Saharasia und die sozialistische Mentalität (Teil 2)

Im Blog Politically Incorrect wurde folgender Zeitungsausschnitt aus der Lokalpresse Sachsens veröffentlicht. Niesky liegt weit im Osten des Bundeslandes nahe der polnischen Grenze.

Im Gewerbegebiet Niesky Nord kam es kürzlich zur gefährlichen Körperverletzung in drei Fällen, wobei Besucher einer Disko und einer Betriebsfeier auf dem Nachhauseweg durch eine Tätergruppe grundlos angegriffen, geschlagen und verletzt wurden. Dabei gab es fünf Geschädigte, die teilweise medizinisch behandelt werden mußten. Durch Bürger konnte ein Tatverdächtiger festgehalten und durch die eingesetzten Polizeibeamten zwei weitere Tatverdächtige ermittelt werden. Dabei handelt es sich um drei Männer im Alter von 28 und 29 Jahren tunesischer, algerischer und afghanischer Herkunft. Die drei wurden vorläufig festgenommen, die Identität festgestellt und später wieder entlassen.

Was daran so bemerkenswert ist? Fast die gleiche vollkommen absurde Geschichte hat sich in der norddeutschen Provinz zugetragen. Ich habe darüber berichtet. Man muß sich das mal plastisch vor Augen stellen: in seinem Gastland mitten in finsterer Nacht wahllos irgendwelche fremden Menschen zusammenzutreten, die von einer Feier kommen. Ich finde, das ist an Absurdität nicht mehr zu überbieten, zumal es ein weiterverbreitetes Verhaltensmuster unter den Neuankömmlingen aus dem geheimnisvollen „Südland“ zu sein scheint.

Was dahinter steckt? Sozialer Protest! Nach dem Motto: wir müssen uns hier in der Kälte der Nacht langweilen, während ihr es euch im Warmen habt gutgehen lassen. Wir hier draußen, ihr da drinnen. Wir hier unten, ihr da oben. Wir, die verdammten dieser Erde.

Eine somalische Flüchtlingsfrau, die in Mogadischu an der Universität gelehrt hatte, und nun in Italien als Hausangestellte auch den männlichen Teil der Familie durchbringen muß; sie schreibt über ihre nichtsnutzigen Brüder, für deren Lebensunterhalt sie sorgt und die sie bedienen darf:

Wenn ich sie mir anschaue, dann sehe ich Gesichter, die kein Bedauern kennen. Wenn ich mit ihnen spreche, höre ich kein Eingeständnis eines Versagens. Ihre Geschichte ist eine der Abhängigkeit, ein chronisches sich Verlassen auf ein mit dem Schweiß anderer erzieltes Einkommen. Faule Knochen sind sie, mit nichts anderem im Sinn als in ein anderes Land zu gehen, wo sie Flüchtlingshilfe beziehen werden. (Nuruddin Farah: Yesterday, Tomorrow – Stimmen aus der somalischen Diaspora, Suhrkamp Taschenbuch, 2003)

In Saharasia arbeiten die Frauen, während die Männer politisieren und ihren „Geschäften“ nachgehen. Diese Mentalität von Parasiten hat sich lückenlos in den sozialistischen Experimenten der „Dritten Welt“, in der ganze Volkswirtschaften zerstörenden „Welthungerhilfe“ und vor allem im Asylantenunwesen fortgesetzt. Saharasia metastasiert.

Die sozialistische Mär lautet, es hätten stets reiche „Kapitalisten“ arme aber glückliche Völker überfallen, um sie auszubeuten. (Was für sich schon eine merkwürdige Vorstellung ist – denn wer bricht schon als Reicher bei einem Armen ein?) In Wirklichkeit war es aber doch meist so, daß eher sozialrevolutionär gesinnte pauperisierte patriarchale Horden in reiche matriarchale Kulturen eingebrochen sind. Cortez und die sich ihm anschließenden von den Azteken unterdrückten Stämme gegen die Azteken. Die ausgehungerten, damals extrem linken puritanischen Pilgerväter (Revolution gegen das englische Königshaus und den Adel) gegen die wohlhabenden vollgefressenen Indianerstämme der Ostküste. Die nomadisierenden Semitenstämme gegen die steinreichen Stadtkulturen an der Mittelmeerküste. Entsprechend die Indoarier und Mongolen gegen die reichen Kulturen Indiens und Chinas.

Natürlich trifft das soeben gezeichnete Szenario nicht auf jede Situation zu, etwa wenn die arme Landbevölkerung wegen der Bodenschätze vertrieben wird, aber auf jeden Fall ist die Welt nicht so holzschnittartig „klassenkämpferisch“, wie uns die Linke weißmachen will

Ihre „Weltsicht“ hat fast nichts mit der Realität zu tun, sondern ist eine Funktion ihrer extremen okularen Panzerung, die sie wie blind für die soziale Wirklichkeit macht.

Zum Abschluß ein Bericht über Volksstämme von vor 10 000 Jahren in der Mitte der Sahara. Es gibt keinerlei Hinweise für Gewalt und kriegerische Auseinandersetzungen:

Advertisements

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , ,

30 Antworten to “Saharasia und die sozialistische Mentalität (Teil 2)”

  1. Robert (Berlin) Says:

    In Malmö sind 90% der Moslems arbeitslos.
    Ich habe den Eindruck, je mehr man ihnen gibt, umso agressiver werden sie.

  2. David Says:

    Zu den Menschen mit der besagten sozialrevolutionären / sozialisitschen Einstellung existiert auch ein Gegenteil:

    es sind die so genannten Sozialunternehmer (Social Entrepreneurs).

    Arte: gestern gesendet: 1000 kleine Revolutionen – Unternehmer, die die Welt verändern

    Wiederholungen am 26.März und 1.April, jeweils kurz nach 10 Uhr vormittags, auf arte.

