Griechenland: ein Menetekel für die Zukunft Deutschlands

In den letzten Tagen haben die Griechen ein schier unglaubliches Schurkenstück hingelegt. Roland Tichy sagt dazu: „Es ist ein Meisterstück der politischen Propaganda, wie es Griechenland geschafft hat, Ursache und Wirkung zu verkehren. Irgendwie sind wir Deutschen daran schuld, dass Griechenland zu viel Schulden gemacht hat.“ Man lese seine aktuelle Analyse bitte vollständig.

Kaum eine Nation hat eine derartig grandiose Geschichte aufzuweisen wie das kleine Griechenland: die minoische Kultur, das klassische Zeitalter, Alexander, der den Nahen Osten bis zum Indus und fast bis runter in den Sudan hellenisierte, das Byzantinische Reich, das heute in der Orthodoxie nachlebt. Unser geliebtes Vaterland, das Heilige Deutschland, kann immerhin auf ein ganzes Jahrtausend ungeheurer kultureller und zivilisatorischer Errungenschaften zurückblicken. Unsere Nationen verbindet viel. Keine andere Kultur haben die Deutschen so sehr bewundert und geliebt wie die griechische. Heidegger meinte, Philosophietreiben sei im Grunde nur in zwei Sprachen möglich: dem klassischen Griechisch und dem klassischen Deutschen.

„Klassisches Deutsch“, weil dank unserer grandiosen Bildungspolitik und der Rechtschreibreform wir drauf und dran sind, Deutschland seine Seele, seine Sprache zu nehmen.

Das bringt mich zum Thema: wir tun das vor allem, um die „Bildungshürden“ für „bildungsferne Schichten“ zu senken. Konsequenterweise sollten wir uns dann auf das Grunzen von Schimpansen hinabbewegen, denn immer mehr Kinder werden so gut wie ohne deutsche Sprachkenntnisse eingeschult.

Wir haben massenhaft Menschen ins Land geholt, die uns zunehmend prägen, allein schon weil wir uns ihrem Niveau anpassen. Churchill beschrieb die islamische Mentalität wie folgt:

(…) diese beängstigende fatalistische Gleichgültigkeit. Die Auswirkungen sind in vielen Ländern offensichtlich: Sorg- und Leichtsinnigkeit, schlampige Ackerbaumethoden, schwerfällige Wirtschaftsgebräuche und Unsicherheit des Eigentums herrschen überall dort, wo die Nachfolger des Propheten regieren oder leben. Eine degradierte Sinnlichkeit beraubt das Leben seiner Würde und Verfeinerung; beraubt es jeder Achtung und Unantastbarkeit. (Hervorhebungen hinzugefügt)

Was Churchill gemeint hat, habe ich teilweise in Drogen und Sexualökonomie (Teil 2) umrissen. Und was die Unsicherheit des Eigentums betrifft: jeder Kenner der Verhältnisse weiß, daß es in der mohammedanischen Welt kein Eigentum gibt. Es gibt kein Vertrauen in die Menschen außerhalb des Familienclans. Zäunst du deine Schafherde ein und läßt sie nachts auf dem Feld, ist am nächsten Morgen nicht nur die Schafherde weg, sondern auch der Zaun. Das passiert neuerdings auch zunehmend in Deutschland, wo über Nacht ganze Viehherden von den Weiden verschwinden. Was bleibt sind zerschnittene Zäune und die Reifenspuren der Viehtransporter. Ähnliches läßt sich über Vertragstreue sagen – man lese doch die Lebensgeschichte des Gauners Mohammed!

Diese saharasische Pest hat Griechenland zerstört. All den Schlendrian, die Vetternwirtschaft, die Korruption, die ständigen Tricksereien, der wuchernde „Sozialstaat“, die jede Eigeninitiative unterhöhlende sozialistische Gesinnung, das alles erstickende „legal? illegal? scheißegal!“ ist ein Erbe des Osmanischen Reiches, das über vier Jahrhunderte hinweg die Griechen geknechtet hat. Der Willkürherrschaft der Türken schuldete man keine Loyalität, der Staat war der Feind, den man verarschen und ausplündern mußte, wo es nur ging.

