Saharasia im Alten Testament (Teil 1)

Colin Kelley (University of California, Santa Barbara) et al. betrachten die Ausweitung der Wüste im Nahen Osten als Zündfunken für den syrischen Bürgerkrieg und bestätigen damit erneut James DeMeos Saharasia-Theorie. Vor diesem Hintergrund wird auch das Geschehen, das das Alte Testament beschreibt, für uns Heutige greifbarer.

Eine verheerende Dürre in den drei Jahren vor Ausbruch des Bürgerkriegs führte zum Kollabieren der Landwirtschaft im Nordosten des Landes. Verschärft durch Fehlentscheidungen der vollkommen unfähigen „Regierung“ verloren daraufhin Millionen von Menschen ihre Lebensgrundlage.

„Innerhalb eines einzigen Jahres stiegen die Preise für Weizen, Reis und Futtermittel um mehr als das Doppelte“, berichten die Forscher. „Die Dürre vernichtete fast alle Viehherden.“ Statt den Bauern zu helfen, hatte Bashar al-Assad zudem Subventionen gekürzt, was die Krise noch verschärfte. Bis zu 1,5 Millionen Syrier wurden durch die Dürre aus den ländlichen Gebieten vertrieben und flüchteten in die Städte, schätzen Kelley und seine Kollegen. Dort verstärkte dieser Flüchtlingsstrom die Probleme, die schon durch die zwischen 2003 und 2007 eingewanderten Flüchtlinge aus dem Irak begonnen hatten: „Überfüllung, schlechte Infrastruktur, Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Korruption wurden durch das Assad-Regime ignoriert und verstärkten sich“, schildern Kelley und seine Kollegen die Situation.

Nach Ansicht der Forscher war die durch den Klimawandel verursachte Rekorddürre damit letztlich der Katalysator, der den Konflikt eskalieren ließ. „Wir sagen damit nicht, daß die Dürre allein den Krieg verursacht hat“, betont Koautor Richard Seager von der Columbia University in New York. „Aber wir sagen, daß sie dazu beitrug, die Probleme zu einem offenen Konflikt zu verschärfen.“ Und eine weitere Verschärfung der klimatischen Bedingungen ist bereits absehbar: Klimamodelle sagen für den östlichen Mittelmeerraum eine weitere Zunahme von Hitze und Trockenheit voraus – keine guten Aussichten für den notorisch konfliktträchtigen Nahen Osten.

Genau die gleichen Verhältnisse herrschten im alten Israel und Juda. Es lohnt sich die Bibel zu lesen, – um die heutige Welt zu verstehen.

Die patriarchalische Entwicklung begann mit dem buchstäblichen „Einbruch des sexuellen Zwangsmoral“. Nämlich damit, daß patriarchalisch organisierte Nomadenvölker aufgrund klimatischer Verschiebungen über die bäuerlichen Matriarchate herfielen. Besonders deutlich kann man diese Vorgänge noch heute am indischen Kastensystem ablesen, mit der züchtigen „arischen Herrenrasse“ oben und den dunkelhäutigen „Unberührbaren“, die nicht mal als menschliche Wesen betrachtet werden, unten. Ähnliche Gesellschaften bildeten sich auch im Nahen Osten aus, als kleine, aber militärisch überlegene Stämme aus dem inneren Arabiens in immer neuen Wellen über die ursprünglich matriarchal geprägten Sumerer, Kanaaniter und Ägypter herfielen.

In Palästina wurde eine Zivilisation nach der anderen durch kriegerische Einfälle und plötzliche Klimawechsel zerstört. Landwirtschaftliche Tätigkeit ging zurück und Viehzucht trat an ihre Stelle. Hinzu kam, daß Israel während seiner ganzen Geschichte zwischen Mesopotamien und Ägypten aufgerieben wurde. Mit den Griechen und Römern drang sogar das zentralasiatische „Saharasia“ bis nach Israel vor. All dies hat sich auch später wiederholt, als um 640 und 1000 n.Chr. islamische Armeen aus Arabien vordrangen, gefolgt von den Kreuzrittern aus Europa. Im Zeitalter der Kreuzzüge begann die Unterdrückung der Juden in Europa, die schließlich im Holocaust gipfeln sollte. Kein Volk wurde schwerer von Saharasia heimgesucht.

