Posts Tagged ‘Kosmologie’

Das Geheimnis der dunklen Materie (Teil 2)

16. November 2014

Ab 1970 ist den Astronomen, hier ist insbesondere Vera C. Rubin zu nennen, dank der verbesserten Beobachtungsinstrumente zunehmend aufgefallen, daß die Galaxien sich nicht wie unser Sonnensystem nach den Keplerschen Gesetzen verhalten. Statt, daß mit wachsender Entfernung vom Zentrum die Rotationsgeschwindigkeit abfällt, kreisen die äußeren Sterne mit etwa der gleichen Geschwindigkeit um das Zentrum der Galaxie wie die inneren Sterne.

Überträgt man das Verhalten der Sterne in Galaxien auf das Sonnensystem (würden etwa alle Planeten wie Merkur, der in 88 Tagen um die Sonne kreist, die Sonne mit etwa 50 km/sec umkreisen), stellte sich die Frage, woher z.B. Pluto die ungeheure Energie nähme, die ihm (der normalerweise fast zweieinhalb Jahrhunderte braucht, die Sonne zu umkreisen) ermöglicht, mit Merkur Schritt zu halten. Außerdem müßten ihn die bei dieser Wahnsinnsgeschwindigkeit auftretenden Fliehkräfte immer weiter von der Sonne wegtragen. Entsprechend müßten auch die Galaxien sehr schnell auseinandergerissen werden.

Die Standarderklärung lautet, daß es sich bei der Energie, die die äußeren Sterne der Galaxien antreibt, um gewöhnliche Schwerkraft handelt, die aber nicht, wie in Keplerschen Systemen, aus dem Zentrum stammt, sondern aus der Peripherie. Demnach seien die Galaxien von einer Halo aus „unsichtbarer Masse“ umgeben, die das zehn- bis hundertfache der sichtbaren Masse beträgt. Man vergleiche das mit unserem Sonnensystem, wo das Verhältnis zwischen Sonne (sichtbare Materie) und ihren Planeten („Dunkelmaterie“) nur lächerliche 1 zu 0,0013 beträgt! Außerdem muß diese Dunkelmaterie in ihrer Verteilung feinstens auf die leuchtende Materie abgestimmt sein, denn im Zentrum benötigt man keinerlei Dunkelmaterie, dafür um so mehr am äußeren Rand – was offensichtlich allen Gravitationsgesetzen zuwiderläuft. Außerdem zeigt sich ausgerechnet am Rande der Galaxie besonders deutlich, daß die Rotationsgeschwindigkeit von der Leuchtkraft abhängt (die sogenannte „Tully-Fisher-Relation“). Hinzu kommt, daß sich die Sterne, die sich oberhalb und unterhalb der galaktischen Scheibe senkrecht zur galaktischen Ebene bewegen, im Gegensatz zu den Sternen in der Scheibe, sich in vollkommener Übereinstimmung mit der sichtbaren Masse und den klassischen Gravitationsgesetzen verhalten.

Halo und Scheibe stehen in einer engen dynamischen Wechselwirkung zueinander. Die galaktische Scheibe stellt physikalisch eine sog. „dünne Scheibe“ dar, die für den Fall, daß nur ihr eigenes Gravitationspotential wirksam wäre, auf kurzen Zeitskalen instabil wäre. Stabil ist sie nur, wenn sie in einem anderen z.B. sphärisch symmetrischen Potential eingebettet ist. Da die galaktische Scheibe aber offenbar langfristig stabil ist, muß ein solches Potential existieren. Der Halo ist das einzige Strukturelement, welches dafür infrage kommt. Das Problem ist nur, daß die beobachtete Masse des Halo (…) für das erforderliche Potential bei weitem nicht ausreicht. Der Halo muß mindestens die 10fache gravitierende Masse enthalten. (Alfred Weigert, Heinrich J. Wendker: Astronomie und Astrophysik, Weinheim 1996, S. 226)

Charles Konia hat darauf hingewiesen, daß sich hinter der ominösen Dunkelmaterie, die angeblich hinter der „ungesetzlichen“ Rotation der Galaxien steckt, nichts anderes als die kosmische Orgonenergie verbergen dürfte. Genauer gesagt ist es der von Reich in Die kosmische Überlagerung beschriebene „Galaktische Orgonenergie-Strom“, der für die hohe Rotationsgeschwindigkeit der äußeren Sterne verantwortlich ist. Je näher wir dem Kern der Galaxie kommen, desto mehr Masse wird erzeugt, deren mechanische Gravitationsgesetze zunehmend vorherrschend werden (Konia: „The Rotation of Spiral Galaxies“ Journal of Orgonomy, Nov. 1985).

Entsprechend sieht die „Rotationskurve“ einer typischen Galaxie aus, wenn man sie von innen nach außen betrachtet. Nach einem steilen Anstieg der Rotationsgeschwindigkeit von Null auf einen Maximalwert, was auf einen massiven Kern hindeutet (entsprechend der Sonne in unserem Sonnensystem), fällt die Rotationsgeschwindigkeit wie bei einer typischen „Keplerkurve“ wieder ab, doch sehr bald steigt die Kurve wieder an, so als würde sie durch einen anderen Mechanismus aufgefangen, und bleibt dann, abgesehen von leichten Wellenbewegungen, konstant auf einem Niveau. An der Rotationskurve kann man also, diesmal von außen nach innen betrachtet, die Entwicklung verfolgen von rein orgon-energetischen Gesetzmäßigkeiten zu den Keplerschen Gravitationsgesetzen (die teilweise immer noch den Charakter des orgonomischen Potentials in sich tragen) und schließlich zur im wahrsten Sinne des Wortes „starren“ Mechanik kompakter Körper.

Es ist für die mechanistische Physik bezeichnend, daß sie diese funktionell so überaus erhellende Rotationskurve, die uns viel über das Verhältnis der masselosen Orgonenergie zur trägen Materie sagt, wegerklärt, indem sie Galaxien in einen Panzer aus kompakter Dunkelmaterie einsperrt. Der Astronom Robert H. Sanders hat die Schichten aus diesem überweltlichen Stoff, die sich angeblich um die Galaxien lagern, mit dem „verwickelten System der ‘Kristall-Sphären’“ der mittelalterlichen Astronomie verglichen. Es werde eines Tages unter seinem eigenen Gewicht zusammenfallen (F. Bertola, J.W. Sulentic, B.F. Madore (Hrsg.): New Ideas in Astronomy, Cambridge 1988, S. 293). Besser kann man den fundamentalen Unterschied zwischen der gegenwärtig vorherrschenden scholastischen Kosmologie und der orgonomischen Kosmologie gar nicht in Worte fassen.