In Griechenland wird der Müll überall hingeworfen, Häuser ohne Baugenehmigung in die schönsten Landschaften gesetzt, rote Ampeln einfach ignoriert und Fußgänger müssen schon selbst aufpassen, wenn sie heil über die Straße kommen wollen. Jeder Dritte war im Staatsdienst und konnte prinzipiell mit 50 in Rente. Die beiden großen Parteien werden von Familienclans dominiert, die genauso wirtschaften wie jeder Grieche: eine Hand wäscht die andere, alles läuft über persönliche Beziehungen und nichts taucht in den Büchern auf. Entsprechend wettern die Griechen gegen ihre korrupten Politiker – die sich doch ganz volksnahe so verhalten, wir es jeder Grieche in seinem eigenen Umfeld tut. Die Loyalität gilt einzig und allein der eigenen Familie und persönlichen Freunden, der Rest interessiert schlichtweg nicht.

Die Türken hatten die Gesellschaft zerstört und die hat sich auf einem atavistischen Clanniveau mehr schlecht als recht reorganisiert. 150 Jahre nachdem sich die Griechen von den Türken befreit hatten, durchdringt das türkische Miasma noch immer die Seele Griechenlands!

Die Korrumpierung des Griechentums durch die Türken erfolgte beispielsweise durch die Verbreitung des Cannabiskonsums. Noch heute sind in Griechenland jene Griechen für ihr ständiges Bekifftsein berühmt-berüchtigt, die vor der Vertreibung in den 1920er Jahren in Kleinasien unter türkischer Herrschaft lebten.

Griechenland hat mit die härtesten Drogengesetze Europas. Im Jahre 1890 wurde dort das erste Cannabisverbot Europas erlassen. Hintergrund ist die Tatsache, daß Griechenland jahrhundertelang von den Türken beherrscht wurde. (…) So wurde Wein zur Droge der Griechen und Cannabis zur Droge der Türken. Ein Verbot des Haschischrauchens war ein Weg, in Griechenland lebende Türken zu kriminalisieren. (…) In der sozialistischen Regierung gibt es zwar Bestrebungen, die Gesetze zu Cannabis zu liberalisieren. Sie konnten sich jedoch bisher nicht durchsetzen.

So beschreibt eine Kifferseite die verzweifelte Gegenwehr der Griechen und den Verrat durch die Sozialisten.

Nietzsche zufolge war das klassische Griechenland vor allem durch eins geprägt: Wettstreit und Dynamik. Das genaue Gegenteil der heutigen indolenten Mentalität. In unserem deutschen Vaterland erleben wir genau das gleiche: das Schwinden deutscher Tugenden, wie Ehrlichkeit, Arbeitsamkeit und Staatstreue und ihre Ersetzung durch Lafontainesche Primärtugenden… Man sieht das ganze nicht mehr so eng – alles ist scheißegal.

Advertisements

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , ,

19 Antworten to “Griechenland: ein Menetekel für die Zukunft Deutschlands”

  1. Robert (Berlin) Says:

    Neuerdings wird fleißig gegen Griechenland gehetzt, weil sie die Milliarden der EU benötigen.
    Aber das griechischen Volk hat genausowenig wie das deutsche die EU-Diktatur gewollt und welcher Deutsche würde nicht auch gerne mit 50 in Rente gehen? Stattdessen darf man 40 Jahre einzahlen und bekommt zum Dank Grundsicherung.
    Die Griechen haben ihr leben nach ihrem Gusto eingerichtet und das ist wesentlich besser und humaner als in Deutschland. Wenn sie aus der EU-Finanzdiktatur ausscheiden würden, bräuchten sie nicht ihr eigenes Volk für das internationale Finanzkapital knechten und unterdrücken.
    Wegen den Verbrechern in den Banken und Börsen sollen nun ganze Völker ihr Leben und Dasein auf ein Bettlerniveau ändern.
    Ich drücke den armen Griechen die Daumen!

  2. Manuel Says:

    „Kurioses“ zum Thema „islamische Mentalität“:
    http://nachrichten.t-online.de/tuerkin-heiratet-ihren-vergewaltiger/id_42431304/index

  3. Pierre Says:

    apropos Menetekel für Deutschland.
    Warum stand hier eigentlich nichts zum Fall Kirsten Heisig?
    Oder hab ich das übersehen?
    Ein hervorragend geeigneter Fall, etwas zur
    „Massenpsychologie des Antifaschismus“
    zu sagen.

