„Kapitalistische Reichianer“ (Teil 2)

Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre setzte sich Reich im Rahmen einer „Marxistischen“ „politischen Sexualökonomie“ fast ausschließlich mit der Pathologie des rechten Spektrums auseinander. Dabei wollte er insbesondere erklären, warum die „Massen“ nicht die Ideologie der „herrschenden Klasse“, die zur Ideologie der gesamten Gesellschaft geworden war, spontan von sich abtaten, „der wirtschaftlichen Entwicklung gemäß ein revolutionäres Klassenbewußtsein entwickelten“ und die „Ausbeuterklasse“ aus ihrer Machtstellung beseitigten.

Reich konnte das Ausbleiben dieser revolutionären Umwälzung damit erklären, daß wohl die ökonomische Unterdrückung in die Rebellion führe, die damit aber verbundene sexuelle Unterdrückung das genau gegenteilige Ergebnis zeitigte. Die sexuelle Unterdrückung würde autoritätshörige Menschen erzeugen, die aktiv die Interessen ihrer Unterdrücker verfechten. Die Agentur dieser charakterlichen Verformung durch sexuelle Unterdrückung ist die Familie, deren Erhalt deshalb der Kern jedweder konservativen Gesellschaftsdoktrin sei. Darüber hinaus sei erst der sexuell verkrüppelte Mensch überhaupt in der Lage, die entfremdete Fabrikarbeit zu leisten. Daß diese strukturelle Umformung auch weitere neurotische Symptome bedingt, die durchaus ungewollt sind, da sie die Arbeitsfähigkeit letztlich doch untergraben, ist ein nicht zu vermeidendes Nebenprodukt.

Eben wegen dieses letzten Punktes ist Reichs Kritik am Kapitalismus hinfällig geworden und hat sich in eine des Sozialismus verwandelt. Der entwickelte Kapitalismus benötigt kreative, innovative Mitarbeiter, keine menschlichen Automaten, die stur einen festgesetzten Plan erfüllen. Demgemäß war ja auch die sexuelle Unterdrückung in sozialistischen Wirtschaftssystemen weit größer als in kapitalistischen.

In seiner Schrift Die natürliche Organisation der Arbeit zeichnete sich 1939 Reichs Bruch mit der sozialistischen Bewegung ab, um sich in Weitere Probleme der Arbeitsdemokratie 1941 ganz zu vollenden. Am 7. November 1940 schrieb Reich an Neill, er fühle sich, was seine bisherigen sozialistischen Ansichten beträfe, „völlig verunsichert“ und er tendiere dazu,

das meiste zu revidieren, was ich je in Europa darüber gelernt habe, was Sozialismus sein könnte oder sollte. Ich kann nur hoffen, daß die Grundlagen meiner fachlichen Arbeit mich davor schützen, reaktionär zu werden. Wenn man Sozialisten und Kommunisten, die hier herübergekommen sind, sagen hört, daß Roosevelt ein Diktator oder Faschist sei, dann dreht sich einem einfach der Magen um. Ich fange an, sie zu hassen. Sie erscheinen mir ausgesprochen schädlich mit ihrer völligen Unfähigkeit, einen Gedanken zu Ende zu denken oder irgendeine Arbeit zu tun. Aber es kann sein, daß dies Gefühl zum Teil nichts als Enttäuschung ist.“ (Hervorhebungen hinzugefügt)

Doch schon 1942 sollte Reich im Vorwort zur Massenpsychologie des Faschismus die Grundlage für die objektive Bewertung linker Politik schaffen, indem er den falschen Liberalismus auf die oberflächliche, verlogene Charakterschicht zurückführte.

Heute, 70 Jahre später, geht es schlicht darum, was den Zielen der Orgonomie (= die individuelle und gesellschaftliche Selbststeuerung) näher steht: die libertär-kapitalistische eigentümlich frei oder all die krypto-kommunistischen Medien, die in einem Land gegen „die Auswüchse des Neo-Liberalismus“ wettern, dessen Staatsquote und Sozialleistungen (in denen Deutschland ungeschlagen Weltspitze ist) es zu einem de facto sozialistischen Land machen.

Was soll ich tun? Für noch mehr „Arbeitnehmerrechte“ eintreten? Damit noch weniger Leute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben! Für mehr Mieterrechte? Damit der Wohnungsmarkt weiter schrumpft! Für mehr Konsumentenrechte? Damit unser aller Leben noch komplizierter und bürokratisierter wird! Mehr Mitbestimmungsrechte im Betrieb? Damit die politische Pest weiter um sich greift! Höhere Besteuerung der Reichen? Um die Kapitalflucht und das Auswandern der Leistungsträger zu fördern! Soll ich gegen die Ausgrenzung älterer Arbeitnehmer wettern? Damit würde ich für noch mehr Antidiskriminierungsgesetze eintreten! Soll ich in den allgegenwärtigen „Antiautoritarismus“ einstimmen und „gegen die da oben“ wettern? Also das tun, was ohnehin alle tun! Soll ich (gegen meine Überzeugungen) gegen die „Zinsknechtschaft“ anschreiben oder Marx Mehrwerttheorie vertreten?

