Reich und die moderne Psychiatrie

In der Medizin, im Wissenschaftsbetrieb und in den populärwissenschaftlichen Medien ist Reich heute kaum mehr als eine belächelte Kuriosität.

2005 fand sich in der wöchentlichen Standeszeitschrift Deutsches Ärzteblatt (S. A1459) eine Notiz „Sexualität und Medizin – Orgasmusreflex“, die aus einem längeren Zitat aus Reichs Die Funktion des Orgasmus (1942) über den Orgasmusreflex besteht: eine einheitliche Gesamtkörperzuckung, zuckender Plasmahaufen, Orgasmusforschung führte zum biologischen Kern der seelischen Erkrankungen, der Orgasmusreflex findet sich bei allen Lebewesen, bei Einzellern in Gestalt von Plasmazuckungen. Das Deutsche Ärzteblatt kommentiert:

Hier wird auf das Paradigma der Amöbe angespielt. – Reich (1897-1957) war 1922 bis 1930 am psychoanalytischen Ambulatorium in Wien tätig, ab 1928 Mitglied der Kommunistischen Partei; 1933 Ausschluß aus der Psychoanalytischen Vereinigung und aus der KP, im Exil ab 1934, von 1939 bis zu seinem Tod in den USA; Wegbereiter der späteren Gestalt- bzw. Körpertherapie. Seine Definition des „Orgasmusreflexes“ offenbart ein strikt biologistisches Menschenbild.

Das findet sich unter der Rubrik „Medizingeschichte(n) – ausgewählt und kommentiert von H. Schott“ neben einem zweiten kurzen Artikel, „Ärzte als Patienten – Schlaflosigkeit“. Er behandelt als medizinhistorische Kuriosität ein Zitat des Arztes Giralomo Cardano aus dem Jahre 1643.

Das populärwissenschaftlichen Magazins P.M. machte vor einigen Jahren mit der Überschrift auf „Das Geheimnis der kosmischen Lebensenergie“. Im ersten Absatz wird der „umstrittene österreichische Psychologe Wilhelm Reich“ abgehandelt:

Wie er vom nicht nur genialen, sondern auch „höflichen“ Einstein in Princeton empfangen wurde, nachdem er kurz zuvor aus der Psychoanalytischen Vereinigung wegen seiner „spleenigen Ideen“ ausgeschlossen wurde. Einstein habe Reich leider bescheinigen müssen, daß der „Lichtschein“, durch den das Orgon sich manifestieren würde, eine rein subjektive Empfindung sei.

Reich nahm sich später das Leben, immer noch fest davon überzeugt, mit Orgon die „Lebensenergie des Kosmos“ sichtbar gemacht zu haben.

Reichs Tragik sei gewesen, daß er ganz dicht dran war, an dem was die meisten Menschen auf der Welt als Tatsache betrachten. Der Rest des Artikels handelt dann von „Prana“, Schamanismus und der chinesischen Medizin. Ich kann nicht beurteilen, ob das eine ähnliche Scheiße ist, wie die substanzlosen Phantasien, die der Autor Karsten Flohr über Reich zusammengeschmiert hat. Für so einen Mist 3,50 EUR auszugeben… Allein schon das mit dem Selbstmord ist eine ungeheuerliche Frechheit! Typischer Qualitätsjournalismus!

Immerhin gibt es hier und da Ausnahmen. So beschäftigte sich 2004 Dr. Ulfried Geuter (FU Berlin) im Organ des Berufsverbandes Deutscher Psychologen (Report-Psychologie 2/2004) mit der Geschichte der körperorientierten Psychotherapie. Er mahnte:

Die Körperpsychotherapie muß die Verbindung zur Forschung suchen. Wilhelm Reich hat dies getan, da er seine Gedanken aufgrund von experimentellen und klinischen Forschungen als bessere Theorie in der Psychoanalyse verankern wollte. Es ist sicher kein Zufall, daß ausgerechnet zur Wirkung des Orgonakkumulators eine Doppelblindstudie vorliegt, die wahrscheinlich den Kriterien des Wissenschaftlichen Beirats genügen würde; ihr zufolge erhöht sich im Akkumulator die Körperkerntemperatur (Müschenich & Gebauer, 1996).

