Homosexualität und die Angst der Psychiater

In Info Neurologie & Psychiatrie Februar 2010 erschien ein sehr interessanter Kongreßbericht über ein Symposium zum Thema „Sexual orientation in psychiatry and psychotherapy“ der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN).

Was verursacht Homosexualität? Dr. Lieselotte Mahler, Berlin wies u.a. darauf hin,

daß nur bei etwa der Hälfte der Homosexuellen, die einen eineiigen Zwillingsbruder bzw. eine -schwester haben, diese ebenfalls homosexuell sind. Bei zweieiigen Zwillingen sind die Konkordanzraten mit 16-22% noch niedriger, bei adoptierten Geschwistern liegen sie zwischen 6% für Lesben und 11% für Schwule, das ist ein zwei- bis fünfmal höherer Anteil als in der Gesamtbevölkerung.

Offensichtlich spielen also genetische Faktoren eine gewisse, wenn auch nicht dominierende Rolle. Sollte da die Krankheit Homosexualität nicht zumindest in der Mehrzahl der Fälle prinzipiell heilbar sein? Wäre ich Arzt würde ich allein schon mit dieser Frage meine Approbation gefährden!

In der Titelgeschichte der gegenwärtigen Ausgabe des Stern (5.2.15) über die Gefahren der Psychotherapie heißt es beispielsweise:

Therapeuten können Menschen von Ärger und Sorgen erlösen. Manche verstehen das allerdings falsch. Zum Beispiel, wenn sie einen glücklichen Homosexuellen von seiner Homosexualität befreien wollen.

Seit Anfang der 1990er Jahre kennt Psychotherapie und Psychiatrie die Homosexualität nicht mehr als Krankheitsbild. In der in Europa gängigen Internationalen Klassifikation der Krankheiten 10. Revision (ICD-10) taucht nur noch die Ziffer F66.1 auf: „ich-dystone Sexualorientierung“ (heterosexuell – F66.11, homosexuell – F66.12).

Dazu machte Prof. Michael King, London während des Symposiums die spitze Bemerkung:

Ich habe noch nie einen Hetero gesehen, der sich Sorgen um seine sexuelle Orientierung gemacht hat…

Daß „ICD-10: F66.11“ keine wissenschaftlich fundierte Diagnose ist, sondern anti-wissenschaftliche politische Korrektheit, wird King natürlich nie explizit zugeben.

Eine von ihm und Kollegen 2008 vorgelegte Metaanalyse zeigte bei Homosexuellen eine um das Doppelte bis Vierfache erhöhte Lebenszeitprävalenz für Depressionen, Suizidalität und Alkoholabhängigkeit.

Prof. Götz Mundle, Hornberg beschwichtigte natürlich während des Symposiums sogleich, daß, wie könnte es anders sein, die Gesellschaft schuld am Leiden der Homosexuellen sei: Pathologisierung und Stigmatisierung führe bei den Homosexuellen zu einer krankmachenden „internalisierten Homophobie“. Mundles Kollegin Mahler zufolge handelt es sich bei der „sexuellen Orientierung“ eh nur um ein Konstrukt, das alle möglichen Abstufungen kennt und sich aus vielen Komponenten zusammensetzt.

Ich frage mich: Kann man das gleiche nicht beispielsweise über die Schizophrenie sagen? Aber käme jemand auf den Gedanken, diese deshalb nicht als Krankheit zu betrachten? (Nun ja, die „Anti-Psychiatrie“ ist tatsächlich so weit gegangen…)

Ohnehin hört sich das alles nach einem sich gegen jede Kritik immunisierendes Ideologiegebäude an, nicht nach Wissenschaft. Nach dem Muster: die wissenschaftlichen Erhebungen weisen zwar auf x, aber man müsse das ganze von einer bestimmten Blickwarte (sozusagen vom „Genderstandpunkt“, wie einst vom „Klassenstandpunkt“) aus betrachten und dann erweise sich halt das Gegenteil, nämlich y als richtig. Dialektik!

