Menschenopfer und Kannibalismus

Die Welt ist voller magischer Mythen vom Töten und Verspeisen von Kindern und dem Trinken ihres Blutes, was „Kommunion“ schenkt und damit das Leben verlängert. In unserer Kultur hielt man schon seit dem Alten Testament „Kanaanäern“, Häretikern, „Hexen“, Indianern und anderen „Primitiven“ projizierend Menschenopfer und Kannibalismus vor. Bis vor nicht allzu langer Zeit war praktisch jeder davon überzeugt, unsere Urahnen hätten sich an ihren erschlagenen Artgenossen gütlich getan, so als sei dies die selbstverständlichste und natürlichste Sache der Welt.

Selbst Reich läßt sich von der Literatur zu der Behauptung hinreißen, es hätte Menschenfresserei bei unseren Vorfahren und sogar bei den heutigen Australiern und Polynesiern gegeben (Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral, S. 107).

In Wirklichkeit ist das alles Unsinn. Zwar hat man Verstorbene mitunter rituell entbeint, aber niemals zu Ernährungszwecken. In Bolivien haben jetzt Archäologen einen Raum freigelegt, wo sterbliche Überreste in großen Bottichen mit Hilfe entsprechender Chemikalien gekocht worden waren, um dann die blanken Knochen als Reliquien aufzubewahren. Früher hätte man mit Sicherheit (und absurderweise) sicherlich an Kannibalismus gedacht… Ritueller Kannibalismus ist ein Phantasieprodukt unserer blutdurstigen saharasischen „Kultur“.

Vor 6000 Jahren kam es James DeMeos Saharasia-Theorie zufolge im Gebiet von Nordafrika, Arabien und Zentralasien zu einem klimatischen Umbruch mit verheerenden Dürrekatastrophen. Wüstenbildung, nachfolgende Kriege und Stadtbelagerungen führten zu Notkannibalismus. Hunger kann soweit entmenschen, daß Eltern ihr eigenes Kind kochen und aufessen (vgl. 2 Kön 6,28f und Klgl 4,10). Darauf ist der Mythos vom rituellen Kannibalismus zurückzuführen. Durch Projektion wurden in der Folgezeit die glücklicheren Menschen am Rande Saharasias des rituellen Kannibalismus angeklagt. Aber es gibt keinen einzigen Fall von unbezweifelbarem rituellen Kannibalismus in der Anthropologie. (Ich verweise auf die Arbeiten des US-Anthropologe William Arens und der deutschen Archäologin Heidi Peter-Röcher.)

Kurioserweise gibt es so etwas nur bei uns selbst: das Dogma, daß mit den Worten des Priesters „das ist mein Leib“ sich Brot und Wein tatsächlich in Leib und Blut Christi verwandeln, macht uns alle zu Kannibalen. Bereits Zwingli hatte sich gegen dies Dogma gewandt und verkündet, er würde diesen Gottesfraß nicht mitmachen.

Der ehemalige Pastor Hans-Dieter Leuenberger ging sogar soweit, die Verwandlung von Brot und Wein als schwarzmagisches Ritual zu bezeichnen. Schon zu seiner Zeit als Dorfpfarrer hätte er beim Feiern des Abendmahlrituals „ein äußerst unangenehmes Gefühl“ gehabt.

Jedesmal, wenn ich die Worte sprechen mußte: Das ist mein Leib, das ist mein Blut, da war etwas Grauenhaftes in mir, das nach meinem Herzen griff.

Bei seiner Beschäftigung mit der „Esoterik“ ging Leuenberger auf, daß die Kreuzigung Christi einem magischen Ritual entsprach, und da Blut im Spiel war, das im Judentum absolut tabu ist, sogar ein schwarzmagisches Ritual, das den zerstörerischen Virus im Christentum ausmacht.

Als ich diese Zusammenhänge sah, war mir klar: In der Passionsgeschichte Jesu haben wir die Darstellung eines alten Menschenopfer-Rituals. Menschenopfer aber sind schwarzmagisch. Und wenn dies nun rituell in der Kirche weiterzelebriert wird, so ist das praktische Magie. Jetzt verstand ich das unangenehme Gefühl, das ich damals hatte, als ich am Altar stand und den Kelch hochhob. Ich vollzog schwarze Magie, ohne es zu wissen. (…) Die gesamte Kirchengeschichte ist für mich nichts anderes als ein Resultat dieses jeden Tag überall wieder zelebrierten schwarzmagischen Rituals. Von daher kann ich mir alle Entartung des Christentums logisch erklären. (esotera, 6/90)

Hier schlägt die paranoide Projektion, die Wahnwelt des Patriarchats, auf tragikomische Weise auf die Kirche selbst zurück!

Das die Verbindung von Christentum und Kannibalismus alles andere als weit hergeholt, sondern vielmehr ganz offensichtlich ist, zeigt der berühmteste Fall von neuzeitlichem Notkannibalismus, der sich christlich vermittelt in einen rituellen Kannibalismus umwandelte:

1972 stürzte eine uruguayische Chartermaschine in den Hohen Anden ab. Von den 40 Insassen überlebten sechzehn den Aufprall. Um die 72 Tage zu überleben, die sie im Hochgebirge zubringen mußten, bevor sie gefunden wurden, waren sie gezwungen, jene zu essen, die nicht überlebt hatten. Vor der kannibalistischen Mahlzeit setzten sie sich in einen Kreis, beteten den Rosenkranz und zitierten Jesus: „Nehmet und esset, dies ist mein Leib, dies ist mein Blut.“ Nach der Rettung sagte einer der Überlebenden auf einer Pressekonferenz:

Wenn Jesus beim letzten Abendmahl seinen Leib und sein Blut allen Jüngern anbot, gab er uns zu verstehen, daß wir das gleiche tun müssen.

Ein anderer erklärte dem Vertreter einer Nachrichtenagentur, die „unaussprechlichen Dinge“, die sie getan hätten, wären „wirklich christlich“ gewesen.

Wir gingen bis an die Quellen des Christentums zurück.

Ein dritter sagte:

Wir schluckten die Fleischstücke mit dem Gefühl, Gott verlange es von uns. Wir fühlten uns wie Christen.

Die Mär vom Menschenopfer könnte ähnlich mit dem Beginn Saharasias verbunden sein, wie es oben beim Kannibalismus beschrieben wurde. Es kann sein, daß die Katastrophe, die den Anbruch Saharasias auslöste, soviele Leben forderte, daß die Menschen glauben mußten, den nunmehr als patriarchal empfundenen Göttern Gelüste es nach dem Fleisch ihrer irdischen Kinder á la Saturn. Infolge kam der Mythos auf, man müsse ihnen präventiv Menschenopfer darreichen, um sie ruhigzustellen. Dies scheint z.B. bei einer altägyptischen Grabinschrift durch. Es wird dort von einem Aufstand der Menschen gegen die Götter erzählt, nachdem diese beschlossen hatten, die ganze Menschenrasse zu vernichten. Aber mit einem Getränk aus Menschenblut und Alraunensaft hätte man die Götter wieder beschwichtigt, die einen Teil des Tranks zurückgaben und über die Erde schütteten. Das Leben kam zur Erde zurück. Dies sei, so die Legende, der Beginn des Opfers (Ready Tannahill: Fleisch und Blut, München, 1979, S. 16). Doch genauso wie den rituellen Kannibalismus hat es das rituelle Opfern von Menschen nie gegeben, wenn man von der christlichen Praxis absieht.

Jedermann ist fest davon überzeugt, daß die Irokesen, auf die sich Reich (über seine Rezension von Morgan und Engels) neben den Trobriandern beruft, Menschen zur Volksbelustigung an Marterpfählen über Tage hinweg langsam zu Tod gefoltert haben. Genauso steht es mit praktisch allen Völkern außerhalb des Kernbereiches Saharasias. Doch eine kritische Betrachtung der Anklagen gegen z.B. die Azteken zeigt, daß es keinen einzigen unvoreingenommenen Augenzeugenbericht über nichtchristliche Menschenopfer gibt. Alle „Belege“ stammen von der spanischen Inquisition!

Das Popol Vuh der Maya als ein Hauptbeleg wurde unter spanischer Kontrolle nach Jahrzehnten von spanischer Gehirnwäsche verfaßt und seine Übersetzungen sind sowieso nicht verläßlich. Und was ist mit den mesoamerikanischen Bildern, die Menschenopfer zeigen? Zunächst einmal stellen Kulturen so gut wie nie ihre eigenen Rituale dar, sondern nur ihre Mythen! Und dann schaue man sich mal die Bilder in einer katholischen Kirche an, die das Abschlachten der Märtyrer durch die Römer zeigt (Winni Marold: „Vereint im starken Glauben? Zu den Spekulationen über Menschenopferkulte“, Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart, VI:82-95, Juli 1994).

Der Anthropologe Jeffrey Schwartz (University of Pittsburgh) hat die jahrhundertealte These widerlegt, daß im antiken Karthago regelmäßig Kinderopfer dargebracht wurden.

Demnach weisen die Knochenfunde in alten Begräbnisurnen der phönizischen Handelsstadt darauf hin, daß die meisten Kinder eines natürlichen Todes starben. So kam ein Großteil der Kinder bereits vor oder unmittelbar nach der Geburt ums Leben und war damit noch nicht alt genug, um geopfert zu werden (…). Auch aus anderen antiken Städten wie Rom oder Pompeji sei bekannt, daß dort viele Fehlgeburten und eine hohe Säuglingssterblichkeit vorherrschten. Gleichzeitig widersprechen die Ergebnisse den Berichten antiker Chronisten und Zitaten aus der Bibel, wonach in Karthago regelmäßig Kinder geopfert wurden.

„Die bisherige Vorstellung, daß in Karthago regelmäßig Kinder geopfert wurden, beruht (…) nur auf Berichten einiger weniger Chronisten, einigen Grabinschriften und Aussagen im Alten Testament“, sagt Schwartz. „Dies zeigt, daß Geschichtswissenschaftler alle vorhandenen Belege berücksichtigen müssen, wenn sie die Verhaltensweisen einer antiken Gesellschaft entschlüsseln wollen.“

Opfer der haltlosen Spekulationen über Menschenopfer und Kannibalismus war von jeher die Frau, die vom Patriarchat als furchterregend, schrecklich und verschlingend aufgefaßt wurde. Der unschuldige Mann folgt der verdorbenen Frau, „wie ein Ochse, der zum Schlachtplatz geführt wird“ (Spr 7,22). Sie war das „verlockende Böse“ aus dem alles Unheil hervorging. Wie Eva brachte sie das Böse in die Welt. Ihr Geschlechtsorgan wurde zur „Büchse der Pandora“. Bei den Israeliten wird die „Verunreinigung“ einer Frau durch die Monatsblutung mit der Verunreinigung des Landes durch Götzendienst und Mord, also durch Menschenopfer gleichgesetzt (Ez 36,17f). Mitten in der Aufzählung der verbotenen geschlechtlichen Verirrungen taucht das Gebot auf, seine Kinder nicht den Götzen zu opfern (Lev 18,21). Die mittelalterliche Hexerei war denn auch ursprünglich synonym mit weiblichem Kannibalismus á la „Hänsel und Grethel“.

Angeblich wurden der kanaanäischen Anat Kinder geopfert, so daß sich die Bibel veranlaßt fühlt, ständig zu mahnen:

Keiner von euch darf seinen Sohn oder seine Tochter als Opfer auf dem Altar verbrennen. (Dtn 18,10)

Noch Mohammed verehrte vor seiner Übermannung durch Gabriel Anat, bzw. die arabische Venus al-Usa, der bis in jüngste Zeit Kinder geopfert wurden – das behaupten jedenfalls die Mullahs.

Anläßlich der Durchsetzung des Monotheismus in Juda durch Hiskias Kultreform wurde sein Vorgänger Ahas angeklagt, seinen Sohn als Opfer verbrannt zu haben und „damit den abscheulichen Sitten der Völker, die der Herr vor den Israeliten aus dem Land vertrieben hatte“ gefolgt zu sein (2 Kön 16,3). Desgleichen soll Hiskijas abtrünniger Nachfolger Manasse im Tempel von Jerusalem „seinen Sohn als Brandopfer dargebracht“ haben (2 Kön 21,6). Systematisch werden Abtrünnige mit dem Stigma versehen, Menschen zu opfern, z.B. die infolge der assyrischen Eroberung Samarias nach Syrien umgesiedelten, die aus ihren eigenen Reihen Priester einsetzten und „sogar ihre Kinder ihren Göttern Adrammelech und Anammelech als Brandopfer darbrachten“ (2 Kön 17,31f).

In Dtn 12,31 heißt es, die Israeliten dürften Jahwe nicht nach dem Brauch der anderen Völker verehren, denn diese „haben sogar ihre Kinder als Opfer für die Götzen verbrannt“ und dadurch Jahwes Heiligtum unrein gemacht und Jahwes Namen entehrt (Lev 20,3). In Jer 7,31 sagt Jahwe, er habe nicht befohlen, es sei ihm auch nie in den Sinn gekommen, von den Menschen Judas zu verlangen, daß sie im Hinnom-Tal (Ableitung der Bezeichnung Hölle: Gehinnom, Gehenna) die Opferstätte Tofet bauen, um dort ihre Söhne und Töchter in den glühenden Schlund des Götzen Moloch zu schleudern.

Du hast meine Kinder geschlachtet und als Opfer für deine Götzen verbrannt. (Ez 16,21)

Diese Horrorstory, aus der sich die Vorstellung von der Hölle und später der ganze Hexen- und Dämonenwahn entwickelte, ist eine einzige gegen die matriarchalen Völker gerichtete Volksverhetzung. Die Israeliten hätten die Völker Kanaans nicht „ausgetilgt“, wie es Jahwe befohlen hatte (Ps 106,34), so daß sie schließlich die angebliche Menschenopferpraxis der Kanaaniter selbst aufnahmen:

Das Blut von Schuldlosen vergossen sie, das Blut ihrer eigenen Kinder, die für den Götzen Kanaans geschlachtet wurden. (Ps 106,38)

Als Strafe für diese grausame Sitte will Gott Jerusalem vernichten, er will die Stadt belagern lassen, so daß die Einwohner sogar ihre eigenen Kinder essen werden (Jer 19,9). Der Gott der Vergeltung, dessen Jünger im Blut der Unheilstifter waten werden (Ps 58,11). Der Gott der Rache, der die abtrünnigen Israeliten den Feinden preisgibt, die sie wie Opfertiere abschlachten werden (Jes 65,12). In Ez 39,17f lädt nach der für seine Feinde verlorenen Schlacht von Harmagedon Gott die Raubvögel „zum große Opfermahl“:

Ihr bekommt Fleisch zu essen und Blut zu trinken, soviel ihr wollt, das Fleisch der tapfersten Krieger und das Blut der edelsten Fürsten. Sie sind die wohlgemästeten Schafe, Böcke und Stiere, die ich für mein Opfermahl schlachte.

Über dem Stamm Efraim sagt Gott:

Und wenn sie noch Kinder bekämen, würde ich sie, ihre Lieblinge, unbarmherzig töten. (Hos 9,16)

Grade wenn die jüdischen Propheten verkünden, daß Jahwe keinerlei Opfer will (Ps 40,7), sie ihm zuwider sind (Am 5,22), offenbart sich der Projektionsmechanismus. Denn stattdessen will er Gehorsam (Jer 7,21-23) und Reue (DanZ A,16f). Zeichen des Gehorsams ist neben dem „Teil-Menschenopfer“, der Beschneidung, das Gebet, das stets etwas mit Geben, mit Opfern zu tun hat. So lautet ein Gebet des Rabbi Shoshet:

Herr der Welt, als der Tempel noch stand, brachte dir ein Sünder ein Opfer dar, von dem nur das Blut und das Fett genommen wurden, und dadurch wurden ihm seine Sünden vergeben. Ich habe heute gefastet, und durch dieses Fasten sind mein Blut und mein Fett weniger geworden. Betrachte gnädig den Teil meines Blutes und meines Fettes, den ich durch mein Fasten verloren habe, als ein Opfer und vergib mir dafür meine Sünden. (z.n. Ready Tannahill: Fleisch und Blut, München 1979, S. 34f)

Auch in Röm 12,1 findet sich der Aufruf, sich selbst Gott als leckeres Menschenopfer darzubringen. Jenen, die nicht Gottes Gebot folgten, warf man dann reflexartig Menschenopfer vor.

Die Mär vom Menschenopfer ist Ausdruck der saharasischen blutdürstigen Charakterstruktur des vorgeblichen Beobachters, und hat nichts mit den tatsächlichen Begebenheiten zu tun. In dieser Hinsicht ist das Alte Testament nur ein Propagandabuch, das von krächzenden Khomeinis geschrieben wurde. Bezeichnend ist, wie, neben empörten Beschreibungen angeblicher Menschenopferhandlungen, gleichzeitig das patriarchale Opfern des erstgeborenen Kindes für den alten Mann dort oben gepredigt wird. In Ex 22,28 heißt es: „Eure erstgeborenen Söhne müßt ihr mir übereignen.“ Und noch bei Micha 6,7 fragen die Israeliten:

Sollen wir unsere erstgeborenen Söhne opfern, damit Gott uns unsere Schuld vergibt?

