Zwangsjacken für die Kinder der Zukunft

Schon mal den Begriff „Pucken“ gehört? Wird immer beliebter! Es handelt sich dabei um das enge Einwickeln von Babys. Im englischen Sprachraum „Swaddling“. Es wird neuerdings wie folgt gepriesen: „Ihrem Baby wird dadurch eine ähnliche Umgebung wie in der Gebärmutter gewährt, es fühlt sich wie in einem kuschelig-engen Tragetuch, es ist in seinen Bewegungen begrenzt, so wie es dies neun Monate lang gekannt hat, und hat dadurch viel mehr Vertrauen in seine neue Umgebung.“

Tatsächlich soll diese Zwangsjacke für Neugeborene das tun, was später die Körperpanzerung „automatisch“ macht: die lebendige Bewegung und die bioenergetischen Impulse, die hinter ihr stehen, abwürgen, um für Ruhe zu sorgen. In den 1940er Jahren zählte Reich das Pucken zu den glücklicherweise längst überwundenen Praktiken einer lebensfeindlichen Erziehung a la Schreber:

Die rein mechanische Pflege erfüllt natürlich in keiner Weise die emotionellen Bedürfnisse des Säuglings. (…) Ich sehe hier von den schädlichen Säuglingspflegearten ab, die die moderne Erziehung bereits aus der Welt geschafft oder noch zu bekämpfen hat: die strenge Einteilung der Nahrungsmenge und der Nahrungszeiten (…), gewaltsame Streckung der Beinchen durch festes Wickeln wie vor 30 Jahren, Verweigerung der Brust in den ersten 24 Stunden in manchen Hospitälern, Überhitzung der Säuglingsräume, die Routinebehandlung von Säuglingen in großen Anstalten, das „Ausschreienlassen“ etc. Solche Zwangsmaßnahmen sind Ausdruck lebensfeindlicher Einstellungen von Eltern und Ärzten. Sie schädigen die biologische Selbststeuerung des Organismus sofort nach der Geburt und legen die Grundlage zur späteren Biopathie, die dann als hereditäre Belastung verkannt wird. Dies ist heute bereits Allgemeingut des Wissens, wenn auch noch nicht Gemeingut der praktischen Säuglingspflege (Der Krebs, Fischer TB, S. 384, Hervorhebungen hinzugefügt).

Wer hätte ahnen können, daß heute das Pucken als das Nonplusultra fortschrittlicher Säuglingspflege gelten würde! Das American College of Orgonomy hat 2009 zu diesem Thema eine Veranstaltung abgehalten:

Zwei der Konzepte, die zentral für die gesunde kindliche Entwicklung sind, sind spontane Bewegung und die Freiheit des emotionalen Ausdrucks. Diese natürlichen Formen des Ausdrucks müssen zugelassen werden und sind unerläßlich, wenn man will, daß er sein oder sie ihr volles Potential entwickeln und das Leben genießen kann.

Wir alle wissen, daß die meisten Kinder – in vielerlei Hinsicht – einen Anfang hatten, der sie gehemmt hat. Aber heute gibt es einen weiteren Angriff auf die hilflosen Jüngsten – das Pucken. Es wird weltweit mit Begeisterung angenommen und diese unmenschliche Praxis wird fast ausschließlich von wohlmeinenden Eltern durchgeführt. Es wird ihnen gesagt, und sie glauben das auch noch, daß Kinder gerne gewickelt werden wollen!

Warum ist das Pucken so beliebt? Welche Schäden richtet es an und warum sind Eltern derartig willig, es zu akzeptieren? Kinderärzte, Hebammen, Krankenschwestern und Erzieher empfehlen es, und die Medien verkünden mit Begeisterung seinen Wert. Daß sich diese Methode derartig weit verbreitet hat, spricht eindeutig für tiefere Probleme in unserer Gesellschaft.

Im Journal of Orgonomy Vol. 47, No. 1 nennt Charles Konia zwei Gründe:

Aufgrund des Zerfalls der Gesellschaft fehlt den heutigen angehenden Müttern meist das Vorbild ihrer eigenen Mütter und Großmütter. Außerdem sind sie weniger in Kontakt mit ihren eigenen Gefühlen und brauchen deshalb den Rat angeblicher „Experten“. Diese geben Ratschläge, etwa das Pucken, die jeder kontaktvolle Erwachsene sofort als destruktiv durchschauen müßte. Hinzu komme, so Konia, daß in der antiautoritären Gesellschaft die Menschen weniger Körperpanzerung (und zum Ausgleich mehr Augenpanzerung) haben, so daß sie deshalb einen weitaus höheren Angstpegel haben als frühere Generationen. Die freie Beweglichkeit eines ungepanzerten Säuglings macht ihnen Angst, – weshalb sie mit dem Wickeln der Babys zu einem festen Paket diese künstlich abpanzern. Es wird vorgegeben, dies würde den Babys ein Gefühl der Sicherheit geben, tatsächlich sind es aber die Eltern, die sich dadurch sicherer fühlen.

Das folgende wurde im Internet bereits 50 000 mal angeklickt!

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=YvyVf_Fry24%5D

DAS ist die Emotionelle Pest!

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11 Antworten to “Zwangsjacken für die Kinder der Zukunft”

  1. Mit der Pudelmütze nach Saharasia « Nachrichtenbrief Says:

    […] DeMeo legt in seinem Buch Saharasia nahe, daß der Turban mit dem Pucken und der damit verbundenen Schädeldeformation verbunden sein […]

  2. Horrorvision „Kinder der Zukunft“ « Nachrichtenbrief Says:

    […] sehe, wie Mütter ihre Säuglinge im Kinderwagen auf den Bauch gelegt haben. Irrwitzigerweise ist sogar das Pucken wieder in! (…) die strenge Einteilung der Nahrungsmenge und der Nahrungszeiten à la Pirquet, gewaltsame […]

  3. Peter Nasselstein Says:

    Ich schaue mir gerade HELLBOY II an. Ein Beispiel dafür, wie sehr das Pucken in Amerika um sich greift. Wie selbstverständlich taucht dort so ein stramm gewickeltes Baby auf:

    http://comicbooks.about.com/od/comicmovies/ig/Hellboy-2-Movie-Gallery/Hellboy-2—Hellboy-s-Baby.htm

  4. Peter Nasselstein Says:

    Der amerikanische Orgonom Richard Schwartzman hat darauf hingewiesen, daß die modernen „Höschenwindeln“ (Bon Bini, Luvs, Pampers, etc.) wie geschaffen sind, um Babys daran zu hindern, ihre Genitalien zu berühren (The Journal of Orgonomy Vol. 35, No. 1, 2001, S. 111). Es sind richtiggehende Keuschheitsgürtel für Babys. Ihre flächendeckende Verbreitung ist eine bioenergetische Katastrophe. (http://orgonomie.net/hdokdz.htm)

    Ein Leben ohne Keuschheitsgürtel für Babys ist möglich:

    http://eltern.t-online.de/natuerliche-saeuglingspflege-handeln-wie-die-naturvoelker/id_44398616/index

  5. Peter Nasselstein Says:

    Man schaue sich mal das zweite Photo des Beckham-Babys an!!

    http://de.omg.yahoo.com/blogs/baby-boom/wie-putzig-die-ersten-bilder-von-harper-seven-100752626.html

  6. Der grassierende Babymord « Nachrichtenbrief Says:

    […] des Säuglings vernichten! Und wer Säuglinge allen Ernstes mit dem Gesicht nach unten ablegt… Dann kann man sie ja gleich fest einschnüren! Teilen Sie dies mit:E-MailDruckenFacebookGefällt mir:Gefällt mirSei der Erste dem dies […]

  7. Renate Says:

    Zitat:
    „Ihrem Baby wird dadurch eine ähnliche Umgebung wie in der Gebärmutter gewährt, es fühlt sich wie in einem kuschelig-engen Tragetuch, es ist in seinen Bewegungen begrenzt, so wie es dies neun Monate lang gekannt hat,

    Das ist eine Lüge, denn das Baby in der Gebärmutter kann seine Arme, Beine, Hände und Füsse bewegen und kann auch boxen und treten 😉

    Ich habe einen Pucksack verwendet (bitte nicht mit dem Einwickeln verwechseln, heißt nur ähnlich):

    http://www.spielezauber.com/10.html

    Vorteil: Baby kann ohne Strampler oder Hose seine nackten Beine und Füsse spüren, hat außen eine genügend große Hülle, um sich ungehindert zu bewegen und hält das Baby trotzdem warm, auch wenn es ein Winterbaby ist :-). Die Arme und Hände sind dabei auch frei. Ich habe den Pucksack auch ein kleines bisschen tiefer angezogen, nicht bis unter die Achseln. Habe ich aber nur manchmal in der Nacht zum Schlafen verwendet, am Tag nicht.

    Die Hände am Körper festzubinden finde ich extrem schrecklich!!

  8. Peter Nasselstein Says:

    Die Emotionelle Pest in Reinkultur. Es gibt „Menschen“, die sehen das – und sind entzückt!

  9. Pucken: Warum Eltern ihre Babys in Zwangsjacken wickeln Says:

    […] Quellen: Charles Konia, Peter Nasselstein ↩ […]

  10. Mein Kopf! (Teil 1) | Nachrichtenbrief Says:

    […] DeMeo legt in seinem Buch Saharasia nahe, daß der Turban mit dem Pucken und der damit verbundenen Schädeldeformation verbunden sein […]

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