Symptomatisch für diese antiwissenschaftliche Atmosphäre ist der Leserbrief eines Psychiaters aus der Märzausgabe 2010 von Info Neurologie & Psychiatrie:

Mit Interesse habe er den Bericht über das Symposium in der Februarausgabe gelesen, wobei vor allem die erhöhte Komorbidität für psychische Störungen seine Aufmerksamkeit geweckt habe. Beschwichtigend hebt er jedoch sogleich hervor, daß er „etliche“ homosexuelle Freunde und Bekannte habe, auch Homosexuelle psychotherapeutisch betreue, aber, wie er ausdrücklich hervorhebt, wegen, so wörtlich, „anderweitiger“ psychischer Störungen. Danach wagt er dann zu berichten:

Erst vor Kurzem hat mir eine sehr erfahrene Münchner Therapeutin von einer ursprünglichen lesbischen Patientin berichtet, die im Verlauf einer längeren Therapie wegen einer vorwiegend depressiven Symptomatik mit Borderline-Einschlag schließlich zu einer heterosexuellen Orientierung gelangte und nach einer ersten gescheiterten schließlich eine harmonische zweite Ehe mit zwei Kindern eingegangen ist. Also ist es über die Behandlung einer psychischen Symptomatik zu einer sexuellen Neuorientierung gekommen! Ein sicherlich nicht sehr häufiger, aber interessanter Verlauf.

Reich hat, ähnlich wie King oben, darauf verwiesen, daß entgegen solcher Heilerfolge bei Homosexualität die Heterosexualität sozusagen „unheilbar“ ist. (Übrigens hat auch King gegen seine eigenen Forschungsergebnisse und sogar, ganz offensichtlich, gegen seine eigene Meinung beim eingangs referierten Symposium hervorgehoben, daß Homosexualität definitiv keine Krankheit sei. Definitiv! Wo es paßt, ist bei diesen Leuten nichts ganz sicher und muß „differenziert“ betrachtet werden, aber hier: „definitiv“!)

Zur Sexualökonomie der Homosexualität siehe Die Funktion des Orgasmus (Teil 2). Wo wissenschaftlich nachgewiesen wird, daß ausschließlich Vaginalverkehr befriedigen kann. Definitiv!

Um Fehlinterpretationen vorzugreifen: Es geht nicht darum, Homosexualität als „Krankheit“ darzustellen, die von einem Orgontherapeuten „geheilt“ wird. Erst einmal funktioniert die Therapie nur über die Motivation des Patienten. Letztendlich heilt sich der Patient selbst. Der Therapeut assistiert ihm nur, meist indem er ihm im übertragenen Sinne einen Spiegel vorhält. „Deine Schultern sind hochgezogen!“ – Und kaum ein Homosexueller empfindet sich als „krank“ (solange ihm das nicht von irgendwelchen religiösen oder ideologischen Spinnern eingeredet wird). Stattdessen geht er beispielsweise zum Therapeuten, weil er seine Beziehungen als unauthentisch empfindet und gerne besseren Kontakt zu seinen eigenen Gefühlen haben will. Er geht so weit in der Therapie, wie er will, d.h. soweit ihn seine Motivation auf dem Weg zur Gesundheit trägt. Beispielsweise: „OK, ich weiß jetzt, was ich wirklich will!“ Er kann nun sein schwules Leben mehr auskosten. Viel Spaß dabei! Ich wünsche ihm dabei alles Glück der Erde! – Ihm kann aber nicht geholfen werden, wenn die Orgonomie nun aus politisch korrekten Gründen ihr Gesundheitskonzept aufgibt und beispielsweise hochgezogene Schultern und eine flache Atmung als „alternative Körperhaltungen“ hochleben läßt!

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35 Antworten to “Homosexualität und die Angst der Psychiater”

  1. Robert (berlin) Says:

    Ich habe noch nie einen Hetero gesehen, der sich Sorgen um seine sexuelle Orientierung gemacht hat…

    Genau das Gegenteil habe ich in einem psychoanalytischen Klassiker (ich glaube es war „Perversion: Die erotische Form von Haß“ von Robert J. Stoller) gelesen. Wieviele Heterosexuelle haben Angst vor ihrer eigenen unterdrückten Homosexualität, so dass sie zwanghaft männlich erscheinen.
    Die Zwillingsforschung sagt eigentlich aus, dass Mutationen evolutionär erfolgreich sein können, auch wenn sie sich nicht fortpflanzen. Erstens wird die Homosexualität über das mütterliche Gen weitergegeben und zweitens war in früheren Jahrhunderten die Homosexualität auch nicht so ausschliesslich, so dass viele Homosexuelle trotzdem verheiratet waren und Kinder bekamen (so der Mann von Marie Bonaparte, der Prinz von Griechenland oder Thomas Mann).
    Homosexuelle können ihre Geschwister im Aufzug der Kinder unterstützen und verbessern so die Überlebensrate der gemeinsamen Gene.
    Heutzutage wird Homosexualität aus politischen Motiven verteidigt, allerdings äußerst verlogen, da in der UNO Homosexualität unter Schutz steht, jedoch in den islamischen Staaten Homosexuelle verfolgt und getötet werden, was dann aber auch niemanden stört oder für Aufregung sorgt.
    Wenn Heterosexualität von Teilen des Feminismus und unter der Diktatur des Genderismus pathologisiert wird, so führt das zu einer Störung der Sexualökonomie von Generationen.

  2. Robert (Berlin) Says:

    Ach so. Bei Stoller(?) war es so, dass Heterosexuelle Zweifel an ihrer männlichen Identität hatten, während er es bei Homosexuellen niemals erlebt hat.
    Nebenbei frage ich mich, ob bei der ganzen Pornographiesierung und Technikgeräte-als-sexueller-Ersatz nicht die Messlatte („orgastische Potenz“) erheblich nach unten verschoben werden müsste, da die Kontaktarmut weniger bikörperliche Sexualität aufkommen lässt.

  3. Robert (Berlin) Says:

    Seelenärzte möchten Schwule bekehren

    http://www.medical-tribune.de/patienten/magazin/25636/

  4. David Says:

    zweitens war in früheren Jahrhunderten die Homosexualität auch nicht so ausschliesslich, so dass viele Homosexuelle trotzdem verheiratet waren und Kinder bekamen (so der Mann von Marie Bonaparte, der Prinz von Griechenland oder Thomas Mann).

    Wie ich glaube, ist das heute noch so in den vielen kleineren Städten, wo eine offene „Szene“ nicht vorhanden ist – Discos, Kneipen, Cafés. Immer noch verhalten sićh viele homosexuelle Männer so, als sei die Sache noch strafbar, machen „es“ heimlich auf irgendwelchen „Klappen“, d.h. öffentlichen Toiletten, und sind selbstverständlich – zwecks Vortäuschung von Heterosexualität – mit einer Frau verheiratet.

  5. Robert (Berlin) Says:

    Selbst die Afrikaner haben noch „Vorurteile“ gegen Homosexualität

    • Peter Nasselstein Says:

      Männliche Homosexualität ist zunächst einmal Liebe, wobei der Augenkontakt und eine überbordende Romantik eine weit größere Rolle spielt als in der Heterosexualität. Alles, was danach kommt an Selbstzerstörung ist eine Tragödie. Die vergebliche Suche nach Erfüllung.

      Im übrigen werden Homophobe durchweg von dieser Sehnsucht geplagt. Ein schönes Beispiel ist L. Ron Hubbard und Scientology. Hubbard hat einen seiner Söhne, der homosexuell war, erbarmungslos in den Tod getrieben. Scientology lebt zu einem Gutteil davon schwule Hollywood-Stars „zu heilen“. Dabei wurde Hubbard selbst von schwulen Phantasien gepeinigt:

  6. Robert (Berlin) Says:

    Männliche Homosexualität ist zunächst einmal Liebe, wobei der Augenkontakt und eine überbordende Romantik eine weit größere Rolle spielt als in der Heterosexualität.

    Auch beim Fetischismus und dem Exhibitionismus scheint das Augensegment eine besondere Rolle zu spielen.

    • Peter Nasselstein Says:

      Ich erinnere an den Einfluß von Otto Weininger, Schopenhauer, etc. Ende des vorletzten, Anfang des letzten Jahrhunderts wie in William S. Schlamm (Teil 2) beschrieben; an das homosexuelle Milieu aus schwulen ultraromatischen Wagnerianern a la „Ludwig II.“ und dem homosexuellen Wandervogel Hans Blüher, mit dem sich Reich auseinandergesetzt hat. Diese Szene und ihre Rituale wird sehr gut von Joachim Köhler in seinem Buch Zarathustras Geheimnis beschrieben.

      • Peter Nasselstein Says:

        Aus diesen Schwulitäten ist zu einem Gutteil die nationalsozialistische Bewegung hervorgegangen. Ich kann mich noch gut an Michael Kühnen und seinen Neonazi-Haufen in ihrer schnieken schwarzen Lederkluft erinnern, wie ich ihnen des öfteren in Hamburg über den Weg gelaufen bin. Dieses Anflirten mit den Augen – echt süß!

  7. Robert (Berlin) Says:

    Bei ihnen spielen prägenitale polymorph-perverse Praktiken einen gro0e Rolle.

    http://fact-fiction.net/?p=914

  8. Robert (Berlin) Says:

    Gender Mainstreaming – Instrument von Macht und Zerstörung

    http://www.alpenparlament.tv/playlist/365-gender-mainstreaming-instrument-von-macht-und-zerstoerung

  9. Der gepanzerte NACHRICHTENBRIEF « Nachrichtenbrief Says:

    […] wie sich die menschliche Gesellschaft selbst zugrunderichtet. Eine andere Illustration wäre die Auseinandersetzung über Homosexualität: Verhindert diese psychische Erkrankung und behandelt die Erkrankten mit Respekt und […]

  10. Robert (Berlin) Says:

  11. Der Rote Faden: Henry Wallace | Nachrichtenbrief Says:

    […] Es wird eingewendet, insbesondere was den Blog von Charles Konia betrifft, die Orgonomie wäre viel zu parteipolitisch, beispielsweise hinsichtlich des US-Präsidenten Barack Obama, und würde zu sehr in „weltanschaulichen Fragen“ Partei ergreifen, insbesondere was die „Spiritualität“ angeht. Wir haben es also wieder mit zwei der drei Tabus jeder gepanzerten Gesellschaft zu tun: Politik, Religion und Sexualität. (Selbst mit dem dritten Tabu muß sich Orgonomie herumschlagen! Hier geht es vorzugsweise um ihre Haltung zur Homosexualität.) […]

  12. amunetglare Says:

    Wie kann man denn etwas, das in der Natur überall und häufig vor kommt, so auch beim Menschen, nur ansatzweise als Krankheit bezeichnen?
    Zu lesen z.B. auf https://www.network.ch/t3/index.php?id=488

    Da es sich beim Menschen um nichts anderes als um eine weitere Species der Gattung der Säugetiere handelt, ist es wissenschaftlicher (biologischer) Fakt, dass Homosexualität (als auch Bi-Sexualität) keine Krankheit, sondern ein von der Natur gewolltes Verhalten ist und ebenso wie Heterosexualität ausgelebt werden muss bzw. sollte. Einen Homosexuellen zu „heilen“ ist nicht möglich und führt unweigerlich zu tiefen Depressionen bei den „Geheilten“, die dabei ihre Natur und das was sie ja eigentlich sind verraten müssen. Aus biologischer Sicht (und darum geht es letztendlich) sind die Dinge glasklar. Auch wenn es wie auch bei anderen Tieren scheinbar zur puren Lustbefriedigung dient, so erhöht dies doch letztendlich die Fruchtbarkeit der gesamten Population, wenn es Homosexuelle (darunter ja auch Lesben) miteinander treiben. Dies ist ganz im Sinne der Natur und alleine schon deswegen unter keinerlei Umständen als eine Krankheit zu betrachten.

    Besonders kräftige Argumente finden sich in diesem Abschnitt
    > Nach neuen und neuesten Forschungen scheint demnach mehr
    > und mehr festzustehen, dass es Homosexualität schon seit
    > Urzeiten und längst vor der Entstehung des Menschen gegeben > hat. Bereits im 18. Jahrhundert wurden eindeutige Ergebnisse
    > aufgezeichnet, aber aus Furcht vor der öffentlichen Meinung und > der Kirche sind Publikationen unterlassen worden. Diese
    > Unterlagen sind teilweise in Archiven noch vorhanden und
    > wurden in einigen der oben angeführten Publikationen und
    > Dokumentationen berücksichtigt.

    > Eigenartigerweise ist Homosexualität durch die Evolution nicht
    > ausgemerzt worden, was auf ihre tiefe Verwurzelung wie auf
    > bestimmte, offenbar wichtige Funktionen innerhalb von Natur,
    > Evolution, sozialem Gefüge und psychischer Ausgeglichenheit
    > einzelner Individuen, ganzer Familien und Sippen oder Gruppen > hindeutet und so auch schon dokumentiert werden konnte, etwa > bei den laut Forschungen zu 80 Prozent bisexuellen Bonobos,
    > den Zwergschimpansen.

    Noch irgendwelche Fragen? Homosexualität als auch Bisexualität ist nicht nur keine Krankheit, sondern sogar eine Notwendigkeit.

    • Peter Nasselstein Says:

      Der Verhaltensforscher Paul Vasey über den politischen Mißbrauch der Wissenschaft durch Schwulenverbände:

      http://www.zeit.de/online/2008/22/homosexualitaet-tiere-interview

      • Robert (Berlin) Says:

        http://detlefnolde.wordpress.com/2009/09/18/homosexualitaet-ursache-heilung/#more-1368

        • amunetglare Says:

          Leider wird Hamer hier falsch zitiert. Es kommt so als betrachte Hamer (den ich wegen seiner – und zwar ausschließlich deswegen – für eines der Genies unserer Zeit halte) als eine Krankheit. Das ist tatsächlich nicht so.

          > Bei unseren Säugetier-Anverwandten ist die
          > Homosexualität durchaus in gewissem Rahmen eine sehr
          > normale Sache. Es kann nur einer Rudel-
          > führer sein, nur einer Chef des Reviers. Die jüngeren
          > männlichen Tiere, die noch nicht begatten dürfen (das darf
          > nur der Chef!) und die älteren Individuen, die nicht mehr
          > begatten dürfen, sie bilden fakultativ den Luxus der Natur
          > für den Fall einer Katastrophe, dass der Chef und seine
          > Nachfolger zugrunde gehen. Sie bilden die „Reservebank“.
          > Allerdings kommen für den Chefposten unter den
          > Zweitwölfen nur diejenigen in schizophrener Konstellation
          > in Frage.

          Damit belegt Hamer, was ich hier bereits anführte. Homosexualität ist etwas Wunderbares, das die Natur erfand und es ist sogar eine biologische Notwendigkeit.
          Sie ist eben auch beim Menschen eine sehr normale Sache. Aus biologischer Sicht. Es ist biologisch äußerst normal, doch gesellschaftlich wird es als eine Krankheit betrachtet.
          Ich mache dafür die Religionen, allen voran das Christentum, vorantwortlich. Ich habe glücklicherweise keine Religion und sehe die Dinge, wie sie wirklich sind.
          Im Namen Gottes wurde immer geraubt, gemordet, gefoltert und „geheilt“. So auch bei Homosexualität. Ohne Religion würde man erkennen, dass es sich bei Homosexualität eben nicht um eine Krankheit handeln _kann_.

          Ich suche mir jetzt einen geilen Kerl und saug ihn auf der Bahnhofstoilette leer. (Kleiner Spaß :D)

          > Was wir später an lesbischen oder homosexuellen
          > Verhältnissen sehen, ist durchweg durch Biologische
          > Konflikte hervorgerufen. Dabei kann der Konflikt schon
          > sehr früh eingeschlagen haben und dadurch den
          > Anschein erwecken, als ob er/sie schon immer „anders
          > veranlagt“ gewesen sei

          Dies impliziert keineswegs, dass es sich bei jeglicher Homosexualität beim Menschen um solch biologischen Konflikte handelt.

      • amunetglare Says:

        > Schwule Tiere“Missbrauch durch die Politik“

        > Gut 500 Tierarten verhalten sich homosexuell.
        > Rückschlüsse auf den Menschen lassen sich daraus aber
        > kaum ziehen, sagt Verhaltensforscher Paul Vasey.

        Doch. Der Mensch ist eine Tierart. Ein Säugetier. Ich bin ein Säugetier und glücklicherweise kein gottverdammter Christ, sondern ein Tier. Ich liebe die 666 und ich liebe und stehe zu meiner Sexualität. Ich bin eine Tranny, also so gesehen nicht einmal homosexuell, doch krieg ich immer so einen Hals, wenn jemand Homosexualität als Krankheit darstellen möchte bzw. darstellt und die Leute dann von ihrer Sexualität (von das, was sie eigentlich sind) heilen möchten. Einfach nur absurd.

        Natürlich gibt es Fälle in denen eine verletzte Vater-Sohn-Beziehung auf die Sexualität übertragen wird. Diese sind dann oft gar nicht wirklich homosexuell. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass alle homosexuelle Männer dies nur aufgrund einer gestörten Vater-Sohn-Beziehung sind.

        Noch dazu muss ich anmerken, dass Schwulenverbände nur deswegen die Wissenschaft heran ziehen müssen, weil eben immer wieder versucht wird Homosexualität als Krankheit zu bezeichnen.

        Interessant dabei ist aber auch festzustellen, dass der „Hass“ stets gegen Schwule geht, man sich aber Lesben gerne anschaut, nicht wahr?

        Ich stehe auf beide! Das ist wegen meinem Geschlecht als Tranny, ich passe zu beiden Geschlechtern aus dem dualen System.

        Gerade weil ich diesem dritten Geschlecht angehöre, weiß ich was biologisch heißt. Ich bin geboren, um mich mit allen Geschlechtsteilen vergnügen zu können. Ob von Frau, Mann oder sogar anderen Trannys (in letzterem Falle wäre ich dann ja auch homosexuell gemäß meines Geschlechtes). Ich passe anatomisch, also biologisch, zu allen und das ist alles andere als eine Krankheit, sondern meine wirkliche Gesundheit.

        Wenn jemand von sich aus weiß und sagt, dass er schwul sei, wie kann man dies als Krankheit bezeichnen und diesen heilen wollen?

        • Robert (Berlin) Says:

          “ Ich passe anatomisch, also biologisch, zu allen und das ist alles andere als eine Krankheit, sondern meine wirkliche Gesundheit.

          Wenn jemand von sich aus weiß und sagt, dass er schwul sei, wie kann man dies als Krankheit bezeichnen und diesen heilen wollen?“

          Es hat was mit narzisstischer Kränkung zu tun. Nicht perfekt oder gesund zu sein, passt nicht ins überzogene Anspruchsdenken. Hängt sicherlich auch mit der verlorenen Religiosität zusammen, nicht anzunehmen, was man ist – also sein Schicksal zu tragen.

    • O. Says:

      Mit dieser Argumentation ließe sich auch die Pädophilie biologistisch begründen.
      Homosexualität ist eine Art Persönlichkeitsentwicklung mit entsprechender Panzerung, die grundsätzlich behandelbar ist, eingeschränkt behandelbar, wie es andere Persönlichkeitsentwicklungen auch sind. Es mag sein, dass die sexuelle Orientierung nicht mehr aufgegeben werden kann (im Jugendalter stehen die Chancen deutich besser) und dies soll ja auch die Wahl des Patienten bleiben. Homosexualität ist jedoch vom „genitalen Charakter“ (Reich) absolut entfernt, wie auch viele heterosexuelle Patienten es bleiben werden.
      Das Thema Kindererziehung durch homosexuelle Paare, die nicht leibliches Elternteil sind, grenzt an (nicht direkt sexuellem) Missbrauch der Kinder für die Bedürfnisse der Homosexuellen (Lesben). Homosexuelle die ihre Orientierung verheimlichen und nicht offen damit umgehen, finde ich persönlich als sehr unangenehm und sind in ihrem Verhalten deutlich gespalten und gestört.

      • amunetglare Says:

        Sie stellen Pädophilie mit Homosexualität auf eine Stufe!?

        Ja ich stimme zu, dass mindestens ein Elternteil leiblich sein sollte.

      • O. Says:

        Pädophilie und Homosexualität sind zwei Paar Schuhe, nur in der obigen Argumentation hätte man auch die Pädö… begründen können, womit vielleicht auffällt wie schlecht die Argumente gewählt sind.
        Beide „psychischen Erkrankungen“ sind durch die Angst vor dem Gegengeschlecht entstanden und gehören in den Bereich der Persönlichkeitsstörung (nicht nach ICD-10). Es zeigt die Spitze des gesellschaftlichen Problems im Umgang mit Sexualität. Die Art und Weise des „Auslebens“ kann unterschiedlich sein, nicht jeder Pädophile handelt strafbar. Eine Therapie ist zumindest theoretisch denkbar. Für die Homosexualität halte ich die Aussicht auf eine Reversibilität (zurück in die Heterosexualität) für sehr beschränkt.
        Es liegt mir jedoch fern jemanden als „krank“ zu stempeln wie es im Alltag geschieht.

        Homosexualität als gesellschaftlich normal oder sogar zur Leitkultur (s. Homoehe) zu erheben, ist ähnlich wie der Vormarsch des Feminismus, der alle Männer (und Frauen) degradiert, die eine lesbische Beziehung nicht als Standard akzeptieren. Diese Randgruppenprobleme lenken politisch von den echten Problemen ab, die in der Verantwortung für die Kinder liegen.

    • Robert (Berlin) Says:

      “ bei den laut Forschungen zu 80 Prozent bisexuellen Bonobos,“

      Bei den Bonobos gibt es eine weibliche Tyrannei, die jungen Männchen Finger oder sogar den Penis abbeißt, so zumindest in den Zoos.

  13. David Says:

    Robert (Berlin) hat gesagt:

    http://detlefnolde.wordpress.com/2009/09/18/homosexualitaet-ursache-heilung/#more-1368

    Zitat:

    Bereits die Pioniere der Psychotherapie – Sigmund Freud, C. G. Jung und Alfred Adler – haben die Homosexualität als Neurose angesehen, also – wie Dr. Hamer – als Ausdruck eins ungelösten, unbewußten Kindheitskonflikts …

    und:

    Werden Kinder dazu verleitet, natürliche kameradschaftliche Gefühle für sexuelle Zuneigung zum eigenen Geschlecht zu halten? Die daraus entstehende Gemengelage wiederum könnte dazu führen, daß sich der junge, verwirrte Mensch aus Selbsttäuschung heraus von meist älteren Homosexuellen verführen läßt.

    Zitat Ende.

    Sagt nicht schon Freud, dass die Libido – also die – teils auch aus dem Unbewussten aufsteigende – von Wilhelm Reich später Orgon genannte Energie – sowohl Ursache für sexuelle Handlungen wie auch für kameradschaftliche Gefühle ist?

    Nur dass sexuelle Handlungen mit Personen gleichen Geschlechts bei nromaler psychosexueller Entwicklung nicht statt finden?

  14. Peter Nasselstein Says:

    Das mit Krankheit und Gesundheit ist wirklich ein Kreuz, weil immer eine wie auch immer geartete „moralische“ Komponente mit reinspielt. Nehmen wir mal die Schizophrenie. Hier ist auch nicht ganz sicher, ob sie nicht teilweise tatsächlich angeboren ist. Trotzdem ist sei eine Krankheit. Leider wird sie, genauso wie die Homosexualität, immer wieder angeführt, um Leute herabzusetzen. Ich habe das mal gegenüber einem US-Orgonomen gemacht: der und der sei doh „schizophren“. Der Orgonom wäre mir beinahe ins Gesicht gesprungen! Er wäre mit vielen Schizophrenen befreundet, etc.pp. Es ginge nicht, solche „Diagnosen“ zu gebrauchen, um jemanden abzuwerten. Das gleiche gilt für „Homosexualität“. „Du bist krank!“ So über Menschen zu reden: wiiiiiiiiiderlich!

    • amunetglare Says:

      Ja, besonders dann wenn es die eigene Mutter ist, die so etwas sagt. In solch einem Moment.. naja.. da stirbt man, wirklich.

      Aber bei mir ist es ein besonderer Fall. Als Tranny gehört das bei meinem Geschlecht dazu. Also wenn ich mit Männern „rummache“, dann bin ich heterosexuell! Nur wenn ich mit anderen meines Geschlechtes herummache, dann bin ich homosexuell. Das kommt eben noch dazu, dass die meisten Leute nur zwei Geschlechter kennen.

      Doch ich konnte mir selbst immer wieder neues Leben einhauchen. Mehr Hass als durch die eigene Mutter (die sowieso narzistisch ist und einem in keinerlei Hinsicht eine Bereicherung oder überhaupt Mutter, egal in welchem Alter, war) kann man gar nicht erhalten.

      Was habe ich daraus gelernt aus all dem Schmerz? Na zumindest mal, dass die meisten Leute noch immer völlig unwissend sind und aus der Angst vor dem Unbekannten dann auf einem herum „prügeln“. Dass Menschen in einer durch dieses System beeinflussten Gesellschaft so etwas dann als Krankheit bezeichnen und heilen wollen liegt nur nahe. Sie wollen wie wahnsinnige immer alles und jeden „heilen“, aber können nur dann wirklich heilen, wenn sie die Lebewesen sein lassen, wie sie eben sind.

      „Du bist krank!“ Genau das sagte meine Mutter, jetzt verstehe ich langsam was sie damit wirklich gemeint haben könnte. Mir war es nicht klar, dass es dabei womöglich um meine Sexualität (die ja eben nicht Homosexualität ist, sondern für mein Geschlecht hetero) ging.

      Nicht einfach bei sowas dann glücklich zu sein und das macht dann wirklich krank.

      Schizophrenie, naja also.. hm.. man ist doch ständig mit Widersprüchen konfrontiert. Die Illusion des System gegenüber dem, wer man wirklich ist. Und da ist das schon recht ähnlich, wenn sie sagen ja „der/die ist psychisch krank“. Einfach so ein Stigma von irgendwelchen Leuten, die meinen, sie müssten andere heilen. Da geht das Übel schon los.

      Dr. Hamer brachte eines der besten Zitate der Menschheitsgeschichte überhaupt als er zu Medizin und „Heilen“ allgemein meinte wie absurd es denn sei, anzunehmen, die Natur mache irgendwelche Fehler. Und das macht sie eben nicht. Die Natur macht keine Fehler und es gibt letztendlich keine Krankheiten, sondern einzig Hunger und Durst, wenn man es herunter bricht!

      Schon die Annahme, man müsse sich in die Sexualität von anderen einmischen, finde ich völlig abwegig und es ist nicht hinnehmbar, dass diese Menschen „geheilt“ werden sollen.

  15. Peter Nasselstein Says:

    „.. Der ernannte Kardinal sagte dabei, daß Homosexualität „durch eine angemessene Behandlung geheilt werden“ kann.“ Jetzt soll er für diese Aussage ins Gefängnis:

    http://www.katholisches.info/2014/02/07/es-geht-los-erstmals-kardinal-wegen-homophobie-angeklagt-papst-freund-sebastian-aguilar-soll-vor-gericht/

  16. Peter Nasselstein Says:

    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama_die_reporter/panorama4937.html

  17. David Says:

    Spinner:

    http://www.huffingtonpost.de/christian-mentz/flucht-aus-der-ex-gay-bewegung-ich-sollte-gebrochen-werden_b_6314416.html

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ex-Gay-Bewegung

  18. Diskussionsforum 2011: eine Nachlese (Teil 4) | Nachrichtenbrief Says:

    […] Peter 2015: Ich verweise auch auf meinen Blogeintrag Homosexualität und die Angst der Psychiater. […]

  19. claus Says:

    Was mich an Therapieberichten besonders fasziniert, ist, wie sowohl Charakteranalyse als auch ‚Arbeit‘ an Muskeln die Entwicklung vorantreiben – was sicher das Konzept ‚funktioneller Identität‘ besonders motivierte. Wunderbar auch in Konias „Case of Homosexuality“ (über Webseite Foglias):
    „As his anal aggression became further mobilized, he was able to look defiantly at me and regularly felt pleasurable sensations after kicking. […] I intensified the mobilization of the paraspinal muscles, which at this time felt somewhat softer […] This produced a strong expansion with intense warm perspiration and a feeling of openness in his head. He felt cocky and confident for a short time.”

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