Mit ‘Abtreibung’ getaggte Artikel

Saharasia: Holocaust an Frauen

23. April 2012

Wissenschaftler vom St. Stephen’s Hospital in New Delhi und vom All India Institute of Medical Science in New Delhi haben 2008 berichtet, daß in Indien sage und schreibe 44 Millionen Frauen fehlen. Sie sind Vernachlässigung und Mord (Kindsmord und „Abtreibung“) zum Opfer gefallen.

Fünf Jahre zuvor hatten Wissenschaftler, ebenfalls vom St. Stephen’s Hospital in New Delhi, berichtet, daß weibliche Babys in Indien mit einer weitaus größeren Wahrscheinlichkeit sterben wie männliche.

Das Geschlechtsverhältnis bei der Geburt lag bei 869 weiblichen pro 1000 männlichen Babys. Die mittlere Säuglingssterblichkeit lag bei weiblichen Babys 1,3 mal höher als bei männlichen (72 gegen 55 pro 1000). Diarrhöe war insgesamt für 22% der Todesfälle verantwortlich, wobei doppelt so viele Mädchen an Diarrhöe starben. Es gab keine bedeutenden Unterschiede in der Anzahl von Todesfällen durch Ursachen wie Geburtsasphyxie, Blutvergiftung, Frühgeburten und angeborene Fehlbildungen. Bei 10% der Todesfälle gab es keine vorangehende Krankheit und es konnte keine zufriedenstellende Ursache gefunden werden. Drei von vier solcher Todesfälle betrafen Mädchen.

T-online berichtet nun über eine Studie von 2006 derzufolge 10 Millionen Frauen in Indien fehlen. Hinzu kommt die Folter, die Frauen von Geburt an ausgesetzt sind:

Für die drei Monate alte Afreen kam jede Hilfe zu spät. Übersät von blauen Flecken und Brandmalen starb das drei Monate alte Mädchen in einem Krankenhaus in Südindien. Der Säugling hatte nach Ansicht des Vaters das falsche Geschlecht, wie die Mutter der Polizei erzählte: Der 25jährige wollte einen Sohn.

Solche Dramen kommen in ganz Indien vor. Im März starb in der Hauptstadt Neu Delhi ein weiblicher Säugling mit gebrochenen Armen und Schädeltrauma. Kürzlich verhaftete die Polizei im nordindischen Amritsar einen Mann: Er soll seine Frau erwürgt haben, weil sie eine dritte Tochter gebar. Und immer wieder werden weibliche Föten auf Müllhalden oder in alten Brunnen entdeckt.

Das Erschreckende ist, daß dieser Massenmord, dieser „Gender-Holocaust“, dieser flächendeckende Seelenmord durch Vernachlässigung und Folter, durch die Moderne nicht etwa aufgehalten, sondern verstärkt, wenn nicht erst möglich gemacht wurde. Seit 1980 ist es möglich, das Geschlecht von Föten zu bestimmen und alle Inder, die es sich leisten können, merzen entsprechend ihre weiblichen Nachkommen bereits im Mutterbauch aus. Hinzu kommt, daß die Aussteuer, die Mädchen traditionell bei Verheiratung mitgegeben werden muß, mit wachsendem Wohlstand und ausufernden Konsumwünschen astronomische Ausmaße angenommen hat. Ein Mädchen ist gleichbedeutend mit dem finanziellen Ruin!

Man kann sich ausmalen, wie diese geschundenen Wesen, die Frauen Indiens, mit ihren Kindern umgehen! Kein Wunder, daß für die Kinder das Leben ein Jammertal, eine wahrhafte Hölle ist, dem man mit „Spiritualität“ entfliehen muß! Daher, aus dieser seelischen Malaise, stammt die massenmörderische Frauen- und Sexualfeindlichkeit. Hare Krishna!

Nazis und ethische Dilemmata, wohin man sieht

5. Februar 2012

Zu diesem Blogeintrag wurde ich durch einen Kommentar über die bevorstehende Ausmerzung der Trisomi 21 inspiriert. Progressive, die nicht gegen das Recht „lebensunwürdiges Leben“ abzutreiben, protestieren würden, entlarvten sich als verkappte Nazis. Man denke auch an die Angriffe gegen Thilo Sarrazin und Gunnar Heinsohn von Seiten eben dieser angesprochenen „Progressiven“. Sarrazins und Heinsohns Sorgen um die demographische Entwicklung und die Qualität des Genpools in Mitteleuropa würden beide als verkappte Nazis entlarven. Demnach sind wir also ringsum von menschenfeindlichen Nazis eingekreist.

Derartige Diskussionen sind so unerquicklich, weil der gepanzerte Mensch konsistent zwei Faktoren stets übersieht:

  1. den menschlichen Faktor; und
  2. die Zukunft.

Was immer man auch für großartige Theorien über die Gesellschaft, die Wirtschaft, die Demographie, etc. aufstellt, es sind die Menschen, die noch jede Theorie ad absurdum geführt haben. Man denke nur an den Marxismus oder auch beliebige andere Wirtschaftstheorien: die Menschen verhalten sich nicht gemäß ihren Klasseninteressen, objektiven ökonomischen Interessen; Rechtstitel sind nur so viel wert, wie sie von Menschen als „heilig“ erachtet werden, etc.pp. Man wird einerseits niemals „die“ Menschen dazu zwingen können, weniger als perfekte Nachkommen zeugen zu wollen – und andererseits werden „die“ Menschen ihr einmal geborenes eigenes Fleisch und Blut bedingungslos, d.h. abseits von jedem Kalkül lieben. Da kann man mit noch soviel wirtschaftlichen, rechtlichen oder gar „eugenischen“ Theorien aufwarten!

Das bedeutet jedoch nicht, daß es außerhalb der Charakterstruktur der Massen keine objektiven Maßstäbe gäbe. Der eine Maßstab, den jeder Neurotiker systematisch umgeht, sind die Folgen seines Handelns. (Das ist so, weil Angst vor Konsequenz, d.h. letztendlich die orgastische Impotenz, den Kern seines Zustandes ausmacht.) Was bedeutet es für unser Zusammenleben, ja für unsere individuelle Sicherheit, wenn Menschen nicht mehr ein Wert an sich sind, sondern dem Kosten-Nutzen-Kalkül unterstellt werden, wie die Behinderten zur Nazizeit? Und was bedeutet es für Deutschland, wenn der angeborene IQ des Bevölkerungsdurchschnitts weiter sinkt und der Anteil von Gendefekten durch die islamtypische Inzucht weiter wächst?

Das kann nur bedeuten, daß man zweierlei Dinge tut, die sich nur aus neurotischer (ideologischer) Sicht widersprechen:

  1. alles tun, um die Würde und das Glück des vorhandenen behinderten Lebens zu sichern; und
  2. mit gleicher Kraft verhindern, daß es in Zukunft behindertes Leben geben wird.

Das sind die rationalen Vorgaben, über die nur ein Neurotiker, der auf seiner „eigenen Meinung“ besteht, weiter diskutieren könnte. Da jedoch die Menschen gepanzert sind, erscheinen solche durch und durch abstoßenden, obszönen Artikel wie der eingangs verlinkte – und angeblich erwachsene Menschen diskutieren einen derartigen Dreck.

„Ja, aber es geht doch um Abtreibung, also Mord!“ – Aus Angst vor seiner eigenen widersprüchlichen Struktur und seinem tief verankerten Sadismus muß der gepanzerte Mensch alles zu einer „ethischen Grundsatzfrage“ machen. Eine erbarmungslose „Ethik“, die zu jeder Menge unauflöslicher „Dilemmata“ führt, die ein getreues Abbild der Hilflosigkeit des gepanzerten Menschen sind.

Gottes Gesetz

6. Oktober 2011

Gott ist nichts als der Zuckerguß über dem Teufel. Man vergleiche nur die 10 Gebote mit all dem Schrecklichen, was in Jahwes Namen in der Bibel geschieht. Die Bibel ist ein zutiefst obszönes Buch.

Mit diesem Widerspruch (der „Gott des Lebens“ ein Todfeind des Lebens) werden wir erst fertig, wenn wir zwischen zwei unvereinbaren Religionen unterscheiden, die in der Bibel ihren Niederschlag gefunden haben: der matriarchalen und der levitischen. Diesem sich gegenseitig ausschließenden zweierlei Religionsverständnis hat Elsworth F. Baker in seinem Buch Der Mensch in der Falle Ausdruck verliehen, als er „Religion“ in den folgenden beiden Sätzen gegenteilig definierte:

  1. „Das kosmische Gefühl (der innerste Kontakt) ist die Grundlage aller Religionen.“ (S. 119)
  2. „(…) die Entwicklung eines Gewissens oder Über-Ichs, [heißt] Verdrängung, Zivilisation und die Geburt der Religion (…)“ (S. 72)

In seiner Sammlung von Aphorismen The Value of Values, die zwischen Nietzsche und Reich vermitteln sollen, hat Jerome Eden bestritten, daß man die zweite Erscheinung überhaupt Religion nennen darf:

Keine organisierte Körperschaft, die auf der Grundlage von Prinzipien arbeitet, die der Natur und dem Gott der Natur zuwiderlaufen, darf sich als wahre „Religion“ bezeichnen. Eine natürliche Religion beruht auf der Lebensformel oder sie kann sich nicht in Übereinstimmung mit dem Leben befinden.

Man kann aber auch das gesamte Phänomen „Religion“ als Äußerungsform der Emotionalen Wüste betrachten. Heide Göttner-Abendroth schreibt dazu:

„Re-ligio“ bedeutet so etwas wie „Rückbeziehung, Rückbindung“. Eine Rückbindung ist aber erst dann erforderlich, wenn die primäre Bindung verlorengegangen ist (wie es die Paradiesvertreibung in der Bibel anschaulich macht). Und die primäre Bindung kann nur dann verlorengehen, wenn die Gottheit etwas Fernes, Hohes, Fremdes, Transzendentes geworden ist, das man wieder suchen muß, kurz: wenn die Gottheit etwas grundsätzlich anderes ist als man selbst. (Für die Musen, Frankfurt 1988, S. 54)

Durch die Wüstenpanzerung hindurch versucht sich der Mensch an seinen Kern („Gott“ als kosmisches Gefühl) zurückzubinden. Durch die Panzerung wird Gott zum „ganz anderen“. Diese „Transzendenz“ kam mit dem Patriarchat in die Welt – und Gott verschwand aus der Welt. James DeMeo schreibt, der patriarchale Gott sei dadurch gekennzeichnet, daß er nicht innerhalb der Natur gegenwärtig ist, sondern außerhalb der Natur, so daß es religiöser Spezialisten („Leviten“) bedürfe, die zwischen diesem fernen, unerreichbaren Gott und dem Menschen vermitteln (The Saharasia Connection, University of Kansas 1986, S. 228). Schließlich fällt auch diese Vermittlung weg und der Mensch lebt nur noch nach Prinzipien, nach dem Gesetz, der Schrift (Levitentum wird zu Rabbinertum, Katholizismus zu Protestantismus, Feudalismus zu Liberalismus).

Man geht fehl, wenn man glaubt, daß das Recht des „du sollst“ mehr Menschlichkeit schaffen würde. In Wirklichkeit ist es auch nur Mord. Organisierter Mord, Menschenopfer, die der Göttin Justitia dargebracht werden. Prinzipiell gibt es keinen Unterschied zwischen z.B. der Ehebrecherin, die in Saudi Arabien in einem Menschenopferritual gesteinigt wird, und einem beliebigen Rechtsfall in einem anderen Rechtsstaat. Das Recht ist nichts weiter als institutionalisierte Gewalt, die Fortsetzung des Krieges, den das gepanzerte „Leben“ gegen das Lebendige führt, mit anderen Mitteln.

Der krasseste aktuelle Fall ist wohl die hochethische Abtreibungsgesetzgebung. Im Vergleich der Kulturen hat DeMeo festgestellt, daß in jenen Gesellschaften, wo „das ungeborene Leben geschützt wird“, in einem überdurchschnittlichen Ausmaß Feinde getötet, gefoltert und verstümmelt werden. Je friedlicher Völker sind, desto geringer ist die Strafe für den Abortus (ebd., S. 198).

Das Gegenmodell (wenn dies das richtige Wort ist) für die hierarchische Struktur von Offenbarung, Vermittlung und Befolgung oder aber für den liberalen Rechtsstaat ist eine Gesellschaft, die auf der Wissenschaft (im Sinne Nietzsches als „gesunder Begriff von Ursache und Wirkung“) beruht. Gerda Weiler hat diese matriarchale Geistesart selbst im Alten Testament gefunden, vor allem im Buch der Sprichwörter. In Spr 24,30-34 z.B. beschreibt der Ich-Erzähler, wie er am „Feld eines Faulpelzes“ vorüber ging, das vollkommen verwüstet war. „Ich sah es und zog meine Lehre daraus“, nämlich kein Faulpelz zu sein. Weiler kommentiert diese naive Volksweisheit wie folgt:

Ein Mensch hat einen sinnvollen Zusammenhang erkannt, er hat gesehen, daß Fleiß eine nützliche Tugend ist. Er sagt: „Ich!“ – Ich habe gesehen und danach gehandelt. Als Empfehlung gibt er es weiter an ein Du. Aber er sagt nicht: Du mußt! Du sollst! Er weist auf die Folgen der Faulheit in: Die Armut wird dich überkommen, wie ein Wanderer kommt über Nacht. (Ich verwerfe im Lande die Kriege, München 1984, S. 377)

In einer von der Wissenschaft geprägten Gesellschaft braucht es kein „Du sollst“ zu geben, kein Gesetz, kein Recht. Solange wir noch ein Rechtsstaat sind, bleiben wir mit einem Bein im Mittelalter!

Als Beispiel für solche wissenschaftlichen Gesellschaften verweist Weiler auf verschiedene Untersuchungen: auf Henry Lewis Morgans Arbeit über die mutterrechtlich organisierten Irokesen, eine Arbeit über das prä-römische Gallien sowie eine Arbeit über „die älteste israelitische Stammesordnung“ (ebd., S. 370).

Die Irokesen kannten keinerlei Gesetze. (Es ist äußerst interessant, daß Franklin und Jefferson manche ihrer Ideen für die Ausformulierung der amerikanischen Verfassung aus dem hochentwickelten sozialen Leben der Irokesen geschöpft haben.) Die Religion der Druiden „entbehrte jeder ethischen Grundlage“. Das alte Israel war an keine „höhere Moral“ gebunden. (Über die Zeit vor David heißt es: „Es gab zu jener Zeit noch keinen König in Israel, und jeder tat, was er wollte.“ Ri 17,6 und 21,25, der Schlußsatz des Buches von den Richtern.) Als Beispiel sei auch auf die kleinasiatischen Lykier verwiesen, über die es in der Antike hieß: „Sie haben keine Gesetze, nur Gebräuche, und werden von alters her von den Frauen beherrscht“ (z.n. Hans Biedermann: Die Großen Mütter, München 1989, S. 173). Das Matriarchat ist eine Gesellschaft ohne Gesetz. Darauf ist Christus zurückgegangen – „dem Christen ist kein Gesetz gegeben“.

Jesus konnte so denken, weil er an das Gute im Menschen glaubte. Er dachte vom Kern her, während das Alte Testament (mit den genannten Ausnahmen) in der Schicht der sekundären Triebe steckenblieb und nicht darüber hinaus denken konnte.

Christopher Turner und Alfred Biolek

28. August 2011

Ich versuchte lange der neuen Reich-Biographie von Christopher Turner unvoreingenommen gegenüberzutreten. Ich glaube, ich habe mit meinem Blog bewiesen, daß ich alles andere als ein kritikloser „Verherrlicher“ Reichs bin. Der Bruch kam, als ich mir den Umschlag und den Einband etwas genauer anschaute. Ich wäre beinahe vom Hocker gefallen! Vorne prangt eine kleine rote Figur, die sogar in den Buchrücken eingestanzt wurde. Ein rauchender Mann mit Hut, der ansonsten nur mit einem Mantel bekleidet ist. Füße und Beine sind nackt, wobei die Beine merkwürdig weiblich wirken und man vermeinen könnte, die untere Hälfte der Figur stelle eine Frau im Rock dar.

Wen soll dieses kleine Männchen darstellen, wenn nicht Reich selbst? Entweder als „dirty old man“ oder als bizarres Zwitterwesen. In jedem Fall: Kann man sich einen heftigeren Ausdruck von Haß und Verachtung vorstellen?!

Man spürt in praktisch jedem Satz, wie der hintervotzige Turner vor Verachtung geradezu birst. Er erinnert mich in dieser Hinsicht frappant an Alfred Biolek, der einmal in einem Fernsehgespräch mit Harald Schmidt, das anläßlich eines runden Geburtstages von oder Preises für Biolek zu dessen Ehren geführt wurde, auf eine kleine Anekdote Schmidts, in der dieser seinen eigenen Erfolg im Fernsehgeschäft beschrieb, antwortete: „Meine Verachtung! – Ähhh, ich meine natürlich meine Hochachtung!“ Ein solches Verhalten ist typisch für den passiv-femininen Charakter. Das Schlimme ist, daß solche Typen weite Teile der Medien und ganz allgemein des „Kulturbetriebs“ dominieren.

In den Eingaben an die Berufungsgerichte ist Reich auf solche Arschlöcher eingegangen:

Im Gerichtsprozeß blieb der wahre Angreifer, der Drahtzieher, im Hintergrund verborgen. Er benutzte – und mißbrauchte – seelisch kranke Menschen: Voyeure, Leute, die sich persönlich angegriffen fühlen durch meine Enthüllungen über den „Kleinen Mann“ (…), phallisch-sadistisch-homosexuelle Menschen, die ihre Bewunderung für mich, und ihren Wunsch von mir behandelt zu werden, so zum Ausdruck brachten, wie sie es in meiner Arztpraxis tun würden: durch Messerattacken, durch sadistisches Verspotten, Verleumdungen, oder – als schizoider Charakter – durch tatsächliche Versuche mich zu ermorden. Diese Beispiele mögen genügen, um zumindest etwas von der Pathologie im Hintergrund freizulegen; passiv-homosexuelle Menschen, die sich dem phallischen Charakter unterwerfen, dem Drahtzieher der Verschwörung. (Jerome Eden, Hrsg.: Earth on Trial, Idaho 1988, S. 41)

Turner frägt sich, ob Reich sich im Geschlechtsakt, wenn seine Partnerin endlich ihren Ekel vor seiner Haut (er litt unter Psoriasis) überwunden habe, erstmals heimisch in seiner eigenen Haut fühlte. Könnte die sexuelle Revolution, so frägt Turner, vielleicht aus Reichs gestörtem Verhältnis zu seinem eigenen Körper entsprungen sein? (S. 35f).

Auf solche Gedanken muß man erst mal kommen! „Fassade“, passive Aggressivität und vor allem der Widerstreit von Faszination und Ekel. Biolek! Christopher hat sein Ph.D. mit einer kulturhistorischen Studie über „Disgust“ (Ekel) gemacht!

Wenn ich mir Turner so betrachte, ist es wirklich eine Frage, ob das folgende nur Schludrigkeit oder pure Lust an der Gemeinheit ist:

Er berichtet von Reichs Liebesverhältnis zu Lore Kahn, die schließlich unter tragischen Umständen verstarb. Im Buch Leidenschaft der Jugend hat Reich diese Geschichte im Detail erläutert und dabei die Vorwürfe von Lores Mutter, ihre Tochter sei infolge einer illegalen Abtreibung gestorben, von sich gewiesen. Turner wirft nun Reich vor, gelogen (in posthum veröffentlichten Tagebucheintragungen!) und vielleicht sogar die Abtreibung selbst durchgeführt zu haben. Eine Geschichte, die nun in Besprechungen von Turners Buch weite Verbreitung findet.

Turner beruft sich bei dieser ungeheuerlichen Geschichte auf Myron Sharaf. Wörtlich:

In 1962, Reich’s second common-law wife Elsa Lindenberg, who also aborted one of Reich’s children at his insistence, told Reich’s student and biographer Myron Sharaf that Kahn had died from an illegal abortion, which suggests that this is how Reich recounted the story after they met in the early 1930s. (S. 56)

“(…) which suggests that this is how Reich recounted the story after they met in the early 1930s.” Was soll denn das bedeuten?! Die Stelle wird man in Sharafs Fury on Earth vergebens suchen, zumal Turner keinerlei Quellenangabe gibt. Zwar berichtet Sharaf von der angeblichen Abtreibung, beruft sich aber (Fußnote 17, Kapitel 4) auf vage Hinweise in zwei Interviews 1971 mit Grete Bibring und Lia Laszky! Sharaf: „Both interviewees were somewhat vague about the relationship beteween WR and the teacher [Lore Kahn], but their stories generally coincided.” Durch die Veröffentlichung von Leidenschaft der Jugend hat sich die Frage nach der angeblichen Abtreibung dann endgültig aufgeklärt: es ist nichts dran an der Geschichte. Doch Turner, dessen Element der haltlose Klatsch und die haltlose Unterstellung ist, zieht das ganze wieder hervor, indem er sich auf die Fußnote 17, Kapitel 3 bezieht, wo sich Sharaf zwar tatsächlich auf Lindenberg beruft, nur hat die betreffende Stelle nichts mit Lore Kahn zu tun…

Hauptsache Turner kann Reich in einem denkbar schlechten Licht zeichnen. Sharaf nahm das Kahn-Märchen zum Anlaß, um zu begründen, warum Reich so engagiert für die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs stritt. Nie mehr derartig sinnlose Tragödien bei illegalen Abtreibungen! Turner nutzt das von ihm wieder aufgewärmte Märchen, um Reich als Lügner und implizit als Mörder hinzustellen.

Ähnlich geht Turner beim Verhältnis Reichs zu seiner späteren Ehefrau Annie vor. Er habe seine Stellung als Psychoanalytiker mißbraucht, um an Frauen heranzukommen, an die er normalerweise nie herangekommen wäre (S. 57). Nicht nur, daß solche Verhältnisse damals nichts Ungewöhnliches waren, wie Turner selbst zugeben muß; die beiden Frauen gehörten sowieso zum Kreis, in dem sich Reich bewegte.

Warum dann diese Anschuldigung? Das Buch schließt mit Turners Leidensgenossen Michel Foucault: die sexuelle Befreiung sei schließlich doch nur eine besonders perfide Methode der sozialen Kontrolle (S. 446). Turner will darauf hinaus, daß Reich von Anfang an in diesem Sinne auch im privaten Bereich gehandelt habe.

Christopher benimmt sich wie ein verbittertes altes Klatschweib, das lästert: „Haben Sie schon gehört,…“ Alles richtet sich gegen das Liebesglück der anderen.

Hier ein weiteres Beispiel für das, was man im Englischen so schön als „character assassination“ bezeichnet:

Mit dem Einfluß der Atomenergie, die in den 1950ern den amerikanischen Geist in Beschlag nahm, habe Reich erklärt, warum mit dem Orgonenergie-Akkumulator nicht jeder, dem er den Akkumulator verschrieben hatte, geheilt werden konnte (S. 8). Ich frage, kann man sich eine gemeinere Niedertracht vorstellen, als eine solche (ohnehin vollständig widersinnige) Unterstellung? Reich als Geschäftemacher, der unrealistische Heilungsversprechen machte und dann auch noch die irrationalen Ängste seiner Mitmenschen ausnutzte, um Reklamationen von vornherein entgegenzutreten?

Oder man nehme den Bildteil des Buches, wo es unter dem folgenden Photo von Eva Reich heißt, Reich habe gehofft, dieses Gerät, der Orgonenergie-Akkumulator, könne „die sexuelle Unterdrückung und Krebstumore auflösen“. Sic! Darunter dann ein Bild von William S. Burroughs Akkumulator, der berichtet habe, er hätte in dieser „Kiste“ einen „spontanen Orgasmus“ gehabt.

Der Rote Faden: Reich und die KPÖ (Teil 1)

22. Mai 2011

Mit Reichs „Jugendfreund“ William S. Schlamm habe ich mich bereits an anderer Stelle ausführlich auseinandergesetzt. Auf dem 5. Parteitag der KPÖ von 1922 wurde Reichs Freund Schlamm der Jugendvertreter im neuen Exekutivkomitee der Partei, das sich zusammensetzte aus F. Koritschoner, K. Tomann, Dr. J. Frey, A. Ströhmer, Dr. P. Friedländer, Kastner, Richter, F. Gruber, J. Riehs, Kern und Tober (Herbert Steiner: Die Kommunistische Partei Österreichs von 1918-1933, Wien 1968). Josef Frey ist bereits im letzten Teil des Roten Fadens aufgetaucht. Man kannte sich!

1927, auf dem 9. Parteitag der KPÖ, wurde Schlamm Mitglied des ZK neben Johann Koplenig, G. Fiala, F. Honner, A. Ziegler, J. Riehs, Schönfelder, A. Ströhmer, A. Ketzlik, F. Kammerer, O. Benedikt, Schevecik, Futterer, Kersche, Hanska, Schmidtberger, G. Wegerer, Cagran, Pusterhofer, Scherhaufer, Bohl und G. Lande.

Vor dem 10. Parteitag im Januar 1929 kristallisierten sich zwei Fraktionen innerhalb der Partei an der Frage aus, ob die gegenwärtige Stabilisierung des Kapitalismus in Österreich nur zeitweise sei oder dauerhaft Bestand haben werde. Als Führer der Komintern hatte Stalin verkündet, daß die Stabilisierung des Kapitalismus in der Westlichen Welt nur eine vorübergehende Erscheinung sei und daß eine Krise des Kapitalismus unmittelbar bevorstehe. Die Minderheitsfraktion sprach sich auch gegen Stalins „Sozialfaschismustheorie“ aus und leugnete, daß sich die SDAP (die sozialdemokratische Partei Österreichs) nach rechts bewege. Dieser Minderheit gehörten Schönfelder, Schlamm und J. Riehs an. Eine Abstimmung ergab 88% für die Mehrheit, 7% für die Minderheit und 4% Unentschiedene. (Wie wir im letzten Teil gesehen haben, stand Reich auf der Seite der Mehrheit und damit auf Stalins Seite!)

Otto Benedikt griff die „opportunistische Minderheit” an, die die Massen vom Kampf abhalten wolle und die Positionen des sozialdemokratischen „Austromarxismus“ teile. Während Schlamm sich im Februar in seinem offiziellen Bericht über den Parteitag gegen den Kurs der Komintern aussprach und die Meinung von Bucharin hinsichtlich der Stabilisierung des Kapitalismus teilte, die den linksradikalen Thesen Stalins widersprach (ebd.).

Man sieht, vor den Stalinistischen Säuberungen gab es zumindest Ansätze einer innerparteilichen Demokratie in den kommunistischen Parteien! Es war ziemlich genau zu dem Zeitpunkt endgültig Schluß damit, als Reich sich den Kommunisten anschloß. Der renitente „Rechtsabweichler“ Schlamm wurde aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen, während sein Freund Reich zu Beginn der konsequenten „Stalinisierung” Mitglied wurde. Er wurde damit ein Todfeind der „Rechtsabweichler“ und der „Sozialfaschisten“ (Sozialdemokraten). Dazu muß man wissen, daß damals praktisch alle Psychoanalytiker, wie zuvor auch ganz selbstverständlich Reich, Sozialdemokraten waren!

Das durch den Justizpalastbrand von 1927 und durch das Verhalten der „sozialdemokratischen Psychoanalytiker“ desillusionierte SDAP-Mitglied Reich wurde 1928 durch die ärztliche Kollegin Marie „Mizzi“ Frischauf-Pappenheim (1882-1966) an den Kommunismus herangeführt.

Reich erwähnt Frischauf in Reich Speaks of Freud (London: Penguin Books, 1975, S. 82). Das ist jedoch die einzige Erwähnung in der gesamten orgonomischen Literatur und wird in keinster Weise der ungeheuren Bedeutung dieser Frau für Reichs Entwicklung von einem biederen Sozialdemokraten zu einem militanten Kommunisten gerecht. Ohne sie gäbe es vermutlich heute keine Orgonomie, da der Weg von der Psychologie (Psychoanalyse) zur Orgonbiophysik einzig durch die Soziologie, d.h. die praktische Arbeit mit den Massen, führen konnte! Jeder andere Weg wäre im Mystizismus a la Georg Groddeck versandet.

Karl Fallend zufolge, auf dessen Wilhelm Reich in Wien (Wien-Satzburg 1988) ich mich im folgenden beziehe, war sie eine kommunistische Ärztin mit einem psychoanalytischen Hintergrund, der sehr weit zurückreichte. Sie war jedoch kein Freudianer. Ihr Ehemann Hermann Frischauf (1879-1942), ein Jugendpsychiater, hatte sehr enge Verbindungen zur Psychoanalyse. Er war zwar ein Linker, aber kein Kommunist.

Marie Frischauf war seit Gründung der KPÖ Mitglied der Partei. Als Hautärztin (also u.a. Spezialistin für Geschlechtskrankheiten) hatte sie ihre Praxis und Wohnung in der Rathausstaße 11, im 1. Wiener Gemeindebezirk. Sie war eine vollständig loyale Kommunistin. Fallend glaubt, daß diese Einstellung auf Reich abgefärbt hat.

Sie war anwesend, als Reich am 10. Oktober 1928 vor der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung über „Wohin führt die Nackterziehung?“ sprach (Zeitschrift für Psychoanalytische Pädagogik, Bd. 3, Nr. 2/3, Nov./Dez. 1928, S. 44-50, später aufgenommen in Die Sexuelle Revolution).

Es ist die erste Veröffentlichung, die Reichs politische Radikalisierung anzeigt. Daß sich diese Radikalisierung organisch aus der Orgasmustheorie entwickelt hat, zeigt sich daran, daß Reich in diesem Aufsatz mit der ihm eigenen Radikalität eine grade Linie von der Nackterziehung zum Umsturz der bürgerlichen Gesellschaftsordnung zieht. Dabei wird deutlich, daß hinter Reichs politischem Extremismus etwas steht, was man als „revolutionäre Kompromißlosigkeit des Sexualtriebes“ bezeichnen könnte. Hat man sich einmal liberal für die Sexualbejahung entschieden, zwingt einen der Charakter des Sexualtriebes bis zum logischen Ende, wenn man nicht wieder der alten Sexualverneinung anheimfallen will, nicht ohne vorher sein Kind durch das Hin und Her der pseudoliberalen Kompromisse in zusätzliche Konflikte gestürzt zu haben. Reich stellt sich, was die genitalen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen angeht, gegen die einfache Lösung, die die übrigen Psychoanalytiker anbieten: Sublimierung oder Onanie als Ersatz für den Geschlechtsverkehr unter Jugendlichen. Auch sei eine „sexualbejahende Ethik“ de facto ein Widerspruch in sich selbst.

Der Vortrag und die anschließende Veröffentlichung war Reichs Comming Out als radikaler Kommunist. Anwesend war eine Gruppe aus Kommunisten (Anny Angel, Marie Frischauf, Annie und Wilhelm Reich) und eine Gruppe aus Sozialdemokraten (Helene Deutsch und Paul Federn), sowie sozusagen als „neutrale Beobachter“ Felix Deutsch, Hermann Nunberg, Martin Pappenheim und Hedwig Schaxel.

Zwei Monate später gründeten Marie Frischauf und Wilhelm Reich gemeinsam die „Sozialistische Gesellschaft für Sexualberatung und Sexualforschung“, die proletarische Sexualaufklärungs-Stellen in den Bezirken Wiens eröffnete. Frischauf und Reich ließen die Gesellschaft am 27. Dezember 1928 offiziell eintragen. Frischauf und Reich’s Frau Annie Reich schrieben gemeinsam die Broschüre Ist Abtreibung schädlich?, die 1930 in Arnold Deutsch‘ Münster-Verlag erschien. (Siehe Der Rote Faden: Kommunistische Studenten an der Universität Wien.)

Eine populär gehaltene Broschüre. Gegen die religiöse Argumentation wenden die Autoren ein, daß die Kirche sich stets mit der Macht verbunden und allein dieser Faktor die wechselnde Strenge ihrer Forderungen bestimmt hat. Gegen ethische Einwände führen die Autoren das Selbstbestimmungsrecht der Frau an. Wenn der Staat bevölkerungspolitische Forderungen stellt, soll er zunächst einmal für die soziale und wirtschaftliche Sicherheit von Mutter und Kind sorgen. Und gegen medizinische Bedenken führen die Autoren die Erfahrungen in der Sowjetunion an, wo die Frauen nicht bei Kurpfuschern krepieren müssen, wie im den „Lebensschutz“ hochhaltenden Kapitalismus. Konkret stellen sie folgende Forderungen: reine Fristenregelung (drei Monate); kostenlose medizinische Betreuung für Mittellose; Lehre und Forschung müssen sich mehr mit Konzeptionsverhütung und Abortus befassen; verbesserte Sexualaufklärung der Jugendlichen und intensivste Propagierung und kostenlose Bereitstellung von Verhütungsmitteln; Amnestie aller aufgrund des Abtreibungsparagraphen inhaftierten; vier Monate Schwangerschaftsurlaub bei vollem Lohn; Stillpausen, Stillgelder und Kündigungsschutz. Um dies durchzusetzen, fordern sie nicht den Appell an die Politiker, sondern die Organisierung der Massen. Alles müsse durch „die Gewalt der Massen“ erzwungen werden.

Vielleicht war die Geistesart, die aus den letzten beiden Sätzen spricht, genau das, womit Frischauf Reich 1928 zum Kommunismus bekehrt hatte!

Während Reich als Leiter der Sexualberatungs-Stellen mehr die klinische Ausrichtung bestimmte, schien Frischauf die politische Ausrichtung der Gesellschaft zu bestimmen. Sie war nicht nur in der KPÖ aktiv, sondern auch eine führende Persönlichkeit im „Österreichischen Bund der Freunde der Sowjetunion“, zusammen mit Johannes Wertheim, einer führenden Persönlichkeit der KPÖ.

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs hatte Wertheim zu einer der vielen Gruppen innerhalb der SDAP gehört, die gegen den sinnlosen Krieg opponierten, der von der Führung der SDAP unterstützt wurde. Wertheim gehörte zu den „Internationalisten“ wie L. Rothziegel, J. Dickmann und viele andere. Nach dem Krieg schloß er sich der KPÖ an. Im Mai 1919 gehörte er neben F. Koritschoner, K. Tomann und Melcher zur Führung der KPÖ, die das Proletariat zur unmittelbar bevorstehenden Revolution führen wollte. Als die Revolution ausblieb, mußte er 1922 den Führungskreis der KPÖ wieder verlassen (Steiner: Die Kommunistische Partei Österreichs von 1918-1933).

Nach dem Justizpalastbrand 1927 gehörte der radikale Wertheim zur linken Fraktion der KPÖ zusammen mit Paul Kohn und anderen. 1931, zusammen mit Isidor Fassler (auf den wir im zweiten Teil zurückkommen) leitete Wertheim eine Reise des Bundes der Freunde der Sowjetunion nach Rußland.

Die bio-sozialen Grundlagen der Hölle

24. Mai 2010

Aus orgonomischer Sicht entstehen Entzündungen durch eine zu heftige „Erstrahlung“ der organismischen Orgonenergie. Diese Überreaktion ist die Gegenwehr des Organismus gegen die Blockierung des energetischen Flusses. In Maßen ist es natürlich und lebenserhaltend, im Übermaß ist es selbstzerstörerisch. In der Kindheit wurde die Umwelt als feindlich erfahren, d.h. man hat sich nicht als grundsätzlich angenommen gefühlt, so daß später in einer Panikreaktion auf jeden Widerstand mit maximaler Brutalität reagiert wird. Bei den einen richtet sich diese Wut auf ihre Mitmenschen, denen man wegen nichtiger Anläße das Nasenbein oder den Kiefer bricht, bei den anderen spielt sich das energetisch gleiche Geschehen innerhalb des Organismus ab, wenn normalerweise harmlose Keime (in einem ohnehin geschwächten Organismus) zu lebensbedrohlichen Entzündungen führen.

Für Menschen, die von ihrer Mutter nicht geliebt wurden, ist das Leben eine Hölle, sie verbrennen buchstäblich von innen bzw. sie machen das Leben ihrer Mitmenschen zur Hölle. Das sei jedem angeblichen „Lebensschützer“ ins Stammbuch geschrieben, der gegen Abtreibung und gar Verhütung wettert. Und auch jenen, die es zulassen, daß es in diesem Lande etwas anderes gibt als Liebesheiraten. All das sinnlose seelische, körperliche und soziale Leiden! Alles nur wegen Eurer gottverfluchten christlichen, islamischen und multikulturellen Ideologien! FAHRT ZUR HÖLLE!

Edith Chen (University of British Columbia) et al. haben 53 Erwachsene studiert, die aus armen Verhältnissen stammen. Dabei glichen sie den Zustand des Immunsystems, das durch die ökonomisch schwierigen Lebensverhältnisse in der Kindheit von früh auf besonders herausgefordert war, mit dem Mutter-Kind-Verhältnis ab.

Die 26 Teilnehmer, die ihre Mütter als warmherzig und fürsorglich beschrieben, hatten niedrigere molekulare Entzündungsprofile als die 27 restlichen Probanden. Oder mit anderen Worten: Kinder, denen es an mütterlicher Wärme gefehlt hat, leiden später in ihrem Leben unter chronischen und exzessiven Entzündungsreaktionen.

Ähnliches beobachten wir auf der Verhaltensebene. Man denke nur mal an die Kulturbereicherer aus der islamischen Welt und das „Was guckst du?!“-Phänomen. Aus nichtigsten Anlässen immer am Rande des „Messerns“! Es sind meistens Kinder aus Zwangsehen, in denen den Frauen der eigene Cousin aufgezwungen wurde. Die Familienatmosphäre ist entsprechend von Ekel (man kann sich da nahe verwandt buchstäblich nicht riechen!), Haß und Gewalt geprägt.

Wie die Hölle in unser Leben einbricht zeigt folgende Anekdote:

Ja. So sind sie. Hass, töten, zerstören.
In der Bibel wird so der Satan beschrieben.
Ich war vor 15 Jahren mit meinem Kind im Freibad. Wo ich selber als Kind öfter war und dachte, ich kann meinem Kind eine schöne Erfahrung bieten.
Da kam mein Kleinkind nach einer Weile erschrocken, entsetzt und verängstigt zu mir und meinte:
„Der Junge hat gesagt, ich mach dich tot!“
Das war das erste Mal, daß ich unfreiwillig mit den Kulturentreicherern zu tun bekam.
Ich beobachtete, im Freibad waren viele mohammedanische Kinder. Sie machten das ganze harmonische Klima kaputt.
Spuckten von der Rutschtreppe, bedrohten die anderen Kinder, zerstörten den Frieden.
Das war meine unfreiwillige Zusammenkunft mit dem Haß und der Zerstörungswut dieses Menschenschlags.
Das Freibad habe ich nicht wieder besucht.

Werfe ich hier nicht wild alles durcheinander? Aus molekularbiologischer und sozialpsychologischer Sicht mögen ständige Entzündungen und dünnhäutige Aggressivität wenig bis nichts miteinander zu tun haben, aber wir betrachten die Welt von der Orgonenergie her!

NACHTRAG: SPD-Politiker wollen Beiträge wie diesen verbieten, um die „Demokratie“ zu schützen! Was für perverse Masochisten wählen bloß diese Partei?

ZWEITER NACHTRAG: Hier die neuste Tat unserer Kulturbereicherer von der Berliner Zeitung berichtet, die dabei nur ein unwichtiges Detail ausläßt: nach Angaben der Frau (sic!), die den Mordanschlag überlebt hat, waren es Nordafrikaner, die sie vollkommen grundlos angegriffen haben.

DRITTER NACHTRAG: In Taufkirchen ist eine ausländische Hochzeitsgesellschaft ausgerastet, der Wirt wurde gemessert, das Lokal verwüstet.

Es geht um die Seele, nicht um den Geist!

15. April 2010

In Hoch lebe Papst Benedikt XVI.! (Teil 3) habe ich mich mit der von der Katholischen Kirche bekämpften modernen Kultur des Todes auseinandergesetzt, in der Leben und Leiden zu einem Störfaktor werden, die durch Abtreibung und Euthanasie zu beseitigen sind.

In dem besagten Blogeintrag beschäftigte ich mich insbesondere mit neuen Entdeckungen, die darauf hinweisen, daß man Wachkomapatienten zwar nicht auf „geistiger“ Ebene, dafür jedoch auf emotionaler erreichen kann. Das läßt sich mittels Magnetresonanztomographie nachweisen. Auch wenn sich Wachkomapatienten uns nicht mitteilen können und kein Bewußtsein ihrer selbst haben, emotional „sind sie da“!

Nun hat eine Studie von Justin Feinstein (University of Iowa, Iowa City) et al. mit Probanden, die unter ständigem Gedächtnisverlust litten, gezeigt, daß man immer noch Gefühle empfindet, nachdem deren Ursachen längst vergessen sind. Die Versuchsteilnehmer litten unter Verletzungen am Hippocampus, der für das Abspeichern von neuen Erfahrungen verantwortlich ist. Betroffene vergessen neue Erlebnisse gleich wieder.

Die Forscher zeigten ihnen jeweils einen kurzen Film, einer davon mit lustigen Inhalten, der andere mit trauriger Grundstimmung. Fünf bis zehn Minuten nach Filmende wurden die Versuchspersonen über Details befragt. Wie erwartet, erinnerten sich die Probanden kaum mehr an den Film (…). Bei einer Befragung nach dem Gedächtnistest zeigte sich aber, daß die Emotionen immer noch vorhanden waren, die die Probanden während des Films erlebt hatten. Bei zwei Patienten blieben die Gefühle sogar deutlich länger bestehen, als bei den Gesunden, die den Film noch präsent hatten.

Diese Befunde zeigen, daß ein liebe- und respektvoller Umgang mit Menschen, die unter stark eingeschränkten Geistesfunktionen leiden, etwa Alzheimer-Patienten, alles andere als „vergebliche Liebesmüh“ ist. Feinstein erläutert dazu:

Ein Besuch oder Anruf kann also bei Menschen, die an Alzheimer erkrankt sind, anhaltende Freude auslösen – auch wenn sie den Besuch oder das Telefonat bereits wieder vergessen haben.

Im übrigen bestätigen die Forschungen Feinsteins Reichs psychotherapeutischen Ansatz, bei dem es, anders als bei der von der Psychoanalyse beeinflußten tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und der kopflastigen kognitiv-behaviouralen Therapie, in erster Linie um die Befreiung der Emotionen geht. Sie sind weitaus fundamentaler als die „Psyche“ und machen den eigentlichen Wesenskern des Menschen aus. Sie machen uns zu liebesbedürftigen Menschen, auch wenn die höheren (d.h. oberflächlicheren) mentalen Funktionen weitgehend erloschen sind.

Von Anfang an zu Krankheit und frühem Tod verurteilt

18. März 2010

Wie bereits in diesem Blog erwähnt, hängt Altern mit kürzeren Telomeren zusammen, den „Kappen“ am Ende der Chromosomen. Die Länge der Telomeren ist ein Maß des biologischen Alterns, weil sie mit jeder Zellteilung kürzer werden. Kürzere Telomeren hängen mit kardiovaskulären Erkrankungen, Krebs und anderen Alterserscheinungen zusammen.

Audrey Tyrka und ihre Kollegen vom Butler Hospital und der Brown University, Rhode Island untersuchten die DNA von gesunden Erwachsenen, die in ihrer Kindheit physisch oder emotional mißhandelt worden waren. Die Forscher fanden bei ihnen kürzere Telomeren, als bei denjenigen, die eine gute Kindheit hatten.

Tyrka zufolge deuten diese Forschungsergebnisse an,

daß frühe Einwirkungen auf die Entwicklung tiefgreifende Auswirkungen auf die Biologie haben, die Zellmechanismen auf einem sehr grundlegenden Niveau beeinflussen und sogar zu beschleunigter Alterung führen können.

Derartige grundlegende Schädigungen des Lebendigen können sogar bereits im Mutterleib beginnen.

Der medizische Orgonom Michael A. Ganz führt dazu aus, daß bei einer Schwangerschaft der Energie- und Erregungspegel der Frau stark ansteigt. Ist sie chronisch gepanzert oder findet sie während der Schwangerschaft keine sexuelle Erleichterung, entwickelt sie starke Angst.

Der Kontakt und die orgonotische Strömung können ganz verschwinden und der Fötus wie ein fremder Eindringling innerhalb des mütterlichen Körpers erfahren werden. Das kann bewußt sein und bis zu dem Punkt fortschreiten, daß die Frau Haß auf den Fötus entwickelt und versucht ihn abzutreiben. Unter derartigen Umständen ist mit Sicherheit die Pulsations-Funktion verschwunden, die bioenergetische Abfolge von Kontraktion und Expansion sowohl innerhalb der Mutter als auch innerhalb des Fötus. Unsere klinischen Erfahrungen weisen darauf hin, daß dieses Schwinden von Pulsation den Fötus für biopathische Erkrankungen später im Leben anfällig machen kann. Im Journal of Orgonomy berichtete ich von einem Fall einer schwerwiegenden Lähmung, die im Verlauf der Therapie aufgetreten ist. Auch einige andere Therapeuten berichteten über ernste Erkrankungen während der Therapie bei Patienten, die eine ähnliche Panzerung zeigten. In jedem dieser Fälle gab es Hinweise darauf, daß die Mütter der Patienten ihre Kinder nicht wollten; daß sie aktiv und bewußt die Schwangerschaft ablehnten und sie abtreiben wollten. (M. Ganz: „Functional Child-rearing“ Journal of Orgonomy 10(2), November 1976)

Bei dem von Ganz erwähnten Artikel handelt es sich um Ganz: „Anorgonotic Paralysis as a Complication of Orgone Therapy“ Journal of Orgonomy 8(1), November 1974.

Nachtrag: Streß während der Schwangerschaft kann die Gefahr für Asthma beim Kind erhöhen. Forscher der Harvard Medical School in Boston untersuchten Unterschiede von Immunmarkern im Nabelschnurblut zwischen Kindern von Müttern, die in einer Umgebung mit einem hohen Streßfaktor leben und solchen mit einem niedrigen. Sie fanden große Unterschiede, die mit einem erhöhten Asthmarisiko für die Kinder verbunden sein können.

Bereits Ungeborene haben ein Kurzzeitgedächtnis

17. Juli 2009

Wiederholt habe ich mich damit befaßt, daß Tiere, die von ihrer Gehirnkapazität dazu eigentlich nicht in der Lage sein sollten, zu erstaunlichen „kognitiven“ Leistungen fähig sind. Das zeigt sich auch in der Ontogenese. Auf einer primitiven Entwicklungsstufe, d.h. noch im Mutterleib, wenn das Gehirn kaum ausgereift ist, zeigt der Mensch erstaunliche Gaben, die an sich nur mit einem voll entwickeltem Gehirn möglich sind.

Jan Nijhuis und seine Kollegen vom medizinischen Zentrum der Universität in Maastricht et al. konnten zeigen, daß bereits 30 Wochen alte Föten ein Kurzzeitgedächtnis besitzen. Sie können sich mindestens zehn Minuten lang Ereignisse merken.

Als Maß für das Kurzzeitgedächtnis diente den Forschern der sogenannte „Habituationseffekt“. Es wurde gemessen, wie lange die Föten brauchten, um nicht mehr auf einen Reiz aus Vibrationen und Tönen zu reagieren, weil sie ihn als ungefährlich erkannt hatten.

Dergestalt untersuchten die Forscher Föten in der 30, 32, 34, 36 und 38 Schwangerschaftswoche. 34wöchige Föten schienen sich an das erinnern zu können, was sie vier Wochen zuvor gelernt hatten.

Wir kommen nicht als weiße Blätter auf die Welt, vielmehr hat die Umwelt (in diesem Fall die Gebärmutter) bereits tiefe Spuren in uns hinterlassen. Für Reich begann das Projekt „Kinder der Zukunft“ entsprechend nicht erst mit der Geburt, sondern bereits mit dem Zeitpunkt der Empfängnis. Es geht hier nicht nur um stoffliche schädliche Einflüsse, etwa durch Alkohol und andere toxische Chemikalien, wie sie die Medizin seit langem kennt, sondern vor allem um Einflüsse auf die rudimentäre „Psyche“ des sich entwickelnden Menschen.

Agens dieser Beeinflussung ist die organismische Orgonenergie, deren primordiale Wahrnehmungsfunktion sich im entwickelnden Gehirn organisiert und strukturiert.

fetus

Hoch lebe Papst Benedikt XVI.! (Teil 4)

23. März 2009

In seinem Interview mit Kurt Eissler (Reich Speaks of Freud) sagt Reich 1952 über die Beschneidung:

Nehme den armen Penis, nimm ein Messer und fange an zu schneiden. Und jeder sagt, „es tut nicht weh“. Verstehen Sie? Alle sagen nein, es tut nicht weh. Das ist eine Entschuldigung, klar, eine Ausrede: daß die Nervenenden sich noch nicht entwickelt hätten, weshalb sich die Wahrnehmung in den Nerven noch nicht entwickelt hätte und deshalb das Kind nichts spüren würde. Nun, das ist Mord.

In dem Übersichtsartikel Wie Ungeborene auf Schmerzen reagieren berichtet Erich Lederer beispielsweise über die Forschungen zum kindlichen Schmerzgedächtnis von Anna Taddio (University of Toronto):

Viele Jungen – in Deutschland sind es rund 15 Prozent – werden beschnitten. Wie die Kinderärztin herausfand, schreien Babys bei einer späteren Impfung viel länger, wenn man sie bei der Entfernung der Vorhaut nicht mit einer schmerzstillenden Creme behandelt. Ängste und Depressionen oder Abstumpfung beobachten Kinderärzte immer wieder bei Kindern, die ganz früh unvorbereitet gepiekst, geschnitten oder intubiert wurden.

Lederer fährt fort:

Möglicherweise reicht dieses Schmerzgedächtnis noch weiter in die Entwicklung des ungeborenen Kindes zurück in eine Zeit, in der ein Fötus den Schmerz zwar noch nicht spürt aber dennoch darauf reagiert. Sunny Anand vermutet, dass entsprechende Eindrücke schon vor der 20. Woche zu fehlerhaften Nervenverbindungen und damit zu einer Überreaktion bei späteren Reizen führen.

Man lese den gesamten Artikel! Bemerkenswerterweise wird dort zwar die Folter von Föten besprochen, mit keinem Wort jedoch der millionenfache Massenmord an ihnen. Undenkbar, das das in einem „fortschrittlichen“ Blatt wie dem Spiegel thematisiert wird. (Siehe dazu auch den Blog-Eintrag über das Wachkoma.)


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