    Wie zum Beispiel der eine aus München, der mit jugendlichen Gewalttätern – nicht alle von ihnen sind Migranten – arbeitet und die meisten erfolgreich in den Ersten Arbeitsmarkt vermittelt.

    Durch das Vorhandensein und die Aktivität dieser Sozialunternehmer ergibt sich doch ziemlich viel Hoffnung für die Zukunft.

    Der weltweit bekannteste Sozialunternehmer ist Mohammed Yunus mit seiner Grameen Bank. Hier verändert sich – in dem muslimisch-patriarchalischen Bangladesh – meist auch die betroffene Familie: in den meisten Fällen ist die Frau die erfolgreiche Kreditnehmerin und Existenzgründerin.

    Oft lässt sie sich später von Ehemann, Söhnen und Brüdern nichts mehr sagen, sie weiß, dass sie diejenige ist welcher die Existenzgründung gelungen ist, sei weiß, dass sie Unternehmerin ist und Söhne, Ehemann und Brüder – gar nichts.

  3. Manuel Says:

    Schön, dass David hier mal einen positiven Ansatz einbringt, wie man mit solchen sozialen Problemfällen umgehen kann. Diese Unternehmer sind Leute, die wirklich etwas anpacken und bewegen, anstatt nur zu lamentieren und anzuklagen, wie zB. Herr Westerwelle, der von Mutti gut und lange mit Keksen und Kakao durchgefüttert wurde, die Wäsche gewaschen bekam und nicht mal weiss wie eine Schneeschüppe aussieht.
    Ich zitiere nochmal meinen Kommentar zu „Marx, Freud, Reich (Teil 2)“:
    „“Die soziale Existenz des Lebewesens Mensch ist bioenergetisch betrachtet an sich nur ein kleiner Gipfel auf dem gigantischen Berg seines biologischen Daseins.”
    Genau deshalb ist die von Peter Nasselstein immer wieder geforderte “Sozialreform” a la FDP vollkommen sinnlos: wenn Menschen zu sozialen Schmarotzern werden, liegen sowohl die Ursachen als auch die Lösungen wesentlich tiefer, als in der Organisationsform sozialer Leistungen. Restriktionen führen zu Trotz und Verhärtung – Menschen mit “Sozialhilfekarriere” werden auch durch den Entzug der Sozialhilfe nicht zu wertvollen Mitgliedern der Gesellschaft. Diese “schwarze Pädagogik” müsste seit Summerhill eigentlich erledigt sein – ihre Wirkungslosigkeit hat sich auch schon wahrlich oft genug gezeigt. Nein, es geht darum, in den Menschen den Wunsch zu wecken, tätig und produktiv zu sein und zu spüren, dass das Lebensfreude bedeutet.“
    Noch eine Anmerkung dazu: Nutzniesser „sozialer“ Leistungen sind zu einem sehr hohen Anteil Unternehmen, die sich Lohn(-oder andere)kosten subventionieren lassen und so am Sozialsystem schmarotzen. Dieser Marktverzerrung muss dringend ein Riegel vorgeschoben werden.

  4. Manuel Says:

    Noch ein Nachsatz: Selbst wenn man arbeiten möchte, ist es gar nicht so leicht auf dem Arbeitsmarkt eine Stelle zu finden, bei der man nicht gemobt wird oder durch unbezahlte Überstunden (oder „Arbeitsverdichtung“ in der regulären Arbeitszeit) eigentlich für zwei arbeitet, durch laxe Auslegung der Sicherheitsbestimmungen sein eigenes und andere Leben gefährdet oder schlicht an Monotonie und Stumpfsinn der Tätigkeit verzweifelt – ganz zu schweigen davon, dass man „leistungsgerecht“ bezahlt würde – nach dem Vorbild unserer Spitzenmanager 😉 , die ja bekanntlich das viel-tausendfache eines normalen Angestellten leisten…
    Alle, die schon mal gearbeitet haben und nicht nur drüber reden, wissen was ich meine.
    Arbeiten und Mensch bleiben – garnicht so einfach!

  5. Pierre Says:

    Ich denke, es ist sehr nachrangig, dass man einen „positiven Ansatz einbringt, wie man mit solchen sozialen Problemfällen umgehen kann.“ Auch hier wäre Prophylaxe angebracht, nicht Therapie. Das führte zu der Frage nach den Gründen, warum diese Menschen überhaupt hier sind, warum diese Masseneinwanderung in das dicht bevölkerte Europa seit Jahrzehnten schleichend, aber systematisch betrieben wird, warum Europa sich selbst aufgegeben hat und aktiv zu seiner eigenen Zerstörung beiträgt.

  6. Manuel Says:

    Hallo Pierre,
    Ich finde nicht, dass es Sinn macht Prophylaxe GEGEN Therapie ins Spiel zu bringen. Für das Kind, das schon in den Brunnen gefallen ist, braucht man Therapie und gleichzeitig sorgt man natürlich dafür, das kein Kind mehr reinfällt.

  7. Pierre Says:

    Manuel, Therapie bringt in der Regel nicht viel, auch Therapie nach Reich nicht (schau dir nur die therapierten Reichianer an!). Das war auch Reichs Meinung; er selbst betrieb Therapie als Grundlagenforschung, um begründete Maßnahmen für eine wirksame Prophylaxe vorschlagen zu können.
    Aber mein Punkt oben war ein anderer: die Selbstzerstörung Europas (u.a.) durch Nichtverhinderung und sogar Förderung von Masseneinwanderung. Ich meine, darauf wollte auch Nasselstein hinaus.

    • O. Says:

      Ähm, welche „therapierten Reichianer“??? Von den uns bekannten „Reichianern“, selbst organisiert in eigenen Organisationen, hat doch keiner eine Therapie gemacht, bestenfalls sind sie zu „Therapeuten“ gegangen, die auch keine Therapie gemacht haben. Natürlich erzählen viele, sie würden einen Reich-Therapeuten kennen, das ersetzt aber kein Therapie! Die wenigen Menschen, die tatsächlich mal eine Therapie (egal welche) gemacht haben, kann jeder an einer Hand abzählen.