Nein, ich ziehe es vor mit „Libertär-Kapitalisten“ wie Hayek, Mises und Rothbard gegen das planwirtschaftliche System der Zentralbanken und die politische Korruption der Großindustrie „anzugehen“.

Dabei bin ich mir mit Adam Smith durchaus bewußt, daß es der Natur des Kapitalismus entspricht wirklich aus allem „Kapital zu schlagen“ und seien es Heroin oder Kinderpornos. Deshalb war Smith durchaus für einen starken und schlagkräftigen Staat, der gegen das vorgeht, was Reich später als „Emotionelle Pest“ bezeichnet hat. Je mehr der Staat in dieser Hinsicht überflüssig wird, desto mehr nähern wir uns einer Arbeitsdemokratie an.

Die anhaltende Weltwirtschaftskrise spiegelt unser tragisches Leben in der Falle wider:

Einerseits ringen die Massen darum, daß alles noch bürokratisierter und gesellschaftlich immobiler (gepanzerter) wird und schaden sich durch das Abwürgen der Arbeitsenergie nur selbst, da die Produktion des Reichtums immer weiter erschwert wird. (Wenn man die Staatsquote von formal fast 50% und real 70% betrachtet, sind wir bereits ein sozialistisches Land! 80% der Parlamentarier sind eh Beamte. Der Asozialstaat verschlingt schon mehr als die Hälfte des Etats. Vor 20 Jahren gab der Bund 90 Milliarden Euro für Asolziales aus, heute sind es 150 Milliarden!) Andererseits haben die Massen durchaus recht, wenn sie gegen „die da oben“ anrennen, denn der gesellschaftliche Reichtum wird von der Nomenklatura immer mehr monopolisiert und sinnlos verpulvert. Man denke nur an den ungeheuerlichen Betrug, dem Kleinaktionäre in den letzten Jahren zum Opfer gefallen sind. Vom Betrug mit dem Euro und an den Kleinsparern wollen wir gar nicht erst reden.

Doch auch hier schädigen sich die Massen mit ihrem Engagement nur selbst, denn sie fordern die Verschärfung genau dessen, was Ursache der Misere ist: die „Kontrolle der Finanzmärkte“, letztendlich Planwirtschaft. Dabei ist die Ausbeutung nur möglich, weil Geld heute gar keine echte Ware ist, sondern planwirtschaftlich, d.h. mafiös verwaltet wird. Dieser Bereich ähnelt der strukturellen Mißwirtschaft in der ehemaligen UdSSR und erodiert entsprechend unsere Wirtschaft langsam aber sicher (vgl. Ökonomie und Sexualökonomie).

Symptomatisch für die umrissene Falle ist der vor drei Jahren verstorbene Ökonom Milton Friedman.

Konservative, insbesondere in den angelsächsischen Ländern, können sich in ihren Lobreden für diesen „Champion der Freiheit und Demokratie“ kaum überbieten. Der Student der Orgonomie kann bei Friedman über ein Phänomen sinnieren, das Reich in Äther, Gott und Teufel diskutiert hat:

Mit neurotischer Zwanghaftigkeit geht der Mensch immer wieder in die Irre, weil er eine panische Angst davor hat, folgerichtig zu denken. Stattdessen bleibt er immer an irgendeinem „Absoluten“ hängen, an dem sich dann von neuem das alte Elend kristallisiert und mit frischer Kraft perpetuiert. Es ist wie mit der Panzerung: die Energie fließt, bis sie an einem bestimmten Punkt ins stocken gerät.

Beim Friedmanschen „Monetarismus“ war es die sozialistische (sic!) Bewirtschaftung des Geldes. Die Wirtschaft soll vollkommen frei sein, aber ausgerechnet das Geld, das Lebensblut der Wirtschaft, habe einer strengen planwirtschaftlichen Regulierung unterworfen zu sein! Jene Völker, die in die richtige, und d.h. die kapitalistische, Richtung gehen, werden auf diese Weise immer weiter ins sozialistische Elend getrieben und die Linken können ihren Finger auf das Amok laufende „Finanzkapital“ richten, das Scheitern des Kapitalismus konstatieren und, wie gegenwärtig in Südamerika, ausgerechnet den Sozialismus als Alternative preisen.