Was „Dunkelmaterie“ tatsächlich ist, kann man am Verhalten von künstlichen Satelliten in unserem Sonnensystem ablesen: Um Satelliten schnell und kostensparend in die Fernen des Sonnensystems zu senden, benutzt man Planeten und Monde, insbesondere aber die Erde selbst, als „Schleudern“. Die Satelliten werden von den betreffenden Planeten oder Monden in ihrer Bewegung mitgerissen und ins All geschleudert. So weit so gut, aber es gibt ein Problem, denn die so erzeugte Beschleunigung unterscheidet sich, wenn auch nur geringfügig, von den errechneten Werten. Unter anderem wurde dafür eine kleine Ansammlung von Dunkelmaterie um die Erde verantwortlich gemacht. Luis Acedo Rodríguez von der Polytechnischen Universität von Valencia, Spanien hat eine eigene Theorie vorgebracht:

Ein sogenanntes gravitomagnetisches Feld, vermutet er, könne die Geschwindigkeitsänderungen verursachen. Ein solches Feld ergibt sich aus der Allgemeinen Relativitätstheorie Albert Einsteins. Genau genommen werden damit die Anteile des Gravitationsfeldes eines Himmelskörpers bezeichnet, die nicht durch dessen Masse erzeugt werden, sondern durch die Bewegung seiner Masse, im Wesentlichen also seine Rotation. (…)

Allerdings hat die Hypothese Schwächen, und die benennt Acedo gleich mit. So müßte sein gravitomagnetisches Feld den Breitengraden der Erde folgen, dann könnte es die meisten der bei den Swing-by-Manövern beobachteten Effekte erklären. „Einsteins Relativitätstheorie sagt ein solches Feld aber für die Längengrade vorher, was durch Satelliten wie Gravity Probe B bestätigt wurde“, konstatiert der spanische Forscher. „Würde ein solches Kraftfeld auch entlang der Breitengrade existieren, hätte es von geodynamischen Satelliten gefunden werden müssen, und es würde die elliptischen Bahnen von Raumsonden beeinflussen.“ Das sei jedoch nicht der Fall, deshalb könne ein solches Feld das Rätsel nicht lösen, ohne unser Verständnis von der Gravitation der Erde grundlegend zu verändern.

Die kosmische Orgonenergie bewegt sich auf den Breitengraden um die Erde herum.

spiral

Die Zukunft der Orgonomie (Teil 2)

18. Oktober 2014

Die Zukunft der Orgonomie ruht auf vier Pfeilern, von denen gegenwärtig alle vier brüchig, wenn überhaupt vorhanden sind:

  1. Orgontherapie: Ohne sie ist alles, was „innerhalb“ der Orgonomie getan wird, vom individuellen Charakterpanzer geprägt und damit kontraproduktiv. Konkret bedeutet dies, die Beiträge sind entweder mystisch oder mechanistisch entartet. Leider gibt es in Europa kaum Therapeuten.
  2. Orgonenergie-Akkumulator: Es ist eine der Tragödien der Orgonomie, daß beispielsweise in den 45 Jahren, in denen das Journal of Orgonomy erschienen ist, kein einziger Artikel über die therapeutische Anwendung des Orgonenergie-Akkumulators erscheinen konnte. Das geschah nicht nur aus Angst vor der FDA (der amerikanischen Bundesgesundheitsbehörde), sondern vor allem wegen der Befürchtung, aus der Arzthaftpflichtversicherung geworfen zu werden und damit die Approbation zu verlieren. Mit der Obama-Gesundheitsreform und der damit einhergehenden zusätzlichen Bürokratisierung kann die Situation nur noch schlimmer werden. Aus diesem Grund liegt die Zukunft der Orgonomie eher in Europa – solange das die EUdSSR noch zuläßt.
  3. Soziale Orgonomie: Ohne Studium und Handhabe der Emotionellen Pest ist die Orgonomie der Irrationalität der gepanzerten Menschen schutzlos ausgeliefert. Zu Reichs Zeiten waren es vor allem die konservativen Kräfte, die sich den Zielen der Orgonomie entgegenstellten (d.h. vor allem dem humanen Umgang mit Säuglingen, Kindern und Jugendlichen), heute sind es fast ausschließlich die sogenannten „progressiven“ Kräfte, die im Wege stehen. Beunruhigenderweise ist Europa in den letzten Jahrzehnten in einem Maße nach links gerückt, daß Ideologie alles bestimmt und Vernunft kaum noch eine Chance hat.
  4. Physikalische Grundlagenforschung: Hier gibt es zwei Probleme. Erstens erzwingt der gegenwärtige wissenschaftliche Standard einen derartigen Aufwand, daß eine Finanzierung zunehmend schwieriger wird. Ohne diese Anstrengung wäre orgonomische Forschung aber kaum mehr als Selbstvergewisserung. Zweitens ist die atmosphärische Orgonenergie seit Reichs Zeiten dermaßen geschädigt worden (ORANUR), daß die orgonotischen Phänomene immer schwerer dingfest zu machen sind. (Das energetische Absterben der Atmosphäre betrifft natürlich auch die drei ersten Punkte!)

Die Lage scheint ausweglos zu sein, doch das Schöne an der Orgonomie ist, daß jeder in jedem beliebigen Moment etwas Konstruktives tun kann. Man kann seine eigene Panzerung dadurch angehen, daß man sie zunächst einmal spürt. Man kann immer und überall die Orgonenergie beobachten. Man kann sich der Irrationalität in seiner Umgebung entgegenstellen. Und vor allem kann man sich bemühen, so funktionell wie nur irgend möglich zu leben. Liebe, Arbeit und Wissen sind die Grundlagen unseres Lebens, sie sollten es auch beherrschen!

Alles hängt von den „Massen“ ab – alles hängt von uns ab. Jeder Erwachsene trägt die Verantwortung für sein Leben und die Umstände, unter denen er lebt.

Die Orgontherapie ist so zentral wichtig, weil ohne Orgontherapie alles nichts ist! Deshalb erscheinen in der Zeitschrift für Orgonomie vorerst fast ausschließlich Texte zur Orgontherapie.

Betrachten wir dazu das Emblem der Zeitschrift. Historisch geht es auf die zu Reichs Lebzeiten von Elsworth F. Baker herausgegebene Zeitschrift Orgonomic Medicine zurück, deren Symbol eine Äskulapschlange war, die sich um das Symbol des orgonomischen Funktionalismus schlängelte (siehe hier). Als Baker diese Zeitschrift 1968 unter neuem Titel fortführte (The Journal of Orgonomy), gesellte sich zur Schlange, die die Medizin symbolisiert, der Blitz als Symbol der Physik. Die neue Zeitschrift sollte nämlich auch die von Reich herausgegebene Zeitschrift CORE ersetzen, in der es vor allem um Orgonbiophysik gegangen war. Insgesamt symbolisiert das Emblem der Zeitschrift für Orgonomie die drei Hauptbereiche der Orgonomie: Medizin (Schlange), Physik (Blitz) und Kosmologie (Spiralgalaxie).

Entsprechend wird die Orgonomie in den drei Bänden von Die Entdeckung des Orgons beschrieben: Bd. 1: Die Funktion des Orgasmus, Bd. 2: Der Krebs und der nie abgeschlossene dritte Band über die orgonomischen Funktionalismus, dessen geplanter Inhalt sich aus Äther, Gott und Teufel und Die kosmische Überlagerung in etwa erschließen läßt.

Nochmal: Warum ist dann die Orgontherapie so überproportional wichtig? Weil –, um mit Kant zu sprechen: „Die Welt erscheint nicht so, wie sie ist, sondern so, wie ich bin.“ Bin ich gepanzert, ist alles nichts! Oder anders gesagt: Es müssen in Deutschland erst eine „kritische Masse“ an Menschen eine Orgontherapie durchlaufen haben, ehe man sich sinnvoll mit etwas anderem als der orgonomischen Medizin beschäftigen kann!

Und hier geht es wirklich um die Orgontherapie, nicht irgendeine „Körperpsychotherapie“ oder eine vom American College of Orgonomy nicht autorisierte angebliche „Orgontherapie“!

In einem Kalender habe ich folgenden Spruch des Schweizer Jesuiten und Zen-Meisters Niklaus Brantschen gefunden: „Wie ich gehe, so geht es mir; wie ich stehe, so steht’s um mich; wie ich laufe, so laufen die Dinge bei mir.“ Kant wird hier sozusagen „verkörpert“. Im Kommentar wird auf alltägliche Sprüche verwiesen wie „Laß den Kopf nicht hängen!“, „mit stolzgeschwellter Brust“, „Trag die Nase nicht so hoch!“

Das bedeutet aber nicht, daß die Orgontherapie eine „Körpertherapie“ ist. Ganz im Gegenteil!

Reich hat seinem Mitarbeiter Myron Sharaf gesagt: „Es sollte möglich sein, Orgontherapie durchzuführen, ohne den Patienten zu berühren, nur mit Reden“ (z.n. Sean Haldane: Pulsation, London 2014, S. 199).

Und Baker hat geschrieben:

Manchmal kann man Gefühle freisetzen und manchmal läßt das Festhalten nach, wenn man dem Patienten beschreibt, was er ausdrückt oder was er tun möchte, oder wenn man ihm einen Spiegel vorhält oder durch verständnisvolle Worte und nicht durch direkte Bearbeitung der Muskeln. Ich habe oft das Gefühl gehabt, wenn man nur genug wüßte und aufmerksamer wahrnähme, könnte man die Therapie ganz und gar auf diese Weise durchführen. (Der Mensch in der Falle, München 1980, S. 91)

Noch etwas: Die Orgonomie wird in Deutschland nur eine Zukunft haben, wenn die Orgontherapie hier eine Zukunft hat. Mehr: die Orgonomie wird nur in Deutschland eine Zukunft haben. Oder anders ausgedrückt: hat Deutschland keine Zukunft, hat auch die Orgonomie keine Zukunft.

deutschorg

Eine Stippvisite im blau-grünen Galaxien-Zoo (Teil 2)

28. Juli 2014

Ein internationales Forscherteam um Gianfranco Gentile von der Universität in Gent ist auf Ungereimtheiten in der bisherigen Theorie von der Dunkelmaterie gestoßen. Die „Dunkelmaterie“ wurde vor allem postuliert, um den Zusammenhalt von Galaxienhaufen und die Rotationskurve von Galaxien zu erklären. Während sich die Planeten in einem Sonnensystem getreu den Gravitationstheorien Newtons und Einsteins so verhalten, daß sich ein innerer Planet wie Merkur schnell die Sonne umrundet, hingegen ein äußerer Planet wie Uranus sich entsprechend langsam bewegt, ist bei Galaxien die „Rotationskurve“ jedoch flach (teilweise sogar ansteigend!), d.h. die Sterne am Rande der Galaxie bewegen sich genauso schnell (wenn nicht sogar schneller!) wie die im Zentrum.

Die Orgonomie erklärt das damit, daß getreulich Reichs Überlagerungstheorie ständig frische Orgonenergie in die Galaxie einfließt und entsprechend die äußeren Sterne „antreibt“. Die mechanistische Wissenschaft hingegen erklärt die flache Rotationskurve mit der zusätzlichen Masse der unsichtbaren Dunkelmaterie: anders als im Sonnensystem ist die Masse einer Galaxie nicht im Zentrum konzentriert, sondern so verteilt, daß dabei die flache Roationskurve herauskommt.

Die Forscher um Gentile stießen nun jedoch bei ihren Berechnungen zur Verteilung Dunkler und sichtbarer Materie auf einen unerwarteten Zusammenhang: Es gibt möglicherweise eine bisher unbekannte Verbindung zwischen den beiden Materieformen. „Sie scheinen sich auf eine rätselhafte Weise miteinander auszutauschen“, erklärt [einer der Forscher]. So ist im Zentrum großer Galaxien offenbar gar keine Dunkle Materie nötig, um die beobachteten Gravitationseffekte zu erklären. Erst außerhalb einer bestimmten Grenzfläche hätte die Dunkle Materie dann einen Einfluß.

Mit anderen Worten, die mysteriöse „Dunkelmaterie“ verhält sich alles andere als mechanisch, weshalb die Mechanisten komplizierte Wechselwirkungen zwischen der normalen Materie und der Dunkelmaterie postulieren müssen. Oder die Gravitationsgesetze von Newton und Einstein müßten umgeschrieben werden, doch dem steht entgegen, daß die Dunkelmaterie, wie erwähnt, auch bei anderen Beobachtungen eine Rolle spielt.

bulletcluster

2006 berichtete New Scientist (Nr. 2566) über den ersten direkten Nachweis für Dunkelmaterie. Beim Galaxienhaufen 1E0657-56, dem „Bullet Cluster“ (siehe Bild oben), könne man anhand der Kollision eines kleinen mit einem großen Galaxiehaufen beobachten, wie sich normale Materie und Dunkelmaterie voneinander trennen.

Sieht man nicht eher die Teilung eines galaktischen Systems und die dabei freiwerdende Orgonenergie? – vgl. Überlagerung und Teilung in galaktischen Systemen.

Wie immer dem auch sei, eine Beobachtung in unmittelbarer Nähe unserer Milchstraße stellt in Frage, ob es die Dunkelmaterie überhaupt gibt. Pavel Kroupa und sein Team vom Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) der Universität Bonn, Gerhard Hensler, Leiter des Astronomischen Instituts der Universität Wien, und Helmut Jerjen von der Australian National University fanden, daß die Satellitengalaxien der Milchstraße entgegen den Voraussagen der gängigen Kosmologie nicht gleichmäßig verteilt sind, sondern in einer Ebene, einer Art Scheibe, rechtwinklig zur Milchstraße liegen.

Kroupa, Hensler und Jerjen argumentieren, daß infolge der Entstehung der Satellitengalaxien durch Kollision zweier Urgalaxien, die dann unsere Milchstraße bildeten, die Satellitengalaxien keine Dunkle Materie enthalten können. Doch da die Sterne in den Satellitengalaxien sich so schnell bewegen, als wäre Dunkelmaterie anwesend, schlagen die Forscher vor, ganz auf die Dunkelmaterie zu verzichten und stattdessen Newtons Gravitationsgesetz umzuformulieren.

Dieser Ansatz bringt dann aber das Problem mit sich, daß es, wie anfangs gezeigt, überzeugende Belege für die Existenz der Dunkelmaterie gibt.

Die Bewegung von Zwerggalaxien um die großen Galaxien, wie etwa die Milchstraße oder Andromeda, stellt generell das gesamte mechanistische Weltmodell in Frage, das typischerweise bisher davon ausging, daß sich die Zwerggalaxien vollkommen chaotisch (mechanisch) um die Großgalaxien herum bewegen. Geraint Lewis (University of Sydney) et al. hatten im letzten Jahr jedoch bekanntgegeben, daß die Hälfte der Zwerggalaxien, die Andromeda umrunden, dies geordnet in einer 300 000 Lichtjahre dicken Scheibe tun. Nunmehr stelle sich überraschend heraus, daß entsprechendes auch bei anderen großen Galaxien auftrete. Lewis:

Überall sahen wir diese seltsam kohärente koordinierte Bewegung der Zwerggalaxien. Daraus können wir extrapolieren, daß diese kreisförmigen Ebenen tanzender Zwerge universal sind und in etwa 50 Prozent der Galaxien beobachtet werden. Das ist ein großes Problem, das unseren kosmologischen Standardmodellen widerspricht. Es ist eine Herausforderung unserer Vorstellung, wie das Universum funktioniert, einschließlich der Natur der Dunklen Materie.

Interessant, wie der Redakteur von world-science.net fortfährt – als beschreibe er die kosmische Orgonenergie, d.h. die von Reich beschriebene „Dunkelmaterie“:

Die Forscher glauben, daß die Antwort in einem derzeit unbekannten physikalischen Prozeß verborgen liegen kann, der die Gasflüsse im Universum regelt. Einige Experten haben radikalere Vorschläge vorgebracht, einschließlich dem Verbiegen und Verdrehen der Gesetze von Schwerkraft und Bewegung. „Das Überbordwerfen scheinbar etablierter Gesetze der Physik ist äußerst unangenehm“, sagte Professor Lewis, „aber wenn unsere Beobachtungen der Natur uns in diese Richtung weisen, müssen wir einen offenen Geist bewahren. Darum geht es in der Wissenschaft.“

Ich bin überzeugt, daß sich diese Widersprüche in Nichts auflösen würden, würden die Astronomen endlich die eigentliche Quelle der Gravitation einkalkulieren: die kosmische Orgonenergie!

Kurioserweise erschien in der gleichen Ausgabe des oben erwähnten New Scientist der Aufsatz „’Ether’ Returns in a Bid to Oust Dark Matter“ des Physikers Glenn Starkman, Case Western Reserve University in Cleveland, Ohio, der sich fragt, ob das Konzept „Dunkelmaterie“ nicht überflüssiger Ballast ist. Es wäre doch viel einfacher zum guten alten Äther zurückzukehren!

Starkman und Kollegen der University of Oxford, Tom Zlosnik und Pedro Ferreira, postulieren einen Äther, der ein Feld, keine Substanz ist, und der nichts mit der Ausbreitung des Lichts zu tun hat. Seine Aufgabe ist es, die „Flexibilität“ der Einsteinschen „Raum-Zeit“ so zu erhöhen, daß Massen eine größere Gravitationswirkung haben, als von ihrem bloßen Gewicht her zu erwarten wäre.

Den Äther brachten sie ins Spiel, um eine Theorie von Jacob Bekenstein von der Hebrew University in Jerusalem, Israel zu vereinfachen, die wiederum auf einer Idee von Mordehai Milgrom, damals an der Princeton University fußte. Milgrom hatte bereits 1983 eine neue Naturkonstante in Newtons Theorie eingeführt, um die Gravitationskräfte in Galaxien ohne Dunkelmaterie erklären zu können. Bekenstein versuchte dann 2005 diese Idee mit der Allgemeinen Relativitätstheorie in Übereinstimmung zu bringen. Sein Ansatz bedurfte aber dermaßen vieler zusätzlicher Felder und Parameter, daß er nicht gerade zwingend wirkte. Starkmans Arbeitsgruppe hat Bekensteins Ansatz auf ein Feld reduzieren können: den (modifizierten) Äther.

Angebliche „Schwarze Löcher“ sind extrem konzentrierte Orgonenergie

11. Februar 2014

Die Formeln der Quantenmechanik haben Forscher um Tanmay Vachaspati (Case Western Reserve University, Cleveland) zur Schlußfolgerung geführt, daß es keine Schwarzen Löcher gibt. Desgleichen haben George Chapline vom Lawrence Livermore National Laboratory und Robert Laughlin von der Stanford University behauptet, mit „Dark Energy Stars“ die „Black Holes“ aus dem Lexikon der Kosmologie streichen zu können.

Die Allgemeine Relativitätstheorie sagt voraus, daß beim Kollaps eines schweren Sterns die Schwerkraft derart anwächst, daß noch nicht einmal mehr Licht entweichen kann. Damit geht aber auch Information für immer verloren, was nach der für die moderne Physik ebenso fundamentalen Quantenmechanik schlichtweg unmöglich ist. Deshalb muß, um die Naturgesetzte zu erhalten, beim Kollaps die Information ausgesandt werden, die bei der Entstehung des Schwarzen Loches verloren ginge. Die erwähnten Forscher argumentieren nun, daß durch diese informationshaltige Strahlung so viel Energie freigesetzt wird, daß sich die Materie des kollabierenden Sterns gar nicht mehr genug verdichten könne, um zu einem Schwarzen Loch zu werden.

Ein zweites schlagendes Argument lautet, daß für den Beobachter, der ein Objekt betrachtet, das in das Schwarze Loch fällt, die Zeit stillzustehen scheint, was nach der Quantenmechanik ebenfalls unmöglich ist.

Mit anderen Worten: nach den allgemein anerkannten Gesetzen der Physik kann es Schwarze Löcher gar nicht geben!

Chapline und Laughlin gelang es, die Gesetze der Allgemeinen Relativitätstheorie und der Quantenmechanik wieder zu harmonisieren, indem sie auf das Verhalten von supraleitenden Kristallen zurückgriffen, die durch „quantenkritische Phasenübergänge“ hindurchgehen.

Während dieses Übergangs sollte der Spin der Elektronen in den Kristallen großen Schwankungen ausgesetzt sein, aber diese Vorhersage wird durch Beobachtungen nicht unterstützt. Stattdessen scheinen die Schwankungen sich zu verlangsamen und hören sogar ganz auf, so als hätte sich die Zeit selbst verlangsamt.

„Da hatten wir unser Offenbarungserlebnis“, sagt Chapline. Er und Laughlin begriffen, daß, wenn ein quantenkritischer Phasenübergang auf der Oberfläche eines Sterns auftritt, sich die Zeit verlangsamt und sich die Oberfläche genauso wie der Ereignis-Horizont eines Schwarzen Loches verhalten würde. Die Quantenmechanik würde nicht verletzt werden, weil in diesem Szenario Zeit nie vollständig stillstünde. „Wir gehen von Effekten aus, die man im Labor wirklich beobachten kann, was, wie ich finde, den Schwarzen Löchern eine größere Glaubwürdigkeit verleiht,“ sagt Chapline.

Man lese dazu meine Ausführungen über Supraflüssigkeiten und Supraleitung in Orgonenergie-Kontinuum und atomare Struktur, wo ich diese quantenmechanischen Phänomene in die Orgonphysik einzuordnen versuche.

Ausgehend vom „quantenkritischen Phasenübergang“ analysierten Chapline und Laughlin mit Hilfe weiterer Kollegen den Kollaps massiver Sterne.

Tatsächlich sagt ihre Theorie statt Schwarzer Löcher einen Phasenübergang voraus, der eine dünne quantenkritische Schale erzeugt. Der Umfang dieser Schale wird durch die Masse des Sterns bestimmt und beinhaltet eben keine Raum-Zeit-Singularität. Stattdessen enthält die Schale ein Vakuum, der dem energiehaltigen Vakuum des freien Raums entspricht. Während die Masse des Sterns durch die Schale hindurch kollabiert, verwandelt sie sich in Energie, die zur Energie des Vakuums beiträgt.

Die Berechnungen des Teams zeigen, daß die Vakuumenergie innerhalb der Schale eine starke antigravitative Wirkung hat, genau wie die dunkle Energie, von der gesagt wird, sie beschleunige die Expansion des Weltalls. Chapline hat die Objekte, die auf diese Weise entstehen, als „Dunkelenergie-Sterne“ bezeichnet.

Was die „Dunkelenergie“ betrifft habe ich mich mit ihr bereits in Dunkelenergie und Orgonenergie beschäftigt. Es handelt sich hier um mißverstandene Orginenergie.

Aus der Entfernung unterscheiden sich die „Schwarzen Sterne“ kaum von herkömmlich konzipierten Schwarzen Löchern.

Wie viele Jahre wurden dem Publikum die „Schwarzen Löcher“ als Nonplusultra an moderner Wissenschaft vorgeführt, – doch letztendlich sind sie auch nur wieder Orgonenergie-Phänomene. Siehe dazu die Ausführungen über „Seyfert-Galaxien“ in Überlagerung und Teilung in galaktischen Systemen, wo ich George Chapline erwähne.

Man kann geradezu sehen, wie die „Schwarzen Sterne“ im Zentrum von Galaxien Orgonenergie ausstoßen:

Die Diskussion um die Schwarzen Löcher hat in den letzten Tagen wieder Fahrt aufgenommen: Stephen Hawking habe behauptet, daß es Schwarze Löcher gar nicht gäbe! Tatsächlich will Hawking die bisherige Vorstellung der Schwarzen Löcher grundlegend reformieren. Hawking selbst hatte gezeigt, daß aufgrund quantenmechanischer Prozesse Schwarze Löcher im Laufe von Jahrmilliarden langsam aber sicher „verstrahlen“: die berühmte „Hawking-Strahlung“. Jetzt wurde gezeigt, daß diese Strahlung quantenmechanisch nur dann möglich ist, wenn an der Stelle, an der es keine Rückkehr mehr aus dem Schwarzen Loch gibt, d.h. am sogenannten „Ereignishorizont“ alles verglüht, was ins Schwarze Loch fällt. Doch damit wird genau jene Äquivalenz gebrochen, die die Grundlage der Allgemeinen Relativitätstheorie ist, mit deren Hilfe Schwarze Löcher beschrieben werden. Ein Astronaut kann in einer abgeschlossenen Kapsel nicht wissen, ob er einem Schwerkraftfeld oder einer Beschleunigung ausgesetzt ist. Nun, wenn er in ein Schwarzes Loch fällt, wird er den Unterschied sehr wohl merken, wenn seine Füße anfangen zu kokeln!

Hawking versucht dieses Problem zu lösen, indem er den Ereignishorizont verschwinden läßt. „Kein Ereignishorizont, keine Feuerwand“, sagt er. Es gebe lediglich einen „scheinbaren Horizont“, der aber zeitlich variabel sei und aus dem Strahlung entkommen könne. Hawking versucht mit seinem Vorschlag, einen Weg aus dem Dilemma zu weisen, einen formalen Beweis legt er nicht vor.

In fünf Schritten durch das Universum: Reichs Leben als Naturforscher

27. Februar 2013

Wie an anderer Stelle erwähnt, setzt sich die orgonomische Wissenschaft aus fünf Bereichen zusammen: 1. Medizin, 2. Soziologie, 3. Biologie, 4. Physik und 5. Kosmologie.

  1. MEDIZIN: Zwischen 1919 und 1927 war Reich Psychoanalytiker und nichts außerdem. Er entwickelte die Orgasmustheorie und arbeitete die Charakteranalyse heraus. Der Organismus des Neurotikers ist krank, weil sich dem natürlichen Trieb, der entladen werden will, die Triebabwehr entgegenstellt. Das dynamische Gleichgewicht zwischen Trieb und Triebabwehr konstituiert den Charakterpanzer, der in der Charakteranalyse aufgebrochen werden soll, um eine ungestörte Triebökonomie zu ermöglichen („orgastische Potenz“). Der Panzer ist (abgesehen von Erbkrankheiten, Vergiftungen, Unfällen, etc.) für sämtliche psychologischen, psychiatrischen und medizinischen Leiden verantwortlich.
  2. SOZIOLOGIE: Zwischen 1928 und 1933 beschäftigte sich Reich neben der Medizin vor allem mit der sozialen Verursachung der Triebabwehr. Wie entstand die sexualfeindliche, „gepanzerte“ Gesellschaft? (Studie über die Trobriander) Wie ist eine sexualbejahende, „ungepanzerte“ Gesellschaft wieder herzustellen? (Studien über Sexualreform, den Faschismus und die Sowjetunion)
  3. BIOLOGIE: Zwischen 1934 und 1939 untersuchte Reich neben seinen medizinischen und soziologischen Studien den Trieb der Trieb-Triebabwehr-Dichotomie. Als Ergebnis einer erfolgreich verlaufenden Charakteranalyse hatten seine Patienten über „vegetative Strömungen“ berichtet, die Reich objektivieren wollte. In seinen „bio-elektrischen Untersuchungen über Sexualität und Angst“ maß er den Potentialunterschied zwischen der Hautoberfläche und dem Gewebe unterhalb der Haut. Er entdeckte, daß bei Lustempfindungen die Lebensenergie nach außen hin expandiert, während sie bei Unlustempfindungen (insbesondere Angst) nach innen hin kontrahiert. In einer zweiten Versuchsreihe versuchte er diese „Plasmabewegung“ unmittelbar unter dem Mikroskop bei durchsichtigen Mikroorganismen, insbesondere Amöben, direkt zu beobachten. Bei den entsprechenden Experimenten entdeckte er, daß nicht Zellen, sondern einfache Energiebläschen die kleinste Lebenseinheit darstellen. An diesen „Bionen“ entdeckte er schließlich eine Strahlung, die „Orgonstrahlung“, die sozusagen die Substanz der vegetativen Strömung ausmacht: es handelt sich um das Fließen von „Orgonenergie“ durch den Körper.
  4. PHYSIK: Zwischen 1940 und 1950 beschäftigte sich Reich neben seinen medizinischen, soziologischen und biologischen Studien mit den physikalischen Eigenschaften der von ihm entdeckten neuen Energieform Orgon. In erster Linie ging es dabei um die Untersuchung des von ihm konstruierten „Orgonenergie-Akkumulators“, der beispielsweise in seinem inneren wärmer ist als die Umgebung und in dem sich ein aufgeladenes Elektroskop langsamer entlädt als außerhalb des Akkumulators.
  5. KOSMOLOGIE: Zwischen 1951 und 1957 beschäftigte sich Reich neben seinen medizinischen, soziologischen, biologischen und physikalischen Studien mit einem Bereich, den er als „cosmic orgone engineering“ bezeichnete. Dabei ging es prinzipiell um zwei Forschungsrichtungen: die „kosmische Überlagerung“ und das ORANUR-Experiment, die sich jeweils damit beschäftigen, wie sich die Orgonenergie bei Erregung verhält. Verkürzt ausgedrückt, kommt es im kosmischen Orgonenergie-Ozean zur spiralförmigen Überlagerung von Orgonenergie-Strömen, die sich gegenseitig anziehen und erregen. Man denke in diesem Zusammenhang an eine typische Spiralgalaxie. Aus dieser Überlagerung geht Materie hervor. Diese Materie kann einen „Störfaktor“ im Orgonenergie-Ozean darstellen, insbesondere wenn sie wieder zerfällt („Radioaktivität“), wodurch es zu einer Übererregung der ursprünglichen Orgonenergie kommt, an deren Ende eine abgestorbene, toxische Form der Orgonenergie („OR“) steht, das „DOR“ (deadly orgone energy). Der OR-DOR-Metabolismus und die kosmische Überlagerung sind Inhalt des besagten Cosmic Orgone Engineering (CORE) und umfassen die vier anderen Bereiche der orgonomischen Wissenschaft.

reichswegfunf

Das Ende der Urknalltheorie (Teil 3)

12. Januar 2013

Teil 1

Teil 2

Der britische Astronom Roger Clowes (University of Central Lancashire) und Kollegen haben eine offensichtlich zusammengehörige Ansammlung von Quasaren entdeckt, die so groß ist, daß sie sämtliche Theorien über die Entwicklung und den Aufbau des Universums über den Haufen zu werfen droht, zumal weitere Entdeckungen dieser Art zu erwarten seien.

Es geht um etwas, was als large quasar group (große Quasar-Gruppe) bezeichnet wird und wie folgt aussieht:

Quasarendegroß

Die obere Ansammlung ist die große Quasar-Gruppe, von der hier die Rede ist, die untere eine zweite entsprechende Gruppe, die etwas kleiner ist.

Das Problem der ganzen Angelegenheit ist, daß die große Quasar-Gruppe am Firmament einen Raum einnimmt, der ungefähr so groß ist wie das Sternbild Löwe. Da die Quasare aber (nach Lehrmeinung) am fernen Rande des Universums stehen entspräche das einem Durchmesser von sage und schreibe 4 000 000 000 Lichtjahren. Damit wäre die große Quasar-Gruppe das bei weitem größte Gebilde im Universum überhaupt!

Trotzdem sie (der konventionellen Astronomie zufolge) 8,7 Milliarden Lichtjahre entfernt ist, nimmt die große Quasar-Gruppe also immer noch einen verhältnismäßig großen Teil des Nachhimmels ein. Es geht um den Fall des „kosmologischen Prinzips“, demzufolge das Universum ab einer gewissen Größenordnung gleichförmig ist. Ein derartig unvorstellbar großes Objekt widerspricht diesem Prinzip eklatant und ist mit der Vorstellung eines Urknalls schlichtweg unvereinbar!

Die einzige Rettung für das kosmologische Prinzip wäre, daß die große Quasar-Gruppe räumlich weitaus näher liegt und sie damit um Größenordnungen kleiner ist. Die große Rotverschiebung der Quasare korreliert also nicht mit einer entsprechenden Entfernung, sondern ist intrinsisch, die Quasar-Gruppen gehen demnach jeweils auf eine einzelne Muttergalaxie zurück, wie ich an anderer Stelle ausgeführt habe.

Mit dieser Vorstellung wäre das Universum aber nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich homogen, d.h. es hätte vor 9 Milliarden Lichtjahren weitgehend genauso ausgesehen wie heute – was erst recht mit der Urknalltheorie unvereinbar ist.

Diesmal gibt es kein Entkommen!

The Journal of Orgonomy (Vol. 38, No. 2, Fall/Winter 2004)

7. Dezember 2012

In seinem Artikel „Functional Cosmology, Part V: Lumination, Attraction, and Mass“ (S. 21-42) geht Robert A. Harman von der Frage aus, warum die grundlegenden „massefreien Funktionen“ Erstrahlung und Anziehung im Universum überwiegend an Masse gebunden sind, nämlich Lichtausstrahlung und Gravitation der Sterne.

Die Aktivität des kosmischen Orgonenergie-Ozeans läßt sich wie folgt beschreiben:

Die obige Frage beantwortet sich dergestalt, daß die beiden Gemeinsamen Funktionsprinzipien (CFPs) „koexistierende Wirkung“ und „relative Bewegung“ grundlegend unterschiedlich zu beschreiben sind. Während die beiden Faktoren Raum (L) und Zeit (t) bei der relativen Bewegung (v = L/t) homogene Funktionen sind, die sich zueinander proportional verhalten, sind L und t bei der koexistierenden Wirkung zwei heterogene Funktionen, die ineinander überführt werden können:

was mit der der Verwandlung von Materie in Orgonenergie einhergeht; und

was mit der der Verwandlung von Orgonenergie in Materie einhergeht.

Entsprechend kommt es im Universum zum „Zerstrahlen“ der Sterne und, wie es so schön heißt, zur „Schwerkraft“. Sie imponieren uns als „rein mechanische“ (an Masse gebundene) Phänomene, sind aber letztendlich nur sekundärer Ausdruck der grundlegenden orgonotischen Funktionen Erstrahlung und Anziehung.

Wichtig an Harmans Ausführungen ist, daß orgonotische Phänomene wie Erstrahlung und Anziehung spontan, unvorhersehbar, „lebendig“ sind, während wir es bei den Strahlungsphänomenen und der Gravitation mit hochpräzisen, berechenbaren Vorgängen zu tun haben. Dies ist, wie Harman orgonometrisch ausführt, mit der Wechselwirkung zwischen Materie und Orgonenergie zwanglos erklärbar.

Ein neuer Teilchenbeschleuniger – eine unrealistische Erwartung

16. November 2012

Der amerikanische Orgonom Dr. Charles Konia über orgonomische Teilchenphysik und Kosmologie:

Ein neuer Teilchenbeschleuniger – eine unrealistische Erwartung

Der Infrarothintergrund und das Olbersche Paradoxon

15. Juni 2012

In Überlagerung und Teilung in galaktischen Systemen habe ich mich bereits mit der „kosmischen 2,7-Kelvin-Hintergrundstrahlung“ beschäftigt (kurz „kosmische Hintergrundstrahlung“). Wir interpretieren sie als orgonotische Wärmestrahlung („To-T“), die Reich Anfang der 1940er Jahre entdeckt hat. Weniger bekannt ist die infrarote Hintergrundstrahlung.

Anfang der 90er Jahre hatte der Cosmic Background Explorer (COBE) der NASA den ganzen Himmel wieder und wieder mit Teleskopen abgetastet, die für den fernen Infrarotbereich, eine Übergangszone zwischen Licht und Radiostrahlung, empfindlich waren. Was sie vornehmlich sichteten, war warmer Staub, den Sterne aufgeheizt haben, Sterne, die derselbe Staub dem Blick im sichtbaren Licht entzieht. Sofort sichtbar geworden war auf den Himmelskarten des DIRBE-Instruments Staub in unserem eigenen Sonnensystem und in der Milchstraße. Es dauerte sieben Jahre, um all diese Staubkomponenten zu verstehen – und sie sorgfältig abzuziehen. Anfang 1998 waren sich mehrere unabhängig voneinander arbeitende Astronomenteams sicher: Auch wenn man allen bekannten Staub abzieht, bleibt immer noch ein „Hintergrundleuchten“ übrig, nämlich bei Wellenlängen ab 140 Mikrometern (0,14 mm). Noch ist völlig unklar, wo im Weltraum der Staub sitzt, der dieses Infrarotleuchten verursacht. (Daniel Fischer, Hilmar Duerbeck: Das Hubble-Universum, Basel 1998, S. 54f)

Der Großteil der elektromagnetischen Strahlung der Sterne wird im sichtbaren Bereich abgestrahlt. Könnte es sein, daß das „infrarote Restleuchten“ ein „rotverschobenes Leuchten“ weit entfernter Sterne ist?

Die Urknall-Theoretiker sind mit dem Problem konfrontiert, daß alle bisher bekannten Sterne schwere Elemente wie Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff und Eisen enthalten, die nicht direkt im Urknall entstanden sein können, aus dessen Materie sich die Galaxien gebildet haben. Deshalb schaltet man vor die jetzige Sternengeneration (Population I- und II-Sterne) eine ältere mittlerweile ausgestorbene Generation sehr massereicher reiner Wasserstoff- und Helium-Sterne (Population III-Sterne), die sich nach dem Urknall in den frühsten Galaxien gebildet haben sollen. Diese Sterne hätten die schweren Elemente erbrütet und der extragalaktische Infrarothintergrund sei ihr mittlerweile ins Infrarote verschobenes Licht.

Aus Sicht der im eingangs verlinkten Artikel erläuterten Müdes-Licht-Theorie kann man natürlich auch daran denken, dieser Infrarothintergrund sei das Produkt von ganz normalem Sternenlicht, das uns aus den Weiten eines unendlichen Universums erreicht. Dann müßte sich dieser Hintergrund natürlich auch kontinuierlich im Mikro- und Radiowellenbereich fortsetzen. Das Problem ist nur, daß er dort vom 2,7-K-Mikrowellenhintergrund überlagert wird, dessen Spektralkurve bis weit in den Radiobereich hinabreicht. Da die Strahlungsenergie der 2,7-K-Hintergrundstrahlung die aller anderen Wellenlängen zusammengenommen bei weitem übertrifft und damit alle anderen Effekte hoffnungslos überstrahlt (in diesem Frequenzbereich ist das Universum in gleißendes „Tageslicht“ getaucht), läßt sich der „Müdes-Licht-Infrarothintergrund“ natürlich nicht weiter in den Mikrowellen- und Radiobereich verfolgen.

Ohnehin ist es wahrscheinlich, daß ab einer bestimmten zurückgelegten Wegstrecke im kosmischen Orgonenergie-Medium die sekundäre Energie des Sternenlichts diskontinuierlich, sozusagen etappenweise in die primäre Orgonenergie übergeht. In diesem Zusammenhang kann man auf Courtney F. Bakers „Schalentheorie der Energiefelder“ verweisen. Bei seiner Erforschung des „elektrostatischen“ Feldes ist er auf eine Schalenstruktur gestoßen, die der Schulphysik entgangen ist. Als weitere Beispiele gibt er die Struktur der Atomhülle, die gesetzmäßige Verteilung der Planeten im Sonnensystem (die Titius-Bodesche-Reihe), die menschliche Aura mit ihren diversen Schichten und die Struktur der Erdatmosphäre an (C. Frederick Rosenblum: „The Electroscope: Part 2“, The Journal of Orgonomy, May 1970).

Entsprechend müßte die Rotverschiebung „gequantelt“ sein. Tatsächlich hat William G. Tifft Mitte der 1970er Jahre festgestellt, daß die Rotverschiebung nicht kontinuierlich über die verschiedenen Objekte verteilt ist, sondern Sprünge in Abständen des Mehrfachen eines bestimmten Wertes auftreten. Gleichzeitig war Geoffrey Burbidge auf eine gröbere Struktur in der Verteilung der Rotverschiebung gestoßen. Bereits 1967 hatte er gezeigt, daß bei der Rotverschiebung 1.95 ein Gipfel in der Galaxienverteilung lag. Im folgenden Jahrzehnt fand er die „Gipfelreihe“ z = 0.061, 0.30, 0.60, 0.96, 1.41 und 1.96. (Jenseits von 1.96 scheint es keine weiteren Gipfel zu geben, obwohl die größte bisher gemessene Rotverschiebung bei 4.9 liegt.) Das deutet natürlich eher auf die Gesetzmäßigkeiten der intrinsischen Rotverschiebung, unterstützt aber die Vorstellung von einer diskontinuierlichen Natur orgonotischer Vorgänge. Vielleicht ist es wirklich so, daß ab einer bestimmten Wegstrecke das kosmische Orgonenergie-Medium beginnt, die Photonen endgültig zu verschlucken.

Damit wäre auch das Olbersche Paradoxon gelöst, nach dem in einem in Raum und Zeit unendlichen Universum der Nachthimmel mindestens so hell sein müßte, wie die Sonnenoberfläche, da in jeder denkbaren Blickrichtung eine Sonne läge. Kosmischer Staub als Barriere für das Licht wäre keine Lösung, da er sich im Laufe der Zeit so aufheizen würde, daß er ebenfalls sonnenhell strahlte. In der Urknalltheorie löste man das Olbersche Paradoxon anfangs mit dem Dopplereffekt, doch neuere Berechnungen haben gezeigt, daß er viel zu klein ist, um die Strahlung ausreichend abzuschwächen. Statt dessen spricht man heute davon, daß das Weltall noch zu jung sei, als daß sich der ganze Raum mit Licht hätte füllen können.

In den letzten Jahren wurde der Infrarothintergrund mit dem Spitzer-Raumteleskop der NASA mit bisher unbekannter Präzision vermessen. Astronomen um Alexander Kashlinsky vom Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland, nehmen an, es sei das Nachglühen der „ersten Objekte“, gigantische Sterne und unersättliche Schwarze Löcher, die zwar enorm hell leuchteten, aber zu weit entfernt lägen, um individuelle Galaxien ausmachen zu können. Immerhin habe Spitzer aber ein allgemeines Muster in dieser Hintergrundstrahlung sichtbar gemacht.

Oben ein Himmelsausschnitt im unbearbeiteten Infrarotbereich, darunter das gleiche Gebiet, nachdem man alle bekannten Quellen subtrahiert (graue Flecken) und den verbleibenden Rest hervorgehoben sowie den Kontrast verstärkt hat: der Infrarothintergrund mit seinem Muster wird sichtbar.

LEDA 074886 und die funktionelle Kosmologie

2. April 2012

Ein Astronomenteam hat die bisher „kastenförmigste“ Galaxie überhaupt entdeckt, die Zwerggalaxie LEDA 074886:

Die sehr seltenen „box-like galaxies“ werfen gewichtige Probleme auf, denn wie die Kastenform mit natürlichen Mechanismen erklären? Das Rätsel wird dadurch vertieft, daß sich im Inneren von LEDA 074886 ein diskusförmiges Objekt aus jungen Sternen befindet:

Das erklären zu wollen, kann vorerst in kaum mehr münden als haltloser Spekulation. Weitaus fruchtbarer ist es, zunächst einmal die Besonderheiten von LEDA 074886 einfach nur zu registrieren und nach Objekten zu suchen, die ähnlich wenn nicht sogar identisch aussehen. Etwas, was bei solchen Freaks wie LEDA 074886 leicht und überschaubar sein sollte.

Wie der amerikanische Orgonom Robert A. Harman aufgezeigt hat, erscheint uns das Universum außerhalb unserer Galaxie statisch. Durch die Untersuchung der Rotverschiebung können wir allenfalls auf die einförmige Expansion des Universums und einige Partikularbewegungen schließen. Ganz anders sieht es aus, wenn wir die Strukturen ernstnehmen und zunächst einmal von der Rotverschiebung absehen. Vielleicht haben wir so die Möglichkeit, die energetische Essenz des Universums, d.h. die Entwicklung und Bewegung, anhand der jetzigen Strukturen (bzw. natürlich der Strukturen so wie wir sie jetzt sehen) zu rekonstruieren.

Man betrachte etwa die Galaxie „Hoags Objekt“, die mindestens genauso auffällig und selten ist wie LEDA 074886:

Zwischen dem Kern und Sternenring findet sich auf 1 Uhr „Hoags Baby“ (Harman: „Functional Cosmology, Part II. The Creation of New Galaxies in Situ“, The Journl of Orgonomy, 36(2), Fall/Winter 2002), das wie eine Miniversion von Hoags Objekt aussieht. Nach klassischer Auffassung liegt „Hoags Baby“ weit hinter der Galaxie und hat nichts mit ihr zu tun. Wie wahrscheinlich ist das für derartig seltene Objekte?! Außerdem weist Harman darauf hin, daß die Galaxie NGC 1291, die Hoags Objekt extrem ähnlich sieht, von uns aus gesehen genau am gegenüberliegenden Ende des Universums liegt:

Das Universum ist kein aufgehender, imgrunde chaotischer Hefekuchen, sondern wie in allen Bereichen der Natur geben auch die kosmischen Strukturen Zeugnis von einer geordneten funktionellen Entwicklung.


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 42 Followern an