    • Peter Nasselstein Says:

      Erstens kann ich mich wirklich nicht mit allem beschäftigen und zweitens bedrücken mich manche Themen zu sehr. Manchmal wird es einfach zu viel. Heisig selbst wurde offensichtlich emotional überschwemmt und wollte dem ein Ende setzen – wenn es denn Selbstmord war. Und auch mit Verschwörungstheorien sollte man sich nur in homöopathischen Dosen beschäftigen, weil es sonst alles zuwuchert. – Peter

  4. Klaus Says:

    Typische Diskussion zum Fall Heisig in: http://www.philtalk.de/msg/1280776052.htm

    Die Sache ist sehr bedrückend, die Frau hat gestört. „Massenpsychologie des Antifaschismus“ ist treffend.

  5. David Says:

    … denn immer mehr Kinder werden so gut wie ohne deutsche Sprachkenntnisse eingeschult.

    Was sollen wir mit Kindern, die kein Deutsch vestehen und sprechen, sonst machen?

    Einschulen in muttersprachliche Schulen?

    Oft muss ich über den Umstand nachdenken, dass unser Staat die Schulpflicht – im Sinne der Anwesenheitspflicht – rigide durchsetzt, während in anderen westlichen Ländern (Frankreich, USA, Australien) statt Schulpflicht nur Unterrichtspflicht herrscht.

    Inzwischen hat die erste deutsche Familie, die Homeschooling betreibt, d.h. ihr Kind selbst unterrichtet, in den USA politisches Asyl erhalten.

    Ein weiteres deutsches Elternpaar wurde (beide Eltern) wegen Homeschooling zu einem Jahr Gefängnis ohne Bewährung verurteilt.

    D.h. was angesichts des schlechten deutschen Schulsystems nur verantwortliches Verhalten ist, nämlich die Kinder selbst zu unterrichten, ist hierzulande ein Straftatbestand!

  6. David Says:

    Rein theoretisch dürfte Homeschooling auf keinen Fall zugelassen werden, weil ja sonst die Kinder, die kein Deutsch verstehen, überhaupt nicht eingeschult werden. Das sind meine theoretischen Überlegungen.

    Vom .Gefühl. her empfinde ich jedoch anders: es sollte Homeschooling – oder bei Kindern, deren Eltern kein Deutsch verstehen und sprechen – der Unterricht durch Privatlehrer erlaubt werden.

    Zumindest die reicheren würden dann Deutsch lernen.

    Wenn man bedenkt, wie schlecht das deutsche Schulsystem ist, dann würde allein dadurch der Konkurrenzdruck, unter dem das deutsche Schulsystem steht, erhöht werden.

    Und es ist besser, eine neue Perspektive oder Möglichkeit steht nur für die reicheren zur Verfügung, als sie steht überhaupt nicht zur Verfügung.

    Finde ich jedenfalls.

  7. Robert (Berlin) Says:

    Erstens kann ich mich wirklich nicht mit allem beschäftigen und zweitens bedrücken mich manche Themen zu sehr. Manchmal wird es einfach zu viel.

    Alle Achtung für die unglaubliche Mühe und Arbeit, die du in dieses Projekt steckst.
    Auch wenn ich oft anderer Meinung bin und mich mancher Artikel ärgert, so schätze ich die Erkenntnisse und Einblicke anderer Artikel umso mehr.

  8. Pierre Says:

    Wie Klaus sagte, die Sache ist sehr bedrückend.
    Wenn das nachfolgend Illustrierte im Prinzip stimmt
    http://www.wiedenroth-karikatur.de/02_PolitKari100705_Kirsten_Heisig_Tod_Leiche_Fund_Selbstmord_Behoerdliche_Erklaerung_Berlin.html
    (und das Verhalten der Verantwortlichen legt den Verdacht sehr nahe),
    dann zeigt sich hier eine „conspiracy“ ähnlich der im Falle Reich:
    keine „Verschwörung“, sondern eine GLEICHGESTIMMTHEIT ALLER
    (mit wenigen Ausnahmen).
    Sie wünschen sich brennend, dass es so war, dass Heisig sich selbst tötete, und nehmen die dubiosen Angaben der Justizsenatorin Aue, der nachgeordneten Behörden und der Presse erleichtert auf, stellen nicht die nächstliegenden Fragen.
    So kommt es dazu, dass höchste deutsche Justizbehörden möglicherweise einen Mord an einer ihrer Beamtinnen decken, weil sie um jeden Preis verhindern wollen, dass die Identität der Mörder,
    die sie leicht verorten können, bekannt wird.
    Das ist „Staatsraison“ in unserem „Einwanderungsland“.
    (Wie das „technisch“ abläuft, wäre interessant zu wissen: denn viele „Mitwisser“ darf es nicht geben. Vielleicht hat es gereicht, dass Aue – übrigens hellseherisch – im Bewusstsein ihrer Verantwortung für „das Ganze“ – die Parole „Selbstmord durch Erhängen“ ausgab. Die Obduktion brauchte das nur zu bestätigen).