An diesem Beispiel wird auch deutlich, daß es ziemlich gleichgültig ist, wie man sich selbst ideologisch einordnet oder von anderen eingeordnet wird. Man kann „Friedmanianer“ und trotzdem ein pseudoliberaler modern liberal character (ein Kommunist) sein, der alles tut, um die kapitalistische Gesellschaft in den Untergang zu treiben.

Advertisements

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

16 Antworten to “„Kapitalistische Reichianer“ (Teil 2)”

  1. Manuel Says:

    „Deshalb war Smith durchaus für einen starken und schlagkräftigen Staat, der gegen das vorgeht, was Reich später als „Emotionelle Pest“ bezeichnet hat.“
    Das ist doch der Punkt: es geht nicht um den Staat, der „alles regelt“, sondern um den Staat, der regelt, was geregelt werden MUSS. Nicht mehr und nicht weniger. Ein Staat, der im Interesse der Gesamtheit seiner Bürger handelt und nicht im Interesse einiger Lobbyisten. ZB. Gesundheitssystem: Die Kosten steigen genau in dem Maß, wie die Leistungen sinken. Krankenhäuser und Arztpraxen sind zu den Orten geworden, an denen die Gesundheit am stärksten gefährdet ist (s. „Krankenhauskeime“ etc.). Das uneffektivste Gesundheitsystem der Welt ist das amerikanische, aber wir holen auf! Uneffektiv bedeutet: hohe Beiträge, hohe Staatszuschüsse, wenig Leistung: die Lobbyisten teilen das Geld unter sich auf, beim Patienten kommt herzlich wenig an. Im Namen der „Freiheit“, des „Wettbewerbs“…
    Das effektivste Gesundheitssystem: nach meinem Wissen das Finnische (gefolgt von den skandinavischen Ländern): 100% staatlich, Einheitskasse, null „Wettbewerb“, aber der Patient bekommt die weltweit beste Leistung für den weltweit geringsten Beitrag.
    So, und jetzt?

    • Peter Nasselstein Says:

      Das amerikanische System ist hoffnungslos vermurkst, weil staatliche Vorgaben (Medicare, etc., eine ausufernde ruinöse Haftpflicht, etc.) die privatwirtschaftlich organisierte Krankenversorgung künstlich verteuert und uneffektiv gemacht hat. Das ist das Gegenteil der Eingriffe, die Adam Smith vorgeschwebt haben. Schön, daß es in Finnland besser klappt. Finnland scheint ja ohnehin ein Wunderland zu sein…

      … Im TAGBLATT (St. Gallen, Schweiz) machte sich 2007 Mathias Binswanger (ein Professor für Volkswirtschaftslehre) über die PISA-Studie lustig, denn ausgerechnet die finnischen Kinder, die in der Studie der UNICEF am besten abschnitten, hassen die Schule, ernähren sich besonders schlecht, rauchen und saufen wie sonst keine Kinder.
      Außerdem leben verhältnismäßig viele in zerrütten Familienverhältnissen. Sie sind besonders früh sexuell aktiv. Dazu paßt, daß der Gebrauch von Haschisch (also die Flucht in „künstliche Paradiese“) weitgehend unbekannt ist und nirgendwo Jugendliche (trotz hohen Alkoholkonsums) so wenig zur Gewalt neigen.
      Was soll man aus solchen Ergebnissen dieser Art von Rankings schlußfolgern? Daß die üblicherweise diskutierten Faktoren vollkommen irrelevant sind: Organisation der Schule, „Kinderbetreuung“, wirtschaftliche Bedingungen, Jugendschutz, etc.pp.? Ist es vielleicht eine Frage der lebensbejahenden „vagotonen“, gewaltlosen gesellschaftlichen Atmosphäre?

      http://www.tmk.ch/Downloads-Stufe/WarumfinnischeKiintelligent.pdf

  2. David Says:

    100% staatlich, Einheitskasse, null „Wettbewerb“, aber der Patient bekommt die weltweit beste Leistung für den weltweit geringsten Beitrag.

    Dies zeigt, dass gelegentlich der Staat, bzw. ein Staatsbetrieb oder ein Amt, etwas einführt, was äußerst effizient ist.

    Mir kommt hier immer das früher so genannte Postscheckamt in den Sinn: Kostengünstig wie kein anderes Institut ermöglichte es den Scheck- und Überweisungsverkehr auch für „kleine“ Leute und Firmen. Auch wurde – vom Postsparkassenamt – bereits vor vielen Jahrzehnten das Geldabheben im Ausland ermöglicht!

    Die Postbank – heute Privatfirma – profitiert immer noch von ihrem großen Know-how und erledigt soviel ich weiß jetzt auch den Überweisungsverkehr für Deutsche, Dresdner und Commerzbank. Überdies kann man die Möglichkeit einen Überweisungsauftrag gleich um die Ecke im Briefkasten portofrei einzuwerfen, als einen Vorläufer des Homebankings sehen.

