten, konkreten Programme hatten. Marx war ein spintisierender Intellektueller, ohne Heimat, ohne Vaterland; zerfressen von Haß gegen Juden und Deutsche, geeignet nur zur Zerstörung, destruktiv, ein klassenfremdes, „halbgebildetes“ Element, wie die demokratischen Arbeiterkommunisten [des „Bundes der Kommunisten“] es formulieren, als sie ihn nach der Revolution [von 1848] aus der KP ausstießen.

In seinem Buch Die Achillesferse des Marxismus: der Widerspruch von Kapital und Arbeit (Hamburg 1974) schreibt Werner Becker, daß für Marx, als „konsequentestem Verfechter der sogenannten Arbeitswertlehre“, die Preise der auf den Markt gehandelten Güter „lediglich die sichtbare, äußere Erscheinungsform eines tieferliegenden, sozusagen ‚inneren‘ [absoluten] Wertes“ darstellen. Damit habe Marx die lebendige Vielfalt über einen Leisten gebrochen – und damit das Lebendige selber zerbrochen, wie wir hinzufügen.

Die Arbeit in Wertgestalt, die „abstrakte Arbeit“, (…) ist eine metaphysische Realität, sie ist empirisch so wenig vorzeigbar wie etwa der christliche Gott. Sie ist ein pures Glaubensprodukt. (Becker)

Hier dürfen wir nicht vergessen, daß Marx hauptsächlich von der Verballhornung Hegels lebte, der Religion und Philosophie zu einer Einheit machte. Aber für Hegel war der Weg zur „Erlösung“ innerlich. Robert Tucker (Karl Marx, München 1963) hat darauf hingewiesen, daß man Marx nur verstehen kann, wenn man sieht, daß er Hegel dadurch „auf den Kopf gestellt hat“, indem er diese internen Konflikte externalisiert hat. (Der emotionell pestkanke Charakter sucht die Lösung seiner neurotischen Konflikte auf dem sozialen Schauplatz!) Damit ist Tuckers Analyse zentral für ein orgonomisches Verständnis Marxens und der Geschichte des Kommunismus.

Grob gesagt, ist der Marxist ein Mensch, der durch Beeinflussung der Gesellschaft nach Befreiung von seiner Panzerung strebt. So ist auch erklärlich, warum so viele ehemalige Marxisten nach all den Enttäuschungen schließlich östliche „Erlösungswege“ beschreiten.

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11 Antworten to “Marx und die Geister der Ermordeten”

  1. Robert (Berlin) Says:

    Hier ein interessantes Buch von einem marxistischen „Reichianer“:
    Fritz E. Hoevels, Wie Unrecht hatte Marx wirklich?

    http://books.google.de/books?id=TQ-_2Mgewd8C&printsec=frontcover&dq=Hoevels+Marx&cd=1#v=onepage&q=&f=false

    oder

    http://www.ahriman.com/buecher/wie_unrecht_hatte_marx_wirklich.htm

  2. Manuel Says:

    „Ob moralisches Verhalten, einschließlich ihres eigenen, recht oder unrecht war, wurde letzten Endes dadurch entschieden, ob es nach ihrer eigenen Definition der Sache der gesellschaftlichen Veränderung diente. Für das Verhältnis zu Personen außerhalb der Partei war das tatsächlich das einzige Kriterium. Hier waren Unredlichkeit, Betrug, Verfolgung, Mord und Folter angebracht, wenn sie im Augenblick für die Sache nützlich und wichtig zu sein schien. (z.n. John Barron: KGB, München 1982)“
    Ersetze „Partei“ durch „Islam“ bzw. „Umma“ und man hat den Auftrag Mohammeds an seine Jünger, wie er im Koran und Hadithen unzweideutig zum Ausdruck gebracht wird. Die Geschichte der Islamischen Welt besteht im Wesentlichen daraus.

    • Peter Nasselstein Says:

      Der Islam überzeugt mit seinem „kompromißlosen“ Monotheismus, der Marxismus mit seiner „humanistischen“ Wissenschaftlichkeit. Solange, bis man genauer hinschaut. Warum hat Allah keinen Sohn? Das schlagende Argument des Koran: Weil er keine Frau hat! Es ist der Widerspruch zwischen bombastischem Anspruch und inhaltlicher Substanzlosigkeit, der die Leute so fanatisiert. Nietzsche hat, glaube ich, gesagt, Fanatismus sei ein untrügliches Zeichen der Schwäche.

  3. Pierre Says:

    Marx war nach von Berg nichts als ein
    „schäbiger, unseriöser, rückständiger Plagiator, der weder geschichtsphilosophisch noch volkswirtschaftlich neue Erkenntniswerte geschaffen hat.“
    Marx hat nach Wilhelm Reich, wie er noch 1953 schrieb,
    „lebenswichtige Tatsachen entdeckt, die große soziale Konsequenzen haben.“ (People in Trouble, zit. n. dt. Ü., Stroemfeld 1995, S. 62)

    • Peter Nasselstein Says:

      Es reduziert sich alles auf Reichs Behauptung, daß Marx‘ „Werttheorie“ eine von Marx „gefundene wissenschaftliche Tatsache“ ist. Man zeige mir eine entsprechende wissenschaftliche Arbeit.

