Malträtierte Embryos, Säuglinge, Kinder und Jugendliche

Seit es „Retortenbabys“ gibt, wird uns versichert, daß bei ihnen das Risiko von Entwicklungsstörungen nicht höher läge als bei der natürlichen Befruchtung. 2002 haben jedoch Forscher des Johns-Hopkins-Krankenhauses in Baltimore festgestellt, daß bei jenen Kindern, die aus einer Befruchtung im Reagenzglas hervorgegangen sind, das sogenannte Beckwith-Wiedemann-Syndrom sechsmal häufiger auftritt. Dieses Syndrom ist eine normalerweise extrem seltene Entwicklungsstörung, bei der es zum übermäßigen Wachstum einzelner Organe oder Körperteile kommt.

In der Folgezeit gab es Studien, die zu belegen schienen, daß kein größeres Fehlbildungsrisiko vorliegt. 2008 mußte das Deutsche Ärzteblatt jedoch zugeben, daß es zumindest vorläufige Hinweise für eine Risikoerhöhung für Fehlbildungen bei Kindern gibt, die künstlich gezeugt wurden. „Hier besteht weiterer Forschungsbedarf.“ 2009 verwies DocChec News auf eine kanadische Studie, die zeigte, „daß Babys, die auf dem Labortisch entstanden sind, zu rund 60 Prozent häufigereine Veränderung aufweisen als natürlich gezeugte Kinder.“

Es wird angeführt, daß das erhöhte Fehlbildungsrisiko, das sich nach künstlicher Befruchtung zeigt, nicht von der Technik abhängt, sondern vor allem von den Paaren und deren „Subfertilität“ auszugehen scheint. „Womöglich hat es dieselben Ursachen wie der unerfüllte Kinderwunsch.“

Das klingt etwas anders in einem Artikel, der Anfang dieses Jahres im British Medical Journal erschienen ist:

Es ist auch Besorgnis hinsichtlich der langfristigen Gesundheit der Kinder aufgekommen, die durch IVF (In-vitro-Fertilisation) geboren wurden. Ansonsten gesunde Kinder, die durch IVF gezeugt wurden, haben höheren Blutdruck, Adipositas, einen erhöhten Blutzuckerspiegel und mehr generelle vaskuläre Fehlfunktionen als Kinder, die natürlich gezeugt wurden.

Diese Effekte scheinen auf das IVF-Verfahren selbst zurückzugehen, statt auf die zugrundeliegende Subfertilität. Tierversuche haben epigenetische und entwicklungsbedingte Anomalien nach künstlicher Reproduktion gezeigt, was weiteren Anlaß zum Nachdenken gibt.

Ganz offensichtlich ist, ähnlich wie beim Krebs, durch die mangelnde orgonotische Ladung zum Zeitpunkt der Befruchtung die organisierende und koordinierende Funktion der organismischen Orgonenergie von Anfang an gestört. (Reich hat bereits 1921 [!] in diesen Bahnen gedacht. Siehe dazu die Chronik der Orgonomie.)

Ein weiteres Beispiel für aus mechanistischer Sicht kaum greifbare Veränderungen in der energetischen Entwicklung des Embryos sind Ultraschalluntersuchungen.

Eine an Labormäusen unternommene Studie (Pasko Rakic et al., Yale Medical School in New Haven, Connecticut) hat 2006 gezeigt, daß Ultraschalluntersuchungen die Entwicklung des Gehirns beeinflussen. Die schwangeren Mäuse waren zweimal 30 Minuten Ultraschall ausgesetzt worden – wie bei menschlichen Gravida üblich. Bei Obduktion der neugeborenen Mäuse stellte man fest, daß 6% der Gehirnzellen während der embryonalen Entwicklung nicht dorthin gewandert waren, wo sie normalerweise hingehören.

Andere Studien weisen darauf hin, daß Ultraschalluntersuchungen für ein überproportional häufiges Auftreten von Linkshändigkeit, eine verzögerte Sprachentwicklung und sogar genetische Defekte verantwortlich sein könnten.

Natürlich wurde, ähnlich wie bei der Diskussion um die extrakorporale Befruchtung, in der Folgezeit das Risiko wieder relativiert oder ganz in Abrede gestellt. Man lese dazu jedoch den ausgezeichneten Artikel „Gefahr für Ungeborene“ auf www.zentrum-der-gesundheit.de!

Mangels orgonotischen Kontakts vertraut die gepanzerte Maschinenzivilisation nicht mehr den eigenen Gefühlen, sondern invasiven technischen Apparaturen, mit deren Hilfe sie selbstregulative Prozesse überwachen und kontrollieren will, damit alles „sicher“ ist – d.h. keine beängstigenden bioenergetischen Impulse durchbrechen. Wir suchen nach „Sicherheit“ und verlassen uns auf die Maschinen – und zerstören damit das Lebendige in uns endgültig.