    … war ja auch die sexuelle Unterdrückung in sozialistischen Wirtschaftssystemen weit größer als in kapitalistischen.

    Dieses tritt aber meiner Kenntnis zufolge immer mit einer gewissen Verzögerung ein. Bekanntermaßen existierte kurz nach der Revolution in Moskau das „Kinderheimlaboratorium“, und man war während der Revolution zunächst sexuell freier als im Westen, obwohl – neueren Historikern zufolge – Lenin von Anfang an ein repressives System errichten wollte.

    Bekanntermaßen schlug dieser Zustand bald ins Gegenteil um, ungefähr zur Zeit der Machtübernahme durch Stalin oder schon kurz davor.

    In Deutschland in der Sowjetischen Besatzungszone war gar keine Revolution, vielmehr wurde das System da von oben her eingesetzt, weil Stalin der Ansicht war, es sei ganz natürlich, dass jede Siegermacht in ihrer Besatzungszone ihr Gesellschaftssystem installiert.

    Die SED, die sich schon bald bildete, förderte dann einem Fernsehbericht zufolge die voreheliche Sexualität wenn auch mit dem Ziel, dass es zur Ehe hinführen soll, während es in den drei Westzonen, wo die Kirche die einflussreichste Institution war, zu der vorehelichen Sexualität nur eins gab: ein klares Nein.

    Auch die Frage der Berufstätigkeit der Frau war in Berlin unterschiedlich und führte in den Jahren vor dem Mauerbau zu einer Kuriosität: Bekanntermaßen fuhren damals die Straßenbahnen durch beide Teile der Stadt. Kam ein Straßenbahnzug, der von einer Frau gefahren wurde, am Sektorenübergang in den Westteil der Stadt, so musste ein Fahrerwechsel stattfinden: Frauen an der Kurbel wurden in den Fünfziger Jahren in West-Berlin nicht geduldet.

    Schon bald schlug die Situation in der DDR ins Gegenteil um, alles wurde immer miefiger und spießiger, nach dem Mauerbau oder einige sagen, erst nach der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968. Vielleicht ging diese Veränderung aber auch schon kurz vor dem Mauerbau los, sonst wären nicht so viele Leute „abgehauen“ und infolge dessen auch die Mauer vielleicht nicht gebaut worden.

  3. David Says:

    Hierzu erhebt sich die Frage: wurde das alles nur gemäß KPdSU bzw. SED-Parteiprogramm gesteuert? Oder ist es eher ein naturgesetzlicher, von der Orgonomie her erklärbarer Vorgang, dass eine zunächst lebenspositiv erscheinende Situation ins Gegenteil umschlägt? In eine Situation, welche als DOR-Situation bezeichnet werden muss?

    Daraus folgt, dass sich eine solche Situation auf zwei Wegen entwickeln kann: entweder auf dem Umweg so wie gerade beschrieben, oder es ziehen einfach direkt DOR-Wolken auf; die Bewegung stirbt ab, und die Vögel hören auf zu singen.

  4. Robert (Berlin) Says:

    Es ist schon typisch zu sehen, dass der wichtigste Satz in dem Brief von Reich an Neill nicht zitiert wird, offenbar weil er der auch hier propagierten neoliberalen Wirtschaft vom Sozialabbau widerspricht.
    „Die Wiederwahl von Roosevelt scheint mir außerordentlich wichtig. Ich sehe mehr und mehr, wie diese sogenannte bürgerliche Gesellschaft unter kapitalistischer Herrschaft im Verlauf von 7 Jahren mehr im Bereich der sozialen Sicherheit getan hat, als sich irgendein Kommunist in Rußland auch nur träumen lassen würde.“
    Übrigens waren nicht nur Linke aus Europa der Meinung, Roosevelts New Deal wäre eine Form von Wirtschaftsdiktatur, die die Demokratie erstickt. Besonders auch in den USA selbst und unter der Konservativen waren Roosevelts Arbeitsprogramme (erinnernd an die Arbeitsmaßnahmen in Hitlerdeutschland und Mussolini-Italien) sehr antiliberal angesehen und auch andere Maßnahmen (Verbot von Gold und Silber in Privatbesitz ab 1933) erinnerten an ähnliche Einschränkungen in den Diktaturen. Allerdings dachten diese Kritiker wirklich nicht bis zu Ende, weil diese Maßnahmen in den USA im Grunde andere Ziele verfolgten als in den beiden Diktaturen.
    Kurze Zeit später endete der New Deal wegen des Krieges.

