Die faschistische Natur des „Antifaschismus“

Erich Fromm war ein Plagiator, der Reichs Schriften förmlich ausgeweidet hat und dann als mundgerechte und leicht verdauliche (d.h. „entsexualisierte“) Kost dem Publikum darreichte. Siehe dazu die Darstellung von Bernd Laska.

Fromm und Psychohistoriker a la Lloyd deMause haben darüber hinaus etwas gemacht, was Reich seit den 1920er Jahren vehement bekämpft hat: das Erklären einer tieferliegenden Funktion mit Hilfe einer oberflächlicheren. In diesem Fall geht es darum, daß soziologische Prozesse mit Hilfe der Psychologie bzw. „Tiefenpsychologie“ erklärt werden.

Daß ein solcher Ansatz willkürlich ist, von willkürlichen Annahmen bestimmt wird, an die sich die Autoren gegen jede historische Evidenz festklammern, und zwangsweise zu absurden Ergebnissen führen muß, hat Werner Maser in seinem Buch Fälschung, Dichtung und Wahrheit über Hitler und Stalin (München 2004) kurz am Beispiel von Hitlers Mutter und dem Rätsel von Hitlers Antisemitismus gezeigt. Der Historiker, der sich im Bereich der Soziologie bewegt, ist zurecht empört, wenn er mit von jeder Realität losgelösten psychologischen Spekulationen konfrontiert wird. Lärm dringt aus dem Irrenhaus!

Maser setzt sich mit Fromms Analyse der Persönlichkeit Hitlers auseinander, wie Fromm sie in seinem Buch Anatomie der menschlichen Destruktivität entwickelt. Für Fromm war der junge Hitler ein schmarotzender Taugenichts, der seine an Brustkrebs erkrankte Mutter im Stich ließ, statt sie zu pflegen. Andererseits habe dieser angebliche „Taugenichts“ rücksichtlos sein Ziel verfolgt, Künstler und Architekt zu werden, wobei er das mütterliche Erbe herzlos verpraßt habe. Die Darstellung glaubhafter Zeitzeugen, darunter der jüdische Arzt der Mutter, daß Hitler seine Mutter liebevoll gepflegt und sie ihn bei seinen Ambitionen finanziell unterstützt hat, wischt Fromm einfach vom Tisch, weil sie nicht in seine vorgebliche „Analyse“ des „bösen“ Charakters Hitlers passen will.

Sogenannte Psychohistoriker haben auf schlichtweg obszöne Weise versucht, Hitlers Judenhaß mit Hilfe der Dreiecksbeziehung zwischen der krebskranken Klara Hitler, ihrem angeblich geldgierigen jüdischen Arzt Dr. Bloch und ihrem Sohn Hitler zu entschlüsseln. Da wird dann beispielsweise darauf hingewiesen, daß Hitlers Mutter nach der unter Gasnarkose (!) erfolgten und von Dr. Bloch durchgeführten Krebsoperation verstorben ist. Unterschlagen wird, daß Hitler und seine Schwester den Arzt nach einer vollkommen üblichen Behandlung ohne jede Kritik nach dem gängigen Satz ausbezahlt haben und voll des Lobes waren. Hitler blieb Dr. Bloch zeitlebens gewogen und stellte ihn und seine Familie bis zum Schluß unter seinen persönlichen Schutz.

Was unter keinen Umständen zutage treten darf: Hitler war ein erschreckend normaler Mensch, der genau deshalb wirkte – weil er, wie Reich in Die Massenpsychologie des Faschismus dargelegt hat, die gleiche Struktur hatte, wie der Durchschnittsdeutsche. Entsprechend ist für seinen Judenhaß und den daraus resultierenden Völkermord kein nachvollziehbares psychologisches Motiv erkennbar. Hitler war ein leerer Sack wie Millionen andere Menschen auch. Der einzige Unterschied war, daß er offensichtlich ein ausgesprochen politisches Talent war und trotz, und vielleicht gerade wegen seiner fast schon autistischen Gefühlskälte, Menschen an sich binden konnte.

Wie dann Hitlers spezifisch gegen die Juden gerichteten Vernichtungswahn erklären? Psychologische Spekulationen helfen hier nicht weiter. Jeder einzelne Versuch ist bisher kläglich gescheitert. Auch die Soziologie kann den Holocaust nicht erklären, da er vollständig irrational ist.

Als einzige Option bleibt die Biologie (bzw. das, was Reich als „Massenpsychologie“ bezeichnet hat). Hier findet sich die spezifisch orgonomische Erklärung dieser Menschheitstragödie. Aus Gründen, die ohne jede Bedeutung sind und eh nie rekonstruiert werden können, kam in Hitler während oder kurz nach dem Ersten Weltkrieg die fixe Idee auf vom „Juden“ als Quelle allen Übels. Millionen andere haben ganz entsprechende fixe Ideen, die sie ihr ganzes Leben nicht mehr loslassen: Vorurteile, religiöse und „spirituelle“ Wahnideen, „Theorien“, politische Ansichten, – an die man jeweils stur festhält, vollkommen unabhängig von jeder Realität.

Diese fixen Ideen sind unmittelbares Resultat der okularen Panzerung. Die Augenpanzerung ist ihr biologisches Fundament. Je weiter „links“ oder „rechts“ ein Mensch steht, desto stärker ist seine okulare Panzerung. Er hat buchstäblich ein „Brett vor dem Kopf“. Irgendeinen Sinn in seinen fixen Ideen ausfindig machen zu wollen, ist schlichtweg sinnlos, da zusammenhanglose Willkür das Wesen dieser fixen Ideen ist. Es ist die gleiche pseudowissenschaftliche Willkür, die die Psychohistorie auszeichnet.

Aus diesem Grunde hasse und verabscheue ich angebliche „Antifaschisten“ wie Erich Fromm. Man kann, wie angeschnitten, den Wahnsinn erst verstehen, wenn man den Bereich von Psychologie und Soziologie verläßt und das ganze von biologischer Warte aus betrachtet, d.h. von der Panzerung her.

Der Holocaust war möglich, weil, wie Reich viele Jahre zuvor in Die Massenpsychologie des Faschismus dargelegt hatte, die Massen in vier gegensätzlichen fixen Ideen gefangen waren, die unmittelbar in ihrer Charakterstruktur verankert waren:

  1. Haß auf den kapitalistischen Ausbeuter: den Juden
  2. Angst vor dem Bolschewisten: dem Juden
  3. Haß auf den Kastrierer (Kastrationskomplex): den Juden
  4. Angst vor dem Zersetzer der Moral: dem Juden

Betrachtet man das Internet, insbesondere die zahllosen wirren Verschwörungstheorien, wird man noch heute ungebrochen diese vier Elemente und den einen Gegensatz, den sie beinhalten, finden: irgendwelche nebulösen genauso superreichen und supersadistischen „Illuminati“, die mit ihrem Kulturbolschewismus das Menschheitserbe zersetzen. Früher oder später fällt wirklich immer das Codewort: „Zionisten“.

Es geht nicht um solche imgrunde lächerlichen und unwichtigen Figuren wie Hitler, sondern um die sexualfeindliche Charakterstruktur der Massen, die mitschwingt, wenn diese vier Elemente angestimmt werden. Es geht um die Geschichte der Panzerung, die Geschichte der Religion, die Geschichte der Ausbeutung – und die ungeeigneten, tragischen Versuche des gepanzerten Menschen aus diesem Wahnsinn, in den er vor Jahrtausenden geraten ist, wieder auszubrechen. Angesichts dessen sich das geisteskranke (okular gepanzerte) Gegröle der „Antifa“ und das nicht weniger geisteskranke Geschwurmel der „kritischen“ Gesellschaftswissenschaftler, insbesondere der „Antisemitismusforscher“, anhören zu müssen, ist eine Zumutung. Es ist eine Zumutung, weil diese Leute alles tun, um die Falle noch unentrinnbarer zu machen – im Namen der „Emanzipation“. Leute wie Fromm werden nie verstehen, daß der Antisemitismus erst mit einer sexuellen Revolution verschwinden wird, d.h. mit der Herstellung von orgastischer Potenz auf Massenbasis.

Antifaschismus

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9 Antworten to “Die faschistische Natur des „Antifaschismus“”

  1. Robert (Berlin) Says:

    Schon in „Dialektischer Materialismus und Psychoanalyse (1929)“ hatte Reich sich gegen den Psychologismus gewandt, der versucht, ökonomische und soziologische Prozesse mittels dilettantischer psychologischer Spekulationen zu erklären. Er wandte sich gegen Kolnai, Federn und Pfister, die Freuds Theorien auf die bolschewistische Revolution anwandten und dabei anfingen, den Ödipuskomplex auf alle gesellschaftlichen Erscheinungen auszudehnen und Dinge erklärten, die gar keiner psychologischen Erklärung bedürften..

  2. Manfred Says:

    Neben Hitlers Charakter beeinflusste ihn auch der I. Weltkrieg. Es kam vor einigen Jahren auf 3sat in der „kulturzeit“ ein Bericht darüber. Aus dem Gedächtnis: Hitler konnte nicht fassen, wie so viele Soldaten damals, dass Deutschland den Krieg verloren hatte und es so viele Reparationen zu leisten hatte. Einige, wie auch Hitler, steigerten sich so hinein, dass sie psychisch krank wurden und sogar vorrübergehend erblindeten. Sie wurden in Anstalten behandelt, wie auch Hitler. Er war derart psychisch krank, dass man ihn für Jahre oder sogar lebenslang dort behalten wollte. Aus irgendeinen Grund wurde er aber entlassen. Nach der Machtergreifung wollte er seine Unterlagen von dem Anstaltsleiter. Dieser hatte aber Angst, floh nach Frankreich und gab Hitlers Unterlagen einen Kollegen, der in einer seiner Bücher diesen Fall beschrieb (in den 30ern Jahren). Und vor einigen Jahren wurde jemand darauf aufmerksam. Was mit den beiden nach dem Einmarsch in Frankreich geschah, weiß ich nicht mehr.

    Aber auch ein Buch beeinflusste ihn. Adolf Hitler laß als einziges wissenschaftliches Buch „Psychologie der Massen“ von Gustav Le Bon. Er übernahm dies in sein Buch „Mein Kampf“, einige Passagen sogar wörtlich. Es standen darüber zwei Artikel in „raum&zeit“, diese sind aber kostenpflichtig. Sonst fand ich nichts brauchbares im Netz.
    http://www.raum-und-zeit.com/index.php?47a8512920548
    http://www.raum-und-zeit.com/index.php?47c2c4c8bc9cc|1

  3. Klaus Says:

    Zeigt Mut, habt Courage!

    Heute Abend:

    Schlafen gegen rechts

    gegen Diskriminierung jeder Art und

    für Toleranz!

  4. Nationalsozialismus und „Antifaschismus“ (Teil 3) | Nachrichtenbrief Says:

    […] Siehe dazu das Buch Anna M. Sigmund: Des Führers bester Freund, 2003. (Ich habe mich bereits an anderer Stelle mit diesem Themenkomplex […]

  5. Tino Says:

    Hmm, ist Autismus nicht etwas anderes? Autisten haben Gefühle, sie können sie nur nicht wie andere ausdrücken, heißt es.

    Nicht zu viel versprochen! 🙂

  6. claus Says:

    Schöner Artikel:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kampf-gegen-rechts-ein-volk-von-antifaschisten-13429214.html
    Kein Sex mit Nazis!

  7. Funktionelle Ökonomie | Nachrichtenbrief Says:

    […] dieser kurzschlußartigen Verbindung von Psychoanalyse und Ökonomie, wäre ähnliches zu sagen wie meine Ausführungen über die „Psychohistorie“, aber ein Fünkchen Wahrheit steckt sicherlich […]

  8. claus Says:

    Die Massenpsychologie des Antifaschismus zeigt sich tatsächlich auch im Stil. Und sie ist offenbar ein sehr deutsches Phänomen. Man vergleiche mit dem antifaschistischen Mob in Heidenau zum Beispiel diese Seite der Raoul Wallenberg Foundation.

    http://www.raoulwallenberg.net/general/die-geschichte-eines/

    “The International Raoul Wallenberg Foundation is a Non Governmental Organization. Its mission is to develop educational programs and public awareness campaigns based on the values of solidarity and civic courage, ethical cornerstones of the Saviors of the Holocaust.”

  9. Claus Says:

    Posten klappt bei mir oft nicht mehr. Neuer Versuch:

    Energieniveau absenken, um ‚Rassismus‘ zu bekämpfen?

    http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/studie-betablocker-koennen-rassismus-abmildern-20170505275243
    „Helfen Betablocker gegen Rassismus?
    Einige Betablocker sollen Xenophobie abbauen und Toleranz gegenüber Fremden fördern. Kaum zu glauben, aber Ergebnis einer hochwissenschaftlichen Untersuchung von Forschern des Zentrums für Neuroethik der Universität Oxford. Normalerweise werden die Medikamente bei Herzerkrankungen verschrieben. Bekamen die Probanden Betablocker mit dem Wirkstoff Propranolol verringerten sich gleichzeitig ihre rassistischen Vorurteilen. Allerdings war der Studienaufbau mit nur 36 Herzpatienten als Probanden eher begrenzt Aussagefähig. Dennoch soll weiter geforscht werden.
    Die Wissenschaftler um Professor Julian Savulescu von der Universität Oxford haben die Auswirkungen des Wirkstoffs Propranolol auf die unterschwelligen Denk- und Verhaltensweisen bei 36 weißen Probanden untersucht. Dabei stellten sie fest, dass die gegen Bluthochdruck eingesetzten Präparate auch eine Reduzierung rassistischer Tendenzen bei den Patienten mit sich brachten. Angesichts der Verbreitung von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus eine durchaus interessante Entdeckung. Möglicherweise sollten Betablocker als Standard verabreicht werden, um unsere Gesellschaft insgesamt toleranter zu machen. Allerdings haben die Präparate zahlreiche weitere Nebenwirkung, so dass ein umfassender Einsatz in der Bevölkerung bisher nicht in Frage kommt.

    Waren dunkelhäutige oder schwarze Personen zu sehen, konnten sich die Probanden der Kontrollgruppe durchschnittlich sehr viel langsamer zu einer positiven Stellungnahme durchringen, als die Testpersonen aus der Propranolol-Gruppe, so das Ergebnis von Professor Julian Savulescu und Kollegen. Bei einem Drittel der Propranolol-Patienten waren laut Aussage der Forscher überhaupt keine rassistischen Tendenzen mehr zu erkennen, während in der Placebo-Gruppe sämtliche Teilnehmer unterschwellig fremdenfeindliche und rassistische Züge aufwiesen.

    Die Forscher des Zentrums für Neuroethik an der Universität Oxford haben nun ein weiteres Einsatzgebiet für die Betablocker aufgezeigt: Die Behandlung von unterbewusstem Rassismus.

    Den beobachteten Effekt erklären die Forscher der Universität Oxford mit der blutdrucksenkenden und die Ruheherzfrequenz-reduzierenden Wirkung der Betablocker. Denn auf diese Weise würden die Probanden weniger ängstlich, was zu einer erhöhten Toleranz beitrage. Eine genauere Erklärung für die beobachtete Reduzierung des Rassismus durch die Betablocker konnten die Forscher bislang jedoch nicht liefern.“

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