Die „progressive“ Zerstörung des Lebendigen und der Arbeitsdemokratie

Der Psychologe Todd Allen (University of Northern Colorado) fand 2006 bei 21 Studenten, die sich in den letzten Jahren Tätowierungen haben machen lassen, daß die tätowierten Hautareale weniger empfindlich auf Berührungen reagieren als nicht geschädigte Partien.

Tatsächlich scheinen Tätowierungen so etwas wie ein Äquivalent von Panzerung zu sein. Tattoos hätten demnach wie die Panzerung die Funktion, uns gegen Schmerzen zu schützen und uns in einer feindlichen Umwelt als Individuen zu behaupten („Charakter“).

Für mein Dafürhalten haben Tattoos zwar nicht unbedingt von den in der Haut verewigten Motiven aber von ihrer Funktion her eine ähnliche Bedeutung wie das Hakenkreuz und die restliche sadomasochistisch angehauchte Aufmachung der Nationalsozialisten. Wie Reich in der Massenpsychologie des Faschismus darlegt, steht das Hakenkreuz offiziell für hehre Werte wie „Ehre“ und „Reinheit“, also Sexualfeindlichkeit, doch untergründig ist es ein Sexualsymbol. Ähnlich ist es mit Tattoos (wie gesagt unabhängig vom jeweiligen Motiv) bestellt:

Gemäß der nicht mehr autoritären, sondern mittlerweile anti-autoritären Gesellschaft symbolisieren sie Werte wie „Individualität“ und „Unabhängigkeit“, gleichzeitig sind sie jedoch eine Aufforderung „härter rangenommen“ zu werden. Sie sind ein Ausdruck von Masochismus und damit das perfekte Symbol einer permissiven Gesellschaft, in der alle „cool“ und „individuell“ sein wollen, aber gleichzeitig die Sehnsucht nach „Führung“ und „Übermannung“ haben. Auf diese Weise signalisieren die allgegenwärtigen Tätowierungen den sich ausbreitenden Faschismus in den „anti-autoritären“ Massen.

Dieses Photo von www.strangecosmos.com zeigt wie wohl kaum ein zweites die ganze Dekadenz und das Elend des „liberalen“ Westens.

Jeder halbwegs vernunftbegabte Mensch trägt an heißen und schwülen Tagen helle, wenn nicht sogar weiße Kleidung. Doch aus unerfindlichen Gründen scheint wie in den letzten Jahren die Modefarbe des Sommers schwarz zu sein. Bei müffelnden Onanisten, die sich in der U-Bahn mit Motörhead und ähnlichem volldröhnen, kann ich das ja noch nachvollziehen, aber die anderen Vollidioten? Neuerdings sehe ich Jugendliche (Weiblein und sogar Männlein), die im Hochsommer mit Wollmützen rumlaufen. Anfangs konnte ich gar nicht fassen, was ich sah. Fast alle der dem Hitzekoller entgegen hechelnden Lemminge werden sich für „kritische“, unabhängige und aufgeklärte „Individualisten“ halten…. Wie Tote: vollkommen gefühllos.

Man nehme die vorletzte Eminem CD. Slim Shady steht da, das Gesicht eines wütenden Zwölfjährigen, mit einer riesigen Machete in der Hand. Das erste Mal nach fünf Jahren, daß Marshall Mathers neues Material veröffentlicht. Damals war sein Markenzeichen noch eine Motorsäge. Was mich aber am meisten erzürnt, sind die verantwortungslosen Kokain-Psychopathen in den Chefetagen der Medienkonzerne, die diesen, vorsichtig ausgedrückt, Mist promoten. Immerhin ist das Aushängeschild der Großkonzerne auf seiner neuen Scheibe ehrlich:

In einem Zwischenstück wird [Eminem] nach langer Abwesenheit wieder bei seiner Plattenfirma vorstellig. Der Boss fährt ihn an: „Du versteckst dich jahrelang, während die Musikindustrie kracht. Weißt du eigentlich, wie viele Leute wegen deines langen Urlaubs ihren Job verloren haben?“ Kleinlaute Antwort: „Ich hatte ein Drogenproblem.“ Der Musikmogul: „Wer nicht in dieser Stadt?“