  5. Jean Says:

    Ich erlebe die Arbeitswelt als stark beschädigt durch hierarchische Lebensmodelle, an denen sich viele Menschen orientieren. Karriere und Status sind mächtige Motivationen, die Fairness, Solidarität und offene Kommunikation zum Hindernis machen. Oder auch sozial – und umweltverträgliche Produktion grundsätzlich in den Hintergrund drängen.
    Über ein Fünftel der Arbeitnehmer fühlt sich stark gestresst. Die Verantwortung für den psychosozialen Stress wird durchgereicht, bis der Ursprung nicht mehr erkennbar ist. Die Aktionäre wollen Gewinne, der Vorstand trifft Zielvereinbarungen mit den Managern, die mit der mittleren Führungsebene, diese mit den Angestellten. Alle Ebenen stehen unter dem Druck der Geldgeber, also der Finanzmärkte. Um mehr Leistung von den Menschen zu erhalten, wird immer raffinierter verglichen und Konkurrenzverhältnisse hergestellt. Jetzt schlägt die Stunde der Intriganten, Blender und Verleumder, da die wenigsten Chefs in der Lage sind, auf die „Hilfe“ dieser „Leistungsträger“zu verzichten. Sonst wären ihre Macht und ihr Status gefährdet, die weitere Karriere zu Ende. Kurzfristiges Quartalsdenken für das eigene Fortkommen werden belohnt, langfristiges Zusammenarbeiten meist nur im Sinne der Anpassung an die getriebenen Chefs ermöglicht. Diese Prozesse sind lang und breit in den Kommentaren zu „Karriere -Artikeln“ der Foren von Zeit, Welt, Spiegel usw. zu lesen.
    Den Menschenmassen Verantwortung aufbürden? In einem Hierarchischen System sehe ich auch die Führung in der Verantwortung, die Angestellten zu unterstützen. Solange darüber kein Austausch stattfindet oder Karrierdenken, solange es darstellbare „Erfolge“ erzielt immer unterstützt wird, ohne die soziale Folgen zu sehen, so lange werden Mobbing und Bossing fröhliche Urstände feiern.
    Es gibt Gegenbeispiele:

  6. David Says:

    Der Kommentar von Jean verdient nähere Betrachtung.

    Ich erlebe die Arbeitswelt als stark beschädigt durch hierarchische Lebensmodelle, an denen sich viele Menschen orientieren.

    Beschädigt sagst Du?

    Geradezu bestimmt ist die Arbeitswelt dadurch. Und die Welt außerhalb der Arbeitplätze / Betriebe genauso.

    Das mag sich mit der – von PN und Konia fälschlich antiautoritär genannten – narzisstischen Gesellschaft oder Spass-Gesellschaft noch gewaltig verschärft haben.

    Was zählt ist ich, ich, ich. Auch in der Freizeit, im Sportverein, betreffend Liebesbeziehungen: immer ist die Position in der Arbeitswelt wichtig.

    Wer „Dauerhartzer“ ist, ist doppelt gestraft. Nicht nur kommt er in die Arbeitswelt nicht wieder rein – weil das „Jobcenter“ wie an anderer Stelle gesagt ein Arbeitsamt Zweiter Klasse ist – sondern auch sonst gehen die sozialen Kontakte verloren.

    Wie in Amerika, wo man (PRWORA, seit 1996) den Schwachen den Geldhahn bedingungslos zudreht, die Situation ist betreffend soziale Kontakte, ist mir unbekannt. Vielleicht geht dort mehr mit Hilfe der verschiedenen Kirchen.

    Und die „alternativen“ Kreise: dort ist die Ablehnung Einkommens-Schwacher oft noch stärker. Warum? Weil die tollen alternativen Ideen nicht einhergehen mit den Fähigkeiten zur Gemeinschaftsbildung bzw. zu Gemeinschafts-Aufbau, Gemeinschafts-Erhaltung etc.

    Oder auch sozial – und umweltverträgliche Produktion grundsätzlich in den Hintergrund drängen.

    Abwesenheit von hierarchischen Lebensmodellen führt nicht automatisch zu umweltverträglicher Produktion, hierzu sind außerdem noch notwendig Kenntnisse, wie man das macht. Und die Idee, dass die Umwelt überhaupt wichtig ist.

    Über ein Fünftel der Arbeitnehmer fühlt sich stark gestresst. Die Verantwortung für den psychosozialen Stress wird durchgereicht, bis der Ursprung nicht mehr erkennbar ist. Die Aktionäre wollen Gewinne, der Vorstand trifft Zielvereinbarungen mit den Managern, die mit der mittleren Führungsebene, diese mit den Angestellten. Alle Ebenen stehen unter dem Druck der Geldgeber, also der Finanzmärkte.

    Wenn man den psychosozialen Stress immer mehr und immer mehr erhöht, scheiden mit der Zeit immer mehr Mitarbeiter mit Know-how und praktischer Erfahrung aus den Betrieben aus, woraufhin dann die Produktion nicht mehr richtig gelingt.

