In der Januarausgabe des The Journal of Nervous and Mental Disease haben Forscher des Pharmaherstellers Eli Lilly (van Rossum et al.) eine Studie über den Zusammenhang von Cannabiskonsum und den Verlauf der Bipolaren Störung („Manische Depression“) veröffentlicht. Über 12 Monate hinweg wurden in den Niederlanden 3459 bipolare Patienten beobachtet. Jene von ihnen, die Cannabis konsumierten, zeigten weniger Compliance (d.h. sie nahmen weniger regelmäßig die ihnen verordneten Medikamente ein) und allgemein eine ausgeprägtere Schwere der Erkrankung. Außerdem litten sie unter mehr manischen und psychotischen Episoden. Sie waren weniger mit ihrem Leben zufrieden und lebten seltener in einer Partnerschaft. Die Daten zeigten einen eindeutigen Einfluß des Cannabis auf die Psychopathologie.
Genauso wie bei der Schizophrenie ist auch bei bipolaren Störungen Cannabis kein Heilmittel, sondern verschlimmert vielmehr das Krankheitsbild. Tragischerweise sind es aber gerade die psychisch Labilen, die zu dieser mörderischen Teufelsdroge greifen.
Wer sich in diesem Zusammenhang über die „Compliance“ aufregt, sollte bedenken, daß es sich hier um eine schwerwiegende Erkrankung handelt, die mit einer generellen Hirnvolumenminderung einhergeht!
Schlagwörter: bipolar, bipolare Störung, Cannabis, Hasch, manisch, manische Depression, Psychopathologie, THC
10. Juli 2012 um 23:55 |
http://de.wikipedia.org/wiki/Devin_Townsend
14. Februar 2013 um 01:08 |
obiges Zitat ist nicht im Wikipedia-Artikel zu finden.
14. Februar 2013 um 10:38 |
Doch!
http://de.wikipedia.org/wiki/Devin_Townsend
7. Juni 2012 um 12:45 |
” haben Forscher des Pharmaherstellers Eli Lilly (van Rossum et al.) ”
Alles klar ?!
Lilly sollte erstmal überlegen, wieso in den USA soviele Rechtsklagen wegen “Zyprexa” eingingen !
7. Juni 2012 um 13:01 |
Klar, wenn mit Zypreaxa was nicht stimmt, liegt natürlich nahe, daß man van Rossum et al. nicht trauen kann! Glasklar!
Dieser Haß auf die ach so schlimmen Psychopharmaka und dieser kindische Glaube an THC. Mangelnde Compliance kann wirklich eine TRAGÖDIE für die Kranken sein und ihnen nahezulegen, daß Cannabis eine gangbare Alternative ist, ist einfach nur eine böse Sauerei!
Hier ein Wort aus der Praxis:
http://www.mentalhelp.net/poc/view_doc.php?type=doc&id=28964
Die Kiffer, die ihre bipolaren “Freunde” in diesen Teufelskreis getrieben haben, waschen ihre Hände natürlich stets in Unschuld und verweisen auf ach so bitterböse Unternehmen wie Lilly.
18. März 2012 um 01:06 |
Auch wenn der Blogeintrag hier schon etwas älter ist, sind die Kommentare hier interessant zu lesen bei schweren psychischen Erkrankungen ist Cannabiskonsum auf keinen Fall zu empfehlen, ich denke auch, dass hier keine Besserung, sondern weitere Komplikationen hinzukommen können. Nun man kann die Auffassung vertreten, dass bei eine chronisch psychotisch Erkrankten es egal sei, ob er sich noch zusätzlich zu den Psychopharmaka mit andern Drogen abschiesst, dennoch ist dies bedenklich, da es darum gehen sollte, dass der Patient aus der “Dauerpsychose” einmal nachhaltig herauskommen sollte.
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Der Unterschied von ener leichten zu einer mittelgradigen und zu einer schweren Depression ist nicht so schwer zu erkennen, wenn man hier beruflich mit zu tun hat. Nur bei schweren Depressionen gibt man heute in vielen Fällen noch Psychopharmaka, vorzugsweise alte sehr bekannte Medikamente, da die neuen keine Besserung brachten und mehr abhängig machen.
Auch bei mittelgradigen Depressionen können mal Medikamente zum Einsatz kommen, um die Symptomatik zu “kopieren”. Eine Psychotherapie ist hier aber anzuraten, sonst wird sich gar nichts ändern, langfristig.
