Posts Tagged ‘Sexualität’

Die Emotionelle Pest im Angriff gegen den Urquell des Lebens

26. Oktober 2014

Der Großteil der Menschen ist von einem Elend betroffen, von dem niemand spricht, das aber unser aller Leben schlichtweg unerträglich macht. Das sexuelle Elend ist maßlos. Es paßt, daß wir die Ursache und die Folgen des Elends mit der gleichen Art von Medikamenten bekämpfen wollen, mit denen man auch gegen Depressionen vorgeht. Man verschreibt allen Ernstes einen „selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer“ (SSRI), der ursprünglich als Antidepressivum gedacht war. Durch Zufall wurde dann aber entdeckt, daß der Wirkstoff Dapoxetin gegen Ejaculatio praecox hilft. Serotonin spielt für den Ejakulationszeitpunkt eine zentrale Rolle. Das rezeptpflichtige Medikament verlängere die Zeit bis zum Samenerguss um das Drei- bis Vierfache, behauptet jedenfalls die Pharmaindustrie.

Neben präparierten Kondomen und Sprays, die ebenfalls gegen den verfrühten Samenerguß helfen, paßt ins Bild, daß es noch immer kein Verhütungsmittel gibt, daß nicht auf irgendeine Weise die orgastische Entladung behindert.

Die beiden gängigsten Methoden der Empfängnisverhütung sind das Kondom und die Pille. Beide sind aus orgonomischer Sicht indiskutabel. Fände es ein auch nur ansatzweise psychisch normaler Mann befriedigend, die Frau, die er liebt, mit Gummihandschuhen zu streicheln? Und welche Frau möchte sich schon so streicheln lassen! Aber beim Geschlechtsverkehr soll das plötzlich keine Rolle spielen?!

2004 hat eine Studie des Chemischen und Veterinär-Untersuchungsamtes Stuttgart ergeben, daß 29 von 32 Präservativen in einem erheblichen Maße mit hochgiftigen Nitrosaminen belastet sind. Nach Angaben von Institutsdirektor Werner Altkofer gehören sie zu den stärksten krebserregenden Stoffen überhaupt. Bei der Studie waren die Kondome eine Stunde lang mit einer Schweißlösung in Kontakt gebracht worden. Danach wurden teilweise sehr hohe Mengen von Nitrosamin in der Flüssigkeit entdeckt. Der Stoff gerät über die Schleimhaut in den Körper.

Die Vertreter des „HIV-AIDS-Kondom-Kults“ (die moderne, politisch korrekte Version der alten „Sittlichkeitsvereine“) geben vor, sich um die Volksgesundheit zu sorgen, doch angesichts solcher Meldungen frägt man sich unwillkürlich, was das wirkliche Motiv hinter ihrem missionarischen Eifer ist, der sich gezielt auf Jugendliche richtet, – um ihnen im Namen der Gesundheit jedes genitale Gefühl auszutreiben, die Quelle ihres Lebensglücks auszutrocknen und zu vergiften. Dabei ist diese, wie Reich sie nennt, „Sexualfeme“, „in merkwürdigster Weise für jede Art perverser Sexualbetätigung wie blind“ (Charakteranalyse, KiWi, S. 344).

Hormonelle Methoden rufen eine Art „Scheinschwangerschaft“ hervor, mit den grundlegenden hormonellen und energetischen Veränderungen, die mit einer Schwangerschaft einhergehen.

Irwin Goldstein, Claudia Panzer und ihre Kollegen von der Boston University haben 2005 herausgefunden, daß die Anti-Baby-Pille den Geschlechtstrieb bei Frauen für immer unterbinden kann. Das geschieht durch eine (aus energetischen Gründen?) irreversible Erhöhung des sexualhormonbindenden Globulin SHBG. Die sexuelle Befreiung der Frau durch „die Pille“ war in Wirklichkeit eine Kastration.

Die Pille kommt uns teuer zu stehen. Sie verändert die Beziehung zwischen den Geschlechtern grundlegend. Sie verwüstet unser Sexualleben, verwandelt uns in Kastraten. Langfristig sogar wortwörtlich.

Alexandra Alvergne und Virpi Lummaa vom Department of Animal and Plant Sciences at the University of Sheffield haben bereits vorliegende Studien ausgewertet, die in der Zusammenschau zeigen, daß durch die Pille das natürliche Verhalten des Menschentiers grundlegend gestört wird.

Unmittelbar vor dem Eisprung zeigen Frauen natürlicherweise eine Vorliebe für maskuline Alpha-Männchen und für Partner, die sich von ihnen genetisch besonders stark unterscheiden. Umgekehrt finden Männer Frauen, die sich im fruchtbaren Teil ihres Zyklus befinden, besonders attraktiv.

Die Pille gaukelt dem Körper hormonell eine Dauerschwangerschaft vor. Entsprechend bevorzugen die Frauen durchgehend Männer, die weniger dominant und ihnen genetisch ähnlich sind. Umgekehrt sind sie für die Männer weniger attraktiv. Langweilige „Softies“, die normalerweise kaum eine Chance haben, finden zu Frauen, die sie nicht wirklich erregen.

Das muß langfristig verheerende sexualökonomische Auswirkungen haben. Es kommt zu einem ähnlichen Effekt wie bei den Verwandtenehen, die in moslemischen Ländern und in Indien üblich sind: Beziehungen ohne jede sexuelle Spannung, in denen sich die Partner buchstäblich „nicht riechen können“ (weil sie genetisch zu ähnlich sind) und die von einer untergründigen Abneigung geprägt sind.

Die Autoren fragen sich, wie sich die unnatürliche Bevorzugung genetisch gleicher Partner auf die Erbgesundheit zukünftiger Generationen auswirken wird.

Was die Verbindung ähnlicher Gen-Sätze über Generationen hinweg für das legendenumwobene „Südland“, aus dem die geheimnisvollen „Südländer“ kommen, bedeutet hat, habe ich bereits an anderer Stelle diskutiert.

Die Pille erzeugt hier im Westen auf chemische Weise ähnliche Verhältnisse. Das natürlich nur in stark abgeschwächter Form, aber die Tendenz ist da.

Der seit einem Jahrzehnt im Handel befindliche „Vaginalring“ schien anfangs eine gangbare Alternative zur Pille zu sein, da die Gestagene und Östrogene an Ort und Stelle freigegeben werden. Doch mittlerweile kann man Zweifel an seiner relativen Harmlosigkeit bekommen.

Der neue Vaginalring wird ganz auf Hormone verzichten. Er gibt nicht nur kontinuierlich Mittel ab, die die Übertragung von Geschlechtskrankheiten verhindern, sondern auch vor einer Schwangerschaft schützen.

Es gibt zwar seit langem diverse spermizide Zäpfchen, Salben, Cremes, Gels, Spray oder Schaum, aber die sind nur in Kombination mit einem Diaphragma oder einem Kondom wirklich sicher, riechen merkwürdig nach Zitrone, führen nach dem Geschlechtsverkehr zu einem übermäßigen Ausfluß, greifen die Scheidenwände und den Penis an und zerstören darüberhinaus die Scheidenflora.

Die einzige vertretbare Verhütungsmethode ist das Diaphragma – das es schon zu Reichs Zeiten gab oder allenfalls die Spirale. Das erste ist unpraktisch und unbequem, das zweite ist mit allen möglichen Problemen verbunden. Immerhin gibt es heute das LEA_contraceptivum, das in vieler Hinsicht eine moderne und sehr benutzerinfreundliche Form des Diaphragmas ist.

Der Weg wäre frei für eine Neuauflage der Sexuellen Revolution, d.h. Frauen können wirklich selbstbestimmt und ohne „abtörnendes“ Abwägen über ihre Sexualität verfügen. Das Paradies auf Erden wird nicht anbrechen, aber immerhin ist ein weiteres (Schein-) Problem der Menschheit vom Tisch! Die armen Moralapostel und AIDS-, Herpes, Chlamydien etc. -„Aktivisten“ werde arbeitslos. Wäre da nicht die (Selbst-) Vernichtung des Weibes im allgemeinen und der Vagina im besonderen.

Die „Emanzipation“ hat die Frauen unglücklich gemacht, da sie in eine Position gedrängt wurden, die ihrem Wesen widerspricht. Ich verweise auf die typische „Karrierefrau“ in ihrem lächerlichen „Hosenanzug“ (sic!). Die Karikatur eines Mannes. Sie ist paranoid, da sie als bloßer Ersatz für einen Mann immer benachteiligt ist.

Die Karrierefrau verzehrt sich nach einem Kind und beginnt unter den typischen Männerkrankheiten zu leiden. Sogar die Haare fallen aus! Gleichzeitig eifert sie irgendwelchen retuschierten Supermodels nach, hangelt sich von einer Hungerkur zur nächsten, um ja keine natürlichen weiblichen Rundungen zu entwickeln. (Mädels, die Magerkuren machen Euch nur unattraktiv!) Gleichzeitig läßt sie ihre Busen „machen“, die dann aussehen wie überdimensionale Eiterbeulen und ständig schmerzen.

Frauen können in ihren Brüsten und allgemein in ihrer Brust sexuelle (besser wäre vielleicht „liebevolle“) Strömungsempfindungen erleben, von deren Intensität ein Mann kaum eine Ahnung hat. Man denke nur an all die „Herzchen“ und dem übrigen Plüsch, mit dem sich Frauen umgeben. („Wenn Frauen lieben.“) Hier herumzuschnippeln (wobei notwendigerweise immer Nerven durchtrennt werden) und kalte Fremdkörper einzusetzen…. Es ist schlichtweg unfaßbar, daß Frauen, die ach so „emanzipierten“ Frauen von heute, dies massenhaft über sich ergehen lassen.

Eine Frau, die freiwillig auf die Lust des Stillens verzichtet, kann nicht zurechnungsfähig sein! Trotzdem verzichten sie massenhaft („Ich bin doch keine Milchkuh!“), weil sie irregeleiteterweise Angst um die Form ihrer Brüste haben. Ich habe mich mit dem Thema bereits im Blogeintrag Stille! beschäftigt. Gleichzeitig rauchen sie, „wegen der schlanken Linie“, was der Elastizität des Gewebes massiv schadet. Zu allem Überfluß legen sie sich in ihren Jugendlichkeitswahn dann auch noch unter den Nuttengrill – so daß die Haut vorzeitig altert…

Nirgendwo zeigt sich der Frauenhaß klarer, als in der Selbstverstümmelung von Mädchen und Frauen: knochenbrechende Schuhe, denkbar unpraktische Kleidung, lebensbedrohliche Hungerkuren, „rauchen für die schlanke Linie“, „Intimsprays“ und nicht zuletzt die Verwandlung des Busens in geschwollene Eiterbeulen. Der neuste Schrei ist die Genitalverstümmelung bzw. die „ästhetisch-plastische Intimchirurgie“. In den Hamburger U-Bahnen wird sogar mit Unterbrechungen seit Jahren für www.intim-op.de unter der „aufklärerischen“ Überschrift „Nur keine falsche Scham“ Werbung gemacht.

Es ist bezeichnend, daß als Schönheitsideal knabenhafte „Magermodels“ und Kindfrauen gelten. Sicherlich spielt auch die „Pornographisierung“ des Sexuallebens eine Rolle.

In Afrika und weiten Teilen der islamischen Welt lassen Mütter ihre Töchter verstümmeln. In Deutschland unterwerfen sich die Frauen selbst einer Genitalverstümmelung!

In einem „Urologen-Blog“ für Ärzte weist ein Facharzt darauf hin, daß sich die Schamlippen im Laufe des Lebens verändern.

Sie werden mit zunehmendem Alter größer. Auch Geburten verändern das Aussehen des Genitale. All dies hat keinen Krankheitswert. Auch die Sexualität wird dadurch in der Regel nicht beeinträchtigt. (…) Mir scheint, hier wird zum Teil einem irreführenden Ideal nachgeeifert, das uns zum Beispiel von der Pornoindustrie vorgegeben wird. Vielleicht spielt auch der gesellschaftliche Trend, möglichst in jedem Alter jugendlich zu erscheinen eine nicht unerhebliche Rolle. Provozierend gesagt, ist eine unbehaarte Vulva mit kleinen Schamlippen ja eigentlich ein Merkmal körperlicher sexueller Unreife, sozusagen präpubertär und damit jugendlich.

Es geht buchstäblich um die Kastration, die Vermännlichung („Verknabung“) der Frau.

Wie gesagt, es ist unfaßbar, daß „emanzipierte“ Frauen das über sich ergehen lassen – und daß sich Ärzte für so etwas hergeben. Der besagte Facharzt verweist auf die die Komplikationen und Spätfolgen dieser Genitalverstümmelung. Siehe auch hier.

Dazu der folgende Leserbrief eines Gynäkologen zum zitierten medizinischen Blogeintrag:

Komplikationen, die ich zunehmend sehe: unschöne Narbenbildungen; Narbenschrumpfungen, die zu Schmerzen beim GV führen; Unzufriedenheit mit dem kosmetischen Ergebnis; Infektionen und Wundheilungsstörungen…

Wenn man es sich genau überlegt, gibt es nur einen graduellen Unterschied zur Genitalverstümmelung, wo die Klitoris und die inneren Schamlippen „weggeschabt“ werden und die blutende Wunde zugenäht wird, damit sie vernarbt.

Dieser maßlose Haß auf das Leben, auf die Quelle des Lebens, dieser alles überbordende Selbsthaß…

Freud, Reich und die antiautoritäre Gesellschaft

23. Oktober 2014

Psychoanalytiker haben immer wieder herausgestellt, daß Freud und Reich Gegensätze sind. Reich sei ein utopistischer Illusionär gewesen, während Freud stets Realist geblieben sei, der an keine Aussöhnung des Gegensatzes von Natur und Kultur glaubte, sondern einen vernunftgeleiteten Stoizismus predigte. Man solle, so gut es ginge, sich in einer Natur und einer Kultur, in deren Matrix dauerhaftes Glück nicht eingeschrieben seien, einrichten und ansonsten „über den Dingen stehen“.

In seiner Arbeit über Wilhelm Reich (München 1972) schreibt der Psychoanalytiker und Reich-Kritiker Charles Rycroft, Freud habe zunächst angenommen, die psychische Energie

existiere in zwei Formen, einer beweglichen und einer „gebundenen“, wobei die bewegliche Energie den unbewußten geistigen Prozessen zugeordnet wurde, die er als „chaotisch“ und unstrukturiert beschrieb. Der gebundenen Energie dagegen, dem Merkmal der bewußten geistigen Prozesse, sei Struktur und Organisation eigen. (S. 23)

Freud wollte, so kann man anfügen, das Unbewußte bewußtmachen oder mit anderen Worten, jedenfalls im Sinne von Rykrofts obiger Darstellung, freie Energie in gebundene Energie überführen – Panzerung hervorrufen.

Die beiden Psychoanalytiker und Reich-Kritiker Béla Grunberger und Janine Chasseguet-Smirgel schreiben entsprechend in ihrem Buch Freud oder Reich? (München 1979):

Das Lustprinzip impliziert eine unmittelbare und vollständige Abfuhr der Triebe ohne jene Umwege und Aufschübe, die sein Gegenspieler, das Realitätsprinzip, aufweist. (S. 159)

Die „Umwege und Aufschübe“, die, so unsere beiden Psychoanalytiker, Freud gegen Reich hochgehalten hat, sind natürlich nichts anderes als die Panzerung („die Bindung freier Energie“), die die orgastische Impotenz aufrechterhält.

Das ganze kann man aber auch anders interpretieren. Doch um das nachvollziehen zu können, muß man sich Reichs Dreischichten-Model der menschlichen Charakterstruktur vergegenwärtigen:

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Der äußere Bereich steht für die soziale Fassade, also das, womit wir der Umwelt entgegentreten. Der innere Kreis symbolisiert den bioenergetischen Kern, d.h. die „Produktionsstätte“ der Triebe. Das graue Feld, das zwischen beide geschaltet ist, steht für die mittlere Schicht bzw. die „sekundäre Schicht“. Im Normalfall, d.h. bei weitgehender Abwesenheit von Panzerung, dient die mittlere Schicht der Moderation oder, in Freudschen Begriffen, es ist der Sitz des „Realitätsprinzips“. Selbst in einer genitalen Welt können wir nicht „unmittelbar und vollständig“ immer und überall unseren Impulsen nachgeben. Das fängt schon damit an, daß man bei großer sexueller Erregung nicht zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort Geschlechtsverkehr haben kann. Man kann sich zurückhalten und dann später vollkommen gehenlassen.

Beim gepanzerten Menschen ist diese Funktion mehr oder weniger vollständig entartet. Der triebgehemmte Charakter kann sich zurückhalten, aber er kann sich nicht nach Belieben gehenlassen, d.h. er ist gepanzert. Der triebhafte Charakter kann weder das eine noch das andere. Er hat sich nicht unter Kontrolle, kann sich aber auch nicht gehenlassen.

Es geht um die Kapazität Energie zu binden und festzuhalten, die beim Neurotiker stets gestört ist. Die Psychoanalytiker unterstellen Reich, er wäre auf der Suche nach einer ganz vom Lustprinzip bestimmten haltlosen Gesellschaft bereit gewesen, die gesamte Kultur zu opfern, die auf der Bindung von Triebenergie beruht. Sie sind wie blind dafür, daß er bei seinen Überlegungen von der psychoanalytischen Erforschung ausgerechnet des triebhaften Charakters ausgegangen ist und daß es ihm um Triebökonomie, nicht um bloße Triebentladung zu tun war.

Reich war alles andere als ein Prophet der permissiven Gesellschaft. Ganz im Gegenteil ging es darum, dem Menschen wieder zu ermöglichen, seine Triebe sowohl zu kontrollieren als auch deren aufgesparte oder, was prägenitale Triebe betrifft, sublimierte Entladung voll und ganz genießen zu können.

Das betrifft nicht nur die Sexualität, sondern auch die beiden anderen Bereiche: Arbeit und das intellektuelle Leben („Liebe, Arbeit und Wissen“). Ein Beispiel für die Unfähigkeit Energie im dritten Bereich zu binden, ist die Schizophrenie. Psychosen kommen nicht aus heiterem Himmel, sondern sind (von offensichtlichen Ausnahmen, etwa Vergiftungserscheinungen, abgesehen) Endprodukt eines sozusagen „haltlosen“ Geistes. Schon sehr früh finden sich anhaltende kognitive Störungen. Ruben C. Gur (University of Pennsylvania, Philadelphia) et al. konnten belegen, daß sich bei späteren Psychosekranken zwischen 8 und 20 Jahren über alle kognitiven Domänen hinweg eine verzögerte neurokognitive Entwicklung feststellen läßt. Oder mit anderen Worten handelt es sich bei der Schizophrenie um ein charakterologisches Problem aufgrund einer starken okularen Panzerung, die es insbesondere verhindert, daß man sich konzentrieren und logisch folgerichtig denken kann.

Diese Tendenz, diese Unfähigkeit etwas „zu Ende denken zu können“ oder überhaupt wirklich denken zu können, kann man in wachsendem Maße in der gesamten permissiven Gesellschaft beobachten. Man halte sich nur mal die Kommentare der Leserschaft im Internet vor Augen. Manchmal hat man seitenlang nichts weiter als Buchstabensalat vor sich, bei der eine Gedankenführung schlichtweg nicht auszumachen ist oder sich allenfalls in selbstwidersprüchlichen Unsinn ergeht. Es ist, als wenn die Ladung nicht gehalten werden kann und die Synapsen chaotisch drauflos feuern.

Was die Arbeit betrifft: man frage einen beliebigen Lehrherren. Es fehlt nicht nur an den kognitiven Voraussetzungen, sondern auch an Disziplin, Beharrungsvermögen, an Substanz. Das einzige, was zählt, ist „Party!“, das Lustprinzip. Ähnlich ist es mit der Sexualität bestellt. Frauen und Männer mögen meinetwegen „sexy“ wirken, aber eine erotische Spannung und Ausstrahlung sucht man vergebens. Es erinnert etwas an Freuds berühmten Ausspruch, nachdem Schamlosigkeit das erste Anzeichen von Schwachsinn sei.

Die biosoziale Grundlage der Familien- und Paartherapie (Teil 11)

8. Oktober 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Peter Crist: Die biosoziale Grundlage der Familien- und Paartherapie (Teil 11)

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Die biosoziale Grundlage der Familien- und Paartherapie (Teil 10)

4. Oktober 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Peter Crist: Die biosoziale Grundlage der Familien- und Paartherapie (Teil 10)

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Die biosoziale Grundlage der Familien- und Paartherapie (Teil 2)

28. August 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Peter Crist: Die biosoziale Grundlage der Familien- und Paartherapie (Teil 2)

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Homosexualität, Pädophilie und Genitalität

30. Juli 2014

Aus evolutionsbiologischer Sicht ist die gesellschaftliche Ablehnung von Homosexuellen rätselhaft, denn sie fallen ja als Konkurrenten beim Kampf um die Gunst des jeweils anderen Geschlechts aus und stellen auch keinerlei Belastung für die Gemeinschaft dar.

Entsprechend reagieren auch Genitale Charaktere auf Homosexualität: während der emotional („psychisch“) gesunde Mensch sich vor Pornographie ekelt, sind ihm Perversionen im allgemeinen und Homosexualität im besonderen vollkommen gleichgültig.

Demnach müßte Homophobie ein typisches Produkt von Panzerung sein. Und tatsächlich werden in dem erwähnten Artikel Forschungsergebnisse referiert, denen zufolge, genau wie Freud einst sagte, insbesondere jene homophob sind, die selbst homosexuelle Tendenzen in sich hegen. Beispielsweise reagierten bei einem entsprechenden Versuch homophobe Männer zu 54 % auf homoerotische Filme mit sexueller Erregung, während es bei (zumindest in dieser Hinsicht) psychisch gesunden Probanden nur 24 % waren.

Besonders interessant ist die Sache, wenn man sie von der soziopolitischen Charakterologie her betrachtet, wie sie von Elsworth F. Baker und Charles Konia beschrieben wird. Hier spielt das fehlgeleitete Ekelgefühl eine zentrale Rolle:

So fanden Psychologen der Cornell-Universität in Ithaca in Tests mit hundert Probanden heraus, daß Männer und Frauen mit größerer Tendenz, Ekel zu entwickeln, auch bei der Konfrontation mit homosexuellen Praktiken mehr Ekelreaktionen zeigen als für dieses Gefühl weniger empfängliche Versuchspersonen. Ekelgefühle waren bei konservativen Menschen grundsätzlich stärker ausgeprägt als bei politisch eher links stehenden, ergaben weitere Studien – was erklären könnte, weshalb in konservativen Kreisen die Ablehnung von Homosexualität größer ist.

Ekel ist per se nichts „Verwerfliches“ oder „Ungesundes“, sondern gehört zu unserer grundlegenden biologischen Ausstattung. Dieses Gefühl ist für das Überleben ähnlich wichtig wie die Angst. Aber genau wie bei der Angst bringt es die Panzerung, und die damit einhergehende Fehlsteuerung der organismischen Orgonenergie, mit sich, daß wir dieses überlebenswichtige Gefühl auch bei Dingen empfinden, wo es keinerlei rationale Funktion mehr erfüllt. Daß diese Fehlsteuerung bei Konservativen, die mehr „in ihren Gefühlen leben“, stärker ausgeprägt ist als bei eher „verkopften“ Linken ist naheliegend.

Genauso wie bei irrationalen Ängsten kann hier nur beharrliche Aufklärung weiterhelfen, um das Leben von Homosexuellen in unserer Gesellschaft langfristig erträglicher zu machen. Provokationen wie die typischen „Christopher Street Day-Paraden“ wirken hier eher kontraproduktiv. (Viele konservativ eingestellte Homosexuelle beklagen, daß ihre Gemeinschaft politisch instrumentalisiert wird und sie von Linken zynisch als „Bürgerschreck“ verheizt wird. Traditionell sind Homosexuelle Träger der Hochkultur, des guten Geschmacks und der „guten Sitten“!)

Zwar ist es löblich, daß Biologen sich in den Kampf gegen die Homophobie einreihen, aber wie das geschieht, ist mehr als fragwürdig. Nicht etwa anhand der Funktion des Orgasmus, sondern ausgerechnet anhand einer Perversion überwinden sie ihre Fixierung auf den Reproduktionserfolg. Wie aus heiterem Himmel fällt ihnen urplötzlich ein, daß Sexualität noch andere Funktionen hat als den bloßen Austausch von Genmaterial.

In Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht habe ich mich zur Genüge mit dem Unsinn befaßt, den eine in dieser Hinsicht vollkommen politisierte Biologie in den letzten Jahren verzapft hat. Hier nur folgendes zur Ergänzung:

Der Neuroethologe Donald Edwards (Georgia State University, Atlanta) hat „Pseudo-Geschlechtsverkehr“ zwischen Flußkrebs-Männchen untersucht. So etwas hatte man bisher nur bei Säugetieren, insbesondere Primaten beobachten können. Von den 20 männlichen Flußkrebs-Paaren, die getestet wurden, versuchte bei 16 Paaren das eine Männchen das andere in die Rolle des Weibchens zu drängen. Bei 12 Paaren führte dies zu einer „Pseudo-Paarung“. Diese Tiere überlebten alle den Beobachtungszeitraum von 24 Stunden. Bei den restlichen 8 Paaren blieben die rivalisierenden Männchen aggressiv und die Hälfte der unterlegenen Männchen wurde vom jeweiligen Gegner sogar getötet, zerlegt und verspeist.

„Homosexualität“ bei Tieren ist also nichts weiter als eine Anpassung, um die innerartliche Gewalt zu regulieren. Der hier evident werdende Gegensatz von Aggression und Sexus unterstützt Reichs sexualökonomische Thesen.

Nun zur Pädophilie:

The Telegraph berichtet von einer Konferenz der University of Cambridge, Juli 2013, über die psychiatrische Klassifikation der diversen sexuellen „Spielarten“. Philip Tromovitch (Doshisha University, Japan) sagte: „Pädophile Interessen sind für Männer natürlich und normal. Zumindest eine beträchtliche Minderheit der normalen Männer hätte gerne Sex mit Kindern… Normale Männer fühlen sich von Kindern angeregt.”

Tom O’Carroll, ein Intensivtäter und langjähriger Kämpfer für die Legalisierung von Sex mit Kindern war anwesend und kommentierte später auf seinem Blog: „Wunderbar! Es waren einmalige Tage, an denen ich mich relativ beliebt fühlte!“

Es gäbe, so The Telegraph, in Teilen des akademischen Establishments das Bestreben, die Grenzen dessen, was an „Kindersex“ akzeptabel sei, immer weiter auszuweiten. Hier werde ein Diskurs wieder aufgegriffen, der in den 1970ern und 80ern dominierte:

Mit der Pille, der Legalisierung von Homosexualität und abnehmenden Tabus gegenüber vorehelichem Sex waren die Siebziger die Zeit einer ziemlich plötzlichen sexuellen Emanzipation. Viele Liberale durchschauten natürlich die zynische Rhetorik von PIE [eine Pädophilen-Organisation] von wegen „Kinderbefreiung“. Aber für andere auf der linken Seite war Sex von oder mit Kindern nur eine weitere repressive Grenze, die geschleift werden mußte – und der akademische Bereich war einer der wichtigsten Unterstützer.

Aus Deutschland kennen wir das von der entarteten Kinderfickerpartei, die Grünen! Wenn sie nur könnten, wie sie wollten, d.h. wenn das hinderliche gesunde Volksempfinden selbst in der eigenen ansonsten maximal degenerierten Klientel nicht wäre…

Die Demokraten im U.S. Congress kämpfen für die Bürgerrechte: alle möglichen Gruppen sollen vor „Hate Crimes“ geschützt werden, etwa Stadtstreicher und alle denkbaren ethnischen und sexuellen Minderheiten. Tatsächlich sollen alle gegenwärtig von der American Psychiatric Association aufgelisteten „Paraphilien“ so geschützt werden wie heute bereits die Homosexuellen. Es wäre nach dieser Gesetzgebung möglich, daß beispielsweise ein Exhibitionist nur eine Ordnungswidrigkeit begeht, während die Frau, vor der er sich entblößt hat und die in einem Anfall von Panik nach ihm getreten und ihn wüst beschimpft hat, in Zukunft ein Bundesgesetz bricht und dafür ins Zuchthaus kommen könnte.

Selbstverständlich werden in Zukunft auch Kinderficker geschützt werden.

Parallel sind seit Jahren Bemühungen innerhalb der American Psychiatric Association im Gange, das Werk zu vollenden, daß 1973 begann, als auf Druck der Schwulenbewegung die Homosexualität aus der Liste psychischer Krankheiten gestrichen wurde.

2003 haben während des jährlichen Treffens der American Psychiatric Association in San Francisco Charles Moser und Peggy Kleinplatz dafür plädiert, „Paraphilien“ aus dem „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ (DSM-IV-TR) zu streichen. Dazu zählen sie ausdrücklich Sadomasochismus, Exhibitionismus, Fetischismus, Transvestismus, Voyeurismus und – Pädophilie! Die Situation der „Paraphilen“ heute würde jener der Homosexuellen Anfang der 70er Jahre entsprechen.

Dieser Aufruf zur „Emanzipation“ der Perversen ist nur folgerichtig, zumal die beiden Psychiater darauf hinweisen, daß es keinerlei Kriterien dafür gibt, was gesunde Sexualität eigentlich ausmacht.

Ohne Reich steht die Psychiatrie vor der Wahl zwischen Relativismus und Moralismus.

In DNP – Der Neurologe & Psychiater (10/05) präsentiert der bekannte Sexologe Volkmar Sigusch so etwas wie eine Zusammenfassung seines 2005 erschienenen Buches Neosexualitäten (Frankfurt: Campus). Trotz seines notorischen Reich-Hasses lohnt sich ein Blick auf sein Resümee der sexuellen Revolution:

Das, was einst als Lust, Rausch und Ekstase ersehnt wurde, wird seit zwei oder drei Jahrzehnten von dunklen Wolken voller Ekel, Wut, Bitterkeit, Rache, Angst und Haß überschattet: Übergriffe, AIDS, Ausbeutung, Pornographie, Kindesmißbrauch, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, Vergewaltigung, Abhängigkeit, etc. Hinzu komme eine Tendenz zur „Entleiblichung des Sexus“: Telefon-Sex, Partner-Treffs im Internet, „Cybersex“.

Die „sexuelle Revolution“ ist die schlimmste Katastrophe der Menschheitsgeschichte. Siehe dazu den Abschnitt „Üble Entstellungen orgonomischer Wahrheit“ in Christusmord (1978, S. 333-342).

Der „sozial-demokratische“ Abschaum im U.S. Congress ist dabei, die endgültige Zerstörung der westlichen Kultur zu besiegeln.

Zum Abschluß nochmals zu den Grünen. Woher mein abgrundtiefer Haß? Weil diese Pestratten alles terrorisieren, was gesund ist und Zukunft hat. Man lese etwa diese Stellungnahme des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft zur Verteidigung von Reorientierungstherapien von Homosexuellen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wenn die Orgontherapie verboten wird, denn die will ja Neurosen und Perversionen heilen. Herbert Marcuse wird über Wilhelm Reich triumphieren.

Die Funktion des Orgasmus (Teil 3)

18. Juli 2014

Jürgen Hoyer und seine Kollegen von der TU Dresden konnten bei 451 Patienten, die sich einer kognitiven Verhaltenstherapie wegen Angststörungen oder Depressionen unterzogen, die folgenden aus sexualökonomischer Sicht bedeutsamen Elemente isolieren:

  • 63,2% berichteten vor Behandlungsbeginn von sexuellen Problemen (sexuelles Desinteresse, Erektionsprobleme, Anorgasmie)
  • diese Probleme besserten sich, wenn die Verhaltenstherapie erfolgreich war
  • aber auch bei jenen, die durch die Verhaltenstherapie geheilt wurden, berichteten noch 45% von sexuellen Problemen

Für Hoyer et al., und allgemein für die Psychologie und Psychiatrie, sind sexuelle Dysfunktionen bloße Begleiterscheinungen psychischer Erkrankungen. Für Reich waren sie der Kern jeder psychischen Erkrankung. Das bedeutet jedoch nicht, wie oft fälschlich Reich in den Mund gelegt wird, daß ein sozusagen „erfolgreicher Orgasmus“ die psychisch Erkrankten heilen würde. Es ist ja gerade die orgastische Impotenz, die sie krank macht, diese geht aber auf die Panzerung zurück. Mit dem Abbau der Panzerung bessert sich deshalb auch die Orgasmusfähigkeit und damit wird den neurotischen Symptomen ihre Energiequelle abgedreht. Darauf beruht jede funktionierende Therapie. Die Erhebungen von Hoyer et al. bestätigen dies erneut:

  • psychische Erkrankungen sind überdurchschnittlich oft mit groben sexuellen Problemen verbunden – ganz abgesehen vom Mangel andauernder sexueller Erfüllung („orgastische Potenz“)
  • ist die Therapie erfolgreich, d.h. wird die Panzerung zumindest teilweise abgebaut, nehmen auch die sexuellen Probleme ab – was wiederum den langfristigen Erfolg der Therapie absichert
  • da der Abbau der Panzerung und damit die verbesserte orgasmische Abfuhr nicht Ziel, sondern nur ein mehr oder weniger zufälliges Nebenprodukt der Verhaltenstherapie ist, halten sich die Erfolge in Grenzen

Siehe auch meinen Aufsatz über Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht, in dem ich in einem anderen Zusammenhang auf die Beziehung von Verhaltenstherapie und Orgasmustheorie eingehe.

Reich zufolge erfüllt die Sexualität eine grundlegende bioenergetische Funktion und würde sich deshalb in den Geschlechtern gleich äußern, gäbe es nicht die Unterdrückung der weiblichen Sexualität. (Siehe dazu auch Lucky Luke und Barbie.)

Die Vorstellung, daß die sexuelle Erregung bei beiden Geschlechtern gleich abläuft, widerspricht sowohl der modernen, mechanistischen Sexualforschung (d.h. die Erforschung der pathologischen, liebe-losen Sexualität von Homo normalis), als auch der persönlichen Erfahrung der meisten Menschen.

Tom Tiegs und Paul Perrin von der University of Florida haben gezeigt, daß junge Männer zwar tatsächlich „sexueller“ sind als junge Frauen, sich die Geschlechter in dieser Hinsicht jedoch annähern, wenn es zu einer festen Beziehung kommt. Im Schutz der Partnerschaft verliert der gesellschaftliche Druck, der auf Frauen lastet, seine Kraft.

Donatella Marazziti und ihr Forscherteam von der Universität Pisa haben herausgefunden, daß bei Liebespartnern die Testosteronwerte sich einander nähern, d.h. sie sinken beim verliebten Mann und steigen bei der verliebten Frau. Die Geschlechter gleichen also ihren Sexualhormonhaushalt an, wenn sie ineinander verliebt sind.

Das hat nichts mit sexueller Aktivität an sich zu tun, da die Mitglieder der Kontrollgruppe genauso viel Sex hatten wie die Gruppe der Verliebten. Dieser Befund beweist zwar nicht Reichs Orgasmustheorie, legt aber die Antwort für das oben erläuterte Problem nahe: Sex ist nicht gleich „Sex“.

Mittels Infrarotkameras konnten Psychologen (Irv Binik et al.) an der McGill University, Montreal etwas dingfest machen, was infolge der psychologischen Zumutungen bei anderen, durchweg invasiven Meßmethoden bisher verborgen geblieben ist: Frauen werden genauso schnell sexuell erregt wie Männer. Den Versuchspersonen wurden Ausschnitte aus Pornos, Reiseberichten und Horrorfilmen vorgespielt, während Wärmebildkameras auf ihre Genitalien gerichtet waren. Beide Geschlechter fingen innerhalb von 20 Sekunden an, erregt zu werden und erreichten innerhalb von 11 oder 12 Minuten die maximale „Genitaltemperatur“. Wie in Reichs Experimenten stimmte die physiologische Erregungskurve genau mit der subjektiven Empfindung überein.

In seinen „bio-elektrischen Experimenten“ hat Reich mit dem Problem gerungen, daß die Meßinstrumente direkt mit der Haut verbunden sein mußten und dergestalt genau das hintertrieben, was gemessen werden sollte: die lustvolle Expansion des „bio-elektrischen“ Potentials. Siehe dazu Die Funktion des Orgasmus.

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Der Schwarze Faschismus und seine Bittgebete

7. Juli 2014

Dafür, daß Religion zu einem Gutteil nur Schwarzer Faschismus („Nazitum“) ist, gibt es zahllose Beispiele. Man denke nur an den Ku Klux Klan, die „Völkischen“ in Deutschland, Falun Gung oder etwa orthodoxe Juden. Beispielsweise betrachteten einflußreiche Rabbiner 2005 den Untergang von New Orleans als gerechte Strafe Gottes für Amerikas Unterstützung des Rückzugs aus dem Gaza-Streifen.

Milliarden Menschen (Buddhisten, Hindus, Juden, Moslems, Christen, etc.pp.) hängen einem derartigen magischen Kinderglauben an. Wie Reich gezeigt hat, entspringt er einer psychischen Wachstumshemmung, die unlösbar mit der Unterdrückung der kindlichen und jugendlichen Sexualität zusammenhängt. Tote Genitalien gebieren Haß und Vernichtungslust schier unvorstellbaren Ausmaßes.

Ich habe das obige, zugegeben etwas arg exotische Beispiel gewählt, weil es mir langsam aber sicher „bis hier“ steht, immer auf Moslems und ihren gottverfluchten Glauben einzudreschen. Man bemüht sich ja, originell zu sein, – aber diese Herrschaften lassen mir wirklich keine Chance :-(

Also: die übliche langsam wirklich langweilige Leier. Langweilig!

Anläßlich eines verheerenden Erdbebens in Italien 2009 sind die Krieger des Islam in einen Freudentaumel ausgebrochen und haben zu Allah gebetet, er möchte doch weiterhin für Erdbeben und andere Tragödien sorgen, um die Ungläubigen zu züchtigen.

Die süßen Freuden der Religion, die unsereinem leider verwehrt bleiben!

Im Internet schwelgen die Gotteskrieger genüßlich von der „göttlichen Bestrafung“ für „die Feinde des Islam“.

Zumindest hatten auch sie ihre dunklen Tage. Oh Allah, töte sie und mache sie zu notleidenden Flüchtlingen.

Ein anderer Dschihadist veröffentlicht die aktuelle Opferzahl unter jedem Artikel und schließt daran jeweils folgendes Gebet an:

Oh Allah, möge die Zahl der Toten weiter anwachsen. Vernichte unsere Feinde und helfe den Moslems!

Ein islamistischer Leser kommentiert:

Wir haben eine stärkere Waffe als Gewehre – unsere Gebete, die weiter die Opferzahlen nach oben treiben werden.

Unsere linksliberalen „kritischen Medien“ ergehen sich in Schreckensphantasien über die verheerenden Auswirkungen des „Kreuzzugs“ gegen den Terror und der Waffengänge gegen den Irak und Afghanistan: das würde unser Verhältnis zur islamischen Welt unrettbar zerrütten und den Terrornetzwerken neue Mitglieder zutreiben.

Die, die solche Befürchtungen hegen, begehen einen, wie Reich es nannte, klassischen „Biologischen Rechenfehler“.

Belege für die Effektivität des Krieges finden sich in den Reiseskizzen Zwischen Kairo und Kabul (Piper, 158 S.) des französische Arabisten Gilles Kepel. So notiert er über ein Treffen mit Studenten in Kairo gleich nach dem Fall Kabuls Ende 2001: „Bin Ladens Sympathiewerte sind ins Bodenlose gestürzt (…). Wehe den Besiegten!“ Araber bekunden ihm ihre Erschütterung über „die Bilder vom Freudentaumel der Muslime in Kabul nach der Befreiung von den Taliban, die Wut der Afghanen auf die arabischen Kämpfer (…) Die gesamte islamistische Bewegung sei betroffen.“

Unsere Rationalisten und Atheisten können einfach nicht verstehen, worum es geht: es geht um den Kampf gegen Allah! Genauso wie man die Germanen unterjochte, indem man ihnen bewies, daß ihre lächerlichen Idole machtlos waren, gilt es Allah als machtlosen Götzen zu demaskieren. Es ist ein Kampf der Götter.

Ja, aber die unschuldigen Opfer dieser Strategie?

Wie die Israelis während ihrer Kriege und die Amerikaner in Somalia, Irak und Afghanistan erfahren mußten, gehört es zur arabischen und allgemein zur islamischen Kriegstaktik, sich hinter Frauen und Kindern zu verstecken. Die Araber rechnen mit dem Skrupel der Europäer: „menschliche Schutzschilde“. Gleichzeitig aalt sich die linksliberale Journaille des Westens genußvoll in der Schuld des „unmenschlichen“ Westens. Die perfekte sadomasochistische Beziehung. (Ähnlich sieht es mit dem Kampf der Ukrainer gegen die großrussischen Söldner in der Ostukraine aus. Siehe hier und hier. Das Deutsch ist computergeneriert, aber die Putinsche Taktik wird deutlich.)

palifeig

Orgontherapie: Die Anwendung des funktionellen Denkens in der medizinischen Praxis (Teil XVI: Kinder und Jugendliche) (Teil 5)

5. Juli 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Charles Konia: Orgontherapie: Die Anwendung des funktionellen Denkens in der medizinischen Praxis (Teil XVI: Kinder und Jugendliche) (Teil 5)

acologo

Fickende Gehirne

28. Mai 2014

Reich beschreibt, wie ihn 1919, beim ersten Kontakt mit der Psychoanalyse, deren Umgang mit der Sexualität abstieß.

Die Art, wie das Thema (…) behandelt wurde, klang mir sonderbar, naturfremd. Ich spürte eine Ablehnung in mir. (…) Ich hatte das Geschlechtliche anders erlebt, als ich es damals vorgetragen bekam. Das Sexuelle hatte in diesen ersten Vorträgen etwas Bizarres, Fremdartiges an sich. Eine natürliche Sexualität schien es nicht zu geben. Das Unbewußte war erfüllt von perversen Trieben allein. Die psychoanalytische Lehre leugnete zum Beispiel die Existenz einer primären vaginalen Erotik des kleinen Mädchens und ließ die weibliche Sexualität aus komplizierten Zusammensetzungen anderer Triebe hervorgehen. (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 26f)

Fast ein Jahrhundert später sind die Fronten noch immer dieselben. Nichts hat sich verändert. Man lese nur den Band Der „Fall“ Wilhelm Reich, mit dem Suhrkamp Reich zu dessen hundertstem Geburtstag „ehrte“. Unter anderen Tat sich Ulrike Körbitz vom „Grazer Arbeitskreis für Psychoanalyse“ hervor. Hier die Einladung zu ihrem Vortrag „Ohne Mord kein Vergnügen – Psychoanalytische Gedanken zum Orgasmus bei der Frau“:

Wie können wir uns aus Perspektive moderner psychoanalytischer und sexualwissenschaftlicher Konzepte dem Geschehen rund um den Orgasmus bei der Frau annähern? Für dieses „Abenteuer im Kopf“ wird die phasenweise heftig geführte Debatte über die hierfür „richtigeren“ körpergeographischen Orte – Klitoris oder Vagina – eine höchstens historische Rolle spielen; ebenso die der Orgasmusfähigkeit häufig zugeordneten Paradigmen einer gesunden, reifen, heterosexuell ausgerichteten Genitalität. Mein Vortrag führt statt dessen zu der Frage: Wer mordet hier wen oder was? Klärungen auf Basis von Indizien einer „erotischen Kette“ (A. Green) werden versucht und hoffentlich in der Diskussion gemeinsam vorangetrieben.

Siehe dazu das Martyrium von Marilyn Monroe, die von ihrem Psychoanalytiker Ralph Greenson, einem Schüler von Otto Fenichel, systematisch zerstört wurde. 2003 hat der Autor Mathew Smith erstmals die Tonbänder veröffentlicht, die Marilyn Monroe kurz vor ihrem Tod für Greenson besprach: „Ich hatte nie einen Orgasmus. Ich erinnere mich, wie Sie zu mir sagten: Ein Orgasmus passiert im Kopf, nicht im Becken.“ Das „Sexsymbol“ schlechthin und der verkopfte Psychiater….

In der März 2009-Ausgabe von Info Neurologie & Psychiatrie erschien ein kurzes Interview über „Erotik im Kernspin“. Was sagt die funktionelle Magnetresonanztomographie über „das Hirn beim Sex“? Interessant an dem Interview mit Prof. Dr. med. Michael Forsting vom Universitätsklinikum Essen ist zweierlei. Erstens druckt die Redaktion in der Printausgabe am Rande als Blickfänger ein Zitat, das gar nicht im Interview auftaucht: „Lust und Erregung finden nicht im Becken, sondern zwischen den Ohren statt.“ Zweitens kann Prof. Forsting die entscheidende Frage, was sich nämlich während des Orgasmus im Hirn abspielt, nur mit Verweis auf eine niederländische Studie beantworten. Mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie wurde festgestellt, „daß das zentrale Merkmal des Orgasmus die Verminderung der kortikalen Aktivität – präfrontaler Kortex/linker Temporallappen – ist. Diese ist verantwortlich für die Enthemmung – den sogenannten Kontrollverlust und die Auflösung bzw. Aufweichung der Körpergrenzen.“

Mit anderen Worten: während des Orgasmus werden die „oberen“ Funktionen des Hirns abgeschaltet! Von wegen: „Lust findet im Kopf statt“!

Und auch in anderer Hinsicht findet Reichs Orgasmustheorie Bestätigung. Prof. Forsting verweist auf die Daten anderer Arbeitsgruppen, die gezeigt hätten, „daß die zerebrale Aktivierung bei Frauen während eines vaginal induzierten Orgasmus intensiver ist als bei klitoral induziertem Orgasmus“.

Wenden wir uns dem Übersichtsartikel „Kommandozentrale Gehirn: Wo die Liebe wohnt“ in der Frankfurter Rundschau über die (2009) letzten Forschungsergebnisse in Sachen Liebe und Sexualität zu:

Bisher hätten Hirnforscher zum Thema Liebe wenig sagen können, da es nicht einfach ist, Versuchspersonen in einen entsprechenden Zustand zu versetzen. Immerhin meinen sie zu wissen, daß Emotionen im Gehirn entstehen und danach Veränderungen im Körper erzeugen. Der Ulmer Hirnforscher Manfred Spitzer:

Wir spüren die Liebe im Herzen, trotzdem spielt sie sich im Gehirn ab. Das Gehirn ist das Organ der Liebe.

Die Londoner Forscher Andreas Bartels und Semir Zeki fanden bei MRT-Untersuchungen (Magnetresonanz-Tomographie) von Verliebten, daß nur vier engbegrenzte Hirnareale das Gefühl der Liebe „hervorrufen“. Der „vordere cinguläre Kortex“ und der „Insellappen“ dienen dem Erkennen eigener und fremder Emotionen und der Verarbeitung von Sinneseindrücken. Für die erotischen Elemente des Verliebtseins seien der „Nucleus caudatus“ und der „Putamen“ verantwortlich.

Entsprechend meint die New Yorker Anthropologin Helen Fisher, die etlichen Verliebten mit Hilfe der MRT „in den Kopf geschaut hat“:

Die romantische Liebe ist eine Sucht erzeugende Droge.

Man könne, so Spitzer, romantische Liebe medikamentös mit Dopamin-Antagonisten ähnlich bekämpfen wie eine Manie oder eine Sucht. Aber natürlich sei Liebe keine Krankheit. Spitzer:

Wir können opiumsüchtig werden, weil unser Gehirn selbst opiumähnliche Stoffe herstellt und nicht umgekehrt.

Seit etwa fünf Jahren wisse man, daß Lernen und Liebe mit den gleichen Hirnarealen und mit der Ausschüttung von Dopamin verbunden sind. Spitzer:

Verliebtheit, Lernen und Glück sind sozusagen verschiedene Seiten des gleichen Funktionszusammenhangs.

Hormonell steht bei Liebe und Sexualität das Testosteron im Mittelpunkt. Es regelt nicht nur bei Männern, sondern auch bei Frauen das sexuelle Verlangen.

Erst seit kurzem weiß man, daß umgekehrt Sex auch den Testosteronspiegel erhöht.

Die biologische Basis für die längerfristige Bindung insbesondere des Mannes an die Frau sei Oxytocin, daß auch für die Mutter-Kind-Bindung sorgt. Es werde infolge von Zärtlichkeit und beim Geschlechtsakt ausgeschüttet. Deshalb habe Sex, so Spitzer, nicht nur eine reproduktive Funktion, sondern auch eine soziale Funktion: es schafft die Voraussetzung für den Familienzusammenhalt.

Soweit das, was „die moderne Naturwissenschaft“ zum Thema zu sagen hat. Auffallend ist die Fixierung auf das Gehirn. Der Körper erscheint nur als eine Art Anhängsel des Gehirns. Die Empfindungen der sich bewegenden Orgonenergie im Körper wird zur bloßen Illusion. Kein Wunder, daß diesen Leuten die eigentliche Funktion des Orgasmus unzugänglich bleibt.

For the record: Wir spüren Liebe im Herzen, weil der Solar plexus das energetische Zentrum des Organismus ist. Das Gehirn ist nur ein Koordinationsorgan.

Die Einzelergebnisse der modernen Forschung, insbesondere die Verbindung von Lernen und Liebe (d.h. die Offenheit für neue Erfahrungen), sowie die Bedeutung regelmäßigen Geschlechtsverkehrs für die hormonelle Ausgeglichenheit, sind natürlich sehr wichtig und bestätigen Reichs Orgasmustheorie, aber ohne Reichs Forschungsansatz hängen diese Forschungsergebnisse zusammenhanglos in der Luft.

Warum wird beispielsweise nicht erwähnt, daß der schulische Erfolg untrennbar mit einem erfüllten Liebesleben zusammenhängt. Man mag auf pickelige Streber verweisen, die es akademisch weit gebracht haben, aber genau sie sind für die mechano-mystische sterile Wissenschaft verantwortlich! Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen unseres Leben, sie sollten es auch regieren!

Es ist beängstigend, daß Reich mit seiner Arbeit über „die elektrische Funktion von Sexualität und Angst“ uns heutigen weit voraus ist. Es ist, als wäre die Arbeit nicht 1937 erschienen, sondern würde im Jahre 2037 auf uns warten.

bioelectric2


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