    Die Finanzmärkte: schuld sind die nicht an sich, sondern weil ein gewaltiger Systemfehler drin ist, der früher nicht in dem Maße wie heute war: man rechnet immer nur kurzfristig. Das was ich gerade sagte, ist aber eine langfristige Auswirkung. Da liegt das Problem.

    Um mehr Leistung von den Menschen zu erhalten, wird immer raffinierter verglichen und Konkurrenzverhältnisse hergestellt.

    Das machte der Sozialismus vielleicht noch mehr dadaurch, dass Karriere und vor allem Parteikarriere wichtig war, man um vorwärts zu kommen am besten auch mit der Staatssicherheit zusammenarbeitete – Zersetzungsoperationen und so weiter!

    Ist also nicht spezifisch für den Kapitalismus.

    Jetzt schlägt die Stunde der Intriganten, Blender und Verleumder, da die wenigsten Chefs in der Lage sind, auf die “Hilfe” dieser “Leistungsträger”zu verzichten.

    Blender: ich, ich, ich.

    Was passiert arbeitsdemokratisch? D.h. mit der Produktion? Richtig, die funktioniert mit der Zeit immer schlechter. Wie oben gesagt. Dito.

    In einem Hierarchischen System sehe ich auch die Führung in der Verantwortung, die Angestellten zu unterstützen.

    Einige wenige Firmen sind hier aufgewacht, und haben begonnen, sich mit Bossing-Mobbing-Bekämpfung, mit Gemeinschaftsbildung – angeblich sogar im engeren Sinne das heißt nach Scott Morgan Peck – zu beschäftigen. Da ist man außerhalb Deutschlands vielleicht weiter.

    Kurz, mit der Bekämpfung der Emotionalen Pest.

    Solche Dinge sind, wie ich glaube im Widerspruch zur deutschen Mentalität, die zum Selektieren und Segregieren neigt.

    Wie ich auch an anderer Stelle, hier:

    http://davidmoerike.de/blog/2015/02/28/hartz-iv-wer-sich-engagiert-wird-bestraft

    behauptet habe, auch Organisationen wie die Grameen im Widerspruch zur deutschen Mentalität sind.

    Eine Gesellschaft in der es viel, viel mehr Selbständige gibt – echte Selbständige also nicht Menschen sich die in den allfällig Scheinselbständigkeit genannten Ausbeutungs-Verhältnissen befinden – wird auch betreffend abhängige Arbeit einen mehr entspannten, selbstregulierenden Markt haben.

    Und die „Blender und Verleumder“ würden sehr schnell als das eingeschätzt, was sie sind, nämlich Subjekte, die den Arbeitsprozess zerstören.

    So sehe ich das.

    • David Says:

      http://www.focus.de/wissen/experten/schmeh/kryptologie-im-dritten-reich-hitlers-kriegsentscheidender-management-fehler_id_4153403.html

      Chiffriertechnik:

      Mit der Person Hitlers hat das ganze nicht viel zu tun.

      Auch hier: ich ich ich. Meine Abteilung ist die bessere.

      Sagt das Heer. Sagt die Marine. Sagt die Luftwaffe.

      Folge: Zwar waren TypeX und SIGABA tatsächlich unknackbar nach damaliger Technik aber man hätte die ENIGMA dahingehend verändern können, so dass sie vergleichbar gut wäre.

      Erst nach dem Krieg kamen sowohl BRD wie DDR drauf eine Zentralstelle für diese Dinge einzurichten. Und die von der DDR waren zunächst bestimmt besser – bis zur Heraufkunft dessen was man den Data Encryption Standard (DES) nannte.

      Folge für Stasi-Mann Teske, der sich darauf vorbereitet hatte, nach Westen zu desertieren: er wurde abgehört, geschnappt, und hingerichtet.

  7. Robert (Berlin) Says:

    Passt meines Erachtens genau zum Thema

    Janich versus Hauschild: Libertarismus oder Bedingungsloses Grundeinkommen – Das Streitgespräch

    Oliver Janich, freiheitlicher Journalist, Autor und Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie diskutiert mit dem systemkritischen Soziologen, Politologen und Blogger Florian Hauschild über Freiheit, soziale Verantwortung und das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE). Beide eint das Ziel einer gerechten und friedlichen Gesellschaft, sie sind aber unterschiedlicher Meinung, welcher Weg zum Ziel der bessere und richtigere ist.

  8. Peter Nasselstein Says:

    „Demgemäß war ja auch die sexuelle Unterdrückung in sozialistischen Wirtschaftssystemen weit größer als in kapitalistischen.“ Im Gespräch heute wurde ich für diesen Satz kritisiert, denn ich hätte an anderer Stelle das genaue Gegenteil gesagt und wenn man mit Leuten spricht, die in der DDR aufgewachsen sind…

    Zunächst einmal waren die Kommunisten zynische Politiker, die beispielsweise in Polen „sexuelle Freiheit“ als Waffe gegen die Katholische Kirche benutzt haben. Die DDR war eine Sondererscheinung, da hie mit einer Unterbrechung von wenig mehr als 12 Jahren die „Mentalhygienebewegung“ der 20er Jahre nachwirkte, untergründig vielleicht sogar der Einfluß Wilhelm Reichs. Generell hatte der antikirchliche Kampf eine sexualbefreiende Wirkung. Andererseits wurde aber alles getan, um den Kern der sexuellen Freiheit, die Selbstregulierung, von Säuglingszeiten an zu hintertreiben. Die Krippenerziehung war teilweise der reine Horror. Und teilweise herrschte tatsächlich ein alles erstickender „sozialistischer Puritanismus“, der alles bekämpfte was auch nur entfernt an „westliche Dekadenz“, insbesondere die Psychoanalyse erinnert.

  9. Peter Nasselstein Says:

    Die sozialistische Bewirtschaftung des Geldes vollendet sich!

    http://www.focus.de/finanzen/banken/von-wegen-drogenhandel-und-korruption-warum-das-bargeld-wirklich-abgeschafft-werden-soll_id_4716164.html

  10. David Says:

    http://www.focus.de/finanzen/banken/von-wegen-drogenhandel-und-korruption-warum-das-bargeld-wirklich-abgeschafft-werden-soll_id_4716164.html

    Zitat:

    „Geld ist geprägte Freiheit“, erkannte bereits vor mehr als 150 Jahren der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski. Denn Geld hat für die Menschen seit Jahrtausenden zwei Eigenschaften: Es ist Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel zugleich. Letztere Funktion würde es bei einem Bargeldverbot völlig verlieren.

    Zitat Ende.

    Zunächst mal ist erfreulich, dass nicht nur einige unauffällige Libertäre, Piraten, usw., sondern auch FOCUS, eines der großen Medien, hier warnt.

    Jede unbare Zahlung hinterlässt Spuren. Selbst mit Bitcoins – wo man angeblich mit ein paar Tricks vollständige Anonymität herbeiführen kann, näheres entzieht sich meiner Kenntnis – hinterlässt man immer Spuren.

    Übrigens ist die Schaffung weiterer Arten von Bargeld oder Zahlungsmittel, wie etwa der Lindentaler oder der Chiemgauer, eine illegale und theoretisch auch strafbare Handlung. Nur tatsächlich wurde noch nie ein Komplementärwährungs-Aktivist verurteilt.

    OffTopic: XING

    Da bin ich drin. Das System schiebt mir manchmal Erstaunliches zu.

    Einschub:

    Wenn man seit Jahren in Erwerbsunfähigkeitsrente und vorher im Staatsdienst war, bekommt man die Arbeitswelt nicht mit.

    Einschub Ende.

    Die Firma Flixbus/MeinFernbus, Berlin, sucht mehrere Unix-Linux Systemverwalter für ihre Server.

    Englischsprachiges Team; gesprochenes Englisch ist Pflicht.

    Das für mich Erstaunliche: die Firma ist nicht besonders international; die Linien verkehren im wesentlichen innerhalb Deutschlands mit einigen wenigen Linien beispielsweise nach Zürich oder Prag.

    Also warum?

    Da kann ich nur spekulieren: man hat mit die besten IT-Experten der Welt engagiert, außer US-Amerikanern vielleicht noch Chinesen und Japaner.

    Das ist an sich nicht schlecht; nur könnten Menschen wie ich, die mit Fremdsprachen Schwierigkeiten haben – ungeachtet dessen dass ich in der Schule damals gute Noten produziert habe – auf lange Sicht in eine Situation kommen, die der eines Analphabeten ähnlich ist.

    OffOffTopic: Verschwinden von Sprachen

    Dass die deutsche Sprache und Kultur verloren gehen könnte, ist möglich, denn wenn es immer mehr englischsprachige Teams gibt und andererseits für die Migranten immer mehr muttersprachliche Angebote notwendig werden, könnte der deutsche Sprachraum von zwei Seiten her aufgelöst werden.

    Andererseits: vor langer Zeit hörten die Menschen in Gallien allmählich auf, keltisch zu sprechen und entwickelten einen aus dem Lateinischen stammenden Dialekt mit einigen keltischen Wörtern drin wie z.B. „vingt“ für die Zahl 20.

    Das Französische.

    Und den Leuten dort geht’s auch nicht schlecht. Das Verschwinden von Sprachen ist also ein ganz natürlicher Vorgang.

