Jerome Eden: Cloudbusten (Teil 1)

24. April 2014

EDEN BULLETIN (Vol. 4, No. 2, March 1977, S. 7)

Im Dezember 1976 erreichten mich drei Anfragen für Cosmic Orgone Engineering (CORE), d.h. für Operationen zur Wettermodifikation: die erste per Telefon von einem Mann, der eine Gruppe in einem fremden Land repräsentiert, die die Ausbreitung der Wüste bekämpfen will; die zweite von einer Person, die gerne eine Cloudbuster-Demonstration für „Interessierte“ hätte; und die dritte von jemandem „in der Orgonomie“, der fragte, ob ich Schnee bringen könne, so daß er Ski fahren könne.

Soweit es mich betrifft, gibt es nur einen vernünftigen Grund, eine Operation zur Wetteränderung mit einem Reich-Cloudbuster durchzuführen: es muß eine Notwendigkeit sein! Die Erfahrung hat mich gelehrt, daß Cloudbuster-„Demonstrationen“ für „interessierte“ oder „einflußreiche“ Leute Zeitverschwendung sind.

Ich habe keinerlei Bedürfnis mehr irgendjemandem irgendwas zu „beweisen“ oder ihn zu „beeindrucken“. Das, was ich geleistet habe, spricht für sich. CORE-Operationen sind eine todernste Angelegenheit, sie fordern von den Menschen alles, die entsprechend ernst an die Sache herangehen und wissen müssen, worum es geht, einschließlich der Möglichkeit einer Vergeltung durch UFOs! Schnee für jemandes Freizeitvergnügen heranzuschaffen oder Menschen einen Cloudbuster zu „demonstrieren“, die vielleicht aufrichtig besorgt sind oder vielleicht auch nicht, sind, soweit es mich betrifft, keine ausreichenden Gründe, die Gefahr heftiger Wettererscheinungen hervorzurufen (und dieses Risiko besteht immer), sowie meine Gesundheit und mein Leben zu riskieren.

Die meisten Menschen können nicht glauben, daß UFOs real sind und eine Bedrohung darstellen, daß Reich eine Cloudbuster-Schlacht mit UFOs in der Wüste von Arizona ausgefochten hat oder daß ein UFO mich während einer CORE-Operation mit einem „Lichtstrahl“ beschossen hat, was mich für eine Woche mit einem schweren Fall von DOR-Krankheit ans Bett fesselte. Ich glaube es! Ich habe es persönlich erlebt! Aus meiner Warte, ist die Durchführung einer verantwortungsvollen und effektiven Operation eine Sache von Leben oder Tod! Und wer eine solche Operation durchführt, sollte darauf vorbereitet sein mit seinem Leben zu bezahlen. Und das sollte man besser ernst nehmen, denn die Vergangenheit hat zeigt, daß UFOs CORE-Operationen sehr ernst nehmen.

Nun, wenn eine wirklich ernsthafte Einzelperson oder eine Gruppe an der Durchführung unbedingt notwendiger CORE-Operationen interessiert ist, bin ich es auch. Dies bedeutet, daß der Sponsor bereit ist, die Operationen finanziell zu unterstützen, einschließlich dem Bau eines ferngesteuerte Apparats, die Finanzierung einer Machbarkeitsstudie (von einer Woche bis zu einem Monat, je nach Bedarf) und einer entsprechenden Kranken- und Lebensversicherung für das CORE-Personal. Diese Bedingungen sind grundlegende Minimalforderungen, die erfüllt sein müssen, bevor ich bereit wäre, meinen Hals für irgendjemanden hinzuhalten oder auch nur in Erwägung zu ziehen, es zu machen. Der Sponsor riskiert sein Geld, ich jedoch riskiere mein Leben.

Es ist zu erwarten, daß, während die weltweite Dürreentwicklung sich weiterhin verschlimmert, immer mehr Menschen versuchen werden, diese oder jene Situation zu „beheben“, ohne zu wissen, was sie tun oder um was es wirklich geht. Oder sie verschlimmern eine bereits schlimme klimatische Situation durch Ignoranz, Arroganz oder Verachtung und mit einem völligen Mangel an Kontakt. Für mich beinhaltet die Durchführung einer CORE-Operation viel mehr Risiko als die Zündung einer Atombombe! Nun, wenn Sie das nicht wissen oder nicht daran glauben, tut es mir leid für Sie: Sie müssen auf die harte Tour „überzeugt“ werden. (…)

EDEN BULLETIN (Vol. 5, No. 4, Nov. 1978, S. 17)

Bestimmte Emotionelle-Pest-Charaktere, die uns wohlbekannt sind, haben unsere CLB-Arbeit [CLoudBuster] verleumdet. Einer ging so weit, einem Amtsleiter zu schreiben, um jedes Interesse an der Förderung unserer Forschung zu diskreditieren. Solche Angriffe sind durch Haß auf die Orgonomie und Eifersucht motiviert. Wenn sich dieses bösartige Verhalten fortsetzt, werden wir uns gezwungen sehen, die gesamte Angelegenheit öffentlich zu machen. Wir haben dazu die Dokumente, sollte das notwendig werden.

Aufgrund solch böswilligen Verhaltens sind wir jedoch in Zukunft gezwungen, vorsichtiger und umsichtiger bei unserer Feldforschung vorzugehen. Wir bedauern diese Wendung der Ereignisse, genauso wie wir Geheimhaltung verabscheuen, das Markenzeichen der organisierten Emotionellen Pest, der es ewig auf hinterhältige und verschwörerische Weise darum zu tun ist, die lebensfördernde faktische Wahrheit unerbittlich und hinterhältig zu zerstören. Aber im Interesse unserer Arbeit wird diese Haltung beibehalten werden. (…)

EDEN BULLETIN (Vol. 6, No. 2, April 1979, S. 17)

WR gab der Menschheit zwei sichere Indikatoren dafür, daß es in einem Gebiet UFOs gibt oder vor kurzem gegeben hat: hohe Hintergrundstrahlung und DOR-Wolken. Im Dezember 1978 wurden wir vom Management des Schweitzer Ski-Resort in North-Idaho gebeten, eine experimentelle Beschneiungs-Operation mit der Reich-Cloudbuster zu versuchen, da die Schneedecke der Berge ungewöhnlich spärlich war mit schlechten Skibedingungen. (Diese Operation wird in der Mai-Ausgabe 1979 des Journal of Orgonomy veröffentlicht.) Ausgehend von der hochgesättigten DOR-Atmosphäre beim Skigebiet in der Nähe von Schweitzer Mountain, bestand kein Zweifel, daß es ausgeprägte UFO-Aktivitäten gab, jedoch war der Himmel bedeckt und konnte auch wegen der erzeugten Schneefälle nicht direkt beobachtet werden. Dennoch hat uns der Eindruck „UFOs sind in der Region“ nie verlassen.

Ein Beitrag aus dem Daily Bee (Sandpoint, Idaho) vom 21.02.79 gibt unseren Gefühlen Substanz. Die Schlagzeile lautet Meteor taucht große Bereiche des Himmels in Licht: „Ein großer, silbrig-weißer Meteor mit einem langen feurigen Schweif beleuchtete Dienstag den Nachthimmel über Sandpoint für fast 30 Sekunden.“ Die Polizei und das Sheriffs Department erhielten mehrere Anrufe von Anwohnern, die berichteten, das brennende Objekt auf die Erde stürzen zu sehen. Jack Stevens sagte The Bee, er habe den „Meteor“ aus seinem Haus in Kootenai kurz nach 20 Uhr gesehen. „Ich habe schon Meteore gesehen, aber ich habe nie so einen wie diesen erblickt“, sagte er. Stevens erklärte, der „Meteor“ habe den Himmel mit Lichtfortsätzen erhellt und „weißes Licht auf den Boden geworfen, dort wo er und seine Nachbarn standen“. Sie beobachteten das Objekt für 30 Sekunden bevor es hinter Schweitzer Mountain verschwand!

ASSOCIATION FOR LIFE EDUCATION JOURNAL (Vol. 1, No. 1, Nov. 1987)

(…) Michael Tobin aus Irland ist uns seit mehreren Jahren wohlbekannt. Er hat eine lange Geschichte des rebellischen und unverantwortlichen Verhaltens, wie sich aus seinen mystisch-irrationalen gesellschaftspolitischen Ergüssen ablesen läßt, die er früher im Selbstverlag herausgegeben hat.

Leider ist er auf einige von Reichs Werken gestoßen und ging daran, Reichs lebenspositive Arbeit in der Art und Weise des allzu bekannten mystisch-mechanistische Machthungrigen zu verwursten. Er ist der typische egozentrische Neurotiker, der wähnt als Chirurg arbeiten zu können, nachdem er ein Buch zu diesem Thema gelesen hat. So ging Tobin nach der Lektüre von Dr. Elsworth Bakers Der Mensch in der Falle, und ohne persönliche Umstrukturierung durch einen qualifizierten medizinischen Orgonomen, zunächst daran, an sich selbst zu „arbeiten“, um dann seine Freundin zu „therapieren“, die nach Tobins eigener Angabe zusammenbrach und nicht mehr arbeitsfähig war.

Nicht damit zufrieden, an ahnungslosen Einzelnen zu „operieren“, behauptet Tobin jetzt den Cloudbuster „erfunden“ zu haben (The Globe, 8. September 1987): „Der 53 Jahre alte Erfinder aus dem County Donegal im Nordwesten Irlands hat einen gigantischen Apparat gebaut, der, seiner Behauptung nach, die grüne Insel den ganzen Winter über warm halten – und die schrecklich kalte Luft in die USA senden wird…“

„Er wischt alle Kritik vom Tisch, daß es für unschuldige Ausländer alles noch schlimmer macht, wenn er die Stürme von Irland fernhält. Tatsächlich habe er die Pläne für die Maschine in die ganze Welt geschickt, so daß andere Länder ihre eigenen Cloudbuster bauen können.“

Wir veröffentlichen das, um die „Unschuldigen“, die ihn unterstützen könnten, darauf hinzuweisen, daß er vollkommen verantwortungslos und gefährlich ist und daß er dem irländischen Volk und der Insel nur atmosphärische Zerstörung und Dürre (oder Flutkatastrophen) beschert.

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Die Natur des Cloudbusting

23. April 2014

Um das Cloudbusting richtig einordnen zu können, darf man nicht aus den Augen verlieren, um was es eigentlich geht. Es geht nicht (jedenfalls nicht primär) um die Atmosphäre, sondern um die Menschen. Menschen können in einer DOR-verseuchten Umwelt nicht frei leben („nicht frei atmen“, wie man so schön sagt), da zu ihrer individuellen Panzerung die atmosphärische Panzerung hinzutritt.

Dieser Gedanke ist so alt wie die Umweltverschmutzung. Man denke nur an den Arzt Paracelsus und seine „Fünf-Seins-Lehre“: 1. Ens dei, die Kraft Gottes; 2. Ens astrale, die Sternenwelt; 3. Ens veneni, der Gifthauch; 4. Ens spirituale, die seelischen Kräfte; und 5. Ens naturale, die körperlichen Kräfte. Der „Gifthauch“ oder das „Miasma“ (mal aria = schlechte Luft) entspricht dem atmosphärischen und organismischen DOR. Im Mittelalter konnte ein Kohleverbrenner gestreckt, gehenkt und gevierteilt werden; eine derartige Angst hatte man vor der „schlechten Luft“. Im Unterschied zu Koks erzeugt Kohle nämlich Unmengen an Rauch und Gestank.

Daß das mit dem Ens veneni nicht so abwegig ist, zeigt sich an der Greifbarkeit des organismischen DOR. Reich wies darauf hin, „daß wenn man stark ‚DOR-befallen‘ ist und ein Bad nimmt, sich das Wasser ausgesprochen schwarz oder schwarzblau verfärbt, egal wie sauber der Betroffene ist“ (Charles R. Kelley: „DOR and Bathing“, The Creative Process, 2(4), 1962, S. 123).

Vielleicht wegen des gegenwärtigen atmosphärischen DOR-Notstandes die moderne Obsession mit den Begriffen „fresh“ und „light“?

Cloudbusting ist atmosphärische Heilung. DOR wird aus der Atmosphäre abgezogen, deren integraler Bestandteil nicht zuletzt der Mensch ist. Wenn der DOR-Index in der Umgebung fällt, kommt es zu Rissen in der Panzerung. Der Cloudbuster war für Reich in erster Linie ein Werkzeug der „Sozialpsychiatrie“. Ich bin überzeugt, daß etwa der Islam in Saharasia und den Innenstädten eine Funktion der hohen DOR-Konzentration ist. Zum Beispiel könnte man mit EntDORen des Himmels über Iran eine demokratische Revolution provozieren. Entsprechend liegt das Stichwort „Gedankenkontrolle“ gar nicht so daneben.

Daher auch das Mißverständnis des Cloudbusting-Konzepts durch Mystiker und Verschwörungstheoretiker. Man denke nur an „Montauk“. Kenn Thomas hat in seinem Buch Mind Control, Oswald & JFK darauf hingewiesen, daß die Kolumnistin Dorothy Kilgallen 1964 in einem ihrer Artikel Lyndon B. Johnson bat, sich „beim Außenministerium (…) den Führern der Teilstreitkräfte oder unseren führenden Wissenschaftlern zu erkundigen, um herauszufinden, was wir, wenn überhaupt, unternehmen, um die Auswirkungen des ‚Cloudbusting‘, das in seiner entwickelten Form Gedankenkontrolle bedeutet, zu erkunden (…).“

Jerome Greenfield berichtet:

[Im August 1955 veranstaltete Reich] seine letzte orgonomische Konferenz in Orgonon. Auf der Tagesordnung standen Berichte über das Arizona-Projekt, die Diskussion der aktuellen Rechtslage und die Vorstellung des Konzepts einer „atmosphärischen Medizin“. Letzteres bestand aus zwei Teilen: einmal dem Gedanken, daß nach dem Muster des Cloudbusters, der der Atmosphäre DOR entziehen konnte, eine kleinere Version dieses Gerätes, die Reich entwickelt hatte und die er als „medizinischen DOR-Buster“ bezeichnete, eingesetzt werden konnte, um den menschlichen Organismus von DOR zu reinigen; zum zweiten der Vorstellung, daß eine mit DOR verseuchte Atmosphäre die Gesundheit ganzer Völker gefährden konnte. Die Grippeepidemie, die zu dieser Zeit in den Vereinigten Staaten grassierte und einem Virus zugeschrieben wurde, das nicht identifiziert werden konnte und daher „Virus X“ genannt wurde, war in den Augen Reichs ein konkretes Beispiel für eine durch die Verseuchung der Atmosphäre verursachte epidemische DOR-Krankheit. „Atmosphärische Medizin“ bedeutete also auch die Suche nach Methoden, die Gesundheit der Menschen durch die Dekontaminierung der Atmosphäre positiv zu beeinflussen. (USA gegen Wilhelm Reich, S. 218)

Elsworth F. Baker notierte in seinen Erinnerungen zum Stichwort „atmosphärische Medizin“:

Krankheiten können behandelt werden, indem die abgestandene Energie mit dem DOR-Buster abgezogen wird und durch Sauberhalten der Atmosphäre mit dem Cloudbuster. (“My Eleven Years with Wilhelm Reich”, Journal of Orgonomy, 18(1), 1984, S. 11-28)

Der Orgonom Morton Herskowitz fühlte sich nach der Orgontherapie bei Reich auf dem Heimweg immer wie gereinigt, auch ohne daß Reich zu diesem Zeitpunkt den DOR-Buster bereits benutzt hatte („Recollections of Reich”, Journal of Orgonomy, 12(2), 1978, S. 185-200). Dieser war einfach nur die Fortführung von Reichs therapeutischem Ansatz: den Menschen von seiner „dreckigen“ Mittleren Schicht (DOR) zu befreien.

Bezeichnenderweise entdeckte Reich den Medical DOR-Buster durch Selbstanwendung, als er versuchte, eine schwere Heiserkeit zu überwinden (Baker: „My Eleven Years with Wilhelm Reich“, Journal of Orgonomy, 17(1), 1983, S. 28-55). Danach ist wenig über den Medical DOR-Buster veröffentlicht worden. Ich verweise auf Eva Reichs Bericht „I was the Strange Doctor“ (International Journal of Life Energy, Vol. 1, No. 1 (o.J.), S. 31-42) und eine kurze Notiz von Baker, wo er beschreibt, wie er eine Herpesinfektion erfolgreich mit dem Gerät behandelt hat (Journal of Orgonomy, 16(2), 1982, S. 159f).

Der zweite Aspekt der sozialen Seite des Cloudbusting hat mit der Arbeitsdemokratie zu tun. Es geht nicht an, daß (buchstäblich) über die Köpfe der Menschen hinweg nicht nur das Wetter modifiziert wird, sondern gewisserweise auch ihre Charakterstruktur. Entsprechend muß die Bevölkerung im Gebiet, das unmittelbar vom Coudbusting betroffen ist, in die arbeitsdemokratische Zusammenarbeit eingebunden werden. Letztendlich ist es eine Aufgabe der gesamten Menschheit, da die Atmosphäre keine Grenzen kennt. Damit erübrigen sich alle aufgeregten Debatten um die „Ethik“ von Cloudbuster-Operationen.

Elsworth F. Baker erinnert sich:

Am 1. Februar [1955] schrieb Reich aus Arizona, um mir zu sagen, daß er ein sehr angenehmes Treffen mit mehreren Köpfen diverser Organisationen – Landwirtschaft, Viehzucht, Industrie- und Handelskammer – und mit zwei Physikern von der Universität von Arizona hatte. Das Treffen dauerte zwei Stunden und der Kontakt sei sehr gut gewesen. Reich schlug die Bildung eines „Bürgerkomitees“ vor, um seine Arbeit fortzusetzen. („My Eleven Years with Wilhelm Reich (Part XIV)”, Journal of Orgonomy, 17(1), May 1983, S. 31)

Eine Operationsbasis wurde bei Jacumba errichtet, wo (…) Moise blieb und weiterhin abzog (…). Der Bauer, auf dessen Land die Cloudbuster stationiert waren, wurde im Cloudbusting unterrichtet und bekam die Verantwortung für die Fortsetzung der Arbeiten übertragen, um die [atmosphärische] Blockierung offen zu halten. (ebd., S. 33)

cloudbustnatur

Orgonometrie (Teil 2) VI.3.d.