      Die Qualitfikation sieht eher so aus:
      1. Über das Orgon hat man etwas gelesen oder abgeschrieben, somit glaubt man schon ein „Orgongefühl“ zu haben. Ein ORAC, was ist das?
      2. Sog. Ausbildungen, von Trainern, die nie einen Patienten gesehen haben, sondern nur Studenten der Orgonomie, oder Vorträge von „Orgonomen“, die man gleich eine „Ausbildung“ nennt, gibt es gehäuft und viele an der Zahl bei jedem „Therapeuten“ („Reichianer“) auf der website.
      Und drittens wird ein Verein gegründet oder eine Praxis mit einem schicken „Orgon-“ Wort.
      4. Es gibt Werbebroschüren, die es bei richtigen Ärzten und Psychotherapeuten nicht gibt.
      5. Weiterqualifikationen finden in der Esoterik statt.
      6. Man lädt sich gegenseitig auf Tagungen und zu Workshops ein.
      usw.

  8. David Says:

    Gabriella Binkert, konservative schweizerische Politikerin nord-nigerianischer (väterlicherseits) Abstammung, hat einem Fernsehbericht zufolge eine Reise in das Land ihrer Vorfahren gemacht.

    Dort wurde sie der – auch im Vergleich zu Süd-Nigeria – erheblichen Armut gewahr.

    Sie hat gesagt, nein, es ist keine Lösung wenn die Leute in die Schweiz einreisen dürften. Sie müssten die Sache selber in die Hand nehmen; das täten sie jedoch nicht.

    Es würden die Männer nur ein wenig Handel treiben, die Schwerarbeit jedoch würde von Frauen und Kindern gemacht.

    Saharasia!

    Sie sagt, das kann nicht funktionieren.

    Faschistoid mutet allerdings ihre Aussage an, man müsste die Probleme durch „Willen“ in den Griff bekommen. Das ist keine funktionsfähige Idee. Richtig dagegen ist es, Institutionen zu ändern oder neue einzuführen wie z.B. das Bedingungslose Grundeinkommen, wie im Experiment von Otjivero / Omitara / Namibia.

    Dies evtl. auch in modifizierter Form insofern als Frauen den doppelten Satz erhalten – das ist eine Idee die mir gestern gekommen ist – erstens weil sie für die Kinder sorgen und zweitens weil Frauen dazu neigen, von dem Geld Produktionsmittel zu kaufen während die Männer es lieber zum Saufen verwenden.

    Das Vorhandensein von Mikrokreditprogrammen hat eine ähnliche Wirkung.

  9. Manuel Says:

    Ich kann mir keine positiven Auswirkungen eines bedingungslosen Grundeinkommens vorstellen…das Prinzip Leistung gegen Leistung muss grundsätzlich aufrecht erhalten werden; es kann nur auf der persönlichen Ebene durch Akte (christlicher!) Nächstenliebe aufgehoben werden, sonst geht alles den Bach runter.
    Das genaue Gegenteil des bedingungslosen Grundeinkommens sind Mikrokredite – sie sind an tatsächliche, gewinnbringende Leistungen des Empfängers gebunden – und sie sollen zurückgezahlt werden, sobald dieser auf eigenen Beinen steht: das fördert Würde und Kreativität des Empfängers. Leider werden Mikrokredite meistens ausschließlich als Modell für Entwicklungsländer betrachtet, dabei könnten sie für viele in Deutschland ein Weg aus der Arbeitslosigkeit oder sinnloser Arbeit sein: Wir brauchen eine Bank für Mikrokredite in Deutschland!

    • David Says:

      Hier müssen aber die Yunus’schen Prinzipien genau beibehalten werden: Koppelung der Kreditausgabe an selbshilfegruppen-orientierte Sozialarbeit und Kreditvergabe nicht nur, aber vorwiegend an Frauen.

  10. David Says:

    Dabei handelt es sich um drei Männer im Alter von 28 und 29 Jahren tunesischer, algerischer und afghanischer Herkunft. Die drei wurden vorläufig festgenommen, die Identität festgestellt und später wieder entlassen.

    Man nehme einmal an, die würden das zu Hause in ihrem Land machen, also beispielsweise in Tunesien.

    Bestimmt würden die mit mehr als einem Jahr Gefängnis bestraft.

    Vielleicht auch dann, wenn der Zusammengeschlagene gar kein Tunesier, sondern zum Beispiel ein deutscher Urlauber in Tunesien ist.

    Denn vermutlich ist die dortige Staatsmacht daran interessiert, auch Touristen zu beschützen.

    Aber bei uns? Bei uns darf, wie schon öfter behauptet wurde, über schwere Körperverletzungen und andere Verbrechen mit Migrationshintergrund gar nicht berichtet werden! Abgesehen von kurzen Notizen in den Lokalteilen der Lokalpresse.

    Cui bono?

    Wem nützt das? Die Folge, wenn man solche Vorfälle unter den Tisch kehrt, ist, dass diese Dinge mit der Zeit immer häufiger passieren. Und wem das nützen soll, weiß ich auch nicht.

    Faule Knochen sind sie, mit nichts anderem im Sinn als in ein anderes Land zu gehen, wo sie Flüchtlingshilfe beziehen werden.

    Es gibt auch Flüchtlinge, die gar nicht Flüchtlingshilfe beziehen, sondern lieber arbeiten wollen.

    Nicht nur infolge von Anstand, sondern auch weil ja der Lohn aus einem Vollzeitjob meist mehr ist, als die „Stütze“.