Es geht nicht mal um die Texte, die außerhalb Amerikas eh niemand versteht, sondern einzig um die attitude und das feeling das vermittelt wird. Wütende 12jährige, deren Mama sie nicht liebhat und die mit einer Machete herumfuchteln. Die kleinen Pisser fühlen sich vielleicht noch wie Rebellen, wenn sie den Marketingstrategen auf den Leim gehen und ihr von Mutti mühsam erschuftetes Taschengeld für ein überteuertes gangsta Outfit ausgeben.

Es gibt sogar „Porno-Rapper“. Pornorap statt erster Liebe. Und Snoop Doggy Dog kann es nicht lassen für Cannabis Werbung zu machen:

16 Millionen (sic!) haben sich das Video angeschaut!

Es sind die kleinen Dinge, die entlarven: Eben ging ich in der Innenstadt hinter einem dieser modisch metrosexuell „links“ gestylten Gymnasiasten oder Studenten her, der achtlos zwei kleine Zettel fallen ließ. So etwas regt mich maßlos auf, weil es von der Verachtung für die Mitmenschen zeugt. Mama wird den Dreck schon wegmachen, bzw. der Straßenfeger.

Nach fünf Schritten stellt sich heraus, daß der junge Mann die Schutzfolien von der Rückseite eines Aufklebers abgerissen hatte, den er nun im Vorübergehen auf einen Laternenpfahl klebt: „Gegen Nazis! Join your local Antifa! http://www.antifa.de“. Sozusagen: „Come in and find out!“ Komm herein und finde wieder heraus!

Spaß beiseite: selten sieht man so eindeutig, wie die konkrete Handlung der Ideologie widerspricht. Kann man sich etwas „faschistischeres“ vorstellen, als hochherrschaftlich alles irgendwo hinzuwerfen? Die Lakaien werden sich schon drum kümmern!

U.a. in seiner Rede an den Kleinen Mann kann man nachverfolgen, wie Reich lernte, langsam aber sicher die Linke zu hassen, als er das Gerede mit dem konkreten Verhalten abglich.

Ihre „antifaschistische“ neue Gesellschaft wird im Chaos versinken, was unweigerlich zu neuen GULAGS und Killing Fields führen wird.

Ein Leserbrief aus der BILD-Zeitung vom 4. März 2011:

Am 2.10.2010 fuhr ich im ICE 245 von Amsterdam nach Hannover. In Osnabrück stieg Jürgen Trettin aus. Er kramte in seinem Alukoffer, zerknüllte ein Stück Papier und warf es achtlos einfach auf den Bahnsteig! Ein ehemaliger Umweltminister mit solchem Handeln ist um nichts glaubwürdiger als ein JURIST, der seine Dissertation in großen Teilen abschreibt. Er täte gut daran, den Mund nicht so voll zu nehmen.

Junge, Du bist ein ARSCHLOCH!! Genauso haben früher die „stink-reichen“ Durchlauchten in die Ecken ihrer Ballsäle geschissen – der Pöbel wird es schon wegmachen.

Mir ist schon immer aufgefallen, daß sich Leute, die sich „links“ gebärden, in ihrem ganz persönlichen Verhalten, in den kleinen Dingen, auffallend oft rücksichtslos sind und in ihrem ganzen Gehabe und Benehmen anmaßend sind. Voller hehrer Ideologien, aber im Alltag – Arschlöcher! Umgekehrt sind ausgerechnet die Haßfiguren dieser Gesellschaft, die „Topmanager“ und Unternehmer, die „Heuschrecken“, im persönlichen Umgang meist, ich kenne kaum Ausnahmen, bescheiden und zuvorkommend, geradezu sanft. Ein typisches Beispiel ist der Manager, der von zwei Eminem-Imitatoren auf einem Münchner S-Bahnhof totgetreten wurde, als er Kinder vor ihnen schützen wollte.

Beobachtern des Sozialismus ist seit dem Beginn der Sowjetunion immer wieder aufgefallen, wie rücksichtslos und menschenverachtend doch die „Genossen“ nicht nur mit dem „Klassenfeind“, sondern auch miteinander umgegangen sind. Teilweise kriegen wir davon etwas im Verhalten mancher „Aussiedler“ mit. Ich persönlich konnte beobachten, wie zwei solcher Familien in unserer Hochhaussiedlung jeweils ihre Etage „freigewohnt“ haben. Kaum waren sie eingezogen, wurde das Leben für ihre Nachbarn dermaßen unerträglich, daß diese einer nach dem anderen auszogen. Am Schluß sind dann auch die Asozialen weitergezogen. Das nennt sich „sozialer Wohnungsbau“!

Besucher Chinas sind meist entsetzt über die Primitivität, Dummheit, Gefühllosigkeit der einstigen Blauen Ameisen untereinander – einfach weil die Touristen nicht damit rechnen, was jahrzehntelange „Proletarisierung“, die „solidarische Gesellschaft“ angerichtet hat. Hier ein Auszug aus einer Arbeit des Hamburger Kampfsportlers Ashkan Sarabi:

Es wird sofort und ohne Umschweife gesagt welches Anliegen man hat. Wenn man das Gewünschte erhalten hat, bezahlt man und geht, ohne Dankesworte und Abschiedsgruß. (…) Hier wirken die sonst so höflichen Chinesen auf uns distanziert, kühl, gelegentlich auch aggressiv. Das unbeherrschte Sozialverhalten der Chinesen in der Öffentlichkeit, paßt so gar nicht zu unserem Bild des höflichen Chinesen. Die Etikette ist in den Wind geblasen. Durch Schreien, Stoßen, Drücken – auch unter Einsatz der Ellenbogen – versuchen sich die Leute vorzudrängen, um ihr Ziel zu erreichen. (…) Chinesen helfen einander auch nicht, wenn sie sich nicht kennen. Unfallopfer bleiben blutend auf der Straße liegen und die Masse geht unbeteiligt an ihnen vorbei. (…) Die Sitzplätze in den Bussen werden ausschließlich von jungen, starken Männern besetzt. Alte und hochschwangere Frauen sind zu schwach um sich in der Masse durchzusetzen.

Reisende, die in China die chinesische Höflichkeit suchen, sind schockiert von den ruppigen Umgangsformen in Chinas Öffentlichkeit. Nirgends sonst im friedlichen Asien erlebt man eine Öffentlichkeit von so asozialem Verhalten wie ausgerechnet hier im Stammland einer einzigartigen Hochkultur. Nirgends ist die Verrohung der öffentlichen Sitten dermaßen fortgeschritten. Nicht nur westliche Besucher, sondern auch Chinesen aus Taiwan, Hongkong oder Singapur zeigen sich befremdet über solches Benehmen.

Hier sieht man, wie der Sozialismus eine Gesellschaft im Mark zerstört.

Anläßlich immer neuer bestialischer Fälle von sozialer und psychischer Verwahrlosung der Menschen in den neuen Bundesländern wies 2005 der damalige Innenminister Brandenburgs, Jörg Schönbohm auf die systematische „Proletarisierung“ der Bevölkerung zu Zeiten der „DDR“ hin. Er hätte auch, mit Reich, vom „Kult des Kleinen Mannes“ reden können. Die Linke, und CDU-Politiker, die um ihre Wahlchancen beim „Proletariat“ bangten, nahmen sofort „den Kleinen Mann auf der Straße“ (unseren „Souverän“) in Schutz, – auf daß er ewig unmündig bleibt und eine Gefahr für sich selbst und seine Kinder. Und nicht zuletzt mit Hilfe der Wahlurne das gesamte Land in die Scheiße treibt.

Damit wäre ich dort angelangt, was mich zu diesem etwas chaotischen Blogeintrag veranlaßt hat: ein kleiner unbedeutender Beitrag, über unbedeutende Ereignisse: Auf geht’s zur Wahlparty der Linken! Dort wird beschrieben, wie denjenigen, die immer Solidarität und „soziale Verantwortung“ einfordern, ein solches Verhalten in den kleinen Dingen des Alltags vollkommen fremd ist. Man nehme auch etwa diesen Fall. Jeder, der „Sozialisten“ begegnet, macht die gleichen Erfahrungen, nur daß man sich nicht traut, von ihnen zu berichten, weil sie so unbedeutend, nichtig und unrepräsentativ erscheinen.

Nachdem sich Reich in seiner Massenpsychologie des Faschismus mit dem Nationalsozialismus (Hitlerismus) und dem Realsozialismus (Stalinismus) auseinandergesetzt hat, geht es nicht von ungefähr im Schlußabschnitt um die Arbeitsdemokratie: der Faschismus beziehungsweise der authentische Antifaschismus beginnt im alltäglichen Verhalten, im Umgang miteinander, in der praktischen Arbeit – und nicht im bloßen Gerede über „Solidarität“.

Es beginnt wirklich damit, ob du ein Stück Papier in die Landschaft wirfst oder dir die Mühe gibst, es 20 Meter weiter mit dir zu tragen und in einen Abfallbehälter zu werfen. Es beginnt damit, wie du dich in der U-Bahn verhältst oder wie du Auto fährst. Es beginnt mit dem, was du als „Sekundärtugenden“ denunzierst, du gottverfluchtes Arschloch.

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15 Antworten to “Die „progressive“ Zerstörung des Lebendigen und der Arbeitsdemokratie”

  1. David Says:

    Mir ist schon immer aufgefallen, daß sich Leute, die sich „links“ gebärden, in ihrem ganz persönlichen Verhalten, in den kleinen Dingen, auffallend oft rücksichtslos sind und in ihrem ganzen Gehabe und Benehmen anmaßend sind …

    Weil eben der Modern-Liberale Charakter im Wesentlichen von Kontaktlosigkeit bestimmt wird, ist er in seinem Verhalten gegenteilig, oft konsequent gegenteilig zu dem was er sagt und was seine Ideologie ist.

    In diesem Blog hier wurde schon einmal darauf hingewiesen auf die Möglichkeit, dass linksliberal zu sein eine Art Geisteskrankheit sein könnte.

    Viel ähnlicher als dem Psychotiker aber ist der Linksliberale dem Autisten – ist doch auch ihm oft gleichgültig wie sehr die anderen unter ihm leiden und wie viel sie für ihn (unentgeltlich) arbeiten. Hat das autistische Kind Geschwister, so werden häufig diese vernachlässigt, weil ja der Autist alle Aufmerksamkeit auf sich zieht (hat mir jemand erklärt, der sich mit diesen Dingen auskennt).

    Im Gegensatz zum Sozialisten hat der Autist keine Ideologie. Sonst aber ist das Bild ähnlich, weil ja Kontaktlosigkeit alles bestimmt; lediglich die Ursachen der Entstehung einer Behinderung autistischer Art und eines modern-liberalen Charakters mögen verschieden sein.

  2. Manuel Says:

    Es muss sie wohl geben, die asozialen Aussiedler, sonst würde ja nicht so viel darüber berichtet…
    Ich kenne zufälligerweise sehr viele Aussiedler aus der ehemaligen UdSSR durch unseren Kleingartenverein. Ich kann nur das beste über diese Leute sagen: sie haben alle „deutschen Tugenden“, sind also fleissig, ordentlich, sauber, höflich, zuverlässig etc. – zusätzlich haben sie einen Grad von Lebensfreude und Freundlichkeit, der von den meisten Wessis nicht erreicht wird. Fast alle ihre Familien haben eine Geschichte der Deportation nach Sibirien, Kasachstan, Tadschikistan etc. hinter sich, wobei häufig auch Väter, Mütter und Kinder getrennt wurden. Sie durften ihre Ortschaften nicht ohne Genehnmigung verlassen, die Ausübung der deutschen Kultur war verboten, sie wurden von den Russen durchweg als „Faschisten“ bezeichnet. Sollte das Schäden hinterlassen haben, wäre es kein Wunder. Aber wie gesagt: ich kenne keinen einzigen asozialen Aussiedler, aber sehr viele ausgesprochen nette. Übrigens sind sie alle Arbeiter.

  3. Peter Nasselstein Says:

    David hat mir gerade folgenden TV-Tipp gegeben:

    TV-Tipp von David:
    Mittwoch, 30.09., 22:35 – 23:25 Uhr, arte: Liebte der Osten anders? (Sex im geteilten Deutschland)
    Deutschland 2006
    VPS 22:35

    Mehr Informationen erhalten Sie unter:
    http://www.tvinfo.de/exe.php3?target=popup&sidnr=92787691

    Paßt zum Thema.

  4. David Says:

    arte: Liebte der Osten anders? (Sex im geteilten Deutschland)

    Der Film legt eher Schwerpunkt darauf, dass die Frau – infolge der Berufstätigkeit – unabhängiger war; in Westdeutschland ist – hinsichtlich der Sexualmoral vor allem in den 50er und Anfang 60er der Einfluss der Kirche noch stark.

    Später spielt dann die Beat-Kultur und die Kommerzialisierung der Sexualität die größte Rolle.

    Ein Detail am Rande: Nach dem Krieg gingen die vom Krieg heimkehrenden Männer vor allem in die drei Westzonen; Folge: hier wurden die Frauen von den Arbeitsplätzen weitgehend verdrängt; im Osten nach wie vor starker Arbeitskräftemangel.

    Außer der Ideologie und ihrer Umsetzung wirkt auch dieses darauf hin, dass in der SBZ fast alle Frauen berufstätig sind.

  5. Klaus Says:

    „Das nennt sich ’sozialer Wohnungsbau‘!“ Ja, so sieht es aufgrund der Asi-Verhaltensweisen aus. Der soziale Wohnungsbau begann in der Moderne – genauer: im Neuen Bauen der 20er – jedoch in einer Weise, in der der Rahmen für mögliche andere Verhaltensweisen gegeben war. Ich selbst bin im Dezember in eine Wohnung eingezogen, die zu einer Zeilensiedlung des Architekten Haesler aus den Jahren um 1930 gehört und in der jede Wohnung einen eigenen Garten hat mit Zugang über den Keller. Siehe http://www.capriccio-kulturforum.de/bildende-künste-und-architektur/1492-siedlungsbau-der-moderne-wirklich-so-scheußlich/ Diese Wohnungen waren von Anfang an sehr begehrt und wurden von heimwerkenden Mietern auch in Schuss gehalten und recht individuell gestaltet. Eine ‚Asozialisierung‘ setzte erst nach den 70ern ein! Ich kann mir in der Tat vorstellen, dass dies mit einer ebenfalls in den 70ern einsetzenden Scheiß-egal-Haltung der Pop-Kultur zu tun hat.
    Übrigens: Reich – der in Wien Mitglied des Schönberg-Vereins war – schien der Moderne in der Wohnungsbauarchitektur etwas abgewinnen zu können. Das Haus, das er in Oslo bewohnte, war ein Entwurf des Architekten Nicolai Beer und klar ‚Neues Bauen‘: http://en.wikipedia.org/wiki/File:Wilhelm_Reich's_home.jpg
    Auch das Haus in Orgonon weist Züge typischer architektonischer Moderne auf.

  6. Die Charakteranalyse der Menschheit « Nachrichtenbrief Says:

    […] Weise ruppig und unsolidarisch geworden sind. Mit dem letzteren Phänomen habe ich mich in Junge, Du bist ein ARSCHLOCH!! (Teil 2) […]

  7. kurT Says:

    wisst ihr, was das Problem an Reich ist?
    Dass er einen absolut guten Menschen als Idealtyp setzt, und dann, wie hiess es noch gleich?, den zwischentyp, die menschen, die noch mit dem Charakterpanzer ringen, die sich ja aggressiv verhalten, und asozial, verteufeln.
    Anstatt ihnen zu helfen, ihre Probleme zu lösen sind sie Arschlöcher.
    Und übrigens, asozial zu sein, ist auch ein Trieb, manchmal.
    Nicht jeder will zu jedem sozial sein…

    Und dann noch: das technologische System, dass die Menschen so deformiert, wird nicht kritisiert.
    zwar wird sowas wie eine matriarchale Gesellschaft angestrebt, aber nicht davon gesprochen, wie das System überwunden werden kann, wie die ganze Mechanisierung überhaupt zerstört werden kann.

    Und übrigens: Die individuelle erlösung kann zwar schön sein, aber so tun, als wär ein normales Leben in dieser gesellschaft schön, nja…

    Reich ist nur der stirnersche Idealist. statt auf sich zu nehmen, dass der Krieg aller gegen alle ist, versucht er, die menschen so perfekt zu machen, dass sie alle ohne Konflikte leben.

    Geht aber nicht.

    Und ja, auch der genitale Charakter muss sich vereinigen, empören und kämpfen, um zu leben.
    Aber stattdessen wird alles akzeptiert. Die Therapeuten bringen die Menschen zwar zur selbst-erkenntnis, glauben aber an eine friedliche Koexistenz dieser mit der Welt.

    Nja…
    ein paar verwirrte Fragmente…
    Gut nacht…

  8. Probleme der Arbeitsdemokratie in Rußland und China « Nachrichtenbrief Says:

    […] in der sich nur Kriminelle durchsetzen können. In China müssen Auslandschinesen zwar ebenfalls einen erschreckenden gesellschaftlichen Zerfall konstatieren, aber die Kontaktlosigkeit ist bei weitem nicht so schlimm wie in Rußland. Die obige Gleichung […]

  9. Robert (Berlin) Says:

    „Tatsächlich scheinen Tätowierungen so etwas wie ein Äquivalent von Panzerung zu sein. Tattoos hätten demnach wie die Panzerung die Funktion, uns gegen Schmerzen zu schützen und uns in einer feindlichen Umwelt als Individuen zu behaupten („Charakter“).“

    Vielleicht auch ein Zeichen für fehlenden Charakter (mehr in Richtung fehlende Panzerung), so dass man sich nicht mehr selbst gewiss ist und nach Wegen sucht, eine eigene Identität durch äußere Zeichen herzustellen. Die Tattoos währen nach dieser Logik ein Ersatz für einen Charakterpanzer, der sich spüren lässt, also die eigene Individualität sichert.

  10. Sebastian Says:

    Mama wird den Dreck schon wegmachen, bzw. der Straßenfeger.

    Mama:

  11. Tino Says:

    „In ihren Logen wird die Luft dünn zum atmen“
    und dann… werden faschistische Rackets gefeiert:

    „pro Frieden“ und Hitler hielt eine Friedensrede.

  12. Tino Says:

    Grausamster Sozialismus http://www.sueddeutsche.de/kultur/hueter-der-erinnerung-im-kino-grausamster-sozialismus-1.2155330

  13. Der Kult der Expansion (Teil 2) | Nachrichtenbrief Says:

    […] Szenenwechsel in die U-Bahn: ein ungepflegter Punker stürmt rein, nimmt die Zeitung, die auf dem Sitz liegt und fängt wirklich sofort an, das Gelesene lauthals zu kommentieren, als wäre er mutterseelenallein. Seine Springerstiefel plaziert er dabei wie selbstverständlich auf den gegenüberliegenden Sitz. Offensichtlich ist er auch auf dem Weg zur Demo, um Bullen zu klatschen. Offensichtlich hat er ja bessere Konzepte für ein gedeihliches Zusammenleben als die „bürgerliche Gesellschaft“, die von jenen „Bullen“ beschützt wird, die er und sein oben beschriebener wohlhabender Freund ermorden wollen. Gelebte Utopie! […]

  14. Die Charakteranalyse der Menschheit (Teil 1) | Nachrichtenbrief Says:

    […] Weise ruppig und unsolidarisch geworden sind. Mit dem letzteren Phänomen habe ich mich in Die „progressive“ Zerstörung des Lebendigen und der Arbeitsdemokratie […]

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