  9. Robert (Berlin) Says:

    Hier ein kritischer Artikel zu Griechenland:

    Griechenland wird sich in eine Kriegszone verwandeln
    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/08/griechenland-wird-sich-in-eine.html

    nwo = new world order

  10. Klaus Says:

    Ob Heisig nicht Selbstmord begangen hat, ist für mich einfach offen. Sie müsste immerhin – wenn ich mich nicht irre – andernfalls vier Meter einen Baum hochgetragen worden sein. Wichtiger an der Sache ist diese elende linksliberale Haltung, eine Pest, die den Berliner Hips nicht auszutreiben ist. Auch hier noch mal, was ich eben woanders jemandem zu ihrer Äußerung „unsere Asis orientieren sich auch nicht an den hier geltenden Gesetzen“ entgegnet habe:
    Was mich an Heisigs Ansatz erfreute, ist für mich genauso auf die ‚Asis‘ zu beziehen – kein Problem. Wenn du allerdings wie ich neben oder unter Asis und Junkies gewohnt hast, deren Scheißmusik hören musstest, wenn DIE das wollten, und außerdem von den liberalen bunten Szenemitmietern um dich herum keine Unterstützung erfahren hast, obwohl du eigentlich im Recht bist (da man eigentlich Musik von niemandem, auch nicht außerhalb der Ruhezeiten, hinzunehmen bräuchte, schon gar nicht, wenn man meistens zu Hause arbeitet), wirst du – weil du dir keine Insel und kein Schloss mit Park drumherum leisten kannst – vor allem die konsequente Umsetzung einer Idee vermissen: Rechtsstaat. Aber Leute, die Rechte und Pflichten anerkennen, sind für bunte linksliberale Szeneästheten Nazis, Spießer oder Querulanten.

    • Klaus Says:

      Wie kam denn das HIERhin? Ich stehe zwar noch zur Mietsituationsschilderung, frage mich aber, ob das mal woanders stand. Ist aber auch egal.

  11. Julius Says:

    Wie könnte die griechische Gesellschaft dazu gebracht werden sich von ihrem Byzantinismus zu lösen?

    • Peter Nasselstein Says:

      Ich glaube, Griechenland war auf einem guten Weg. Die Freiheitskrämer der neuen Regierung haben das alles zerstört, indem sie die Illusion schufen, man könne so fortfahren, wie es in Griechenland von jeher Ouzos war.

      • Julius Says:

        Ja, nur lassen andere sie auch vertrauensvoll, aber verantwortungslos so an der Flasche kleben.

        • Julius Says:

          Die Regierung ist doch nur Ausdruck des Problems, dass Griechen ihre Würde im Elend erhalten sehen. (ich meine gelesen zu haben, dass ein Grieche sowas mal von sich gab)

  12. David Says:

    In Griechenland wird der Müll überall hingeworfen, Häuser ohne Baugenehmigung in die schönsten Landschaften gesetzt, rote Ampeln einfach ignoriert und Fußgänger müssen schon selbst aufpassen, wenn sie heil über die Straße kommen wollen.

    Kenne ich von Nigeria.

    Es gibt kein Vertrauen in die Menschen außerhalb des Familienclans.

    Auch Regeln – betreffend Sexualität, betreffend Benehmen, betreffend alles mögliche – gelten nur innerhalb des Familienclans.

    Genau so verhalten sich auch die immer wieder krakeelenden und schreienden bulgarischen Roma, die bei mir um die Ecke wohnen und die so viel ich weiß christlich-orthodox sind. Es ist das Gehabe der extrem-patriarchalischen Zone auf unserem Planeten – Saharasia – und der Islam ist nur eine Variante davon.

    Das bringt mich zum Thema: wir tun das vor allem, um die „Bildungshürden“ für „bildungsferne Schichten“ zu senken.