Als Paradebeispiel für die Bedrängung Israels kann man die Amalekiter nennen. Mit Num 24,20 behauptet Immanuel Velikovsky, daß die Amalekiter „einst das erste unter den Völkern“ gewesen waren, weshalb sie in Ri 5,14 auch als Maßstab der Stärke benutzt werden. Velikovsky hat sie mit den „Hyksos“ gleichgesetzt (Vom Exodus zu König Echnaton, Frankfurt 1983), die bekannten „Hirtenkönige“ der ägyptischen Geschichte, die über Jahrhunderte hinweg ähnlich wie später die Perser und die Ptolemäer das ägyptische Volk ausplünderten. Mit großen Herden waren sie auf der Suche nach neuen Weidegründen aus dem inneren Arabiens gekommen. Im fruchtbaren Niltal gelang es ihnen, sich als parasitäre Herrscherkaste zu etablieren, „ohne auf Schwierigkeiten zu stoßen oder gar kämpfen zu müssen“ (ebd., S. 70).

Als Beispiel dafür, wie diese ungleiche Auseinandersetzung zwischen buchstäblich ungepanzertem und buchstäblich gepanzertem Leben ablief, mag uns Ri 18,7-10 dienen:

Die Kundschafter zogen weiter und kamen nach Lajisch. Die Leute dort lebten ruhig und sorglos und fühlten sich so sicher wie die Bewohner von Sidon. Es gab keinen Machthaber im Land, der sie bedroht hätte. Sidon war weit entfernt, und sie lebten ganz für sich. Als die Kundschafter nach Zora und Schtaol zurückkehrten, fragte man sie aus: „Wie ist es euch ergangen?“ Sie antworteten: „Macht euch auf den Weg! Wir wollen nach Lajisch ziehen! Es ist ein sehr gutes Land. Zögert nicht, es ist in Besitz zu nehmen. Was legt ihr die Hände in den Schoß? Ihr werdet dort ein Volk finden, das sich in Sicherheit wiegt. Gott hat ihr Land in eure Gewalt gegeben. Es ist ein weites Land, es fehlt dort nichts, was man sich wünschen kann.“

So hat sich die Grausamkeit der Amalekiter auf ihre Feinde übertragen.

Vergeßt nicht, was die Amalekiter euch angetan haben, als ihr von Ägypten kamt. Als ihr von der beschwerlichen Wanderung müde wart, haben sie euch von hinten angegriffen und alle niedergemetzelt, die erschöpft zurückgeblieben waren. Sie handelten wie Menschen, die nicht nach Gott fragen. Wenn ihr das Land in Besitz genommen habt, das der Herr, euer Gott, euch geben will, und er euch Ruhe verschafft hat vor allen Feinden ringsum, dann müßt ihr die Amalekiter so gründlich ausrotten, daß nichts von ihnen übrigbleibt. Vergeßt das nicht! (Dtn 25,17-19)

Wie eine Infektionskrankheit pflanzte sich die Emotionelle Pest fort von Volk zu Volk, von Generation zu Generation bis heute.

Velikovsky zufolge hatten die Amalekiter ihren ursprünglichen Sitz in Mekka gehabt und von dieser zentralen Lage aus die anderen Stämme der arabischen Halbinsel beherrscht. Die ganze Arabia Felix, Arabia Petraea und Arabia Deserta lagen in ihrem Machtbereich (Velikovsky, S. 75). Aus der Schwesterstadt von Mekka, Medina stammte der Bruderstamm der Amalekiter, die Midianiter.

Vergleiche auch den Namen des Hohepriesters der Midianiter in den Tagen Moses – Jethro, auch Reuel oder Chobab genannt – mit Jahtrib, einer alten arabischen Bezeichnung für Mediana. (ebd., S. 88)

Dieser Priester, der Schwiegervater von Moses, mag Moses mit Jahwe bekannt gemacht haben, was einen zu faszinierenden Spekulationen über die Verbindung zwischen Jahwe und dem Mondgott Allah verleiten könnte. Ri 8,21 berichtet von den „goldenen Halbmonden“, die als Amulette an den Hälsen der Kamele der Midianiter hingen.

Die Amalekiter/Hyksos waren in der damaligen Welt so stark, daß nur noch ein einziger ernstzunehmender Widersacher übrigblieb, der den Nahen Osten dann auch von ihnen befreite; die Israeliten unter Saul (Velikovsky: Vom Exodus zu König Echnaton, S. 89). Mit 200 000 Mann zog Saul „zur Hauptstadt (Auaris) der Amalekiter“ und schlug sie vernichtend (1 Sam 15,4ff). Velikovsky zufolge war der letzte Pharao, den die Hyksos stellten, Apophis II. (= Apop = Agog = Agag) identisch mit dem Amalekiter-König Agag, den Saul gefangen nahm und wegen dessen Hinrichtung sich Saul und Samuel verfeindeten (1 Sam 15).

Warum wurde die weltgeschichtliche Tat Sauls erst nach 3000 Jahren gewürdigt, wenn sie wirklich so bedeutsam war, wie Velikovsky behauptet? Meines Erachtens liegt es daran, daß die entsprechenden Teile der Bibel von judäischen Redaktoren, Anhängern Davids zusammengetragen wurden, die kein Interesse daran hatten, Davids Widersacher Saul in einem allzu positiven Licht zu zeigen. Darüber hinaus kann es durchaus sein, daß Davids Stamm Juda in Wirklichkeit ein versprengter Haufen von Amalekitern war oder zumindest von Vasallen der Amalekiter. Immerhin verweist ja das Buch Rut auf eine außerisraelitische, moabitische Herkunft von David. Diese räuberischen Elemente haben sich dann unter David das israelitische Königreich unter den Nagel gerissen.

In Ri 1,16 heißt es, die Amalekiter hätten zusammen mit dem Stamm Juda und den Kenitern (die mit den Amalekitern verbunden waren [vgl. 1 Sam 15,6]) am Südende des Toten Meeres (so jedenfalls die Einheitsübersetzung) gewohnt. (Die Moabiter, von denen David abstammte, wohnten auf der fruchtbaren Hochebene östlich vom Toten Meer.) In Reclams Bibellexikon (Stuttgart 1978) lesen wir über die Keniter, daß sie „wie die Sippen des Stammes Juda aus der Wüste südlich des Kulturlandes von Palästina kamen.“ Die Keniter verehrten Jahwe und zogen wahrscheinlich „als Wanderschmiede im Kulturland umher.“ (Dies erinnert an den Stamm Levi, auf den ich später zu sprechen komme.) „Die um Hebron seßhaften Keniter wurde unter David Teil des Hauses Juda.“ Die Sacherklärung der Einheitsübersetzung hat folgendes über die Keniter zu sagen:

Mit den Israeliten verwandter Stamm, der halbnomadisch im Bereich des judäischen Stammesgebietes umherzog. Er wurde zuzeiten sogar zu Juda gerechnet. Die Keniter waren wahrscheinlich Jahwe-Verehrer.

All dies verweist auf eine Verbindung, wenn nicht gar eine Identität, zwischen dem Stamm Juda (der als solcher wahrscheinlich nie existiert hat) und den Resten der Amalekiter. Man denke auch an Davids Verbindung mit den Philistern, deren Lehnsmann er zeitweilig war (1 Sam 27) einerseits und an die Verbindung zwischen Amalekitern und Philistern andererseits (2 Sam 1,1-16).

Eine ägyptische Inschrift besagt,

daß sich die Hyksos nach der Einnahme von Auaris [durch Saul] nach Scharuhen im südlichen Palästina zurückzogen. Viele Jahrhunderte später erzählt (…) Manetho, daß die Hyksos nach Palästina zurückwichen und Jerusalem erbauten (…). (Velikovsky, S. 109)

Die daraus sich ableitenden Gleichsetzung von Hyksos und Juden war Velikovsky zufolge einer der Hauptursachen für den Antisemitismus in der Spätantike. Aber kann es nicht sein, daß hier in der Gleichsetzung von Hyksos und Juden ein Funken Wahrheit enthalten ist? Der „Stamm Juda“ war im südlichen Palästina ansäßig und er war von den Stämmen Israels getrennt. (Juda betete zu Jahwe, Isra-El zu El!) David hat wohl Jerusalem nicht erbaut, wie es Manetho von den Hyksos behauptet, aber David hat es erobert und zu seiner Hauptstadt gemacht. Und in der ganzen Bibel ist der Stamm Juda der einzige, der seinen Gefangenen Gliedmaßen abhackt (Ri 1,6). Eine Greueltat, die ansonsten eine Spezialität der Hyksos war. Zu Davids ganz persönlichen Großtaten gehörte es, mit seinen Männern 200 Philister erschlagen und ihre Vorhäute abgeschnitten zu haben (1 Sam 18,27).

Das war Art der Hyksos, die Velikovsky wie folgt beschreibt:

Die Herrschaft der Hyksos war grausam, sie kannten kein Erbarmen. Beweise dafür kann man sogar in den Gräbern finden. Der Ausgräber einer der kleineren befestigten Hyksosgarnisonen beschreibt den Inhalt eines Grabes folgendermaßen: „Ein Haufen dicht aufeinander geschichteter Knochen, die meisten von Tieren, dazwischen fand ich Stücke einer menschlichen Kinnlade und Kniescheibe.“ In einem anderen Grab fand er einen „offenbar abgetrennten Arm und eine nicht dazugehörige Hand.“ Wenn wir daran denken, was Manetho über die ungewöhnliche Grausamkeit der Angreifer erzählt, und zum Vergleich die hebräischen Berichte über die Amalekiter heranziehen, die ihre Gefangen durch Abschneiden von Körperteilen verstümmelten, bedeutet das Auffinden einer Hand oder Kinnlade keinen Zufall: diese befestigten Garnisonen waren Stätten der Folterungen. (S. 82)

Das Abschneien von Händen gefallener oder gefangener feindlicher Soldaten war in späterer Zeit auch bei den Ägyptern und Assyrern üblich. Wahrscheinlich geht dieser Brauch auf die Hyksoszeit zurück. (ebd.)

Nebukadnezzar ließ vor den Augen Zidkijas dessen kleine Kinder abschlachten, um ihm dann die Augen auszustechen. „Nase und Ohren werden sie dir abschneiden und deine Kinder mit dem Schwert umbringen“ (Ez 23,25). Erinnert sei auch an das „Leben für Leben, Auge für Auge, Zahn für Zahn, Hand für Hand, Fuß für Fuß, Brandwunde für Brandwunde, Verletzung für Verletzung, Strieme für Strieme“ (Ex 21,24f) der Bibel und insbesondere an die Hand-ab-Justiz, die bis heute in islamischen Ländern offiziell praktiziert wird.

Die ganze Unmenschlichkeit dieser Region starrt dem erschreckten Bibelleser beim 500 v.Chr. geschriebenen Tritojesaja entgegen:

Und ich zertrat die Völker in meinem Zorn, zerschmetterte sie in meinem Grimm. Da spritzte ihr Saft an meine Kleider, und alle meine Gewänder besudelte ich. (Jes 63,3)

Dies entspricht alter deuteronomistischer Tradition, wo der Herr sagt:

Ich mache meine Pfeile ganz betrunken vom Blut der toten und gefangenen Gegner, mein Schwert wird unersättlich um sich fressen, es soll die Köpfe meiner Feinde spalten! (Dtn 32,42)

Dementsprechend sah dann auch der Heilige Krieg im Namen Jahwes aus, bei dem ihm die Feinde auf dem Schlachter-Feld als Opfer dargebracht wurden. Den Höhepunkt der Blutorgien stellte der „Bann“ dar, eine heilige Handlung. Dementsprechend mußte wirklich alles Lebendige unterschiedslos, ohne Ansehen der Person umgebracht werden (Num 21,2; Dtn 13,16; 1 Sam 15,3). Jene, die nicht heilig, sondern einfach nur menschlich sein und sich nicht der Vernichtungsorgie anschließen wollten, verfielen selbst dem Bann (Jos 7,1.24f; 1 Sam 15,23). Der Bann war nichts weiter als ein tatsächliches Menschenopfer für Jahwe:

Menschen und Tiere müßt ihr mit dem Schwert erschlagen und die ganze Beute auf dem Marktplatz zusammentragen. Dann zündet ihre Stadt an und verbrennt sie samt der Beute als ein Brandopfer [„Holocaust“] für den Herrn, euren Gott. (…) Wenn ihr dies alles tut, wird der Herr von seinem Zorn ablassen und euch seine Güte erweisen. (Dtn 13,16-19)

Der Ausrottungsbefehl Jahwes hat sich auf das ganze Land Kanaan erstreckt. Die Bewohner des Landes gab er preis, „so daß ihr sie vernichten und ihr Land in Besitz nehmen könnt“ (Dtn 12,29).

Sie eroberten die Stadt, alle Einwohner wurden getötet, niemanden ließen sie entkommen; die Stadt wurde verbrannt. Im ganzen Gebiet ließen sie niemandem am Leben; an allen vollstreckten sie den Bann, wie der Herr, der Gott Israels, es befohlen hatte. Die Israeliten nahmen alle wertvollen Dinge und alles Vieh für sich; aber von den Menschen ließen sie keinen am Leben. (Jos 10f)

Mit den Israeliten wurde umgekehrt genauso verfahren: In 2 Kön 8,12 dringt der Syrer Hasael (845-801) nach Israel ein, tötet die Männer, zerschmettert die Kinder und schneidet die Leiber der schwangeren Frauen auf. Unter dem Stichwort „Kemosch, Stammesgott der Moabiter“ erwähnt die Einheitsübersetzung die Inschrift eines moabitischen Königs, „in der er beschreibt, wie viel israelitische Ortschaften er für Kemosch mit dem Bann belegt, d.h. ausgerottet hat.“ Ständig war Israel von Philistern und Arabern bedroht (siehe 2 Chr 21,16f), ganz zu schweigen von den Großmächten Ägypten, Assur, Babylon, Persien, Griechenland und schließlich Rom. Ganz Saharasia gegen ein Volk.

Unter den Griechen ließ der König dem Wortführer des jüdischen Volkes

vor den Augen seiner Mutter und seiner Brüder die Zunge abschneiden, nach Skythenart die Kopfhaut abziehen, Nase und Ohren abschneiden und schließlich noch Hände und Füße abhacken. Dann ließ er den verstümmelten, der immer noch lebte, in die Pfanne werfen und braten. (2 Makk 7,4f)

Darauf folgte die noch schlimmere römische Zivilisation –

entstellt durch entwürdigende Sklaverei, Kindermord, Menschenopfer, gerichtlich angeordnete Folterung, Grausamkeit gegen Tiere – Züge, die aus der jüdischen Kultur verbannt worden waren. (Maccoby: König Jesus, Tübingen 1982, S. 56f)

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5 Antworten to “Saharasia im Alten Testament (Teil 1)”

  1. Der Nahostkonflikt ist so alt wie Saharasia « Nachrichtenbrief Says:

    […] Kamele waren unzählbar wie die Sandkörner am Meeresstrand“ (Ri 7,12). Es war schließlich Saul, der die Amalekiter gänzlich vernichtete. Danach waren die Amalekiter nur noch ein versprengter Haufen von räuberischen Beduinen, die […]

  2. Israel: ein Licht in der finstersten Hölle « Nachrichtenbrief Says:

    […] Saddam Hussein sah sich als Nachfahren Nebukadnezzars, der vor den Augen Zidkijas dessen kleine Kinder abschlachtete, um ihm dann die Augen auszustechen. „Nase und Ohren werden sie dir abschneiden und deine Kinder mit dem Schwert umbringen“ (Ez 23,25). Es ist eine Kontinuität über die Jahrtausende hinweg, z.B. spricht das Buch Ester (3,1) von Haman, dem großen Judenfeind im Persischen Reich als vom „Sohn Hammedathas, dem Agagiter vom Samen Agags, dem Amalekiter“ – dem Todfeind Israels und die Verkörperung Saharasias vom Exodus bis hin zu den Nazis und Hamas: Amalek. […]

  3. Robert (Berlin) Says:

    „Colin Kelley (University of California, Santa Barbara) et al. betrachten die Ausweitung der Wüste…“

    Ein ziemlich plumper Propaganda-Artikel, der die Tätigkeiten der USA und Israel verschleiern soll. Erstens sind der Grund für die Flüchtlinge aus dem Irak der Sturz der dortigen Regierung von Saddam Hussein, der zu einem grausamen Bürgerkrieg führte. Zweitens, das behaupte ich ohne jeden Beweis, wäre das Al-Assad Regime als Diktatur auch ohne ausländische Intervention mit Aufständen fertig geworden. Es ist ja darin erprobt!
    Syrien gilt als Hauptfeind Israels und als Verbündeter Irans. Darum soll Al-Assad wie Präsident Hussein gestürzt werden.
    Außerdem: es hätte ja in allen arabischen Staaten, die von der Dürre betroffen waren, Aufstände geben müssen!