    Kebraeb, Zekarias: Hoffnung im Herzen, Freiheit im Sinn, Köln, Bastei-Lübbe, 2011 ISBN: 978-3404601677

    Der hat sein Land nicht „einfach so“ verlasssen, sondern weil die Menschen in Eritrea unter der dortigen Diktatur viele Jahre lang Militärdienst leisten müssen, dabei nicht nur gedrillt sondern auch gefoltert werden.

    Nun komme ich aber zu den Wirtschaftsflüchtlingen:

    Bekanntermaßen sind die meisten, die aus Schwarz- oder auch Nordafrika illegal nach Europa einreisen, Wirtschaftsflüchtlinge. Sind es Männer, so wünschen diese zumeist, wie gesagt, von der „Stütze“ zu leben und einen Teil davon nach Hause zu überweisen; soweit es Frauen sind, wünschen diese meist zu arbeiten und die Hälfte des Lohns nach Hause zu überweisen.

    Betreffend die Wirtschaftsflüchtlinge möchte ich nun aber mal den „Advocatus Diaboli“ spielen.

    Durch die Wirtschaftsflüchtlinge kommt, im Gegensatz zu den vielen ineffektiven Nichtregierungsorganisationen und den vielen korrupten Regierungen dort das – meist mit „Western Union“ verschickte Geld direkt in die dortigen Familien.

    Ist das nicht gut?

    Klar ist aber auch: ein Wirtschaftsflüchtling, oder Flüchtling generell, der hier so etwas wie oben angegeben tut, gehört selbstverständlich hart bestraft und / oder abgeschoben.

    Und den potentiellen Opfern, also den Ureinwohnern bzw. Bürgern dieses Landes, steht das Recht zu, Schusswaffen zu tragen, um sich – nicht nur gegen Migranten sondern gegen Angreifer generell – verteidigen zu können.

    • David Says:

      Betrifft ineffiziente Nichtregierungsorganisationen:

      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/auslandsjahr-erfahrungen-arme-eine-welt-12164743.html

      Zitat:

      28.04.2013 · Eine ganze Industrie lebt davon, junge Leute für ein Auslandsjahr in arme Länder zu bringen und sie da zu umsorgen. Ist das wirklich sinnvoll? … Den Abend auf der Terrasse ausklingen lassen, Besuch des African Aerobics, Gospel-Chor, Salsa-Tanzen. Kurz gesagt, hat Klarissa bis auf dreieinhalb Stunden den ganzen Tag gechillt.

      Wer in Ilmenau Maschinenbau studiert hat, kann jedenfalls in Ghana mehr helfen als eine Flugzeugladung Klarissas.

    • David Says:

      Zitat aus Buchbesprechung „Dead Aid“: Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert –
      in amazon:

      Pressestimmen
      Dambisa Moyo ist die erste afrikanische Frau, die das Thema kundig und kompromisslos angeht… keiner kommt daran vorbei, dass hier eine junge, bestens ausgebildete Afrikanerin mit Herz und Verstand für die Würde und Selbstbestimmung Afrikas kämpft und unmissverständlich klarmacht, dass Hilfe nicht dafür gedacht ist, dass sich die Menschen im Westen besser fühlen, sondern dass sie der Entwicklung dienen muss. (Die Zeit)

      Dass Dead Aid in den USA ein Bestseller geworden ist, liegt daran, dass Dambisa Moyo präzise, stichhaltig, sprachlich klar und kompakt und in der Sache absolut überzeugend argumentiert. (Wiener Zeitung)

      Dambisa Moyo ist nicht die erste Ökonomin, die die negativen Folgen internationaler Entwicklungshilfe geißelt, aber sie ist die erste schwarzafrikanische Fachfrau, die das im Westen kompromisslos vertritt.

      Auch nach allen Anfeindungen hält diese intelligente Jeanne d Arc afrikanischer Eigenständigkeit unerbittlich daran fest: Hilfe war und ist weiterhin und durch und durch ein politisches, ökonomisches und humanitäres Desaster für die meisten Entwicklungsländer. (Cicero)

      Über den Autor
      Dambisa Moyo wurde 1970 in Lukasa,Sambia, geboren, wo sie auch aufwuchs. Sie studierte an der American University in Washington D.C. und in Harvard Ökonomie. Anschließend promovierte Moyo in Oxford. Acht Jahre lang arbeitete sie bei Goldman Sachs, dann wechselte sie zur Weltbank. Moyo lebt in London.

      Zitat Ende, Hervorhebung von mir.

  11. David Says:

    Manuel hat gesagt:

    Leider werden Mikrokredite meistens ausschließlich als Modell für Entwicklungsländer betrachtet, dabei könnten sie für viele in Deutschland ein Weg aus der Arbeitslosigkeit oder sinnloser Arbeit sein: Wir brauchen eine Bank für Mikrokredite in Deutschland!

    Leider stehen, wie ich glaube, die Mentalität, wie auch die Gesetze, in den so genannten hochentwickelten Ländern, vor allem Deutschland, einem Mikrokreditprogramm entgegen.

    Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein Mikrokreditprogramm in Deutschland weitaus schwerer durchzusetzen wäre als etwa in Bangladesh.

    Man erwartet, wie ich glaube, das Gute von oben, vom Staat.

    Mir ist unbekannt, inwiefern es überhaupt legal wäre, dass ein ALG2-Empfänger über Geld verfügt, weil ihm die Mikrokredit-Bank dieses geliehen hat, ohne dass sofort 100% Sanktion verhängt werden.

    Bekanntermaßen kann man in unserer Region, der EUdSSR, nicht einfach wie in Bangladesh mit zweihundert Dollar Kapital ein Geschäft eröffnen; vielleicht braucht es da doch eher das zehn- oder hundertfache. Wenn jemand über einen solchen Betrag verfügt, ist die „Stütze“ weg.