    Konsequenterweise sollten wir uns dann auf das Grunzen von Schimpansen hinabbewegen, denn immer mehr Kinder werden so gut wie ohne deutsche Sprachkenntnisse eingeschult.

    Was wäre die Alternative?

    Statt dessen die „Bildungshürden“ erhöhen, oder zumindest so hoch lassen, wie sie sind?

    Wodurch das System dann noch stärker segregiert und selektiert als heute, und die die nicht Deutsch lernen wollen eben – im Verkehr mit denen die nicht ihre Muttersprache sprechen – ihre Sprache sprechen, nämlich die Gewalt.

    Ist noch stärkere Segregation, noch stärkere Leistungsorientierung der Gesellschaft gut?

    Aus der Sicht der großen nationalen und multinationalen Firmen und Konzerne: ja. Die Chefs wollen – wie ich glaube – gut vorselektierte Bewerbermengen.

    Und – ist noch stärkere Segration überhaupt leistungsmotivierend? Wie zum Beispiel unter Gerhard Schröder, einem autoritären linken Politiker, die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe, Zusammenlegung der Arbeitslosen- und Sozialhilfe.

    Und dadurch Erzeugung einer weiteren gesellschaftlichen Schranke, nämlich Einführung eines Arbeitsamtes erster und eines „Arbeitsamtes zweiter Klasse“ (Jobcenter)?

    Und aus der Sicht des Volkes? Vielleicht auch.

    Mit einer Gesellschaft und Kultur, die demokratisch und liberal ist, wie es uns die Westmächte nach dem Ende des Nationalsozialismus beigebracht haben, hat das dann allerdings nichts mehr zu tun.

  13. Peter Nasselstein Says:

    Griechenland ist typisch Saharasia, inklusive dem „Tribalismus“, was alles erklärt:

    Griechenland hätte es in der Hand gehabt, die Reichen stärker zu besteuern, Investoren ins Land zu holen und mit der Gewohnheit Schluß zu machen, nach einer Wahl den Anhängern der Gewinnerpartei gut besoldete Posten im öffentlichen Dienst zuzuschanzen. Daß keine der Regierungen seit 2010 dazu in der Lage war, ist nicht der Troika anzulasten. Am deprimierenden Zustand der griechischen Demokratie sind die Griechen alleine schuld. Wenn ein Land von Gruppeninteressen und Vetternwirtschaft zerfressen wird, spricht man zu Recht von gescheiterten Staaten. Die gibt es offenbar nicht nur auf anderen Kontinenten. Europa muß erkennen, daß Griechenland reformunfähig ist.

    (Tagesspiegel)

  14. David Says:

    Ursache und Wirkung zu verkehren. Irgendwie sind wir Deutschen daran schuld, dass Griechenland zu viel Schulden gemacht hat.

    Selbstverständlich sind wir Deutschen daran schuld. Nicht ganz, sondern nur mit-schuld.

    Ein Kreditor (Gläubiger) darf einem offensichtlich kredit-unwürdigen Debitor kein Geld leihen.

    Sonst bekommt er es – zumindest zum Teil – nicht wieder.

    Würde existieren, was nicht existiert, nämlich ein international geordnetes Verfahren für Staatsinsolvenzen, so würde das eintreten, was bei Firmen-Insolvenzen eintritt, nämlich eine nur teilweise Befriedigung der Gläubiger. Oder auch gar keine, wenn der Richter das Insolvenzverfahren mangels Masse ablehnt.

    Durch das Nichtvorhandensein eines solchen Verfahrens wird der Zusammenbruch nur immer weiter und weiter hinausgeschoben.

    Es gibt nur eins: Geldhahn zu! Bedingungslos!

    Selbstverständlich müssen die Ärmsten der Armen das Lebensnotwendige nicht geliehen, sondern geschenkt bekommen. Das, wodurch es überhaupt erst möglich wird, oder möglich bleibt, zu arbeiten.

    OffTopic: Jeffrey D. Sachs: Das Ende der Armut

    Sachs berichtet von Gesprächen, die er in Malariagebieten geführt hat, dass die Armen keinesfalls ungebildet sind betreffend die Dinge, die sie betreffen. Sie wissen genau, wie Moskitonetze funktionieren und dass man die zwecks noch besserer Wirkung mit Insektizid einsprüht.

    Sie sind dermaßen dekapitalisiert dass sie da nicht dran kommen. Folge: die Arbeitsfähigen sterben weg; Folge: noch mehr Armut.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: