The Journal of Orgonomy (Vol. 16, No. 2, November 1982)

Drei Highlights dieser Ausgabe:

H.P. Seiler: „New Experiments in Thermal Orgonometry” (S. 197-206)
Richard Schwartzman: „Stuttering” (S. 207-211)
Barbara G. Koopman: „’My Mind: The Enemy’: An Orgonomic Look at Brainwashing” (S. 212-234)

„Der Orgonenergie-Akkumulator ist die wichtigste Entdeckung in der Geschichte der Medizin überhaupt.“ Das schrieb nicht irgendwer, sondern Theodore P. Wolfe, Pionier der psychosomatischen Medizin in Amerika und spätere Mitarbeiter Reichs (Emotional Plague Versus Orgone Biophysics, Orgone Institute Press, 1948, S. 44). 1949 schrieben 17 amerikanische Ärzte an die American Medical Association: „Wir zählen die Entdeckung der Orgonenergie zu den größten Ereignissen der Menschheitsgeschichte“ (Walter Hoppe: Wilhelm Reich und andere große Männer…, München 1984, S. 127). Der berühmte Dr. Ralph Bircher-Benner schrieb über den Akkumulator: „Wenn sich diese Angaben bestätigen, dann können wir allerdings alle ‘Wendepunkte’ verbrennen“ (ebd., S. 210f). Sein Nachfolger als Chefarzt der Bircher-Benner-Klinik, Dr. med. Hanspeter Seiler, hat die physikalische Seite des Orgonakkumulator-Effekts (To-T) in einem der besten Experimente seit Reich nachgewiesen.

Auf seinem Blog bespricht der Psychiater Richard Schwartzman, D.O. den bekannten Film The King’s Speech und weist auf etwas hin, was sich in der Geschichte der Orgonomie immer wieder erwiesen hat: daß „Laien“ teilweise (!) eine adäquatere Sichtweise auf „psychische“ Erkrankungen haben als die mechanistischen Psychiater. In diesem Fall geht es um den Zusammenhang zwischen Stottern und Kindheitstraumata. Als Anhang setzt Schwartzman seine Fallgeschichte von 1982, sowie zwei weitere Fallgeschichten übers Stottern, ins Netz.

Besonders bedeutsam ist Reichs Entdeckung der „negativen bioelektrischen Konditionierung“, die das allgemeine Angst-Kontraktionssyndrom bioenergetisch greifbar macht und erklärt, warum der Mensch in diesem Zustand verharrt.

Barbara G. Koopman, M.D., Ph.D. beschreibt Reichs bioelektrische Experimente und die Verbindung der „bioelektrischen Konditionierung“ mit der „Hirnwäsche“. Reich hatte bei seinen Experimenten eine biophysiologische Enttäuschungsreaktion entdeckt. Auf einer sehr tiefen Ebene reagiert der Organismus extrem empfindlich auf Unlust und kann sich von dieser Reaktion nur sehr schwer erholen. Das Energiefeld weitet sich bei Lust vorsichtig aus und reagiert dann (psychologisch ausgedrückt) „dauerhaft verstört“, wenn es unerwarteter Weise auf Unlust oder gar Schmerzen trifft. Die Energie kontrahiert und verharrt lange in diesem Kontraktionszustand. Bei entsprechenden und häufigen negativen Reizungen kann der Organismus ganz seine Fähigkeit einbüßen Lust zu empfinden.

Koopman verweist auf die Kindererziehung, etwa die negative Reaktion auf kindliche Masturbation: auf einer energetischen („bioelektrischen“) Ebene wird das Kind konditioniert, „negative bioelektrische Konditionierung“. Das kann man unmittelbar bei Einzellern beobachten, die man chemisch oder etwa mit Nadeln piesackt:

Diese chronische Kontraktion, die Grundlage aller geistigen und physischen Erkrankungen, einschließlich der Neurose, hat Reich als chronische Sympathikotonie bezeichnet, da das gesamte autonome Nervensystem kontrahiert ist. Der Organismus befindet sich in einem Zustand des chronischen Schreckens, eines fortwährenden auf Angst basierendem „roten Alarms“, – eine Unausgewogenheit in Richtung auf ein überreagierendes sympathetisches Nervensystem. In diesem Sinn könnte man sagen, daß die Neurose selbst eine Form der sehr frühen „negativen bioelektrischen Konditionierung“ ist. Und, allgemein gesagt, je länger eine Hirnwäsche anhält, d. h. je früher sie im Leben auftritt, desto schwerer ist es sie wieder loszuwerden. Das entspricht der Länge des Aufenthalts in einem Kult – je länger er andauert, desto schwieriger ist es, das Opfer wieder herauszuholen.

Hirnwäsche sei demnach ein Anschlag auf das Energiesystem selbst. Das geschähe durch veränderte Bewußtseinszustände. In einem anderen Zusammenhang hatte Koopman vorher ausgeführt, daß das Orgonenergie-Feld und der Bewußtseinszustand des betreffenden Menschen funktionell identisch sind.

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Eine Antwort zu „The Journal of Orgonomy (Vol. 16, No. 2, November 1982)“

  1. Manuel sagt:

    “Je länger eine Hirnwäsche anhält, d. h. je früher sie im Leben auftritt, desto schwerer ist es sie wieder loszuwerden” – da habe ich spontan an den Umgang mit Säuglingen und die Kindererziehung gedacht.
    Es ist wahrlich schwer, aus diesem “Kult” wieder auszusteigen!

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