  11. claus Says:

    „Nein, ich ziehe es vor mit ‚Libertär-Kapitalisten‘ wie Hayek, Mises und Rothbard gegen das planwirtschaftliche System der Zentralbanken und die politische Korruption der Großindustrie ‚anzugehen‘.“

    Stimmt es, dass Hayek eine Art ‚Rat der Weisen‘ propagierte? Ich sehe nicht, wie die Möglichkeit, dass einige oder viele Menschen dazu beitragen, der gesamten Menschheit den Rest zu geben (Beseitigung unserer Lebensgrundlagen), marktwirtschaftlich in den Griff zu kriegen wäre. Und genau da schlugen einige Leute 1986 eine Art ‚Rat der Weisen‘ vor, der u.a. die Aufgabe hat, das Wissen um Atommüllendlagerstätten von Generation zu Generation weiterzugeben (vorausgesetzt, dass dieser Müll nicht unschädlich zu machen ist – was ja wohl nicht nur ein technologisches Problem ist).
    http://www.spektrum.de/news/ein-warnschild-ohne-halbwertszeit/1160215

    Der Gedanke, den Markt darum zu ergänzen, mit Hilfe eines Rates auf die Weisheit Ausgewählter zu setzen, kommt offenbar ab und zu verschiedenen Leuten. Hayek verweist dabei darauf, es solle sich um Persönlichkeiten handeln, die sich irgendwie verdient gemacht haben, also wohl letztlich auf Charakterzüge.

    • Peter Nasselstein Says:

      Naja, so war die republikanische Demokratie schon immer gedacht: daß eine Elite gewählt wird und Mehrheiten nicht einfach die Verfassungsregeln aushebeln können. Anfangs war Amerika eine Sache von unglaulich gebildeten Männern, die immerhin das schier Unmögliche geschaffen haben: einen Staat aufzubauen, der nun seit fast 250 Jahren existiert und das Potential hat ewig zu bestehen. Das Problem ist nur die weitere Demokratisierung: daß immer weitere Kreise wählen dürfen, die schließlich jene wählen, die Wahlgeschenke verteilen. Das kann unmöglich lange funktionieren, zumal es kontraproduktiv ist. Ein „Rat der Weisen“ könnte hier gegensteuern, zumal das in unseren Genen steckt: Schimpansenhorden, primitive Gesellschaften bis hin zu den Königreichen Europas haben schließlich auch nicht anders funktioniert. Das Wechselspiel zwischen der populären Akzeptanz (kein Schimpansenchef kann herrschen, wenn er nicht von seinen Weibchen ausgewählt, akzeptiet und aktiv unterstützt wird) und dem Rat der Alten und Erfahrenen, die den Chef beraten.

      Tatsächlich sieht es heute doch nicht anders aus! „Das Weiße Haus“ ist genau das, die Senatoren, „Washington“. Und es wird auch nie anders sein. (Man sieht: ich bin kein Utopist 😉 ) Ich sehe nur die Gefahr, daß sich gerade die „Persönlichkeitsgestörten“ stets zu einem „Rat der Weisen“ zusammenfinden. Wie man das verhindern kann, ist m.E. entscheidend. Der „Rat der Weisen“ wird sich eh in jedem System konstituieren.

      Es gibt in der Weltgeschichte m.E. eine Ausnahme: den Nationalsozialismus mit seiner Mischung aus Anarchie und einsamen „Führerentscheidungen“. Dieses Regime war von vornherein dem Untergang geweiht. Vielleicht auch Frankreich unter Napoleon.

      Übrigens hatte Reich in seinen ersten Formulierungen der Arbeitsdemokratie ähnliche Überlegungen: die Herrschaft der Experten.

      Ich hatte das ganze für ein natürliches Konzept. Interessanterweise drehen sich alle Verschwörungstheorien um den „Rat der Weisen“ („die Bilderberger“, „die Weisen von Zion“, „Schattenregierung“, was weiß ich). Das entspringt einer verzerrten, entstellten Wahrnehmung der bio-sozialen Grundlagen des Zusammenlebens in größeren Verbänden.

      • claus Says:

        Und die 68er in Deutschland sind über Brandts „Mehr Demokratie wagen“ zu den nun gängigen Utopien unbeschränkter Demokratie gelangt.
        Ich sehe das als einen Teil der großen Strömung, die nichts als natürlich anerkennt und alles für eine soziale Konstruktion hält. Wer etwas als gegeben und nicht konstruiert anerkennt, wird auch nicht von Mehrheiten der Weisheit letzten Schluss erwarten. Unbegrenzte Demokratie ist auch ein Aspekt eines ‚Machbarkeitswahns‘, dessen treibende Kraft heute die grünen Social Freezers sind.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: