Emotionale Gesundheit: Die medizinische Orgontherapie im Vergleich zu anderen Verfahren (Teil 5)

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Richard Schwartzman: Emotionale Gesundheit: Die medizinische Orgontherapie im Vergleich zu anderen Verfahren (Teil 5)

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Eine Antwort to “Emotionale Gesundheit: Die medizinische Orgontherapie im Vergleich zu anderen Verfahren (Teil 5)”

  1. O. Says:

    Schwartzmann, hervorragender Orgonom des ACO, erklärt seine Sicht der medizinischen Orgontherapie.
    Reich hatte in der 3. Auflage im Vorwort sich deutlich von der Charakteranalyse distanziert, sie quasi als bedeutungslos abgetan. – Wie konnte dies an den Orgonomen vorbei gegangen sein? Was für eine merkwürdige Ausbildung und Therapie hatten sie von Reich vermittelt bekommen?

    Die Charakteranalyse, so Schwartzmann als Stellvertreter des ACO, würde nicht nur immer noch genutzt, sondern als Charakterdiagnostik eingesetzt, während andere Ärzte heute das ICD 10 verwenden.
    Erinnert man sich an Bakers Buch – was nach der Charakteranalyse die „energetische“ Interpretation und Weiterentwicklung für das ACO darstellt – kommen hier Diagnosen wie der „orale (oral frustrierte oder blockierte bzw. „unbefriedigte“) Charaktertypen“ vor, eine nosologische Dummheit für jeden Psychoanalytiker/ Diagnostiker. Stadien der Fixierung dienen nicht als Diagnose.
    Auch der Terminus eines „depressiven Charakters“ taucht nicht in der Charakterdiagnostik von Reich auf. Warum nicht? Erst die Psychoanalyse oder der auch verhaltenstherapeutisch orientierte Fritz Riemann beschreibt einen „depressiven Charakter“, der nicht zu verwechseln ist mit der Diagnose der Major Depression (F32/ F33) oder der Dysthymie (F34.1) sowie Angst und depressive Störung, gemischt. (F41.2)
    Der Schluss, den ich hieraus ziehen kann, ist: Reich hat gar keine Diagnostik aufgestellt, er hat eine Therapie – die Charakteranalyse zur Abgrenzung zur Psychoanalyse aufgestellt. Ob ihm dies bewußt war, darüber kann nur spekuliert werden. Diese Therapie hat er aufgegeben zugunsten der „Orgontherapie“.

    Die Kritik gegen Therapeuten die den emotionellen Ausdruck in ihrer Arbeit den Vorzug geben, ist gegen diese somit nicht gerechtfertigt, da dies die Methode der (charakteranalytischen) Vegetotherapie war. Also was treibt der Orgonom? – Die Antwort überlasse ich dem ACO.

    Damit aber nicht genug: Der Fokus wird nicht auf eine Charakterentwicklung und dessen Therapie gelegt, sondern auf der angeblich nach Reich wichtigsten Aufgabe, die „emotionelle Pest“ im Charakter zu erkennen. Das klingt sehr empathisch für einen Patienten. (Ironie) Dies gehört nicht in den therapeutischen Prozess und stellt auch keine Methode dar. Nebenbei bemerkt hat Baker (dt. Ausgabe) den Charakter (die Eigenschaften!) der emotionellen Pest beschrieben und soziopolitische Charaktertypen beschrieben, die keine klinische Diagnose sind, sondern soziologische Betrachtungen.
    Beim ACO spricht man keine einheitliche Sprache, vielleicht hätte man dies aus Reichs Schriften lernen müssen, wie wichtig eine klare Sprache ist. Ohne eine klare Sprachkonvention innerhalb eines Faches sind Inhalte nicht vermittelbar, sondern werden beliebig ausgetauscht, wie dies der Fall in der deutschen „Orgonomie der Reichianer“ ist.

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