Hier bezieht sich Geuter auf ein kurzes Referat in DeMeos Orgonakkumulator-Handbuch. Das Original von 1987, Der Reichsche Orgonakkumulator, war ursprünglich die Diplomarbeit von Dr. med. Dipl.-Psych. Stefan Müschenich.

Es sei auch auf Dr. Müschenichs umfangreiche Doktorarbeit von 1995 verwiesen, die weit umfassender ist, als ihr Titel Der Gesundheitsbegriff im Werk des Arztes Wilhelm Reich anzudeuten scheint.

Reichs „Charakterlehre“ sagt aus, „daß es neurotische Symptome ohne eine Erkrankung des Gesamtcharakters nicht gibt. Symptome sind nur Gipfel auf dem Bergrücken, der den neurotischen Charakter darstellt“ (Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 36). Vor Reich galt, daß „das neurotische Einzelsymptom (…) ausdrücklich als Fremdkörper in einem sonst gesunden psychischen Organismus betrachtet (wurde)“ (ebd., S. 35).

Mit dem gängigen Diagnoseschlüssel ICD-10:F hat sich die Situation sogar zugespitzt, da jede psychische Auffälligkeit als isolierte Erkrankung betrachtet wird. Im Idealfall ist sie auf Störungen der „Gehirnchemie“ zurückzuführen und kann entsprechend mit Pillen „geheilt“ werden. Diese Sichtweise ist sehr attraktiv, weil sie das Stigma von psychischen Erkrankungen nimmt. Wer etwa unter einer Sozialphobie leidet, braucht sich genausowenig zu schämen, wie jemand, der einen Gallenstein hat. Es ist etwas Isoliertes, das nichts mit dem eigenen Wesen bzw. dem „Charakter“ zu tun hat.

Gewisserweise ist diese Betrachtungsweise sogar richtig, denn unter der Voraussetzung, daß der Charakterpanzer nicht zu rigide ist, kann den einzelnen „isolierten“ Symptomen die Energie entzogen werden. Das ist eine der zentralen Aussagen von Reichs Sexualökonomie: „Der Gesunde hat praktisch keine Moral mehr in sich, aber auch keine Impulse, die eine moralische Hemmung erfordern würden. Die Beherrschung etwa noch vorhandener asozialer Impulse gelingt mit Leichtigkeit unter der Bedingung der Befriedigung des genitalen Grundbedürfnisses“ (Die sexuelle Revolution, Fischer TB, S. 30).

Jeder kann in Streßsituationen paranoid werden, sich in Zwangshandlungen verfangen, Phobien entwickeln, depressiv werden, etc. Ändert sich jedoch die Situation, kann „die Energie wieder frei fließen“, lösen sich diese Symptome in nichts auf. Panzerung ist dadurch definiert, daß die Symptome auch unter den besten Bedingungen anhalten und sich vielleicht sogar verschlimmern. Menschen verhalten sich „neurotisch“. Beispielsweise entspannen sie sich nicht etwa in einer angenehmen und freundlichen Umgebung, sondern werden noch mißtrauischer, noch depressiver, noch ängstlicher, etc. Der Energiepegel steigt und entsprechend wird die „Reaktionsbasis“ aufgeladen.

Reich ging es darum, diese „Reaktionsbasis“, beispielsweise eine chronische Augenpanzerung, aufzulösen. Erst dann lassen sich sozusagen „Restsymptome“ isoliert betrachten. Ein „genitaler Charakter“, d.h. ein „gesunder psychischer Organismus“, ist demnach kein perfektes Wesen, sondern schlicht jemand ohne chronische Panzerung, bzw. jemand, der so ist, wie es heutzutage von jedem Patienten behauptet wird: seine Symptome sind isolierte, imgrunde bedeutungslose Gegebenheiten. Das heilende „Agens“ ist die orgastische Plasmazuckung.

Nachdem Reich jahrzehntelang in der Psychiatrie als unnennbare Unperson galt, findet sich heutzutage in der Lehrbuch-Bibel der Psychiater, dem „Berger“, folgendes über Reich:

Bereits ein Jahrzehnt vor den Arbeiten Fenichels hatte Wilhelm Reich (1933 [Charakteranalyse]) einen weit umfassenderen Begriff der Abwehr formuliert. Sein Begriff des „Charakterpanzers“ beschreibt das Ergebnis eines länger währenden Bewältigungsprozesses psychosexueller Frustrationen auf kognitiver, emotionaler sowie motorischer Ebene. Das heißt, der gesamte psycho-motorische Mechanismus eines Individuums steht im Dienste der Trieb- und Bedürfnisabwehr. Dieses „Falsche-Selbst“ wird als ich-synton wahrgenommen. In Krisensituationen führen jedoch die hohe Anstrengung und der Energieverbrauch, der zur Aufrechterhaltung dieses Charakterpanzers benötigt wird, potentiell zur Dekompensation des psychischen sowie des physischen Apparates. Damit öffnete W. Reich nicht nur das Feld der Psychosomatik, sondern auch der körpereinbeziehenden Psychotherapien. (Mathias Berger (Hrsg.): Psychische Erkrankungen – Klinik und Therapie, München – Jena: Urban & Fischer, 2004, S. 887)

wr7Durchaus zwiespältig werden meine Gefühle jedoch angesichts anderer „Rehabilitationsmaßnahmen“ in Sachen Reich. Etwa der Gedenktafel, die seit 2007 an Reichs Wohnhaus in Berlin-Wilmersdorf in der Schlangenbader Straße 87 prangt. Einerseits ist es immer gut, wenn die Haupttaktik der Emotionellen Pest gegen Reich (nämlich ihn vergessen zu machen) hintertrieben wird – aber diese Tafel ist ausdrücklich eine von 18, die von den Nationalsozialisten verfolgte Psychoanalytiker ehren soll. Kann es einen größeren Albtraum geben, als posthum von Leuten „großzügig“ vereinnahmt zu werden, die… Reich wird – vergeben!

In seinem Standardwerk über Persönlichkeitsstörungen (5. Auflage, Weinheim 2001) erwähnt Peter Fiedler Reichs Ausschluß aus der Psychoanalyse. Vor allem jene Psychoanalytiker seien mit Freud in Konflikt geraten, „die den kulturellen und sozialen Faktoren eine größere Bedeutung beimaßen als den von Freud und seinen Anhängern herausgestellten biologischen Faktoren.“ (S. 79) Und weiter:

Eine ausführliche Dokumentation der Ausgrenzungsgeschichte in der Psychoanalyse findet sich u.a. bei Peter Gay (1987), der jedoch wie die meisten Biographen Sigmund Freuds die besonders unrühmlichen und bedrückenden Vorgänge um den Ausschluß von Wilhelm Reich völlig ignoriert. Daß dies bis in die Gegenwart hinein immer noch passiert, ist unglaublich (…).

In der Tat: eine Sauerei, die einen fassungslos macht! Fassungslos macht einen aber auch die Naivität von Fiedler, der nahelegt, daß sich hinter Reichs Ausgrenzung technische Differenzen zwischen Reichs „topographischer Auffassung“ und der „strukturtheoretischen Innovation seiner psychoanalytischen Kollegen“ verbergen und daß Reich schließlich auch „wegen seines dezidiert politischen Engagements nurmehr wenig Resonanz“ fand (S. 65).

Deshalb (weil Reich sich weigerte, die menschliche Psyche als ein Kasperletheater zu betrachten, in dem sich die Personen „Ich“, „Es“ und „Über-Ich“ streiten, und weil er militanter Antifaschist war) diese umfassende, bis heute andauernde Ausgrenzung, als wäre Reich der Teufel höchstpersönlich, dessen Namen man lieber nicht heraufbeschwört?

Anzumerken ist noch, daß diese kurzen Exkurse nicht recht in das Lehrbuch passen. Offenbar ist Fiedler über etwas gestolpert… Zur Vertiefung verweise ich auf das www.lsr-projekt.de.

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13 Antworten to “Reich und die moderne Psychiatrie”

  1. Robert Says:

    Am 31.8. war im Fundus-Antiquariat (Berlin) eine Veranstaltung von Psychoanalytikern zu den Bücherverbrennungen und Wilhelm Reich. Vortragender war Andreas Peglau.
    Fazit war, dass Reich neben Anna und Sigmund Freud die Einzigen waren, deren sämtliche Werke im Hitlerfaschismus verboten waren.
    Das Interesse war überraschend groß, der Raum war eng gefüllt (etwa 30-40 Personen).
    Die anschließenden Fragen zeigten, dass große Unwissenheit und die übliche Vorurteile vorhanden waren.

  2. Andreas Peglau Says:

    Korrektur zur obigen Angabe von Robert:

    Tatsächlich ist es so, dass – soweit nachweisbar – nur Bücher von 4 Psychoanalytikern (z.B. Individualpsychologen also nicht mitgerechnet) im Mai 33 von den Nazis verbrannt wurden:

    Anna Freud, Sigmund Freud, Wilhelm Reich, Siegfried Bernfeld.

    Und ebenfalls nur bei 4 Psychoanalytikern wurden „Sämtliche Schriften“ von den Nazis verboten:

    Anna Freud, Sigmund Freud, Wilhelm Reich, Wilhelm Stekel.

    Das heißt auch: Nur gegen 3 Psychoanalytiker setzten die Nazis das Gesamtrepertoire der Bücherverfolgung ein = Verbrennung + Komplettverbot:

    Anna Freud, Sigmund Freud, Wilhelm Reich.

    Freundliche Grüße

    Andreas Peglau

  3. Robert Says:

    Noch eine Frage an Andreas Peglau.
    Werden Ihre Ergebnisse irgendwann publiziert?

  4. Andreas Peglau Says:

    Ja, vermutlich im Oktober – in einem Sammelband zur NS-Bücherverfolgung: „Verfemt und verfolgt“, herausgegeben von Werner Treß und Julius Schoeps.
    A.P.

  5. Robert Says:

    Am Tag nach der Veranstaltung fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Es war etwas, an das ich mich nicht erinnern konnte, obwohl ich wusste, es wäre wichtig und hätte unbedingt gesagt werden müssen. Die Tatsache, dass WR mehrere Bücherverbrennungen in den USA erlebt hatte, und zwar 1957 und 1960 auf Anordnung des Gerichts.
    Vermutlich wollte ich unbewusst die Auseinandersetzung mit den Psychologen vermeiden, die dann ihre eingestanzten Vorurteile und Dummheiten über Reichs „Verrücktheiten“ und „Spinnereien“ zum besten gegeben hätten.

  6. Andreas Peglau Says:

    Auch in dem schon erwähnten Artikel wird dieser Zusammenhang – die verschiendenen Verbrennungen – auftauchen.
    Aber noch was anderes: Was Sie da im letzten Absatz über „die“ Psychologen und ihre Vorurteile schreiben, klingt für meine Begriffe sehr nach Vorurteil (mal ganz abgesehen davon, dass ich auch Psychologe bin). Aber mit Pauschalisierungen, Schwarz-Weiß-Denken und Feindbildern kommen wir nicht weiter, denke ich.
    Andreas Peglau

  7. Robert Says:

    @Andreas Peglau
    Da muss ich Ihnen jedoch widersprechen. Ich beschäftige mich seit 1976 mit Wilhelm Reich und habe fast jegliches deutschsprachiges Buch zum Thema gelesen. In fast sämtlichen Büchern von Psychoanalytikern wird Reich als verrückt bzw. schizophren angesehen und sich nicht mit seiner biophysikalischen Forschung auseinandergesetzt. Und auch bei Reichs Ausschluss wird bis heute gelogen und die Wahrheit verdreht, lesen Sie nur Michael Schröters Aufsatz in der Psyche, 52. Jahrgang, Heft 2, Februar 1998, der ein Paradebeispiel dafür ist.
    Auf ihrer Veranstaltung war es auch zu hören, aber wohl zu weit von Ihnen entfernt. Auf die wichtige Frage, warum Reich trotz aller Verfolgungen bis nach Oslo soviel Energie hatte, wieder was neues aufzubauen, meinte ein Psychoanalytiker eine Stuhlreihe vor mir in hämischen Ton „Er hatte doch seine Orgonakkumulatoren“, begleitet von einem breiten Grinsen seiner Kollegin. Dazu wäre zu sagen, dass der Orgonakkumulator erst 1940 erfunden wurde.
    Übrigens sind Sie der korrekten Antwort ausgewichen, ich erspare mir über die Gründe zu spekulieren. Hätten Sie gesagt, dass Reich wegen seiner orgastischen Potenz und seinem befriedigenden Sexualleben dazu in der Lage war, hätten Sie nur schallendes Gelächter geerntet.

  8. Jean Says:

    Zitat: „Beispielsweise entspannen sie sich nicht etwa in einer angenehmen und freundlichen Umgebung, sondern werden noch mißtrauischer, noch depressiver, noch ängstlicher, etc. “
    Bei Frühtraumatisierung verbunden mit Sexualunterdrückung ist der Leidensdruck sehr hoch; jede Umgebung, die nicht repressiv (z.B. offen und freundlich) ist, wird das Leiden in Teilen zum Ausdruck kommen lassen. Ein Alltagsbeispiel sind für mich die Menschen, die auf ein freundliches „wie gehts?“ ein ausladendes Lamento anstimmen. Sie tun mir leid, aber ich möchte fliehen, weil Verständnis oder auch Ratschläge für die genannten Probleme meist keine Änderung bewirken.
    Im Artikel von Crist über Familientherapie war für mich dieses Zitat sehr wichtig:
    „Es scheint, daß manchmal in der Tat die Beziehungen eines Menschen Hauptort seiner Neurose ist.“
    Wenn also die Arbeits- und Liebesbeziehungen nicht verändert werden, kann keine Heilung stattfinden (im Sinne einer klaren Bejahung des Lebens). Wie soll ich repressive Arbeitssituationen oder „klammernde“ Beziehung ändern, ohne mich zu wehren und in Konflikte zu gelangen?
    Ich weiß, dass Sie, Herr Nasselstein, die Standpunkte von Erich Fromm als „desexualisiertes Plagiat“ bezeichnen, und kann ihnen hierin auch in Vielem zustimmen. Doch denke ich, dass seine Haltung ein Appell sein kann, sich gegen die uns neurotisch erhaltenden Beziehungen zu wehren, um aus Verstrickungen herauszukommen. Als richtig sehe ich, dass bei frühen Beslastungen und unglücklicher Sexualität es viel schwerer ist, die Konflikte und Ängste einer solchen Veränderung durchzustehen.

  9. Klaus Says:

    Wer ist das, der immerhin so korrekt ist? Habe mal auf Geuters Seite der Uni Marburg nachgesehen. Er weist auch auf Elsa Gindler hin, mit der wiederum Elsa Lindenberg zu tun hatte – wohl nur von historischem Interesse. Der ORAC ist immerhin das Dingens, mit dem eine Realität dessen, wovon sonst eher nur metaphorisch die Rede ist (‚Energieströme‘), am besten nachgewiesen werden kann.
    Was Reichs Tod betrifft, kursiert sowohl, er habe Krebs gehabt, als auch, er habe sich umgebracht. Man biegt sich alles zurecht. Manchmal höre ich auch, er habe sein Labor radioaktiv verseucht, was wohl irgendwie auf Gelesenes mit Bezug auf ORANUR zurückgeht.

  10. Robert (Berlin) Says:

    Das populärwissenschaftlichen Magazins P.M. machte vor einigen Jahren mit der Überschrift auf „Das Geheimnis der kosmischen Lebensenergie“. Im ersten Absatz wird der „umstrittene österreichische Psychologe Wilhelm Reich“ abgehandelt:

    Albert Einstein war nicht nur ein genialer, sondern auch ein höflicher Mann. Am 13. Januar 1941 empfing der Nobelpreisträger in seiner Wohnung in Princeton (USA) den umstrittenen österreichischen Psychologen Wilhelm Reich (1897–1957). Der war kurz zuvor wegen seiner spleenigen Ideen aus der Psychoanalytischen Vereinigung ausgeschlossen worden und wollte nun den großen Physiker um seine Meinung zu seinem »Orgon-Akkumulator« bitten. In diesem von ihm erfundenen Experimentierkasten glaubte Reich, der geheimnisvollen und von ihm so benannten Energie »Orgon« auf die Spur gekommen zu sein, die jeden Menschen durchströme und die er als einen Lichtschein sichtbar machen könne. Einstein musste ihn leider enttäuschen: Zu sehen seien nichts als subjektive Empfindungen, beschied er. Reich nahm sich später das Leben, immer noch fest davon überzeugt, mit Orgon die »Lebensenergie des Kosmos« sichtbar gemacht zu haben.

    http://www.pm-magazin.de/a/die-kosmische-lebensenergie

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