    Wie schon gesagt, sind, Ralf U. Hill in:

    http://www.alpenparlament.tv/video/schach-der-arge-von-der-willkur-der-jobcenter

    zufolge, in unserem HartzIV-System die Jobcenter Gewerbebetriebe, deren Mitarbeiter so viele Sanktionen wie irgend möglich verhängen sollen – ob zu Recht oder zu Unrecht. – Bekanntermaßen gibt es ein Vorhaben, für die Betroffenen die Prozesskostenhilfe abzuschaffen, so dass für die sanktionierten Armen der Rechtsweg nicht mehr möglich ist.

    Für einen, wie ich meine, sehr „un-amerikanischen“ Zustand, nämlich die allgemein vorwiegende Willkür, eine sehr amerikanische „Lösung“.

    Wegen des hier vorhandenen Systems, insbesondere der vorherrschenden „Bürokratie westlichen Typs“, müsste eine solche Mikrokreditbank vollkommen konspirativ, ganz ohne schriftliche Vorgänge arbeiten, was mir irgendwie nicht so recht gefällt.

    Die zweite Möglichkeit ist, das Mikrokreditprogramm in die Bundesagentur für Arbeit zu integrieren. Da bin ich noch mehr dagegen, denn dadurch wären die Betroffenen vom Staat und der Behörden-Willkür genau so abhängig, wie es im gegenwärtigen System der Fall ist.

    Überdies wäre dies total im Widerspruch zu der von Mohammed Yunus entwickelten selbsthilfegruppen-orientierten Sozialarbeit.

    Als dritte Möglichkeit sehe ich nur eins: Zerschlagung der Bundesagentur für Arbeit, und weitgehende Abschaffung der „Bürokratie westlichen Typs“, gekennzeichnet durch Vorhandensein vieler „Knebelverträge“, sowie eines übermäßig scharf gehandhabten Haftungs-Rechts (eine „amerikanische“ Unsitte; bekanntermaßen führt diese zu übermäßigem Engagement von Sub-Firmen und Sub-Sub-Firmen, die – um überhaupt das Haftungsrisiko tragen zu können – ihre Leute verschärft ausbeuten müssen), auch gekennzeichnet durch die übermäßig hohe Bewertung von formaler beruflicher Bildung im Verhältnis zu tatsächlichen beruflichen Fähigkeiten.

    Bei letzterem sind allerdings andere westliche Länder Deutschland um einiges voraus: in USA, England, oder Frankreich – wo vielleicht auch unser System der beruflichen „Lehre“ gar nicht existiert – kommt es angeblich gar nicht darauf an, dass man das gelernt oder studiert hat was der offenen Stelle entspricht, sondern dass mann / frau von der „richtigen“ Bildungseinrichtung kommt, etwa in Frankreich von der École des Mines de Paris oder in England von Oxford. Eine Finanzdienstleistungs-Stelle für jemand der als Richter / Anwalt ausgebildet ist, ist da dann kein Problem.

    Was selbständige anstatt abhängige Tätigkeit betrifft: der Mikrokredit soll bekanntlich vor allem zu selbständiger Tätigkeit führen und auch hier müssen die bürokratischen Hindernisse weitgehend beseitigt werden.

    Die ganze derzeit vorherrschende Freiheits- und Deregulierungs-Ideologie ist ein ebensolches Lügengebäude wie der Marxismus, nur in entgegengesetzter Richtung – wobei z.T. dieselben Charakterstrukturen dahinter stecken könnten. Denn dereguliert wird einseitig zugunsten der großen Konzerne und Firmen, während Leute, die arbeiten wollen, sich – außer mit Klauseln vollgestopften ungleichen Verträgen – auch sonst mit eher mehr Regulierungen und Hindernissen konfrontiert sehen als noch vor zwanzig Jahren.

    • David Says:

      Ich hatte gesagt:

      Bekanntermaßen kann man in unserer Region, der EUdSSR, nicht einfach wie in Bangladesh mit zweihundert Dollar Kapital ein Geschäft eröffnen; vielleicht braucht es da doch eher das zehn- oder hundertfache. Wenn jemand über einen solchen Betrag verfügt, ist die “Stütze” weg.

      Selbstverständlich soll die „Stütze“ weg sein, denn dass der / die Empfänger/in ohne die leben kann, ist bekanntlich das Ziel. Aber:

      für einen gewissen, kurzen Zeitraum muss sie weiter laufen, denn der / die Betreffende soll ja nicht den Mikrokredit verwenden – auch nicht teilweise – um davon zu leben, also konsumptiv, sondern sein / ihr Unternehmen damit aufbauen!

  12. David Says:

    Ich hatte gesagt:

    Hier müssen aber die Yunus’schen Prinzipien genau beibehalten werden: Koppelung der Kreditausgabe an selbshilfegruppen-orientierte Sozialarbeit und Kreditvergabe nicht nur, aber vorwiegend an Frauen.

    Hier kommen Probleme, welche auch Gegenstand der Orgonomie sind, mit hinein:

    Herr Muhammad Yunus ist

    http://de.wikipedia.org/wiki/Die_4._Revolution_%E2%80%93_EnergyAutonomy

    zufolge an dem Dokumentarfilm Die 4. Revolution – dieser befasst sich mit der Energiewende – beteiligt.

    Yunus hat – besagtem Artikel zufolge – auch gesagt:

    „Arm ist, wer seine kreative Energie nicht nutzen kann“

    hier offenbar gemeint, er / sie kann die eigene „psychische“, also Lebens- oder Orgonenergie nicht nutzen. Vielfach sind Narzissmus („Narcissistic Personality Disorder“) oder andere neurotische Störungen für letzteres die Ursache.

  13. David Says:

    Heidemarie Schwermer ist bekannt durch ihr Buch: Das Sterntaler-Experiment – wo sie beschreibt – wie sie – experimentell eine Zeitlang ohne Geld gelebt hat.