  4. O. Says:

    Ich vermute auch, dass es dahin gestellt werden kann, ob Marx nicht einfach nur abgekupfert hat. Herauszukriegen von wem wer abgekupfert hat, ist oft eine mühsame Arbeit, weil das Plagiat bekannt wurde und das Original nicht.
    Bspw. hatte wohl Nietzsche von Stirner sich „inspirieren“ lasssen, Freud hatte seine Vorgänger und bei Reich wird man auch einiges finden können. Viele haben wiederum Reichs Theorien benutzt ohne ihn zu erwähnen usw.
    Oft ist das Plagiat um „Quantensprünge“ schlechter und verdreht das Original. Bei jeder heutigen Publikation sollte man zuerst nach dem Original fragen, bevor man einen Trend lobt.
    Ein Autor, der originelle Ideen hat, ist schwerer zu kontrollieren, er wird durch die falsche Neuinterpretation entwertet und unschädlich gemacht. Der „Schauspieler“, der den medialen Superhelden (wie Marx etc.) spielen darf, wird von den Medien gefeiert und geehrt. Somit ist jede „revolution“ schon im Keime inszeniert und steuerbar. – That is the way it goes.

    Daher sind Projekte wie das L-R-S Projekt von Laska wichtigere Beiträge als so mancher Berliner WR-Super-Therapeut, -Publizist oder -Vortragsfunktionär, die so seriös rüberkommen (wollen).

  5. Klaus Says:

    „Herauszukriegen von wem wer abgekupfert hat, ist oft eine mühsame Arbeit, weil das Plagiat bekannt wurde und das Original nicht.“
    Viel wichtiger ist es, vage ausgedrückte Gedanken so zu reformulieren, dass sie klarer ausgedrückt sind. Darin bestehr oftmals die wissenschaftliche Hauptleistung. Daher versuche ich selten, herauszufinden, wer was in die Welt gesetzt habe – zumal mit jeder guten Reformulierung der betr. Gedanke erst ein Stück weit erschlossen wird. (Vgl. auch Carnap Konzeption von Explikation und Russels Losung:„The supreme maxim in scientific philosophising is this: Wherever possible, logical constructions are to be substituted for inferred entities.“)

  6. David Says:

    Hier dürfen wir nicht vergessen, daß Marx hauptsächlich von der Verballhornung Hegels lebte …

    und von der Verballhornung von Wirtschaftswissenschaftlern wie Smith und Ricardo?

  7. David Says:

    … der allein bei der sowjetischen „Landreform“ 1932-33 (übrigens nach Plänen Trotzkis ausgeführt!) 6 000 000 Menschen zum Opfer gefallen sind, die man bewußt hat verhungern lasen! Das ist lupenreiner Marx.

    Man hat – in der Zeit der Zwangskollketivierung – eine große Zahl von Menschen verhungern lassen, oder sie exekutiert oder sie in Lager gesperrt und Arbeitsleistung aus ihnen heraus geprügelt.

    Vor allem solche, die man als „Kulak“ eingestuft hatte.

    Viel später, nämlich nach dem Zusammenbruch der UdSSR 1991, wurde eine Aktennotiz bekannt, die Stalin in der Zeit für sich selber machte.

    Sinngemäß soll sie gelautet haben: Was ist ein Kulak? eigentlich weiß ich es gar nicht so genau …

    Woraus folgt: es ging Stalin und den Stalinisten um das Töten, um den Terror, um das Verbreiten von Schrecken, und damit um die Maximierung der eigenen Macht an sich.

    Da könnte das Materielle, nämlich den Kapitalisten ihren Besitz wegzunehmen, zweitrangig gewesen sein.

    Genau wie bei jenen Banditen im Sudan, die einen Kameraden von Rüdiger Nehberg auf besonders brutale Weise umgebracht hatten:

    … wie viel Geld mag so ein westlicher Globetrotter in einem so armen Land, wo der nächste Zugang zu den europäischen Bankkonten in der Hauptstadt sein mag, also hunderte Kilometer entfernt, bei sich tragen?

    Zweitausend Dollar vielleicht?

    Das wäre viel Geld. Aber die Hauptsache ist doch das Verbreiten von Schrecken, und die Absicht, die Staatsmacht durch Einschüchterung auf Distanz zu halten.

  8. Robert (Berlin) Says:

    Ich hingegen denke an die 100 000 000 Toten, die der Marxismus zu verantworten hat.

  9. Robert (Berlin) Says:

    Verschollen geglaubte Zitate von Marx und Engels, wegen denen die Sowjets sogar sicherheitshalber ihre eigenen Historiker umbrachten, sind nun öffentlich. Und es könnte kaum härter sein.

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