22. April 2014

orgonometrieteil12

Orgonometrie (Teil 2):

VI. Die Lebensenergie (Orgon) in der Schulphysik

1. Die mathematischen Grundlagen der Schulphysik

a. Algebra
b. Differenzieren
c. Integrieren
d. Vektoren

2. Körper in Bewegung

a. Masse
b. Jenseits der Masse
c. Himmelsmechanik
d. Die Kreiselwelle
e. Kosmische Überlagerung

3. Der Orgonenergie-Akkumulator

a. Die Kreiselwelle (Schwingungen und Wellen)
b. Wellen im Orgonenergie-Medium
c. Von der Thermodynamik zum Orgonenergie-Akkumulator
d. Von der Elektrostatik zum Orgonenergie-Akkumulator

Der Rote Faden: Kommunismus und Psychoanalyse (Teil 3)

21. April 2014

Reich „sagte, wir könnten die FDA-Untersuchung nicht verstehen, solange wir uns nicht die ganze rot-faschistische Kampagne vor Augen hielten, die 1931 begann“ (Protokoll der dritten jährlichen Sitzung der Wilhelm Reich Foundation, 22. August 1952, in: Elsworth F. Baker: „My Eleven Years with Wilhelm Reich (Part VII)“, The Journal of Orgonomy, 13(2), Nov. 1979, S. 178).

Den Hintergrund von Reichs Problemen mit der KPD, die sich im Spätherbst 1932 zuspitzten, findet sich in den Erinnerungen von Günter Reimann, damals ein führendes KPD-Mitglied, der 1932 die UdSSR besuchte. Die Leitung der KPD sei, so Reimann, nicht durch die Lage in Berlin beeinflußt worden, sondern durch die Situation in Moskau. Die katastrophale Krise von Stalins Fünfjahresplan hatte dessen persönliche Macht im Kreml Anfang 1932 tieferschüttert. Es lag eine Art „Prager Frühling“ in der Luft. Die Führer der Komintern, mit Bela Kun an der Spitze, zogen ernsthaft eine Abkehr vom Stalinismus innerhalb der KPs des Westens in Betracht. Dann hätte es „Säuberungen“ in der „stalinistischen“ Führung der deutschen KP gegeben. Die Führer der KPD waren daher sehr zufrieden, als im Herbst 1932 Stalin seine persönliche Macht konsolidieren konnte (Diethart Kerbs und Henrick Stahr (Herausgeber): Berlin 1932, Berlin 1992, S. 157).

Aus dieser Perspektive macht es zumindest teilweise Sinn, wenn Reich 1952 schrieb, daß „die Orientierung der kommunistischen Parteien in Deutschland und Österreich im wesentlichen demokratisch war“ (Menschen im Staat, Frankfurt 1995, S. 21) Natürlich kann man sagen, daß nichts von der Wahrheit, d.h. der Stalinistischen Wirklichkeit seit 1929, entfernter sein kann, solange man nicht das missionarische Anwerben neuer Mitglieder als „demokratisch“ betrachten will, aber immerhin – es hätte auch anders kommen können, ein „Prager Frühling“. Reich schönte die Vergangenheit, damit sie in die Erzählung seines eigenen „Entwicklungsromans“ besser hineinpaßte, jedoch kann man bei gutem Willen einen Wahrheitskern erkennen…

In dem Eissler-Interview von 1952 sagt Reich, daß er, Reich, die psychoanalytische Verschwörung gegen ihn „zuerst dieser oder jener Person, der Psychoanalytischen Gesellschaft, einem Verrat an Freud oder der Psychoanalyse anlastete. Es stellte sich heraus, daß das alles nicht stimmte“ (Von der Psychoanalyse zur Orgonomie, Berlin 1984, S. 18). Reich erkannte, daß, genauso wie in der kommunistischen Verschwörung gegen ihn, Modju Schuld war. Wobei man Modju nicht einfach mit dieser Person oder jener Person gleichsetzen kann. Der Unterschied findet sich im Abschnitt „Wer ist der Feind?“ des Anhangs von Christusmord. Der Feind ist die „ansteckende Fäulnis“, die Emotionelle Pest, die sich im pestilenten Charakter kristallisiert, der zum Kondensationskern immer neuer Pestattacken wird.

In Bezug auf den Kommunismus schreibt Reich:

Man muß zurück zu den einfachen Wurzeln der Verschwörung, um von dort den Hauptzweigen der Ereignisse zu folgen, da später die Beziehungen von Tausenden von Wörtern und Verwirrungen ihre Verbindungen zu ähnlichen Ursprüngen verbergen, so daß sich jeder Teilnehmer an der Verschwörung seiner Rolle, den Prozeß am kochen zu halten, nicht bewußt wird, noch weiß, daß er von Moskaus Agenten, die hinter den Kulissen aktiv sind, kühlüberlegt angespornt wird. (The Red Threat of a Conspiracy, Rangeley, Maine: Orgone Institue Press, 1955, S. 11)

In seinem Rundbrief vom 31. Dezember 1939 berichtet Fenichel über die November-Ausgabe der politischen Zeitschrift der USKP, The Communist, weil sie sich wieder mit der Psychoanalyse beschäftigt, R.L. Gley: „Freudism – Psychology of a Dying Class“. Fenichel: „Die Art, wie hier Wissenschaft betrieben wird, ist (offenbar in gleicher Weise wie anderes, was in dieser Partei geschieht) himmelschreiend. Ich habe selten ein so oberflächliches, falsches und so tendenziös-mißverstehendes Urteil über die Psychoanalyse gelesen.“ Fenichel referiert Gley’s Artikel:

(…) Sodann teilt der Autor die Schüler Freuds in „conservatives“ und „radicals“ ein und bemüht sich zu beweisen, daß in seinem Sinne beide reaktionär seien. Als „radical“ wird zuerst Alfred Adler besprochen (!), – aber als „Austro-Marxist“ abgetan. Mehr Respekt zollt der Autor Karen Horney, von der er nur mit Recht sagt, daß ihre Lehre nicht mehr Psychoanalyse sei. – Reich muß sich sagen lassen, daß er genau denselben Fehler begehe wie Glover: Während Glover „irrationales Verhalten“, das letzten Endes aus eingeborenen Trieben stamme, für Kriege und Sitzstreiks verantwortlich mache, so Reich für Reaktion und Streikbruch. (119 Rundbriefe, Bd. 2, S. 1245f)

Das war 1939. Die kommunistischen intellektuellen Amerikas wußten alles über Reich, der die menschliche Irrationalität mit der Struktur des menschlichen Charakters erklärte, ehe Reich überhaupt im Land war.

Fenichel am 15. Juni 1944:

Was die Psychoanalyse in der Sowjetunion betrifft, finde ich einen nicht sehr aufschlußreichen Satz in einer Rezension‚ „Collected Papers of the First Moscow Psychiatric Institute“, aus dem Jahre 1940 besprochen von Kasanin (Psychoanalytic Quarterly, 13, 1944, 224-226): „Der Band enthält eine umfangreiche Studie von Djagarov und Balabanova über die Geschichte der Psychotherapie von psychischen Erkrankungen. Es gibt eine interessante Bemerkung über Psychoanalyse und ihren Platz in der Behandlung von Neurosen. Ansichten werden vorgebracht, die an die Werke von Karen Horney und ihrer Schüler erinnern.“ (ebd., S. 1835)

Sowohl die Kapitalisten als auch die Kommunisten folgen den oberflächlichen Psychologien a la Karen Horney.

In seinem Rundbrief vom 30. Januar 1940 berichtet Fenichel über den Artikel von einem Burrill Freedman („der, wie ich glaube, Schüler des New York psychoanalytischen Instituts ist“): „Psycho-social Repression and Social Rationalization“ (American Journal of Ortho-Psychiatry, 9, 1939, 109-123). Der übliche Freudo-Marxistische Schwachsinn. Fenichel‘s Referat des Artikels endet wie folgt:

Im allgemeinen bringt jede kapitalistische Ordnung eine relative Stärkung der anal-sadistischen Triebe in den einzelnen Individuen, besonders auch des Sadismus. Dies aber erzeugt neue Widersprüche, weil die sadistische Stauung den Idealen widerspricht. Die Wirklichkeit ist schließlich stärker als die „nachhinkenden“ Ideale. Die immanenten Widersprüche der heutigen Ordnung, die keinen anderen Ausweg mehr übrig lassen, werden schließlich auch Ideale und Illusionen zersprengen. „Ich-Ideale … einer aggressiven und anti-kapitalistischen Natur werden derzeit zunehmend dokumentiert.“ Und damit auch über die politische Gesinnung des Autors kein Zweifel sei, glaubt er, dies erläutern zu sollen: „Unter den gesellschaftlichen Einflüssen, die einen Beitrag zu dieser ideologischen Tendenz leisten, muß der der Sowjetunion besonders hervorgehoben werden.“ (ebd., S. 1268-1270)

Fenichel fährt fort:

Erfreulicher ist ein Manuskript, das mir aus dem gleichen Kreise zugeschickt wird: Edmund Weil „The Causes of War, Some Psycho-Dynamic Consequences of the Class-Nature of Society“. – Diese Arbeit ist „analytisch-marxistisch“ auch nach unserer Auffassung. Sie bietet uns allerdings nicht viel Neues, erstens weil sie im Wesentlichen wiederholt, was schon in Reich (dies ein bißchen zu viel), Fromm und Fenichel steht (…).

Weil endet seinen Artikel in der gleichen Weise wie Freedman. Fenichel berichtet: „Leider schließt auch dieser Autor mit dem Hinweis darauf, daß er glaubt, daß die Existenz der Sowjetunion diese Hoffnung auf der anderen Seite bestärke und daß dort dem Aggressionstrieb, etwa in der Stachanoff-Bewegung, die beste Sublimierung der Aggressionsneigungen in Arbeit geboten wird. Dieser Schluß ist bedauerlich” (ebd., S. 1271-1274).

Fenichel erwähnt In seinem Rundbrief vom 23. Mai 1940 George B. Wislockis Besprechung im Psychoanalytic Quarterly von Henry E. Sigerist: Socialized Medicine in the Soviet Union, New York 1937. Wislocki „ist mit Sigerist darin einverstanden, daß die ‚Sozialisierung‘ der Medizin vielfache Vorteile bringt, betont aber, daß Psychoanalyse auf der ‚Freiheit der Forschung‘ beruht, die es in der Sowjetunion nicht gäbe“ (ebd., S. 1314).

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Der Rote Faden: Kommunismus und Psychoanalyse (Teil 2)

20. April 2014

Zu seiner Überraschung erfährt Otto Fenichel Mitte 1938, daß der New Yorker Psychoanalytiker Monroe A. Meyer (1892-1939) ein Kommunist ist (119 Rundbriefe, Bd. 2, S. 884). Meyer war Mitbegründer des New York Psychoanalytic Institute und starb1939. Es gab offensichtlich Kommunisten in der New Yorker Gruppe von Sandor Rado. Ende 1938 zitiert Fenichel einen Brief aus New York: „Es gibt hier eine Reihe von Ärzten in der Analyse oder analytisch interessierte, links orientiert, die sich innerhalb der (New Yorker Psychoanalytischen) Vereinigung organisieren möchten. Sie interessieren sich für Sie (Fenichel).“ Fenichel fragt: „Sollte es sich um den stalinistischen M. (onroe) M. (eyer) handeln?“ (ebd., S. 993).

Mehr über die Fraktion der linken Psychoanalytiker in New York: „An der Spitze der Gruppe steht ein Psychiater (PN: Monroe Meyer?) – Analysand von Ophuijsen, Linienmensch (PN: „Parteilinie“ – bezieht sich dies auf die KP oder die Psychoanalyse?). Unlängst haben sie eine Sitzung mit einem Referat über Fenichels ‚Psychoanalyse als Keim einer zukünftigen dialektisch-materialistischen Psychologie‘ (PN: Erstveröffentlichung in Reichs Zeitschrift!) gehabt.“ (ebd., S. 1070).

Schließlich erhält Fenichel endlich einen Brief (der Autor wird Monroe Meyer sein) von der besagten Gruppe:

Seit einiger Zeit bin ich sehr interessiert an der Beziehung der Psychoanalyse zu sozialen Problemen. Etliche junge Psychiater, Analytiker und andere teilen dieses Interesse und wir haben eine Diskussionsgruppe organisiert, die sich von Zeit zu Zeit trifft. Unser letztes Treffen vor etwa einem Monat war einer Diskussion der Punkte gewidmet, die in Ihrer Antwort auf Glover über den Krieg und Ihren Artikel über Dialektischen Materialismus und Psychoanalyse aufgeworfen worden sind. Ein Mitglied der Gruppe übersetzte Ihre Artikel (die ich von Edith Buxbaum geliehen hatte), las sie der Gruppe vor und es folgte eine lebhafte Diskussion.

Unsere Situation im Hinblick auf das Problem der Formulierung der Beziehung zwischen einer dialektisch-materialistischen Psychologie, welche die Psychoanalyse tatsächlich ist, und einer dialektisch-materialistischen Soziologie ist sehr komplex. Wie Sie wissen, betrachten die meisten progressiven linken Gruppen die Psychoanalyse mit Argwohn. Sie sehen sie in ihren Konsequenzen als reaktionär. Diese Sichtweise wird natürlich angeregt von Werken wie denen Glovers über das Problem des Krieges und ähnliche „Erklärungen“, daß der Verrat in München durch eine homosexuelle Panik, die Hitler bei Chamberlain geweckt habe, verursacht wurde. Neben Unsinn dieser Art, die auch in der Formulierung zum Ausdruck kommt, daß alle progressive politische Tätigkeit eine Neurose ist, die durch Psychoanalyse geheilt werden müsse, haben wir ein noch größeres Problem.

Es gibt eine Reihe von Psychoanalytikern in New York mit einer progressiven politischen Sichtweise, die versuchen, eine linke Perspektive für die Gesellschaft mit der Psychoanalyse zu verbinden. Leider haben sie gleichzeitig drastische Veränderungen in ihrer [Form von] Psychoanalyse vorgenommen, daß ich ernsthafte Zweifel habe, daß das, was nach der Revision übrigbleibt, noch Psychoanalyse ist. Die Hauptvertreter dieser Ansichten sind Karen Horney und Kardiner. Das Ergebnis ihrer Tätigkeit war, daß viele Leute zu glauben anfangen, daß es eine wesentliche Verbindung zwischen diesen drastischen Überarbeitungen der Psychoanalyse und einer progressiven Sicht gibt. Es hat die Menschen, die eine linke Anschauung haben und zur gleichen Zeit an die Freudsche Psychoanalyse glauben, in die Defensive versetzt. Die Situation wird weiter durch die Tatsache erschwert, daß das New York Psychoanalytic Institute von Radó kontrolliert wird, der eine tiefe Feindschaft zu Freud und zur Psychoanalyse hat, obwohl er noch diesen Begriffen anhängt. (…)

Ich kenne einige der Schriften von William (PN: sic!) Reich über die Beziehung der Psychoanalyse zum Marxismus. Seine anschließende Entwicklung ist, sowohl aus analytischer als auch aus marxistischer Sicht, natürlich sehr bedauerlich gewesen. Allerdings habe ich von einem seiner Artikel, der in Unter dem Banner des Marxismus unter dem Titel „Dialektischer Materialismus und Psychoanalyse“ erschienen ist, eine Menge gelernt. Ich habe Ihre Artikel, die wir auf unserer letzten Sitzung besprochen haben, sehr genossen. Am durchweg hilfreichsten und anregendsten fand ich aber Ihren Artikel im Psychoanalytic Quarterly über „The Drive to Amass Wealth“ (PN: 1938, 69-95). Ich hatte den Eindruck, daß dies ein perfektes Beispiel für die Art und Weise ist, mit einem Phänomen aus der Trieb- und gleichzeitig aus der sozialen Perspektive umzugehen. Ich freue mich sehr, weitere Artikel von Ihnen in dieser Richtung zu lesen. (ebd., S. 1081-1083)

Nach einer Anmerkung der Herausgeber der 119 Rundbriefe war unser stalinistischer Psychoanalytiker Meyer 1938 Mitglied der Redaktion des Psychoanalytic Quarterly (ebd., S. 1184).

Schwerpunkt des Rundbriefs vom 12. März 1939 ist eine Besprechung von Francis H. Bartlett: „The Limitation of Freud“ (Science and Society, A Marxian Quarterly, III/1, Winter 1939). Wichtig ist, daß Bartlett eine hingebungsvolle Stalinistin war, die gleichzeitig sehr an der Psychoanalyse interessiert war und die die UdSSR als ein Paradies ohne Notwendigkeit eines Über-Ich und der Unterdrückung der Triebe beschreibt. Fenichel kritisiert diese Haltung als unwissenschaftlich. Interessant ist auch, daß sie nie Reich zitiert, Fenichel jedoch glaubt, sie habe Reich tatsächlich studiert. Ihre Analyse des Über-Ich und des Verhaltens der unterdrückten Klassen, sowie ihre Analyse des Todestriebes, mache es ganz offensichtlich, daß sie Reich gelesen habe (ebd., S. 1070-1081).

In seinem Artikel „The Biological Revolution from Homo Normalis to the Child of the Future“, den Reich 1950 geschrieben haben muß, beschreibt er das Bündnis zwischen dem Roten Faschismus und der Psychoanalyse:

Im kommunistischen Lager entdeckte Homo normalis die psychoanalytische kulturelle Anpassung, nachdem Homo normalis im psychoanalytischen Lager die sexuelle Theorie getötet und sie dem Vergessen anheim gegeben hatte. Nun, da die Idee der menschlichen Emanzipation genauso tot ist wie die Lehre von der Sexualbiologie des Kleinkindes, finden sich die Homines normales beider Lager vereinigt im gemeinsamen Kampf gegen die Sexualökonomie, die ihre Aktivitäten bedroht. Biopathische alte Jungfern der Linken schlossen sich mit den alten Jungfern der kulturellen Front zusammen.

In diesem Zusammenhang verweist Reich auf die Veröffentlichung des Brady-Artikels im Bulletin der renommierten Menniger-Klinik im Jahre 1948. Er fährt fort:

Dennoch setzte sich der Kampf für die Rechte des gesunden Kindes fort. Nachdem die Orgonbiophysik innerhalb der Vereinigten Staaten immer mehr Boden und Vertrauen gewonnen hatte, begannen wirklich lebendige und mutige Amerikaner ab ca. 1945 sich in der Tagespresse zugunsten natürlicher infantiler Genitalität zu Wort zu melden. Dies war ein großer Schritt vorwärts. Während die linken Retter der Menschheit nach einer roten oder rosafarbenen Revolution riefen, spielte sich die wahre soziale Revolution, die Revolution, die Auswirkungen auf die Erziehung der Kinder hat, hier vor den Augen der Menschen ab. Diese Revolution wurde von Marxisten und Psychoanalytikern gleichermaßen bekämpft. Sie lief ab ohne Marschmusik und Salutschüsse. Glücklicherweise nahm niemand, der sich selbst als Vater aller proletarischen Völker bezeichnet, daran teil. Stattdessen waren die Teilnehmer motivierte, lebendige Männer und Frauen aus den Bereichen Bildung und Medizin, die ihre Pflicht taten. (Orgonomic Functionalism, Vol. 1, Spring 1990, S. 37)

russueberich

Der Rote Faden: Kommunismus und Psychoanalyse (Teil 1)

19. April 2014

Die folgenden Informationen über die Psychoanalytikerin Marie Langer habe ich ihrem Buch Von Wien bis Managua. Wege einer Psychoanalytikerin (Freiburg 1986, Originalausgabe Mexiko 1981) entnommen.

Geboren 1910, wuchs die Jüdin Langer im Roten Wien auf. Als sie noch jung war, trat sie mit genau den gleichen Gründen wie gleichzeitig Reich der KPÖ bei: weil die Kommunisten die baldige Revolution versprachen, während die Sozialdemokraten (und die österreichischen Sozialdemokraten waren in ganz Europa die radikalsten!) den Status Quo repräsentierten und den Sozialismus für die Zukunft versprachen, wenn sie 50 Prozent plus 1 der Stimmen erlangt hätten.

Reich sprach noch 1945 verächtlich von den „Sozialdemokraten der Tiefenpsychologie“, die sich an die Moral der Mehrheitsgesellschaft anpassen (American Odyssey, S. 303). Er haßt sie noch so, wie er sie 18 Jahre zuvor gehaßt hatte, als er mit der Sozialdemokratie brach.

Als Langer die Entscheidung treffen sollte, der KPÖ beizutreten, wurde sie gefragt, ob sie sich nicht zunächst der Roten Hilfe anschließen wolle, einer weniger radikalen Organisation. Sie trat jedoch unmittelbar der KP bei. Reich beharrte später in den USA darauf (die Wahrheit verbiegend), nur über die Rote Hilfe mit der KP verbunden gewesen zu sein.

Das Dollfuß-Regime kam, danach der etwas liberalere Schuschnigg. Langer war ein normales Parteimitglied, das an der politischen Agitation beteiligt war. Ihr erster Kontakt mit der Komintern lief über einer Freundin außerhalb der Partei. Ein polnisches Mädchen, das mit einem US-amerikanischen Medizinstudenten verlobt war. Eines Tages sagte das Mädchen zu Langer, daß sie und ihr Freund der Komintern beigetreten seien und sie auf dem Balkan arbeiten würden, wenn er sein Medizinstudium abgeschlossen habe. Für Langer reichte es, nur gewöhnliches Parteimitglied zu sein.

Anfang 1935 war sie Ärztin. Sie ging zu Richard Sterba, um sich analysieren zu lassen. Viel später seien sie und Sterba auf dem Psychoanalytischen Kongreß in Paris 1961 enge Freunde geworden. Sie besuchte Sterba jeden Sommer in Detroit. Die Analysen mit Sterba in Wien wurden zu einer Ausbildung-Analysen und Langer wurde damit zu einer „kommunistischen Psychoanalytikerin“. Nachdem jedoch Edith Jacobsohn in Berlin verhaftet worden war, beschloß die Wiener Vereinigung, daß kein Psychoanalytiker Mitglied einer subversiven Partei sein könne oder auch nur Mitglieder einer subversiven Partei behandeln dürfe. Das war natürlich undurchführbar, da in Österreich sowohl die Kommunisten, die Sozialdemokraten als auch die Nationalsozialisten illegal waren. In der Partei sagte Langer nichts über Psychoanalyse und in der Psychoanalyse sagte sie nichts über die Partei. Reich geriet in Schwierigkeiten, weil er versuchte Psychoanalyse und Kommunismus zu koordinieren!

1936 gingen sie und ihr Freund in den spanischen Bürgerkrieg, wo sie als Ärzte arbeiteten. 1938 ging sie nach Frankreich und weiter nach Uruguay. Sie studierte in Argentinien Psychoanalyse unter Angel Garma (1904–1993), dem Leiter der psychoanalytischen Gruppe in Buenos Aires. Garma hatte seine Ausbildung in Deutschland absolviert, war 1931 Mitglied der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft, d.h. zur gleichen Zeit wie Reich. Dann Spanien und Frankreich. In Spanien war er der Ausbildungsanalytiker von Guillermo Ferrari-Hardoy.

Angel Garma, Celes Ernesto Cárcamo, Guillermo Ferrari Hardoy, Pichon Riviere, Arnaldo Rascovsky und Marie Langer gründeten die Argentinische Psychoanalytische Vereinigung. 1942 ging Ferrari-Hardoy (zusammen mit Marie Langer und anderen) in die USA, im Jahr 1945 zu Reich, bei dem er bis 1950 studierte. Er kehrte in den 1960er Jahren nach Argentinien zurück, wurde aber von seinen ehemaligen Kollegen ignoriert.

Langer selbst blieb eine Kommunistin, eine Anhängerin von Stalin – und wurde auch eine Anhängerin von Melanie Klein. Diese, wenn man so will, „Todestriebkommunistin“ sagt über Wilhelm Reich, die Sexpol sei zwar wichtig gewesen, habe aber nicht in die Zeit gepaßt. Beispielsweise sei in Berlin 1932/33 sexuelle Freiheit nicht erste Priorität gewesen. (Im 3. Teil werden wir erfahre, was Priorität hatte!) Reichs Analyse der deutschen Familie und Ideologiebildung sei brillant, aber Genitalität als Zeichen von Gesundheit sei ein Mythos. Langer weist dazu auf ihre Fälle hin. Beispielsweise trennte sich eine Patientin von ihrem Ehemann, hatte einen jungen Freund und zum allerersten Mal in ihrem Leben einen Orgasmus. Ein paar Tage später wurde sie psychotisch ins Krankenhaus eingeliefert und eine chronische Schizophrenie diagnostiziert. Somit sei der Orgasmus nicht das Kriterium von Gesundheit! Reich habe auch falsch gelegen, da Orgasmus und Genitalität nicht dasselbe sind, denn der Orgasmus könne, so Langer, sowohl Ergebnis genitaler als auch prägenitaler Prozesse sein!

Langer ist nicht nur eine sozio-politische, sondern auch eine psycho-medizinische Quacksalberin! Es ist offensichtlich, warum Reich die Psychoanalytiker und Marxisten zu hassen anfing!

Neben Ferrari-Hardoy gehörte auch der argentinische Psychoanalytiker Alberto Tallaferro (Jahrgang 1916) zu Reichs Schülern. Tallaferro ist Autor von einem Curso Basico de Psicoanalisis, der deutlich von Reich beeinflußt wurde und diesen häufig erwähnt. In Where’s the Truth? ist ein Brief Reichs an Tallaferro von Mitte 1950 abgedruckt. Die Herausgeber bezeichnen ihn als „a student of Reich’s“.

kommipsycho

Kennzeichen eines linken Ideologen

18. April 2014

Der amerikanische Orgonom Dr. Charles Konia über die Destruktivität des bestmeinendsten Linken:

Kennzeichen eines linken Ideologen

Cannabis und Schizophrenie

17. April 2014

US-Forscher der Northwestern University haben erstmals einen Zusammenhang zwischen gelegentlichem Cannabiskonsum (ein- oder zweimal pro Woche) und signifikanten Schädigungen in zwei wichtigen Hirnstrukturen nachgewiesen. Vorher hatten Forscher langwierigen Cannabismißbrauch mit psychischen Störungen und Veränderungen in der Entwicklung des Gehirns in Zusammenhang gebracht. Einer der Hauptautoren der Studie, Dr. Hans Breiter, sagt, er wäre dazu gekommen, die Auswirkungen von gelegentlichem Cannabiskonsum zu untersuchten, nachdem er bei entsprechenden Untersuchnungen herausgefunden hatte, daß langandauernder Konsum zu Hirnschädigungen führt, die denen bei Schizophrenen gleichen.

Bei gelegentlichen Konsumenten waren der Nucleus accumbens und die Amygdala, zwei zentrale Hirnregionen für Emotionen, Entscheidungsfindung und Motivation, geschrumpft bzw. abgebaut und zwar in direkter Abhängigkeit vom Ausmaß des Konsums. Diese Ergebnisse unterstützen die alte Theorie, Cannabis führe zum „amotivationalen Syndrom“.

Forscher von der Im Creighton University of Omaha, Nebraska berichten über ein Syndrom, daß mit der weltweiten Zunahme des Cannabis-Mißbrauchs zusammenhängt und das erste Mal 2002 von dem australischen Arzt Hugh Allen beschrieben wurde: „cannabinoide Hyperemesis“ oder „morgendliche Marihuana-Übelkeit“. Dieses neuartige Syndrom, das erst nach jahrelangem Cannabis-Mißbrauch auftritt, ist mit extremen Bauchbeschwerden, Übelkeit und Brechanfällen verbunden und zwingt die Betroffenen dazu, sich mehrmals am Tag, teilweise mehr als ein Dutzend mal, heiß abzuduschen. Besonders diese absonderliche Zwangshandlung stellt die Forscher vor ein Rätsel. Die einzige bekannte Gegenmaßnahme ist der konsequente Verzicht auf Cannabis.

Es ist DOR (abgestorbene, giftige Orgnenergie), die sich bei „Cannabis-Konsumenten“ im Organismus ansammelt. Das Erbrechen und der Zwang, sich zu duschen, ist der verzweifelte Versuch des vegetativen Systems, sich von dieser fauligen Energie zu befreien. (Zu DOR und Wasser siehe den Artikel Die ORANUR-Krankheit und wie du sie bekämpfen kannst auf unserer Jerome Eden-Seite.)

Bereits 2004 berichtete der Spiegel über eine Studie von Hugh Allen und seiner Forschergruppe vom Mount Barker Hospital in Südaustralien. Erstmals wurde ein seltener Nebeneffekt des Cannabis-Konsums untersucht: starke Übelkeit und tagelang anhaltende Brechattacken, die die Betroffenen spontan mit heißen Duschen zu kurieren suchen. Allen zufolge haben Experimente bei Mäusen gezeigt, daß Cannabis die Körpertemperatur senkt. Wahrscheinlich beeinflusse das Cannabis den Hypothalamus, der auch die Motilität der Gedärme reguliert.

Man vergleiche das mit der Doppelblindstudie, die Dr. Stefan Müschenich 1986 an der Universität Marburg über den Anstieg der Körperkerntemperatur durch den Orgonenergie-Akkumulator vorgelegt hat.

Aber zurück zum Thema:

„Zehn Prozent der 13-Jährigen, 14 Prozent der 14-Jährigen, 19 Prozent der 15-Jährigen und 25 Prozent der 16-Jährigen haben in den letzten 30 Tagen mindestens einmal Cannabis konsumiert. Und 23 Prozent der 15- und 16-Jährigen geben mindestens 20 Konsumgelegenheiten in den letzten 30 Tagen an“ (siehe hier). Das durchschnittliche „Kiffer“-Einstiegsalter liegt mittlerweile bei 16,7 Jahren (siehe hier). Der Griff zum Joint wird fast zur Norm. Um jede Parkbank herum findet man die kleinen Plastiktüten, in denen Marihuana verkauft wird. In abgelegenen Teilen von Grünanlagen stolpert man über „Hasch-Plantagen“. Nicht nur Jugendliche, sondern schon 10jährige Kinder sind von Rauchschwaden mit dem typischen Geruch von Scheiße (DOR) eingehüllt.

Warum das so ist? Man betrachte MTV oder einen beliebigen Film aus Hollywood: Marihuana wurde von Marktstrategen der Großkonzerne systematisch zu einem festen Bestandteil der „Jugend“-„Kultur“ gemacht und Millionen von „Kids“ in debile „Nigga“ verwandelt. Es gibt praktisch keine auf Jugendliche abgestimmte CD, keinen Film, keine „Trendmarke“ ohne mehr oder weniger subtile Anspielungen auf „Gras“. Und die hirnzersetzten Deppen betrachten sich dabei auch noch als Rebellen!

Profitinteressen? (Anbiederung an das, was sich der Spießer als „Jugend“ vorstellt.) Sicherlich. Aber es wäre ein „biologischer Rechenfehler“, dies in den Vordergrund zu stellen. Weitaus wichtiger ist der (charakter-)strukturelle Zwang des modern liberal, der seit Mildred Brady die Medienindustrie beherrscht. Er ist ein Freiheitskrämer, der die Freiheit nicht ertragen kann. Deshalb zwingt er der schweigenden Mehrheit, der eingebleut wurde, sich gefälligst alles gefallen zu lassen, „Haschisch-Werbung“, Pornographie, „Emanzipation“, Political Correctness, moderne „Kunst“ und andere „Freiheiten“ auf, die die Freiheit systematisch unterminieren.

Der Preis, den wir für die profitable Verbreitung der „Jugendkultur“ zu zahlen haben, ist hoch und die Nachwirkungen werden sich über viele Generationen hinziehen.

Orgonomen berichten, daß auch in reifen Jahren ein einziger Joint die orgontherapeutische Integrationsarbeit um Jahre zurückwerfen kann. Von jeher gilt Cannabis als die, sozusagen, „anti-orgonomische“ Droge per se. Wie kaum etwas anderes zerstört sie das Orgonenergie-Feld des Körpers (das „Ich“ zerbröselt buchstäblich!) und führt zur Abpanzerung des okularen Segments: der Mensch verändert sich auf nur schwer (wenn überhaupt!) umkehrbare Weise in Richtung Schizophrenie. Schizophrenie und die Folgen von Cannabis-Konsum haben viel gemeinsam: „spaced out“, „head trip“, ein diffuses, DORig verschmutztes Orgonenergie-Feld, die Trennung von Erregung und Wahrnehmung. Bei Kiffern befindet sich das Gehirn in einem chronischen Schockzustand – wie Schizophrene sind sie okular extrem gepanzert. Dazu paßt, daß das Gedächtnis und die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen, beeinträchtigt sind (Kontaktverlust).

Leider fanden diese energetischen Beobachtungen der medizinischen Orgonomen nur punktuell Unterstützung von Seiten der mechanistischen Wissenschaft.

Nach einer Untersuchung des Zentralinstituts für seelische Gesundheit in Mannheim kann Cannabis Schizophrenie vorzeitig auslösen bzw. verschlimmern. Es wurden 232 an Schizophrenie erkrankte Patienten untersucht. Man fand, daß die Schizophrenie bei regelmäßigen Cannabis-Konsumenten im Durchschnitt bereits mit 17,7 Jahren ausbrach. Bei Nichtkonsumenten war sie im Durchschnitt ganze acht Jahre später ausgebrochen! Bei fast 35% der schizophrenen Cannabis-Konsumenten brach die Krankheit in demselben Moment aus, in dem auch der Konsum von Cannabis begann.

Als diese Studie 2002 erschien, forderten die Grünen unter dem Motto „Durch Deutschland muß ein Joint gehen!“ eine „rationale Drogenpolitik“. Tatsächlich ist Cannabis bei Kindern und Jugendlichen auf dem Vormarsch wie nie zuvor. Die Folge (nach neuesten Forschungsergebnissen):

  • psychische Abhängigkeit mit Entzugserscheinungen wie Schweißausbrüchen, Depression, Unruhe und Angstzuständen;
  • Konzentrationsstörungen;
  • Vergeßlichkeit, Wortfindungsprobleme und Beeinträchtigung des Lernvermögens;
  • Störung der neuronalen Reifung;
  • generelle Verzögerung der Persönlichkeitsentwicklung;
  • eventuell Verstärkung einer Veranlagung zu psychischen Leiden wie Depressionen, Angststörungen oder Schizophrenie;
  • aus orgonomischer Sicht kann man hinzufügen: eine massive Störung (Abpanzerung) des okularen Segments, die für die obigen Symptome verantwortlich ist.

Das visuelle System im Gehirn macht zwischen dem 12. und 15. Lebensjahr einen wichtigen Reifungsprozeß durch. Wird in dieser Zeit Cannabis konsumiert, bleibt die visuelle Informationsverarbeitung lebenslang herabgesetzt.

Damals machte die Grüne Bundestagsabgeordnete Anna Lührmann (damals 19) in Stefan Raabs TV Total (Pro7) offen Werbung für Haschisch. In der gleichen Sendung stellte Raab sein „Hanflied“ vor: „Gebt das Hanf frei!“ Es wurde ein Hit und das Musikvideo lief ständig auf MTV und VIVA – und animierte zahllose Kinder zum Cannabis-Konsum.

Am gleichen Tag veröffentlichte das British Medical Journal drei Studien, die zeigten, daß je früher der Cannabis-Konsum beginnt, desto wahrscheinlicher mit schwerwiegenden psychiatrischen Erkrankungen zu rechnen ist:

  • der schwedischen Studie zufolge würde es ohne Marijuana jeden siebten Fall von Schizophrenie gar nicht geben. Cannabis im Jugendalter erhöht das Risiko an Schizophrenie zu erkranken um 30%. Das läßt sich, wie die Forscher darlegen, nicht mit dem Argument „Selbstmedikation“ wegerklären.
  • das gleiche gilt für die australische Studie, die Depressionen und Angsterkrankungen auf Marijuana zurückführt.

Dem amerikanischen National Institute on Drug Abuse zufolge zeigt die Gehirndurchblutung von Cannabis-Konsumenten sogar noch nach einem Monat Abstinenz deutliche Abweichungen. Strömungsgeschwindigkeit und arterieller Widerstand sind deutlich größer als bei Kontrollpersonen. Wie Reich es für die kardiovaskuläre Biopathie beschrieb (Die Funktion des Orgasmus), muß das Herz das Blut durch starre Gefäße pressen.

Jasmin Hurd und ihr Team vom Karolinska Institut in Schweden hat in einer Studie mit Ratten nachgewiesen, daß Cannabis tatsächlich eine Einstiegsdroge ist. „Jugendlichen“ Ratten wurde zwischen ihrem 28. und 49. Lebenstag (was beim Menschen etwa dem 12. und 18. Lebensjahr entspricht) eine Menge von THC verabreicht, die beim Menschen ungefähr einem Joint alle drei Tage entspricht. Es wurde festgestellt, daß die Strukturen im Gehirn, die für Belohnung und positive Gefühle verantwortlich sind, verändert werden und die Sensitivität für Opiate dauerhaft herabgesetzt ist. Mit anderen Worten: es werden unbefriedigbare Zombies erzeugt.

In London wurden zwei Studien vorgestellt, die die orgonomische Hypothese über den Zusammenhang von Cannabis und „schizophrener“ okularer Panzerung zu einer unbestreitbaren Tatsache machen.

Schon seit längerem wird vermutet, daß Marihuana bei normalen Probanden nicht nur zu einer angenehmen Entspannung führt, sondern auch psychotische Symptome, insbesondere Halluzinationen und paranoide Wahnvorstellungen hervorruft. Philip McGuire, Professor für Psychiatrie am King’s College in London, und seine Kollegen konnten 2007 anhand von bildgebenden Verfahren in allen Einzelheiten zeigen, daß und wie das THC jene Hirnregion im frontalen Kortex verändert, die normalerweise paranoide Vorstellungen in Schach hält. THC hat also exakt die gleiche Auswirkung wie okulare Panzerung.

Deepak Cyril D’Souza, Professor für Psychiatrie an der Yale Medical School in New Haven, Connecticut, und seine Kollegen mußten aus ethischen Gründen eine Studie abbrechen. Sie waren davon ausgegangen, daß Cannabis gut für Schizophrene ist, da es sie nach deren eigener Aussage beruhigt („Selbstmedikation“). Tatsächlich verstärkt THC die psychotischen Symptome von Schizophrenen drastisch – es verstärkt die okulare Panzerung.

In The Lancet analysierten Theresa Moore (University of Bristol) und Stanley Zammit (Cardiff University, Wales) 35 in den letzten Jahren veröffentlichte Studien über Marihuana. Demnach ist es für einen jungen Konsumenten zu 41% wahrscheinlicher, an einer Psychose zu erkranken, als für seinen Altersgenossen, der nie zur Droge gegriffen hat. Das Risiko wächst mit der Dosis. Die Forscher kalkulieren, daß etwa 14% der psychotischen Episoden junger Erwachsener im Vereinigten Königreich auf Cannabis-Konsum zurückgehen.

2008 berichteten die Archives of General Psychiatry von einer Forschungsarbeit an der University of Melbourne, Australien , daß über Jahre hinziehender täglicher Cannabis-Mißbrauch die Struktur des Gehirns zerstört. Bei den entsprechenden Testpersonen war der Hypokampus, der mit Emotionen und der Erinnerung zusammenhängt, um 12% kleiner als bei Kontrollpersonen. Der Mandelkern (Amygdala), der mit Angst und Aggression verbunden ist, um 7% kleiner.

Miguel Ruiz Veguilla (Universidad de Granada) konnte zeigen, daß der tägliche Konsum von Cannabis für Psychosen und Schizophrenie anfällig macht. Dazu führte er eine Studie mit 92 Probanden durch, von denen 50 eine Psychose entwickelt hatten, ohne daß es vorher Anzeichen für eine entsprechende Veranlagung gegeben hätte, d.h. sie hatten vorher keine Probleme in Schule und Berufsausbildung, waren sozial nicht isoliert gewesen und hatten eine gute motorische Koordination gezeigt. Auch die Familienanamnese war leer. 66% der Patienten mit Psychose, die an der Studie teilnahmen und vorher psychopathologisch unauffällig waren, gaben zu, täglich, oder annähernd täglich, Cannabis konsumiert zu haben. Während nur 43% der Probanden, die bereits vorher psychiatrisch auffällig gewesen waren, das Rauschgift zu sich nahmen. Veguilla zufolge zeichnet sich dank des überhand nehmenden Cannabis-Konsums eine „neue Art von Psychose“ ab, die im Gegensatz zu den bekannten Formen in Menschen auftritt, die in keinster Weise (also weder psychodynamisch noch genetisch) dazu prädestiniert sind, psychotisch zu werden.

Vergessen Sie das Gerede über „Selbstmedikation“ und all den anderen Unsinn, der von Apologeten der Selbstzerstörung durch chemische „Lobotomie“ verbreitet wird: Cannabis macht verrückt!

Jemand hat das folgende Video wie folgt kommentiert:

Ein Kifferjunkie erkennt man sofort an den Zustand seiner Augen! Die Augen sind das Spiegelbild der Seele und so frisch sieht der Knabe nicht mehr aus. Das Gehirn hat offensichtlich gelitten. Merkt euch das: Kiffer haben keine Zukunft. Auf sie wartet früher oder später der Ofen!

Die Natur des Orgons

16. April 2014

Was ist die Orgonenergie? Man muß die Differentia specifica betonen, die alle ähnlichen Konzepte von Reichs Orgon trennen. Reichs Konzept ist weder mystisch noch mechanisch, sondern funktionell. Was das bedeutet, wird deutlich, betrachtet man den eigenen Körper. Das Orgon ist weder nur im Geist, noch nur im fleischlichen Körper – diese beiden Ebenen sind nur sekundäre Ausdrucksbereiche der primären, bioenergetische Bewegung, die wir wahrnehmen, vor allem als Emotion. Die Psyche ist die Einheit der organismischen Funktionen („Wie fühlen sie sich?“) und das Soma sind die Teile („Die Niere auf Zimmer 6!“).

Entsprechend sucht Reichs Naturforschung nicht in erster Linie nach dem „Geist“ in der Natur, auch nicht nach Atomen und Molekülen, sondern nach der Ausdruckssprache der Formen und Bewegungen. Beispielsweise kann der Kliniker wenig mit der „Psyche“ eines Patienten anfangen. Eine „Psychoanalyse“, wie immer sie auch geartet ist, ist weitgehend sinnlos. Genauso sinnlos wie all die Untersuchungen, die die Schulmedizin anzubieten hat („Atome und Moleküle“) – jedenfalls, was die somatischen Biopathien betrifft. Reichs revolutionärer Schritt hin zur Charakteranalyse, Vegetotherapie und schließlich Orgontherapie war dem Blick auf etwas zu schulden, für das niemand zuvor ein Auge hatte: die Ausdruckssprache des Lebendigen.

Formgestalten sind gefrorene Bewegung und die Art der Bewegung weist auf die Art der Energie dahinter hin. Diese Bewegungen können wir nur verstehen, wenn wir in Kontakt mit den bioenergetischen Bewegungen in unserem eigenen Körper stehen. Niemand außer Reich hat diesen Bereich bisher erforscht. Sie sprechen ständig von „Gott“ und „Äther“, aber sie berühren niemals die Ausdruckssprache der Natur, die funktionell identisch wird mit ihrem eigenen emotionalen Eindruck/Ausdruck. Im menschlichen Bereich führt dies zu genitalem Kontakt, im „Naturbereich“ (z.B. beim Gehen durch den Wald) zur Hingabe an die Erfahrung. Ein Gefühl dazuzugehören, Teil bzw. eins mit dem Universum zu sein – ganz einfach lebendig zu sein. Dieses Erleben steht natürlich im Widerspruch zu dem des Mechanisten, aber auch zu dem des Mystikers, der immer die organismische Einheit auseinanderreißt. Er kann in „orgonomischen“ Begriffen sprechen, aber tatsächlich, gibt es immer eine Spaltung („höhere“ und „tiefere“ Ebenen). Wahrer emotionaler Ausdruck ist immer total, er umfaßt das ganze Wesen, vereint durch ein Gemeinsames Funktionsprinzip.

Die Qualität dieser Erfahrung ist dreidimensional, während Mystiker in einem zweidimensionalen Flachland leben. Da aber die reale Welt dreidimensional ist, sind sie in der Lage alle Arten von illusorischen mystischen Tricks ausführen. Nehme ein Stück Papier („Flachland“) und falte es: du wirst geheimnisvolle, „unerklärliche“ Kontakte für die Einwohner des Flachlandes hergestellt haben. Aber da das Flachland von Anfang an eine Illusion ist, sind diese „Kontakte“ überhaupt nicht mystisch – nur ein Ergebnis der ursprünglichen Kontaktlosigkeit. Mystiker ziehen erst Sonnengläser auf ihre Nase, um das „echte Licht“ zu verheißen, und dann nehmen sie die Sonnenbrille wieder ab – und es erscheint „geheimnisvollerweise“ das Licht lichtvoller als je zuvor. Schnell bedecken sie Ihre Augen wieder, bis es Zeit ist für die nächste „mysteriöse“ Offenbarung des göttlichen Lichts.

Die Problematik, das Orgon korrekt zu erfassen, läßt sich anhand zweier Bücher illustrieren. Ist das Orgon nur ein bisher von der Schulwissenschaft ignorierter Aspekt des Lebens, den Reich zu einer überflüssigen „Lebensenergie“ hypertrophiert und dann kurzschlüssig mit dem mechanischen „Äther“ gleichgesetzt hat, wie der Neuropsychologe Sean Haldane in seinem soeben erschienenen Buch Pulsation (London 2014) behauptet? Oder ist das Orgon der lebendige „Seinsgrund“, von dem „mechanische Materie“ nur eine sekundäre Abart ist, wie Andreas Hellmann in seiner Dissertation über Orgonphysik behauptet hat?

Haldane richtet ein schreckliches Durscheinander an, um dann die mühsam aufgelösten „Widersprüche“ als „Weiterentwicklung“ der Orgonomie zu präsentieren. Beispielsweise behauptet er, daß die nichtlebende Natur von einer Pulsation beherrscht werde, in der beide Phasen (Expansion und Kontraktion) gleich lang wären, während es beim Lebendigen in dieser Hinsicht ein mehr oder weniger ausgeprägtes Mißverhältnis zwischen einer kurzen Expansion und einer langen Kontraktion gäbe. Er geht dabei von der natürlichen Atmung aus, wie man sie etwa bei Babys oder Katzen beobachtet: kurzes Einatmen, langes Ausatmen. So würden sich beispielsweise auch Quallen fortbewegen!

Jeder Student der Orgonomie weiß, daß das Gegenteil der Fall ist. Quallen bewegen sich fort, weil die Kontraktion ruckartig ist. Das lange Ausatmen ist eine bioenergetische Expansion, das kurze Einatmen eine bioenergetische Kontraktion. Und was die unbelebte Natur betrifft ist es ebenfalls so, daß Spannungen sich langsam ansammeln (Expansion), um dann rasch entladen zu werden (Kontraktion). Man denke nur einmal an Erdbeben. Am wichtigsten ist in diesem Zusammenhang jedoch die unmittelbare Beobachtung der pulsierenden atmosphärischen Orgonenergie.

Von Verwirrung stiftenden Grundannahmen ausgehend, sieht sich Haldane dann gemüßigt, zwar nicht den Äther, aber die Vorstellung einer „kosmischen Lebensenergie“ als „wissenschaftlich“ obsolet abzutun.

Charakteristischerweise kann Hellman in seinen bereits erwähnten Perspektiven der Lebensenergieforschung im 20. Jahrhundert (Marburg 2004) das genaue Gegenteil behaupten. Reichs Aktualität liege darin, daß er den Dualismus zwischen Leben und Nichtleben, der das abendländische Denken geprägt hat, überwunden habe. Reich habe, ähnlich wie die spätestens seit Heidegger rehabilitierten Vorsokratiker und wie die modernen Quantenfeldtheoretiker, etwa Burkhard Heim, den „lebendigen Urgrund“ jenseits der Spaltung von Subjekt und Objekt offengelegt.

Das Problem bei Hellmann und ähnlichen „Rekonstruktionen“ und „Rehabilitierungen“ der Orgonbiophysik ist, ganz ähnlich wie bei Haldane, der „undogmatische“ Ansatz. Die Schnittstellen, die mit anderen Ansätzen hergestellt werden, bergen immer die Gefahr, die alles entscheidende Differentia specifica verblassen zu lassen, bis man unversehens das genaue Gegenteil der Orgonomie vor sich hat: Mechanismus und Mystizismus.

Nach außen hin mag die Orgonomie so wirken, als würde sie „dogmatisch erstarren“. Nun, man schaue sich nur an, wie Reich darum gerungen hat, die ursprüngliche, „dogmatische“ Psychoanalyse gegen „Neuerungen“ zu schützen, die auf einer verzerrten Wahrnehmung und falscher Herangehensweise (falscher „therapeutischer Technik“) beruhen. Man denke nur an die Todestriebtheorie und all den Unsinn, den die „Weiterentwickler“ des Freudschen Ansatzes verzapft haben. Am Ende bleibt nur Konfusion und die effektive Vernichtung des Werkes großer Männer wie Freud und Reich durch „undogmatische“ Kleine Männer, die unbedingt „ihre Meinung“ an den Mann bringen müssen.

Typischerweise vertreten Reichianer „Therapien“ oder kreieren sie sogar, die eine Fortführung des „Reichschen Ansatzes“ sein sollen, tatsächlich aber nur eins sind: ein Schutzprogramm für den Panzer.

ätgoor

Die schizophrene Schrumpfungsbiopathie (Teil 2)

15. April 2014

In Charakteranalyse führt Reich aus, daß der Schizophrene kaum atmet. Auf diese Weise versucht er die orgonotischen Impulse einzudämmen, die ansonsten zur schizophrenen Spaltung zwischen Erregung und Wahrnehmung führen bzw. diese verstärken würden.

Seit längerem ist bekannt, daß Schizophrenie häufig mit einem erhöhten Risiko für chronische Krankheiten wie beispielsweise Diabetes einhergeht. Neuere Studien zeigen, daß diese „Gesundheitsprobleme“ (in Reichs Terminologie „somatische Biopathien“) eng mit den Grundmechanismen der Schizophrenie verwoben sind.

In einer früheren Studie hatte ein Team um Sabine Bahn (Cambridge University) im Gehirn von verstorbenen Schizophreniepatienten abnorme Eiweiße gefunden, die den Energiestoffwechsel in den Hirnzellen zum Erliegen bringen und die Entstehung gefährlicher Sauerstoffverbindungen fördern. Später wurden von der Forschergruppe die gleichen energiehemmenden und zerstörerischen Eiweiße in der Leber und in den Roten Blutkörperchen von Schizophrenen entdeckt, so daß möglicherweise der gesamte Organismus des Schizophrenen unter Energiemangel und vermehrten Zellschädigungen durch freie Sauerstoffradikale leidet.

Der zentrale Mechanismus der Schizophrenie ist natürlich die Panzerung des Augensegments, die die anfangs erwähnte Spaltung zwischen Erregung und Wahrnehmung hervorruft. Reich zufolge greift diese Kontraktion bis tief ins Gehirn über. Dies geht mit dem Zerfall des einheitlichen Funktionierens und einer Schrumpfung des Lebensapparats einher, ähnlich wie bei der Krebsschrumpfungsbiopathie.

Eine Studie von Meisenzahl et al. (Luwdig-Maxmilians-Universität) konnte zeigen, daß bei Schizophrenen im Laufe der Jahre die Hirnrinde (die „grauen Zellen“) immer weiter ausdünnt. Zwar bleibt das Gesamtvolumen weitgehend konstant, jedoch kommt es zu einer signifikanten Reduktion der sogenannten Grey Matter Density, die der Wahrscheinlichkeit entspricht, ob ein Voxel der grauen Substanz zugeordnet werden kann. Zusammenfassend wurde an einer imposant großen Stichprobe illustriert, daß es sich bei den Schizophrenien um Erkrankungen handelt, die mit quantitativen strukturellen Auffälligkeiten weiter fronto-temporaler und limbischer Hirnareale assoziiert sind. Die Mechanismen, die diese quantitativen Auffälligkeiten verursachen, sind allerdings nach wie vor unklar.

Erschreckenderweise erstreckt sich der Verlust von grauer Substanz offenbar sogar auf bipolare Patienten.

Ebenfalls erschreckend ist folgendes: Wenn man die entsprechenden Studien liest, sind sich die Forscher nie ganz sicher, ob die hirnorganischen Schäden nicht sekundär auf die Medikation zurückgehen! Eine Auswertung der Daten zeigt, daß die Medikamente offenbar nicht verantwortlich sind, vielmehr beruht die Schädigung wirklich auf dem primären Krankheitsprozeß. Aber allein schon die Erwartung, daß sie mit ihren Medikamenten die Gehirne ihrer Patienten geradezu „auflösen“ könnten!

Zur Klarstellung: die modernen Psychopharmaka können diesen Patienten ein fast normales Lebens zurückschenken und nur ein krimineller Freiheits- und Wahrheitskrämer würde die Betroffenen davon abbringen wollen, sich an die Vorgaben ihres Facharztes zu halten! Aber ob diese Mittel wirklich die Lösung sind? Die medizinischen Orgonomen haben stets behauptet, daß in diesem Bereich die psychiatrische Orgontherapie die Methode der Wahl ist. Nur sie sei in der Lage, den biopathischen Schrumpfungsprozeß zu stoppen.

delacroix

Eine weitere Schrumpfungsbiopathie neben Krebs und Schizophrenie ist die eingangs erwähnte Zivilisationskrankheit Diabetes („Zuckerkrankheit“). Hier ist der Organismus orgonotisch derartig geschwächt, daß er nicht mehr den energiespendenden Zucker aus dem Blut ziehen kann (orgonomisches Potential), sondern umgekehrt der Zucker aus dem Organismus herausgewaschen wird (mechanisches Potential). Die Patienten „verdauen“ sich sozusagen selbst!

Es wurde die Hypothese aufgestellt, daß die mysteriöse Alzheimer-Erkrankung nichts anderes ist als eine „dritte Form von Diabetes“. Bei Alzheimer-Patienten löst sich aufgrund einer „lokalen Zuckerkrankheit des Gehirns“ dieses buchstäblich auf. Es wird porös und „löchrig“.

Interessanterweise erkranken Menschen, die ihr Gehirn auf extreme Weise ständig in Anspruch genommen haben, etwa Schachspieler, praktisch nie an Alzheimer. Es scheint wirklich so zu sein, daß Reich mit folgendem auf dem ersten Blick ziemlich absonderlichen Satz aus der Charakteranalyse (KiWi, S. 605) Recht behält:

Atrophische Veränderungen, wie wir sie von den Muskeln her kennen, müssen auch für das Gehirn als Folge von Nichtgebrauch angenommen werden.


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