Eva Reich sagt etwas sehr Interessantes über das Aufstoßen, spielt das „Bäuerchen machen“ doch eine prominente Rolle im Leben der Babys. Viele Mütter sind richtiggehend besessen davon – nicht ohne lebensfeindlichen Grund:

Man muß erklären, daß der erste Teil der Fütterung die Hungerphase der Fütterung ist und daß, nachdem das Baby genug gegessen hat, es sehr in sich geht, die Augen schließt und dann mit der Lustphase der Fütterung abschließt; es hält ein und sinkt zurück, hat einen oralen Orgasmus. (…) Nach dem oralen Orgasmus entspannt sich das Baby, sinkt zurück und schläft. Wenn man das Kind mit Aufstoßen unterbricht, erzeugt man einen Teufelskreis. Wenn man auf halbem Weg durch die Fütterung, wenn die Lustphase beginnen sollte, das Baby nimmt und [es auf den Rücken klopft], kontrahiert das Baby und das Zwerchfell wird angespannt; sie bekommen Schluckauf und „Koliken“. Wenn Sie ein Baby mit Koliken haben, müssen sie das Zwerchfell entspannen, wenden sie sehr leichte Massage den Rücken hinunter an, und Sie müssen der Mutter erklären, daß, wenn er eine Luftblase hochsteigen lassen muß, es von allein geschehen wird. Dann ist alles, was man zu tun hat, es aufrecht zu halten. Stellen Sie nur sicher, daß es aufrecht sitzt und reiben sie den Rücken sehr sanft oder hängen Sie es über ihre Schulter. Geben Sie ihm keinen Klaps. Dann wird es rülpsen und das Füttern kann weitergehen, aber im Idealfall gibt es keine Pause zum Aufstoßen, das Baby wird ohne Unterbrechung gefüttert und nach der Fütterung können Sie es aufrecht halten und etwas wird hochsteigen. (Eva Reich: „Prevention of Neurosis: Self-regulation from Birth On“, Journal of Biodynamic Psychology, No. 1, Spring 1980)

Reich war schockiert, als er 1942 in den Parks von New York etwas vollkommen Abwegiges beobachten mußte: es war Mode geworden, Babys in den Kinderwagen auf den Bauch zu legen. (N.N.: „Disastrous Fads in Infant Upbringing“, International Journal of Sex-Economy and Orgone Research, November 1942, S. 276-278; wiederveröffentlicht 1983 in Children of the Future, New York 1983, S. 136-139.) Ein Hohlkreuz, lebenslange Rückenprobleme und Sexualstörungen sind vorprogrammiert. Das habe ich bereits in Projekt „Kinder der Zukunft“ diskutiert.

Der Rücken wird entgegen dem energetischen Orgonom verkrümmt.

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Ich erwähne es erneut, weil ich selbst wieder gehäuft beobachte, daß Babys wie kleine Robben durch die Gegend gekarrt werden. Es scheint geradezu ein Modetrend zu sein.

Eine Studie von Carl E. Hunt, et al. vom National Heart, Lung and Blood Institute (Bethesda, Maryland) zeigt eine Reduktion der Infektionsrate bei Babys, die in Rücken- oder Seitenlage statt auf dem Bauch schlafen. Die Forscher hatten die Daten von 3733 Kindern analysiert, bei denen die Eltern für den 1., 3. und 6. Lebensmonat die jeweils gleiche Schlafposition angegeben hatten. Daneben wurde überprüft, wie oft die Kinder erkrankt waren. Babys, die in Bauchlage schliefen, waren 40% häufiger von Fieber betroffen. Es wird vermutet, daß die wärmere Atemluft Infektionen von Ohren und Atemwegen begünstigt.

Hierzulande ist der Plötzliche Säuglingstod die häufigste Todesursache bei Kindern im ersten Lebensjahr. Die Ursache ist ungeklärt, man spekulierte sogar über genetische Hintergründe… In den Niederlanden hingegen sank die Zahl der Fälle zwischen 1984 und 2004 um 90 Prozent. Das liegt einfach daran, daß den Eltern empfohlen wurde, ihr Kind zum Schlafen nicht auf den Bauch zu legen.

Ein weiteres Folterinstrument, der Schnuller, wurde vor 65 Jahren erfunden.

Schlapp und ruhebedürftig wie wir sind, versuchen wir unsere nach Kontakt und liebevoller Zuwendung schreienden Babys mit Schnullern ruhigzustellen. Der Ersatzkontakt Dauernuckeln kann, man frage einen beliebigen Kinderarzt, jedoch zu Karies, Zahnfehlstellungen und Störungen in der Sprachentwicklung führen. Es kann außerdem zu Ohrinfekten mit nachfolgender Hörbeeinträchtigung, Mandelentzündungen und adenoiden Wucherungen („Polypen“) kommen. Am besten ist es, Säuglingen den Schnuller von Geburt an vorzuenthalten. Spätestens ab dem 7. Lebensmonat sollte er ganz tabu sein.

Insbesondere sollte zu denken geben, daß die Anlage für Sinusitis schon früh durch den Schnuller verankert wird. Durch das ständige Schnullern werden die Nebenhöhlen schlecht belüftet und sind ständiger Keimüberflutung ausgesetzt. Chronische Nasennebenhöhlen-Entzündungen sind eine Volksseuche, die, wie Alexander C. Chester vom Georgetown University Medical Center in einer Studie feststellte, ursächlich mit chronischen Ermüdungszuständen verbunden sind.

Nicht nur das: Schnuller fördern das Suchtpotential des Menschen erheblich:

Wer seinem Baby unhinterfragt bei jeder Unruhe den Gummischnuller in den Mund schiebt, ahnt meist nicht, was er damit möglicherweise bis zum Lebensende des Kindes anrichtet: Er fördert Alkohol-, Tabak-, Drogen und Eßsucht. Dagegen gilt: Lange gestillte Säuglinge rauchen und trinken später bedeutend seltener als nicht oder nur kurz gestillte Kinder, ihr Risiko für Übergewicht schwindet mit jeder weiteren gestillten Woche. Muttermilch ist die allerbeste Suchtprophylaxe.

Amerikanische Forscher haben festgestellt, daß langjähriges Nuckeln das Risiko für Sprachstörungen erhöht.

Frühere Studien hatten bereits gezeigt, daß sich Anatomie und Funktion des Sprechapparats verzögert entwickeln, wenn Kleinkinder über den normalen Stillzeitraum hinaus an Schnullern oder anderen Gegenständen saugen. Die Forscher um Mary Parada interessierte nun die Frage, inwieweit die dauerhafte Verwendung von Schnullern und Co auch Sprachstörungen verursachen kann. (…) Kinder, die drei Jahre oder länger an einem Schnuller oder Daumen nuckelten, hatten dreimal häufiger Sprachstörungen als Kinder, die bereits früher entwöhnt worden waren. Eltern sollten sich also gut überlegen, ob sie ihr Kind an einen Schnuller gewöhnen wollen.

A.S. Neill ist aufgefallen, daß die Schüler in Summerhill, im krassen Gegensatz zu öffentlichen Schulen, nicht unter Akne leiden. Neill:

Wenn ich Glück für so wichtig halte, dann deshalb, weil ich Entfaltung für wichtig halte. Es ist besser, frei und zufrieden zu sein und nicht zu wissen, was ein Dezimalbruch ist, als Prüfungen zu bestehen und das Gesicht voller Pickel zu haben. Im Gesicht eines freien und glücklichen Jugendlichen habe ich noch nie Pickel gesehen. (Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung, S. 321)

Akne bei Jugendlichen ist direkter Ausdruck einer bioenergetischen Kontraktion:

Amerikanische Wissenschaftler haben entdeckt, warum die Haut bei Streß eher zu Entzündungen und Pickeln neigt: Die Menge an körpereigenen antimikrobiellen Substanzen in der oberen Hautschicht nimmt rapide ab, konnten sie in einer Studie an Mäusen zeigen. Verantwortlich dafür sind wahrscheinlich die erhöhten Streßhormonlevel, die den Transport der im Körper produzierten Antibiotika in die Haut stören.

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5 Antworten to “Malträtierte Embryos, Säuglinge, Kinder und Jugendliche”

  1. Klaus Says:

    Danke für die Hinweise, z.B.
    http://www.cbc-network.org/2014/01/who-cares-about-ivf-dangers/

  2. Tino Says:

    Interessant, Pickel hatte ich im Gesicht kaum, dafür aber auf dem Rücken mehr. Was bedeutet das?

  3. Peter Nasselstein Says:

    Zum Thema Hohlkreuz und zurückgezogenes Becken unbedingt auch das beachten:

    http://www.npr.org/sections/goatsandsoda/2015/06/08/412314701/lost-posture-why-indigenous-cultures-dont-have-back-pain

  4. claus Says:

    „Staatliche Förderung bei Kinderwunsch auch für Unverheiratete

    Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will die staatliche Förderung für künstliche Befruchtungen nicht länger nur Ehepaaren zukommen lassen. Sie „plane, die finanzielle Unterstützung für Kinderwunschbehandlungen auf nicht verheiratete Paare auszudehnen, die schon länger zusammenleben“, sagte Schwesig der Zeitung Bild am Sonntag. Sie könne „nicht verstehen, warum wir es Paaren so schwer machen, die sich nichts sehnlicher als ein Kind wünschen“. Nur Ehepaaren die Behandlung zu bezahlen, gehe „total an der Lebenswirklichkeit vorbei“, denn auch Paare ohne Trauschein wollten Kinder.“
    SZ, 21.6.15

  5. Robert (Berlin) Says:

    Es gibt ein neues Buch vom Psychosozial-Verlag mit einigen bekannten Namen:

    Thomas Harms (Hg.)
    Körperpsychotherapie mit Säuglingen und Eltern
    Grundlagen und Praxis

    Thomas Harms ist Vorsitzender der Wilhelm Reich Gesellschaft.
    Ein Aufsatz heißt „Bindung durch Berührung, Die Entwicklung der Schmetterlings-Babymassage nach Eva Reich zu einem
    therapeutischen Konzept der körperbezogenen Bindungsförderung“ von Mechthild Deyringer.

    http://www.psychosozial-verlag.de/2389?ref=nl335

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