    Weniger bekannt ist, dass sie – auch dies beschreibt sie im Buch – vorher den Dortmunder Tauschring aufgebaut hat.

    Hier erwähnt sie einen Mann, der im Tauschring nur eine Dienstleistung, ich glaube es war Fensterrahmen streichen oder Fenster putzen – anbietet, aber nie nachgefragt wird.

    Warum?

    Er ist eigentlich nicht ungeschickt, aber fünf mal langsamer als ein durchschnittlicher Mensch.

    Das Problem liegt nicht am Vorhandensein von Geld, weil ja in dem von Frau Schwermer geschaffenen Setting Geld nicht im Spiel ist. Der Spruch: Time is cash, time is money, ist hier also nicht relevant.

    Dieser Mensch wird, ganz egal ob er in einer Geldwirtschaft lebt oder nicht, niemals seinen Lebensunterhalt selber verdienen können.

    Dabei ist er – im engen, schulmedizinischen Sinne – gar nicht behindert!

    Er ist auch nicht arbeits-unwillig. (Außer vielleicht – beispielsweise infolge von Narzissmus – unbewusst.)

    Erscheint angesichts des Vorkommens solcher Dinge nicht doch das Bedingungslose Grundeinkommen als eine Notwendigkeit?

    Was soll ich als Arbeitgeber sagen, wenn zu mir ein Bewerber kommt, der in allen Tätigkeiten fünf- oder auch nur drei mal langsamer ist als ein normaler Mensch?

    Ich kann Dir – zum Tariflohn bzw. Mindestlohn von acht Euro – keine Arbeitsstelle geben, denn Du bist keine vier Euro pro Stunde wert.

    Ein bisschen höflicher würde ich das vielleicht schon formulieren.

    Vier Euro ergäbe bei vierzig Stunden pro Woche, also 170 pro Monat, knapp EUR 700,- was für das Existenzminimum einer Einzelperson – geschweige denn einer Familie – bei weitem nicht ausreicht.

    Und seit wann ist der Arbeitgeber – auch bei sehr langsamen oder ungeschickten Arbeitskräften – dafür verantwortlich, dass der Lohn auch für das Existenzminimum reicht?

    Der Feudalherr muss das Überleben seiner Hörigen sicherstellen, der Kapitalist jedoch nicht.

    • David Says:

      Was nun nicht bedeuten soll, dass ich etwa generell für den Feudalismus wäre; ich bin selbstverständlich gegen den Feudalismus!

  14. David Says:

    Ich hatte Götz Werner zitiert:

    Es gibt reiche Leute, die sich ein Leben lang auf ihren Jachten vergnügen, ohne je zu arbeiten.

    Das ist nicht normal. Ein Mensch, der sich nicht in die Gesellschaft einbringen kann, ist nicht faul, sondern krank. Er hat eine soziale Behinderung und braucht Hilfe.

    Isabelle Neulinger – in

    http://www.derbund.ch/leben/gesellschaft/Eines-war-sicher-Niemand-haette-mir-mein-Kind-nehmen-koennen/story/14412204

    zufolge – gilt für Ultraorthodoxe in Israel:

    Zitat:

    Ultraorthodoxe arbeiten nicht?

    Nein. Und vor allem sind sie nicht verpflichtet, sich in der Schule in allgemeinbildenden Fächern unterrichten zu lassen …

  15. David Says:

    Ich hatte gesagt:

    Vier Euro ergäbe bei vierzig Stunden pro Woche, also 170 pro Monat, knapp EUR 700,- was für das Existenzminimum einer Einzelperson – geschweige denn einer Familie – bei weitem nicht ausreicht.

    dies betreffend eine Person, die zwar nicht im schulmedizinischen Sinne behindert, aber in allen Tätigkeiten mindestens drei- bis fünf mal langsamer arbeitet als ein „normaler“ Mensch, und daher am Markt keine vier Euro pro Stunde wert ist.

    Bei Vorhandensein von Tariflöhnen bzw. Gesetzlichen Mindestlöhnen wird die betreffende Person, außer sie hat gute Beziehungen, niemals eine Arbeitsstelle bekommen.

    In den USA sind diese Mindestlöhne zwar vorhanden, entsprechen aber offensichtlich denen am Markt, wodurch die Arbeitsaufnahme einfacher sein könnte als in Deutschland. Was sich darin ausdrückt, dass in den USA unter anderem auch ein Obachloser einen Job bekommen kann.

    Wäre bei uns in Deutschland undenkbar; erst musst Du – auf Kosten des Staates oder auch etwa der Eltern oder sonst irgendwie – die Wohnung haben, bevor Du an Arbeitssuche auch nur denken kannst.

    Muhammad Yunus schreibt in seinen Büchern auch über Armut in den so genannten „reichen“ Ländern, beispielsweise USA.

    Er behauptet, die „19 Mayors“, das sind die Bürgermeister der neunzehn größten Städte der USA, hätten sich getroffen.

    Sie hätten festgestellt, dass ein zum amerikanischen Mindestlohn arbeitender Arbeiter sich auf keinen Fall die Miete für ein Einzimmer-Apartment leisten könne, dies sei in allen neunzehn Städten so.

    Diese Behauptung entspricht, wie ich glaube, der Wahrheit.

    Für eine große, familiengerechte Wohnung reicht es infolge dessen erst recht nicht.

    Hat der Arbeiter von früher her, aus besseren Zeiten, noch ein vollständig abbezahltes Haus und wohnt daher mietfrei, dann könnte ihm das Geld zur Not reichen.

    Andernfalls reicht es bei weitem nicht.

    Lösung: weiß ich keine.

    Ursache: die Ungleichverteilung der Vermögen und Einkommen – in Verbindung mit der Asset-Inflation, welche die Immobilien-Kauf-Preise – und damit indirekt auch die Mieten in den USA immer höher treibt.

