Akupunktur funktioniert…

Ich habe mich wiederholt mit der Akupunktur beschäftigt. Eine Studie nach der anderen hat gezeigt, daß es ziemlich gleichgültig ist, wo man die Nadeln setzt. Die angeblichen „Meridiane“ können sowieso keine realen energetischen „Kanäle“ sein, da sie je nach Akupunktur-Schule anders definiert und erst in den letzten Jahrzehnten (ähnlich der chinesischen Sprache) willkürlich vereinheitlicht wurden. Außerdem: man kann auch Zahnstocher benutzen und es funktioniert. Und funktionieren tut die Akupunktur tatsächlich!

Die neuste Studie, bzw. eine Metastudie von Andrew J. Vickers (Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, New York) und Klaus Linde (Technische Universität, München), die auf der erneuten Auswertung von 38 vorangegangenen voneinander unabhängigen Studien beruht, hat bei chronischen Schmerzen eine Besserungsrate von 30% für keine Akupunktur, 42,5% für Schein-Akupunktur und 50% für kunstgerechte Akupunktur ergeben. (An anderer Stelle hatte ich bereits auf eine vorangegangene Studie aus dem Jahre 2012 verwiesen.)

Was von biochemischer Seite her geschieht, zeigt eine Studie von Maiken Nedergaard (University of Rochester Medical Center) et al.

Labormäusen, die an einer entzündeten Pfote litten, wurden fachgerecht mit einer Nadel akupunktiert, das beinhaltet, daß die Nadel alle fünf Minuten gedreht wurde, was die Wirkung noch verstärken soll. Die Tiere reagierten weniger schmerzempfindlich auf Reize an der entzündeten Pfote, gleichzeitig stieg in der Gewebsflüssigkeit der Gehalte des Schmerzhemmers Adenosin um das 24-Fache an. Ein ähnliches Ergebnis hatte man, wenn man die Nadel einfach in das entzündete Gewebe steckte.

Offenbar veranlaßt die winzige durch die Nadel hervorgerufene Gewebeverletzung, verstärkt durch das Drehen der Nadel, die Ausschüttung des Adenosins. Die Moleküle dieses Signalstoffs docken dann an spezielle Rezeptoren an, die auf schmerzleitenden Nervenfasern sitzen, und dämpfen dadurch den Schmerz.

Daß tatsächlich Adenosin wirkursächlich für den Erfolg der Akupunktur ist, zeigten die Wissenschaftler, indem sie das Akupunktieren in Kombination mit dem Wirkstoff Deoxycoformycin testeten, der den Abbau des Signalmoleküls im Gewebe bremst. Der Adenosingehalt im Gewebe verdreifachte sich, wodurch entsprechend die schmerzlindernde Wirkung der Akupunkturbehandlung verstärkt wurde.

Von energetischer Warte ist im Lichte dieser Forschungsergebnisse zur Akupunktur folgendes zu sagen:

Adenosin verhindert die Ausschüttung des „Streßhormons“ Noradrenalin, erzeugt eine Weitung der Blutgefäße, eine Verringerung der Herzfrequenz und ein Absinken des Blutdrucks, führt also zu einer allgemeinen Entspannung des Körpers. Oder mit anderen Worten: Adenosin wirkt vagoton, also so, als würde der Körper mit Orgonenergie bestrahlt werden.

Die Wirkungsweise der Akupunktur ist demnach denkbar einfach, was die schier unglaublich vielen Ärzte nicht gerne hören werden, die viel in aufwendige Fortbildungen investiert haben und mit dem Akupunktur-Firlefanz kräftig Geld verdienen. Das ist mittlerweile eine Millionenindustrie.

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2 Antworten to “Akupunktur funktioniert…”

  1. Manfred Says:

    Die Meridiane kann man mit Hilfe einer Infrarot-Kamera sichtbar machen. Im vorliegenden Fall wird eine angezündete Moxibustions-Zigarre aus Beifuß in die Nähe einer Körperstelle gebracht, deren Meridianstruktur sichtbar gemacht werden soll. Auf dem Foto ist dann der Meridian zu sehen. Es ist keine Wärmeabstrahlung, sondern es sind Biophotonen.
    http://med.biophotonik.de/meridians.pdf
    Das Meridiansystem ist offenbar keine asiatische Technik. Ich sah einmal Zeichnungen, bei denen Nadeln im Ohr steckten (Ohrakupunktur). Es war ein Buch über Medizin aus Europa des Mittelalters.

  2. David Says:

    Außerdem: man kann auch Zahnstocher benutzen und es funktioniert.

    Der Zahnstocher ist nicht so spitz wie eine Nadel. Er wird also nicht ins Gewebe eindringen sondern nur punktförmigen Druck ausüben.

    Damit handelt es sich nicht um Akupunktur, sondern .-pressur. Und infolgedessen funktioniert auch die.

    Chinesich: Tuina, japanisch – etwas bekannteres Wort: Shiatsu.

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