Aber das wird immer auch im Einzelfall entschieden.
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Hier mal ein Kräutertipp zum Verbessern der depressiven Stimmung:
Goldruthentee soll (kurzfristig) helfen zur Stimmungsaufhellung. (eine Tasse am Tag)
Johanniskraut (als eine Tasse Tee) hebt die Depression nach unten auf, hebt aber die Stimmung nicht, man merkt die Schwere der Depression noch.
14. März 2012 um 05:04 |
[...] Bipolare Störungen sind die Hölle auf Erden. Die manischen Phasen, etwa wenn die Patienten in einen ruinösen Kaufrausch verfallen, zerren genauso an der Substanz wie die unweigerlich folgenden depressiven Phasen, in denen das Leben schlimmer ist als der Tod. Es ist, als könne der Organismus nicht mit der natürlichen Pulsation zwischen Expansion und Kontraktion umgehen. Bei Expansion reagiert er „verkrampft“ und erratisch („Manie“), bei Kontraktion verfällt er geradezu in Todesstarre („Depression“). Das ganze erinnert etwas an den Erstickungstod, wo der Organismus auch zwischen grotesker Überaktivität und vollständiger Erstarrung, Aufbäumen und Ergeben ins Unvermeidliche hin und her schwankt, während die orgonotische Pulsation immer schwächer wird. Könnte es sein, daß die bipolare Störungen letztendlich auf eine chronisch reduzierte orgonotische Pulsation zurückgeht? Daß die bipolaren Phasen Ausdruck des „Todeskampfes“ eines sterbenden orgonotischen Systems sind? [...]
31. Mai 2011 um 11:16 |
Hier wird wieder mal die Pharmaindustrie als der Papst der Heilkunde dargestellt.
Ist doch logisch, dass Lily daran interessiert ist, ihren Marktanteil zu sichern und ihn nicht an das viel billigere Cannabis zu verlieren.
Ich kiffe noch nicht so lange um einen Kommentar abgeben zu koennen, aber ich hab die vergangenen Wochen gemerkt, wenn ich sehr “durch den Wind” bin aufgrund meiner bipolaren Størung, dann entspannt mich Cannabis sehr, bin dann ganz ruhig und zufrieden und ausgeglichen.
31. Mai 2011 um 11:35 |
Einfach kurz bei Wikipedia vorbeigeschaut:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bipolare_St%C3%B6rung
31. Mai 2011 um 15:45 |
Nochmal allgemein zur Pharmaindustrie: Ich lese gerade in der Mai-Ausgabe von INFO NEUROLOGIE & PSYCHIATRIE, also etwas, was jeder Psychiater und Neurologe in Deutschland auf den Tisch kriegt: “Wirksamkeit von Antidepressiva nicht ausreichend nachweisbar”. Dabei geht es jedoch nur um leichtgradige depressive Episoden. Für die Studie Barbue et al. wurden 719 Arbeiten gesichtet, von denen gerade mal 6 (sic!) wissenschaftlich so hochrangig waren, daß sie in die Metastudie aufgenommen werden konnten: es gibt keinen signifikanten Unterschied zwischen Antidepressiva und Placebo. Punkt. Ende der Diskussion!
Das gilt aber halt nur für leichte Depressionen. Ganz anders sieht das bei schweren Depressionen aus: “Kirsch et al. und Fournier et al. konnten in einer jeweiligen Metaanalyse zeigen, daß der Effekt der antidepressiven Medikation mit der Schwere der Eingangssymptomatik steigt.”
Was sagt uns das? Das, was die Pharmaindustrie macht, nämlich ihre Medikamente als Glücklichmacher zu verkaufen, ist eine absolute Schweinerei und nichts als kriminelle Geschäftemacherei. Die gleichen medikamente können aber in schweren Fällen Leben retten. Das Elend ist, daß die meisten Menschen (inklusive Ärzten) gar eine Ahnung haben, wie schlimm eine echte Depression ist. Stattdessen wird jede kleine Verstimmung medikamentös “behandelt” und so die Patienten sinnlos in eine Abwärtsspirale getrieben.
Bitte das ganze mit Vernunft und differenziert betrachten!
8. Juni 2012 um 01:39 |
Nur ein Idiot gibt bei einer “leichten” Depression Psychopharmaka. Bei schweren Depressionen hingegen hat man wohl kaum eine andere Wahl als mit Medikamenten zu arbeiten.
Psychopharmaka darf nur individuell gezielt bei schweren psychischen und psychosoamtischen Erkrankungen von einem kompetenten Psychiater gegeben werden. Medikamente sollten aber auch gesprächstherapeutisch begleitet werden, alleine können sie nicht helfen, auch wenn ihr Hauptwirkung wichtig ist und wie hier erwähnt das Leben wieder “rettet” und Lebensqualität zurückgeben kann.
Cannabis lindert teilweise auch Schmerzen, es strukturiert aber nicht den Tagesablauf und gibt keine emotionale Nähe, die für bestimmte Patienten wichtig ist, in diesem Sinne finde ich, ist es keine Therapie. Aber auch Psychotherapie hat ihre Grenze und auf eine aufdeckende oder problemorientierte Arbeitsweise muss dann verzichtet werden, wenn alte Traumas zu groß waren und das ganze Leben bestimmt haben. Eine therapeutische Begleitung mit Tieren hingegen macht dann auch Sinn.
Bipolare Störungen sollen nur eine 50% “Heilungschance” haben d. h. es wird viele Rückfälle geben und dann erscheint Cannabis für manche Erkrankte als Hilfe. Aber auch hier gibt es nicht den einen typischen Verlauf.
Hinweis: Bei allem was hier gesagt wird, sollte deutlich werden, dass man bei einer psychischen Erkrankung sich mit seinem Hausarzt berät, evtl. auch bei der Kasse um Rat fragt und einen Facharzt aufsucht, der weitere Schritte veranlassen wird, wenn man Psychotherapie benötigt. Auf keinen Fall sollte man bei ernsten psychosomatischen/ psychischen Erkrankungen im weitesten Sinne (Depressionen etc. eingeschlossen) einen “Orgontherapeuten” (ungeschützter Titel) aufsuchen, auch wenn wir eine gute Orgontherapie für wichtig und relevant halten.
Ich gehe bestenfalls zum Orgontherapeuten, falls ich einen für mich tauglichen je finden würde, wenn ich mich für kerngesund halte und etwas Selbsterfahrung brauche. Ein anderes Risko würde ich nicht eingehen.
Oder anders ausgedrückt: Ich gehe zu einem Arzt oder Psychologen mit nachweisbarer psychotherpeutischer Qualifikation, weil er als Fachkraft mein Vertrauen hat und menschlich nicht unsympatisch ist, ob er dann noch eine “Orgontherapieausbildung” hat ist mir egal.
Zu Wilhelm Reich wäre ich hingegen nur gekommen, um von ihm etwas zu lernen, nicht aber um eine Heilung zu erwarten.
29. Mai 2011 um 15:32 |
Ich habe durch meineTochter im Jahre 2000 das Kiffen entdeckt und kann nur sagen, dass ich nach 12 versuchten Antidepressiva regelrecht kaputt war. Man wollte mich in der Klinik als süchtig hinstellen – ha!! Dabei bräuchte ich am Tag ein halbes Gramm und ich könnte in einer gleichbleibenden Stimmung bleiben!!!! Aber mir wollte man weiß machen, ich könne eine Psychose bekommen!! Doch nur, damit die Forschung und die Pharmaindustrie hochleben kann!!!!! Mit mir nicht mehr. Leider bin ich eine arme Frührentnerin, die sich hin und wieder ihr Medikament auf dem Schwarzmarkt vom einemPOLIZISTEN kauft!!!! Ich empfehle das Buch “Marihuana, die verbotene Medizin”!!!
29. Mai 2011 um 17:23 |
Eine Warnung an jene, die nun gar “prophylaktisch” Depressionen mit Gras bekämpfen wollen:
http://www.lifeline.de/depression/warum_jetzt/drogen/content-152166.html
Ich persönlich kenne eine ganze Reihe von jungen Menschen, die aufgrund dieses Teufelszeugs ein amotivationales Syndrom davongetragen haben. Diese Antriebslosigkeit hat schon ganze Familien in den Angrund gerissen. Ihrem Polizisten wünsche ich… Ach, lassen wir’s.
10. April 2010 um 07:42 |
Auch diese Berühmtheit plaudert über seinen Hanf-Konsum
17. November 2009 um 00:21 |
Hier, lies mal diese Studie, die zeigt genau das Gegenteil auf. Und ist nicht von einem Pharmakonzern finanziert.
Übrigens: Die medizinische Dosis liegt unter derjenigen, die psychotrope Effekte machen.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19891810?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=1