    Zwar haben nach der Subprime-Krise die Kauf-Preise zu steigen aufgehört, jedoch die Mieten vielleicht nicht.

    Situation in Deutschland: hier können Beschäftigte, die sehr schlecht bezahlt sind, als „Aufstocker“ einen Teil ihres Bedarfs als HartzIV beziehen und sind somit in der Lage, die Wohnungsmieten zu bezahlen. Noch.

    Solange das System noch nicht pleite gegangen ist.

  16. David Says:

    Herr Muhammad Yunus ist nicht links!!

    Und die Kredite seiner Grameen-Bank sind nicht billig.

    Zwanzig Prozent Zins pro Jahr ist viel im Vergleich zu Raten- oder Dispo-Kredit eines Konsumenten in einem westlichen Land.

    Aber es ist billig im Vergleich zum Zinssatz des örtlichen Zwischenhändlers / Geldverleihers / Ausbeuters von zehn Prozent pro Monat oder auch zehn Prozent pro Woche!

    Herr Yunus wettert in einem seiner Bücher gegen die „Verheerungen des Sozialhilfesystems“.

    Wenig bekannt ist, dass Herr Yunus mit einem früheren Gouverneur von Arkansas, einem gewissen Bill Clinton, gut bekannt ist, welcher – als späterer US-Präsident – schuld ist an dem grausamen, irgendwo jedoch auch funktionalen PRWORA-Gesetz.

    Welches sagt, dass die „Stütze“ nach drei Jahren bedingungslos aufhört.

    Die Herren Yunus und Clinton hatten sich – noch bevor Clinton Präsident wurde – getroffen, um über den Aufbau eines Mikrofinanzinstituts in Arkansas zu reden und die Möglichkeiten dazu zu untersuchen.

    Fazit:

    Die Herren Muhammad Yunus und Bill Clinton kennen sich gut, und sie sind nicht links!

  17. David Says:

    Ich hatte gesagt:

    Solange das System noch nicht pleite gegangen ist.

    http://www.sozialticker.com/laender-legen-die-daumenschrauben-an_20130609.html

    Hier geht es darum, dass die Mittellosen – z.B. zu Unrecht sanktionierte „Hartzer“ – kein „Armenrecht“, wie das früher mal hieß, haben sollen.

    Aus „linker“ Sicht ist das ein Unding. Aber auch aus der Perspektive des Bürgertums ist es im Widerspruch zu den traditionellen westlichen Werten.

    Für mich ein Indiz, dass es bis zum Zusammenbruch bzw. Bankrott des „Systems“ eventuell nicht mehr lange dauern wird, sondern dass man schon halb pleite ist und es deshalb so macht.

  18. David Says:

    Was dahinter steckt? Sozialer Protest! Nach dem Motto: wir müssen uns hier in der Kälte der Nacht langweilen, während ihr es euch im Warmen habt gutgehen lassen. Wir hier draußen, ihr da drinnen. Wir hier unten, ihr da oben. Wir, die verdammten dieser Erde.

    Sozialer Protest? Nein!

    Es steckt etwas anderes dahinter. Es geht den Angreifern darum, ein Exempel zu statuieren und Schrecken zu verbreiten. So einfach ist das.

    Um ihr patriarchalisches Herrenmenschentum weiter ausbauen zu können.

    Es geht ihnen darum zu zeigen, wer der Herr ist im Land.

    Eine somalische Flüchtlingsfrau, die in Mogadischu an der Universität gelehrt hatte, und nun in Italien als Hausangestellte auch den männlichen Teil der Familie durchbringen muß; sie schreibt über ihre nichtsnutzigen Brüder, für deren Lebensunterhalt sie sorgt und die sie bedienen darf …

    Oft erkenne ich schon an den Gesichtszügen dieser Leute aus Somalia, Eritrea, arabischen Ländern eine gewisse gnadenlose Härte.

    Das gehört zur extrem-patriarchalischen „Kultur“. Wozu brauche ich die Fähigkeit zu arbeiten, wenn ich genügend Muskelschmalz habe, immer wieder schnell und hart zuschlagen und somit jede von mir gewünschte Arbeitsleistung aus Schwächeren, die um mich herum sind, herausprügeln kann.

    Richtig. Die Arbeitsfähigkeit brauche ich selber dann nicht.

    Und – jetzt kommt von mir eine provokative Hypothese: Geschlagene neigen nicht dazu, sich zu solidarisieren, sondern sich zu ent-solidarisieren. So sehe ich das.

    Bitte um Kommentare hierzu.

    Dadurch ist ein System der Arbeitsleistung auf Grundlage von Gewalt selbst-stabilisierend.

    Abhilfe: der Kapitalismus? Die – von Gunnar Heinsohn so genannte Eigentumswirtschaft?

    Die kann nicht von Dauer sein, weil, wie von mir schon gesagt, die Dekapitalisierten im Lauf der Jahrhunderte immer mehr werden.

    Lösung?

    Vollständige Deregulierung des Arbeitsmarktes.

    Nicht wie jetzt – unter der „angebotsorientierten“ Wirtschaftspolitik Deregulierung zugunsten der Firmen, wobei gleichzeitig die Möglichkeiten der Arbeitenden und der Arbeitsuchenden noch mehr eingeschränkt werden.

    • Jean Says:

      David: Geschlagene neigen nicht dazu, sich zu solidarisieren, sondern sich zu ent-solidarisieren.
      Dieses Reaktionsmuster bestimmt vieles auf unserem Planeten. Es ist bekannt als Stockholm-Syndrom, Identifikation mit dem Aggressor, Führerproblematik usw. Immer geht es darum, dass Täter geschützt und den Betroffenen die Verantwortung zugeschoben wird. Ob bei Geiselnahmen, unterwürfigem Wegsehen bei Bossing oder Mobbing oder Rechtfertigung staatlicher Gewaltakte, bei denen friedlichere Alternativen nicht genutzt wurden: immer geht es um Täterschutz, der – das ist das erstaunliche – von den Opfern selbst betrieben wird.
      Reichs Diagnose der „fehlenden Verantwortlichkeit der Massen“ entstammt seinem klaren Blick auf den Faschismus. Die Grundlage für die Verschleierung von Gewalt wird von Kindesbeinen an gelegt. Solidarität mit Opfern macht einen gleich selbst noch zum Opfer.
      Nach einer solchen jahrzehntelangen Prägung ist unterwürfiges Verhalten eher die Regel als die Ausnahme. Die innere Stimme, die klar sagt dass hier etwas nicht passt wird zum Schweigen gebracht.
      Kapitalismus ist keine Hilfe, da er durchsetzt ist von Täterstrukturen. Da wor gesund ist – also die „Kapitalisten“ gesund sind – hilft er uns Menschen. In den anderen Fällen zerstört er.
      Hilfe sehe ich am ehesten dort, wo wir uns individuell und gesellschaftlich als Opfer sehen können, damit in den Kontakt mit unserer sozialen Realität kommen. Opfer sind wir durch die „Migration“, die „no-go-areas“ geschaffen hat, die nicht differenziert diskutiert werden dürfen.
      Sich aber als grundlegend beschädigt oder verletzt zu sehen, widerspricht den gesellschaftlichen Leitbildern von Macht, Status und Erfolg, sondert einen aus als Minderleister und Schwächling. Oft ist es auch ein schwieriger und gefählricher Weg, die Schuldgefühle sich selbst gegenüber – warum habe ich Übergriffe zugelassen – zu durchdringen und sich wirklich radikal selbst zur Seite zu stehen.
      Dies bringt einen nämlich wieder in Konflikt mit den Gesinnungstaliban aller Art, denn was mache ich mit meiner Wahrnehmung, wenn ich Übergriffe, Unehrlichkeiten, Ungerechtigkeiten und fehlende Verantwortung sehe? Werden meine Mitmenschen sich freuen, wenn ich sie mit ihren destruktiven Verhaltensweisen konfrontiere? Wenn ich verantwortliches Verhalten erwarte? Im Normalfall werden sie eine Verleumdungs- und Diffamierungskampagne lostreten, um ihre Taten zu Vertuschen und ihre Verantwortung zu leugnen. Denn damit fahren sie ja auch gut.
      Reich stand sich und seiner Wahrnehmung zur Seite, und wohin hat es ihn geführt?
      Heißt das: am besten abducken und das kleine Glück suchen?

  19. David Says:

    Jean hat gesagt:

    Kapitalismus ist keine Hilfe, da er durchsetzt ist von Täterstrukturen.

    Er ist durchsetzt.

    Er – oder auch ein System mit Naturalbezahlung – ist also ursprünglich nicht so.

    Für eine bestimmte Menge Arbeit ist eine gewisse Menge – beispielsweise Volumen an Weizen oder Silber – ist nicht der „Schekel“ ursprünglich ein Volumen-Maß? – üblich.

    Diese Menge ist auch bekannt, und daher werden – ganz ohne Tarif- oder Gesetzliche Mindestlöhne – alle für gleiche Arbeit gleich bezahlt.

    Jetzt wird etwas neues eingeführt. Nicht nur wird das Intrigieren, das „Hintenherum“-Agieren gefördert, sondern auch für jeden Arbeiter ist die Höhe des Lohns vertraulich, und es werden die Beschäftigten unterschiedlich hoch bezahlt.

    Dadurch wurde – obwohl nicht mehr die Arbeit aus den Leuten herausgeprügelt wird, sondern der Feudalherr oder Kapitalist die Arbeitsleistung gegen Bezahlung erhält – die vorherige Situation – die Ent-Solidarisierung – wieder hergestellt.

    … so sehe ich das.

  20. David Says:

    Jean hat gesagt:

    Hilfe sehe ich am ehesten dort, wo wir uns individuell und gesellschaftlich als Opfer sehen können, damit in den Kontakt mit unserer sozialen Realität kommen. Opfer sind wir durch die “Migration”, die “no-go-areas” geschaffen hat, die nicht differenziert diskutiert werden dürfen.

    Nein, die no-go areas gibt es überall wo große Städte sind. Durch die Migration wird die soziale Realität nicht geschaffen, sondern nur verschärft.

    Opfer sind wir, aber genau dieses ent-solidarisiert ja eher, wie ich glaube.

    Und die Grundlage für einen gewisser Opfer-Charakter, der von mehr oder weniger Feigheit und Falschheit gekennzeichnet ist, wird im Patriarchat bekanntermaßen schon in der frühkindlichen Situation gelegt, ob wir nun mit Geschwisstern oder als Einzelkind aufwachsen.

    Ob im extremen Patriarchat Saharasias oder dem gemäßigten Patriarchat etwa in Amerika und Deutschland.

    Womit ich wieder bei einem der Kernthemen der Orgonomie wäre.

    • Jean Says:

      Richtig, solche Gegenden gibt es in allen großen Städten. Interessant wäre es, die Entwicklung entlang der Polizeistatistik über die Jahrzehnte zu verfolgen. Ich habe den Eindruck, dass dies vermieden wird, vielleicht weil unangenehme Ergebnisse zu erwarten sind. Wie stark hat der Migrationsprozess konkret die Bedingungen in den Städten verschärft? Jenseits von gefühlten Eindrücken durch Einzelereignisse oder der ostinaten Relativierung der Befürworter der „Willkommenskultur“.

  21. walter Says:

    zu den Toten der Sahara: Die Knochen der Kinder weisen keine Spuren von Stress auf, wurden sie möglicherweise von einer Schlange gebissen statt zu ertrinken oder wiesen die Knochen dann Bissspuren auf?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: