Die gekreuzigte Schlange

In der biblischen Schöpfungsgeschichte können wir die Schöpfergöttin noch immer finden. Zum Beispiel schimmert sie in Gen 1,12 durch, wo nicht etwa Jahwe, sondern Adama, also Mutter Erde die Pflanzen hervorbringt. Aus ihr wurde auch Adam geformt.

Ähnliche Anklänge an die Erd- und Muttergöttin finden sich in Gen 3,20, wo Eva die „Mutter alles Lebendigen“ genannt wird. Ja, man kann so weit gehen, daß Eva von Jahwe verdrängt wurde – daß Eva die ursprüngliche Schöpfergöttin war. Eva war diejenige, die auch Adam hervorgebracht hat. So interpretiert jedenfalls Gerda Weiler Gen 4,1, wo Eva sagt, sie habe mit dem Herrn einen Mann geboren.

Dieser Sohn ist eigentlich Adam, das uranfängliche Mannesgeschöpf. Doch die Bibel macht Kain daraus und rückt die erste Menschengeburt in die zweite Generation – eine häufig angewandte Methode in der Religionsgeschichte, mit der die Herrin aus ihrer universalen Stellung verdrängt wird. (Ich verwerfe im Lande die Kriege, München 1984, S. 63f)

Wenn in Gen 2,7 Vatergott Jahwe den Menschen aus Erde formt, ist daran zu denken, daß in den älteren Texten des Orients es eine Muttergottheit war, die den Menschen „töpferte“. So formt z.B. die sumerische Muttergöttin Nammu den Menschen nach dem Abbild der Götter aus Lehm.

In seinem Buch über „Die schöpferische Rolle der Frau in der Menschheitsgeschichte“ verweist Hans Biedermann auf den babylonischen Gilgamesch-Epos, in dem der Göttervater Anu „die Bildnerin Aruru“ beauftragte, einen großem Menschen zu formen, der ein Gefährte von Gilgamesch sein sollte. Daraufhin knetete Aruru Lehm und gestaltete eine Form, die Aruru schließlich anspie und auf diese Weise zum Leben erweckte. So entstand Enkidu (Die Großen Mütter, München 1989, S. 124).

In der Bibel formt der Gottvater den Menschen gleich selbst und haucht ihm auch selbst das Leben ein. Doch wenn der Mann Jahwe so als Töpfer auftritt (Ijob 10,9; Jes 45,9; Jer 18,6), dürfen wir nicht vergessen, daß die Töpferei unbezweifelbar Kulturgut der Frauen war, die die keramische Tradition hüteten (ebd., S. 45). Schon deshalb und nicht nur aus der historischen Entwicklung der Mythen heraus ist die Vorstellung im strengsten Sinne häretisch, der Vatergott habe Adam aus Lehm geschaffen! Dazu kann man Jes 29,16 paraphrasieren: Du bildest dir ein, du könntest die Rollen vertauschen! Der Ton kann doch nicht so tun, als wäre er der Töpfer! Oder kann das Werk zu seiner Schöpferin sagen: „Sie hat mich nicht gemacht“? Kann das Tongefäß von der Töpferin sagen: „Sie versteht nichts davon“?

In Sumer hieß der Garten Eden „Dilmun“. Man kann Dilmun sicherlich als Oase deuten, die ständig von der Wüste bedroht wird. Dilmun war ein Paradies ohne Krankheit und Tod, nur daß es an Wasser mangelte. Herrscherin über Dilmun ist die Muttergöttin Ninhursag. In der Oase ließ Ninhursag acht Gewächse wachsen. Nach denen gelüstete es dem Wassergott Enki, der seinen Boten, den Gott Isinud ausschickte, ihm die Gewächse zu bringen. Als Ninhursag davon erfuhr, erzürnte sie wider Enki und verhängte – nach dem bekannten Muster, wonach die Muttergöttin immer „böser“ wurde – den Fluch des Todes über ihn. Immerhin zeigt dies aber, daß in Sumer „Eva“ noch die Souveränin des Gartens war. Ihr gehören die Bäume im Paradies. Und auch dies ist kulturhistorisch stimmig, denn es waren mit Sicherheit Frauen, die die ersten Gärten und Haine anlegten, in denen die männlichen Jäger fremde Eindringlinge waren.

Noch in der Bibel scheint dieses weibliche aktive Moment durch, wenn (im Gegensatz zum vollständig patriarchalen Mythos des klassischen Griechenlands wo es Paris ist, der Aphrodite den Apfel reicht) Eva diejenige ist, die dem passiven Adam den Apfel übergibt. Weiler führt an, daß schon Steinzeitgöttinnen mit dem Apfel in der Hand dargestellt wurden. Es gäbe z.B. eine Abbildung, die Adanos von Hebron darstellt, der durch einen Apfel von der Mutter allen Lebens unsterblich gemacht wird. Auch die griechische Hera besitze einen Hain mit Apfelbäumen im Westen der Welt.

Die germanische Freyja verfügt über einen Apfelgarten, dessen Früchte von den Göttern begehrt sind, weil der Genuß des Apfels ewige Jugend verleiht. (Ich verwerfe im Lande die Kriege, S. 288)

Die aktive Rolle, die Eva in der biblischen Erzählung spielt, wird (wie üblich) so von den Redaktoren vorbereitet, daß es dem Leser entweder nicht auffällt oder wie eine teuflische Umkehrung der ursprünglichen Schöpfungsordnung erscheinen muß. Die Bibel läßt ja zunächst in Gen 2,21f die Frau durch den Vatergott aus der Rippe des Mannes erschaffen. Im Mittelalter verschärften die Christen diese Widernatürlichkeit ins Extrem, indem man es nicht nur so interpretierte, daß Jahwe Eva aus der Rippe Adams geformt hatte, sondern Eva von Gott aus der Seite Adams herausgezogen wird, so wie ein Kind seine Mutter verläßt: Adam wird zur Mutter Evas! (Biedermann, S. 110). In die gleiche Kategorie gehört, daß Adam Eva ihren Namen gab (Gen 3,20), so wie er vorher die Tiere benannt hatte (Gen 2,20).

Die Erschaffung der Frau aus der Rippe des Mannes ist ganz eindeutig einem verhunzten matriarchalen Mythos entsprungen. Im Sumerischen wurden „Rippe“ und „Leben“ mit ein und demselben Wort bezeichnet. Im sumerischen Götterhimmel gab es eine „Herrin der Rippe“ namens Nin-ti, die die Rippe des erkrankten Gottes Enki geheilt hat. Ninti heißt aber gleichzeitig auch „Herrin, die das Leben gibt“ (Helmut Uhlig: Die Sumerer, München 1976, S. 85).

Ähnlich gelagert ist die zweite, parallele, Erschaffung der Frau. Nach Gen 1,27 schuf Gott „den Menschen nach seinem Bild, er schuf Mann und Frau“. Folglich ist Eva, die Mutter des Lebendigen, ein bloßes Geschöpf Gottes. Die hermaphroditische Gottheit, die damit impliziert wird ist ein typischer Ausdruck des Patriarchats. James DeMeo zufolge kam es in Griechenland erst zu derartigen Gottheiten als päderastische „Beziehungen“ institutionalisiert wurden bei gleichzeitigem Verbot von Beziehungen zwischen Jungen und Mädchen; rituelle Opferungen von Frauen auftraten, weibliche Babys getötet wurden, etc. (Saharasia, Greensprings, Oregon 1986, S. 300f).

Ursprünglich, im Matriarchat, galt

die Schöpfung als Werk der weiblichen hervorbringenden Kraft [die kosmische Orgonenergie], und der „Gott“ ist das Geschöpf, das wie die Natur sterblich ist. Auch Jahwe ist sterblich. In dem Menschensohn, seiner irdischen Inkarnation, wird er ununterbrochen wiedergeboren – von Adam bis David und Christus. (Weiler, S. 273)

Der Sohn wurde zum Vatergott, der schließlich die Stellung der Muttergöttin ganz offen usurpierte: „Ich werde euch trösten, wie eine Mutter tröstet“ (Jes 66,13). In Hos 14,9 heißt es sogar: „Ich bin eure Anat und eure Aschera!“ (Das steht da jedenfalls nach dem Kommentar der Alttestamentaler: „Die beiden Zeitwörter enthalten im Hebräischen Anklänge an die Namen der Fruchtbarkeitsgöttinnen Anat und Aschera, so daß vielleicht zugleich die Aussage mitgehört werden soll: ‚Ich bin eure Anat und eure Aschera!‘“) Um sich durchsetzen zu können mußte Jahwe in die Kleider der Göttin schlüpfen.

Den Kampf zwischen Patriarchat und Matriarchat findet sich im Götterpantheon widergespiegelt, wobei es zu einer merkwürdigen Verkehrung kommt. Mehr und mehr steht die patriarchale Seite für den Sieg der Ordnung und fruchtbarkeitsspendenden Regen gegen das weiblich konnotierte Chaos, das wütende Meer, Tod und Dürre; eine Umwertung aller Werte:

Diese Umwertung geht mit einer allgemeinen Verwirrung einher, so daß Matriarchatsforscherinnen z.B. Baal als „Heros der Göttin“ Anat interpretieren, der seinen Konkurrenten Jam beseitigt, den weiblich aufgefaßte Drachen Tannin und das ebenfalls weiblich aufgefaßten Ungeheuer Lotan erschlägt, um mit seiner Göttin die Heilige Hochzeit feiern zu können, die auf magische Weise das ausgedörrte Land befruchtet (Weiler, S. 45f). Ein heilloses Durcheinander.

Doris Wolf legt in ihrem Buch Was war vor den Pharaonen? (Zürich 1994) dar, daß Seth vor dem Einbruch des Patriarchats eine weibliche Gottheit aus Oberägypten war, aus der dann ein mörderischer Wüstengott gemacht wurde. Aus der Muttergöttin wurde – Satan.

Den Kirchenvätern zufolge kam Christus in die Welt und erlitt den Kreuzestod, um das Geschehen im Garten Eden wieder rückgängig zu machen, als der Teufel, in Gestalt einer Schlange, Macht über uns gewann. Durch die Trennung von Gott wurden wir „erpreßbar“, da wir nun Angst vor dem Tod hatten.

Die Schlange (der Teufel) beherrscht uns, weil wir Angst vor ihrem tödlichen Biß haben. In der Eucharistie kosten wir vom Baum des Lebens und werden so teilhaftig am ewigen Leben, entsprechend hat die Schlange (der Teufel) keine Macht mehr über Christen. Christus am Kreuz ist identisch mit der Frucht am Baum des Lebens im Paradies. Von ihr kosten wir in der Eucharistie und werden so aus den Fängen der Schlange (des Teufels) befreit.

Es gibt jedoch in der Bibel eine noch weit eindeutigere Allegorie für das Geschehen auf Golgatha: „die erhöhte Schlange, die vom Schlangenbiß rettet“ (Num 21,4-9). Bei Joh 3,14 wird dies mit der Kreuzigung Christi in Zusammenhang gebracht. Zusammen mit dem altisraelitischen Schlangenkult (Num 21,8f und 2 Kön 18,4) – macht das, streng biblisch gesehen, Christus zur „gekreuzigten Schlange“.

Man vergleiche Mt 10,16 („Seid klug wie die Schlangen.“) mit Gen 3,1-14. Mit der Schlange, dem Lichtbringer-Christus im Garten Eden, stellt sich Jesus auf die Seite der ursprünglichen Geschöpfe gegen die abtrünnigen Engel (vgl. 1 Kor 6,3; 2 Petr 2,4; Jud 6), die mit „flammenden Schwertern“ (sengende Sonne, Dürre) Gottes Geschöpfe aus dem Paradies vertrieben haben.

Christus als Schlange verweist auf die matriarchalen Tiefenschichten der Bibel. Da wäre zunächst Eva selbst:

Sie, die doch die Mutter alles Lebendigen genannt wird (Gen 3,20), taucht im ganzen Alten Testament nicht wieder auf. Was wohl daran liegt, daß Chawwa (hebräisch Eva) zu sehr an die phönizische Schlangengöttin Hewa erinnerte. Im Aramäischen, die Sprache die Jesus sprach, und im Syrischen heißt die Schlange Häwja.

Die Schlange war immer das Symbol chtonischer Göttinnen, wie Hera („Herrin“ = Eva?), Persephone und Pythia („Pythonschlange“). Um so auffälliger ist, daß Jesaja in seiner Berufungsvision Gott von Seraphen umgeben sah (Jes 6,2). „Seraphen“ waren Engel, die man sich mit einem Schlangenleib vorstellte. Es waren ursprünglich die Schlangen der Erdgöttin – die nun im salomonischen Tempel die (nur geborgte) Göttlichkeit Jahwes symbolisieren.

Selbst die zentrale Gestalt des Jahwe-Glaubens, Moses war ursprünglich ein matriarchaler Heros, dessen Attribut die Schlange war. Man denke nur an die Verwandlung seines Stockes in eine Schlange (Ex 4,2-4; 7,9-12.15) oder an den besagten Schlangenkult, den er initiiert haben soll (Num 21,4-9)! Moses „eherne Schlange“ wurde später von König Hiskija von Juda (725-697) wieder zerschlagen. (2 Kön 18,4) Warum? Weil die Schlange (genauso wie auch das „Goldene Kalb“) zu sehr an die Erdgöttin Eva (bzw. ihren Heros) erinnerte?

Die „eherne Schlange“, die vor der Aktion Hiskijas im salomonischen Tempel mit Räucheropfern verehrt wurde, hieß hebräisch „Nehuschtan“. (2 Kön 18,4) Die letzte herrschende Königsmutter von Jerusalem (die Mutter von Jojachia reg 598/597) hieß aber ebenfalls Nehuschta. (2 Kön 24,8) Was nur bedeuten kann, daß der Kult der Schlangengöttin so fest verankert war, daß er auch nach Hiskija ganz offiziell weiter gepflegt wurde, denn ansonsten wäre es undenkbar, daß sich eine regierende Königmutter nach der „Götzin“ benannt hätte! (Weiler, S. 325)

Die Verbindung zwischen Christus und der Schlange ist deshalb so bemerkenswert, weil sie nicht nur das Matriarchat verkörpert, sondern die „schlängelnde“ Bewegung der kosmischen Lebensenergie. Die Schlange verkörpert das ungepanzerte Lebendige.

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12 Antworten to “Die gekreuzigte Schlange”

  1. Manuel Says:

    Mein Lieblingstier ist der Regenwurm, der die fruchtbare Erde erschafft.
    Charles Darwin hat ein schönes Buch über das (neben der Biene) vielleicht wichtigste Tier der Welt geschrieben:
    http://www.regenwurm.de/pdf/bildung-der-ackererde.pdf
    Anders als die Schlange mit ihrem Schuppenpanzer ist der Regenwurm vollkommen ungepanzert und seine „orgonotischen“ Bewegungen besonders gut zu beobachten. Ich glaube, dass die Entwicklung der Menschheit besser verlaufen wäre, hätte dem Regenwurm kultische Verehrung gegolten. Aber der Mensch strebt ja immer weg vom Einfachen, Allgegenwärtigen, Kleinen, von der Basis des Lebens, hin zum „Grossen“, „Besonderen“, „Wertvollen“, „Unvergänglichen“ (zB. zum Gold) und so nimmt das Unheil seinen Lauf.

  2. David Says:

    Ich mag Regenwürmer auch.

    Was die Schlangengottheit betrifft, muss man auch auf Damballah verweisen, abgesehen von Mami Wata ist das die wichtigste Gottheit im Voodoo-Kult von Haiti und von Dahome (Benin).

    Allerdings kann es sein, dass Damballah als eher männliche Gottheit gesehen wird und daher nicht mehr ursprübnglich – im Sinne von matriarchalisch – ist. Hier bin ich ein wenig überfragt; auch weiß ich nicht ob Damballah mit Allah zu tun hat – ich glaube eher nicht.

    • David Says:

      Man muss auch an den – als Mann und Frau vorkommenden – Oxumaré aus dem Candomblé-Kult denken. Dieser, beruhend auf der eher patriarchalen Kultur der Yourouba – wurde mit den Sklavenschiffen nach Brasilien gebracht, wo dann eher Frauen die Priesterinnen waren.

      Letzteres wird von den Forschern dadurch erklärt, dass die Frauen als Haus- und Bett-Sklaven eben mehr Zeit für das Praktizieren der Religion gehabt haben sollen als die meist auf der Plantage verwendeten männlichen Sklaven.

  3. bundesbedenkentraeger Says:

    Interessante Zusammenstellung. Eine Rückfrage: Die Wörter, die im Urtext der Bibel stehen, wenn im deutschen Text Schlange übersetzt wird, sind ja nicht die selben. Meinst Du, man kann sie trotzdem alle über einen Kamm scheren?

    Es gibt, wenn ich mich recht entsinne, auch allerlei Siegel und ähnliche Bildquellen aus dem alten Orient, die ein Schlange als Wächter eines „Lebensbaumes“ zeigen. Naja, man sieht eine Schlange und einen Baum, aber das ist die Interpretation, die man immer wieder liest.

  4. Jochen Says:

    „Die Schlange verkörpert das ungepanzerte Lebendige.“

    Im Symbol der listigen, also äußerst schlauen Schlange im Garten Eden (auch Lustgarten genannt), ist demnach der Geist Gottes (WAHRHEIT) enthalten, wie er in jedem Lebewesen in größerer oder geringerer Ausprägung enthalten ist. Die Form der Schlange ist ein gerader bzw. sich windender WEG – zwei Schlangengebilde bilden übrigens auch den DNA-Strang. Und ja, „die Schlange verkörpert das ungepanzerte LEBENDIGE“, man denke dabei im Vergleich nur einmal an einen erhöhten Penis, der in diesem Zustand Phallus genannt wird.

    Somit hätten wir zusammen, den WEG, die WAHRHEIT und das LEBEN.

    Johannes 14:6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich!
    – und Jesus vergleicht sich sogar selbst mit einer erhöhten Schlange:
    Johannes 3:14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, also muß des Menschen Sohn erhöht werden,

    Und was die Schlange im Lustgarten (= Vagina) angeht, als das Liebespaar Adam und Eva sich wieder voneinander trennte, da wurde das verfluchte Ding wieder kriechend (gemeint ist schlaff).

    Was als Gleichnis vom Garten Eden beschrieben wird, ist nichts anderes, als ein ganz gewöhnlicher Geschlechtsakt zwischen einem jungfräulichen Mann und einer nach Erkenntnis hungrigen jungen Frau, die alles dafür tun würde, mal sein Ding in sich zu spüren.

    1.Mose 4:1 Und Adam erkannte sein Weib Eva; sie aber empfing und gebar den Kain. Und sie sprach: Ich habe einen Mann bekommen mit der Hilfe des HERRN!

    Vom HERRN, also ihrem Mann (= Adam) bekam die Eva dann Zwillinge, was aber wiederum nur als Gleichnis gedacht ist, weil die Sache zum menschlichen Geschlechtsakt auch nur Gleichnischarakter hat.

    1.Mose 4:10 Er aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde!

    Mit dem ersten Blut, das vergossen wurde und was als Brudermord Weltruhm erlangte, ist nichts anderes gemeint, als das Blut einer Jungfrau (das der Eva), das auf die Erde tropfte, als Adam in sie eindrang und dabei ihr Jungfernhäutchen zerrissen wurde. OH weh Jahwe, was haben die beiden da nur getan – sie haben gesündigt. Da Adam und Eva unsere Urahnen sind, so wird uns jedenfalls versucht weiszumachen, haben gleichzeitig alle deren Nachfahren ebenfalls damit Sünde auf sich geladen, weswegen von der Erbsünde gesprochen wird.

    Das mit der Erbsünde ist aber eine andere Geschichte, die z.B. den Jakob und den Esau oder auch den Isaak und den Ismael betrifft und deren oder deren Vaters Frauen.

    Der Teufel (= Tod und Leben in einem), womit ebenfalls der Phallus gemeint ist, durchwandert die ganze Erde als eine ruhelose Seele, indem er wo und wie und wann er will in jeden Lustgarten einer Frau ein und ausgeht, wie es ihm gefällt, um für seinen Vater (= das Reich der Toten) neue Opfer zu produzieren. Die Christen nennen es Hurerei und deshalb tun sie es heimlich im Dunkeln, während die Heiden sich nicht davor scheuen, es auch bei hellem Tageslicht miteinander zu treiben.

    Dabei wird jeder Frau der Wurm gesät (= ihr bestenfalls ein Kind gemacht), weswegen man den Schöpfer auch als den Sämann bezeichnet. Während man den Wurm selbst, also den Phallus (= die Schlange, auch gerne als den Satan bezeichnet. Das Wort Satan (besser Satanas) setzt sich zusammen aus, dem Wort sata = Saat und anas = heilen/anat = Heilung. Woraus folgt, die erhöhte Schlange (Jesus Christus) bringt Heilung, weil sie die Rasse Mensch vor dem Aussterben bewahrt. Die kriechende Schlange, der schlaffe Penis ist dagegen eine Symbol für den Tod. Und wer’s begreifen will, der weiß nun auch, dass Jesus Christus und die Schlange (Satan) ein Wesen ist. Weshalb Jesus auch sagt:

    Johannes 10:30 Ich und der Vater sind eins.

    Kein Mensch weiß, wie die Welt wirklich entstanden ist, aber der Mensch geht, um sich alles erklären zu können, dabei von sich und seinem Körper aus. Vielleicht tut er das deswegen, weil die einfachste Logik die beste ist?

    Jedenfalls, wenn die Christen am Ende ihres Gebets sagen: „Unser Herr, Komm!“, was aramäisch ‚Maranatha!‘ heißt, dann rufen sie damit den Sämann an, welcher kein anderer als der Satan(as) ist, der identisch mit Jesus Christus ist.

    1.Timotheus 2:5 Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus,

    Es ist bezeichnend für den Phallus („die erhöhte Schlange“), dass er sich immer in der Mitte aufhält, entweder zwischen Mann und Frau oder zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang oder zwischen Leben und Tod oder zwischen Gut und Böse oder als die Schlange am Kreuz (Sonne) zwischen zwei anderen Kreuzen (Leben und Tod).

    Der Gott der Bibel ist in sich zwiespältig, so erschuf er auch seine Welt per dem Geist, der in ihm ist. Der Gott der Bibel ist ein MENSCH. Ob es noch einen anderen Gott gibt? Aber klar, es ist der, welcher nur GEIST ist. Dieser gab mir all die ganze Wahrheit über den Bibelgott (das Wort genannt) ein, damit ich sie weitergebe.

    Das ist genau das, wovon Apostel Paulus hier spricht und es die Wahrheit die er vor uns allen verheimlicht:

    2.Korinther 12:4 daß er in das Paradies entrückt wurde und unaussprechliche Worte hörte, welche keinem Menschen zu sagen vergönnt ist.

    Ich spreche die Wahrheit aber aus, somit scheint es mir vergönnt zu sein.

    Wer das Gleichnis vom Garten Eden und die erfundene Geschichte mit der Kreuzigung jetzt immer noch nicht kapiert hat, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

    Was für ein Betrug ist doch Religion!

    • Tino Says:

      Ich hatte mal gelesen, dass Jungfernhäutchen beim ersten Sex nicht bluten müssen. Vielleicht ist mit Sünde gemeint, dass sie doch nicht so ganz wollte, sie noch nicht bereit war und es deshalb blutete.

      Bei genauerem hinsehen gibt es zudem Übereinstimmungen zum babylonischen Venuskult, was sie mit Sonnenauf- und -untergang andeuten. Venus, dieser besonders hell leuchtende Stern am Nachthimmel, auch Morgen- und Abendstern genannt, Orientierungspunkt Nummer eins in der Nacht. Gleichzeitig, das Symbol für den Licht- und Feuerbringer, Luzifer, den Aufklärer. Andererseits warnt die Kirche vor der Hure Babylon, der Aufklärung?

      Geht es in dieser ganzen Geschichte nicht um die Dialektik der Aufklärung? Einerseits bringt Christus Licht, andererseits kann dadurch Bestehendes und Wertvolles in Brand gesteckt und zerstört werden. Eine Schlange kann beißen. Andererseits kann Schlangen- als Gegengift Heilung bedeuten. Genauso kann es sinnvoll sein Bestehendes zu Zerstören. Die Entdeckung Amerikas hat schließlich geholfen das alte feudale Europa zu zerstören. Um zu wissen was Gift und was Gegengift ist wird Orientierung gebraucht.

      Warum warnt die Kirche davor? Vielleicht weil dieses Wissen in falschen Händen viel Unheil anrichten kann, andererseits kann das Nichtwissen genauso Unheil anrichten, da so Orientierung erschwert, wenn nicht verunmöglicht wird.

      Oder als Wahrheit zwischen zwei Torbögen im Thora-Schrein. Oder allgemein als Goldener Mittelweg. Oder als drei-Tor-Symbolik in religiösen Bauwerken.

      • Tino Says:

        Der Tauschwert entsteht nicht durch den Handel, aber ohne die Arbeit des Händlers, und die dabei stattfindende Orientierung kann der Wert nicht festgestellt werden. Börsen werden häufig wie Tempel gebaut. Die Messe als Ort der Begegnung, der Orientierung, des Kennenlernens. Der Nahe Osten als zweites wahres Tor zwischen Europa und Asien in der Mitte der Seidenstraße?

  5. David Says:

    … Zum Beispiel schimmert sie in Gen 1,12 durch, wo nicht etwa Jahwe, sondern Adama, also Mutter Erde die Pflanzen hervorbringt. Aus ihr wurde auch Adam geformt.

    Man muss auch an den vielleicht ältesten Mythos der Unterwelt-Reise denken, wie ich glaube nicht Osiris’s, sondern Inannas Reise in die Hölle:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Inannas_Gang_in_die_Unterwelt

    Enki ist der, der sie zurück holt. Er kann das, weil er der Wasser- und Erdmann ist und somit über das Wasser des Lebens verfügt. Dadurch ist Enki auch der erste Alchemist und Arzt. Anstatt selber zu reisen, schickt er jemand.

  6. O. Says:

    Man muss ich nur vorstellen, welchen absurden und verschlüsselten Stories – wie aus der Bibel oder aus anderen Glaubensbücher – Glauben geschenkt wird, ohne dass ein wissenschaftlicher Beleg für die abstrusen Behauptungen von der jeweiligen Kirche zu fordern wäre. Damit werden (Glaubens-)Kriege begründet und dergleichen.

    Die Schlangenfunktion bei Reich hat keine erklärte religiöse oder kulturelle Bedeutung, sie wird in der Medizin als Symbol verwendet, was auch immer das bedeuten mag.
    Für Freud wäre die Schlange ein Symbol für den Penis gewesen, ebenso für die meisten Frauen; demnach hätte das Matriarchat das männliche Glied verehrt (so-called: Penisneid).
    Bei Reich ging es bekanntlich auch um die „Sexualfunktion“.

    Die Suche nach Gleichnissen in der frühen Geschichte der Menschheit ist sicherlich unterhaltsam, aber nur eine beliebige Interpretation, ein Rätzelraten wie bei Däniken. Evtl. ist es auch nur ein Alienkult, den wir über die Religionen anbeten sollen und der das teuflische Schicksal auf Erden – in Reichs Interpretation über die Unterdrückung der Sexualität – in der Panzerung zementiert.

  7. Tino Says:

    Lustiger … Zufall? http://www.zeit.de/wissen/geschichte/2015-01/fossilien-palaeontologie-schlangen 😀

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