Diskussionsforum 2009-2011 (geschlossen)

270 Antworten zu „Diskussionsforum 2009-2011 (geschlossen)“

  1. Peter Nasselstein sagt:

    Das folgende erinnert fatal an die Herausgabe der Spätwerke Reichs bei Zweitausendeins Mitte/Ende der 1990er Jahre, denen jeweils “Begleitbände” beigefügt wurden, um auch ja jede Wirkung dieser Schriften (d.h. die Ausbreitung der Orgonomie nach bzw. in Deutschland) zu hintertreiben:

    http://www.pi-news.net/2011/09/gouguenheim-daniel-g-konig-und-fuat-sezgin/

    • Jonas sagt:

      Eine weitere Parallele zur Reich Ausgabe bei 2001:

      Wenn ich mich recht erinnere, weist Laska darauf hin, dass Stirners “Einziger” mehrfach von fanatischen Anti-Stirnerianern wiederaufgelegt wurde – jeweils versehen mit einem vernichtenden Nachwort.

  2. Sebastian sagt:

    Hat Reich 1919 oder 1920 angefangen zu analysieren?

  3. Peter Nasselstein sagt:

    1.5 tägiges Seminar
    mit dem Zürcher Ganzheitsmediziner und ehemaligen Chefarzt der Bircher-Benner-Klinik

    Dr. med. Hanspeter Seiler
    Polarität, Spirale und Lebensenergie
    am 17. – 18. September 2011

    Die Lebensenergiezentren oder Chakras des menschlichen Organismus stellen Spiral- bzw. Wirbelbewegungen einer primär belebten, feinstofflich-ätherischen Ursubstanz dar, welche sowohl gemäss westlicher Tradition als auch nach den fernöstlichen Lehren nicht nur in biologischen Systemen wirksam ist, sondern auch das Basiselement der gesamten physikalischen Schöpfung darstellt. Dr. Hanspeter Seiler zeigt in dieser Weiterbildung mittels enormem Detailwissen, wieso funktionierende Polaritäten schon seit alter Zeit die Basis für Ganzheit und Gesundheit darstellen.
    Details http://newsletter.polarity.ch/index.php?id=04&l=de&kid=753

    • Jonas sagt:

      Aus dem dort verlinkten PDF:

      “Zumindest ansatzweise lassen sich Mesmers lebendiger Ätherraum und Reichs erotische Orgon-Energie aber erstaunlich gut gerade in die moderne Physik integrieren, womit die abstrakte Mathematik von Relativitätstheorie und Quantenmechanik viel besser begreifbar und teilweise sogar auch emotional erlebbar wird.
      Aus einer auf diese Weise neu gestal- teten, bioenergetischen Äthertheorie ergeben sich Raum und Zeit als leben- diges äther-dynamisches Raum-Zeit- Kontinuum, aus welchem als Basis aller Schöpfung zwei polare Ringwirbelstrukturen geboren werden.”

      Weiß jemand hier, inwiefern dies physikalisch Sinn ergibt? Seiler scheint sich u.a. auf Penrose zu beziehen, zumindest sind dessen “Ringwirbel” dort abgebildet.

  4. Peter Nasselstein sagt:

    The latest madness:

    In the 1950′s, a Physician named Wilhelm Reich coined the phrase ‘Orgone Energy’ and described it as the ‘life force energy expressed as sexual energy’. He became interested in this field of study while he was a student of the famous Psychologist, Sigmund Freud who had already developed the idea of ‘Libidinal energy’, from the latin ‘Libido’ meaning ‘lust’ or ‘desire’. But what is this energy, really? Before you spend your hard-earned money on the latest ‘Orgone’ emitter offered by any number of unwitting merchants, you need to know the danger of this energy and why the ancients, including ‘Jesus’ tried to warn us so vehemently about dabbling with it. Learn what Dr. McQuate has found about this ancient, manufactured force, from his years of research into the most ancient languages. This is information that you do not want to miss, and research that you will find nowhere else on the planet…guaranteed

  5. Sebastian sagt:

    Kann mir jemand etwas zum unten verlinkten Text sagen (nähere Informationen zum Autor, Beurteilung des Textes etc.)? Ich kann das aufgrund biologischer Unkenntnis weder einordnen, noch beurteilen.

    http://www.smn-germany.de/dokumente/biogenese.pdf

    • Peter Nasselstein sagt:

      siehe dazu “Experiment 20: Frozen Bion Water Yields Life-Like Structures”

      http://www.orgonelab.org/DeMeoBionsColor.pdf

    • Sebastian sagt:

      Danke für die PDF-Datei. Sie erledigt nicht nur die Kritik am Experiment XX, sondern auch andere Anwürfe. Ich habe mich in den letzten zwei Tagen in die Bionexperimente (habe nur “Der Krebs”) + Entstehung der Krebszelle hineingearbeitet und mir den Text nochmal genauer durchgelesen. Also… Ich weiß nicht, ob ich übertreibe. Meine biologischen Kenntnisse sind sehr laienhaft, aber ich kann ganz gut den Inhalt von Texten verstehen. Und das, was der Dr. von und zu der Naturwissenschaften da schreibt, regt mich einfach nur auf.

      Da beschreibt Reich die Entwicklung von Protozoen aus Bionbläschen, in dem er stunden- und tagelang ins Mikroskop glotzt, das fotografiert und filmt, was von DeMeo und anderen nachvollzogen wurde, und dieser “Biologe” erdreistet sich zu der Behauptung: “Nach aller heutigen Kenntnis handelt es sich weder bei den Koazervattropfen, noch den Mikrosphären und Bionen um Leben und auch nicht um Vorstufen in dem Sinne, daß daraus jederzeit wieder Leben entsteht.” Ja, meine Güte, was haben die denn sonst bitte beobachtet? “Cysten”. Sind Cysten vor ihrer Entwicklung zu Protozoen unsichtbar (sowas weiß ich als Laie zb nicht, bitte um Aufklärung)? Reich schreibt jedenfalls: “Von Bakterien, Zysten oder Protozoen ist auch bei 4000x Vergrößerung nichts zu sehen” und: “[Die Bionhaufen mit Membran] nehmen immer prallere Form an und sehen tatsächlich wie Zysten aus. Aber es sind nicht eingetrocknete Protozoen, sondern Gebilde in Entwicklung aus Bionhaufen.”

      Außerdem hat sich das Folgende mit der PDF erledigt: “Auch wenn Reich, um sicherzugehen, Gras bei bis zu 80°C sterilisierte und dennoch Protozoenentwicklung in seinen Heuaufgüssen fand, ist dies kein Widerspruch, denn C. cucullus Dauercysten überleben z.B. eine Behandlung mit 2%iger Salzsäure bei 97° C (Grave, 1975).” DeMeo autoklavierte mit 130° C.

      Und was faselt er noch? “Es wird also kaum gelingen, in nährstoffreichen Lösungen eine Entwicklung von Protozoen einzuleiten, wenn sich keine Substanzen mit anhaftenden Cysten darin befinden, wie z.B. beim Heuaufguß.” Aber genau das ist doch geschehen, oder irre ich mich??

  6. O. sagt:

    Ich bring hier mal einen sonderbaren Report rein, der für mich keine plausible Erklärung hat. Diese Beobachtung wurde ca. 50 Km von Kassel gegen 4:00 und in Bochum gegen 3:00 gesehen. (Das sind ca. 200 Km Entfernung von einander, kann aber auch viel größer gewesen sein.) Dauer des Phänomens ca. bis 5:15 Uhr am Dienstag den 23.08.2011.
    Vorab gab es seit den 17.8.2011 schon vereinzelte Chemtrails am Horizont und in Deutschland über verteilt seit Beginn des Monats August Unwetter mit Überschwemmungen in veschiedenen Regionen. Das nur nebenbei.
    Ich wachte aus dem Tiefschlaf auf, weil es blitzte … so dachte ich erst, aber es kam kein Donner. Wieder ein Unwetter, dachte ich, doch keine Wind und kein Regen folgte. Es blitzte wie eine kaputte Neonröhre, doch alle Straßenlampen waren aus. (Dorf eben) Es schien mir als blitzte es in einem Rhythmus, ich zählte. So alle vier Sekunden kam ein großer Blitz gefolgt von einem kleineren, wie ein Blinkzeichen aber nicht regelmäßig, dennoch etwas pulsierend, sich wiederholend, hellweiß. Leider hatte ich keine Kamera zur Hand, da bin ich nicht gut ausgerüstet und versuchte es mit der Aufnahme über ein Laptop, doch daruf war nichts zu erkennen, als wäre der Blitz zu schnell gewesen und die Kamera zu lahm. Bei Handbewegungen zeigt sie diese auch schon verwischt, also leider war nichts drauf. Ich beobachte das Schauspiel – natürlich beunruhigt über eine Stunde, dann gehe ich doch mal raus als es etwas weniger wird. Der Himmel ist sonst dunkel, nach meinem Eindruck war alles bewölkt. Dunkelblaue Wolken (da kam der Lichtschein nicht durch nur oberhalb erhellte es den Himmel) unten und drüber die Leuchterscheinungen, die von der unteren Wolkenfront abgehalten werden. Als ich gegen 5:00 runtergehe kommt plötzlich ein stürmischer Wind auf, die Bäume biegen sich, die vorher ruhig waren, das Blitzen wird seltener, kein Geräusch. Jetzt denk ich wird es gleich böse schütten und ich gehe wieder zurück ins Haus, doch nichts kommt runter, kein Regen. Da nichts mehr passiert und das Blitzen weniger wird, gehe ich endlich ins Bett (wollte ja auch lieber schlafen). Am nächsten morgen keine zwei Stunden später ist keine Wolke am Himmel und die Sonne scheint warm. Ein paar Arbeitskollegen haben dieses Phänomen auch kurz bemerkt, sind dann wieder eingeschlafen und haben sich nichts dabei gedacht. Eine weitere Person bestätigt dasselbe um 3:00 in Bochum.
    Das Wetterradar hier bei wetteronline zeigt keine Wolkenfelder zu diesem Zeitpunkt (4:00), erst später kommt ein Wolkenfeld durch.

    Es ist wohl unnötig zu sagen, dass ich heute morgen erstmal ein paar Stunden gebraucht habe, um mich wieder zu sortieren. Ehrlich gesagt, wäre mir ein kleines Ufo lieber gewesen, das wäre auch schon unheimlich aber nicht so mächtig. – Von Oranur war jedoch nichts zuspüren …

    • Peter Nasselstein sagt:

      Hier eine mögliche Erklärung:

      http://www.wz-newsline.de/home/panorama/blitzende-wolken-ueber-dem-rheinland-1.744989

    • O. sagt:

      Wenn der ganze Himmel mit dichten Wolken bedeckt war, hat man von unten keinen Blitz gesehen, auch nicht am “Rand”, ich hatte den Eindruck, dass ich es nur auf einer Seite gesehen hatte … es ist erstmal die beste Erklärung, Danke! Das läßt mich erstmal ruhiger schlafen :)
      Und heute gibt es einen schönen Sternenhimmel.

    • O. sagt:

      Kaum hatte ich den letzten Kommentar hierzu geschrieben, begann es draußen wieder zu “Blitzen” – ohne Donner und Blitz. Es waren keine nennenswerten Wolken am Himmel und sternenklar, so dass diese gute Erklärung zu diesem Phänomen nicht passt. Statt dessen kamen die Leuchterscheinungen wohl vom Boden aus und reflektierten in den Himmel, am Horizont hinter einem Gebäude versteckt war ein wenige Meter großes auf höhen eine vierstöckigen Hauses gelboranges Leuchten zu erkennen. Evtl. schau ich mir das heute Nacht mal genauer an. Ich hoffe das werden nicht meine letzten Worte gewesen sein … ;) Das Phönomen kann eigentlich nur ca. 2-5 Kilometer weit entfernt sein.

    • O. sagt:

      Kaum hatte ich den letzten Kommentar hierzu geschrieben, begann es draußen wieder zu “Blitzen” – ohne Donner und Blitz. Es waren keine nennenswerten Wolken am Himmel und sternenklar, so dass diese gute Erklärung zu diesem Phänomen nicht passt. Statt dessen kamen die Leuchterscheinungen wohl vom Boden aus und reflektierten in den Himmel, am Horizont hinter einem Gebäude versteckt war ein wenige Meter großes auf höhen eine vierstöckigen Hauses gelboranges Leuchten zu erkennen. Evtl. schau ich mir das heute Nacht mal genauer an. Ich hoffe das werden nicht meine letzten Worte gewesen sein … ;) Das Phänomen kann eigentlich nur ca. 2-5 Kilometer weit entfernt sein.

      • Sebastian sagt:

        Ihre Beiträge zucken auch schon doppelt wie Blitze aus Ihrer Feder! Viel Glück! :-)

      • O. sagt:

        Ich hätte jetzt zu gern eine schöne Videokamera, die das Spektakel aufnimmt. Im Moment ist noch alles ruhig (2:00 Uhr) und nichts zu sehen. Die Umgebung habe ich schon mal etwas erkundet. Ich komme mir schon vor wie der Typ im Fernsehen, der sich durch den Dschungel bewegt und irgendwelche Giftsschlangen suchte und letzlich dann von einem Krokodil erwischt wurde.

      • O. sagt:

        Das Phänomen ist leider nicht mehr aufgetreten …

  7. Sebastian sagt:

    Ich habe ein paar Fragen zu den weiblichen Geschlechtsorganen und zum Orgasmus aus orgonomischer Sicht. Was sagt der Orgonom zur Gräfenberg-Zone (G-Punkt), zur erogenen Zone nach Chua Chee Ann (A-Punkt) und was weiß ich, wie die Vagina noch in einzelne Punkte oder Zonen zersplittert wird? Was hat es mit der weiblichen Ejakulation auf sich? Reich beschreibt diese überhaupt nicht. Und was ist von multiplen Orgasmen zu halten, die ja landläufig als “Superorgasmus” gelten?

    • Peter Nasselstein sagt:

      Frauen haben bei der Selbstbefriedigung meist intensivere „Orgasmen“, manchmal sogar „multiple Orgasmen“. Das hat mit einem „Orgasmus“ ziemlich wenig zu tun, der mehr ist als eine starke Nervenerregung und „Jucken“. Was den G-Punkt betrifft, markiert er nur das innere Ende des sehr umfangreichen Klitorisgewebes. Dieses trägt zur Erregungssteigerung bei, der Orgasmus (= Plasmazuckung) selbst ist jedoch unabhängig von derartigen Nervengeweben. Siehe auch http://nachrichtenbrief.wordpress.com/2009/03/27/ulrikes-und-marilyns-%e2%80%9eorgasmen%e2%80%9c/

      • Sebastian sagt:

        Mir kam da eben so ein Gedanke. Die Beschreibung des Erregungsverlaufs bei multiplen Orgasmen einer Frau in der unten verlinkten Doku ab Minute 13:50, hat mich an Reichs Beschreibung der Nymphomanie erinnert. Kann das sein? Sie beschreibt den Verlauf als eine Welle. Reich schreibt:

        “Das achte Schema stellt den Verlauf der Erregung bei Frauen dar, die sehr darunter leiden, daß sie während eines Geschlechtsaktes mehrere Male der Akme ähnliche Sensationen erleben, ohne jedoch die Spannung zu verlieren, so daß sie in ständiger sexueller Erregung verbleiben (“Nymphomanie”).” (Frühe Schriften II, S. 59)

        Nun ist sie allerdings ziemlich begeistert davon und in der Doku bezeichnen iwelche Hippie-Frauen den multiplen Orgasmus als “Superorgasmus”. Ich sags gleich vorweg. Das ist für Reich-Kenner eine relativ unerträgliche Doku mit ihren Sexgurus, Vagina-Fitnesstrainern, Meditatoren und Hippies, die die unwillkürliche Hingabe nicht kennen und alles kontrollieren wollen.

        http://video.google.com/videoplay?docid=9215131779461901182#

    • Peter Nasselstein sagt:

      Was das weibliche Ejakulat betrifft: Reich ging es um die Qualität des Scheidensekrets. Je sämiger und öliger, desto besser. Das weibliche Ejakulat ist dünnflüssig, teilweise ein feines “Spray”. Ich glaube kaum, daß es eine großartige Korrelation zur orgastischen Potenz gibt.

    • Peter Nasselstein sagt:

      Baker beschreibt das ganze sehr schön hier: http://orgonomy.org/articles/Baker/Sexual_Theories_of_Wilhelm_Reich.html

      Foreplay continues to increase the excitation to the point of urgent union (desire for penetration), a desire which should be present in both partners. Erection in the male is an obvious requirement.

      Erection in the female is not so obvious nor so well considered a requirement. Yet, in adequate sexual readiness, the labia become erect as do the nipples when the breasts are responsive. Further, there are two types of vaginal secretion, watery and mucous. The latter, which is electrolytic, offers a higher degree of contact and excitation, and, unless it is present, a woman is short of full sexual readiness. Prolonged foreplay with clitoral stimulation will tend to produce a clitoral climax and interfere with full vaginal response.

      It is still debatable whether the female feels pleasure in the vagina itself or whether this is an illusion from the pleasure felt in the labia and introitus. The posterior wall of the vagina seems to be the most responsive. There is, however, a definite urge for penetration and vaginal orgasm as opposed to the clitoral climax. The latter produces only a local response, while a vaginal orgasm results in a total response of the whole organism with complete satisfaction. Also, where there is genital potency, the vagina becomes an active organ, sucking the penis much as the mouth sucks a nipple.

      Actual genital union where contact (streaming) is present causes an urgent need for friction movements, soft but aggressive, and synchronous with the breathing. Rapid, harsh movements are due to contactlessness and cover up any natural sensations of surrender. Timid movements or lack of movement may be due to anxiety or to cut down sensation.

      The actual sex act lasts from three to twenty minutes, with a continued feeling of natural gentleness. The position requires only that there is no interference with freedom of movement. One may or may not proceed directly to orgasm. One may pause, alter position, etc., but, at a certain point, the act becomes automatic and initiates the involuntary orgastic convulsion. At this point, stopping or otherwise interfering becomes very painful and disturbing. This may occur when one or the other cannot tolerate the full swing of the orgastic convulsion and interferes by rapid, jerky movements or even withdrawal. Or one may become frozen and immobile and even lose sensation entirely. The sexual act should be devoid of fantasies, which are in themselves a running away.

      The full orgasm depends on complete absence of holding in the organism. At a certain point, excitation grasps the whole person and its increase is not subject to voluntary control. Having first spread to the entire organism, it then concentrates in the genital area, and a warm, melting sensation follows. Involuntary contractions of the muscles in the genital area and the pelvic floor occur in waves; the crest of each wave of contraction coincides with deep penetration during expiration. The spasms that produce ejaculation follow. In women, there are contractions and elongation in the vagina, which are accompanied by a desire to receive completely. Because of the invagination, this is comparable to the expansive urge of the penis to penetrate fully. Next, there is a clouding of consciousness and an increase in contractions which involve the whole body. After the convulsions, the two organisms remain united for a time while the energy which has been concentrated at the genital flows back through the organism, which is experienced as gratification. Separation then occurs with relaxation, a tender, grateful attitude toward the partner, and sleep.

      Zur Illustration siehe
      http://w-reich.de/glossar.html#potorg

      Ich glaube, in manchen Kreisen würden die Leute in Schockstarre verfallen, wenn man ihnen das vortragen würde. Und es nicht der katholische Kirchenkreis, an den ich hier denke ;-)

  8. Peter Nasselstein sagt:

    The following issue of the Journal or Orgonomy is available on-line for a limited time:

    http://orgonomy.org/media_journal_trial.html

    • Robert (Berlin) sagt:

      Ist ganz nett, eine Ausgabe kostenlos zur Verfügung zu stellen, aber ist diese Schrottqualität etwa absichtlich?

    • O. sagt:

      Es war vielleicht ein Testscan. Ich kann es gut lesen und will mich darüber nicht beschweren.

  9. One sagt:

    Es sei angemerkt, dass hier – bei Asthma, Rheuma, Diabetes etc. – eine medizinische Orgontherapie erforderlich ist, auf keinen Fall eine “psychologische” Orgontherapie, die von einem Psychologen durchgeführt werden würde.

  10. Peter Nasselstein sagt:

    Nichtmal Orgontherapie: die allerprimitivsten “Körperübungen” (wenn man das denn überhaupt so nennen kann) reichen, um teilweise dramatische Änderungen weg vom Krankheitsprozeß zu bewerkstelligen – nur daß niemand eine müde Mark dran verdient:

    http://nachrichtenbrief.wordpress.com/2009/10/28/funktionelle-medizin/

  11. O. sagt:

    wer selbst so viele fehler macht, sollte nicht auf denen von anderen rumreiten :) Aber ich werde ja auch nicht für die richtige Rechtschreibung bezahlt.

  12. O. sagt:

    Hier noch ein “Rosenkreuzer des Ficks”.

    Mathias Heine gedenkt am 50. Todestag (!) wie ein WRG-ler in distanziert, gut informierter Manier mit scheinaufklärischer Pose und mit geflügelten Worten dem Unsterblichen: Wilhelm Reich – verfolgt von der FAD – upps, lese ich das Frequentliy Asked Druguser? Möglicherweise eine Sonderabteilung der “Firma” …
    Sehet selbst den wenig erbaulichen Weltonline Worteorgasmus:

    http://www.welt.de/kultur/article1325127/Warum_guter_Sex_die_Welt_heilen_kann.html

    Was lerne ich daraus? Ein guter Orgasmus … can not change the world! … but maybe worldonline, so we wait for your perfect oragsm!

  13. O. sagt:

    Wie heißt dieses Buch von Fliege und Co., oder gibt es das nur flüssig in der Flasche?

  14. O. sagt:

    Die neue Massenpsychologie des Faschismus sieht optisch ansprechend aus! Wirkt eher wie ein Buch über Reich, wenn das bekannteste Foto von ihm auf der Titelseite erscheint, aber ok.

    Ich interessiere mich ja nicht mehr für Nachrichten, immer gut, wenn ich nichts mitbekomme, sage ich mir, doch die “Rage against the Maschine” in GB ist schon schockierend. Ich denke es sollte nicht unter dem Aspekt von Jugendbanden oder Kriminalität gesehen werden, der Auslöser war durch aus ekelhaft die Polizei erschoss einen Menschen, der angeblich geschossen haben soll. Und die ntv Reportage ist natürlich nicht neutral, sondern “Konzern” gesteuert. Es zeigt, dass es nur noch eines Funken Bedarf in Europa und alles kann mal außer Kontrolle geraten: Niemand braucht dazu noch eine “überstaatlich verordnete Terrorismushypthese” oder eine hier diskutierte Islamisierung, es sind die eigenen sozialen Slums, die über Jahrzehnte gezüchtet wurden, die Erfahrung am Arbeitplatz, die gemachte Finanzkrise – der organiserte und gefühlte Staatsterror, der die Massen ihre eigenen Psychologie ausagieren läßt. Die Antwort ist eben nicht, wie der Reporter suggeriert, eine “besonnene und zurückhaltende Polizei”, die Bilder zeigen hier eine polizeiliche Kriegsmaschine wie in “Menschen im Staat” bei WR. Noch ist es Sachbeschädigung. Noch! – Aber da niemand des Establishment etwas verstehen will, wird es nicht dabei bleiben, an einem schönen Tag. Kein Geld für Soziales, Repressionen von Arbeitgebern gegen Arbeitnehmer am Arbeitplatz – welche Antwort wollen sie darauf? Das Bild von marschierenden Kampftruppen der Polizei, was kommt als nächstes? Diese Schlacht ist nicht rein politisch, sondern sieht nach Flashmopps der “Twittercommunity” aus. Dagegen ist der ertste Mai in Berlin ein Kindergartenspaziergang.

    Hier mal ein paar Impressionen für TV-Watcher sicher bekannt.

    http://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/In-London-wuetet-Anarchie-article4007991.html

    • Peter Nasselstein sagt:

      Gewisserweise eine “gescheiterte biologische Revolution”: man (Labour) wollte ein fröhliches, offenes, buntes, multikulturelles Großbritannien…

      http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/law-and-order/6418456/Labour-wanted-mass-immigration-to-make-UK-more-multicultural-says-former-adviser.html

    • Robert (Berlin) sagt:

      Der Vorteil der Anaconda-Bücher ist, dass sie neu gesetzt werden, also nicht der zigste photomechanische Reprint der Fischer TB Werke. Die Schrift ist auch ausreichend groß und angenehm zu lesen.

    • O. sagt:

      In England scheint es diesmal ein Rassismusproblem gegen Schwarze zu geben – auch die Presse unterbindet eine solche Kritik, in dem sie einen schwarzen Interviewpartner nicht mehr ausreden läßt – ekelhaft. Aber, wenn man ins Jahr 2010 zurückgeht findet man die Studentenunruhen: wieder Schlägertrupps gegen Studenten, weil die nicht mehr “nur” 3.000 Pfund/Jahr für ihr Studium zahlen sollen, sondern 9.000 oder sogar 14.000 Pfund. Das sind Summen, die nur noch Elitesöhnchen sich leisten können. Selbst wenn man Vollzeit arbeitet, und einen Job hätte, könnte man sich das nicht leisten! Daher brennen jetzt die Straßen, aber immer noch nicht die Paläste.
      Nun England ist da ja nicht alleine, Frankreich, Griechenland und wer weiß noch wo?

      Das kann man nicht einfach als Jugenddeliquenz abtun von “Ausländern”, Islamisten etc.oder ein Raubzug, um Fernseher zu stehlen … Jetzt hat der oberste Depp im Parlament auch noch ein Twitterverbot (Abschalten von Twitter …. Internet etc.) für “Verdächtige” oder Täter gefordert. China läßt grüßen! Und der “Platz des Friedens” (1989) kommt als nächstes oder was? Einen über 60 jährigen Weißen (ist ja auch egal, welche Farbe) haben sie totgedroschen mit ihren Stahlschlagstöcken (elatische Totschläger) die engl. Polizei.

  15. Robert (Berlin) sagt:

    Der Anaconda-Verlag bringt im September 2011 Die Massenpsychologie des Faschismus neu heraus.

    http://shop.anacondaverlag.de/Neuerscheinungen/Die-Massenpsychologie-des-Faschismus.html

  16. O. sagt:

    Hier noch mal sein erster Versuch … etwas mit Worten zu erklären, die zwar nicht unserer Terminologie entsprecht, aber evtl. ähnliches beschreibt … wenn man Hologram und Matrix übersetzt … macht das für einen Sinn?

  17. Peter Nasselstein sagt:

    Pressemitteilung des AMERICAN COLLEGE OF ORGONOMY

    New Attacks on Wilhelm Reich and Orgonomy

    They just can’t leave Reich alone. There is something about Reich’s work and his story that seems to affect people profoundly. They either attack him or idolize him. Either way, people often lose contact with their better judgment and professionalism. It also appears much easier to focus on Reich the man than to critically investigate the merits of his discoveries.

    For years a problem for those of us who take Reich’s work seriously and try to develop, as well as find, practical applications for it has been that orgonomy and Reich have been given the silent treatment. We welcome the press bringing Reich and his work “out into the light of day” for a new appraisal in the 21st century, but only ask for decent, serious scrutiny with genuine, honest journalism.

    The Wall Street Journal (WSJ) took the opportunity of a recent book’s publication — purported to be a well-researched biographical work about Reich by Christopher Turner — to hire a reviewer, Henry Allen, who rather than assess the book, attacked Reich and perpetuated numerous old rumors, false attitudes and distortions about the man and his work.

    Within a few days of the alleged “review,” which, incidentally, appeared on the front page of the WSJ book review section, the president of the ACO, Peter Crist, M.D. submitted a letter to the editor of the WSJ by both e-mail and postal mail to address our concerns about the distortions and poor journalistic standards so evident in the piece. Unfortunately, the WSJ did not publish that letter. Read more on the ACO website.

  18. Sebastian sagt:

    Weiß jemand, wer das “Übersetzerkollektiv” der Produktionsgemeinschaft Schrift, Ton und Bild (Schloß Dätzingen) von “Reich speaks of Freud” ist?

    Ich habe mal die Übersetzung von “The Source of the Human “No”" verglichen, die ich teilweise für recht oberflächlich halte, zB: orgonotic body energy contact = orgonische “Körperenergie Berührung”… Muss es nicht heißen: OrgonOTischer KörperenergieKONTAKT? Kontakt ist doch ein so zentraler Begriff, dass ich nicht verstehe, wie man den mit “Berührung” übersetzen kann.

    Oder: “Take that poor penis. Take a knife – right? And start cutting. And everybody says, “It doesn’t heart.” Everybody says, “No, it doesn’t hurt.” Get it?”

    Übersetzung: “Nimm den armen Penis. Nimm ein Messer – nicht wahr? Und beginn zu schneiden. Und jeder sagt: “Das verletzt nichts.” Jedermann sagt: “Nein, das verletzt nichts.” Verstehen Sie?” Muss es nicht heißen: Das SCHMERZT nicht?! Es geht da doch gerade um das Gefühl, oder nicht?

    • O. sagt:

      “Reich speaks of Freud” war doch lediglich ein Buch. The Source of the Human “No” war dies ein Text in Children of the Future oder das Tape, dass das WR-Museum rausbrachte? Wer hat das wo übersetzt?

      In dem Übersetzungsbeispiel hat der Übersetzer wörtlich übersetzt ohne Ahnung, worum es geht.

    • Sebastian sagt:

      Ja, der Text “The Source of the Humen “No”" ist in Children of the Future abgedruckt, stammt aber ursprünglich aus dem Interview “Reich speaks of Freud” mit Dr. Eissler. Vom Interview gibt es wiederum diese seltsame Übersetzung des “Übersetzerkollektivs”, wie sie sich selbst bezeichnen.

  19. O. sagt:

    Ich will dem mal widersprechen: “Gestalt-, Rogers- und „Körpertherapie“ (alles Entwicklungen aus der Psychoanalyse)…”.

    Die Gestalt ist charakteranalytisch, Roger ist eine absolute humanistsche Therapie, nämlich den Klienten ersteinmal annehmend, zuhörend und Empathie entgegen bringend. (Spiegelung als Technik, in dem das Gesagte des Klienten als Frage vom Therapeuten wiederholt wird.)
    Die Körpertherapie hat (nach Reich) tatsächliche die Psychoanalyse überwunden, wer trotzdem “psychoanalytisch” arbeitet, ist ein Stümper, weil er keine Charakteranalyse kann und kennt. – Das Argument von Reich, die Charakteranalyse sei eine Psychoanalyse, lass ich nicht gelten, dass war Reichs größter Irrtum. (Er darf ja auch mal einen Fehler machen.) Sie ist nur oberflächlich mit Freud verwandt. Wer die Psychoanalyse in der Körpertherapie benutzt hält die Emotionen der Klienten nicht aus und seine eigenen auch nicht.

  20. Peter Nasselstein sagt:

    Zu Goodman und seinem Verhältnis zu Reich: http://www.as-anker.de/pg/index.php?option=com_content&task=view&id=23&Itemid=35

    Zur Homosexualität: entweder ist sie ein Symptom wie jedes andere auch oder sie ist tief in der Struktur verankert (passiv-femininer Charakter): http://orgonomy.org/articles/Konia/A_Case_of_Homosexuality.html

    • O. sagt:

      Das Bild von der Goodman Familiy sagt ja mehr als tausend Worte, ich will es nicht kommentieren.
      Paul Goodman ist mir nach diesem Eindruck sehr unsympatisch.

      Wenn jemand Schüler von einem anderen wird, gaht das vielleicht eine Therapeuten Generation gut bei Talent der Person, eine zweite Therapeuten Generation muss es quasi schon scheitern. Goodman scheint ein solcher Fall zu sein, die Core-Energetics Leute sind auch solche Fälle, ebenso die von der Bioenergetik.
      Die “KPT-Liga” ist voll solcher Fälle, wenn die Originale der Therapieschulengründer wegfallen. Ebenso die meisten Freudableger der dritten Generation, manche der zweiten zeugen auch von wenig Qualität und eigener gefundenen Originalität. Das Glück der zweiten Generation liegt wohl darin, dass Persönlichkeiten sich um den Begründer gefunden haben. In der nächsten Generation, kann nur noch das Mittelmaß sich um die neuen Therapie-Ableger gruppieren, die glauben, dass die Technik das wesentliche sei. Wesentlicher sind die persönlichen Eigenschaften der Therapeuten!

      Reich hat sich mit Homosexualität kaum befasst, da er eine Abneigung hat und die von Freud hat er nicht angepackt und unentdeckt gelassen.

      Aufgrund von dramatischen Erlebnissen (Ekel gegen das Weib) wenden sich Jungen vom weiblichen Geschlecht ab. Das wäre meine Ausgangshypothese auf die die Charakterbildung aufbaut. Bei Lesben wäre es dementsprechend umgekehrt. Prinzipiell wäre dies therapierbar durch entsprechende Traumaarbeit (wenn das einer könnte). Die Verhaltenstherapie hat die Phobien, Angstneurosen und Panikattacken zu ihrem Steckenpferd gemacht, hier könnten sie die “Überlegenheit” ihrer Technik unter Beweis stellen.
      Jedoch glaube ich dass die VT jämmerlich scheitern wird, nicht nur weil Homosexualität als Symptom gesehen werden müsste.
      Sie würde vielleicht mit ethischen Fragen aufwarten …
      Als Reichianer/ Körpertherapeut müsste man seine Scheu gegenüber der homosexuellen Neigung überwinden, ein Hindernis das ich nicht als unbedingt überwindbar sehe. Dann könnte man den Versuch machen einen homosexuellen Therapeuten zu finden, ein Freund von mir arbeitet hiermit, jedoch glaube ich nicht, dass sein Therapieziel eine Herstellung der Heterosexualität wäre. Das funktioniert eben auch nicht. Ein homosexueller Therapeut würde eher die Beziehungsproblematik von Homo-Paaren bearbeiten und lösen. Praktisch scheint die Homosexualität nicht therapierbar zu sein, die Motivation des Klienten dürfte auch gegen Null gehen, so dass eine Therapie auch deswegen scheitern würde.
      Trotzdem könnte man am Trauma arbeiten, jedoch ohne dem Ziel, dem Klienten seine Identität und Liebesorientierung nehmen zu wollen oder gegen eine andere einzutauschen.

      Es wäre genauso vermessen, wenn ein homosexueller Therapeut von mir verlangen würde “meine natürliche Homosexualität” zu entdecken und mich dazu bringen wolle, meine “Frauenfixierung” aufzugeben.

      Man sollte sich auch vor Augen halten, dass es Grenzen gibt in der Psychotherapie, man wird keinen neuen Menschen oder Charakter schaffen, sondern nur Tendenzen verändern.

      Gegen das Nichtrauchen, könne man mit dem Stechen einer Akupunktur Nadel einen Raucher zum Aufhören bringen, wenn er dazu bereit sei. Ob die Methode auch für Sexualpräferenzen möglich wäre, bleibt abzuwarten. Ehrlich gesagt rauche ich da lieber oder höre auf, wenn ich es nicht mehr will. Homosexuelle können ja auch mit dem anderen Geschlecht Beischlaf haben, jedoch bleibt ein gewisser Ekel oder eine schwache Erregbarkeit übrig. Das dürfte der Schlüssel zum Problem sein, wenn es denn ein Problem ist! Letztlich schläft ja auch ein Hetero nicht mit jedem … außer in den 70-ern Sekten (Kommunen, Kriegsbordellen, Swinger-Clubs etc.), wo man glaubt, man müsse sich nur massiv sexuell betätigen, um unneurotisch zu werden.

      Um dem ganzen auch etwas Positives abzugewinnen, bleibt die Frage, warum homsexuelle Paare die gleiche Rollenverteilung leben wollen, wie heterosexuelle Paare? Das wäre absurd, wenn man eben nur Männer/ Frauen lieben würde. Durch diese Rollenverteilung wird ja die Homosexualität nicht “normaler” oder besser. Und dies muss von einer “Dominanz” unterschieden werden, darum geht es hier nicht, sondern um die gegengeschlechtlichen Rollen!

      • O. sagt:

        Es würde mich wundern, wenn Homosexualität im ICD-10 stehen würde. Somit wäre es streng genommen für die Medizin und Psychologie – einschl. Psychiatrie kein Krankheitsbild.

        Nun in Wikipedia stehen weitere Erläuterungen unter Psychologie:
        __________________________
        Zitat:

        “Sigmund Freud bezeichnete Homosexualität „als Abweichung der sexuellen Funktionen, hervorgerufen durch eine gewisse Stockung der sexuellen Entwicklung“[51]. Als psychischen „Normalfall“ sah Freud die Bisexualität an; auch die Heterosexualität beruhe „auf einer Einschränkung der Objektwahl“.[52] Mehrfach bezog er öffentlich Stellung gegen Kriminalisierung und Pathologisierung der Homosexualität. 1903 betonte er in der Zeitschrift Die Zeit, dass „Homosexuelle nicht als Kranke behandelt werden sollen“. 1905 stellte er fest: „Die psychoanalytische Forschung widersetzt sich mit aller Entschiedenheit dem Versuch, die Homosexuellen als eine besonders geartete Gruppe von den anderen abzutrennen.“[53] 1921 widerspricht er Ernest Jones, der einen homosexuellen Arzt nicht zur analytischen Ausbildung zulassen wollte.[54] 1930 unterzeichnete er einen Appell an den Nationalrat zur Abschaffung der Strafbarkeit. Und 1935 schrieb er in einem Brief an eine Mutter, dass auch Homosexuelle – durch eine Analyse – zu „Harmonie, Seelenfrieden und volle[r] Leistungsfähigkeit“[51] gelangen können.

        Seine Ansichten zum Thema resümiert er in dem Aufsatz „Über die Psychogenese eines Falles von weiblicher Homosexualität“ aus dem Jahr 1920. Darin wendet er sich gegen die Vorstellung, „vollentwickelte“ Homosexualität − mit dem Ziel der Wiederherstellung der „vollen bisexuellen Funktion“ − psychoanalytisch behandeln zu können. Dies sei „nicht viel aussichtsreicher als das umgekehrte“ – die Heilung von „vollentwickelter“ Heterosexualität -, „nur daß man dies letztere aus gut praktischen Gründen niemals versucht“.[55] Entsprechende Therapieanstrengungen scheiterten zudem sehr häufig daran, dass homosexuelle Patienten nicht aus Unzufriedenheit mit ihrer Situation, sondern auf äußeren gesellschaftlichen Druck hin eine Therapie begännen:

        „In der Regel vermag der Homosexuelle sein Lustobjekt nicht aufzugeben; es gelingt nicht, ihn zu überzeugen, daß er die Lust, auf die er hier verzichtet, im Falle der Umwandlung am anderen Objekt wiederfinden würde. Wenn er sich überhaupt in Behandlung begibt, so haben ihn zumeist äußere Motive dazu gedrängt, die sozialen Nachteile und Gefahren seiner Objektwahl, und solche Komponenten des Selbsterhaltungstriebes erweisen sich als zu schwach im Kampfe gegen die Sexualstrebungen. Man kann dann bald seinen geheimen Plan aufdecken, sich durch den eklatanten Mißerfolg dieses Versuches die Beruhigung zu schaffen, daß er das Möglichste gegen seine Sonderartung getan habe und sich ihr nun mit gutem Gewissen überlassen könne.“

        – Sigmund Freud. 1920[56]

        Dennoch wurde Homosexualität erst 1973 von der American Psychiatric Association (APA) aus ihrem Krankheitenkatalog (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, kurz: DSM, damalige Auflage DSM-II) gestrichen – nicht zuletzt aufgrund der Forschungsergebnisse von Evelyn Hooker. Zuvor galt Homosexualität als psychische Störung. Allerdings existierte von da an im DSM-II die „sexuelle Orientierungsstörung“, später im DSM-III „ich-dystone Homosexualität“ genannt, mit der ein Zustand anhaltenden Leidens an der eigenen Homosexualität diagnostiziert werden konnte. Im neuen, aktuellen DSM-IV-TR befindet sich eine Diagnosekategorie „nicht näher bezeichnete sexuelle Störung“, die auch ein „andauerndes und ausgeprägtes Leiden an der sexuellen Orientierung“ (302.9) beinhaltet. Die Streichung erfolgte 1973 gegen den Widerstand der American Psychoanalytic Association (APsaA), die dadurch erheblich an Renommée und Einfluss verlor, dann nach einem Generationswechsel neue Position bezog und sich 1991 entschuldigte:

        „Die American Psychoanalytic Association lehnt jede öffentliche oder private Diskriminierung gleichgeschlechtlich orientierter Frauen und Männer ab und bedauert sie. Es ist die Position der American Psychoanalytic Association, dass die mit uns verbundenen Ausbildungsinstitute ihre Kandidaten aufgrund ihres Interesses für die Psychoanalyse aussuchen, wegen ihres Talents, ihrer Vorbildung, ihrer Integrität, ihrer Bereitschaft zu Selbstanalyse und Ausbildung, und nicht aufgrund sexueller Orientierung.“

        – American Psychoanalytic Association, Declaration on Homosexuality, adopted 1991, amended May 1992: Übersetzt von Christian Michelides, Fettdruck aus dem Original übernommen

        Aus der von der Weltgesundheitsorganisation herausgegebenen International Classification of Diseases (ICD) wurde die Homosexualität erst mit der 1992 veröffentlichenten ICD-10 entfernt. Dafür wurde dort das Störungsbild der ich-dystonen Sexualorientierung (F66.1) im Bereich der Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen aufgenommen. In der ICD-8 wurde Homosexualität bereits 1968 als umstrittenes Krankheitsbild dargestellt.

        In Psychoanalyse und Psychotherapie gibt es nach wie vor kontroverse Meinungen. Anhänger der Gay Affirmative Psychotherapy, die die internationale Mehrheitsmeinung vertreten, versuchen, den Umgang mit Homosexualität möglichst in das Menschsein zu integrieren. Im deutschen Sprachraum äußerten sich 2000 zwei Standardwerke klar und deutlich: Im Mertens/Waldvogel konstatierte Udo Rauchfleisch, dass Diskriminierung und Pathologisierung wissenschaftlich nicht vereinbar seien.[57] Im Stumm/Pritz verlangte Wolfgang Till von der Psychotherapie „eine nichtpathologisierende, vorurteilsfreie Haltung zur Homosexualität“.[58] Johannes Cremerius nannte (schon 1992) die Pathologisierung der Homosexualität und die Weigerung, Homosexuelle zur analytischen Ausbildung zuzulassen, als einen der wesentlichen Gründe für die Krise der Psychoanalyse.[59]

        Dazu entgegengesetzt gibt es eine immer kleiner werdende Minderheit von Medizinern bzw. Psychoanalytikern, die Homosexualität im Gegensatz zum DSM-IV und zur ICD-10 als „krankhafte und behandlungsbedürftige Störung“ sehen (Charles Socarides[60] und Joseph Nicolosi). Der Psychotherapeut Douglas Haldeman, der ehemalige Vorsitzende der American Psychological Association, ist der Meinung, Lesben und Schwule hätten zwar ein Recht auf Veränderung ihrer sexuellen Orientierung, sofern sie mit ihren sexuellen Orientierungen unzufrieden seien. Bisher ist jedoch keine funktionierende „Therapie“ bekannt, mit der langfristig die sexuelle Orientierung verändert werden konnte. Die sogenannte reparative Therapie bezeichnet Haldeman als „Pseudowissenschaft“. Die sexuellen Neigungen als solche bestimmen noch nicht die psychologische Identität eines Menschen, da dazu wesentlich die freie Stellungnahme gehört.[61] Im Sommer 2008 erklärte die deutsche Bundesregierung im Bundestag, dass die reparative Therapie in der Fachwelt weitestgehend abgelehnt werde. Die deutsche Bundesregierung vertritt weder die Auffassung, dass Homosexualität einer Therapie bedarf, noch dass Homosexualität einer Therapie zugänglich ist.[62] Auch Haldeman ist der Meinung, die sogenannte „reparative Therapie“ passe nicht in die moderne „mental health profession“ hinein, und sei „seit Jahren diskreditiert.“[63]” (Zitat Wikipedia Ende)

        _____________________________________

        Ich interpretiere es mal so, dass nur der, der darunter leide als “ichdystone Sexualorientierung” (F66.1) im Sinne einer Persönlichkeitsstörung diagnostiziert werden würde.

        Freud soll argumentiert haben das Hetero auch nicht normal sei, sondern nur die Bisexualität – Aha, soso!

        • Peter Nasselstein sagt:

          F66.1 Ichdystone Sexualorientierung

          Die Geschlechtsidentität oder sexuelle Ausrichtung (heterosexuell, homosexuell, bisexuell oder präpubertär) ist eindeutig, aber die betroffene Person hat den Wunsch, dass diese wegen begleitender psychischer oder Verhaltensstörungen anders wäre und unterzieht sich möglicherweise einer Behandlung, um diese zu ändern.

          Der Witz bei der Sache ist, daß noch nie jemand unter einer “heterosexuellen Ausrichtung” subjektiv gelitten hat. In dieser Hinsicht ist F66.1 psyeudowissenschaftlicher, von Ideologie bestimmter SCHWACHSINN.

        • O. sagt:

          Unter seiner Heterosexualität leidet der, der gerne das andere Geschlecht wäre, daher streben einige eine Geschlechtsumwandlung an, von Geschlechtsmissbildungen einmal abgesehen. Denke ich an meine Jugend zurück, habe ich oft gedacht, als Homosexueller wäre es wesentlich einfacher, Männer kann man leichter verstehen, Frauen überhaupt nicht. Ferner fehlte es nicht an direkten Angeboten unter Männern …, nun sind Männer aber nicht gerade die attraktivsten Geschöpfe, von daher kann man nur froh sein, dass alles so ist, wie es ist. :)

  21. Klaus sagt:

    In: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/46836/Studie_sieht_Elektrosmog_als_Asthmarisiko.htm :
    “Kinder erkranken dreimal häufiger an Asthma, wenn ihre Mutter während der Schwangerschaft erhöhten elektromagnetischen Feldern exponiert war.”
    Immer wieder Problem (v. a. ohne Kenntnis Reichs): “Es fehlt vor allem ein überzeugendes biologisches Konzept, dass die pathogenetischen Zusammenhänge plausibel erklären würde.”

  22. O. sagt:

    Und hier noch einmal die ABC Methode zur Vertiefung. Das eriinert doch sehr an, wie werde ich in 20 Minuten ein ein VT-ler ohne etwas zu studieren.

  23. O. sagt:

    To complete the series now Ellis Albert:

    • O. sagt:

      Wenn ich mir vorstelle, dass dies die einizg von der Kasse bezahlte Therapieform in Deutschland ist (Psychoanalyse mal beiseite gelassen), dann scheint es wohl so gut wie keine Psychotherapie mehr zu geben, sondern nur noch Tabletten und Yoga auf Krankenschein. Da bleibt nur zu hoffen, dass niemand psychisch erkrankt, bevor er sich eine Kognitiven Verhaltenstherapie unterzieht. Der Fokus liegt hier auf einer Korrektur der Kognitionen.

  24. O. sagt:

    The original ABC of Emtional Bevarioral Therapy, of what? Watch it …

  25. O. sagt:

    Nun hier ein Beitrag, auch wenn er etwas zynisch ist, so doch vermutlich eine berrechtigte Art etwas zu hinterfragen, was an gewisse Institute erinnern mag, die sich für fähige Therapeuten halten … und vermeintlich fähige Methoden anwenden, deren Anerkennung (irgendwie) außer Frage steht, aber hier in Frage gestellt wurde. Hier geht es mal nicht um eine WR Institut, aber doch um ähnliches ;)

  26. O. sagt:

    Interesting enough, what would Carl Rogers do?

  27. O. sagt:

    Again, here comes a typical characteranalytic session with a patient.

    At least, it does not matter what´s the name of a great therapist, it could be Fritz Perls, Myron Sharaf or Reich himself. The technic is reichian in any way.

  28. O. sagt:

    In meinen Augen ist Fritz Perls ein so genialer Reichianer, Charakteranalytiker, und die Sprache ist wirklich ähnlich dem von Reich. Watch this viedeo … a bit longer (thanks to Christian!)

    PS: Diesmal mit richtigem Link

  29. O. sagt:

    In meinen Augen ist Fritz Perls ein so genialer Reichianer, Charakteranalytiker, und die Sprache ist wirklich ähnlich dem von Reich. Watch this viedeo … a bit longer (thanks to Christian!)

    http://nachrichtenbrief.wordpress.com/kommentare-zu-diesem-blog/#comment-4201

  30. Robert (Berlin) sagt:

    Kinovorführung Dokumentarfilm “Wer hat Angst vor Wilhelm Reich ?”
    Vom Wiener Regisseur Antonin Svoboda stammt diese sorgfältig recherchierte Dokumentation zum Leben, Wirken und Nachwirken des Arztes und Naturforschers Wilhelm Reich. Das “Kino am Ufer” in Berlin-Wedding zeigt diesen Film nun ….
    … zu den folgenden Zeiten:

    Donnerstag 18.8. bis Sonnntag 21.8. jeweils um 18 Uhr
    und
    Donnerstag 15.9. bis Sonntag 18.9. jeweils um 20:30 Uhr

    KINO & CAFÉ AM UFER
    Uferstraße 12
    13357 Berlin-Wedding
    U Nauener Platz + Pankstraße
    S Humboldthain + Wedding [Ring]
    Bus M27 Brunnenplatz
    kino-am-ufer.de

    Dieser Dokumentarfilm wurde ursprünglich im österreichischen Fernsehen ausgestrahlt.
    Er entstand unter Mitwirkung von Mitgliedern der Wilhelm-Reich-Gesellschaft und enthält neben dokumentarischem Material zu Reichs Leben und Arbeit auch Interviews mit Ärzten, Psychotherapeuten und Forschern, die heute an Reichs Ideen anknüpfen.

    http://kino-am-ufer.de/pdf/KINO%20AM%20UFER%202011%20August%20Programm.pdf

    • O. sagt:

      Die Stimme Reich im Tape “alone” war für mich auch ersteinmal schockierend. Irgendwie hat man doch eine andere Vorstellung von Reich über die Bücher, woher die auch kommen mag. Er ist also definitiv kein Medienstar (wie sympathisch). Seine Stimme klingt depressiv und etwas tragisch akzentuiert, gleich zeitig in “deutschem” Englisch, so wie seine Schriften auch eine deutsche englisch Grammatik durchblicken lassen und präziser als so manch blumig daher sprechender Amerikaner der mit viel Sätzen selsbtbezogen und nichtssagend “floskalisiert” (das Wort gibts nicht :) ). Immer vermittelnd, er habe die Welt begriffen …
      Sein Inhalt ist am besten vor dem von in Ilses Ollenforff Reichs Buch beschriebenen Hintergrund nach dem Oranur Exp. und nach Ihrer Trennung zu verstehen … Es ist ein Zeitdokument, aber nicht ein Dokument, das seinen Charakter generell darstellen würde.

      Im Kontrast zu dieser einleitenden Aufnahme wirken – auch nachgesprochen – wirken die anderen Medien-Helden der WRG natürlich glänzender und die Nachwelt wird ihre Gesichter ewiglich erinnern. Und die Produktion wird auf Hollywoods Kinoleinwänden von mal zu mal präsentiert für ein amerikanisch-intellektuelles Publikum bestens geeignet zum Smalltalk auf Parties: “Have you ever heard of Reich? I did, it was an amazing experience to me …”
      Danach kann man dann zu der neuen Show der Illuminaten-Gattin Beyonce übergehen, die ihren Persönlichkeitswechsel 2008 als Sasha Fierce im Gagalesbenstyle eines Vamps mit versteckter Teufelssymbolik über die Bühne tänzelt und dazu die Obamamanie protegiert hat, so dass auch der letzte Fan nach ein paar Jahren der Amtszeit des Präsidenten verstanden hat: Amerika ist für immer betrogen worden “again and again” und die “World” zahlt mit New Order. – So wie Reich in Eisenhower etwas Sympathisches sehen wollte, erscheint uns Obama am Horizont der Hoffnung nach all dem Terror und Elend als Fata Morgana in einer nuklearen Wüste.

  31. O. sagt:

    Buchtipp: “Wilhelm Reich” von Ilse Ollendorff Reich (1967; Kindler 1980 vergriffen)

    Das Buch hat eine Stärke und Schwäche zugleich, es wurde von einer Frau geschrieben und aus ihrer Perspektive, sie war Reichs Frau in den USA von ca. 1940-54 und hat den “Traumsohn” Peter Reich geboren und erzogen. Wer Peter Reich einmal sehen und erleben durfte, weiß sofort was ich meine, kaum ein Mensch ist so beeindruckend menschlich wie er. (und bei aller Kritik an der WRG, kann ich hier auch mal einen Dank aussprechen, dass sie so wundervolle Menschen nach Berlin gebracht hat.)

    Ilse beschreibt die Umstände in jener Zeit, wie sie Reich kennenlernte und wer da noch mit ihnen in Kontakt war und wie das Leben zuerst in NewYork und später in Maine ablief aus ihrem persönlichen Erlebnis. Es ist eine Erzählung wie wenn meine Mutter aus der alten Zeit berichtet, so dass ich mir vorstellen kann wie einfach die Dinge waren und wie sie sich in kurzer Zeit abspielten. Ob Reich da so manches mal gut wegkommt, ist eigentlich egal, wenn man lediglich zuhört und nicht sich moralisch ereifern möchte.

    Einzelheiten über Theorien werden nicht gegeben, dafür wird die Sorgfalt im Umgang mit den Versuchtieren und einiger Experimente beschrieben, ohne einen Versuchsaufbau zu geben oder über Inhalte von Büchern zu schreiben. Es sind die Details, die es lesenswert machen. Der Einblick in die drei Konferenzen, die Personen, die am Rande erwähnt werden: Neill, Raknes, Hoppe, Sharaf, Tropp, Eva und W. Moise, Lore, Peter usw.
    Der Aufbau von Orgonon, etwas über Finanzen und die Träume einer Klinik in Maine, die anderen Institute in New York, positive und negative Erlebnisse dicht gedrängt in wenigen Jahren ohne eine Zeit der Ruhe zu finden, mit Zigaretten bis zur Herzattacke, der Alkohol, das Oranur-Experiment, die Krankheiten und schließlich auch die Trennung wegen Reichs Symptomen eines nahenden Burnoutes (so würde man heute sagen). Gereitzte Stimmung bei Reich, seine Prinzipien und Teile seiner Gedanken. Ilse geht schließlich, weil sie nicht mehr versteht, was Reich nach dem Oranur-Experiment für neue Ideen entwickelt, Reich fühlt sich allein gelassen und ist alleine und sucht wieder Kontakt zu anderen Menschen in Maine, was ihm nur schwer gelingt, weil er schon sehr zurückgezogen in seiner Gedankenwelt gelebt hat. Erfährt durch Arizona mit dem CLB, weil zu Hause seine Frau nicht mehr auf ihn wartet und nimmt Peter, Eva und ihren Mann mit. Die offensichtliche Logik seiner Forschungschritte wird auch durch Persönliches mitbestimmt. Reich schwankt nach Ilse zwischen Anerkennung und den Glaube an einem Durchbruch und einem drohenden Scheitern, insbesondere vor Gericht. Sein möglicherweise tragisches Ende vor Augen, plant er dennoch weiter und neu … er verliebt sich noch einmal, läßt sich auf eine junge Frau ein und würde sie auch heiraten, eine Wendung seines Lebens, das ihm nicht mehr vergönnt war.

    ___________________

    Was bleibt im Nachhinein? Eigentlich nur der Hass der Gegner, die ihn bis heute verfolgen, nicht realisierend: Der Mann ist tot!
    Seine Schriften werden als stilles Zeugnis wieder gedruckt, nachdem sie vernichtet wurden … man möchte meinen, sie werden nur gedruckt, damit man Reich weiterbekämpfen kann. Die Frage, ob Reich paranoid gewesen sei, beantwortet sich von selber: Gegner, die ihr ihn noch zu jagen wagt, APA, FDA, CIA, FBI, die Liste wäre lang, you are so sick and paranoid, you all need psychiatric orgone therapy by Wilhelm Reich, believe me.

  32. O. sagt:

    Mesmer muss man im Original (deutsch) lesen und man wird sich an seiner heute befremdlichen Wortwahl und auch am Druckbild etwas schwer tun. Dann kann man wie Eden den Eindruck haben, man habe es verstanden und die Parallelen suchen und meinen “aha, das ist doch die selbe Energie”. Dann hat man immer noch nichts verstanden, sorry. Mesmers Problem war es natürlich überhaupt die Phänomene zu beschreiben und er hat sich an den gängigen physikalischen Modellen bedient, die heute mechanistisch anmuten. Aus Reichs Sicht versteht man nicht unbedingt, was er gemeint haben könnte, aber man bekommt eine Idee, was er getan hat – eben nur eine Idee. Es gibt verblüffende Ähnlichkeiten mit der Orgonomie, doch man fragt sich, wie kam Mesmer darauf? Wie kam er auf seine Kosmologie, wo er diese doch kaum beobachten konnte. (seine Diss. ist glaube ich nur auf französisch erschienen). Die Streitereien, die er hatte sind gut belegt und thematisiert worden, niemals aber seine therapeutische Technik, das wurde vermutlich alles zersört, daher war das Tor zur Mystik (bis hin zur Hypnose) weit offen. Er wird bis heute noch dermaßen vernichtend angefeindet, dass seine Gegner wohl intuitiv genau wissen, der Mann ist gefährlich – so wie Reich und Stirner. Jedes Lob über ihn ist ein Schlag in sein Gesicht! So wird heute noch mit ihm umgegangen. Wers kann, sollte ihn unbedingt langsam und gründlich lesen. Aber er ist nichts für jederman.
    Mit ihm wird es einem gehen wie wenn man in Boadellas Biographie über den ORAC liest, man weiß nicht was man davon halten soll, hält es für wesenltich, doch kann es sich nicht vorstellen. Und anhand des Buches kann man auch keinen ORAC bauen und anwenden, weil erstmal noch zu viele Details fehlen bis man einen gesehen hat und ausprobieren konnte. Mesmer ist der Tesla der Psychotherapie, geheimnisvoll unverständlich, aber ohne ihn geht gar nichts. Freud und Reich wären nicht denkbar ohne Mesmer gewesen.

    • Peter Nasselstein sagt:

      Hat Mesmer nicht alles in französisch verfaßt?

    • Peter Nasselstein sagt:

      Mesmer hat entdeckt, daß der Organismus von einem “Fluidum” (“Animalischer Magnetismus”) durchflossen wird. Störungen dieses Flusses seien für die psychischen und somatischen Erkrankungen verantwortlich. Der “Magnetiseur” überträgt sein eigenes Fluidum so, daß die Staus wieder aufgelöst werden. Mesmer wurde sexueller Übergriffe verdächtigt und schließlich von einer wissenschaftlichen Kommission zu Fall gebracht.

      Reich ahnte gar nicht, in welcher Tradition er stand.

    • O. sagt:

      Mesmer wurde erst selbst für eine Kommision hinzugezogen als Gutachter über Gassner, der mystische Praktiken vollzog. Dann hat in Frankreich eine zweite Kommission von “Wissenschaftlern” sein Fludium für unmöglich und unsinnig hingestellt, darunter war der erflogreichste “Körpertherapeut” Guillotin, nach dem die bekannte Hals-”massage” (Rübe ab) benannt wurde.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Guillotine

      Mesmer hat sich dann zurückgezogen und keiner wußte wo er war. 1814 wurde er von Wolfahrt wieder aufgesucht und dadurch entstand das einzig übriggebliebene und brauchbare Dokument über den Mesmerismus.
      Mesmerismus war damals in aller Munde – auch im positiven Sinne. Der Mann hatte damals weitaus mehr internationalen Erfolg als Reich bezogen auf Europa. Es gibt eine Diss, (ca. 1950) in der üer ca. 200 Seiten nichts anderes steht, als eine gesammelte Literaturliste über Mesmer und den Animalischen Magnetismus (ich hoffe ich finde die Arbeit nochmal). Doch fast nichts davon hat überlebt. Er hat absolut “energetisch” gearbeitet, was auch keiner richtig verstehen konnte. Er hat keine Staus aufgelöst, das wäre eine postreichianische Interpretation, er hat auch keine Hypnose benutzt, wie die Erikson-Leute es verstehen möchte. Stefan Zweig glaubte, dass er einfach nur eine hochgeladenen faszinierende Persönlichkeit war mit enormer Ausstrahlung, das erklärt aber nichts, sondern möchte eine Scharlatanerie andeuten, worauf sich die “wissenschaftliche” Nachwelt geeinigt hat. Nun dann wären die besten Berliner Ärzte der Charitè Vollidioten gewesen, weil diese Mesmer durchaus folgten und ihn zu verstehen begannen.

      Mesmer wurde von seinem Schüler Marquis de Puységur nicht verstanden, Charcot verstand Marquis de Puységur nicht mehr und Freud verstand Breuer und Charcot nicht, dann wollte Reich auch Freud nicht verstehen und ließ von der längst aufgegebenen Libidotheorie nicht ab. So waren wir dann wieder am Anfang vom Fluidum zum Orgon, wobei die Techniken nicht zu vergleichen sind!

      Das mit den angeblichen “Übergriffen” ist wohl offensichtlich zu blöd darzustellen … die Familie bangte um eine Pension, die sie für ihre Tochter, die eine begnadete Musikerin (psychisch/hysterisch) blind war. Mesmer hatte sie sehend gemacht, das gefiel dem Vater nicht. Und bedrängte sie so, dass sie wieder erblindete. (Mesmer hat darüber eine Abhandlung geschrieben.)
      Ob Mesmer sich in das junge Ding verliebt hatte, kann ich nicht beurteilen, sie soll aber reizvoll gewesen sein. Breuer hatte sich wohl auch in Anna O. verliebt und Freud war wohl zu sehr auf Männer fixiert dafür. Reich hatte auch eine Affäre mit einer Patientin. Und die anderen Psychoanalytiker … – da war wohl auch des öfteren was, worüber man vornehm schwieg.

      • Peter Nasselstein sagt:

        Jerome Eden hat 1974 in ANIMAL MAGNETISM AND THE LIFE ENERGY 23 Fallberichte von Dr. John Elliotson, Dr. James Eddaille (Mesmeric Hospital of Calcutta, India) und anderen aus dem 19. Jahrhundert abgedruckt. Auch hat er die Methode selbst beispielsweise in Alaska angewandt, wenn kein Arzt zur Stelle war.

      • O. sagt:

        Es ist vermutlich mein Lieblingsbuch von Eden. Doch genau wie in vielen anderen Berichten fehlt mir die Beschreibung der Anwendung. Er setzt die “orgone energy” zu schnell mit Mesmers fluidum gleich. Der Effekt und der Grund der Behandlung wird erzählt, nicht aber die praktische Anwendung, dass man sie verstehen könnte. Mit den Händen streicht man in etwas Abstand über den Organismus, mehrfach. Wo genau und wie lange (ungefähr)? Und was passiert dann? Wie kann man das erklären? Evtl. sollte ich es nochmal lesen … Die Maxime/Prinzipien des Mesmerismus werden auf englisch abgedruckt (die gibt es auch auf deutsch). Eden (1974) war glaube ich der erste, der den Hinweis auf Mesmer gab, neben Henri Ellenberger (1970/1973) in “The Discovery of the Unconscious. The History and Evolution of Dynamic Psychiatry.” der Mesmer zwar auch falsch versteht, aber von ihm fasziniert war. Vermutlich hat Eden auch dieses Buch gelesen und den Wert bzgl. Reich erkannt.

  33. Peter Nasselstein sagt:

    Erst neulich habe ich darauf hingewiesen, daß Reich und Franz Anton Mesmer (ich hoffe, der ist gemeint) die gleiche pestilenten Charaktere auf sich ziehen. http://nachrichtenbrief.wordpress.com/2009/11/04/wilhelm-reich-arzt-und-physiker/

    Ansonsten habe ich nicht viel zu ihm zu sagen, außer vielleicht, daß er ein Beispiel dafür ist, wie jemand bioenergetische Phänomene mechanistisch erklärte und gleichzeitig Anlaß für ein mystisches Wuchern gab.

  34. O. sagt:

    Zu PN: “In der Orgontherapie wird alles unternommen, um eine „chaotische Situation“ zu vermeiden: oberflächliches Material zuerst, tieferes Material später; am Anfang der Therapie geht es um die Gegenwart und von da an immer weiter in die Vergangenheit. …”

    Das wäre die Charakteranaylse als Instrument in der Orgontherapie. So wird es meines Erachtens in der psychiatrischen Orgontherapie verwendet. Ob dem so ist, ist eigentlich unklar.
    Dies wiederspricht dann Reichs Forderung diese “Psychologie” (Charakteranalyse) rauszuhalten. Und die Orgontherapie wäre dann eine reine charakteranalytische Vegetotherapie.

    Dies ist ein Standpunkt, den O. Raknes (1950) im JO vertreten hat.

    • O. sagt:

      Reich versucht sich in den Vorworten zur Charakteranalyse (für mich schrittweise und) klar zu distanzieren.

      Vorwort 2. Auflage 1944: Zusammenfassend …
      “Die Charakteranalyse gilt noch immer voll im Rahmen des tiefenpsychologischen Denkens und der psychotherapeutischen Techniken, die diesem Denken entsprechen.”

      Dies sehe ich als Distanzierung. Und weiter …

      “Sie gilt auch als eine unerläßliche Hilfstechnik…” – Degradierung zur Hilfstechnik! – “,,, in der Vegetotherapie und Orgontherapie. Aber mit der Zeit schritt die Entwicklung vorwärts: Der Sexualökonom und der Orgontherapeut ist wesentlich Biotherapeut und nicht mehr nur Psychotherapeut.” (WR 1944)

      Zur dritten Auflage wird die Rolle und Relevanz der Charakteranalyse weiter heruntergespielt:

      “Dieses Buch bedient sich noch der psychoanalytischen Terminologie und einer psychologischen Beschreibung der Neurosen. (…) Im Vorwort der zweiten Auflage betonte ich, daß “Charakteranalyse” immer noch Gültigkeit hat für das Gebiet der Tiefenpsychologie, der sie entstammt und zu der sie noch gehört.”

      Jetzt wird man überlegen dürfen, ob sie noch zur Orgontherapie gehört! Hat sie also keine Gültigkeit in der Orgonbiophysik, Orgonomie oder Orgontherapie??? Ein Nein steht hier zwischen den Zeilen!?

      “…Wir wenden die Charakteranalyse nicht mehr so an, wie sei in diesem Buch beschrieben wird. Jedoch bedienen wir uns der charakteranalytischen Methode in bestimmten Situationen; wir gelangen immer noch über charakterliche Einstellungen zu den Tiefen menschlicher Erfahrung. Aber in der Orgontherapie gehen wir bioenergetische vor und nicht mehr psychologisch.” (WR 1948)

      Nun ein heute geschickter Orgontherapeut könnte wohl auch das letzte Stückchen charakteranalytische Anwendung über Bord schmeißen in dem er auch bioenergetische zu den Tiefen menschlicher Erfahrung käme.

      ________________________

      Sehr viel Diplomatie für die Charakteranalyse ist hier nicht mehr erkennbar, obwohl er die dritte Auflage ja auch noch unter die Leute bringen möchte. Ein paar Zusätze (weitere 300 Seiten) machen das Buch dann wieder lesenswert und zu einer orgontherapeutischen Überleitung für die Bände der Entdeckung des Orgons.

      Daher sehe ich schon einen Widerspruch zum relativen Festhalten der Charakteranalyse bei meinetwegen Baker und Herskowitz, wenn Reich bereits 1948 sich quasi davon löst und es schon fast als Irrelevant hinstellt und noch nicht mal mehr (1948) als Hilfstechnik begreift, sondern nur um über die charakterlichen Einstellungen mal zu den Tiefen der menschlichen Erfahrung kommen möchte, Von charakteranalytischer Technik ist hier nicht mehr die Rede auch nicht von Charaktertypologien!

      Auch wenn das jetzt als überzogene Genauigkeit daherkommen mag, sind Reichs Sätze ja gerade hier präzise gewählt worden, wenn auch nicht deutlich genug.

      • Peter Nasselstein sagt:

        Wenn man die erste Auflage der Charakteranalyse liest, könnte man den Eindruck bekommen, der Therapeut würde dem Patienten lang und breit dessen „Widerstände“ auseinandersetzen. Tatsächlich ist der Gesprächsinhalt, jedenfalls in der Orgontherapie, aber vollkommen nebensächlich. Es geht (1.) darum, daß der Patient sagt, was immer ihm auf der Seele liegt, nicht weil der Inhalt so wichtig ist, sondern die orgonotischen Impulse, die dabei frei werden. Wie viele Leute brechen schon weinend zusammen, wenn sie, was weiß ich, von ihrem letzten Sonntagsspaziergang berichten! Das wird (2.) unterstützt, indem der Therapeut vor allem auf das Wie der Äußerungen achtet: Augenkontakt, Ton der Stimme, Manierismen, etc. und dies dem Patienten spiegelt. Und (3.) geht es um die Etablierung von orgonotischen Kontakt. Die eigentliche charakteranalytische Intervention beschränkt sich auf den ständigen Hinweis auf den Hauptwiderstand. In Fury on Earth beschreibt Sharaf, der Ende der 40er, Anfang der 50er Jahre bei Reich Therapie hatte, daß Reich ihn immer wieder auf seine „your urgency, your wanting“ hingewiesen hat. Der einzige Unterschied zwischen der Therapie bei Reich und einem heutigen Orgonomen ist, daß Reich möglichst kurze Therapien machen wollte, mit allerhöchstens 100 Sitzungen. Das hat nach Aussage seiner Patienten (etwa Sharaf) und auch in Reichs Selbstkritik (etwa was T.P. Wolfes Therapie betraf) nicht besonders gut funktioniert.

      • O. sagt:

        Als Ergänzung: Reich (1948) erklärt die Charakteranalyse für den modernen Orgontherapeuten als “bedeutsam und unerlässlich”.
        Das heißt, dass auch der Orgontherapeut selbstverständlich diese gelesen haben muss und kennen sollte und sie vor allem historisch (als Vorläufer der Vegetotherapie) einzuordenen weiß. Was davon noch zur Anwendung komme, wird hier direkt nicht erwähnt. Das Psychologische ist für die Therapie dann tatsächlich nebensächlich, aber dennoch letzlich nicht gänzlich zum Verständnis überflüssig, da auch der Orgontherapeut ein gewisses psychoanalytisches Verständnis benötige.

        Sharaf war in seiner Technik ein begnadeter “Psychoanalytiker” (im Reichschen Verständnis), der sofort in eine Vaterübertragung ging bzw. diese hervorrief, und dann körpertherapeutisch die Emotionen herausbrachte. Die wesentlichen psychischen Themen und Konflikte des Menschen lagen offen auf dem “Tisch” und dies nach wenigen Minuten.

        So arbeitete kein Orgontherapeut (Mediziner) des ACO und auch kein Körpertherapeut. Eine Reichsche Therapie ohne Charakteranalyse war für ihn nicht denkbar, wobei er gleich zum Kernproblem, dem Hauptübertragungswiderstand der Charakterbildung, kam und diese körpertherapeutisch und emotional herausarbeitete, forcierte und innerhalb von ca. 30 – 45 Minuten wieder auffing und abschließen konnte.

        Auch bei den amerikanischen Orgontherapeuten sind Elemente der Charakteranalyse auf das Körperliche übertragen worden, auch wenn der Fokus im Somatischen liegt.

        Daher stört mich Reichs geringschätzige Haltung gegenüber seiner Charakteranalyse. Im Bestreben sich weiterzuentwickeln (und sich von Psychotherapeuten abzugrenzen) hatte er ihr zumindest theoretisch offenbar keine Beachtung mehr geschenkt. Mit den Gedanken war er schließlich auch ganz mit der Orgonforschung beschäftigt und diesem ein theoretisches Gebäude (Orgonomie) zu geben.
        Möchte man dies aber auch positiv werten, hat er versucht eine eigenständige Orgontherapie zu entwickeln, die schnell und wirksam wäre, ohne langes “Psychologisieren”. Doch dieser Idee konnte keín “Orgonom” folgen, so wäre meine Annahme. Evtl. war ihm die charakteranalytische Vegetotherapie und Orgontherapie noch zu psychologisch, daher der Versuch, diese einfach loszuwerden und sie definitiv der Psychoanalyse zu überlassen.

        Welche Überlegung und Konsequenz wir hieraus ziehen wollen, sei dahingestellt, nur werden wir um genauere Begründungen nicht mehr herumkommen.

        —–
        PS: Und damit will ich hier keinem der “germanischen” Hauptstadt-Ansätze folgen, die sind zu Recht indiskutabel, und haben sich schon erledigt.

  35. O. sagt:

    Zu Robert (lieber hier sonst wird es wieder so schmal und ellenlang):

    Das Statement, dass man eine Core-Energetik Therapie hatte oder ähnliches, mag ein positives Signal sein, ansonsten passen sie schon mehr oder weniger in die Esoterik-Ecke (Mann mehr als Frau).
    Ich habe früher mich auch darüber beschwert, wie man das Reich-Thema nur in die Eso-Szene intergrieren kann, mittlerweile sehe ich das so, dass die Personen sich in der Esoszene präsentieren und das schon so passt. Es ist nicht Reich, der da steht.

    Und ob so etwas positive Auswirkungen hat, bezweifel ich nicht mehr. sondern verneine ich. Da denke ich dann an die Chembuster Szene, die eine direkte Auswirkung ist von B.S.´s Vorträgen.
    Da die medien-”freudige” esoterische “WR”-Szene keinen Bezug zu Orgon herstellen kann (außer verbal), verbreitet sie DOR-Kanonen aller Bauarten und zerstört auf stümperhafte Weise die Selbstregulation des Wetters. Dies tun sie mit einer Selbstüberzeugtheit eines Narzissmus, der nicht zu stoppen ist. Mit Halbwissen geht man hier an die Öffentlichkeit – bzw. esoterische Fangemeinde, die bekanntlich nicht zu den hellsten Köpfen unserer Gattung zu zählen sind und deren Niveau im ZEGG in Belzig zu bestaunen ist, um Nachahmer und Gleichgesinnte zu finden. Da hier wieder nur (informelle) Hierarchien mehr zählen als inhalticher Austausch auf “demokratischer” Ebene, werden Dogmen vertreten als neue “Paradigmen” verkauft.
    Meiner Meinung nach richtet das erheblichen Schaden an:
    1. persönlich: für Menschen, die in naiver Begeisterung sich darauf eingelassen haben.
    2. inhaltlich: weil keiner mehr weiß, was davon stimmt.
    3. organisatorisch: jeder meinte, sich an diese scheinbar “autonom” agierenden Individuen und Organistatiönchen (one or two-man-Orgs) anschließen zu müssen und diese zu Veranstaltungen als “Kompetenzen” einladen zu sollen. Hiermit wird quasi jede Struktur okkupiert.
    4. energetisch: weil nur DOR und ORANUR als Orgon verkauft wird und effektive Techniken zur Zerstörung eingesetzt werden, um die innere Wüste der “Orgonotten” in einer äußere zu verwandeln.

    Das Ergebnis sind folgende “Früchte”: schädliche Therapien und verstörte Ex-Patienten, falsches Wissen mit schädlicher Wirkung, schädliche Strukturen, die der Verdrängung und Vereinnahmung anderer dienen und schädliche Wetterarbeit, Akkumulatoren etc.

    Natürlich brauche ich nicht unerwähnt lassen, dass auch ich einmal dem “schwachen Sinn” mit blinder Begeisterung unterlag, weil eben auch immer etwas Brauchbares zu finden war … doch nachdem ich vom Baum der Erkenntnis im Garten Eden genascht habe, habe ich erkannt wie nackt ich war. ;)

    • Robert (Berlin) sagt:

      Da denke ich dann an die Chembuster Szene, die eine direkte Auswirkung ist von B.S.´s Vorträgen.
      Wo propagiert denn Senf den Chembuster? Davon habe ich noch nie gehört.
      Du wirfst hier alles durcheinander, ohne konkret zu werden. B. Senf hat mehr für Reich in Deutschland getan, als jede andere Person. Und du gibst ihm die Schuld an Fehlentwicklungen, die er gar nicht hätte verhindern können. In anderen Ländern gibt es schließlich die gleichen Entartungen beim Orgon-Missbrauch.
      Dass sich die Reichianer und Ableger in der Esoterik-Szene betätigen, ist nicht nur ihre Schuld, sondern auch eine Folge der Panzerung der offiziellen Wissenschaft, die keine Forschungen zulässt oder annimmt (mit kleinen Ausnahmen, wie die Studie über den Orac).
      Ohne diese Esoteriker und Reichianer hätte es überhaupt keine Weiterentwicklung oder Verbreitung des Reichschen Spätwerks gegeben und auch die Reich-Schüler Lowen und Pierrakos gaben Reichs Wissen in verdünnter Weise weiter und das kann, muss aber nicht, fruchtbare Erträge (wie Schulkritik oder Finanzkritik), bringen. Dass die Orgonomie von unzähligen Schurken und Spinnern verzerrt und missbräuchlich benutzt wird, hat mit diesen Leuten gar nichts zu tun. Sie sind eher noch die Blumen im zahllosen Unkraut.
      Klar wäre es besser, Hoppe hätte eine gut gehende Mannschaft aufgebaut und diese hier etabliert, ist aber nicht passiert und man muss sich mit dem abfinden, was noch da ist. Zumindest weisen Lowen/Pierrakos immer auf Reich hin und das ist ein gutes Zeichen, solange diese selbst in der Therapie/Esoterik-Szene noch eine Rolle spielen.
      Ich sehe, was noch da ist und phantasiere nicht von der Super-ACO, die die Welt beherrscht. Zumal die ACO, zumindest was ich hier von Peter darüber lese, auf mich mehr abstoßend wie anziehend wirkt.

      • Peter Nasselstein sagt:

        Senf wird, genauso wie DeMeo, von den Chembustern gehaßt wie sonst was!

      • O. sagt:

        B. Senf hat sich aus den WRG Geschichten weitgehend rausgehalten, soweit ich es beurteilen kann, oder war wenig beteiligt. Er hat kooperiert, wenn es um die Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit ging und alle WRG-ler aus der WRI dazu eingeladen, zum Schluss gab es eine Differenzierung zur WRG, so dass er nur noch mit DeMeo zusammen arbeitete. Man könnte auch sagen, dass er ausgeschlossen wurde, evlt. auch DeMeo, weil er die Harrer-Kritik nicht mittrug und die WRG sich aber auf diese Interpretation nach langem Hin und Her angeschlossen hatte, obwohl sie ihn ausschließen wollten.
        Die WRI zerbröselte schon 1996 in kleinere Gruppen, der alte Zusammenhalt ist nur noch oberflächlich vorhanden, was nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass noch kollektiv agiert werden kann, wenn es gegen äußere Einflüsse geht. In kleineren Einheiten wird effektiver gearbeitet und die alte Weise fortgesetzt. Jedoch wird versucht auf dem internationalem Parkett die Geschicke zu steuern und im Spiel zu bleiben.

        Für DeMeo und Senf sind die Chembuster auch ein Konkurrenzunternehmen ohne eine Basis zur Orgonomie zu haben. Der Hass ist echt, nur sie haben denen gezeigt, wie man es machen kann, im großen Stil, so wie sie für Orgonize Africa die Vorlage gaben. Für die Esoterisierung haben sie alle zusammen, dem Tür und Tor geöffnet. (Anzeigen in KGS, S.E.I.N., Artikel im ICH, Orgonomie als esoterische Mischform in Buchpublikationen, Methoden-Mix mit Meridianmodellen, Angewandte Kinesiologie, Tao-Yoga, Engelsenergie, Geistheilung, Orgonquarze, Channeling und Meditationen …)

        Die Bioenergetik und Core-Energetik sind Relikte und hallen noch eine Weile nach. Ihre Vertreter sind verstorben.

        Zwei WRG-ler sitzen auch im CORE-Energetik Institut Berlin drin.

    • Sebastian sagt:

      Zu positiven oder negativen Früchten durch Bernd Senf:

      Es sei mal dahingestellt, was ich für eine Frucht bin. Jedenfalls hat mir Bernd Senf mit seiner einfachen, offenen und verständlichen Didaktik den Zugang zu Ökonomie, Gesellschaft und Wilhelm Reich eröffnet. Schließlich bin ich hier gelandet, also kann seine Wirkung nicht nur negativ sein. Ohne Senf hätte ich als Sozialwirt niemals von Reich erfahren und würde nächsten Monat nicht zu V. Nicola gehen.

      • Sebastian sagt:

        War das eine Antwort auf meinen Post? Wenn ja, nur zur Klarstellung:

        “Und ob so etwas positive Auswirkungen hat, bezweifel ich nicht mehr. sondern verneine ich. Da denke ich dann an die Chembuster Szene, die eine direkte Auswirkung ist von B.S.´s Vorträgen.”

        Auf diesen Satz von O. bezog ich mich.

        Im Übrigen sehe ich auch nicht, warum Senfs Veröffentlichungen “durchweg” unsinnig sein sollen. Das ist mir viel zu undifferenziert.

    • O. sagt:

      Senf seine Vorträge habe ich alle gehört und eigentlich auch genossen, was mich aber nicht davon abhält (neben dem Dank, dem man ihm dafür aussprechen kann) ihn da zu kritisieren, wo es nötig ist. Und warum muss ich leider immer so deutlich werden.
      Punkt 1: Wenn Senf neben anderen Misskonstruktionen (die man nachlesen könnte, wer es wollte, schickt mir eben über PN eure email) seine Himmelsakkupunktur, weil eben immer alles zu allem passt [was es aber nicht tut], anpreiset in dicken Schwarten der “Orgonomie” … mit DeMeo in Kooperation (!) und auch der Orgonstrahler v. Arno Herbert bei seinen Vorlesungen anklang fand ….(später vielleicht auch mal etwas kritisch betrachtet wurde) wie weit ist es dann zur Himmelakkupunktur mit dem Chembuster? Der akkupunktiert den Himmel doch auch “nur” ein wenig. Die anderen DOR-”Bomben” der Chem-Szene sind im Prinzip genau Senfs “Rohrbomben” (das Arno Herbert Bau-Prinzip) gewesen, der gleiche schrottige Aufbau und die selbe Killerwirkung.
      Keiner von denen spürt die DOR-Wirkung der Geräte, da sind sich alle gleich.
      Punkt 2: Senf redet nicht nur über alles, das wäre noch in Ordnung, insbeondere wenn andere Meinungen auch gehört würden, er feuert gerade dazu an, dass was er für die Wahrheit hält, auszuprobieren und beteiligt sich an katatrophalen CLB-Versuchen, die er nicht als Problem ansieht, auch dann nicht, wenn er darauf mehr als aufmerksam gemacht wird. (Das wissen nur Insider.)

      Spätestens nach dem Fiasko der WHG (und ich erkläre das jetzt nicht hier) hätte jeder der Beteiligten der klaren Verstandes gewesen wäre, sagen müssen ich (wir) kann (können) das nicht und ich (wir) höre (-n) damit auf! Ich glaube, dass keiner aufgehört hat, insbeondere nicht DeMeo oder Senf und auch kein anderer. Herr Arnim Bechman (WRG-ler) hat dann im 2001 Versanddienst ethische Moralphilosophie zum Besten gegeben und behauptet, dass genau diese Gruppierung am geeignetesten sei, solche Dinge zu leiten bzw. zu koordinieren.
      Nun war auch die Warnung vor dieser Technologie scheinbar ehrenwert, die negativen Erfahrungen jedoch wurden weitestgehend verschwiegen! Die Ethik galt eben nur für die anderen, nicht für die eigene Gruppe, die als Zauberlehrlinge tun dürfen, was sie wollen.

      Sicher können wir bestimmten Personen dankbar sein, dass sie uns etwas gelehrt haben, was wir für wertvoll halten, aber wenn wir deswegen nicht mehr kritisch denken können, dann sind wir ihnen hörig wie Kinder, die ihrem Vater hörig sind – egal was er macht.

      Reich war Freud gegenüber “hörig” und völlig unkritisch, obwohl dieser ihn nur loswerden wollte. Ich erwarte auch nicht, dass meine wenigen Sätze hier nicht hinterfragt werden, das ist schon richtig nachzufragen. Auch kann das, was die ACO macht, hinterfragt werden und bewertet werden, weil nur wenn wir uns mit ihnen auseinandersetzen, lernen wir Neues hinzu.

      Zunächst haben wir uns den größten WR-Rabauken zugewandt, das war ein erster notwendiger Schritt. Manche waren hier noch nicht mal der Erwähnung wert, das wird sie dann auch kränken, aber es geht nun mal nicht um persönliche Befindlichkeiten, sondern um die Taten und Fakten.

      Im nächsten Post gibts wieder Erbaulicheres von mir! :)

  36. Sebastian sagt:

    Hi,

    ich habe ein paar Fragen…

    Könnt ihr mir folgenden Satz erklären: “Wir werden später zu zeigen haben, daß es die Funktion der Emotion ist, die das Ziel eines Triebes bildet und nicht umgekehrt, wie die Metaphysiker behaupten.” (Äther, Gott und Teufel, S. 54)

    Wann kommt dieses “später” (Seitenzahl oder so) und wer sind in diesem Fall die Metaphysiker?

    Als Funktion der Emotion nennt Reich Beispiele: Die Lust führt zur Entladung überschüssiger Zellenergie, Wut hat die Funktion lebensbedrohende Situationen zu bewältigen. Welche Funktionen erfüllen Angst (Wahrnehmung von Gefahr?), Trauer (Bewältigung des Verlustes von gewohntem Kontakt?) und Sehnsucht (Streben nach Kontakt?)?

    Was für Bewegungszustände spiegeln die primären Emotionen wider? Lust, Sehnsucht, Wut = expansiv und Angst, Trauer = kontraktiv?

    Wie muss ich mir das Verhältnis zwischen Emotion und Trieb vorstellen? Eine Emotion ist doch die Reaktion auf einen äußeren Reiz und der Trieb ein innerer, permanenter Reiz, oder? Wie hängen die beiden zusammen?

    Und schließlich: In “Charakteranalyse” geht Reich von Lust, Angst und Wut als die grundlegenden Emotionen aus. Wie ist er zu Trauer und Sehnsucht gekommen? Klinische Beobachtung?

    Vielleicht ein bisschen viele Fragen. Wer will, kann mir per Email antworten. Würde mich freuen, weil ich gerade ein bisschen durchhänge. Allgemein ist es der Übergang von primären und sekundären Trieben zu primären und sekundären Emotionen, der mich fragen lässt.

    • O. sagt:

      Sowas ist natürlich eine schöne Aufgabe und vermutlich würde ich jeden Tag, etwas anderes darauf antworten … jetzt einmal so aus dem Zusammenhang gerissen, da mir das Buch momentan nicht vorliegt u. schon ewig her ist, dass ich es gelesen habe … will ich mal einen Versuch wagen, obwohl es für mich natürlich auch viel interessanter wäre zu schauen, was andere dazu sagen wollen.

      In der Psychologie gibt es Grundemotionen und sekundäre Emotionen und irgendwelche Emotionstheoretiker …

      Bei Reich gibt es prinzipiell nur zwei Bewegungszustände, wenn man die totalle Starre (oder die Nicht-Bewegung einmal ausschließt): Hin zur Welt und weg zur Welt. Soweit so einfach. Anhand der bioelektrischen Untersuchung von Sexualität und Angst erzielt der Lustreiz (Streicheln) das hin zur Welt (Lust) und ein Angstreiz (Schreck) einen Rückzug von der Welt. – Das sind die beiden “Bewegungszustände”.

      Diese Bewegungszustände finden auch ohne Reize statt und ohne Emotionen, wenn man jetzt nicht “emotion” von emovere (bewegen) begreift. Zentrieren/Kontrahieren und Expandieren nur als Energiebewegung in einer Membran. Beim Mensch geht das mit Emotionen einher und der “Beweggrund” ist die “Trieb-”/Bio-Energie, der Sexualtrieb/Libido.

      Es gibt nur einen Trieb (Bei Reich schon mal kritisch zu sehen, wenn er von “einem” Trieb spricht – welchen gibt es noch???), die Libido.
      Ziel dieser Libido sei nun kein Objekt (wie es vielleicht auch klar und richtig wäre), sondern im Reich-Satz eine Funktion!
      Was ist die Funktion (hier der Emotion)? Hin zur Welt oder Rückzug, würde ich erstmal annehmen.

      Der Trieb ist der Sexualtrieb, die Energie, die sich im Körper aufbaut und natürlich auch psychisch ist und wirkt. Die Funktion, sagt nun, dass etwas mit dem Energiepotential geschehen muss … sonst würde man ja irgendwann platzen …, jetzt müsste sich von außen einmal ein Reiz anbieten, auf den die “Energieladung” agieren kann.

      Je nach Reiz/ Anlass bekommt man die entsprechende passende primäre Emotion: Wut, Lust u. Angst als Reaktion auf einen externen Reiz. Wobei natürlich der Mensch nicht passiv zu denken ist, sondern er sich eine Situation aktiv gesucht haben wird. Wird die Lust zurückgewiesen entsteht (sekundär) Trauer, die Triebenergie verkehrt sich zurück nach innen. Lust die nachströmt zum Liebesobjekt, aber nicht zum Ziel finden darf, wird wieder zur Trauer und zur (tertiär) Sehnsucht … die dann wieder enttäuscht wird … etc.

      Reich fragt jetzt welche Funktion erfüllen die primären Emotionen … Entladung von Seuxalenergie, Bewältigung einer bedrohlich erlebten Situation durch Aggression oder Angst (Rückzug, Flucht).

      Wenn es nicht um die basalen Emotionen (Durst und Hunger) geht, dann kann man sich andere leisten, wie Sehnsucht, Trauer …

      Der Primäre Trieb ist die Libido, der sekundäre bei Reich, der “Thanatos” (angeblicher Todestrieb), abgeleitet vom verhinderten Lbido.
      Dann gibt es noch das Schichten Modell mit dem primären Kern (Lust, Liebe) und der sekundären Triebschicht (Gewalt, Zerstörung etc.) und die freundliche gesellschaftliche Maske als dritte äußere Schicht.

      __________________________

      Auf Metaphysik bin ich mal nicht eingegangen.
      Trauer und Sehnsucht ist ihm wohl später auch ins Blickfeld gerückt, aber ließ sich nicht sofort mit energetischen Funktionen verbinden … daher wohl etwas später.

      Das war jetzt erstmal eine erste Annäherung und morgen wäre mir evtl. eine andere Antwort eingefallen … d. h. andere Aspekte kann man bestimmt auch betrachten. Je mehr man sich Gedanken macht, desto komplexer wird es. An manchen Textpassagen macht Reich auch nur einen Überflug, um dann später genauer zu werden oder man selbst überfliegt einige Passagen, die dann beim dritten Lesen (nach Jahren) plötzlich an Bedeutung gewinnen können.
      Daher kann man Reich auch in viele Richtungen interpretieren, was die Sache nicht angenehmer macht.

      • Sebastian sagt:

        Danke, O. Allerdings wird mir durch Deine Ausführung noch nicht die Verbindung der Konzepte (Trieb, Schichtenmodell, Emotionen) ganz klar.

        Ich habe nochmal nachgelesen: In Bd.1 von der Entdeckung des Orgons definiert Reich den Trieb als die motorische Seite der Lust. Das Ziel des Triebes ist nun die Funktion der Emotion, die bei der Lust = die Entladung überschüssiger Zellenergie ist. Kann man sagen, dass Angst, Wut, Trauer und Sehnsucht alle im Dienst der Lust stehen? Das würde mir auch die Rangordnung erklären, die Reich für die primären Emotionen angibt.

        Und noch eine Frage: Bevor Reich von Emotionen spricht, spricht er von Affekten. Was unterscheidet diese beiden Begriffe?

      • O. sagt:

        Sebastian, nageln Sie mich jetzt nicht auf das folgende fest. Ich will einmal antworten, wie ich es mir denke (ohne jetzt bei Reich nachzuschlagen), vielleicht ist das etwas einfacher, zu erklären.

        Der Trieb (“drive”) ist direkt spürbar und geht in die Motorik, man möchte etwas machen und ist gleich spontan dazu gedrängt. Dahinter steckt die Energie und Power. Es treibt zum Handeln an. = Antrieb für motorische Handlungen (Sexualität, Arbeit).

        Die Emotion kommt aus der bewegten Energie mit dem entsprechenden psychischen Gefühl (Angst, Wut, Liebe, Trauer, Sehnsucht); Energie + Gefühl = Emotion

        Sexuelle Lust, und davon reden wir hier, ist eine Erregung und Steigerung von Energie (des Triebes) und führt in motorische Aktivität. Im schönsten Fall ist dies durch die Emotion der Liebe getragen und nicht von Wut oder anderen Emotionen.

        Das Schichtenmodell zeigt die Struktur des Ichs im Groben in den wesentlichen Schichten: Energie-Kern (primärer Trieb)/ destruktive Schicht (sekundär: Panzerung)/ und nach außen hin verträgliche soziale Maske (tertiäre Schicht). Je durchlässiger die Panzerung ist, desto eher kommen authentische Emotionen durch.

        Ein Affekt ist eine alte festgehaltene Emotion, die aus dem Körperpanzer wieder rausbricht, wie ein Heulen, Schrei, Stöhnen oder motorische Entladung.

        Die Rangordnung von Emotionen bedeutet nicht ein wichtiger oder besser … sie ergibt sich als Triebschicksal der Auswärtsbewegung: Die (primäre) Lust stößt auf Versagung (Liebes-Objekt sagt “Nein”); was passiert als nächstes? Die Energie richtet sich zurück nach innen und muss sich stauen. Dann folgt eine (sekundäre nach außen) Wut, die vielleicht auch nicht gezeigt werden kann oder eine (sekundär nach innen) Trauer. Die Sehnsucht würde ich nach der Trauer oder Wut ansiedeln als tertiäre Emotion.
        Wird der Wut oder der Trauer nun auch etwas entgegengestellt, das können auch eigene gelernte Sätze wie “Du darfst nicht wütend sein, oder Jungen weinen nicht/ beiß die Zähne zusammen” staut sich diese Energie zur Stauungs-Angst.

        Diese Angst muss wieder vermieden werden und wird energetisch aufgepsalten ind den ursprünglichen Lusttrieb und die Angst, die verhindert, dass die Lust wieder erlebt werden kann. So bildet sich dann der Charakter an dem realen Thema, um das es geht im Konflikt Außenwelt und Ich.

        Das war jetzt mal Reich in fast drei Sätzen erklärt. Andere brauchen dazu Bücher :)

  37. Peter Nasselstein sagt:

    Hier in einem Interview eine Gesamtschau des Lebenswerks von Bernd Senf. Ich habe bereits einige Interviews mit ihm gesehen – und der Typ macht mich wahnsinnig: kaum je blinzeln und ununterbrochen starrt er sein Gegenüber in die Augen. Guckt nie weg.

    Man vergleiche das mit der lebendigen Interviewerin!

    Es ist wirklich immer dasselbe: energetisch tote „Reichianer“ neben lebendigen Nicht-Reichianern. Geht mir persönlich auch so: „Mein Gott, ich, der Reich-Anhänger, bin hier der unlebendige. verkrampfte Stoffel und mein Gegenüber, das nichts, aber auch rein gar nichts mit Reich am Hut hat und auch nicht haben will, ist – gesund.“

    Alles sehr lebendig… : entsprechend der „Parkraumbewirtschaftung“ in den Innenstädten will Senf auch das Papiergeldsystem bewirtschaften – ich habe mich damit an anderer Stelle auseinandergesetzt bzw. dort auf die Kritik derartigen Gedankengutes verwiesen.

    • O. sagt:

      Als “lebendige Nichtreichianer” würde ich vielleicht andere Menschen bezeichnen, prinzipiell gibt es aber diesen Unterschied vom leblosen Reichianer und dem natürlicher wirkenden Nichtreichianer/in, der/die davon nichts wissen will und braucht. Die Welt wäre sehr traurig dran, wenn die Reichianer die Lebendigsten wären. So bleibt noch Hoffnung, da dies nicht so ist!
      Diese Dame ist aber auch ganz schön esoterisch, finde ich. Das Publikum der Reichszene wird auch immer älter und damit wird alles irrelevanter. Senfs Theorien sind in gewisser Weise plausibel, nachvollziehbar, scheinbar rational und schwieriger zu hinterfragen, wenn man nicht bessere Argumente hat. Die Simplizität führt aber schnell in die Irre und dann kann es kniffelig werden. Er fordert, wenn man es möchte, zu einer Antithese heraus, aus der man eine neue Erkenntnis bekommen könnte. Aber vielleicht geht man besser einen eigenen Weg, in den Dingen, von denen man etwas versteht.

      Eine Kritik zu formulieren, wäre vergebliche Mühe, sie würde nicht angenommen werden und schlimmstenfalls einfach intergriert, ohne dass grundsätzlich etwas geändert wird. Ändern muss man eben selbst etwas, in dem man auch eine andere Meinung vertreten kann.

    • O. sagt:

      Inhaltlich gesprochen: Blockaden sind “behutsam” zu lösen, eine Sicht, die wohl sich erst im Laufe der Zeit zumindest kognitiv durchgesetzt hat und vermutlich eine Intergration einer Kritik war. Diese Erkenntnis nutzt nichts, wenn man nicht weiß, wie damit umzugehen ist, sie bleibt dann ein plausibles (kognitives) Bekenntnis, nicht jedoch ein erlebares Verständnis ….
      Gegen eine solche Kritik läßt sich einwenden, wer man denn selber sei, so etwas über einen anderen zu beurteilen … – doch diese Diskussion ist eine erneute Abwehr, weil man sich nicht auf die Kritik einlassen kann. Nichts schmerzt so sehr, als dass man selber kritisiert wird, möchte man doch selber “behutsam” (oder am liebsten gar nicht) kritisiert werden. Läßt man also einmal die narzisstische Kränkung außen vor (das man selbst immer der Beste sei u. das Beste wolle) und versucht auf das Argument einzugehen, könnte man evtl. einen neuen Schritt gehen – gemeinsma mit dem Kritiker (ohne ihn zu attackieren und die Kompetenz sofort abzusprechen).

      Das “behutsame” Vorgehen wird (undervarbeitet und schlicht verbal übernommen) zum neuen Dogma und beschreibt dann alle anderen Vorgänge mit falschen Label “behutsames …” CLB z. B. oder … therapeutische Bioenergetik etc. und niemand kommt mehr auf die Idee, das ein “Körperpanzerknacker” als Therapeut am Werke ist, weil er ja doch “reichianisch behutsam” arbeite. Und genau hier entsteht ein unverantwortlicher Schaden – letztlich aufgrund eigener nicht weit genug sich therapeutisch erarbeiteter “Entpanzerung”, oft mangels geeigneter Therapieerfahrung.

      “Behutsam” … werden Floskeln und Anekdoten erzählt, die teilweise richtig und beeindruckend sein können, aber nur als kognitive Übung und nicht als erlebte udn erlebare Erfahrung.

      Daher die klare Forderung an die “Orgonotten” (“Reichianer”, was auch immer): Put your hands away from your patients, from children in “therapy” and from experimentell trials oder orgonmic devices!
      [in deutsch: Hände weg von Patienten, Kindern in Therapie, Experimenten und Orgongeräten aller Art.] Wer nichts fühlt, richtet Schaden an.

      Woher wird ein “gepanzerter Mensch” wissen, dass er nichts fühlt? Eben, er weiß es leider nicht, aber vielleicht hört er auf einen Kritiker, der ihm ja eigentlich nichts persönlich (Böses) will, sondern ihm einen Hinweis gibt, auch wenn es schmerzen könnte. – Doch leider wir ja eben nicht gehört und viel schlimmer zu selten einmal (im fachlichen Austausch) kritisiert.
      Der Kritiker wird ja am liebsten zum “Idioten” gestempelt, statt einmal hinzuhören oder zu lesen. Vielleicht ein kleiner Hinweise: Reich lernte aus Kritiken, auch wenn er sie nicht imemr teilte, so argumentierte er wenigstens und irgnorierte sie nicht! Dies ist schon einmal ein brauchbarer Ansatz. Und wer nicht so flexibel sein kann bei Zeiten, bleibt eben auf seinem Weg … in die Sackgasse und alles ist die Lösung der Lösung der Blockade – aber ob ds auch noch funktionell identisch sein mag, bleibt zu differenzieren, zumindest im ersten kognitiven Schritt …

    • Robert (Berlin) sagt:

      So Reichfrei ist Frau Dagmar Neubronner gar nicht. Sie beschäftigt sich mit Freies Lernen (ist gegen Lernzwang) und von Beruf Diplom-Biologin.

    • O. sagt:

      Sie hat ja im Interview mit B. S. gesagt, sie habe bereits Core-Energetik Erfahrungen …

      Zur Schulpolitik gibt sie wichtige Anregungen und erhellt den “geheimen Lehrplan” an Schulen, auch wenn dieser eigentlich anders aussehen sollte – so gibt es ihn ja doch.
      An Montessourri-Schulen wird anders gelernt, die Überbehütung, weil beide Eltern immer berufstätig sein müssen, um finanziell über die Runden zukommen, sorgt für ein permannente Überbelastung der Kinder auch in den Ferien, wenn die Eltern auch nicht Urlaub haben. Auch wenn die beste pädagogische Absicht dahinter steht, grenzt die Allroundbetreuung, Beobachtung und Beschäftigung direkt an der Ganztagsschule bis zur vierten bis sechsten Klasse an Psychoterror, da die Kinder sich nicht selbst überlassen werden, und reichianisch gesehen an staatlicher Onaniekontrolle. Die Selbstregulation des Kindes, eines der Bildunggsziele im Berliner Bildungprogramm, wird verhindert und abtrainiert. Zusätzlich wird den Kindern auch als Krebs bildende Maßnahme Yoga verordnet (angeboten), sowie die Dauerbestrahlung unter Energiesparlampen und Neonröhren.
      Außerdem haben ja Kinder in Deutschland kein Sexualleben, sondern nur bei Freud in Österreich und in England und bei Reich in Amerika, (wo es dafür kein Orgon gibt).
      Letzteres könnte für dieses Jahr auch zutreffen, da das ganze Zeug von Fukushima (Kernschmelzen unter freiem Himmel) herüber weht. Wer anderen eine Grube gräbt, sag ich nur … ; jetzt gibts die Oranur/Dor Dürre in den USA, also eben kein Orgon – hat die FDA mal wieder Recht gehabt, wenn auch sehr spät.

      Frau Neubronner Hoffnung, dass alles für Kinder besser wird, kann ich nicht teilen. Sowohl auf dem Lande als auch in den Städten sind organisierte pädophile Pornoringe und Einzeltäter auf der suche nach Kindern, die unbeaufsichtigt auf Spielplätzen und durch die Straßen gehen. Wenn Eltern nicht die Kontrolle über ihre Kinder haben, sie aus der Sicht verlieren (weil sie arbeiten oder arbeitslos und unaufmerksam sind), das heißt Kinder sich frei bewegen können, werden sie schnell zu Mißbrauchsopfer über Jahre hinweg, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Familien. Das erzählen dann später einige Missbrauchsopfer in der psychotherapeutischen Praxis. Oder Pädo-Pornoringe werden aufgedeckt durch wachwerdende Nachbarn. Bei 20% der Mädchen kann man als Pädagoge einen Missbrauch vermuten (oft auch in der Familie) und die Dunkelziffer kann bei 50% liegen, was man nicht aufdecken wird. Bei Jungen ist eine ähnliche Tendenz zu vermuten, jedoch deuten Jungen noch seltener dies an. Der Kinderschutz der Jugendämter steht demnach nur auf dem Papier, gerade in offen vermuteten Fällen gibt es meist kein Rankommen, wenn das Kind dies nicht direkt äußert und das machen die Missbrauchsopfer meist nicht, weil ihnen auch oft nicht geglaubt wurde oder weil sie den (oft verwandten) Täter nicht verlieren wollen.

      Von daher ist nicht nur die “freie” Sexualität ein heißes Eisen, sondern insbesondere die Erwähnung von Sexualität in Assoziation an die eigenen Missbrauchserlebnisse (eben großer Bevölkerungsgruppen). Die Kriegsgeneration nach dem 2. Weltkrieg war dem entsprechend nicht nur vom Mord und Totschlag traumatisiert, sondern auch bezüglich der Massenvergewaltigungen durch Truppen (aller Seiten). Dies hat wohl auch ihre Wirkung durch die Tabuisierung dieses Themas in den folgenden Generationen gezeigt.

      Die psychiatrische Orgontherapie scheint das Thema auch elegant zu umschiffen, in dem sie die Vergangenheit der Patienten als weniger relevant einstuft, nämlich als “Psychologie”.

      • Robert (Berlin) sagt:

        Wenn Sie Core-Energetik hatte und Senf Bioenergetische Analyse, sprechen praktisch die Klienten von Reich-Schülern miteinander. Das ist ein ermutigendes Zeichen, weil beide eine positive Wirkung auf unsere Gesellschaft haben und zu ihrer energetischen Verbesserung beitragen.
        Nur wäre mir lieber, sie würden nicht in einem Esoterik-Kanal sprechen, sondern bei mehr “offiziellen” Kanälen.

      • Robert (Berlin) sagt:

        sind organisierte pädophile Pornoringe und Einzeltäter auf der suche nach Kindern, die unbeaufsichtigt auf Spielplätzen und durch die Straßen gehen. Wenn Eltern nicht die Kontrolle über ihre Kinder haben, sie aus der Sicht verlieren (weil sie arbeiten oder arbeitslos und unaufmerksam sind), das heißt Kinder sich frei bewegen können, werden sie schnell zu Mißbrauchsopfer über Jahre hinweg

        Dabei ist zu bedenken, dass der meiste sexuelle Missbrauch in der Familie stattfindet, wobei der Vater der Haupttäter ist.

        • Peter Nasselstein sagt:

          In der Orgontherapie wird alles ununternommen, um eine “chaotische Situation” zu vermeiden: oberflächliches Material zuerst, tieferes Material später; am Anfang der Therapie geht es um die Gegenwart und von da an immer weiter in die Vergangenheit. Was dann aus fernster Vergangenheit auftaucht, wird mit einiger Sicherheit stimmen. Was gleich am Anfang der Therapie aus der Vergangenheit aufgetischt wird, ist so gut wie bedeutungslos. Es kann wahr sein, aber auch grundlegend falsch – und geht der Therapeut darauf ein, wird sich diese “Falschheit” immer weiter vertiefen. Das ist seelischer Mißbrauch durch den “Therapeuten”. Es gibt genug Fälle, wo Psychologen ihre Patienten restlos aus der Bahn geworfen haben, weil sie irgendwelche dunklen Geschichten aus der Kindheit “aufgearbeitet” haben.

        • O. sagt:

          “Müßen” ist schon die Trotzgrammatik auf das neudeutsche Dudentum. :(

          Pädophile fallen fast an jeder Ecke auf, wenn man mit Kindern unterwegs ist und sie dumme anzügliche Sprüche machen und die Zunge länger wird. Oder in Geprächen mit Kindern hört man die Anzüglichkeiten des Opas raus …
          Ansonsten gibt es auch mal lokale Zeitungsberichte (auch mal nur in türkischen Zeitungen und deutsche schweigen, wenn eine Örtlichkeit in flagrantie ausgehoben wurde…), die von der Polizei bestätigt werden und wo das untätige Jugendamt dann quasi privat informiert werden bzw. erinnert werden muss; und die Kinder dann auf die Schulen der umliegenden Kieze und Bezirke gehen (und deren Familien nur zufällig Hilfe angeboten bekommen, wenn sich nach Jahren daraus ein Fehlverhalten des Kindes feststellen läßt).
          In anderen Städten werden dann Übergriffe an Schulen zwischen Schülern berichtet (von betroffenen Kindern, denen dann in der Schule u. auf dem Schulamt nicht geglaubt wird, von Seiten der Eltern und betroffenen Kinder etc.) – das sind dann zufällige Einzelschicksale, ebenso unterhält man sich unter Therapeuten anonym über Patienten, wie häufig Patienten aus einer gewissen ländlichen Gegend innerhalb der Familie missbraucht worden ist. Die Liste kann schon lang werden, wo man wohnt, ist glaube ich belanglos. Die meisten Menschen reden aber nicht (und schon gar nicht gerne) drüber. Eben noch so prüde wie zu Freuds/ Urgroßmutters Zeiten oder das genau das Gegenteil … im RTL Style, dann wieder mehr Deatails als man vertragen kann.

          ______________________

          In der Literatur vermisse ich schon das Thema des sex. Missbrauches, wo doch soviel über genitaler Sexualität etc. geschrieben wird.

          In der Körpertherapie tauchen dann die Emotionen auf, und die Inhalte werden auch deutlich, immer und immer wieder …
          Ihr Ausführungen zur Unmöglichkeit ein “normales Liebesleben” zu führen teile ich, das stellt sich meines Erachtens genau so dar.
          Eine Antwort darauf, wie damit sinnvoll therapeutisch umzugehen ist, wird oft mit dme Hinweis auf eine “Traumatherapie” beantwortet. Eine Erklärung, was da denn gemacht werde, fällt, finde ich bislang sehr dünn aus, Entspannungsübungen wie EMDR oder ähnlichen Zauber, da könnte ich auch sagen “eben Orgontherapie” und nichts wäre damit erklärt.
          Dem Thema kann man sich einmal gesondert in einem therapeutisch-technischen Seminar widmen, vermutlich müsste eine Methode hierfür erst erdacht und dann ausprobiert werden, um auch zu definieren, was hier unter Erfolg der Therapie zu verstehen ist.

  38. Robert (Berlin) sagt:

    Ein Web-Comic zu WR:

    http://elijahbrubaker.com/reich/?webcomic_post=001

  39. O. sagt:

    Wer einen ORAC haben möchte, baut ihn sich am besten selbst, denn so geht es schon mal gar nicht:

    http://www.orgon.de/index2.html

    Reich hätte einen solchen Scheiss nicht gebaut. Ich könnte auch sagen warum, tue ich aber hier nicht. ;)

    • Peter Nasselstein sagt:

      Ich habe gerade Fischers Ausführungen über SEXUELLE LIEBE IM JETZT gelesen:

      Wilhelm Reich glaubte zum Ende seines Lebens nicht mehr, dass Körpertherapie an der Situation der Menschheit – in der Neurose stecken zu bleiben und sexuell weitgehend unglücklich zu sein – etwas ändern würde. Es müssten Millionen Therapeuten ausgebildet werden. Aber wozu, wenn selbst die Therapeuten nicht gesund geworden oder geblieben sind, die er selber ausgebildet hat?

      Ich möchte, dass Sie verstehen, dass individuelle Therapie nutzlos ist. Nutzlos! Oh ja, von großem Nutzen, um Geld zu machen und hier und da zu helfen. Aber vom Standpunkt des sozialen Problems, vom Standpunkt geistig-seelischer Hygiene aus gesehen ist das nutzlos. Deshalb gab ich es auf. (Wilhelm Reich, Interview mit Dr. Eissler „Wilhelm Reich spricht über Sigmund Freud”, S. 30)

      Reich sagt, daß Therapie aus sozialer Sicht sinnlos ist, – und Fischer zieht daraus den Schluß, daß Theraoie für ihn (Fischer) und damit für seine Leser, überhaupt für alle Menschen, sinnlos ist. Ich könnte das weiter kommentieren – lassen wir es ;-)

      • Robert (Berlin) sagt:

        Dazu WR in der Charakteranalyse ’33, Seiten 10/11:

        “Einen wichtigen Einwand jedoch, der naheliegt und von bestimmter Seite zu erwarten ist, müssen wir gründlicher behandeln, da er auf den ersten Blick besticht und die Notwendigkeit der Mühe und des Aufwandes einer solchen Publikation zunächst in Frage stellt.
        Dieser Einwand lautet: Bedeutet nicht diese Publikation als ganzes eine maßlose, einseitige Überschätzung der individuellen Psychotherapie und Charakterologie? In einer Stadt wie Berlin gibt es einige Millionen neurotischer, in ihrer psychischen Struktur. Arbeits- und Genußfähigkeit ruinierter Menschen; täglich und stündlich erzeugen familiäre Erziehung und soziale Umstände neue Tausende
        von Neurosen. Hat es da einen Sinn, zwanzig Druckbogen mit Erörterungen über die individuelle analytische Technik auszufüllen, über Strukturverhältnisse, Dynamik des Charakters und ähnliche, in diesen Zeiten so wenig interessante Dinge mehr? Und dies, zumal ich mich nicht einmal rühmen kann, brauchbare Anweisungen für eine
        Massentherapie der Neurosen, für kurze, sichere, rasch wirkende Behandlungen zu geben. Ich konnte mich lange Zeit selbst dem starken Eindrucke eines solchen Einwandes nicht entziehen. Schließlich mußte ich mir sagen, daß ein derartiger Standpunkt kurzsichtig, auf die Dauer sogar schlimmer ist als die heute übliche ausschließliche Beschränkung auf die Fragen der individuellen Psychotherapie. Man mag es für einen typisch dialektischen Kniff halten, daß gerade die Einsicht in die vom sozialen Standpunkt hoffnungslose Stellung der individuellen Psychotherapie, die sich aus der gesellschaftlichen
        massenhaften Produktion von Neurosen ergibt, zu einer noch gründlicheren, noch intensiveren Beschäftigung mit den Problemen der individuellen Therapie führen mußte.”

  40. O. sagt:

    Ätzend immer diese kleinen Fehler, ich hoffe, dass man noch gerade so drüber hinwegsehen kann und dass es beim Lesen nicht so nervig ist. – Also mal eine fette Entschuldigung an dieser Stelle und für alle weiteren zukünftigen Beiträge,

  41. O. sagt:

    Zur Anmerkung, dass meine Bemerkung zum Filmbeitrag DeMeos sarkastisch sei:

    Ich finde, dass wenn Mist gebaut wurde, DeMeo immer dabei war. Er hätte es eigenltich besser wissen müssen, tut es aber nicht, da stimmt für mich was nicht bei ihm. Und das ist das ständige Geltungsbedürfnis, das scheinbar sachliche Beiträge oberflächlich richtig erscheinen läßt, aber da immer was schräges rauskommt. Und genau das ist ihm in diesem Film passiert, er ist keine Zwanzig, wo man noch naiv agieren kann. Er hat Erfahrung mit Fischer, Trettin und anderen und lernt nichts daraus? Haben die ihn nicht genug ver… ? Da lässt er sich von Fernsehleuten noch vorführen, als hätten die noch nie über Reich schlecht geredet, als würden sie “neutral” urteilen wollen. Das regt mich nicht auf, sondern da kann ich nur – meinetwegen sarkastisch grinsen.
    DeMeo meint es vielleicht gut, aber das (mir) reicht nicht. Er ist oberflächlich argumentativ überzeugend und hält die Fahne hoch, doch wir (so wie General Castor) brauchen keinen Fahnenträger.

    Konkret: Beispiel 1: Die Saharasiathese sollte mit statistisch signfikannter Studie (seiner Diss) irgendwie belegt sein. Oberflächlich ist sie plausibel als Hypothese. Die methodische Ausarbeitung ist aber nicht aufgeführt. Seine Arbeit ist nicht nachvollziehbar und auch nicht signfikant. Angaben zum Test fehlen. Somit ist sie kritisch betrachtet ein Prosatext ohne Aussage. Das ist umso fataler, da wir hier weitreichende Annahmen machen über die islamische Kultur, arabische Staaten etc.Dann ist einfach zu dünn.

    Beispiel 2: DeMeo entgegnet Harrer (als fast einziger) verbal fundiert und sich auf Reich beziehend. Das hört sich gut an, ich könnte ihm in manchen Punkten auch Recht geben, aber er weiß nichts von Harrers Arbeit, außer etwas vom Hörensagen.
    Sein Motiv ist doch wohl leicht zu unterstellen, er will sich auf der Seite der WRG schlagen, zu denen er auch gute Kontakte hatte, die Harrer damals loswerden wollten.
    Das die WRG aufgrund von Unfähigkeit irgendetwas wissenschaftlich zu beurteilen vor Harrer einknickte und um ihm den Wind aus den Segeln zu nehmen (rein taktisches Vorgehen, das Fähnchen nach dem Wind halten), konnte DeMeo nicht ahnen und dann auch nicht fassen, würde ich vermuten. Die Orgonenergie wurde nicht in der “Maierklärung” wegerklärt, weil Harrer so brilliante “Beweise” hatte, sondern weil ihn keiner verstanden hat.
    DeMeos Ausführungen sind keine Auseinandersetzung mit Harrers Ergebnissen, sondern oberflächliche Gegenargumente, die eine Scheindiskussion führen auf fraglichem Niveau, nämlich keinem wissenschaftlichen, den Harrer für sich beanspruchte.

    Seine Entgegenung ist der Versuch Reich zu verteidigen oder für sich selbst “Punkte” zu sammeln (damit man ihm mal sein Labor und seine Ambitionen als zweiter WR finanziert). Hier gilt auch das Prinzip, wer viel “arbeitet” hat Recht und Ansehen in der Reichszene, ein doch fragliches Dogma, was von Reichs Arbeitsdemokratie abgeleitet sei. DeMeo will hier wieder die Welt retten, als James (007). – Ok, der Kommentar war wieder sarkastisch, aber es soll hier mal sein Motiv zeigen.

    Beispiel 3: Wirft das CLB-Projekt nicht fragen auf? CLB mit Fischer, Trettin und Senf. – In Konkurrenz übrigens zu Harrer.
    Daher der unterschwellig perönliche gefärbte und motivierte Diskurs als Abrechnung mit Harrer und nicht als inhaltlicher Beitrag!

    Für mich schleimt DeMeo, wo er kann auf allen Seiten und es geht ihm nur um Anerkennung (Narzissmus), dass ist mein Resümé, sonst hätte er gemerkt, dass er auch nur benutzt wird, um mit ihm zu glänzen. Er stellt im Internet seinen Disput mit Trettin (und umgekehrt) zur Show und lobt kritiklos Hr. Fischer. Da dürfte doch mal etwas auffallen, oder? Deftige Kritik an Harrer, obwohl dessen Inhalte nicht bekannt sind (bis heute nicht) und unseren Experten Fischer für Engelsakkumulatoren wird nicht mal in einer Fussnote kritisiert. Also da ist es dann mit der “Verteidigung” von Reich nicht mehr so wichtig. Das nenne ich eine einseitige und fragwürdige Haltung, die (auch hier) alles in Frage stellt.

    Und jetzt sollen bei der Filmdarstellung die anderen Schuld sein? Sind es denn bei DeMeo nicht immer die anderen? Wer schult einen “Haufen Orgonitten” im CLB, damit sie Wetterchaos anrichten können? Welche anderen waren es? Wer schreibt “So Du willst einen CLB bauen” in der BZ der Orgonomie, wo klar gestellt wird, dass man erstmal eine abgeschlossene Orgontherapie für sich braucht, und läßt dann unsere “Panzerknackergang” an das Gerät, die von Orgontherapie nur drei Zitate im TB Fischer der Charakteranalyse findet?
    Seriöse Arbeit Mr. Dr. phil. DeMeo sieht klar anders aus. (Ich hoffe die Titel sind korrekt, ansonsten entschuldige ich mich an dieser Stelle.)
    DeMeo hat nicht ein einziges Mal darüber nachgedacht, geschweige denn seine Methode überprüft, als man ihm vorgeworfen hat, dass er Wetterchaos anrichtet, ob er tatsächlich mit dem “Greening Desert Project” nicht völlig falsch liegt. – Alle hier bereits ordentlich kritisierten Projekte wie Greening Africa, auch die chemtrail Aktivisten, sind Nachahmungen seiner populistischen Aktivitäten (Orop Namibia, Arizona usw.), die “nie Anerkennung” erfuhren. (Die anderen sind Schuld). DeMeo irrt nicht – so scheint es – er kann nicht irren und ist unfehlbar, unkritisierbar.

    DeMeos Haltung ist für mich nicht konsistent, sondern zu widersprüchlich.

    Dies soll als Argumentationslinie für hier einmal ausreichen. Die Kritik und den Hinweis, dass ich sarkastisch war, nehme ich an; das ist unangenehm und dies zu ändern fällt mir schwer, aber ich kann mal daran arbeiten!

  42. Robert (Berlin) sagt:

    Ein ehemaliger Reich-Schüler?
    Im CONSPIRACY (Consp.) – Dokumentenbehälter (http://www.wilhelmreichmuseum.org/conspiracy.pdf) steht etwas zu
    “1955 – Karl Evang – EP”.
    Zu ihm konnte ich auf http://en.wikipedia.org/wiki/Karl_Evang etwas finden. Offenbar gehörte er damals zu Gruppierungen, die Reich nahe standen, wie der linken Gruppe ‘Mot Dag’ und der Zeitschrift ‘Populært Tidsskrift for Seksuell Oplysning’, deren Editor er war. Diese Zeitschrift soll stark von Freud und Reich beeinflusst worden sein (http://nn.wikipedia.org/wiki/Popul%C3%A6rt_Tidsskrift_for_seksuell_opplysning).

    • Peter Nasselstein sagt:

      Jim Martin (WILHELM REICH AND THE COLD WAR) hat für 1945 notiert:

      Attorney Arthur Garfield Hays advises WR not to file a libel suit against the head physician of the Norwegian Army, Karl Evang, who claimed that WR had been locked away in an insane asylum in America. Evang’s brother, Vilhelm, was head of Norway’s military intelligence. Both belonged to Mot Dag.

  43. Peter Nasselstein sagt:

    The American College of Orgonomy

    We are pleased to announce that a first-page preview of every article in the newest issue of The Journal of Orgonomy is now available on our website. http://orgonomy.org/media_journal.html

    Dear Friend of Orgonomy,

    The economy: When it is good, we may not give it a thought; but when it is bad, it gets everyone’s attention; and lately, it has been getting a lot of attention. Chronic high unemployment, massive government deficits, the mortgage crisis, falling home prices and government bailouts are frequently in the headlines. While most people agree that things are bad, there is little agreement about why they are so bad or what to do about it. Should we raise taxes or lower them? Do we need more government spending or less? How much of a social safety net is good? Left and right the political debate rages, and on a more personal level, many of us wonder: How can I support myself and my family? How can I pay for medical care and my children’s education? Will I be financially secure in my retirement?

    Our current issue of the Journal of Orgonomy contains two articles on economics. “A Brief Introduction to Functional Economics: The Biological Origin of Economic Debacles,” by Charles Konia, M.D., makes the point that our economic problems are insoluble unless we can learn to distinguish between sick and healthy economic activity, and that the science of orgonomy gives us an understanding of the biological basis for making that distinction.

    In “Practical Functional Economics (Part I),” Robert Harman, M.D. explores and develops the fundamental functional and structural relations that determine the course of economic activity. Healthy and sick economic activity are antagonistic opposites. Each is a threat to the other’s existence and each strives to sequester and eliminate the other. Dr. Harman further defines the functional unit of economics as a credit exchange in which one participant gives something of value to another, who is then obligated to reciprocate in the future. This concept goes far in helping us understand the development and variation of monetary systems.

    Now these articles will not give you any stock tips, but they will give you a deeper understanding of the biological basis of human economic behavior and a perspective that goes beyond the political debate of Left against Right.

    Our current issue also contains a clinical study, “Affect Block in a Catatonic Schizophrenic Character,” by Virginia Whitener, Ph.D., and “Working with the Wilhelm Reich Archives at the Countway Library of Medicine,” by Steven Dunlap. Truly, this is an issue not to be missed. The Journal of Orgonomy is dedicated to printing the best work in the field of orgonomy. To subscribe or renew your subscription and to preview the articles, please visit our website. http://orgonomy.org/media_journal.html

    Sincerely yours,

    Edward Chastka, M.D.

    Director of Promotions

    The American College of Orgonomy

    Email: aco@orgonomy.org

    Phone: (732) 821-1144

    http://www.orgonomy.org

    • Peter Nasselstein sagt:

      Ja, sie sind schrecklich im Rückstand mit ihrem Terminplan. Alle anderen “Reich-Zeitschriften” sind eingeschlafen und selbst die letzte ist nur mit Mühe und Not aufrechtzuerhalten.

      • O. sagt:

        Da brauch man sich aber keine Sorgen machen, die waren doch schon immer etwas zurück und haben sich gut gehalten.

  44. Robert (Berlin) sagt:

    Das Korrespondenzblatt der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung 1910–1941

    http://www.luzifer-amor.de/index.php?id=179

    Kostenloser Download:
    http://www.luzifer-amor.de/fileadmin/bilder/Downloads/korrespondenzblatt_1910-1941.pdf

  45. O. sagt:

    Fuckerts rechtfertigen ihren Esoteriktripp wie folgt:
    ” …Unsere Behandlungsangebote entwickelten sich mit unserer eigenen Entwicklung. Nicht zuletzt wäre auch Reich nicht auf dem damaligen Stand stehen geblieben, sondern hätte ganz sicher seine energetische Forschung und Therapiemethode weiterentwickelt. Er gelangte in den letzten Jahren vor seinem Tod in spirituelle, kosmische Bereiche und wäre wohl dort auch weitergegangen.”

    Warum dann noch mal auf Reich sich beziehen? Fällt der Abschied so schwer? Hr. Dr. Fuckert tritt aus dem Schatten seiner Frau und gibt sich die Ehre mit der Mischung Homöopathie und Reich. Ich hoffe er versteht wenigstens von einer Sache etwas und kann es auch verständlich erklären, ansonsten bleibt es bei einer geschüttelten homöopathischen Dosis über Reich. Es ist völlig unverständlich, warum nach dem Achtziger Artikel über die Wundheilungen, nichts mehr wesentliches folgte. (s. Müschenich & Gebauer 1986) Die Fuckerts wollen nun – so angekündigt, die “Reichsche Forschung” verlassen. – Thanks for leaving this Sector!

  46. Peter Nasselstein sagt:

    Und noch’n neues Buch – jedenfalls dessen Ankündigung, über die ich soeben gestolpert bin:

    Dr. Manfred Fuckert stellte 2011 sein Buch “Lebenskraft und Krankheitsdynamik” fertig. Dieses Lebenswerk, das die Grundlagen der Orgonomie mit denen der Homöopathie verbindet, erscheint noch dieses Jahr im Verlag EDITION ZUKUNFT.

    http://www.fuckert.de/wilhelm-reich-institut/uber-unser-institut

  47. O. sagt:

    Versuchen Sie mal den link: mit “strg +”
    http://www.magcloud.com/browse/issue/180938

    • O. sagt:

      Da geht es nach einer “Einführung” um einen Briefwechsel von Mr. Katz und Mr. Victor Silver, das war schon alles.

  48. O. sagt:

    Neue Newage-Gründung einer philsophischen Kirche (oder Sekte) in der in S. F. Richard Blasband ansprechpartner sein soll???

    Siehe Kommentar von Mr. “oropea”.

    http://harborsforlife.wordpress.com/2009/10/17/the-world-of-wilhelm-reich-an-excerpt-from-the-upcoming-book-wilhelm-reich-revolutionary-of-cosmic-energy-by-dr-steven-katz-all-rights-reserved-endnotes-references-available-from-dr-katz/

    • Peter Nasselstein sagt:

      Nein, Blasband hat damit nichts zu tun und wird es hassen wie sonst was, allein schon die Angriffe auf seinen Lehrer Baker und seinen Freund Mathews. Und so ein “mystisch-kommunistischer” Schrott wie:

      Reich specifically likened himself to Martin Luther when he opposed the Capitalist judicial frame-up that he had endured for shipping Orgone Energy Accumulators (to biologically recharge the organism with revolutionary energy) across state lines.

      Das hat Carlinsky’sche Ausmaße an Verrücktheit und widerlicher Pestilenz, was dieses neue Buch verbreitet!

      • Peter Nasselstein sagt:

        Mein Gott, das ist ja schlimmer als das Buch über das “Orgasmotron”! Nur ein weiteres Beispiel:

        Eden, Jerome, Planet in Trouble, The UFO Assault On Earth (Careywood, ID, Jerome Eden Co., 1973) (This work describes hostile forms of UFOs. These crafts are in alliance with the Capitalists to drive fear into the population and prevent people from contacting the communist extraterrestrial craft.)

        • O. sagt:

          Dann ist es Provo auch oder gerade für uns geschrieben worden. Schön das sich jemand soviel Arbeit macht, um mal unseren Blutdruck zu steigern, sonst wird ihn ja keiner verstehen, was er sülzt. Und ich kann es noch nicht mal lesen, so schlecht ist die Qualität. “… from contacting the communist extraterrestrial craft” – and why not landing on the moon, which seems to be a nice idea for communists spaceships ;)

  49. O. sagt:

    Ein Adlerianer (der Individual-Psychologie, so gibt er sich aus) – hmm. Was will er über Reich wissen und glauben, was wir bisher nicht wissen? Für fast 60 € ist es zu teuer für meinen Geschmack und ein Inhaltsverzeichnis scheint es nicht zu geben. Auch die Probezeilen sind für mich nicht lesbar. (zu klein)
    Um solche e-Post beneide ich keinen ;)

    Inhaltlich klingt es, als hätte Reich das okkulte Tor ins Nazi-Reich geöffnet.

    • Robert (Berlin) sagt:

      Mit ‘Strg’ und ‘+’ drücken kannst du beim Browser die Anzeige vergrößern.

      • O. sagt:

        Danke, sieht aber auch aus, als könnte man noch ein Brille gebrauchen, so verschwommen :)

  50. Peter Nasselstein sagt:

    Gerade diese Nachricht erhalten:

    I have just published my book, “Wilhelm Reich – Liberation Theologian of Cosmic Energy.” It is available at http://skatz.magcloud.com/

    WILHELM REICH – LIBERATION THEOLOGIAN OF COSMIC ENERGY.

    This work explores the spiritual implications of the last years of inventor, scientist and philosopher, Dr. Wilhelm Reich. New facts are revealed about Dr. Reich’s UFO contacts and his discovery of a metaphysical portal during the Oranur Experiment. This is the secret and suppressed evidence of Reich’s major breakthrough into the occult.

  51. O. sagt:

    @ Sebastian: Was bei den WRG-lern und externen Friends neu ist, kann man ohnehin nur schwer sagen, es wird ja ständig verändert und dann kommen wohl auch alte Texte mal wieder “neu” rein. Ich gebe zu, auch nicht aufs “Verfallsdatum” geschaut zu haben. Heute beschäftigt sich dort wohl auch keiner mehr mit Reich, daher müssen alte Texte wohl herhalten. Über “Orgontik” steht ja nichts auf der WRG Seite :) Und wer mal zur “Orgonlounge” gehen möchte, hat 2011 wohl schlechte Karten, das Happening ist wohl eingeschalfen.

    zu Punkt 3)

    “Zu 3.: Ein Teil des Artikels handelt von organisatorischen Angelegenheiten. VKD spricht von „sozialer Kontrolle“, „Qualitätskontrollen“, „geschützten Titel[n]„, „keine[r] unabhängige Instanz [Organisation]“ und will damit zweierlei ausdrücken: Zum einen die Position des ACO unterminieren, zum anderen die (demokratische, organisatorische) Position der WRG stützen. Wenn man sich vor Augen führt, was Reich von Organisationen hält, erübrigt sich jeder Kommentar.”

    Die WRG war selbst nicht an sozialer Kontrolle, Qualitätskontrollen, geschützten Titeln oder unabhängigen Instanzen interessiert, warum hier so getan wird “als ob …”, weiß kein Mensch. Und die “Qualitätsnachweise”, man hätte eine Legitimation von Dr. Eva Reich sind Augenwischerei, das behauptet auch Joel K. und einige andere habe vergleichbare “Nachweise”.

    Aber wie gesagt, zu neuen Erkenntnissen führt es nicht, daher entschuldige ich mich für den von mir gemachten Verweis auf die WRG Seite, da sie so schrecklich überflüssig ist.

  52. O. sagt:

    Bei mir sind schon die end-achtziger KiWi Ausgaben (plural) zerfleddert, die 70-er TB Fischer Ausgabe müsste ich mir erstmal im Antiquariat besorgen, um mit der WRG mitreden zu können. Aber danke für den Hinweis … es wäre ja nicht das erste Mal, das falsch zitiert wird. ;)

  53. O. sagt:

    In den 50-er Jahren war es noch verpönt, wenn Mann und Frau in der Öffentlichkeit Hand in Hand gingen. Und wenn zwei gegengeschlchtliche Menschen in der BRD ein Zimmer teilen wollten, galt dies als Kuppelei der Wirtin.
    Das sich ach so aufgeklärte Lustigmachen über die “sexuelle Befreiung” der 60er Jahre und diese Reich anlasten zu wollen, ist die Fortsetzung der Prüderie und Lustfeindlichkeit. Ich gehe nicht davon aus, dass jemand geistig zu minderbemittelt ist, zu verstehen, was Reich schrieb, vielmehr muss er wohl mit seiner eigenen verkrampften Art der Sexualität nicht klarkommen, um so einen Mist von sich zu geben. Er sollte vielleicht nochmal lernen, wo die Bienchen herkommen und dies auf seine Situation anwenden, dann wird er sich vielleicht als “aufgeklärt” verstehen, jedoch immer noch nicht wissen, was Reich seinem verkrüppelten Körper und Seele mitteilen wollte.

    Die Aufklärung an Schulen läuft heute so: Da werden alle möglichen Begriffe über die Genitalien aufgezählt und den Kindern beigebracht, welche zu benutzen sind und welche womögliche eher unpassend oder unschicklich sind für das Ohr der Mittelstandslehrerin (Lehrer gibt es kaum an Grundschulen). Also dass ist die “Aufklärung”, die wir den Schülern bieten. Zu deutsch: Sex ist ekelhaft und wenn man es tun muss, dann mit Gummis, weil man sonst auch krank wird. Damit lassen wir die Jugendlichen alleine.
    Ergebnis: Viele Jugendlichen haben überhaupt keinen Sex (von der Masturbation, die auch keiner anspricht) abgesehen und andere haben mehr Sex, ohne je darüber untereinander reden zu können. Den Rest erfährt man auf Pornoseiten im Internet.

    So und was soll Wilhelm Reich nun gesagt haben? “Je mehr Sex desto besser.” Wer geistig minderbemittelt ist, versteht das so. Das hat er aber nicht gesagt! Die Sexualität, die die normalen (Charakter-)Neurotiker etc. haben (wozu ja alle gehören), ist – wenn vorhanden – nicht befriedigend und speist daher die Neurosen und Krankheiten mit sich stauender (Sexual-)Energie. Es kommt nicht unbedingt auf die Quantität an, sondern in erster Linie auf die Qualität. Und das ist wohl sehr sehr schwer zu verstehen. Auch die Leute, die sich vermeintlich mit Reich beschäftigt haben, können genau das nicht begreifen und schon gar nicht emotional erfahren. Das ist das Dilemma und Problem unserer “Sex-Experten”.

    Der ORAC ist eben keine “Orgasmuskiste” und bringt geistig Minderbemittelten und körperlich erstarrten, toten Leibern auch keinen Orgasmus. Er bringt auch sonst niemandem einen Orgasmus.

    Und wer etwas mehr “Lebendigkeit” wieder in seinen erstarrten Körper erleben will, hat einen langen Weg der Therapie vor sich. Welche Therapie? Das wird hier ja gerade diskutiert.

  54. Peter Nasselstein sagt:

    Die Zitate stammen aus der Ausgabe beim Fischer TB Verlag, 1973.

    • O. sagt:

      Ich glaube ich bin da auch schon mal drüber gestolpert und habe es wieder vergessen … das hasse ich am Älter werden

  55. O. sagt:

    Auf der WRG Seite werden die “Essentials” orginial bei Reich zitiert – so heißt es:

    “Diese Frage ist bedeutend leichter zu beantworten als die vorangegangene, denn dazu brauchen wir Reich selbst nur heranzuziehen. Letztlich ist es eine Frage nach dem, was Reich selbst als essentiell für seine Arbeit schriftlich definiert hat.

    … ich nun mit dem Ausdruck Orgontherapie auch die Charakteranalyse und die Vegetotherapie zu umfassen vorschlage. …. Die Orgontherapie konzentriert unsere Arbeit an der biologischen Tiefe, am Plasmasystem, oder, wie wir technisch zu sagen pflegen, am biologischen Kern des Organismus. (CA, S. 362)

    Die Orgontherapie unterscheidet sich von allen anderen Arten der Beeinflussung des Organismus dadurch, dass sie unter weitgehender Ausschaltung der Wortsprache den Kranken dazu anhält, sich biologisch auszudrücken. (CA, S. 365)

    Die zentrale Aufgabe der Orgontherapie ist die Zerstörung der Panzerung …, das Resultat der ideal durchgeführten Orgontherapie ist das Auftreten des Orgasmusreflexes. (CA, S. 369)

    Diese 3 Zitate verdeutlichen die Essenz dessen, was wir als Reichsche Therapie benennen können, nämlich die Orientierung an den biologisch-energetischen Prozessen im Organismus jenseits der Wortsprache mit Ziel, ihr zur freien Beweglichkeit zu verhelfen, die für Reich im Orgasmusreflex sichtbar wurde. Verkürzt könnte man deshalb sagen, dass die Essenz Reichscher Therapie die Orientierung am Orgasmusreflex, an der biologisch-emotionalen Hingabehaltung ist.”
    Quelle: http://wilhelm-reich-gesellschaft.de/cms/?page=art&artid=29

    Ich weiß nicht, was die WRG für Bücher benutzt, in der Charakteranalyse (3. Auflage KiWi Verlag 1971, 1989) wird man diese Zitate auf den angegebenen Seiten schwerlich finden. So fängt es schon mal an, wenn man ein “Zitat” nachprüfen will. Ich würde ja auch genre mal am Orgasmusreflex der WRG teilnehmen wollen, liebe Leute, also wo stehen eure Zitate???
    Mit den falsch angegebenen Seiten landet man im Kapitel “Unterschiede zwischen dem genitalen Charakter, dem neurotischen Charakter und der emotionellen Pestreaktion” (S. 337-372).
    Es wäre doch die einfachste Übung mal ein Zitat richtig abzuschreiben und dann die richtige Seitenangabe zu bringen. :(

  56. Peter Nasselstein sagt:

    Wieder zwei Berichte über Reich in der englischen Presse:

    http://www.dailymail.co.uk/femail/article-2015005/Did-wooden-box-trigger-sexual-revolution.html

    http://www.economist.com/node/18956016?story_id=18956016

    Wie ich neulich erwähnt habe: Es macht den Eindruck, daß diese Angriffe darauf zurückzuführen sind, daß, wenn es ein Hindernis auf dem Weg zur multikulturellen Gesellschaft gibt, die dem modern liberal (dem pseudo-liberalen „linksgrünen“ Kommunisten) so wichtig ist, dann ist es die Sexuelle Revolution. In einer Art „emotionaler Verschwörung“ bzw. „emotionaler Kettenreaktion“ (es geht hier also nicht um eine Verschwörungstheorie im üblichen Sinne!!) wird Reich als der imaginierte Schöpfer dieser Kalamität angegriffen.

  57. O. sagt:

    Kleinere Schreibfehler würzen den Text, hier mal die etwas fehlerfreiere Version:
    —-

    Wenn man mal zur einfachen Frage “Was ist eigentlich die Reichsche Orgontherapie?” eine einfache Antwort sucht, gibts hier mal wieder die neuste Antwort, diesmal von VKD moderat verfasst und definiert zur Abgrenzung von der A.C.O.

    Wozu die Abgrenzung zur ACO notwendig wurde liegt wohl hier an diesen Blocks, wo mal wieder die Nase zu tief reingesteckt wurde, um “neues” zu erfahren.

    WRG – light O-Ton:

    http://www.wilhelm-reich-gesellschaft.de/cms/index.php?page=art&artid=29

    Kommentar: Wieder eine orientierungslose Definition mit ein paar ausgewählten Reich Zitaten, die alles auszusagen scheinen und nichts ausdrücken. Es pulsiert mal wieder sehr lebendig und vor allem “demokratisch” in der WRG, möcht man sagen.
    Seit 20 Jahren ist die Frage, was das Ding da mit der Orgontherapie ist, in der WRG nicht beantwortet, das läßt vermuten, dass es noch originelle Antworten auf aktuellstem Stand geben wird, was das Ding da mit der Orgontherapie sein wird. Vielleicht ist es ja auch nur ein Dingsdabumsda … ein Versuch der “Körper(psycho)therapie” mal was zu definieren, was jeder Therapeut für sich beanwortet und mit “anderen” Erfahrungen mischen darf, damit es auch noch “persönlich” rüberkommt. Die Verpackung des ACO wird nicht durchschaut (weil keine (-r) Ahnung von der amerikanischen Orgontherpie hat) und weil sie hier im Forum wohl nicht zum Abschréiben geeignet vorgestellt wurde. ;) Sorry Freunde der WRG, das kann man ja nochmal nachholen.

    • Robert (Berlin) sagt:

      Dies ganz im Gegensatz zu Angehörigen von erkennbar demokratisch organisierten Instituten und Institutionen, wie dies z.B. die Wilhelm-Reich-Gesellschaft ist.
      Dies ist ihr absurder Anspruch, Wissenschaft per Demokratie zu betreiben. Für Reich sollten Fachleute die Entscheidungen treffen (Arbeitsdemokratie), die mit dem Stoff zu tun hatten. Wenn nun der Psychologe über Biophysik entscheiden soll und darüber nichts weiß, kann dies nur schiefgehen. Reich hat auch nicht über seine Forschungen abstimmen lassen. Der Fetisch der Demokratie kann nicht ernsthafte Forschung ersetzen.

    • Sebastian sagt:

      Danke für den Text. Mir sind vier Dinge aufgefallen:

      1. widerspricht sich VKD bezüglich der statischen “Orthodoxie des ACO” und geht nicht weiter auf die Qualität der Impulse von Außen ein.

      2. kritisiert er die “Orthodoxie”, bemängelt dann aber ironischerweise selbst die Abweichung von den wesentlichen Inhalten der Orgontherapie.

      3. betont VKD organisatorische Probleme.

      4. stammt der Text von 2004. So neu ist er doch gar nicht, oder?

      Zu 1.: Er nennt die Orgontherapie des ACO statisch. Als statisch bezeichnet er, was nur Impulse von Innen zulässt. Das ist ein Widerspruch. Wie kann etwas Impulsives statisch sein?

      Sein Kriterium für Dynamik sind Impulse von Außen und “atemberaubende Entwicklungsschritte”.

      Die Impulse von Außen rechtfertigt VKD mit neuen Charakterdiagnosen. Auf die Frage, wie man auf Impulse von Außen reagieren soll, die Reichs wesentlichen Erkenntnissen diametral entgegenstehen, also die Qualität der Impulse, geht er nicht ein. Zudem stimmt es nicht, dass Reich sich nicht dazu äußerte, was er von Impulsen von Außen hält:

      “Ein zweiter Ingenieur kommt an der Garage unseres Arbeitenden vorbei. Er merkt sofort, mit dem Kennerblick des Erfahrenen, daß der Arbeitende einen schweren Stand hat. Er legt seinen Rock ab, krempelt die Ärmel hoch und versucht zunächst zu begreifen, wie der Defekt beschaffen ist und ob der arbeitende Ingenieur Fehler macht. Er zeigt diesem eine wichtige Stelle, die er übersehen hatte, er überlegt mit ihm zusammen die Fehler, die bei der Arbeit begangen sein mochten. Er faßt mit an, bespricht und kritisiert die Arbeit und hilft, es besser zu machen. Sein Motiv ist keine nörgelnde Schwiegermutter und kein Versagen in seinem eigenen Beruf, sondern sachliches Interesse am Gelingen der Arbeit.

      [...]

      Im streng sachlich-wissenschaftlichen Sinne ist nur eine Art Kritik zulässig, die sogenannte immanente Kritik [sic!]; d. h. der Kritiker muß einige Forderungen erfüllen, ehe er sein Recht zu kritisieren in Anspruch nimmt:
      1. Er muß das Arbeitsfeld, das er kritisiert, selbst beherrschen [sic!].
      2. Er muß es zumindest ebensogut, wenn nicht besser kennen, als der, den er kritisiert.
      3. Er muß daran interessiert sein, daß die Arbeit gelingt, und nicht, daß sie misslingt. Will er sie nur stören, haben seine Kritikmotive nicht mit sachlichen Interesse zu tun, dann ist er ein neurotischer Querulant, aber kein Kritiker.
      4. Er muß seine Kritk vom Standpunkt des kritisierten Arbeitsfeldes leisten [sic!]. Er kann nicht von fremden Standpunkten her kritisieren, die mit dem Arbeitsfeld nichts zu tun haben.” [Massenpsychologie..., 6. Aufl., KiWi, S. 328 f.]

      Die “atemberaubenden Entwicklungsschritte” sollen Reich charakterisieren. Paradox: Ich habe Reich bisher genau andersherum interpretiert, was sein Werk für mich auch so attraktiv macht. Für mich ist Reich ein wissenschaftlicher Arbeiter, ein Forscher, dessen Forschungsmethodik gerade nicht “atemberaubend” ist: Er macht eine Beobachtung, schreibt sie in sein Tagebuch, sammelt über lange Zeiträume (Jahre) akribisch weiteres Beobachtungsmaterial, erklärt es sich theoretisch und baut seine Technik aus, sammelt Beobachtungsmaterial, was sich daraus ergibt, stellt es zur Diskussion und nach diesem langen Prozess veröffentlicht er es erst! So jedenfalls mein Eindruck von seiner medizinischen Entwicklung.

      Zu 2.: Er spricht von einer unnötigen Einschränkung der therapeutischen Kompetenz. Wo unterscheidet sich das von der Kritik an den Körpertherapien, der WRG etc.? :-)

      Zu 3.: Ein Teil des Artikels handelt von organisatorischen Angelegenheiten. VKD spricht von “sozialer Kontrolle”, “Qualitätskontrollen”, “geschützten Titel[n]“, “keine[r] unabhängige Instanz [Organisation]” und will damit zweierlei ausdrücken: Zum einen die Position des ACO unterminieren, zum anderen die (demokratische, organisatorische) Position der WRG stützen. Wenn man sich vor Augen führt, was Reich von Organisationen hält, erübrigt sich jeder Kommentar.

  58. O. sagt:

    Wenn man mal zur einfachen Frage “Was ist eigentlich die Reichsche Orgontherapie?” eine einfache Antwort sucht, gibts hier mal wieder die neuste Antwort diesmal von VKD moderat verfasst und definiert zu Abgrenzung von der A.C.O.

    Wozu die Abgrenzung zur ACO notwendig wurde liegt wohl hier an diesen Blocks, wo mal wieder dies Nase zu tief reingesteckt wurde, um “neues” zu erfahren.

    WRG – light O-Ton:

    http://www.wilhelm-reich-gesellschaft.de/cms/index.php?page=art&artid=29

    Kommentar: Wieder eine orientierungslose Definition mit ein paar ausgewählten Reich Zitaten, die alles auszusagen scheinen und nichts ausdrücken. Es pulsiert mal wieder sehr lebendig und vor allem “demokratisch” in der WRG, möcht man sagen.
    Seit 20 Jahren ist die Frage, was das Ding da mit der Orgontherapie ist, in der WRG nicht beantwortet, das läßt vermuten, dass es noch originelle Antworten auf aktuellstem Stand geben wird, was das Ding da mit der Orgontherapie sein wird. Vielleicht ist es ja auch nur ein Dingsdabumsda … ein Versuch der “Körper(psycho)therapie” mal was zu definieren, was jeder Therapeut für sich beanwortet und mit “anderen” Erfahrungen mischen darf, damit es auch noch “persönlich” rüberkommt. Die Verpackung des ACO wird nicht durchschaut (weil keine Ahnung von der amerikanischen Orgontherpie hat) und weil sie hier im Forum wohl nicht zum Abschréiben geeignet vorgestellt wurde. ;) Sorry Freunde der WRG, das kann man ja nochmal nachholen.

  59. O. sagt:

    und wer spricht da – diesen Pestagenten sollten alle, wirklich alle kennen, falls er mal vor der eigenen Haustür steht und sich vorstellt, einfach feste in die Gentilalien treten, besser zweimal.

    Immer wenn es um CLB geht, dann taucht dieser Idiot auf, der sich hier als “former blabla von Dr. Eva Reich” darstellt, man beachte den Kommentar.

    http://www.guardian.co.uk/news/2011/jul/06/weatherwatch-cloudbuster

  60. Peter Nasselstein sagt:

    New Articles and Book Chapter by James DeMeo, PhD

    Several of my articles have recently been recently published, including within mainstream peer-reviewed science journals and books, on the subject of orgone biophysics or the cosmic ether of space. Also a few popular-magazine articles, in Korean translations.

    http://obrlnews.wordpress.com/2011/07/12/new-publications-announcement/

  61. Peter Nasselstein sagt:

    Heute wird alles auf Comedy und Fun reduziert. Sie fühlen sich zu Reich hingezogen – und können nur hysterisch, kindisch lachen.

    Wenn irgendetwas unsere “Kultur” symbolisiert, dann ist es wirklich das “Orgasmatron”:

    http://www.orgasmatron.com.au/

    Q: Will I have an orgasm?
    A: We cannot guarantee orgasm but it is definitely fun trying.

  62. Peter Nasselstein sagt:

    Die Angriffe auf Reich häufen sich, wie Ende der 40er Jahre in den USA. Sie sind sogar noch gemeiner und hinterhältiger als damals. Linke machen ihn für den Zerfall des Klassenkampfes verantwortlich, Rechte für die Zersetzung aller Werte. Jetzt der britische GUARDIAN:

    http://www.guardian.co.uk/books/2011/jul/08/wilhelm-reich-free-love-orgasmatron

    Man lese auch die Kommentare.

    Und dann auch noch etwas zum Cloudbuster!

    http://www.guardian.co.uk/news/2011/jul/06/weatherwatch-cloudbuster

    • Robert (Berlin) sagt:

      Da Pamphlete gegen Reich fast immer übersetzt werden, wird das Machwerk irgendwann auch in deutscher Sprache erscheinen.
      Hoffentlich steigt dann wieder das Interesse an Reich.

  63. Robert (Berlin) sagt:

    In der März Ausgabe der Zeitschrift SEIN geht es um orgiastistische Geburtsgefühle. Ganz das Gegenteil zu den üblichen Schmerzen bei der Geburt.
    http://www.sein.de/archiv/2011/maerz-2011.html

  64. O. sagt:

    Mediensüchtgie “Orgonottis” everywhere!
    “Reichs” Orgasmustherapie auf Freuds Couch – how pleasureable – one comes to experience the ogone ;)

    So orgaistsch schlecht dieses Videao auch ist – ekelhafte Szenen überall – so interessant ist doch DeMeos OR-Hütte mit einem selbst gebauten OR-Akku zur Rechten und zur Linken ein OR-Akku made bei Germans Dr. House T…. (mit ca. 20 Schichten in einer Orgonhütte), damit auch der “beste” Reichiander mal etwas spürt. Soviele zur Sensibilität unserer http://www.Orgonomisten.

    • Peter Nasselstein sagt:

      Wir haben hier den schwersten Angriff seit Reichs Tod, vielleicht überhaupt den schwersten Angriff. DeMeo hatte einem BBC-Team ein Interview gegeben und wurde dafür auf die widerlichste Weise mißbraucht. Hauptstilmittel war dabei Sarkasmus. Und was machst Du? Du verbreitest irgendwelche sarkastische Sachen, die kein Mensch nachvollziehen kann. Und Du machst Dich sogar noch zusätzlich über DeMeo lustig. Was den Orgonraum und die starken ORACs betrifft: seit Reich leidet die orgonomische Forschung darunter, daß nie wieder ein Labor mit einer extrem hohen OR-Konzentration vorhanden war.

  65. Peter Nasselstein sagt:

    Soeben entdeckt und noch nicht angeschaut:

    http://udocumentary.blogspot.com/2011/07/watch-sex-researchers-episode-2.html

    The sex researchers (episode 2)

    Achieving ‘better sex’ is the Holy Grail of sex research, but science is divided over the methods. Is it all in the mind? Or is the solution to be found in pills and surgery?

    The second programme in the series features the latest pioneering research into sex and into the science of finding the right partner.

    It looks at the pros and cons of chemical fixes, such as Viagra, and the moral dilemmas of developing ‘love drugs’ to pump up the libido and attract a partner.

    The film also features some strange episodes in the history of sex research, such as the work of Wilhelm Reich, a pal of Einstein’s, who claimed he’d discovered the hidden libidinous force that makes the universe tick, which he called ‘orgone’.

    Look out for the eye-watering operation to turn a Taiwanese man’s penis into a kind of angle-poise lamp, and the attempt to rejuvenate middle-aged men by transplanting monkey testicles.

    • Peter Nasselstein sagt:

      Just seen the utter BS:

      The worst EP attack EVER: starting with 6:50 minutes Reich featuring
      Jim DeMeo. Reich (resp. the actor playing Reich) masturbates on camera, to
      measure the orgasm energy! “As many orgasms as possible lead to health.”
      – Reich continues to masturbate. DeMeo. Next scene Reich masturbating a
      naked patient! When rumors spread that he was mentally ill he fled to
      the American wilderness! There he reinvented his carrier and invented
      boxes to harness orgone energy. DeMeo and his ORACs. The global orgasm
      energy is radiated to the person sitting inside. YOU HAVE TO HEAR THE
      GLEEFUL VOICE FULL OF UTTER CONTEMPT!! Then the funnel is shown – and,
      because of the context, everybody will think (I am sure) this is applied
      to your penis! Reich and Einstein – Einstein explained it as simple heat
      transfer. When Reich mentioned that people considered him mad Einstein
      replied: “I can believe that!” Reich’s reputation in America was soon as
      bad as in Europe. ORACs declared a fraud of the first magnitude. It
      turned out that the evils of society are not solved by plentiful
      orgasms. 12:15 min.

      DeMeo had no idea, whatsoever, that he was used by Modju. It was just a BBC documentary.

  66. O. sagt:

    Die Mikrofilme zu Papier zu bringen ist leider nicht ganz preiswert … ich wünschte es wäre mal digitalisiert worden.

    Wie kommt man an A.K.Reich Archiv ran? Das ist auch eine sehr schöner Fund!

    Nun, nicht dass ich mich bei facebook auskennen würde, jedoch sollte man sich mit den Einstellungen beschäftigen, wer da was lesen dürfte… Ich behandel auch die facebook-Depression, wenn man zu wenig Freunde hat! :)
    Das thema sicherheit wird bei facebook doch sehr klein geschrieben. Die COMPUTER-/ ONLINE-SUCHT hingegen groß. RL-Kontakte werden hingegen minimiert. Und Bandscheibenvorfälle sind mit der heimischen Sitzgelegenheit vorprogrammiert. Der Homebed-PC fürs Bett ist von der Industrie immer noch nicht umgesetzt worden (mit Bildschirm an der Decke).
    Die Chat-Fenster lassen sich nicht komfortabel über den Billdschirm ziehen und sind zu klein zu Lesen … – auch hier gibt es noch Verbesserungsbedarf, aber junge Menschen trifft man da zu Hauf, nicht so wie B.S. und Blasbands Vorträgen mit “Altersheimpublikum.”

  67. Peter Nasselstein sagt:

    By the way: es gibt ein zweites Archiv!

    http://oculus.nlm.nih.gov/cgi/f/findaid/findaid-idx?c=nlmfindaid;id=navbarbrowselink;cginame=findaid-idx;cc=nlmfindaid;view=reslist;subview=standard;didno=reich580;focusrgn=contentslist;byte=25647623

  68. Peter Nasselstein sagt:

    Ich bin jetzt als, ähh, “Nasselstein Peter” bei Facebook. Wer will mein Freund sein?

    Irgendwie ist mir der Sinn von Facebook noch nicht ganz aufgegangen, aber was solls…

    Interessant sind die Photos bei Facebook “Charles Konia” – interessant Orgonometrie, die mir vollständig neu ist!

  69. O. sagt:

    Ich kann es hier niemanden ersparen: Myron meinte Kotzen oder Gagging – Auslösung des Brechreizes sei sehr wertvoll, um Blockierungen im Halsbereich zu lösen. Hiermit gehts ganz leicht, aber nehmt vorher einen Eimer zur Hand.

    Sorry, aber orgontherapeutische Übungen, können so einfach sein. ;)

  70. Peter Nasselstein sagt:

    Jon East:

    You may be interested to know that you can view my four part BBC TV drama about SUMMERHILL school online. Here is the link:

    http://vimeo.com/channels/194093

    The drama is in four 30 minute parts and aimed at both adults and children, (7 to 12 yr olds).

  71. Peter Nasselstein sagt:

    Das Neuste aus dem Wilhelm Reich Museum in Rangeley, Maine:

    The June 2011 Update is now posted on our website.

    Click the following link to view the Update in your browser:

    http://www.wilhelmreichtrust.org/update_11_06.html

    Or, alternatively, click the following link to download the Update as a PDF file:

    http://www.wilhelmreichtrust.org/update_11_06.pdf

    If you experience any difficulty in viewing the Update, we would appreciate it if you would kindly let us know.

  72. Robert (Berlin) sagt:

    Hier zwei Nachrufe, einer zu A. Lowen von Boadella, einer zu Eva Reich von ihrer Tochter.
    http://www.traumaheilung.ch/Literatur/literatur.html

    • Peter Nasselstein sagt:

      Boadella ist ein unerträglicher Wirrkopf:

      Wohingegen die späten Vegetotherapeuten den Charakter vernachlässigten, hat Lowen die «somatische» Analyse in seinen therapeutischen Ansatz zurückgebracht. Lowen glaubte sehr an den Wert der emotionalen Katharsis, die Entladung von starken Energien der muskulären Panzerung.

      sic!

  73. Robert (Berlin) sagt:

    Ohne Kommentar:

    REICHIAN GROWTH WORK

    Melting the Blocks to Life and Love

    http://homepage.ntlworld.com/n.totton/reichintro.htm

  74. Robert (Berlin) sagt:

    Wie spart man Zeit und Geld?
    Orgontherapie einfach Zuhause ohne blöden Therapeuten, zur Not hilft der Nachbar…
    http://reichiantherapy.net/

  75. O. sagt:

    http://www.scribd.com/doc/51380071/The-Science-of-Orgonomy

    hier gibts mal was neues von 2010 …

  76. O. sagt:

    Hier mal eine anderer Text von Jan Decker zum Thema des Schreibens:

    http://www.uni-muenster.de/Textpraxis/sites/default/files/beitraege/jan-decker-wilhelm-reich-das-schreiben-meine-neurose-und-ich.pdf

  77. O. sagt:

    Das sind schöne “Mondbilder” auf DeMeos Seite. Ratzfatz läuft man da zum Rand des Mondes. Wenn man das Leuchtphänomen mal außen vor lässt, gibts ja noch die auf dem Mond aufgestellten Scheinwerfer … interessant wäre die Spiegelung im Visier des Mannes zu vergrößern … ich stelle mal die Hypothese auf, dass das Gerät auf dem Mond in keinem Kindergarten einen TÜV kriegen würde.

  78. Klaus sagt:

    “wie hat DeMeo dann das orgotische Leuchten des Astronauten aufs Bild bekommen und was beweist es dann?” Leute, was soll es denn beweisen?! So ratzfatz geht das mit dem Beweisen (und Beweisen wovon?) nicht. Man kann einen Hinweis darin sehen und ihm nachgehen. Beweisen kann man dann ALLENFALLS Hypothesen, die ausreichend klar formuliert werden müssen. Ich sehe nachts um jede Straßenlaterne ähnliche ‘Strahlenkränze’. Spannender sind z. B. Erscheinungen, die man mit einer Lupe vergrößern kann, wie es nach Meinung einiger ja z. B. bei den von Anaxagoras “Tilai” genannten ‘Sonnenstäubchen’ der Fall ist (mir ist es noch nicht gelungen). Vgl.
    “Sonnenstäubchen paart mit Sonnenstäubchen
    Sich in trauter Harmonie,
    Sphären ineinander lenkt die Liebe,
    Weltsysteme dauren nur durch sie.”
    (Schiller, Phantasie an Laura)
    und
    Monets klare Darstellung des Phänomens auf einem Bild (v. a. Himmel):
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2f/Claude_Monet_Saint-Germain-l%27Auxerrois_Paris_1867.jpg

  79. O. sagt:

    DeMeo behauptet das orginale Bild der Nasa auf dem Mond habe ein blaues Leuchten um den Anzug des Astronauten gehabt. Nimmt man jedoch an, dass die Mondlandung nirgendwo anders als in einem Londoner Studio stattgefunden hat, wie hat DeMeo dann das orgotische Leuchten des Astronauten aufs Bild bekommen und was beweist es dann?

  80. Peter Nasselstein sagt:

    Amazon Deutschland:
    Saharasia, 2006 Update Edition
    http://www.amazon.de/Saharasia-Origins-Sex-Repression-Warfare-Violence/dp/0980231647
    Orgone Accumulator Handbook, 2010 Updated and Revised Edition
    http://www.amazon.de/Orgone-Accumulator-Handbook-Life-Energy-Construction/dp/0980231639

  81. O. sagt:

    Herr Herskowitz hat sich (unwidersprochen) vor den Karren des Ehepaars Fuckert spannen lassen, wie ebenso Hoppe sich hat vor jeden Karren spannen lassen, das ist für mich mehr als suspekt.

    Auch die dauerhafte Beziehung der F. zu Baker Juniors Gruppe, macht letztere auch für mich fragwürdig, doch inhaltlich kann man es weniger begründen. Zumindest in letzter Zeit, finde ich die Internet Videaos von Vorträgen zumindest sehenswert.

    Sicherlich haben sich auch andere vor den Karren der WRG spannen lassen und es auch manchmal bereut (wie Eva Reich), aber nur ein naiver und an nichts böses denkender Mensch, macht solche Anfängerfehler und sollte langsam merken, dass da etwas nicht stimmen kann, wenn es Leute nötig (!) haben, sich und der Welt permanent zu beweisen, dass sie die “richtigen Reichianer” seien … und dann von mal zu mal auch noch zu esoterischem Unsinn tendieren.

    Wenn man einmal auf normale Menschen trifft, die sich einfach mal für Reich interessiert haben und versucht haben mit der WR-Szene Kontakt zu machen, dann fällt auf, dass diese einen gesunden Instinkt hatten, sich sofort von den “Reichianern” zu distanzieren udn dne großen Bogen eingeschlagen haben. Dies lag mir fern, weil das Interesse zu groß war und ich eine Empfehlung bekam, die ich für seriös hielt. Also muss ich mich dann fragen, warum fehlte mir der gesunde Instinkt?

    Für manche war die Reichszene ein emotionales Zuhause für einen intellektuellen Austausch. Man konnte sich in Opposition begeben zu angeblichen “Anfeindungen” gegen Reich und sich auf dem Weg der “richtigen Mission” begeben.

    Ferner waren da noch die “Ausbildungen”, die nicht gleich als Mogelpackungen zu identifizieren waren und eine emotionale Bindung durch regressive Kind-Übervater Strukturen schufen.

  82. Peter Nasselstein sagt:

    Das WILHELM REICH MUSEUM

    The May 2011 Update is now posted on our website.

    Click the following link to go directly to it:

    http://www.wilhelmreichmuseum.org/11_05_update.pdf

  83. Der Rote Faden: Reich und die „Philosophie des Verfalls“ « Nachrichtenbrief sagt:

    [...] Die Geschichte des linken „Reichianismus“ gibt dafür ein beredtes Zeugnis. (Siehe auch den Kommentar zu diesem Blog: sie wollen Reich, aber ohne die Orgasmustheorie. Ihre grundlegende Verachtung für ihn können sie [...]

  84. Peter Nasselstein sagt:

    Herskowitz war als letzter Schüler Reichs, diesem bis zu seinem Tod treu. Danach ist er (neben Duval) der einzige Orgonom der alten Garde gewesen, der Baker treu geblieben ist. Nach dessen Tod wechselte er zum IOS, das zuvor einige Orgonomen (darunter Bakers Sohn) gegründet hatten, weil sie glaubten, daß mit Baker das passiert sei, was allen alten Leuten früher oder später widerfährt: als erstes geht die Urteilskraft flöten. Ob das bei Baker der Fall war, ist fraglich. (Es ging darum, ob man Millionen in eine Zentrale im ultrateuren, aber prestigeträchtigen Princeton stecken sollte. Um irgendwelche theoretischen Fragen ging es – jedenfalls zunächst – nicht.) Ich fürchte jedoch, daß das mit dem Verlust der Urteilskraft auf Herskowitz definitiv zutrifft. Es gibt aber m.W. nicht auch nur den kleinsten Hinweis darauf, daß Herskowitz zum Mystiker geworden wäre oder sonst irgendetwas vertreten würde, was… ähhhh – daneben ist.

  85. Klaus sagt:

    “aus dem Kaffeekranzgeschwätz eines anal-femininen Narziß” – ich staune immer über diese dollen Diagnosen ….! Ich hatte auch mal ein Fuckert-Erlebnis (und fand sie damals gar nichjt unsympathisch), hab’s aber inzwischen verwunden, glaube ich. :-) )

    • Peter Nasselstein sagt:

      Fuckert. Neulich habe ich buchstäblich mit offenem Mund vor dem PC gesessen:

      Heilung ist Entfaltung unserer vielschichtigen Gesamtheit und göttlichen Natur. Denn hinter den Körpersymptomen, emotionalen Beschwerden und negativen Gedanken schlummert ein riesiges Potenzial, das auf seine Entfaltung wartet. Dies ist als Evolutionsweg im menschlichen Bewusstsein angelegt. Es ist die Göttlichkeit in jedem Einzelnen, denn wurden wir nicht nach göttlichem Ebenbild erschaffen? Diese Annahme wird dadurch belegt, dass wir bisher nur 15% unserer Gehirnfunktionen kennen und nutzen. Das heißt, unser IQ liegt bei 15%, und unser begrenzter Verstand kann noch nicht erfassen, was 100% bedeuten würde. Diese Tatsache ist kein bedeutungsloser Zufall der Natur, sondern besagt, dass noch 85% zu erkennen und zu entwickeln sind. Wo liegt dieses Potenzial, wie sieht es aus und welches sind die Schlüssel, um es zu erschließen? In unseren 7 feinstofflichen Hauptchakras (Energietransformatoren) sind jeweils 12 unterschiedliche Ressourcen, Qualitäten und Energien eingebettet und warten auf ihre vollständige Aktivierung. Diese 84 Ressourcen können aus den energetischen Verdichtungen der entsprechenden Körperbereiche gelöst und als göttliche Qualitäten gelebt werden. Das letztendliche Ziel dieses Entwicklungsweges ist Liebe als die universale Schöpfungs- und Heilungskraft. Das Seminar bietet gleichzeitig einen Überblick an über die Ausbildung ‚Chakra-Heilung und Einweihungsweg nach St. Germain’

      http://www.akademie-fuer-heilung.de/html/dr__dorothea_fuckert_-_innere_.html

      Ja wirklich: der Graf von Saint Germain!

  86. Robert (Berlin) sagt:

    Aus der Reihe “Ehemalige Schüler und Studenten Reichs”:

    Zitat aus dem Buch:
    Friedrich Stadler (Hg.)
    Vertriebene Vernunft I
    Emigration und Exil österreichischer Wissenschaft 1930-1940
    Reihe: Emigration – Exil – Kontinuität. Schriften zur zeitgeschichtlichen Kultur- und Wissenschaftsforschung
    Bd. 1, 2. Auflage, 2004, 584 S., 19.90 EUR, br., ISBN 3-8258-7372-2

    Stella Klein-Löw, geb. Herzig, wurde 1904 in Przemysl in Galizien geboren. Sie studierte klassische und moderne Philologie und Psychologie an der Universität Wien. Zu ihren Lehrern zählten Karl und Charlotte Bühler und Wilhelm Reich. Sie war Mitglied des Verbandes der sozialistischen Studenten und ab 1922 auch Mitglied der Sozialdemokratischen Partei. Von 1933 bis 1939 unterrichtete sie an einem jüdischen Privatgymnasium mit Öffentlichkeitsrecht. Als Jüdin und Sozialistin hatte sie keine Chancen auf eine andere Stelle. 1939 erhielt sie eine Einreisebewilligung als Hausgehilfin nach Großbritanien [...]

  87. Peter Nasselstein sagt:

    Von James DeMeos Orgone Biophysical Research Laboratory:

    New Articles on Orgonomic Science

    A few months ago, an announcement went out for two of my recently-published articles on orgone biophysics, one being available as a free PDF download. These included one item in Edge Science, a publication of the Society for Scientific Exploration, and was available as a free PDF download directly from their website. The other was available with a subscription to the journal Subtle Energies, a peer-reviewed publication of the ISSSEEM organization.

    My thanks once again to the editors of both those publications for their kind invitation to submit my work, as well as to Dr. Richard Blasband, who helped open doors in both cases.

    Today, these articles are available for direct PDF-download:

    EXPERIMENTAL CONFIRMATION OF THE REICH ORGONE
    ACCUMULATOR THERMAL ANOMALY
    Subtle Energies Vol.20, No.3, p.17-32
    http://www.orgonelab.org/DeMeoToTSubtleEnergies.pdf
    Abstract
    Experimental investigations were undertaken by the author, of the thermal anomaly (To-T) inside the orgone energy accumulator (ORAC), a phenomenon firstly observed by the late Dr. Wilhelm Reich, who invented the ORAC device. This thermal anomaly, by the theory of Reich, is produced from the rarified motional-pulsating orgone energy continuum which is concentrated inside the ORAC, producing a frictional thermal heating of the air. Discussion is given on the experimental proofs standing behind Reich’s theory and claims, drawing attention to similar concepts in the modern sciences. The orgone energy is similar in many respects to the older luminiferous cosmic ether in that it fills all space, but also fulfills the role of an atmospheric-biological life-energy, in that it is pulsatory and excitable, and charges living tissues. In the To-T experiment, air temperature was measured inside the upper part of a 10 cm cubical ORAC, and contrasted to the temperature within a thermally-balanced but non-orgone-accumulating Control enclosure, following the protocols of Reich. Exceptional care was taken in the construction of the apparatus and in control procedures, with instrumentation calibrated down to ~0.002°C. The experiment was undertaken in a well-ventilated but fully dark-shaded outdoor thermal shelter specially constructed for the evaluations. Under the optimal conditions for ORAC functioning (i.e., low humidity, light or no winds, clear skies), a cyclical positive thermal anomaly was systematically detected, with an average of +0.13°C differential in two 10-day experimental runs presented here, with maxima peaking daily around +0.5°C warmer than the Control, and minima at around -0.1°C. The experiments confirmed Reich’s claims of a slight spontaneous heating effect inside the ORAC, which has no known energy source by classical “empty space” determinations.
    http://www.orgonelab.org/DeMeoToTSubtleEnergies.pdf

    Following the Red Thread of
    Wilhelm Reich: A Personal Adventure
    Edge Science 5, October-December 2010, p.11-16.
    http://www.orgonelab.org/DeMeoEdgeScience.pdf
    I read Dr. Wilhelm Reich’s book, Selected Writings, when still an undergraduate student, and found it both exciting and stunning. I could hardly put it down. The book outlined an entire set of new discoveries, ranging from the biology of sexuality, to emotions and cancer, and hence into biophysics, atmospheric science, and cosmology. With amazement, I learned his books had been banned and burned, first in Europe, then later by the U.S. Food and Drug Administration, which also engineered Reich’s death in prison. This only fed my curiosity. Only scientists of historical significance suffered such a fate. His life-energy science, calledorgonomy-after the orgone energy he discovered-offered so many hopeful developments for a suffering humanity. I could not rest easy without knowing for certain: Was it true? Or not? And so I followed the red thread Reich left behind, as in the myth of Ariadne in the Labyrinth, following wherever it led. … (go to the weblink for the full article)
    http://www.orgonelab.org/DeMeoEdgeScience.pdf

    Two of my other publications will soon appear. One is a chapter in a new book on Gravitation, edited by Prof. Hector Munera as a memoir to the late Nobel Prize winner Maurice Allais. My contribution to that book details Prof. Dayton Miller’s experimental work, and that of others detecting the cosmic ether of space, which was important to the physics theories and pendulum experiments of Dr. Allais. Some may recall, one of Dr. Allais’ articles appeared in the #5 issue of our own journal Pulse of the Planet. Overall, the resurgence of interest in the cosmic ether of space by some elements of modern astrophysics, provides an important conceptual support to the findings of Reich, and to my own work generally.

    Another large paper of mine also has cleared peer-review for a mainstream journal on the physical chemistry and biology of water, discussing the relationship of Reich’s orgone energy discoveries to unresolved questions in biology and physics, on water structure and activation, as well as to related astrophysical questions on the “blueness” of cosmic space “dark matter” and related topics.

    Both of these publications these will be announced with appropriate access or purchase links, once they become available.

    All of these publications are appearing outside of the usual orgonomy journals, several are mainstream and peer-reviewed, and all were invited papers – meaning, the editors invited the submissions, based upon my prior publications and lectures. This reflects a growing appreciation for serious orgonomic research within at least some branches of mainstream science, and a significant thawing-out of the prior situation (known from personal experience) where the mere mention of “Wilhelm Reich” or “orgone energy” as a citation within a scientific paper would doom it to immediate rejection.

    James DeMeo, PhD
    Director of OBRL
    http://www.orgonelab.org

  88. Klaus sagt:

    Habe nun dieses ‘Rotorgon’ gebaut (wie schlecht auch immer):

    Scheint sich nur zu bewegen, wenn es oben und an der offenen Seite nicht abgedeckt ist – spricht dafür, dass da nur Luftbewegungen am Werk sind. Wie schade.

  89. Peter Nasselstein sagt:

    Sun 13 Mar 2011 21:45 BBC Radio 3

    eine Radiosendung über Reich:

    http://www.bbc.co.uk/programmes/b00zddlm

    oben rechts “Listen Live”

  90. Robert (Berlin) sagt:

    Freud über Reich:
    14. Dezember 1934
    [Joseph Wortis] “Von dem, was ich beobachtet habe”, sagte ich, “scheinen es genau die Menschen zu sein, die ihren Trieben freien Lauf lassen, die dann am freundlichsten und am besten gelaunt sind. Diejenigen, die sich zuviel einschränken, werden mürrisch und verbittert; mir scheint, die unglücklichen Leute sind die gefährlichsten.”
    [Sigmund Freud] “Eine berechtigte Behauptung”, erwiderte Freud. “Das ist auch wahr. Es hängt vom Grad und der Qualität ab. Alles mit Maß. Das haben sie offensichtlich auch in Rußland entdeckt. Zuerst wurde alles frei und hemmungslos, aber dann stellte sich heraus, daß es nicht funktionierte. Ein Analytiker namens Wilhelm Reich ging nach Rußland, unterrichtete dort und erzählte soviel von Promiskuität, daß sie ihn schließlich aufforderten zu gehen”. (p. 101)

    31. Januar 1935
    [Sigmund Freud] “Der kommunistische Preis für intellektuelle Freiheit ist zu hoch. Kommunismus bedeutet intellektuelle Diktatur, und er ist nicht mit der Psychoanalyse vereinbar, weil er zu dogmatisch ist. Reich, ein talentierter Psychoanalytiker, muß wahrscheinlich die psychoanalytische Bewegung verlassen, weil er Kommunist wurde und seine Ansichten änderte. Er glaubt beispielsweise, daß der Aggressionstrieb und die sexuellen Probleme Produkte des Klassenkampfes sind anstatt angeborene biologische Triebe”. (p. 156)

    Joseph Wortis, Meine Analyse bei Freud, Verlag Integrative Psychiatrie, Innsbruck, Wien 1994.

    Zu Freuds Bemerkung ist Anzumerken, dass Reich zu dieser Zeit auf Wunsch Freuds schon ein Jahr vorher aus der I.P.Vereinigung ausgeschlossen worden war. Womöglich hoffte er, Reich würde seine ‘Fehler’ einsehen und wieder zurück zur Psychoanalyse kommen.

  91. Robert (Berlin) sagt:

    http://ebookbrowse.com/search/wilhelm-reich

    Im Menü alle Dateitypen anklicken

  92. Robert (Berlin) sagt:

    Es wird langsam immer wahnsinniger:

    http://www.orgoniseafrica.com/

    In Indien nennt man es Prana, in China Chi, in der westlichen Welt beschäftigte sich die Physik bis Anfang des vorigen Jahrhunderts mit dem so genannten Äther-Medium und Wilhelm Reich prägte schließlich den Begriff des Orgon. Gemeint ist immer ein sehr ähnliches Konzept einer universellen Lebensenergie, die alles durchdringt und aus der alles in gewisser Weise bestehen soll. Gast der Sendung ist der in Südafrika lebende Deutsche Georg Ritschl, der im Rahmen des Projekts “Orgonise Africa” seit dem Jahr 2002 praktische Ansätze zur Energetisierung der Umwelt verfolgt und bereits ca. 20.000 kleinere Orgon-Akkumulatoren, sowie ca. 60 Orgonit-Cloudbuster in Süd- und Ostafrika installiert hat.

    http://cropfm.at/mp3/sendung_orgonise.mp3

  93. Klaus sagt:

    Weiß jemand Näheres über Lucille Bellamy (offenbar manchmal auch Lucille Bellamy Denison)?????
    (interessiert mich wegen:
    Bellamy, Lucille: “Vegetotherapeutic Gynmastics”, International Journal of Sex-Economy & Orgone Research, II(2-3):141-147, September 1943. )

  94. Peter Nasselstein sagt:

    Gebrauchter Orgonenergie-Akkumulator zu verkaufen. Es handelt sich um einen 6 schichtigen Akku mit Shooter und Brustschild. Er steht in Stuttgart und soll ca. 600 EUR kosten. Interessenten bitte an uns (pkhfn@t-online.de) wenden.

  95. Martin (Regensburg) sagt:

    Man sollte keinesfalls glauben, dass die Wissenschaft per se eine honorige Angelegenheit ist. Auch in dieser Sparte wird oft mehr vertuscht als aufgeklärt; das Interesse der Macht gebietet sogar kategorisch, dem Volk zuviel wissen zu lassen.

    Im 19.Jahrhundert wurde von Gauß und seinen Schülern in Göttingen die moderne Physik revolutioniert durch geniale Versuche.
    Der Arzt und Mathematiker Helmholtz wurde als Gegenpol in Berlin installiert und massiv gefördert.
    Auf diese Weise wurden die stringenten praktischen Untersuchungen der Göppinger durch mathematisch-metaphysische Konstrukte ersetzt.
    Man wird eines Tages einsehen müssen, daß der Stillstand in der Physik mit Einstein zementiert wurde. Seither gibt es keine vorurteilsfreie Forschung mehr, Urknall und E = mc² verhindern die freie Sicht.

    Ein genialer Schüler von Gauß, sein Nachfolger Weber, fuhr kurz nach
    Faradays Tod nach London, um dessen hinterlassene Aufzeichnungen
    durchzusehen. Enttäuscht fuhr erzurück, denn es war fast alles auf mysteriöse Weise verschwunden.
    Natürlich werden diese Zusammenhänge von den Physikern bestritten,
    aber leider ist nichts schwerer aus den Köpfen zu bekommen, wie ein über lange Jahre angelerntes Vorurteil.
    Was würde geschehen, falls tatsächlich ein genialer Kopf den “Äther”
    als Energiequelle anzapfen könnte? Über Nacht verlören die Mächtigen ihre Macht, weil jeder Bürger von den ihn versklavenden Energie-lieferungen frei wäre.
    Der Tod von Reich im Gefängnis wird unaufgeklärt bleiben und seine Aufzeichnungen aus dieser Zeit sind verschwunden.

  96. O. sagt:

    Auf dieser Seite dürfte sich fast alles befinden was Rang und Namen hat, einschließlich des “Co-Direktors” des WR Instituts Orgonon, Rangely Mr. Dr. W. Hoppe.
    Auch Egon Ritter lächelt auf einem Foto.

    http://www.orgoninstitut.de/

    (für den/die Link/s ist ausschließlich der Betreiber dieser Websides verantwortlich; das kann man nicht oft genug betonen.)

    Ob das die Frage beantwortet, wage ich zu bezweifeln.

  97. O. sagt:

    Vielen Dank Robert! Über eine Stichwortsuche im Esowatch hatte ich keine weiteren Hinweise gefunden. Aber über den Orgontheorie-Link sieht man im Überblick in welch guter Gesellschaft sich alle befinden. Besonders die Literaturverweise zeigen die Position von Esowatch und auf was es hinausläuft.

  98. Robert (Berlin) sagt:

    Siehe auch alle Artikel auf Esowatch zu Wilhelm Reich/Orgon:
    http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Kategorie:Orgontheorie

  99. Robert (Berlin) sagt:

    Auf Esowatch gibt es auch noch einen Eintrag zu ‘Orgon’:
    http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Orgon

  100. O. sagt:

    Und hier noch mal ein informativer Beitrag – ohne Kommentar.

    http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Joachim_Trettin

    (natürlich gilt jeglicher Haftungsausschluss für den genannten link, der Betreiber der Seite ist hierfür selbst verantwortlich)

    • Peter Nasselstein sagt:

      Was ist eigentlich aus Prof. Dr. Trettin’s Kollegen Generalleutnant, Ritter, Konsul, Prof. Dr. Georg Reiff, Chef-Diplomat des International Parliament for Safety and Peace, Parlermo und einst Vorstandsmitglied der „Wilhelm Reich Gesellschaft Deutschland“.geworden?

  101. O. sagt:

    Die “Reich-Szene” kritisiert sich selbst. Sie ist wie sie ist – und das ist gut so!
    Bei einer Kritik würde sie das Kritisierte reformulieren und es wieder schicker machen. Ich finde es gibt auch nichts mehr zu sagen dazu, einiges wurde ja hier schon angesprochen … Liebesprinzip, Engelchen, eine neue sexuelle Revolution von hust … (wie geil) nach dem onkel reich erzählt und listen kleiner mann, ein jahrestreffen hier und da die konferenz, treffen in der orgonelounge, creation als film … wie sagt wowerreit (Berliner Chef): “berlin ist nicht reich, aber sexy.” – das reformulieren muss die nächste generation übernehmen, doch hoffentlich liest sie nicht die falsche “sexuelle revolution”, die jetzt neu rauskommt. dann werden sie nur denken, reichianer – diese idioten.

  102. Klaus sagt:

    Meine Güte, was soll denn an dieser Reich-Szene so kritikwürdig sein?
    Die Sachen müssten ohnehin reformuliert werden.

  103. O. sagt:

    Hier noch eine Ergänzung, von der ich nicht abgeschrieben habe, die aber den gleichen Wortlaut wieder gibt und dies als Auszug aus einem Protokoll der WRG zitiert, das als “offizielle” Stellungnahme schließlich nach außen getragen wurde.

    Man möge mir diese Quelle von Herrn Prof. J. Trettin verzeihen. Jedoch gibts hier noch ein paar nette Fotos, deren Personen man trotz verzerrtem Foto erkennen kann.

    http://www.orgone.de/kritik.htm

    Die Internetadresse ist ein Klon einer anderen bekannten Adresse, so wie doch vieles hier “geklont” wird, um nicht den Vorwurf zu erheben, es würde allgemein an Originalität fehlen.

  104. O. sagt:

    Bezugnehmend auf eine verwunderliche Erinnerungslücke:

    Zitat von …

    “Heiko Lassek sagt:
    2. Dezember 2009 um 20:08

    Bitte,
    lieber Peter Nasselstein, nicht immer diese Gerüchte um die Berliner Bewegung; in dem ansonsten recht fundierten Arikel immer wieder seltsame Unterstellungen in Bezug auf Berlin (wo Bernd Senf und ich, besonders aber Volker Knapp unterschiedlichste Herangehensweisen vertraten – und vertreten ): wo bitte hat die Wilhelm-Reich-Gesellschaft denn nun das Orgon abgeschafft? Das muss doch nun doch einmal nach zwölf Jahren Vorsitzender und nun Ehrenpräsident und Ehrenmitglied des Wiener Reich-Instituts doch einmal von Ihnen erfahren …”

    Zitat Ende.
    ________________

    Wo bitte hat die WRG (Wilhelm Reich Gesellschaft) denn nun das Orgon abgeschafft? – Eine interssante Frage, die es zu beanworten gilt, um im Jahr 2011 zu klären, ob es sich tatsächlich um ein Gerücht habndeln soll.

    Der Kontext, der zu erinnern wäre ist folgender: Herr Bernhard Harrer stellte sein Ergebnisse zum FU Tutorium Orgonbiophysik in Vorträgen an der FHW und im internen Kreise der WRG 1995 vor. In beiden Vorträgen war Herr Lassek zugegen.
    Diese Aussagen werden später (1998) noch einmal schriftlich verfasst und sind unter folgendem link im Datendiwan nachzulesen.

    http://www.datadiwan.de/magazin/index.htm?dz0114d_.htm

    Harrer kritisiert die experimentellen Anordnungen, die fehlende Dokumentation und den Schluss, den Reich aus normalen physikalischen Phänomenen gezogen haben soll. Die physikalischen Phänomene der Orgonenergie seien nicht replizierbar.
    Diese Sichtweise wird später von DeMeo ausgiebig kritisiert.

    Die WRG hingegen zeigte sich von dem Vortrag sichtlich beeindruckt und – so das “Gerücht” – korrigiert in einem offiziellen Statement, dass Orgonenergie physiklisch nicht existiere!

    Die “offizielle Stellungnahme der WRG vom 30.4.1995″ besagte:

    “Die WRG maßt sich weder eine Alleininterpretationsherrschaft zu den Forschungen und Arbeiten von Wilhelm Reich an, noch wird sie sich gegen wissenschaftlich notwendige Korrekturen stellen … Wir interpretieren den Orgonbegriff Reichs als universelles Lebens- und Liebesprinzip…”
    “Während Reichs Erkenntnisse auf biologischen, medizinischen und therapeutischen Gebiet eine zunehmende Evidenz und Bedeutung zukommt, sind Reichs quantitative Formeln als physikalische Definitionen nicht haltbar. Die Begriffe Orgonspannung und Orgonenergie bedürfen einer Korrektur und Neudefinition.”

    Dieses Zitat aus dem Hause der WRG stammt vermutlich selbst von Herrn Lassek, der damals Vorsitzender der WRG Berlin war. Die Quelle dürfte daher bekannt sein.

    Eine solche Aussage der WRG wurde meines Wissens nicht zurückgenommen und zeigt eine wie ich meine bedenkliche Grundhaltung der WR-Szene. Damit ist das Orgon sicher nicht abgeschafft worden, doch die physikalische Existenz einer Orgonenergie wird hier von der WRG bestritten, ohne eigene Experimente durchgeführt zu haben und ohne das Projekt Orgonbiophysik als WRG finanziell unterstützt oder fachlich begleitet zu haben.

    • Peter Nasselstein sagt:

      Ein vages “Lebensprinzip” wurde von allen möglichen Leuten “anerkannt” und auch “genutzt”. Das reicht von “Tantrikern” über “Shaolin-Mönche” bis hin zum “Ahnenerbe der SS”. Das besondere an der Entdeckung des Orgons ist seine Greifbarkeit, seine “Unmittelbarkeit” – sie zwingt den Körper mitzuschwingen, mitzupulsieren, sich hinzugeben. Die besagten “Leute” hingegen, halten die Lebensenergie sozusagen auf Distanz und reduzieren sie auf möglichst statische Teilfunktionen, etwa “Erstrahlung”. Der Unterschied wird insbesondere am okularen Segment deutlich: während die besagten “Leute” typischerweise eine verschleierten Blick haben und in einer “zweidimensionalen”, “flachen” Welt leben, weitet sich bei korrekt durchgeführter Orgontherapie parallel zum wachsenden Kontakt mit der organismischen Orgonenergie und aufkommenden Strömungsempfundungen das okulare Segment und man beginnt genuin dreidimensional zu sehen.

  105. Robert (Berlin) sagt:

    Seine Erinnerungen an Eva Reich schildert Heiko Lassek in einer berührenden Weise:
    http://www.heikolassek.de/39994.html
    (unter den Fotos und dem nächsten Seminartermin)

  106. Robert (Berlin) sagt:

    Aus der norwegischen Wikipedia wurde der Artikel zu Ola Raknes übersetzt. Artikel und Übersetzung stammen vom Urenkel.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Ola_Raknes

  107. Robert (Berlin) sagt:

    Christiane Rothländer
    Karl Motesiczky (1904-1943): Eine biographische Rekonstruktion
    Verlag: Turia & Kant 2009
    379 S., 32 Euro

    Dies ist eines der besten Bücher zu Wilhelm Reich und insbesondere seiner linkspolitischen Aktivitäten. Die Biographie Karl Motesiczkys spielt zwar eine große Rolle, doch das Buch beinhaltet weitaus mehr. Darin werden auch Reichs politische Theorien, seine Bücher und der Aufbau und die Geschichte der Sexpol besprochen. Die Mitarbeiter der Sexpol werden ziemlich detailliert dargestellt. Viele bisher unbekannte Quellen, wie zB die internen ‘Mitteilungsblätter der Sexpol’ werden ausgewertet. Da das Buch aus einer Doktorarbeit von 2004 hervorging, konnte noch nicht das Reich-Archiv ausgewertet werden. Rothländer gibt Reichs Theorien erstaunlich sachlich, unverfälscht und objektiv wieder. Daran stören auch nicht die wenigen Zitate von Dahmer oder Foucault, deren praxisferne Gedankenakrobatik ohnehin keine Relevanz für Reichs Forschungen besitzt.
    Spannend sind auch einige bisher unbekannte Abbildungen von Mitarbeitern und Publikationen. Es zeigt sich, dass Reich durchaus auf sehr fruchtbaren Boden sties, als er nach Nordeuropa emigrierte und überhaupt nicht als ein Außenseiter oder Verrückter galt. Die bekanntesten linkskulturellen Kreise nahmen seine Ideen begierig auf und einige berühmte und herausragende Persönlichkeiten wurden Reichs Mitkämpfer oder Schüler.
    Geradezu unglaublich ist zu lesen, dass die Dänische Kommunistische Partei 1935 ein Wahlprogramm auf Grundlage der Sexpol aufstellte. Jedoch wurde die Sexpol von den Kommunisten bald im Stich gelassen.
    Noch nie wurden die Theorien der Sexpol, die Artikel in der ‘Zeitschrift für politische Psychologie und Sexualökonomie’, Reichs politische Ambitionen und Fehleinschätzungen dermaßen detailliert diskutiert und wiedergegeben.
    Erstaunlich ist auch, dass Rothländer Reichs Hautwiderstandsmessungen absolut objektiv wiedergibt, was für eine Historikerin nicht selbstverständlich ist.
    Dass sie letzten Endes doch nicht begriffen hat, worüber sie forschte, zeigt ihre befremdliche Schlusseinschätzung, Wilhelm Reichs Fixierung falle “durch seine rastlose Suche nach dem vollendeten Orgasmus” auf, die jedoch wie ein Fremdkörper im Buch wirkt, so als wollte sie dem wissenschaftlichen Mainstream ihre politische Korrektheit vorweisen.

  108. Robert (Berlin) sagt:

    Suche zur Veröffentlichung in diesem Blog einen Übersetzer für holländisch und dänisch ins Deutsche. Die Texte sind kurz. Kontakt über Peter Nasselstein.

  109. Klaus sagt:

    http://www.orgon-shop.orgon-energie.de/pi53/index.html
    - die Scheißseite ersten Ranges -

  110. Robert (Berlin) sagt:

    Das Wilhelm Reich Museum hat nun einen eigenen Kanal auf Youtube.
    Einziger Film ist Man’s Right To Know.

    http://www.youtube.com/user/wilhelmreichtrust

    Übrigens macht der Trust mit seinen Orgonon-Besuchstagen und seinem Büchershop finanziellen Verlust.

  111. Robert (Berlin) sagt:

    Reichs Mitarbeiter:

    Jonathan Høegh Leunbach (1884-1955)
    In den 1920er Jahren war der Arzt J. H. Leunbach die zentrale Figur der Auseinandersetzungen um eine Sexualreform in Dänemark, die im »Kampf der Ideologien« (Henning Kehler) zwischen den Anhängern und Anhängerinnen der materialistisch-biologistischen und der konservativ-spiritualistischen Weltanschauung ausgetragen wurden.

    Leben und Werk
    L wurde am 16. Dezember 1884 in Lidemark bei Bjæverskov/Jütland (damals zu Deutschland gehörend) geboren. Über seine Eltern konnte nur in Erfahrung gebracht werden, dass sein Vater ein deutscher Priester adeliger Abstammung war, der sein Adelsprädikat jedoch abgelegt hatte. Nach dem Abitur begann der junge L. mit dem Studium der Medizin, übersiedelte nach der Promotion 1912 nach Dänemark und legte dort das dänische Staatsexamen ab. Er arbeitete zunächst in verschiedenen Kopenhagener Krankenhäusern, bis er 1922 in der Hauptstadt eine Praxis als Allgemeinmediziner eröffnete.
    Sein sexualreformerisches Engagement begann eher zufällig, nachdem er für die dänische Zeitung »Social-Demokraten« ein Buch über Geburtenkontrolle rezensiert hatte und daraufhin von einer Gruppe kommunistischer Arbeiterinnen gebeten wurde, einen Vortrag über Sexualaufklärung und Verhütungsmittel zu halten. Daraus entwickelte sich in der Folgezeit eine rege Vortragstätigkeit. Auch verfasste L. zahlreiche, zum Teil populärwissenschaftlich gehaltene Publikationen, in denen er sich für die Freigabe von Verhütungsmitteln, das Recht auf Abtreibung und Sexualaufklärung einsetzte. Zusammen mit dem »Kommunistik Kvindesekrerariat« (Kommunistisches Frauenbüro) richtete er 1923 die erste dänische Sexualberatungsstelle in Kopenhagen ein, in der er zweimal wöchentlich kostenlos Beratungen anbot — eine Initiative, die sowohl unter ärztlichen Kollegen als auch beim konservativen Verein »Dänischer Frauenverband« auf heftige Kritik stieß . Die Proteste hinderten ihn nicht daran, gemeinsam mit der radikalen Feministin und Schriftstellerin Thit Jensen im Jahr 1924 die »Foreningen for seksuel Oplysning« (FSO), die Vereinigung Für sexuelle Aufklärung, zu gründen. Die Organisation engagierte sich für Fragen des Mutterschutzes, der sexuellen Hygiene und Sexualaufklärung. Ein Jahr später begann er die Zusammenarbeit mit dem »Arbejderkvindernes Oplysninsforbund« (AO). Der Arbeiterinnen-Aufklärungsverband — er stand der Kommunistischen Partei Dänemarks (DKP) nahe — war die erste Frauenvereinigung Dänemarks, die den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Sexualpolitik legte. 1932 eröffnete der AO mit L.s Hilfe Sexualkliniken in Kopenhagen und Ejsberg. Im Mitteilungsblatt des Verbandes war L. für die Rubrik »Gesundheit und sexuelle Beziehung« zuständig, einer Art Briefkasten für Anfragen. 1932 wurden die Briefe unter dem Titel »Kvinder i Nod: Breve til en Læge« (Frauen in Not: Briefe an einen Arzt) veröffentlicht (Leunbach 1932). Eng arbeitete L. auch mit der schwedischen Journalistin und Syndikalistin Elise Ottesen-Jensen zusammen, der Gründerin des 1933 ins Leben gerufenen schwedischen »Riksförbundet för sexuell upplysning« (RFSU), dem nationalen Reichsverband für sexuelle Aufklärung.

    1928 unterstützte L. den Berliner Sexualarzt Magnus Hirschfeld bei der Organisation eines Kongresses für Sexualreform in Kopenhagen, auf dem sich am 3. Juli die Weltliga für Sexualreform (WLSR) konstituierte. L. arbeitete zunächst als Generalsekretär, ab 1931 fungierte er zusammen mit Hirschfeld und dem liberalen englischen Sexualreformer Norman Haire als einer der drei Präsidenten der WLSR. Das To-Punkte-Programm der Liga umfasste neben Forderungen zur Reformierung der Ehegesetzgebung und Gleichberechtigung der Geschlechter, Fragen zur Geburtenregelung, Eugenik, Bekämpfung der Prostitution, Entkriminalisierung von Homosexualität sowie zu einer planmäßigen Sexualerziehung und Aufklärung. Auf dem 4. Kongress der Liga, der 1930 in Wien stattfand, zählte die WLSR bereits 183 Einzelmitglieder und unter Einbeziehung aller angeschlossenen Verbände nach eigenen Angaben 130000 Personen . Bei einem Veranstaltungsabend im Rahmen des Kongresses trat L. in Wilhelm Reichs Verein »Sozialistische Gesellschaft für Sexualberatung und Sexualforschung« als Referent auf.

    Im Sommer 1932 war L. Ziel und Mittelpunkt einer Pressekampagne, da in der von ihm geleiteten Klinik des AO eine Frau an den Folgen einer Abtreibung verstorben war. Als Ergebnis der heftigen öffentlichen Auseinandersetzungen wurde die Abtreibungsgesetzgebung in Dänemark verschärft und gegen L. Anklage erhoben. Kurz nach Einleitung der Voruntersuchungen ließ sich L. als unabhängiger Kandidat für die Liste der Dänischen Kommunistischen Partei (DKP) zu den Reichstagswahlen aufstellen. In den Mittelpunkt seines Wahlkampfes, der vom AO intensiv unterstützt wurde, stand die Abtreibungsfrage. L. erhielt in seinem Wahlkreis weit über 1 000 Stimmen und ermöglichte damit der DKP, erstmals in ihrer Geschichte mit zwei Abgeordneten in den Reichstag einzuziehen. Nachdem Wilhelm Reich im Mai 1933 nach Dänemark emigriert war, verschrieb sich L. voll und ganz dem Aufbau der skandinavischen Sexpol-Bewegung. Er leitete deren dänische Gruppe und bestimmte zusammen mit Jørgen Neergaard und Tage Philipson entscheidend deren politischen Kurs. Damit eng verbunden waren in den Folgejahren L.s Bestrebungen zur Abgrenzung der Sexpol von den Positionen der WLSR.

    Mit L.s Einschwenken auf Reichs Positionen begann der Kampf um die Führungsposition innerhalb der WLSR. Da sich die Sexualität vom Politischen nicht trennen lasse, könne die Liga – so L. 1935 – als unpolitische Bewegung nicht weitergeführt werden und sei aus diesem Grund, vor allem aber auch nach dem Sieg des Nationalsozialismus, eine Utopie. Den Versuch der WLSR, innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft den Kampf für Reformen zu führen, sah er als gescheitert an. Kurz nach der Kritik an der WLSR starb Magnus Hirschfeld im französischen Exil. In seinem Nachruf auf Hirschfeld kündigte L. bereits das Ende der »in Auflösung begriffenen« WLSR an, die ihrem Gründer »wahrscheinlich bald [...] ins Grab folgen« werde.

    Die Abgrenzung der Sexpol von der WLSR und ihre Etablierung als eigenständige sexualpolitische Bewegung muss im Zusammenhang mit dem Abtreibungsprozess gegen L. gesehen werden, der drei Jahre nach Anklageerhebung im Mai 1935 vor einem Kopenhagener Geschworenengericht stattfand. Der Prozess endete, wie die Exilgruppe der deutschen Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) in Kopenhagen in einem internen Rundschreiben festhielt, mit einem »sensationellen« Freispruch. Der erfolgreiche Prozessausgang gab Anlass zum Optimismus. Nach der Stimmung innerhalb des sozialdemokratischen Flügels der Sexualreformbewegung zu urteilen, erschien der Sexpol eine Radikalisierung und Übernahme von Teilen der WLSR als realistisch. Wenige Wochen nach Prozessende kam es zu einer grundsätzlichen Kontroverse zwischen L. und Haire, die in der »Zeitschrift für Politische Psychologie und Sexualökonomie« (ZPPS), dem Organ der Sexpol, ausgetragen wurde. In seiner Antwort auf L.s Kritik hielt Haire an der unpolitischen Haltung der Sexualreformbewegung fest und verteidigte die Position, das Reformprogramm mittels einer Politik der kleinen Schritte durchführen zu wollen. Dies bedeutete den endgültigen Bruch. Im Sommer 1935 erklärten L. und Haire die WLSR für aufgelöst. Bereits im folgenden Heft der ZPPS kündigte die Sexpol an, »dass ein grosser und wichtiger Teil der Funktionen der Weltliga [...] ins revolutionäre Lager geführt, von der Sexpol übernommen wurde«.

    Tatsächlich konnte davon jedoch keine Rede sein, denn in der Folgezeit arbeitete nur der RFSU als einzige sexualpolitische Massenorganisation mit der Sexpol aktiv zusammen. Während sich der deutsche Sexualarzt Max Hodann im (vorübergehenden) dänischen Exil auf die Seite der Sexpol stellte, kam von Seiten des ehemaligen Präsidenten des österreichischen Freidenker-Verbandes, Theodor Hartwig, scharfe Kritik. Er warf der Sexpol vor, sie sei noch nicht einmal zur Bildung einer Arbeitsgemeinschaft bereit und der »Kinderkrankheit des Radikalismus« verfallen. In seiner Erwiderung machte L. Haire für die Auflösung der WLSR verantwortlich, mit der er sich »völlig einverstanden« erklärt hätte, fügte aber gleichzeitig hinzu: »Selbstverständlich müssen wir uns bestreben, unsere Gegner zu spalten und versuchen, die fortschrittlichsten und >idealistisch gesinnten< für uns zu gewinnen« (Leunbach an Hartwig).

    Der Ausschluss Reichs aus der Kommunistischen Partei hatte 1933 auch die Kooperation zwischen L. und der DKP beendet. Indem die DKP Reich und damit indirekt auch L Illoyalität vorwarf, konnte sie umso leichter die mittlerweile lästig gewordene Sexualpolitik aus ihrem Programm streichen. 1934 wurde der AO für aufgelöst erklärt. Jedoch konnte sich die DKP nicht davor drücken, den gegenüber L. zugesicherten Vorschlag zu einer neuen Sexualgesetzgebung (er hatte ihn mit Sexpol-Sachverständigen und in Verbindung mit der DKP ausgearbeitet) in den Reichstag einzubringen. Als dies schließlich geschah, hatte die DKP »wesentliche Punkte« daraus gestrichen, ohne der Sexpol dafür die »sachlichen Gründe« zu nennen. Umso überraschender war für L. das Angebot von Aksel Larsen, dem Vorsitzenden der DKP, im Herbst 1935 als Vertreter der Sexpol bei den Reichstagswahlen in Einheitsfront mit der Kommunistischen Partei zu kandidieren. Im Namen der Sexpol forderte L., die DKP müsse auch »in der Zukunft die revolutionäre Sexpol« und die »Verbreitung von Sexpol-Schriften unterstützen«; ihre »Anschauungen und das Programm [...] sollten auch nach der Wahl uneingeschränkt diskutiert und propagiert werden können und »freie Diskussionen darüber in den Mitgliederkreisen der Partei gestattet« werden (Leunbach am 5. Oktober 1935 an das ZK der DKP). Unter dem Motto »Leunbachs Appell« propagierte die Sexpol in ihrer Wahlkampfzeitung ein rein sexualpolitischcs Programm, das vor allem Präventivmaßnahmen enthielt, wie etwa eine »sexualbejahende Volksaufklärung«, die Reformierung der Ehegesetzgebung und die Übernahme der Kosten für die Kinderversorgung durch die Gesellschaft sowie deren »direkte Kontrolle durch die Bevölkerung«, des Weiteren das Recht der Jugend auf freie Sexualität, Gleichberechtigung der Geschlechter, »freier, kostenloser und öffentlicher Zugang zu Sexualaufklärung, Schwanger-schaftsvorbeugung und Verhütungsmitteln«, die Legalisierung der Abtreibung, Mutterschutz vor der Geburt und die Einrichtung von Säuglingsheimen und Kindergärten.

    Allerdings währte die Einheitsfront zwischen der Sexpol und der DKP nicht lange. In seinem letzten Beitrag in der ZPPS stellte Leunbach 1937 resigniert fest, dass »die revolutionären Parteien – vielleicht mit Ausnahme der Anarchisten – in der bürgerlichen Sexualideologie stecken geblieben« seien. Im Sommer 1936 wurde L. zusammen mit Tage Philipson im Zuge der Verhaftung der deutschen Arztin Käte Reinhardt (an die beide Frauen für einen Schwangerschaftsabbruch vermittelt hatten) erneut unter Anklage gestellt, da eine Frau an den Folgen des Eingriffs verstorben war. Obwohl die Anklage in der dänischen Presse wiederum hitzige Debatten auslöste, konnte die dänische Sexpol im Herbst 1936 ihre erste Sexualklinik in Kopenhagen eröffnen. Anfang Dezember 1936 begann schließlich der Prozess vor einem Kopenhagener Geschworenengericht, der Reich zufolge zur »erste(n) Probe« für »die Tragfähigkeit« der Sexpol werden sollte. Zwar versuchte Reich vor Prozessbeginn, die norwegische Sexpolgruppe zu mobilisieren, aber selbst seine Drohung, die Sexpol aufzulösen, blieb weitgehend wirkungslos. L. und Philipson wurden zu mehrmonatigen Gefängnisstrafen verurteilt, außerdem wurden ihnen die bürgerlichen Ehrenrechte für fünf bzw. drei Jahre entzogen, womit das Verbot der Berufsausübung verbunden war. Wenig später teilte Reich Hodann seinen Entschluss mit, sich aus der Politik zurückzuziehen (Hodann an Asmus Orga am 27. Dezember 1936). Während L. und Philipson im Gefängnis einsaßen, starb Jørgen Neergaard im Alter von 27 Jahren in einem Osloer Krankenhaus an Knochenkrebs. Alles zusammen genommen, bedeutete das das Ende für die dänische Sexpol.

    Die Verurteilung schädigte L.s Ansehen schwer. Viele seiner einstigen Sympathisantinnen wandten sich in der Folgezeit von ihm ab. Nach seiner Entlassung arbeitete er in Reichs Osloer »Institut für Sexualökonomische Forschung« an den Bion-Experimenten mit, bis Reich 1939 in die USA emigrierte. Nach der Okkupation Dänemarks durch Hitler-Deutschland flüchtete L. nach Schweden, wo er bis zum Ende des Krieges blieb. In seinen letzten Lebensjahren litt er unter der Parkinson-Erkrankung.

    Während eines Urlaubs in Norditalien beging er am 24. September 1955 in Camoglie im Alter von 71 Jahren Selbstmord.

    Im Mittelpunkt seines Lebenswerkes standen die Prävention sexueller Störungen und der Kampf für das Selbstbestimmungsrecht der Menschen über ihre Fortpflanzung. Er forderte eine uneingeschränkte Sexualaufklärung sowohl durch Volkshochschulkurse als auch in Schulen sowie die freie Abgabe von Verhütungsmitteln und eine kostenlose ärztliche Unterweisung in ihrer Anwendung. In seiner 25-jäh-rigen ärztlichen Tätigkeit wies er nach eigenen Angaben über 40000 Frauen in den Gebrauch des Pessars ein. Er plädierte für die Legalisierung der Abtreibung und kritisierte die unzureichende Sexualaufklärung von Kindern und Jugendlichen. In der Geburtenregelung erkannte er eine »der brennendsten Fragen der Gegenwart«. Ganz im Zeichen der damaligen Zeit stand sein Interesse für die Eugenik. Als »Hauptbedingung für die Verwirklichung der Eugenik« müsste die »Fortpflanzung dem bewussten Willen des Menschen unterworfen sein«. Die frühere planlose Fortpflanzung solle durch eine rationale Auswahl abgelöst werden. Diese freiwillige Geburtenkontrolle müsse durch eine erzwungene Sterilisierung von Geisteskranken ergänzt werden. Zwar räumte er allen Individuen das Recht auf eine von bürgerlichen Moralvorstellungen freie sexuelle Befriedigung ein, jedoch nicht auf Fortpflanzung. Seine Einstellung zur Homosexualität änderte sich im Laufe der Jahre. Hatte er Homosexualität zunächst als »zwar abweichende Form, aber nichtsdestoweniger vollauf natürliche Erscheinung« anerkannt, interpretierte er ab Mitte der 1930er Jahre Homosexualität nicht als »konstitutionelle Andersartigkeit«, die »völlig gleichwertig und gleichberechtigt mit der Heterosexualität« sei, sondern unter Bezugnahme auf Reichs Sexualökonomie als Folge von die Sexualität unterdrückenden Erziehungsmethoden.

    (Artikel etwas gekürzt; Personenlexikon der Sexualforschung)

  112. Karl Klein sagt:

    Was die orgonomische Qualität ihrer Nachrichtenbriefe betrifft möchte ich nur an einen Nachrichtenbrief erinnern in dem sie ihre “Gegner” hier Linke ganz allgemein als “Kinderficker” beschimpfen

  113. Robert (Berlin) sagt:

    Zu WR gibt es auf Script einige Ressourcen:
    http://www.scribd.com/tag/wilhelm%20reich?l=9&page=1

  114. Robert (Berlin) sagt:

    Wilhelm Reich : Cosmic Orgone Engineering
    OROP Desert in englischer Sprache

    http://www.rexresearch.com/orgone/core.pdf

  115. Futjah sagt:

    Deine Grundeinstellung wirkt auf mich sehr feindseelig und VERurteilend.

    Ich habe nichts gegen BEurteilungen, aber deine Abfälligkeit ist sehr auffällig.

    Versteh mich nicht falsch, dafür möchte ich dich nicht verurteilen, finde es eher unheimlich verständlich, nur wenig hilfreich und damit unlebendig. Damit tust du dir selbst keinen Gefallen!

    Ich hoffe du nimmst meine Kritik auf und verstehst, dass ich mich mit dir, dem “breitbeinig dastehenden Araber” und allen anderen Menschen auf Augenhöhe fühle und ihnen nicht mehr ihre “Schwächen” vorwerfe, die hat nämlich jeder auf seine Weise.

    Botschaft Reichs ist für mich, dass jeder Mensch im Grunde Gut bzw Lebendig ist. Was nicht bedeutet, dass ich mein Leben in die Hände anderer legen möchte und ihnen keine Grenzen bzgl meiner Selbst aufzeigen werde.
    Doch i.d.R. nicht ohne Verständnis für den anderen. Werte ich ihn ab, weil er angelblich mehr DOR und weniger Orgon ausstrahlt o.Ä., so bin ich mehr “DOR-Verseucht” als ich mir eingestehen möchte.

    Ich hoffe bei dir ist nicht Orgon sowas wie Arier und DOR sowas wie Juden! Das Spiel hatten wir schon, bitte nicht nochmal! Auch wenn die Gefahr sehr groß ist wie man immer wieder mal sieht…..

  116. Robert (Berlin) sagt:

    Walter Hoppe in Palästina

    Dr. Walter Hoppe emigrierte 1932 nach Palästina.* Dort veröffentlichte er mehrere Artikel**, die man glücklicherweise digitalisiert auffinden kann.
    So ist die Palestine Post verfügbar.***
    Ich konnte folgendes finden:
    - Ein Brief von Felicytas Hoppe-Rosenfeld aus Krakau (11.Aug 1942)
    - Buchbesprechung über die Mass Psychology (10.April 1947)
    - Eine Anzeige für die Mass Psychology (12.Mai 1947)
    - Air Chambers (28. Oktober 1947)
    - Public Warning (15. Aug 1949)

    In Palästina/Israel veröffentlichte er auch eine Zeitschrift, die INTERNATIONALE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE, deren ersten 3 Nummern von Martin Feuchtwanger in seinem Verlag Edition Olympia, Tel Aviv, herausgegeben wurden. Die vierte Nummer wurde wegen des Todes von Feuchtwanger direkt in den Orgone Institute Research Laboratories, Tel Aviv, herausgegeben.
    Martin Feuchtwanger war der Bruder von Lion Feuchtwanger**** und war früher als Verleger tätig. In seinem kleinen Verlag Edition Olympia gab er größtenteils Judaica heraus. Ernähren konnte er seine Familie mit dem Verlag aber nicht und so blieb ihm nichts anderes übrig, als seine Wohnung Mittags und Abends in ein Restaurant umzuwandeln und als Koch tätig zu werden.

    * http://www.trettin-tv.de/hoppe.htm
    ** http://www.orgonomie.net/hdobiblio5.htm
    *** http://www.jpress.org.il/view-english.asp
    **** http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Feuchtwanger

  117. Robert (Berlin) sagt:

    Der Schrott der deutschen Ausgaben

    Haben Sie sich auch schon gewundert, warum man in dem Buch ‘Die Funktion des Orgasmus’ in der hinteren Abbildung des autonomen Nervensystems nichts erkennen kann?
    Ganz einfach. Die Abbildung ist in Grautönen, so erkennt man jene Teile nicht, auf die es ankommt. In der Ausgabe der Orgon Institute Press ist die Zeichnung dagegen farbig und alles gut erkennbar.

    In ‘Kosmischer Überlagerung’ fehlt das Bild der Vakuumröhre aus unerfindlichen Gründen (Fig. 37).
    Und in ‘Hör zu kleiner Mann’ fehlt mindestens eine Zeichnung von William Steig.

  118. Robert (Berlin) sagt:

    Aufgeschnappt:

    “An diesem Punkt möchte ich auf Deleuze und Guattari zu sprechen kommen. Im “Anti-Ödipus” schreiben sie an einer Stelle, die mir zentral erscheint: “So bleibt die grundlegende Frage der politischen Philosophie immer noch jene, die Spinoza zu stellen wusste und die Reich wieder entdeckt hat. Warum kämpfen die Menschen für ihre Knechtschaft, als ginge es um ihr Heil? Was veranlasst einen zu schreien: ‚Noch mehr Steuern, noch weniger Brot‘ ?” Das ist eine sehr aktuelle Erscheinungsform von Askese, sie paart sich mit dem neuen, nicht-asketischen Gestus der Eliten.
    Braun gebrannte Sportwagenfahrer treten derzeit als politische Führer auf, die den Massen signalisieren, dass sie jetzt um ihre soziale Absicherung gebracht werden. Oder sie kündigen der Bevölkerung, wie der gegenwärtige Finanzminister es genannt hat, einen “Verlust von Annehmlichkeiten” an. Wenn die Massen daraufhin nicht sagen, “Na gut, das müssen wir einsehen”, sondern stattdessen sogar noch rufen, “Hurra, endlich wird das Sozialsystem, werden die Gewerkschaften zerstört, die uns vor dem amoklaufenden internationalen Kapital vielleicht noch hätten schützen können”, dann zeigt sich hier ein offen einbekannter Hedonismus der politischen Führer mit einem eigenartigen asketischen Geist auf Seiten der Massen gepaart: Was der Führer an Nicht-Askese verkörpert, das verkörpern die Massen nun als asketische Haltung.”

    http://web.archive.org/web/20041016022927/http://www.tzw.biz/www/home/article.php?p_id=516

  119. Robert (Berlin) sagt:

    Wilhelm Reich Orgonon monologue

  120. Klaus sagt:

    Erweckt in mir eine Mischung aus Traurigkeit und Freude – das ist sehr weit weg:

    http://video.google.com/videoplay?docid=351862798006272328#

  121. Robert (Berlin) sagt:

    Zu Knobel fand ich noch folgenden Eintrag:

    Knobel, Otto Ernst (alias Brand). Geb. 8.2.1908 in Schwerin. 1922-1928 Besuch der Karl-Marx-Aufbauschule in Neukölln, Freundschaft mir Bruno Krömke. Mitglied des SSB und Redaktionsmitglied der Zeitschrift Schulkampf. Seit 1927 Mitglied des KJVD, seit 1929 in der KPD, Redakteur der Zeitung Kommunistische Jugendinternationale. Fünf Semester an der Berliner Universität. 1935-1935 Emigration nach Frankreich und Dänemark, im Juni 1935 in die UdSSR. Im Sommer 1935 zeitweilige Arbeit am Moskauer Elektrotechnischen Institut für Nachrichtenwesen. Seit September 1935 Unterricht in der Karl-Liebknecht-Schule (Werken bzw. „Technologie”), seit September 1936 Klassenleiter und Biologielehrer, verantwortlich für das Biologiekabinett. Im Sommer 1936 einer der Leiter bei der Schulreise zum Sewan-See (Armenien). Am 1.10.1936 verhaftet, am 22.6.1937 zu 5 Jahren Arbeitslager verurteilt, vermutlich im Lager ums Leben gekommen. Rehabilitiert 9.3.1989.

    Quelle:
    Natalja Mussienko, Alexander Vatlin
    Schule der Träume: die Karl-Liebknecht-Schule in Moskau (1924 – 1938)
    Klinkhardt Verlag 2005
    S. 243

  122. Robert (Berlin) sagt:

    Reich in den Fängen der Stalinisten

    In der Yale Universität existiert ein Dokument aus der Sowjetunion von 1936, bei der die meist gesuchten Trotzkisten aufgeführt werden.
    Folgender Eintrag ist dort zu finden:

    10) OTTO KNOBEL (OTTO BRANT)[xxv] – a former worker of the YCL of Germany who worked in the International Publishing House for Youth in Germany and who, in 1933, emigrated to Paris without the party’s consent. [He] was not granted political émigré status. [Knobel] returned to Germany and then emigrated again. In Paris, [he] was involved with the Trotskyists. [He] moved to Copenhagen to work, where he was not connected to the party and did not establish connections with the émigré community. In Copenhagen, [he] worked in the publishing house of Wilhelm Reich[xxvi] who had been expelled from the CPG for Trotskyism. According to him, he broke with Reich over personal differences. However, according to some party comrades, he went to Berlin with Reich’s consent and, a month later, in late 1935, came to the USSR via Inturist without connections and without the party’s permission. He was so close to Reich that he read [Reich’s] letters to Trotsky and even mailed them himself.

    In April 1936, the Cadres Department reported Knobel’s past to the responsible organs. His last address [was]: Hotel “Novomoskovskaia.”

    [xxv] Otto Knobel (Brandt). Born in 1908 in Schwerin, Germany, he was a member of the CPG from 1929. In June 1935, he moved to the USSR and taught at the Karl Liebknecht German school in Moscow. He was arrested on 1 October 1936 and, on 22 June 1937, sentenced to five years in a corrective labor camp.

    [xxvi] Wilhelm Reich (1897-1957). A psychoanalyst who specialized in the problems of sex and sexual education, he joined the CPG in 1930 and was expelled in 1934.

    http://www.yale.edu/annals/Chase/Documents/doc20chapt4.htm#_edn25

  123. Robert (Berlin) sagt:

    In einem Interview sagt der jugoslawische Regisseur Dušan Makavejev von ‘W.R. – Die Mysterien des Organismus’, das er wegen dem Ärger mit dem Film zwei Jahre später das Land Jugoslawien verließ und nach den USA auswanderte.
    “Die ganze Angelegenheit wurde schlimmer und schlimmer und endete schließlich damit, dass ich zwei Jahre später das Land verließ.”

    http://home.snafu.de/fsk-kino/archiv/wr.html

  124. Robert (Berlin) sagt:

    Auf
    http://www.docstoc.com
    Kann man verschiedene Dateien zu Reich finden, lesen und speichern.
    Zum Beipiel
    a) THE STRANGE CASE OF WILHELM REICH
    b) LISTEN LITTLE MAN WILHELM REICH
    c) Last Will and Testament of Wilhelm Reich – March 8,1957
    und anderes mehr

  125. Robert (Berlin) sagt:

    1930 kam WR nach Berlin.
    Wer Berlin-Atmosphäre dieser Zeit schnuppern möchte, sollte sich den Film “Berlin wie es war” ansehen. Die Filmaufnahmen sind von 1930, der Ton von 1950.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin_wie_es_war

  126. Robert (Berlin) sagt:

    Guido Sprenger: Erotik und Kultur in Melanesien – Eine kritische Analyse von Malinowskis “The Sexual Life of Savages”.
    LIT VERLAG, Hamburg 1997

    Als Magisterarbeit gedacht, will Sprenger mit Hilfe von Foucaults Dekonstruktivismus Malinowski kritisch hinterfragen.
    Es zeigt sich im Laufe seiner Ausführungen, dass sein Ziel gründlich misslungen ist, weil die Theorien Foucaults keine brauchbaren Ansätze bilden, um in der Ethnologie Kulturen zu erklären.
    Sprenger stellt zuerst fest, dass die Sexualität und Erotik in der Ethnologie ein Schattendasein bilden und bietet an, eine eigene Definition zu generieren.
    Wilhelm Reichs Buch “Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral” hat er offenbar nicht gelesen, lediglich ein abwertendes Zitat ist er ihm Wert:
    “Was die Rezeption von Malinowski außerhalb der Ethnologie angeht, so zeigt sich an ihr wiederum die Brisanz des Themas. Nicht nur erhielten die Trobriander bis in die heutige Zeit das Image der Inseln der Freien Liebe – Malinowskis Aussagen über die Liebesbeziehungen wurden auf bezeichnenderweise Weise falsch gelesen. Ein erhellendes Beispiel ist die Rezeption durch Wilhelm Reich in seinem Buch “Invasion of compulsory sex-morality”. Der Psychoanalytiker vermochte nicht zu differenzieren zwischen einem Fehlen des Verbots vorehelichen Geschlechtsverkehrs – und nichts anderes hat Malinowski beschrieben – und einer völligen Regellosigkeit in Sachen Sex. Seine Vorstellungen von der strengen Kontrolle, die Kultur über Sexualität ausübt, ermöglichten ihm nur eine Alternative: das Aussetzen eines für den Westen seiner Zeit zentralen Verbotes wurde gleichbedeutend mit dem Aussetzen jedes Gesetzes (Senft 1995a: 485-487). Diese Mißverständnisse sind charakteristisch für zahlreiche spätere Rezipienten, die in die Trobriander ein Gegenmodell ihrer eigenen, als sexuell restriktiv empfundenen Kultur hineinprojizierten.” (p. 31) [Senft 1995a = Gunter Senft, "Noble Savages" and the "Islands of Love": Trobriand Islanders in "popular publications". In: C. Baak [e.a.] (eds.): Tales from a concave world: Liber Americon Bert Voorhoeve. Leiden, S. 480-510].
    Es ist relativ leicht zu verstehen, warum Sprenger Reich dermaßen behandeln muss. Während Reich eine Erforschung und Definition gesunder Sexualität geleistet hat, muss Sprenger hilflos herumrätseln und zu den abwegigsten Beispielen greifen.
    Sein Paradebeispiel ethnologischer Sexualität sind ein geheimes Volk, welches von den Ethnologen verborgen wird, weil sie solche absurden päderastischen Sexualriten wie institutionalisiertes Spermaschlucken aufweisen. Darüber hält sich Sprenger lang und weitschweifig aus. Folgerichtig kritisiert er an den Trobriandern, dass sie nicht schwul werden dürfen und hier zeigt sich die ganze Misere der Sexualethnologie, die teilweise von Homosexuellen und Gender-Predigern/innen dominiert werden.
    Warum also solchen typischen Foucault Schmiersinn lesen? Zum einen ist die moderne Literatur bis 1997 verarbeitet worden und er diskutiert in lesbarer Weise, wo Malinowski Fehlinterpretationen lieferte und zeigt natürlich weitere Ergänzungen zu dessen Forschungen. Er geht sehr ausführlich auf Magie und Kula (Warentausch) ein.
    Insgesamz scheitert er an dem, was er leisten wollte. Die Erotik des Volkes zu erklären und am sinnfälligsten wird es am Beispiel der sogenannten Tabu-Ehen, die Reich so hervorragend als ökonomisches System der Kreuz-Vetter-Basen-Heirat enträtselte.

    Das Buch ist selbst nicht mehr zu kaufen, lediglich in Universitätsbibliotheken erhältlich.

  127. Robert (Berlin) sagt:

    Das alte Buch „Der Orgonakkumulator nach Wilhelm Reich“, das als von Jürgen Fischer verfasst gilt, wird von seinem alten Mitkommunarden Trettin nun ohne jede Verfasserangabe angeboten.

    Was offenbar auf Gegenseitigkeit basiert, da erwähnt einer den anderen nicht.
    http://www.orgon.de/akkubuch.htm

  128. Klaus sagt:

    Mal wieder einen Eindruck aus der Reichistenszene gewonnen: Ein gewisser Herr, der das Internet seit Längerem mit Orgonkram überschwemmt, sich einen erfundenen akad. Titel zulegte und Orgasmusreflextherapie (auch schon mal mit Rabatt) anbietet, macht mich staunen: Das alte Buch “Der Orgonakkumulator nach Wilhelm Reich”, das als von Jürgen Fischer verfasst gilt, wird von seinem alten Mitkommunarden Trettin nun ohne jede Verfasserangabe angeboten. Das völlige Nichterwähnen Fischers (was auch immer man von ihm halten mag) hat schon etwas von den sowjetischen Fotos mit wegretuschiertem Trotzki. http://www.trettin-tv.de/wrgbuch.htm

  129. Robert (Berlin) sagt:

    Zum Link von Klaus über Jürgen Fischer hier die Quelle:

    http://www.lnc-2010.de/033d3a98a9004d320/033d3a98a9006482a/033d3a9d940e17108.html

  130. Robert (Berlin) sagt:

    Orgone Biophysical Research

    http://www.lauralee.com/index.cgi?pid=3064

  131. Klaus sagt:

    Zum Kotzen – ich kann das Wort “energetisch” u. ä. nicht mehr ertragen:

  132. Klaus sagt:

    Deswegen ärgert es mich immer wieder, dass Reichianer orgontechnische Bauanleitungen verbreiten, als wäre es wünschenswert, die Geräte zu verbreiten. Vor vielen Jahren experimentierte ich nach ein paar Jahren Erfahrungen mit ORAC’s verschiedener Bauarten ein wenig mit einem kleinen DOR-Buster. Subjektiv war die Wirkung so stark (weniger als eine Minute auf zentrale Stellen des Körpers, etwa Nacken, gerichtet), dass ich mir der mit einem Cloudbuster verbundenen Gefahren ziemlich bewusst bin. Ich frage mich immer wieder: Warum kursieren im Internet Filme von Cloudbuster-Operationen (sogar in dicht besiedelten Gebieten Deutschlands) so, als hätte da jemand segensreich gewirkt?

  133. Robert (Berlin) sagt:

    Desert Greening mit Himmelsakupunktur

    http://www.alpenparlament.tv/playlist/84-desert-greeningr-dipl-ing-madjid-abdellaziz

    • Peter Nasselstein sagt:

      “Desert Greening mit Himmelsakupunktur” ist ein typisches Beispiel für das zerstörerische Wirken von orgonomischen Laien, die massenhaft in der “Körperpsychotherapie” Schaden anrichten und nun in einem schier entsetzlichen Ausmaß sogar beim Cloudbusting. Ein perfektes Beispiel für EMOTIONELLE PEST!

  134. Robert (Berlin) sagt:

    Den Packpapier-Verlag gibt es schon seit mehreren Jahrzehnten. Lieferbar sind u. a. :
    Reich: Was ist Klassenbewußtsein? (zur Massenpsychologie 1934) 72S, … Seiten, DinA5 – Nr.a32 3.00 [Preise in Euro]
    Reich ua. Onanie, 20 Seiten, DinA5 – Nr.a03 1.00
    W. Reich: Eltern als Erzieher, 16 Seiten, DinA5 – Nr.a04 1.00
    Malinowski: Kindliche Sexualität bei Naturvölkern, … Seiten, DinA6 – Nr.a12 1.00
    W.Reich: Dialektischer Materialismus und Psychoanalyse 108S, 96 Seiten, DinA5 – Nr.a15 4.30
    Reich-Freud: Ödipus, … Seiten, DinA5 – Nr.a16 1.00
    Reich: Sexualerregung, 56 Seiten, DinA5 – Nr.a31 2.50
    Wera Schmidt: Aufsätze, … Seiten, DinA5 – Nr.a41 4.00
    Annie Reich: kindl. Sexual., … Seiten, DinA5 – Nr.a44 4,00

    (nicht aufgeführt: Robert Briffault und Bronislaw Malinowski, Streitgespräch über die Anthropologie der Ehe, Mit einem Vorwort von M.F. Ashley Montagu zum Nachdruck von 1956, Mit einer Einführung von Peter Myers, Mit einer Präsentation von François Bochet,
    Deutsche Erstübersetzung! durch Andreas Loepfe, Reihe ketabha (Schweiz), Osnabrück: Packpapier-Verlag 2009,
    Broschüre in DIN A5, 64 Seiten. 4,00)

    http://www.packpapierverlag.de/kataloghtmls/Buecherliste.html

  135. Klaus sagt:

    Mensch, so’n Ding hätte ich gern. Die Bauanleitungen auf Englisch sind allerdings scheußlich. Und Italienisch kann ich nicht. Wäre froh über Besseres!

  136. Klaus sagt:

    Nach meiner Frage zum ‘Rotorgon’ eine weitere zu neueren Eso-Themen, die Reichs Orgongeräte verwursten: Die Chemtrail-These führt – wie man einem Forum entnehmen kann (http://www.cb-forum.com/Forum/index.php/topic,4227.0.html) – zu einem zunehmenden Einsatz von als Cloudbuster bezeichneten Geräten (ich weiß noch nicht so recht, woraus sie genau bestehen). Falls sie wie Cloudbster wirken, könnte das eine derbe Gefahr sein. Sie sollen allerdings inzwischen an allen Ecken und Enden (z. B. mitten in Berlin) herumstehen und stundenlang im Einsatz sein, was wohl eher gegen eine typische Cloudbusterwirkung spricht.
    Das ‘Rotorgon’ finde ich sehr spannend (müsste ja wohl nicht mit Aluminium sein), hätte ja richtige Motorqualitäten.

  137. Klaus sagt:

    Hat mal jemand ein ‘Rotorgon’ gesehen oder kann etwas dazu sagen, ob es funktioniert und – wenn ja – , ob es wegen Orgon klappt?
    http://www.joecell.de/modules/newbb/viewtopic.php?viewmode=flat&topic_id=190&forum=1

  138. Robert (Berlin) sagt:

    Zitat aus:
    Gregor Schöllgen, Willy Brandt. Die Biographie. Berlin – München 2001,
    Propyläen Verlag.
    Seiten 16-17:
    “Schließlich hat er Perspektiven: politische – die Fortsetzung der SAP-Arbeit in Oslo – und persönliche. Im Sommer 1933 folgt ihm, wie vereinbart, seine neunzehnjährige Freundin Gertrud Meyer, genannt »Trudel«, nach Oslo, nachdem sie in Lübeck vorübergehend in Haft gewesen ist.
    Die beiden ziehen zusammen, wohnen zunächst möbliert, können sich aber bald eine eigene Unterkunft leisten. Es ist die erste eigene Wohnung des inzwischen einundzwanzigjährigen Willy Brandt, und Gertrud Meyer ist die erste von vier Frauen, mit denen er zusammenleben wird.
    Verheiratet sind die beiden nicht; allerdings gelten sie in Oslo als Ehepaar. Tatsächlich geht Gertrud im Februar 1936 eine Scheinehe mit dem norwegischen Studenten Gunnar Gaasland ein, um in den Besitz der norwegischen Staatsbürgerschaft zu kommen und so vergleichsweise unbehelligt Kurierdienste nach Deutschland durchführen zu können.
    Willy Brandt und Gertrud Meyer-Gaasland leben bis ins Frühjahr 1939 zusammen. Dann geht Gertrud nach New York. Nach eigenem Bekunden tut sie diesen Schritt, um den Psychoanalytiker Wilhelm Reich zu begleiten, dessen Sekretärin und Mitarbeiterin sie in Oslo ist. Vermutlich ist sie durch die Erkenntnis, Brandt nicht dauerhaft an sich binden zu können, in ihrem Entschluß bestärkt worden. Zum ersten Mal im Leben des Willy Brandt geht damit die langjährige Beziehung zu einer Frau in die Brüche.
    Wilhelm Reich – »rötliches Gesicht, graue Haare, stechender Blick, bezwingende Sprache«, so Brandt später – ist 1934 über Dänemark nach Norwegen gekommen. Gertruds Arbeit bringt es mit sich, daß Reich und Brandt zeitweilig einen recht intensiven Umgang pflegen. Reich hat 1933 das unter Insidern vielbeachtete Buch Die Massenpsychologie des Faschismus vorgelegt. Im Zentrum seiner wissenschaftlichen Arbeit, in gewisser Weise auch im Mittelpunkt dieses Buches steht die Rolle der Sexualität im gesellschaftlichen Leben. In der Theorie hat sich Willy Brandt bislang allenfalls am Rande mit diesem Thema beschäftigt: Neben August Bebels Die Frau und der Sozialismus hat das Erfolgsbuch des Schweizer Arztes Auguste Forel über Die sexuelle Frage zur bescheidenen Lübecker Bibliothek der Frahms gehört. Die Gespräche mit Reich eröffnen dem jungen Sozialisten »einen gewissen Zugang« zur »Seelenforschung«, und Brandt beginnt zu begreifen, daß Freud und seine Schüler »Türen zu Bereichen« aufstoßen, die »man früher als Dunkelkammer der Seele« gefürchtet habe.
    Überhaupt ist das skandinavische Klima für die offene Behandlung solcher Themen günstiger als das deutsche. So gibt eine Gruppe Mediziner aus der Organisation »Mot Dag« (»Dem Tag entgegen«) eine Zeitschrift für sexuelle Aufklärung heraus. In den Diskussionen dieser Gruppe, aber auch in den Gesprächen mit Reich, stellt Willy Brandt erstmals fest, »wie in einer politischen Gemeinschaft sadistische Neigungen sublimiert ausgelebt und masochistische Bedürfnisse anderer befriedigt werden können. Diese psychischen Mechanismen verdienten, offener dargelegt zu werden.
    Sexuelle Verklemmtheit scheint für begabte Hasser und Intriganten zu sorgen: Politik als Ersatzliebe tarnt sich nicht selten als selbstlose Unbedingtheit.« Und Brandt lernt damals verstehen, wie er sich 1982 erinnert, »daß der Nazismus und verwandte Herrschaftsformen in der
    Tat auch von sexuellen Repressionen bestimmt« sind.”

  139. Robert (Berlin) sagt:

    Die Pädagogik Wera Schmidts, welches Reich ausführlich in “Die sexuelle Revolution” bespricht und mit der er 1929 bei seinem Besuch in der Sowjetunion diskutierte, ist im Ahriman-Verlag (früher als Marxistisch-Reichiste Initiative bekannt, heute unter dem Namen Bund gegen Anpassung) erschienen.

    http://www.ahriman.com/buecher/vera_schmidt.htm

  140. Robert (Berlin) sagt:

    Zitat aus dem Handbuch der Judenfrage, THEODOR FRITSCH, HAMMER-VERLAG / LEIPZIG / 1944, p.248.

    “Aber die Psvchoanalytiker sind noch nicht die schlimmsten. Weit übler ist, was sich um Magnus Hirschfeld, den Leiter des Instituts für Sexualwissenschaft, um Herrn Marcuse und Konsorten scharte.
    Hier wurde, davon kann man überzeugt sein, ganz bewußt darauf hingearbeitet, die deutsche Seele zu zerstören.
    Hier fanden sich die wissenschaftlichen Verteidiger der Homosexualität, ja der widernatürlichen geschlechtlichen Betätigung mit Tieren. Hier wurde die Aufhebung des §175 gefordert, weil die Homosexualität nicht als Entartung, sondern als natürliche Abart des Geschlechtstriebes aufzufassen dem Menschen angeboren sei (J. Meißner). Gewiß ist auch
    uns bekannt, daß in vielen Fällen die gleichgeschlechtliche Einstellung angeboren ist; wir wissen aber auch, daß in sehr vielen anderen Fällen erst die Verführung den jungen Menschen zum Homosexuellen macht. Wir wissen, daß die alten Kulturvölker ihrem Untergang entgegengingen, als die Knabenliebe in ihnen einen breiteren Raum einnahm, und wir müssen uns dafür einsetzen, daß die Seuche zurückgedämmt wird und sich nicht auch bei uns noch weiter ausbreitet. – Wenn ferner Magnus Hirschfeld in einer vom sozialistischen Schülerbund in das Kölnische Gymnasium einberufenen Versammlung 1928 vor Schülern und
    Schülerinnen vom 12. Jahre an sagte: “Ein natürlicher Geschlechtsverkehr der Jugend sei, wenn kein Zwang auf den anderen ausgeübt werde, keine Sünde und nichts Unehrenhaftes”,
    wenn die Herren Dr. Töplitz und Reich sich in ähnlichem Sinne äußerten, nun, so kann man sich nur wundern, wenn die Eltern der Kinder sich solche “Aufklärungen” gefallen ließen, kann man sich nur wundern, daß sich nicht einmal ein Vater fand, der dem Herrn Magnus
    Hirschfeld mit der Reitpeitsche zeigte, wo der Weg für ihn war.”

    (Hinweis durch Andreas Peglau)

  141. Robert (Berlin) sagt:

    Hallo Reichians,
    der Anaconda-Verlag will im August 2010 eine gebundene Ausgabe der Charakteranalyse für 9,95 € herausgeben.

    http://ana.anacondaverlag.de/files/Anaconda_Herbst10_001_084_LR.pdf
    (Seite 6)

  142. Robert (Berlin) sagt:

    Das ‘The journal of psychiatric orgone therapy’ ist nun im Inet zu finden:
    http://www.psychorgone.com

  143. Heiko Lassek sagt:

    Zu: Was ist Bewusstsein

    Ich empfehle den Lesern dieses Blogs die Lektüre von Benjamin Libets bahnbrechenden Werk “Mind Time”.
    Des Weiteren ist der kommende Referent in der Reihe
    “was ist Leben ?”, veranstaltet von der “Wilhelm-Reich-Gesellschaft zur Erforschung lebensenergetischer Prozesse e.V:” (so heißt sie tatsächlich seit 1986) der Human- und Epigenetiker Prof. Zerres (s.WRG-Page im Internet, wird gerade aktualisiert!).
    Ganz was anderes, Herr Nasselstein: was wissen Sie eigentlich über E.F. Bakers stolze Mitgliedschaft im OSJ – siehe die Beiträge von Joel Carlinsky in der “orgonomic mailing list”? Ich erinnere mich, das “OSJ”
    in zahlreichen Journals auftaucht …
    Mit freundlichem Gruß aus Berlin.

    • Peter Nasselstein sagt:

      Das ganze geht auf Jerome Eden zurück, der irgendwann Anfang der 70er Jahre mit einer Gruppe amerikanischer „Malteser“ in Kontakt geraten ist. Wahrscheinlich vor dem Hintergrund seiner UFO-Forschung und seinem Antikommunismus. Einige bedeutende Generale aus dem Umfeld von MacArthur waren da auch Mitglied. Leider war diese Organisation von vorne bis hinten eine Lüge. Das war damals gar nicht so leicht rauszufinden. Jedenfalls fand ich damals nichts besonders Erschreckendes in den Bibliotheken. Baker war hellauf begeistert, zumal der angebliche Malteserorden, der jede Menge gesellschaftlich hochstehender Mitglieder vorweisen konnte, sich für die medizinische Verwendung der Orgonenergie interessierte. Trotzdem konnte Baker, der vorher von Eden geworben worden war, gerade mal zwei andere Orgonomen (Blasband und Bakers Sohn Courtney) überreden ebenfalls Ordensritter zu werden. Das ganze war peinlich und hat nur Schaden gebracht, denn nun konnten Bakers Feinde ihn mit einer „Nazi-Organisation“ in Verbindung bringen.

  144. Robert (Berlin) sagt:

    Cloudbusting in Algerien

  145. Robert (Berlin) sagt:

    Seltsam, diese späten Bekenntnisse Bettelheims. Ob Reich von diesem Freund überhaupt wußte?

    Bettelheim war ja am Beginn seiner Ausbildung und spielte als Psychoanalytiker damals noch keine Rolle. Er distanzierte sich später von Reich und seinen “Orgon-Kisten” (in: “Summerhill: Pro und Kontra”).
    Er war nur einer von zahllosen Freunden aus der Jugendbewegung.

  146. Pierre sagt:

    Seltsam, diese späten Bekenntnisse Bettelheims. Ob Reich von diesem Freund überhaupt wußte?

  147. Robert (Berlin) sagt:

    Das Werk Dialektischer Materialismus von WR:
    http://members.inode.at/g.hebenstreit/Dialektischer%20Materialismus%20&%20Psychoanalyse.pdf

  148. Robert (Berlin) sagt:

    Ein Interview, dass ich schon sehr lange gesucht habe und nun wiedergefunden habe:
    Ein letztes Gespräch mit Bruno Bettelheim

    Hier schildert er seine Freundschaft zu Wilhelm Reich

    http://www.hagalil.com/archiv/2010/03/09/bettelheim-fisher/

  149. Robert (Berlin) sagt:

    Zu Edith Buxbaum, einer Kollegin Wilhelm Reichs:

    http://www.edithbuxbaum.com/ROLAND.html

  150. Robert (Berlin) sagt:

    Etwas zu Bruno Bettelheim:

    “Es existiere in den USA keinerlei relevante Literatur zum Verhältnis von Freud und Marx. Einzig der marxistisch-psychoanalytische Aktivist Wilhelm Reich, mit dem sich Bettelheim zeitlebens identifiziert fühlte”
    http://www.hagalil.com/archiv/2010/03/09/bettelheim-federn-2/

    “Politisch wurde Bettelheim, in seiner Jugend ein begeisterter Zuhörer Wilhelm Reichs, zunehmend konservativer, unterstützte die Wiederwahl Ronald Reagans.”
    http://www.hagalil.com/archiv/2010/03/09/bettelheim-einfuehrung/

  151. Heiko Lassek sagt:

    Telomere etc,

    Empfehlung: Gerald Hüther:
    “Biologie der Angst” (über physiologische & genetische Veränderungen); Hüther war im persönlichen Gespräch gegenüber Wilhelm Reich sehr offen – er eröffnete unsere Veranstaltungsreihe “Was ist Leben” am 04.02. – siehe WRG-Homepage.

  152. Robert (Berlin) sagt:

    Bei ‘Internet Archive’ stehen die PDF-Ausgaben von ‘Der triebhafte Charakter’ und ‘Die Funktion des Orgasmus’ nebst ‘Zeitschrift für politische Psychologie und Sexualökonomie / 1934 Heft 2′ zur Verfügung:

    http://www.archive.org/details/ZeitschriftFuumlrPolitischePsychologieUndSexualoumlkonomieI1934Heft

    http://www.archive.org/details/DieFunktionDesOrgasmus

    http://www.archive.org/details/DerTriebhafteCharakter

  153. Robert (Berlin) sagt:

    Die dümmliche Verramschung des Werkes Wilhelm Reichs durch sexualneurotische Theaterclowns hat ein neues Machwerk entstehen lassen:

    http://on1.zkm.de/zkm/stories/storyReader$6697#programm02

  154. Robert (Berlin) sagt:

    Wer “Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral” gelesen hat, weiß, dass Reich sich zu großen Teilen auf den polnisch-englischen Ethnologen Bronislaw Malinowski bezieht. Es gibt neuerdings eine BBC-Serie genannt ‘Tales from the jungle’, in der auch Malinowski behandelt wird.
    Leider nur in Englisch, aber vielleicht bringt ein deutscher Sender mal eine synchronisierte Fassung.
    Hier ein Link zur Sendung:
    http://deathpower.wordpress.com/2008/05/18/bbc-documentary-tales-from-the-jungle-malinowski/

  155. Robert (Berlin) sagt:

    Hallo Reichianer und Orgonomen,
    die ersten zwei Nummern der Zeitschrift “Offshoots of Orgonomy” sind als PDF downloadbar auf
    http://www.orgonelab.org/cart/xoffshoot.htm

    (Die erste Nummer ist leider kaum leserlich, weil schlecht eingescannt).

  156. Robert (Berlin) sagt:

    Ich möchte noch auf einen anderen Film über WR hinweisen, den man frei herunterladen kann:

    http://www.archive.org/details/VivaLittleMan-WilhelmReich

  157. Heiko Lassek sagt:

    Lieber Peter Nasselstein,

    schade das unser Film Ihnen nicht gefällt!

    Aber etwas anderes, wichtigeres:

    Nun gebe ich Ihnen Recht, das dieser Protokollauszug falsch verstanden werden kann. Aber in 12 Jahren als erster Vorsitzender und nun Ehrenpräsident der WRG kann man ja auch mal ein Protokoll nicht gänzlich überprüft haben.
    Von [xyz] wurde dieser Ausschnitt öffentlich und in einer eigenen Übersetzung an den immer empfindlichen James DeMeO geschickt (Jimmi hatte davor an hunderte Personen eine email geschickt, in der er ernsthaft (!) behauptete, ich hätte ihn “Hitler” (!) genannt; sein Sprachcomputer hatte meinen Satz “DeMeo als Führer der Waldheilungsgruppe…” entsprechend übersetzt!), der ihn in eigener Rückübersetzung weiter zirkulierte… Die Formulierung in dem Protokoll stammt von meinem Freund Dr. med. Hanspeter Seiler, früher Chefarzt der Bircher – Benner – Klinik in Zürich. Prof. Dr. Jerszy Miskowski hatte argumentiert, man sollte “die Formeln der Orgonphysik wie einen entzündeten Blinddarm aus der Reichschen Forschung herausschneiden.”

    Kennen Sie ein rein orgonphysikalisches Experiment oder eine mathematische Formel Reichs, das oder die im dem Nachvollzug nachhaltig wiederholbar war (Ich rede ausdrücklich nicht von ORAC – Wirkungen auf BIOLOGISCHE Systeme).

    Laurence Rockefeller, enger Freund von Dr. Blasband, finanzierte die aufwendigsten Untersuchungen im Privatlabor von Dick UND in Princeton, alle mir bekannten ernsthaften Forscher fanden keine – das natürlich Joachim Trettin immer eine findet, nehme ich beglückend zur Kenntnis…
    Auch über M. Fuckerts Anordnung, die er persönlich vorstellte, mache ich hier keinen Kommentar …

    Muss ein Genie wie Reich denn wirklich in ALLEM recht gehabt haben?

    Wenn Sie eine andere als die aus Ärzten und Naturwissenschaftlern 38 köpfige WRG kennen, die fast ausnahmslos alle Experimente Wilhelm Reichs in den letzten 23 Jahren kritisch nachvollzogen hat, lassen Sie es mich wissen.. Und natürlich gibt es die Orgonenergie.

    Herzlichen Gruß aus Berlin.

    • Peter Nasselstein sagt:

      Hallo Herr Lassek,

      das Protokoll habe ich aus dem Netz von einer der zahllosen Trettin-Seiten zitiert. Ihre Erklärung muß ich so akzeptieren. Was ansonsten die Geschehnisse betrifft, die Sie beschreiben: wir alle wissen, daß untergründige Animositäten (Gefühle) nach irgendeiner Rechtfertigung suchen, um endlich an die Oberfläche treten zu können. Ob diese Gefühle selbst rational sind, steht auf einem anderen Blatt. Was die quantitative Orgonometrie betrifft muß man zwischen einfachen Meßwerten (etwa To-T) und den Reichschen Formeln (etwa Org = [To-T] t f³) unterscheiden. Ich halte von diesen Formeln nichts, zumal sie nicht-metrische Einheiten enthalten und vom Dimensionsprodukt her sinnlos sind. Nach Reichs Tod hat sie aber auch wirklich niemand (jedenfalls niemand, der etwas veröffentlicht hat) mehr verwendet. Im genannten Beispiel reicht To-T ohnehin vollkommen aus. Was To-T-Messungen betrifft muß man m.E. unterscheiden: dienen sie sozusagen „intern“ dazu beispielsweise den DOR-Index abzugleichen oder soll „extern“ beispielsweise einem Physikprofessor gegenüber eine thermodynamische Absonderlichkeit aufgezeigt und im Anschluß daran das Orgon nachgewiesen werden. Im ersteren Fall reicht insbesondere Manfred Fuckerts Versuchsaufbau vollkommen aus. Er funktioniert und man kann vernünftige Schlußfolgerungen daraus ziehen, die mit anderen gemessenen Parametern vollkommen harmonieren. Reich selbst hat stets auf das harmonische Gesamtgefüge der beobachteten Phänomene und Meßergebnisse verwiesen. Wie Reich in seiner Auseinandersetzung mit Einstein erfahren mußte, beharren Physiker jedoch auf einzelnen Messungen und kommen dann nach einigen Überlegungen mit allen möglichen grundsätzlichen Gegenargumenten einher, die teilweise wirklich haarspalterisch wenn nicht sogar abwegig sind, aber leider Gottes berücksichtigt werden müssen. Da fängt das Elend an: komplizierte (und teure) Versuchsaufbauten, die den Effekt jedoch nicht ersticken dürfen, und Standortanforderungen („trocken und energetisch gesund“), bei denen sich jeder Physiker verarscht vorkommen muß, weil er nicht abschätzen kann, was da eigentlich abgeschirmt werden soll. Dr. Blasband wollte das leisten, Dr. DeMeo ist gerade dabei.

  158. Heiko Lassek sagt:

    Bitte,
    lieber Peter Nasselstein, nicht immer diese Gerüchte um die Berliner Bewegung; in dem ansonsten recht fundierten Arikel immer wieder seltsame Unterstellungen in Bezug auf Berlin (wo Bernd Senf und ich, besonders aber Volker Knapp unterschiedlichste Herangehensweisen vertraten – und vertreten ): wo bitte hat die Wilhelm-Reich-Gesellschaft denn nun das Orgon abgeschafft? Das muss doch nun doch einmal nach zwölf Jahren Vorsitzender und nun Ehrenpräsident und Ehrenmitglied des Wiener Reich-Instituts doch einmal von Ihnen erfahren …

    Trotzdem lieben Gruß, ich lese interessiert weiter …

    • Peter Nasselstein sagt:

      Auszüge aus dem Protokoll der Vorstandssitzung der Berliner WR Gesellschaft vom 29./30. April 1995:

      Während Reichs Erkenntnisse auf biologischen, medizinischen und therapeutischen Gebiet eine zunehmende Evidenz und Bedeutung zukommt, sind Reichs quantitative Formeln als physikalische Definitionen nicht haltbar. Die Begriffe Orgonspannung und Orgonenergie bedürfen einer Korrektur und Neudefinition.

      Wir interpretieren den Orgonbegriff Reichs als universelles Lebens- und Liebesprinzip, welches als gemeinsames Funktionsprinzip die Grundlage des gesamten- physikalischen, biologischen, seelischen und geistigen Naturgeschehens bildet.

      Über diese Aussagen wurde abgestimmt – und die „Wilhelm Reich Gesellschaft“ machte mit überwältigender Mehrheit aus der Orgonenergie so etwas wie ein naturphilosophisches Prinzip.

  159. Heiko Lassek sagt:

    Lieber Peter Nasselstein,

    ich schreibe von einem iPod aus, deshalb vielleicht wider einige Tippfehler…
    In die “WR – Bewegung” ( 3.Teil ) ist unter “Heiko Lasseks WR – Institut” ein
    Text als Zitat angegeben, von dem ich gerne die originäre Quelle wissen würde.
    Da ich weder das diffuse “SKAN” und die anderen aufgeführten Therapien jemals geschätzt habe, werde ich wohl kaum für sie geworben haben…
    Der Text sieht mir eher nach dem “Ströme Institut” von Herrn Diedrichs aus!
    Für eine Überprüfung und Korrektur wäre ich sehr dankbar!

    Mit herzlichem Gruß,

    Heiko Lassek-

    • Peter Nasselstein sagt:

      Ich bin erst morgen wieder in Hamburg und kann das im Moment nicht überprüfen. Sollte mir ein Fehler unterlaufen sein, werde ich ihn umgehend korrigieren.

    • Peter Nasselstein sagt:

      Lieber Herr Lassek, Sie hatten Recht! Und ich hoffe, sie akzeptieren meine Entschuldigung. Ich habe den Text umgehend revidiert:

      Textpassage revidiert am 02.12.09: Damals war die Reaktion der Emotion (Nr. 8, S. 4f) ganz stolz auf ihren Eklektizismus und das folgende Angebot, der Redaktionsmitglieder und ihres Umfeldes:

      Bioenergetik, Vegetotherapie, Radix-Gefühlserziehung [„GefühlsERZIEHUNG„!], Skan, Core-Energetics, darüberhinaus Gestalttherapie, eine „AG für medizinische Orgonomie“ etc. (…) lange vergangen ist die Zeit, wo wir nach der Suche nach der einen „wahren“ Lehre von der originären Reichianischen Therapie waren.

  160. Karl Klein sagt:

    Dieses Land kann nicht lebenswert bleiben, wenn man ständig Angst haben muß, von jungen aggressiven muslimischen Männern angegriffen zu werden. Wer traut sich abends noch ohne innere Anspannung raus und kann guten Gewissens seine Kinder in die Schule schicken?

    Sowas nennt man auch Paranoia, vieleicht mal einen Arzt aufsuchen!

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