Was ist Kunst? In unserer mechanistischen Kultur führen solche Fragen zu ermüdenden intellektuellen Verrenkungen, die nirgendwo hinführen bzw. darin enden, daß wirklich jeder Scheißdreck als „Kunst“ anerkannt wird, solange nur genug sogenannte „Kunstexperten“ behaupten, es sei Kunst.
Natürlich kann man nicht einfach sagen, daß Kunst das ist, „was gefällt“. Resultat wäre die Sanktionierung all der Scheußlichkeiten, die uns die Trivial-„Kultur“ schenkt. Doch es gibt etwas jenseits der Beliebigkeiten des Intellekts und oberflächlicher Gefühlsseligkeit: die Erstrahlung der Orgonenergie im Solar plexus.
Am besten hat das vielleicht Ernst Bloch, der zur Zeit der Weimarer Republik in Berlin Musikkritiken schrieb, ausgedrückt, als er über eine Fidelio-Aufführung unter dem Dirigenten Otto Klemperer sagte: „Nirgends brennen wir genauer.“ Er meinte damit ein Maximum an künstlerischer Expression unter einer genauso großen sachlichen künstlerischen Kontrolle. Klemperer selbst berief sich danach immer wieder auf den Ausspruch des Philosophen.
In der Kunst geht es weder darum, „animalisch“ seine Emotionen auszudrücken, noch wie ein Computer irgendwelche abstrakten Konzepte zu verwirklichen, sondern um die höchste Potenz unseres Menschseins: ein genauso extremes wie präzises „Brennen“.
Man spürt dieses Brennen in den Werken Michelangelos und jedes anderen großen Künstlers. Es ist gleichzeitig ein emotionaler und ein intellektueller Genuß. Es ist nicht nur ein Genuß; wir wachsen an dieser Kunst. Sie macht uns „fruchtbarer“, wie Nietzsche sich ausgedrückt hat. Sie bringt uns in Kontakt mit unserem rationalen Kern.
Kunst, die uns von unserem rationalen Kern wegführt, unser Menschsein mindert, ist das Gegenteil von Kunst. Sie hat mit Kunst ungefähr so viel zu tun wie ein koprophiler Sadomasoporno mit der genitalen Umarmung. Ich habe mich bereits an anderer Stelle mit diesen elenden Kulturneurotikern auseinandergesetzt.
2006 leitete der mexikanische Aktionskünstler Santiago Sierra, dessen Generalthema „soziale Ungerechtigkeit“ ist, tödliches Kohlenmonoxid in eine ehemalige Synagoge in Pulheim-Stommeln bei Köln. Damit wollte der „Künstler“ die Gewißheit des individuellen Todes vermitteln und gegen die Banalisierung der Erinnerung an den Holocaust arbeiten.
Ein typisches Beispiel für das Ausleben der Sekundären Schicht, d.h. faschistischer Phantasien, – im Namen von Humanität und Aufklärung. Miguel Freund von der „Christlich-Jüdischen Gemeinschaft“ in Köln sagte dazu damals im WDR-Fernsehen:
Es ist eine Schändung derjenigen, um die Herr Sierra meint, sich kümmern zu müssen. Er spielt sich zum Sachwalter auf der Opfer. Dies steht ihm nicht zu. Diese Provokation ist einfach nicht hinnehmbar.
Zum „Schaffen“ von Herrn Sierra gehört eine Aktion, bei der er kubanischen Arbeitslosen Linien auf den Rücken tätowierte. Ein Roter Faschist lebt sich aus!
Und nun zur Beschäftigung derartiger Leute mit dem Orgon selbst. Etwa das „Kunst“-Projekt des Hörspiel-Autors Andreas Ammer und des Musikers Console:
Am Ende glaubte Wilhelm Reich ein Abkömmling einer himmlischen Rasse zu sein. Da hatte er alle Probleme der Menschheit gelöst. Als Psychiater hat er als Erfinder der „Sexuellen Revolution“ die ganze Menschheit befreit, später als eine Art „Mad Scientist“ das Rätsel des Lebens, die Orgonenergie entdeckt, mit der man nach seiner Ansicht Krebs heilen, Regen machen und UFOs bekriegen kann.
Das ganze am 2. Oktober vergangenen Jahres auf Bayern 2. Man beachte den Orgonenergie-Akkumulator auf der Netzseite – aus lebensenergetisch hochtoxischem Aluminium!
„Have You Ever Heard Of Wilhelm Reich? funktioniert wie ein Musical des Weltgeists oder ein akustischer Orgon-Accumulator“ und ist mittlerweile auch im Buchhandel erhältlich.
Erinnert sei auch an die große Wilhelm-Reich-Ausstellung 2007 im Jüdischen Museum Wien, an der sowohl das Wilhelm-Reich-Museum in Rangeley, Maine als auch das American College of Orgonomy teilgenommen haben. Hier der Kommentar des Wilhelm-Reich-Museums über eine „Kunstausstellung“ in einem kleinen Raum neben den Räumlichkeiten, in denen Wilhelm Reich präsentiert wurde:
Gleich zu Beginn wurde uns eröffnet, daß es die Ausstellung eines „Künstlers“ über Reich geben würde, worauf wir sofort unsere ernsten Bedenken anführten, die auf vorangegangenen Erfahrungen mit Künstlern basierten. Aber der Inhalt wurde uns nie zur Kenntnis gebracht und es war noch nicht installiert, als der Vertreter des [Wilhelm Reich] Trust am 9. November 2007 im Jüdischen Museum Wien war, um das Auspacken unserer beiden Kisten mit Ausstellungsstücken zu beaufsichtigen.
Die Ausstellung des „Künstlers“ ist mit „Eine Reise mit Herrn Reich und Oz Almog [der Künstler] durch die Tore der Hölle“ betitelt und beinhaltet die folgenden Behauptungen: „Phänomene, die heute als ‘Elektrosmog’ bezeichnet werden, brachten den exzentrischen Wissenschaftler dazu, an die Existenz von ‘Orgon’ zu glauben.“ „Glaube und Inspiration, nicht strenge Methodik, führten Reich in immer bizarrere Gebiete und führten schließlich zu einem Energiekonverter und einer Wettermaschine, die als ‘Cloud Buster’ bezeichnet wird.“ „Die Erben Reichs bilden heute eine fanatische und häufig esoterisch inspirierte Anhängerschaft.“ „Geisterforscher Reich…“ „…Schöpfer eines pseudowissenschaftlichen Disneyland.“
Ich habe bereits in Die „Wilhelm-Reich-Bewegung“ (Teil 8 ) auf eine „Kunstaktion“ mit dem Cloudbuster hingewiesen.
Im Staatlichen Museum für Kunst und Design in Nürnberg „neuesmuseum“ lief 2006 die Ausstellung Kunst als Kommentar. Auf dem Bild in diesem Link sieht man ein orgonakkumulator-artiges Gebilde (links neben dem alten Ford), das auf dem Plakat und auf dem Faltblatt zur Ausstellung als Einzelstück groß abgebildet war:
Schlagwörter: Aktionskünstler, bildende Kunst, Ernst Bloch, Fidelio, Happenings, Hörspiel, Jüdisches Museum Wien, Kunst, Kunstaktion, Michelangelo, Nietzsche, Otto Klemperer, Trivialkultur

5. Mai 2013 um 12:14 |
17. August 2012 um 22:02 |
In der gestern erschienenen NATURE, neben SCIENCE die wichtigste Wissenschaftszeitschrift der Welt, ein Bericht über eine dieser grandiosen „Kunst“-Ausstellungen:
Alles, als wenn es Mildred Edie Brady höchstpersönlich geschrieben hätte!
Der berühmte Alan Turing sei in die Orgontherapie gezwungen worden, um seine Homosexualität zu heilen. 1952 beging er Selbstmord.
17. August 2012 um 22:45 |
Ich sehe gerade, das ist die Drecksshow, die in der New York Times beschrieben wird, siehe meinen “Leser”-Kommentar vom 23. Juli.
23. Juli 2012 um 17:05 |
In New York gibt es eine Ausstellung im NewMuseum:
http://www.nytimes.com/2012/07/20/arts/design/ghosts-in-the-machines-at-the-new-museum.html?_r=1&pagewanted=all
13. Juli 2012 um 16:38 |
Eine weitere Künstlerin…
http://beautifuldecay.com/tag/wilhelm-reich/
13. Juli 2012 um 18:48 |
Immerhin versucht die Künstlerin offenbar das Gefühl des Eingesperrtseins im eigenen Panzer zu thematisieren, was mir lieber ist als die intellektuelle Verklausulierung der anderen hier verlinkten Arbeiten.
24. Juni 2012 um 04:29 |
Da gefällt mir ein ehrlicher Text wie dieser hier besser, der zwar versucht alles mit allem in Einklang zu bringen, aber klare Quellen benennt und ohne Untertöne sagt, was er für richtig hält.
http://www.psizentrumbasel.ch/index.php?lebensenergie&print=1
24. Juni 2012 um 02:10 |
Ja, das trifft es! Sie wollen andere mit ihrem Gift infizieren.
Dieser v3rf1ckt3 Sch31ßdr3ck ist einfach nicht auszuhalten.
Wahrscheinlich sind diese Konstruktionen wirklich GK…sollen sie sich selbst in ihre Sch31ß3 setzen!
23. Juni 2012 um 03:55 |
Scheiße, das ist verdammt kontaktlos. Ich könnte schon wieder Kotzen gehen.
Zufälligerweise höre ich gerade das: http://youtu.be/kR2wBBUUxBc
24. Juni 2012 um 00:37 |
Mir geht es genauso!
Man betrachte ihre Uniformen vergleiche sie mit Orgonmedizinern und Orgontechnikern und erkenne ihre sektiererischen Auftrag.
Wen interessieren solche Kunstausstellungen? Das handwerkliche Geschick reicht gerade für einen primitiven Nachbau eines ORAC oder DOR-Buster und zeigt, dass man intellektuell (verarmt) künstlich etwas diskutieren möchte, zu dem man keinen Zugang hat noch haben möchte. “Stattdessen hätten sie auch die Gaskammern von Ausschwitz darstellen können, das hätte zu ihrem Denken besser gepasst.” – Ja, auch dieser Satz ist als pure Kunst zu bezeichnen, dessen Realitätsbezug gleichfalls nur leicht abgewandelt ist.
24. Juni 2012 um 03:54 |
Hm, vielleicht auch mal wieder etwas gutes:
23. Juni 2012 um 01:09 |
Wieder versuchen sich zwei sogenannte “Künstler” an Reich:
23. Juni 2012 um 10:16 |
Die “künstlerische” Ergänzung zu Turners Buch…
7. Oktober 2011 um 05:17 |
[...] auch Das Orgon und die Kunst. Teilen Sie dies mit:E-MailDruckenFacebookGefällt mir:LikeSei der Erste, dem dieser post [...]
15. März 2010 um 19:31 |
Warum gibt es kein einziges konstruktives Hörspiel zu Wilhelm Reich? Nur perverse Kunstverhunzer, die ihr grausames Spiel mit einem verfolgten Naturwissenschaftler treiben.
Es wäre besser, Reichs Werke verfügbar zu machen, als diesen unnötigen Musical-Mist bei Amazon anzubieten.