Die Opferung der Erstgeburt ist wie eine „Bezahlung“ an Gott. Hierher gehört auch Moses‘ Erstgeborener. In Ex 4,24-26 fällt Jahwe über Moses her und will ihn töten. Doch zur Beschwichtigung schnitt Moses‘ Frau die Vorhaut vom Glied ihres Sohnes ab und berührte damit Moses Bein. Opferte sie ihren Sohn stückchenweise? Dies hatte, wie gesagt, nichts mit tatsächlichen Opferungen zu tun, aber das Denkmuster, das dahinter steckt, ist bezeichnend. Es wirkte fort im Neuen Testament, wo das Opferlamm tatsächlich geschlachtet wurde:

Ihn ließ er sterben zu unserer Rettung. Unsere ganze Schuld hat er uns vergeben, weil Christus sein Blut vergossen hat. So zeigt uns Gott den ganzen Reichtum seiner Gnade. (Eph 1,7)

So wie beim Exodus das Blut eines Lammes, das Passa-Lamm, das Zeichen der Bewahrung und Errettung war, so galt später das Blut Christi als Reinigung von Schuld und Sünde (1 Joh 1,7).

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21 Antworten to “Menschenopfer und Kannibalismus”

  1. Robert (Berlin) Says:

    Der Vorwurf der Kinderopfer bei den Karthagern wurde besonders von den Römern aufgebracht, die damit eine zusätzliche Begründung für ihre Eroberung Karthagos hatten. Etwa so ähnlich wie die Giftgas-Produktion oder Atombombe, die angeblich Saddam Hussein gebaut haben sollte.

  2. David Says:

    In Wirklichkeit ist das alles Unsinn. Zwar hat man Verstorbene mitunter rituell entbeint, aber niemals zu Ernährungszwecken. Ritueller Kannibalismus ist ein Phantasieprodukt unserer blutdurstigen saharasischen „Kultur“.

    Davon dass der rituelle Kannibalismus nicht existiere, glaube ich kein Wort. Es ist aus so vielen Weltgegenden davon berichtet worden. Wo Rauch ist, da ist auch Feuer!

    Angeblich heißt es über die Leute in Papua-Neuguinea, die hätten das früher gemacht. Bekanntlich sind in Neuguinea, einem saharasia-fernen Land, ganz verschiedene Kulturen.

    Die meisten davon sind macho-artige, patriarchale Kriegerkulturen (welche unter anderem die männliche Homosexualität im Sinne von Beziehungen zwischen erwachsenen Kriegern und Jugendlichen praktizieren wie es auch im klassischen Athen üblich gewesen sein soll.)

    Eben diesen patriarchalischen Kulturen hält man vor, sie hätten den rituellen Kannibalismus praktiziert. Er existiert, davon bin ich überzeugt. Dass er sich aus dem Not-Kannibalismus entwickelt hat, ist allerdings die plausibelste Möglichkeit.

    Und dass gerade patriarchalische Kulturen den rituellen Kannibalismus praktizieren, ist voll im Einklang mit der Saharasia-Theorie.

  3. David Says:

    Aus einem „Borderland“ Saharasias: dem „Kaiser“ Bokassa der Republik Zentralafrika hat man ebenfalls Kannibalismus zur Last gelegt. Sicher kein Not-Kannibalismus, denn durch die vielen Millionen Dollar die er – wohl teils seinem Volk abgepresst hat und teils als Korruptions-Geschenke erhalten hat – ist er nicht nur der Kaiser sondern auch der reichste Mann seines Landes gewesen. Also eher ritueller Kannibalismus.

    Ob es später zu einem Prozess oder gar zu einem Urteil gekommen ist, ist mir unbekannt.

  4. Robert (berlin) Says:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,680948,00.html

    Hier noch ein Artikel zum Vorwurf der Römer:
    „Opfer des römischen Rufmords“

  5. David Says:

    Ihlau, Olaf: Weltmacht Indien, München, Siedler, 2006, ISBN: 3-88680-851-3

    zufolge existiert auch in einer weiteren extrem-patriarchalen Region nämlich Nordindien, der rituelle Kannibalismus.

    Und zwar bei den Aghori, welche traditionell in Benares (Varanasi) für die Leichenverbrennung zuständig sind. Sie würden gelegentlich halbverbranntes oder auch fauliges Leichenfleisch, wie auch Exkremente, essen.

    Siehe auch:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Aghori

    Vermutlich dienen diese, auch als „tantrisch“ bezeichneten Praktiken der Abtötung der Emontionen.

    Die Mitglieder dieser Sekte sind Anhänger Shivas, welcher bekanntermaßen durch seinen ekstatischen Tanz (Nataraj oder Tandava) die Welt zerstört und somit – nach Brahma’s Tag und Brahma’s Nacht – die Schöpfung der nächsten Welt ermöglicht.

  6. Heinz Bischoff Says:

    Kannibalismus ist doch wohl eher ein heidnisches, neuheidnisches, satanistisches und nationalsozialistisches Phänomen.
    Die SS kochte ja aus den Knochen ihrer KZ- Opfer Seife und eine SS-Frau machte Lampenschirme aus der Haut von Opfern.

  7. Klaus Says:

    Das beweist zwar nicht, dass es Kannibalismus zu Ernährungszwecken auch außerhalb von Notsituationen bei Menschen gegeben hat. Aber bedenken sollte man wohl schon, dass Jane Goodall (zu ihrem Entsetzen) dergleichen bei Schimpansen beobachtete:
    „Ein Herz für Schimpansen“, Rowohlt, S. 92ff

  8. Manuel Says:

    Der Titel des Buches von Jane Goodall, „Ein Herz für Schimpansen“, bekommt eine ganz andere Dimension, wenn man den Kannibalismus der possierlichen Tiere bedenkt… 😉

  9. Klaus Says:

    Kommt natürlich darauf an. Der Täter, Travis, war offenbar Kindersatz:
    „Sandra Herold considered Travis as a son and pampered him.[…] Sandra slept and bathed with Travis saying, ‚I’m, like, hollow now. He slept with me every night. Until you’ve eaten with a chimp and bathed with a chimp, you don’t know a chimp.'“

  10. Zeihhan Says:

    „Ritueller Kannibalismus ist ein Phantasieprodukt unserer blutdurstigen saharasischen „Kultur“.“

    4.Mose 11:13 Woher soll ich Fleisch nehmen, um es diesem ganzen Volk zu geben? Denn sie weinen vor mir und sprechen: Gib uns Fleisch, daß wir essen!

    Stichworte: „Die Starken“ und „Manna“ – Manna hebräisch: Was-ist-es?(Himmelsbrot/Luther nannte es Engelsbrot); Manna id. Mensch.

    Psalm 78:24 Und Manna auf sie regnen lassen, damit sie äßen, und ihnen Himmelsgetreide gegeben. 25Der Mensch aß Brot der Starken, Speise sandte er ihnen bis zur Sättigung.

    Richter 14:14Und er sprach zu ihnen: Aus dem Fresser kam Fraß, und aus dem Starken (O. Grausamen) kam Süßigkeit. Und sie vermochten das Rätsel nicht kundzutun drei Tage lang.

    Matthäus 9:12 Er aber, als er es hörte, sprach zu ihnen: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.

    Matthäus 5:3 Selig sind die geistlich Armen; denn ihrer ist das Himmelreich!

    Himmelreich = Das gelobte Land – Israel

    Josua 5:4 Und das ist die Ursache, warum Josua sie beschnitt: Alles Volk männlichen Geschlechts, alle Kriegsleute, waren in der Wüste auf dem Wege gestorben, nachdem sie aus Ägypten gezogen waren.

    ALLE Kriegsleute (also die Starken des Volkes) waren gestorben (ist es nicht seltsam, dass nur die Schwachen überlebt haben?), aber dadurch erbten die geistlich Armen das Himmelreich.

  11. raymond Says:

    Menschenopfer in den vergangenen Kulturen anzuzweifeln ist genau so idiotisch wie das leugnen vom Holocaust… Billiges Geschwätz, was primär auf bashing von der christenheit abzielt. Jeder Mensch sollte allerdings dabei nicht das wirkliche Christentum damit verwechseln. Prost Mahlzeit all jenen, die borniert die Tatsachen während der Gnadenzeit nicht sorgfältig geprüft haben und IHM unentschuldbar gegenübertreten müssen…

  12. Issa-Ibrahim Says:

    Die mörderische Ideologie des Islams? Das ist Blödsinn. Die Ausbreitung des Islams geschah wie beim Christentum sowohl missionarisch als auch militärisch, ja. Aber im Gegensatz zu den Christen, gab es bei den Muslimen in der Regel keinen Konversionszwang, nicht einmal den Druck. Andere Religionen bestanden noch jahrhundertelang unter den islamischen Herrschern, völlig frei. Muslime schlachteten in der Regel keine Andersgläubigen ab, wie die Christen in den Kreuzzügen, der Reconquiesta, der Eroberung der Neuen Welt und dem Imperialismus. Nicht umsonst flüchteten viele Juden des Mittelalters in das islamische Weltreich. Natürlich gab es auch Gräueltaten von Muslimen – Aber diese sind eher die Ausnahme denn die Regel gewesen und standen in keinem Verhältnis zu den grausigen Taten der Christen. Der Islam verbietet Angriffskriege, das töten Unschuldiger und gebietet Toleranz und Gerechtigkeit. Mörderische Ideologie? Du fällst also auf die (Vor)Urteile des modernsten Prediger namens Tele Vision rein. Auch wenn das mediale Bild des Islam verzerrt, verdreht, verschweigt und teils sogar erfindet (!) gibt es erst seit einigen Jahrzehnten vermehrte Extremisten im Islam. Woher kommt das? Sind Muslime böse? Nein, niemand wird als Terrorist geboren, oder zu einem erzogen. Die Motivation kommt aus ungerechter Behandlung. Und wenn man sich mal intensiv und differenziert mit der West-Politik des gesamten letzten Jahrhunderts bis heute anschaut… Wen wundert es?

    Das Christentum konnte, anders als der Islam, die Wissenschaft hervorbringen? Sorry, aber wie historisch erlogen ist das bitte?! Durch das Christentum wurde Wissenschaft und Forschung zur Sünde und Ketzerei, die Kenntnisse und Fähigkeiten der Antike gingen für Europa komplett verloren. Wer bewahrte diese Wissenschaften und entwickelte sie weiter, wovon vieles noch heute gebräuchlich und essentiell ist? Die Muslime! Denn der Islam verpflichtet ausdrücklich zu lernen, sich Wissen anzueignen, und die Schöpfung zu betrachten und kennen zulernen. Während des finsteren Mittelalters erlebte das islamische Weltreich eine goldene Epoche, eine Blüte der Kultur und Wissenschaft. einiges davon wurde während der Kreuzzüge von den Europäern übernommen, die bis dahin nahezu kein Wissen von Medizin, Hygiene, Mathematik und vielem anderen hatten. Erst durch die von den Muslimen weiterentwickelten Wissenschaften entstand die Renaissance Europas, welche in ihrem späteren Verlauf irgendwann die Aufklärung und Säkularisierung zur Folge hatte. Erst dadurch, dass das Christentum entmachtet war, war der Weg zum Wissen erst wirklich geebnet.

  13. Robert (Berlin) Says:

    Eine Story zur Menschenfresserei.
    Ein Angolaner erzählte mir, als er nach Deutschland migrieren wollte, hätte sein Vater ihn vor Deutschland als Land der Menschenfresser gewarnt, weil auch dort die (gerade aktuelle) Geschichte des Kannibalen von Rotenburg verbreitet wurde.
    So können sich die Ansichten umkehren.

  14. kertnekd Says:

    Das Menschenopfer hat seine äusserst wichtige Funktion zur Regulierung der Bevölkerungszahlen. Es ist dokumentiert, dass eigentlich alle echten menschlichen Kulturen dieses durchführen. Das Christentum, was Teil der unterdrückenden monarchischen Lehre ist („Monotheismus“), hat das weltweit verboten und jede dieser Kulturen derart attackiert, dass der Grossteil davon für immer verloren ging. Dieser Kampf dauert an und es wird nicht das geringste dagegen getan oder es thematisiert. Der Monotheismus und der monarchische Machtkomplex ist somit direkt verantwortlich für die Überbevölkerung und Vernichtung der Welt. Sie tun es weil sie andere Planeten erreichen wollen und auch vernichten wollen. Ich weiss das weil ich Insider bin. Das wird nirgends ansatzmässig thematisiert. http://echterevolution.wordpress.com

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