    „Demnach haben sich die Geflohenen wegen ihrer schwierigen Gesamtsituation und aus Angst zwar nicht selber an den Protesten beteiligt; die Dürre und die fehlende politische Unterstützung der Landbevölkerung haben die Proteste jedoch angeheizt.“
    http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article205183811/Die-Duerre-vertrieb-1-5-Millionen-Kleinbauern-in-Syrien.html

    Die Landbevölkerung hat sich also an den Protesten gar nicht beteiligt.
    Es geht mir gar nicht darum, den Diktator Al-Assad in Schutz zu nehmen oder seine Schandtaten zu leugnen. Aber wie in diesem Propaganda-Artikel zu verschweigen, als wenn der Westen, seine arabischen Verbündeten (Saudi-Arabien, Katar, VAE) und Israel rein gar nichts mit den Aufständen und der Ausbildung und Förderung der islamischen Terrortruppen zu tun hätte und dieser Einfluss niemals stattgefunden oder eine Rolle gespielt hätte, weist diese Pressemeldung als pseudowissenschaftliche Ente aus.

    • Peter Nasselstein Says:

      Wie Andrew Solow von der Woods Hole Oceanographic Institution in Massachusetts dem New Scientist sagte, seien die Schlussfolgerungen seiner Kollegen „plausibel“. „Wenn eine Gesellschaft unter Druck gerät, wird Gewalt wahrscheinlicher.“ Es sei aber unklar, ob die Gewalt in Syrien nicht auch ohne die Dürre ausgebrochen wäre. Das könne schon sein, sagte Kelleys Ko-Autor Richard Seager von der Columbia University dem Magazin National Geographic – aber so habe es sich eben nicht entwickelt.

      Widerspruch kommt von Thomas Bernauer von der ETH Zürich. Er hält den postulierten Zusammenhang der New York Times zufolge für „sehr spekulativ“, die Belege seien wissenschaftlich noch nicht robust genug.

      Kelley und sein Team sind nicht die Ersten, die auf einen möglichen Zusammenhang zwischen der Dürre seit 2006 und dem Ausbruch des Syrienkriegs hinweisen. Francesca de Châtel von der niederländischen Radboud Universität in Nijmegen betonte Anfang 2014 im Journal Middle Eastern Studies, es sei nicht die Dürre „per se“ gewesen, die als einer der Auslöser der Unruhen betrachtet werden sollte, sondern das Versagen der Regierung in Damaskus im Umgang mit der Trockenheit. Und Peter Gleick, Präsident des Pacific Institute in Oakland, Kalifornien, hatte 2014 im Journal Weather, Climate, and Society berichtet, dass der Wassermangel in Syrien „eine direkte Rolle“ für den Verfall der Wirtschaft Syriens gespielt habe.

      http://www.sueddeutsche.de/wissen/ausloeser-von-krisen-was-der-syrische-buergerkrieg-mit-dem-klimawandel-zu-tun-hat-1.2377566

    • Robert (Berlin) Says:

      Umstrittene Studie: Löste Klimawandel den Syrien-Krieg aus?

      Eine alarmierende Studie hat weltweit für Aufregung gesorgt. Die Autoren behaupten, der Klimawandel habe Dürre und Bürgerkrieg in Syrien mitverursacht. Doch die These ist kaum zu halten.

      Zitat:
      „Die Studie versäume es, lokale Unterschiede aufzuschlüsseln, ergänzt Christiane Fröhlich, Friedensforscherin an der Uni Hamburg. Ihre Gespräche mit Menschen vor Ort würden der Klimathese eher widersprechen: Jene, die vor der Dürre geflüchtet wären, seien eher selten zu Aufständischen geworden, berichtet sie. Vielmehr hätten eher wohlhabendere Einwohner den Bürgerkrieg provoziert.“

      „Exzessive Grundwasserfördeung, Übernutzung des Bodens durch grasende Tiere und landwirtschaftliche Ausbeutung seien die Hauptursachen für die Hungersnot, sagt De Châtel. „Die Rolle des Klimawandels ist nicht nur irrelevant, ihre Betonung sogar schädlich“, meint sie. Das Klimaargument erlaube es den Politikern, Schuldige für die Hungersnöte außerhalb des Landes suchen, obwohl sie doch eigentlich selber für das Missmanagement verantwortlich seien.“

      „Auch eine Übersichtsstudie von Experten um Ole Magnus Theisen von der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens NTNU kommt zu einem deutlichen Ergebnis: „Wir haben keine Belege gefunden für einen Zusammenhang von Dürren und Konflikt“, schreiben sie. Die Hauptursachen für Bürgerkriege seien politischer Natur.“

      http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/syrien-loeste-klimawandel-den-buergerkrieg-aus-a-1022106.html

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