Gemäß einer Studie von Konrad Talbot (University of Pennsylvania) et al. ist Insulinresistenz im Gehirn eine entscheidende Ursache von Alzheimer. Das ist die erste Studie, die direkt zeigen konnte, daß im Gehirn von Alzheimerkranken Insulinresistenz vorliegt. Die Forscher hatten bei Nichtdiabetikern, die mit Alzheimer verstorben waren, Hirngewebe entnommen und mit Insulin stimuliert. Sie fanden Störungen bei zwei Hauptsignalpfaden für Insulin und des insulinartigen Wachstumsfaktors.
Das Insulin steuert im Gehirn nicht nur die Glukose-Aufnahme, sondern ermöglicht, da Insulin im Gehirn anders als im Rest des Körpers funktioniert, auch unabhängig davon das normale Funktionieren der Hirnzellen.
Diabetes wird hier als Schrumpfunsbiopathie beschrieben. Das Hauptsymptom von Diabetes ist Hyperglykämie, „Zucker im Blut“, es gibt jedoch keinen Hinweis darauf, daß bei Alzheimer das Gehirn hyperglykäm ist. Gleichzeitig ist bei Zuckerkranken das Risiko an Alzheimer zu erkranken um 50 Prozent höher als bei Normalen.
Bereits in der „Nurses’ Health Study“, in der ab 1986 insgesamt 70 000 Krankenschwestern regelmäßig untersucht und unter anderem zu ihren Schlafgewohnheiten befragt wurden, hatte man herausgefunden, daß eine kurze Schlafdauer von weniger als fünf Stunden und eine hohe von mehr als neun Stunden das Risiko für eine Zuckererkrankung deutlich erhöht. Schmid et al. konnten dies nun im Schlaflabor anhand von gesunden Probanden, bei denen untersucht wurde, wie ihr Stoffwechsel auf Schlaf bzw. Schlafentzug reagiert, bestätigen.
Es wurde festgestellt, daß die Bauchspeicheldrüse unterschiedlich Hormone abgibt, je nach Normal- oder Kurzschlafbedingungen. Nach dem Schlaf mußten die Versuchspersonen Kohlehydrate zu sich nehmen. Bei Kurzschlaf stieg daraufhin der Blutzuckerspiegel deutlich höher an und es gab eine höhere Insulinausschüttung. Die Zellen sind also weniger in der Lage den Zucker aufzunehmen und die Bauchspeicheldrüse reagiert mit einer entsprechend höheren Freigabe von Insulin. Gleichzeitig stellte die Forschergruppe fest, daß bei Diabetikern der Schlafablauf gestört ist.
Diese Forschungsergebnisse unterstützen sowohl die orgonomische Theorie des Diabetes als auch die des Schlafes. Demnach gehört die Zuckerkrankheit in den Bereich der „Schrumpfungsbiopathien“, bei denen die orgonotische Ladung des Körpers stetig abnimmt. Wie der medizinische Orgonom Robert A. Dew ausgeführt hat, siehe The Journal of Orgonomy (Vol. 2, No. 2, November 1968), verliert das Körpergewebe bei Diabetes an Orgonität und kann deshalb nicht mehr entgegen dem mechanischen Potentialgefälle den Zucker aus dem Blut absorbieren („orgonomisches Potential“), vielmehr wird das Gewebe geradezu „ausgeschwemmt“ („mechanisches Potential“).
Robert A. Harman zufolge, siehe Schlaf, wozu?, hat Schlaf die Funktion die hohe Orgonität des Menschen aufrechtzuerhalten. Wir alle wissen aus Erfahrung, wie schlapp, schwach und „hinfällig“ man sich fühlt, wenn man nicht ausreichend Schlaf genossen hat.
Und so hört es sich an, wenn man aus erholsamem Schlaf erwacht:
Da sein „genitales Ventil“ blockiert ist („orgastische Impotenz“) versucht der gepanzerte Mensch sein Energieniveau, und damit sein „Angstniveau“, so weit wie möglich zu senken. Primär geschieht dies durch eine eingeschränkte Atmung und durch eine eingeschränkte Lebensweise, in der sich alles um „Sicherheit“ dreht. Hinzu kommen legale und illegale Drogen und schließlich eine devitalisierende Ernährungsweise.
Wie in The Journal of Orgonomy (Vol. 2, No. 2, November 1968) dargestellt, hängt die Zuckerkrankheit mit einer chronischen orgonotischen Ladungsschwäche des Körpergewebes zusammen („Anorgonie“). Statt nach dem orgonomischen Potential, d.h. vom niedrigeren zum höheren Energiepotential hin, die Energiequelle Zucker aus dem Blut aufzunehmen, wird umgekehrt nach dem mechanischen Potential Zucker aus dem Organismus ausgewaschen. Der Organismus schrumpft buchstäblich.
Marie-Soleil Beaudoin (University of Guelph, Ontario) hat in einer Studie herausgefunden, daß gesättigte Fettsäuren, wie man sie im Fastfood-Fraß findet, die Fähigkeit des Körpers einschränken Zucker aus dem Blut zu absorbieren. Sechs Stunden nach der Aufnahme eines entsprechenden Fettcocktails wurde den gesunden Probanden ein Zuckergetränk gegeben. Danach lag der Blutzucker um 32 Prozent höher als bei jenen Probanden, die vor dem Zuckergetränk kein Fett zu sich genommen hatten.
In einer zweiten Versuchsreihe wurde den Versuchspersonen eine Stunde vor dem Zuckergetränk zusätzlich eine Koffeinmenge verabreicht, die zwei Tassen Kaffee entspricht. Bei dieser Gruppe lag der Blutzucker sogar um unglaubliche 65 Prozent höher als bei jenen, die weder Fett noch Koffein zu sich genommen hatten.
Man schaue sich um: unser gesamtes Verhalten, sogar unsere Ernährungsweise, ist unmittelbares Resultat unserer genitalen Misere. Tatsächlich ist es Selbstmord auf Raten. Da der Energieabfluß blockiert ist, muß die Energiezufuhr gedrosselt werden, um ein Platzen (d.h. hier Angst und Panikattacken) zu verhindern.
Besonders perfide ist dabei, daß die Mittel, mit denen wir den Energiezufuhr abwürgen, sich als energiespendende Aufputschmittel darstellen: Fett, Kaffee, Zucker – „das gibt Tinte auf den Füller!“ Eine perfekte Selbstmordapparatur.
Aus der Einführung in die mehrteilige Artikelserie „The Biopathic Diathesis“ des orgonomischen Internisten Robert A. Dew greife ich sein Beispiel einer „metabolischen Biopathie“ heraus, den Diabetes mellitus.
Zentral in dieser Biopathie sind zwei Elemente: erstens die Panzerung des Zwerchfellsegments, d.h. dem Sitz der Bauchspeicheldrüse. Wie Charles Konia später schrieb, manifestiert sich die Panzerung hier insbesondere in einem Fettring, um die Taille herum („Somatic Biopathies, Part 2: The Diaphragmatic Segment“ Journal of Orgonomy, 24(2), November 1990, S. 182). Es scheint sich aber auch um eine den ganzen Organismus umfassende „Schrumpfungsbiopathie“ ähnlich dem Krebs zu handeln. Dew und Konia weisen darauf hin, daß bereits Arteus im ersten nachchristlichen Jahrhundert Diabetes als ein Auflösen des Fleisches in Urin betrachtet hat (ebd., S. 183).
Orgonomisch wird Diabetes als eine Schrumpfungsbiopathie betrachtet, bei der sich der Körper mangels ausreichender orgonotischer Ladung selbst zersetzt. Während bei der Krebsschrumpfungs-Biopathie vor allem die Roten Blutkörperchen zerfallen und es so zum Energieverlust kommt, zerfallen beim Diabetes die Körpergewebe selbst.
Die Kennzeichen einer Schrumpfung sind zweifellos vorhanden. Autonome und periphere Neuropathie (…) ist eine seit langem bekannte Komplikation bei Diabetes. Ich glaube sie ist funktionell identisch mit dem, was man bei Krebs sieht. Das gehäufte Auftreten von Furunkulose, „frühzeitige“ Arteriosklerose und schmerzunempfindliche Geschwürbildung der unteren Extremitäten, weist insgesamt auf eine geringe Ladung des Gewebes, Schrumpfung des plasmatischen Systems und des bioenergetischen Kerns hin. Außerdem weist schlechte Umgang mit Infektionen auf eine beeinträchtigte Fähigkeit zur Erstrahlung hin. Das sehr häufige Auftreten von Jugenddiabetes unterstützt ebenfalls die Vorstellung, daß dies eng mit einer Schrumpfungsbiopathie zusammenhängt. (Dew, S. 164)
Durch den Verlust an Orgonenergie verlieren die Zellen an Fähigkeit Glucose aufzunehmen, was nur durch vermehrte Insulinproduktion wettgemacht werden kann. Was speziell die Zwerchfellpanzerung betrifft schreibt Dew, daß sie nur die zugrundeliegende Schrumpfungsbiopathie sichtbar macht, indem sie verhindert, daß die Bauchspeicheldrüse dem steigenden Bedarf an Insulin nachkommen kann und diese daran schließlich zugrundegeht (ebd., S. 167).
Über das Gegenbild des Diabetes, den Hyperinsulinismus schreibt Elsworth F. Baker:
Diese Erkrankung scheint auf einer Blockierung im Zwerchfellsegment zu beruhen, ist aber wahrscheinlich die Folge einer weniger schweren Blockierung als bei Diabetikern. Die Kontraktion ist stark genug, um eine Reizung der Bauchspeicheldrüse und anderer Organe in diesem Bereich (z.B. der Leber) herbeizuführen, aber nicht so schwer, daß sie zerstörend wirkt. Ich habe erlebt, daß die Hypoglykämie sich besserte, nachdem die Spannung im Zwerchfellsegment beseitigt worden war. (Der Mensch in der Falle, S. 292, Übersetzung leicht verbessert)
Es wurde Diabetes auch mit dem Orgonenergie-Akkumulator behandelt, was sich positiv auf die ihn begleitenden Symptome auswirkte. Der Patient brauchte weniger Insulin und entwickelte einen „Heißhunger“ nach Orgon vergleichbar „mit dem Bedürfnis nach Süssigkeiten und Nahrung während einer Insulinreaktion“ (N. Wevrick: „Die Behandlung eines Falles von Diabetes mit dem Orgon Akkumulator“, Internationale Zeitschrift für Orgonomie, Band 1, Heft 2, April 1951).
Wenn ein mechanistischer Arzt einen Fall von Diabetes mellitus vor sich hat, sieht er so gut wie gar nichts: Er sieht nicht, daß es einen tieferen Sinn hat, daß es vor dem Ausbruch der Krankheit häufig zu Hyperinsulinismus kommt. „Zwerchfellpanzerung“ sagt ihm rein gar nichts. Er sieht nicht, daß der Ausbruch von Diabetes in der Kindheit ein panisches Weglaufen, eine Panikreaktion des orgonotischen Systems ist, daß sich angesichts der Herausforderungen der Pubertät einfach „aufgibt“ (Anorgonie). Auf psychologischer Ebene entspricht das dem Grufti-Gehabe und dem düsteren Weltschmerz von Jugendlichen.
Alles, was der Arzt sieht, ist Biochemie. So als wäre er ein Mechaniker, der bei Robotern fehlerhafte Module austauscht!
Warum das so ist? Der funktionelle Blick nimmt allen Erscheinungen ihre Unschuld. Deine Bewegungen, deine Stimme, dein Blick, deine Mimik, dein Verhalten, deine Gewohnheiten, dein Äußeres, dein Körper sagen alles über dich aus, die allerintimsten Details. Du bist ein offenes Buch! Du bist vollkommen nackt! Damit die gepanzerte Gesellschaft weiter funktionieren kann, müssen wir uns jedoch alle blind stellen. Es ist nur die Biochemie, es ist nur dies und es ist nur das, Genetik, Anlage, Infektion. Alles vollkommen harmlos.
Ein richtiger Arzt könnte in dieser Gesellschaft gar nicht leben! Ihn würde Reichs Schicksal ereilen.
Es hat eine verquere Rationalität („Gegenwahrheit“), daß die Orgonomie hoffnungslos marginalisiert ist und sich mit ziemlicher Sicherheit niemals durchsetzen, sondern vielmehr sang und klanglos verschwinden wird.
In Charakteranalyse führt Reich aus, daß der Schizophrene kaum atmet. Auf diese Weise versucht er, die orgonotischen Impulse einzudämmen, die ansonsten zur schizophrenen Spaltung zwischen Erregung und Wahrnehmung führen bzw. diese verstärken würden.
23.12.2006: seit längerem ist bekann, daß Schizophrenie häufig mit einem erhöhten Risiko für chronische Krankheiten wie beispielsweise Diabetes einhergeht. Neuere Studien zeigen, daß diese „Gesundheitsprobleme“ (in Reichs Terminologie „somatische Biopathien“) eng mit den Grundmechanismen der Schizophrenie verwoben sind.
In einer früheren Studie hat ein Team um Sabine Bahn (Universität Cambridge) im Gehirn von verstorbenen Schizophreniepatienten abnormale Eiweiße gefunden, die den Energiestoffwechsel in den Hirnzellen zum Erliegen bringen und die Entstehung gefährlicher Sauerstoffverbindungen fördern. Nun wurden von der Forschergruppe die gleichen energiehemmenden und zerstörerischen Eiweiße in der Leber und in den Roten Blutkörperchen von Schizophrenen entdeckt, so daß möglicherweise der gesamte Organismus des Schizophrenen unter Energiemangel und vermehrten Zellschädigungen durch freie Sauerstoffradikale leidet.
Soweit ein älterer Nachrichtenbrief. Der zentrale Mechanismus der Schizophrenie ist natürlich die Panzerung des Augensegments, die die anfangs erwähnte Spaltung zwischen Erregung und Wahrnehmung hervorruft. Reich zufolge greift diese Kontraktion bis tief ins Gehirn über. Dies geht mit dem Zerfall des einheitlichen Funktionierens und einer Schrumpfung des Lebensapparats einher, ähnlich wie bei der Krebsschrumpfungsbiopathie.
In der neusten Ausgabe von Info Psychiatrie & Neurologie (März 2009) wird nun eine Studie von 2008 (Meisenzahl et al.) besprochen, die erstmals zeigen konnte, daß bei Schizophrenen im Laufe der Jahre die Hirnrinde (die „grauen Zellen“) immer weiter ausdünnt. Zwar bleibt das Gesamtvolumen weitgehend konstant, jedoch kommt es zu einer signifikanten Reduktion der sogenannten Grey Matter Density, die der Wahrscheinlichkeit entspricht, ob ein Voxel der grauen Substanz zugeordnet werden kann. „Zusammenfassend wurde an einer imposant großen Stichprobe illustriert, daß es sich bei den Schizophrenien um Erkrankungen handelt, die mit quantitativen strukturellen Auffälligkeiten weiter fronto-temporaler und limbischer Hirnareale assoziiert sind.“ Die Mechanismen, die diese quantitativen Auffälligkeiten verursachen, sind allerdings nach wie vor unklar.
Ebenfalls erschreckend ist folgendes: Wenn man die entsprechenden Studien liest, sind sich die Forscher nie ganz sicher, ob die hirnorganischen Schäden nicht sekundär auf die Medikation zurückgehen! Eine Auswertung der Daten zeigt, daß die Medikamente offenbar nicht verantwortlich sind, vielmehr beruht die Schädigung wirkliche auf den primären Krankheitsprozeß. Aber allein schon die Erwartung, daß sie mit ihren Medikamenten die Gehirne ihrer Patienten geradezu „auflösen“ könnten!
Zur Klarstellung: die modernen Psychopharmaka können diesen Patienten ein fast normales Lebens zurückschenken und nur ein krimineller Freiheits- und Wahrheitskrämer würde die Betroffenen davon abbringen wollen, sich an die Vorgaben ihres Facharztes zu halten! Aber ob diese Mittel wirklich die Lösung sind? Die medizinischen Orgonomen haben stets behauptet, daß in diesem Bereich die psychiatrische Orgontherapie die Methode der Wahl ist. Nur sie sei in der Lage, den biopathischen Schrumpfungsprozeß zu stoppen.
Eine weitere Schrumpfungsbiopathie neben Krebs und Schizophrenie ist die eingangs erwähnte Zivilisationskrankheit Diabetes („Zuckerkrankheit“). Hier ist der Organismus orgonotisch derartig geschwächt, daß er nicht mehr den energiespendenden Zucker aus dem Blut ziehen kann (orgonotisches Potential), sondern umgekehrt der Zucker aus dem Organismus herausgewaschen wird (mechanisches Potential). Die Patienten „verdauen“ sich sozusagen selbst!
Es wurde die Hypothese aufgestellt, daß die mysteriöse Alzheimer-Erkrankung nichts anderes ist als eine „dritte Form von Diabetes“. Bei Alzheimer-Patienten löst sich aufgrund einer „lokalen Zuckerkrankheit des Gehirns“ dieses buchstäblich auf. Es wird porös und „löchrig“.
Interessanterweise erkranken Menschen, die ihr Gehirn auf extreme Weise ständig in Anspruch genommen haben, etwa Schachspieler, praktisch nie an Alzheimer. Es scheint wirklich so zu sein, daß Reich mit folgendem auf dem ersten Blick ziemlich absonderlichen Satz aus der Charakteranalyse (S. 605) Recht behält:
Atrophische Veränderungen, wie wir sie von den Muskeln her kennen, müssen auch für das Gehirn als Folge von Nichtgebrauch angenommen werden.