Krebs, Chromosomen und Orgonenergie: Nachtrag

Zunächst möchte ich auf meinen alten Blogeintrag Krebs, Chromosomen und Orgonenergie verweisen. Israelische Forscher haben nun ein neues Licht auf die Krebsentstehung geworfen, was an sich schon bemerkenswert ist, da die neuere Krebsforschung zunehmend dazu übergegangen ist, den Unterschied zwischen den einzelnen Krebsarten hervorzuheben, so als seien etwa Lungenkrebs und Nierenkrebs grundsätzlich unterschiedliche Dinge, die man ziemlich laienhaft unter den Oberbegriff „Krebs“ zusammengezwungen hätte.

Die Forscher der Tel Aviv University und des Sheba Medical Center konnten zunächst einmal bestätigen, daß über die unterschiedlichen Krebsarten hinweg die Krebszellen zu wenige oder zu viele Chromosomen haben. Dazu wurden mit Hilfe von Computern und statistischen Methoden 50 000 Chromosomensätze unterschiedlicher Arten von Krebszellen untersucht. Auf diese Weise konnten nicht nur die spezifischen chromosomalen Abweichungen identifiziert werden (beispielsweise werden bei einer besonderen Leukämieart ein kleiner Abschnitt von Chromosom 9 auf das Chromosom 22 übertragen), sondern erstmals ließen sich auch bestimmte Anomalien in den Chromosomensätzen über unterschiedliche Krebsarten hinweg identifizieren.

Für die Forscher bleibt ein Rätsel, wie die Krebszellen mit zu vielen oder zu wenigen Chromosomen überhaupt derartig gut gedeihen können, – besser als normale Zellen. Ansonsten verursachen nämlich selbst kleinste Veränderungen in der chromosomalen Struktur einer Person verheerende Schäden.

Nach Reich nehmen die Zellen das Erlöschen des Energiesystems infolge der chronischen Kontraktion des Organismus (Sympathikotonie) nicht hin. Wie jeder Organismus reagieren sie auf das Ersticken mit Klonismen (Der Krebs, Fischer-TB, S. 222). Resultat dieses Kampfes gegen den Tod auf zellulärer Ebene sind die sich explosionsartig teilenden Krebszellen. Sie sind demnach kein „außergewöhnlich blühendes Leben“, sondern ganz im Gegenteil Leben im chaotischen Todeskampf.

Nicht der Tumor an sich macht die Krebskrankheit aus, sondern eine den ganzen Organismus befallende Tendenz buchstäblich „in seine Einzelteile zu zerfallen“. Gleichzeitig nimmt nach diesem Schema die „Sympathikotonie“ der Krebszellen zu, d.h. die Orgonenergie kontrahiert und konzentriert sich vollkommen auf die Nuklei, die sich nach der Orgasmusformel in zellulären „Erstickungsanfällen“ immer schneller teilen. Da die Kernteilung der Zellteilung vorangeht, erklärt sich so die Malignität der Krebszellen (ebd., S. 235ff).

In diesem Zusammenhang erwähnt Reich die „mitogenetische Strahlung“ von Gurwitsch, die neuerdings durch F.A. Popp bestätigt und zu einer eigenen Krebstheorie ausgebaut wurde. Reich bezieht sich auf die „Kern-Plasma-Relation“ nach Richard Hertwig:

Der Kern bildet das stärkste, d.h. orgonreichste System der Zelle. Es besteht also eine Differenz zwischen der Orgonladung im Kern und der im Plasma. Das können wir mikroskopisch bestätigen. Der Kern zeigt alle orgonotischen Kennzeichen intensiver als das Plasma. Er leuchtet stärker, strahlt also stärker als das Plasma, und er hat eine intensivere blaue Färbung. (ebd., S. 238)

Reich spricht davon, daß, während durch die biopathische Schrumpfung die organismische Orgonstrahlung nachläßt, sich die mitogenetische Strahlung erhöht. „Das wurde z.B. von Klenitzky für das Gebärmutterkarzinom festgestellt“ (ebd., S. 241).

Mit dieser Theorie der Genese des Krebses durch Zellerstickung konnte Reich die Funktion des Orgasmus bis auf die Zellebene hinab aufweisen:

Die betreffenden [Krebs-] Zellkerne versuchen gutzumachen, woran der Gesamtorganismus versagte: Sie übernehmen nun die Funktion der Orgonenergieabgabe, die der Gesamtorganismus infolge der orgastischen Impotenz und Kontraktion des Plasmasystems nicht mehr durchzuführen vermag. An die Stelle der natürlichen orgastischen Konvulsionen des gesamten Plasmasystems tritt die Energieabgabe auf tiefster biologischer Stufe in Form der Kernerstrahlung und Teilung. So wird der Reichtum an Kernteilungsfiguren („Mitosen“) im Krebsgewebe einfach verständlich. Da diese Teilungen nicht mehr physiologisch korrekt ablaufen können, müssen Größenunterschiede in den Kernen entstehen. (ebd., S. 241, Hervorhebungen hinzugefügt)

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Eine Antwort zu „Krebs, Chromosomen und Orgonenergie: Nachtrag“

  1. Sven sagt:

    ‘In diesem Zusammenhang erwähnt Reich die „mitogenetische Strahlung“ von Gurwitsch, die neuerdings durch F.A. Popp bestätigt und zu einer eigenen Krebstheorie ausgebaut wurde.’

    Seitdem streitet sich das IIB mit dem u.a. VDI um die Namensrechte “Biophotonen” sowie um Forschungsgelder.
    Im Internet ist das IIB (Neuss) nicht mehr zu finden, einen Jürgen Popp u. einen Jürgen Bischoff finde ich seltsamerweise jetzt, wenn ich Links folge! (Ich würde mich nicht wundern, wenn das IIB verloren hat und jetzt in dunklen Baracken still weiterarbeitet; ich war 2007 schon einmal da und meine bis 2010 hatten sie die Namensrechte noch).

    Deshalb: von MARCO Bischof:
    Biophotonen. Das Licht in unseren Zellen. Zweitausendeins, 1995, ISBN 3861500957. Tachyonen Orgonenergie Skalarwellen: Feinstoffliche Felder zwischen Mythos und Wissenschaft. AT Verlag, 2002, ISBN 3855027862.

    Fritz-Albert Popp:
    Fritz-Albert Popp & Volkward E. Strauß: So könnte Krebs entstehen. Biophysikalische Zellforschung, Hoffnung für Millionen?, ISBN 3596268001
    Fritz-Albert Popp: Biologie des Lichts. Grundlagen der ultraschwachen Zellstrahlung, ISBN 382632692X
    Fritz-Albert Popp: Die Botschaft der Nahrung. Unsere Lebensmittel in neuer Sicht, ISBN 3596114594

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